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Frei Geist


 

 
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Janus
Geschlecht:männlichSchmierfink

Alter: 23
Beiträge: 84
Wohnort: Düsseldorf


BeitragVerfasst am: 11.11.2021 11:37    Titel: Frei Geist eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

wenn ich sterbe
wandert meine seele
durch das all
vorbei an sternen
mars und neptun
in die ewigkeit
sie gesellt sich
zu dem leuchten
dort am himmel
und irgendwann
wenn die zeit
nicht mehr ist
steigt sie hinab
ihr weg war weit
sie kehrt zurück
ein langer kreis
ein schimmerndes
geheimnis
dort oben
liegt die zukunft
meines geistes

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schó
Geschlecht:männlichGänsefüßchen


Beiträge: 46



BeitragVerfasst am: 11.11.2021 23:40    Titel: Antworten mit Zitat

finde ich ganz interessant, klar von rhythmus nicht perfekt und inhaltlich nicht
modern usw.
aber iwie hat es ein gefühl, das mir gefällt, irgendwie hat es doch stil, trotz der
vielen veralteten und größenwahnsinnigen albernheiten. ich könnte das noch
elaborieren, mache ich bei bedarf.
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Eulenbaum
Klammeraffe


Beiträge: 884



BeitragVerfasst am: 12.11.2021 05:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Janus,

darf ich Dir auf der inhaltlichen Ebene antworten?

Ich tue es mal einfach:
Der Geist soll mal lieber hierbleiben, waren meine ersten Gedanken.

Sich noch ein bißchen zwischen die Steine setzen;
und dann gucken, ob man noch irgendwo Birnen pflücken kann.

Aber das ist rein die inhaltliche Ebene, für Anderes bin jetzt zu müde.

Gruße,
Eulenbaum
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Janus
Geschlecht:männlichSchmierfink

Alter: 23
Beiträge: 84
Wohnort: Düsseldorf


BeitragVerfasst am: 12.11.2021 08:19    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo,

danke für euer Feedback. Keine Sorge der Geist bleibt hier. Er denkt nur gerne.

Beste Grüße
Janus
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Janus
Geschlecht:männlichSchmierfink

Alter: 23
Beiträge: 84
Wohnort: Düsseldorf


BeitragVerfasst am: 12.11.2021 08:21    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Schò,

ich würde mich über eine tiefere Elaboraten freuen.
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Elisa
Leseratte


Beiträge: 154



BeitragVerfasst am: 12.11.2021 10:52    Titel: Antworten mit Zitat

Mir gefällt es sehr.
Tiefgehend, hoffnungsvoll, vermittelt ein schönes Gefühl.
Danke fürs Teilen.
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Janus
Geschlecht:männlichSchmierfink

Alter: 23
Beiträge: 84
Wohnort: Düsseldorf


BeitragVerfasst am: 12.11.2021 11:26    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Elisa,

mir war es wichtig den Tod nicht als Ende darzustellen, sondern als Übergang.

Freut mich sehr, dass es Dir gefallen hat!

Liebe Grüße
Janus
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FaithinClouds
Geschlecht:weiblichLeseratte


Beiträge: 125
Wohnort: Südlich vom Norden


BeitragVerfasst am: 12.11.2021 11:54    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde das Gedicht auch schön. Es hat so einen Fluss, vielleicht liegt es auch daran, dass Satzzeichen und so fehlen 😅 Das mit Mars und Neptun fand ich irgendwie gut, aber ich weiß selbst nicht genau, warum.

Am Ende hab ich was "anzukreiden". Der letzte Part ist ja:
dort oben
liegt die zukunft
meines geistes

aber davor sagst du ja:
wenn die zeit
nicht mehr ist
steigt sie hinab
ihr weg war weit
sie kehrt zurück

Also liegt die Zukunft der Seele des lyrischen Ichs, wenn die Zeit aufhört, Zeit zu sein, ja nicht da oben, sondern da, wo sie auch schon am Anfang war.
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Janus
Geschlecht:männlichSchmierfink

Alter: 23
Beiträge: 84
Wohnort: Düsseldorf


BeitragVerfasst am: 12.11.2021 13:35    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo faithinclouds,

danke für deine lobenden Worte! Vielleicht streiche ich die letzten drei Verse. Das erzielt eine bessere Wirkung.

Liebe Grüße
Janus
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schó
Geschlecht:männlichGänsefüßchen


Beiträge: 46



BeitragVerfasst am: 12.11.2021 22:06    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
wenn ich sterbe
wandert meine seele
durch das all
vorbei an sternen
mars und neptun
in die ewigkeit
sie gesellt sich
zu dem leuchten
dort am himmel
und irgendwann
wenn die zeit
nicht mehr ist
steigt sie hinab
ihr weg war weit
sie kehrt zurück
ein langer kreis
ein schimmerndes
geheimnis
dort oben
liegt die zukunft
meines geistes


von den wortferldern ist diese lyrik nichts anderes, und auch inhaltlich nicht,
als die reproduktion von alten denkmustern, beschrieben wird die hybris
eines individuums, das sich vorstellt ikarusgleich emporzusteigen, zur sonne.
sich selbst überhöhend und zu den sternen / göttern / hinauf sich wünschend,
imaginiert das ich das leben nach dem tod als eine art buddhistischer kreislauf,
nichts neues, bloß ungenau gedacht / formuliert, denn FaithinClouds hat ganz
richtig bemerkt, dass das ganze nicht so richtig schlüssig ist.

also auf der einen seite ist das gedicht von der wortwahl reprdozuierend, alt:
seele, all, sterne, ewigkeit, leuchten, himmel, zeit, geheimnis, zukunft, geist.
das ist eine klassische und langweilige assoziationskette, das gedicht steht
also auf der stelle, weil es von seele zu geist geht von den substantiven her und
dazwischen sind synonyme für großer raum, so ungefähr. in einem gewissen sinne,
falls das beabsichtigt gewesen wäre oder noch stärker herauskäme, wäre dieser
zirkelschluss formal eine schöne form für den inhalt.

fängt mit seele an, endet mit seele, dazwischen ist die ewigkeit, das alle, die sterne,
das leuchten, der himmel, die zeit. aber ich sehe diese form als unbewusst so gewählt,
kann gut sein, dass du das bewusst so geschrieben hast, mit dem hintergedanken,
dass so die form des kreislaufes in von seele zu seele formal deckungsgleich ist,
auch egal, irrelevant.

ich finde auf jeden fall, da geht noch 1000mal mehr.

schön finde ich den fluss, den sound, den rhythmus, welcher einerseits natürlich
durch die kurzen verse erreicht wird, aber vielleicht auch schlicht durch gut
gesetzte zeichen (ich finde die zeichen unschön, ihre setzung aber gelungen, bis
auf kleinigkeiten, wie:

sie gesellt sich
zu dem leuchten

hier bricht der flow.
aber egal, kleinigkeit.

was ich noch mag am gedicht ist die geste, diese haltung der letzten drei verse,
nicht unbedingt streichen, ich rate: nicht weiter an diesem gedicht herumhantieren,
lieber: 100 weitere solche schreiben, selbes thema, immer neue formulierungen
dafür.

die letzten drei verse sind für mich in der heutigen popkultur verankert, im rap.
"dort oben liegt die zukunft meines geistes" könnte, wenn nicht so stelzig begonnen,
mit "dort oben", diese zeigende geste ist nicht nötig by the way, denn wo zeigst du hin?
"dort" kann weg, egal. aber wenn du schreibst: "oben ist die zukunft meines geistes",
dann (wenn auch wieder zukunft und geist so krass verfestigte signifikanten sind)
sprichst du wie keine ahnung, kanye west oder so. könnte eine rap line sein, müsste
dann bloß noch besser formuliert werden, mehr on point, mehr auf lautlichkeit und
das "es" des "geistes" könnte auch nicht das ende sein, wobei gut ist, dass es mit
einem substantiv endet, der pointe. formstrenge ist wichtig, dann wird auch der inhalt
freier (könnte auch die these eines zen buddhisten sein vielleicht).

anyway. beim letzten absatz schweifte ich ab, aber ich hoffe mein input bringt dich
weiter. wenn du 100 solche gedichte geschrieben hast, ist ja auch ein stoff, der es
tragen würde, dann schick sie mir.

grüßi grüßi usw.
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