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Muss man Unbezahlte Werbung im Buch markieren?

 
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kitumba
Geschlecht:weiblichWortedrechsler

Alter: 47
Beiträge: 81
Wohnort: Frankfurt


BeitragVerfasst am: 21.11.2021 11:48    Titel: Muss man Unbezahlte Werbung im Buch markieren? eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Guten Morgen allerseits, es gibt meines Wissens nach die (relativ neue?) Verpflichtung, in Social Media zu kennzeichnen, ob man für Werbung bezahlt wurde oder nicht. Gilt das auch für andere Medien, z.B. Bücher? Ich kann mir fast nicht vorstellen, dass man eine Textpassage, in der mit viel Spaß ein bestimmtes Gesellschaftsspiel gespielt wird oder das gut duftende Aftershave des Protagonisten beim Namen genannt wird mit "* Dies war unbezahlte Werbung" kennzeichnen muss, aber die Welt ist verrückt und ich möchte lieber sicher gehen Laughing
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Thomas74
Geschlecht:männlichReißwolf

Alter: 47
Beiträge: 1437
Wohnort: Annaburg


BeitragVerfasst am: 21.11.2021 12:01    Titel: Antworten mit Zitat

Natürlich!
Mit Fußnote und Register im Anhang. Und ladungsfähige Adresse nicht vergessen, falls du nicht sämtliche Markenrechteinhaber schriftlich um Erlaubnis bittest. Bei Automarken wird es schwierig, da ja Renault und Mercedes fusioniert sind....
Sag mal, hast du schonmal irgendwelche fremden Bücher gelesen??


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Ralphie
Geschlecht:männlichForenonkel

Alter: 69
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BeitragVerfasst am: 21.11.2021 12:02    Titel: Antworten mit Zitat

Sie roch nach Pepsodent und Chanel Nr. 5

Ich denke nicht, dass man das kennzeichnen muss.
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kitumba
Geschlecht:weiblichWortedrechsler

Alter: 47
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Wohnort: Frankfurt


BeitragVerfasst am: 21.11.2021 13:41    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke für eure Antworten!

@Thomas74: Knoten im Hirn mit Aggression zu lösen, kann dazu führen, dass die angegriffenen Mitglieder das Forum ganz schnell wieder verlassen. Das mag vielleicht in deinem Sinne sein; ich fände es jedenfalls schade, wenn man sich hier nicht mehr trauen kann, Fragen zu stellen, die in den Augen anderer Mitglieder dumm wirken könnten.

Anyways, auch wenn ich mich jetzt ein klein bisschen Scheiße fühle, hat sich der Knoten doch etwas gelöst. Ich habe ein erzählendes Sachbuch geschrieben und deshalb tatsächlich ein Literatur-/Quellenverzeichnis. Falls sich herausstellt, dass es in diesem Fall doch nötig ist, werde ich ggf. hier einen entsprechenden Satz ergänzen.
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Thomas74
Geschlecht:männlichReißwolf

Alter: 47
Beiträge: 1437
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BeitragVerfasst am: 21.11.2021 13:53    Titel: Antworten mit Zitat

Bei manchen Leuten muss an Ironie gesondert als solchige kennzeichnen, sonst sind sie offensichtlich davon überfordert.

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Klemens_Fitte
Geschlecht:männlichSpreu

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BeitragVerfasst am: 21.11.2021 14:09    Titel: Antworten mit Zitat

Thomas74 hat Folgendes geschrieben:
Bei manchen Leuten muss an Ironie gesondert als solchige kennzeichnen, sonst sind sie offensichtlich davon überfordert.


wiktionary hat Folgendes geschrieben:
Bedeutungen:

[1] verhüllter Spott, bei dem ein Unterschied zwischen wörtlicher und wirklicher Bedeutung besteht

Quelle

Dass sich dein Kommentar über die ursprüngliche Frage lustig macht, scheint kitumba schon verstanden zu haben, insofern wäre eine zusätzliche Kennzeichnung der "Ironie" überflüssig, zumal die so offensichtlich ist, dass die obenstehende Definition in diesem Fall nur in der Bezeichnung "verhüllt" unzutreffend ist.


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»Es ist illusionär, Schreiben als etwas anderes zu sehen als den Versuch zur extremen Individualisierung.« (Karl Heinz Bohrer)
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lia88
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Beiträge: 179
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BeitragVerfasst am: 21.11.2021 14:37    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kenn mich damit nicht aus, aber denke, dass es den Punkt gibt, ab dem etwas als Werbung gesehen wird - wenn man zb sehr penetrant immer wieder den Protagonisten betonen lässt, dass irgendeine Marke toller ist als die andere.
Von daher finde ich die Frage eigentlich berechtigt und fände es interessant, wenn jemand mehr dazu weiß.
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Maunzilla
Reißwolf


Beiträge: 1626



BeitragVerfasst am: 21.11.2021 17:51    Titel: Antworten mit Zitat

Werbung ist nicht verboten und muß auch nicht kenntlich gemacht werden, ungeachtet ob bezahlt oder unentgeltlich. Außerdem sind Bücher keine Telemedien. Insofern haben die Rundfunkstaatsverträge keine Wirksamkeit.

Man darf darin übrigens auch lügen und Unsinn schreiben (noch), ohne sich vor dem Wahrheitsministerium rechtfertigen zu müssen. Aber wer kann schon sagen, wohin sich unsere "freiheitliche" Gesellschaft in den nächsten 20 Jahren noch entwickeln wird. Hätte man jemandem vor zehn Jahren erzählt, welche Grundrechte heute nicht mehr gelten, wäre man vermutlich ins Irrenhaus eingewiesen worden.... Rolling Eyes


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BrianG
Geschlecht:männlichEselsohr

Alter: 45
Beiträge: 478



BeitragVerfasst am: 21.11.2021 20:00    Titel: Antworten mit Zitat

Zum Thema Nennung von Marken gibt's einen kurzen Text in der Selfpublisher-Bibel.

Guckst du hier

Im Prinzip werden dir Markeninhaber wohl keinen Strick daraus drehen, wenn du ihre Marke in positivem Kontext erwähnst - schon alleine wegen des Shitstorms, den sie kassieren würden, wenn sie in so einem Fall etwas versuchten.

Bei negativem Kontext solltest du dagegen vorsichtig sein.

Fun Fact 1:
Im Buch American Psycho war der mörderische "Held" ziemlich besessen von und fast schon verliebt in seine Rolex. Bei der Verfilmung hat sich die Firma ausbedungen, dass die Marke nicht genannt wird.

Fun Fact 2:
Apple legt großen Wert darauf, dass seine Produkte in großen Hollywood-Filmen nur von den "Guten" benutzt werden. Der Nachteil ist, dass sich daraus indirekte Spoiler ergeben: Was, der benutzt ein iPad? Dann kann er nicht so übel sein. Aber dieser Kerl hier, der mit Android hantiert, während alle anderen iPhones haben ... auweia ...


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Thomas74
Geschlecht:männlichReißwolf

Alter: 47
Beiträge: 1437
Wohnort: Annaburg


BeitragVerfasst am: 21.11.2021 20:09    Titel: Antworten mit Zitat

Du kannst praktisch jede Seite bis zum Erbrechen mit Produktplacement füllen.
Du kannst deinen Prota bei jedem An-und Ausziehen den Hersteller der Unterwäsche nennen lassen und seine Katze Whisky saufen, ähh Whiskas kaufen lassen. Einzige Einschränkungen: Bei Fachzeitschriften müssen reine Anzeigen vom redaktionellen Teil getrennt und als solche gekennzeichnet sein und massives Produktbashing, was über die künstlerische Freiheit hinausgeht, ist zumindest fragwürdig.
Du kannst auch gezielte Werbung als Einkommen geltend machen.

(Ich verdiene übrigens meine Brötchen mit Werbeverkäufen für eine Fachzeitschrift, nur am Rande)   

Die Frage ist, wie ernst nehmen die Leser einen Text, der sich wie ein Hochglanzprospekt einer Nobelmarke liest.


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Maunzilla
Reißwolf


Beiträge: 1626



BeitragVerfasst am: 21.11.2021 20:23    Titel: Antworten mit Zitat

Apple-Produkte werden aber auch ohne Zahlung gerne in Filmen eingesetzt, weil sie ein sehr langlebiges Design haben und nach ein paar Jahren nicht hoffnungslos veraltet ausschauen, wie die Produkte anderer Firmen, die jedes Jahr ihre Designs radikal ändern.

Ich frage mich allerdings, ob Schriftsteller (mit Millionenauflage) auch von der Industrie bezahlt werden, um ihre Produkte anzupreisen.

Erstaunlicherweise scheint noch keiner auf die Idee gekommen zu sein, Reklameanzeigen in Büchern zu drucken. Bei Zeitschriften besteht ja oft mehr als ein Drittel der Seiten aus Anzeigen. Bei Büchern gibt es aber noch nicht einmal ein Titelsponsoring.
Dabei würde es doch kaum einen Leser stören, wenn auf dem Titelblatt stünde
"Pepsodont präsentiert: Harry Potter und der Zahnstein der Weisen" ... Sich kaputt lachen Und Mrs. Rowling wäre schon wieder um ein paar Hunderttausend Pfund reicher. Laughing


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Thomas74
Geschlecht:männlichReißwolf

Alter: 47
Beiträge: 1437
Wohnort: Annaburg


BeitragVerfasst am: 21.11.2021 20:31    Titel: Antworten mit Zitat

Rolling Eyes Hast du eine Ahnung...

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Rübenach
Geschlecht:männlichExposéadler


Beiträge: 2898



BeitragVerfasst am: 21.11.2021 20:44    Titel: Antworten mit Zitat

Maunzilla hat Folgendes geschrieben:


Erstaunlicherweise scheint noch keiner auf die Idee gekommen zu sein, Reklameanzeigen in Büchern zu drucken.


Also als ich jung war (okay, ist schon eine Weile her) war in jedem Rowohlt Taschenbuch eine Anzeige für Pfandbriefe.


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"Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg. Bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind, besonders die, die nicht hin müssen."

Erich Maria Remarque.
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Thomas74
Geschlecht:männlichReißwolf

Alter: 47
Beiträge: 1437
Wohnort: Annaburg


BeitragVerfasst am: 21.11.2021 21:09    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe eine ganze Reihe von Büchern, in denen geworben wird.

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Maunzilla
Reißwolf


Beiträge: 1626



BeitragVerfasst am: 21.11.2021 21:22    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kenne nur Werbung für andere Bücher und Produkte des Verlages hinten auf den letzten Seiten des Buches. Richtige Reklameanzeigen von Drittfirmen habe ich noch nie gesehen.

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BrianG
Geschlecht:männlichEselsohr

Alter: 45
Beiträge: 478



BeitragVerfasst am: 21.11.2021 22:01    Titel: Antworten mit Zitat

Maunzilla hat Folgendes geschrieben:

Erstaunlicherweise scheint noch keiner auf die Idee gekommen zu sein, Reklameanzeigen in Büchern zu drucken.


Doch, das gab's. Es muss in den 90ern oder so gewesen sein, da ist in Heyne-Taschenbüchern (z. B. Star Trek-Romanen) manchmal mitten in der Handlung plötzlich eine Seite eingefügt gewesen, in der für irgendeine Suppe geworben wurde.


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Kojote
Geschlecht:männlichACME Buchstabenfabrikant

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Beiträge: 1195
Wohnort: Wurde erfragt


BeitragVerfasst am: 21.11.2021 23:00    Titel: Antworten mit Zitat

Was ist mit Mary Poppins? Da wird die Firma Palmolive namentlich erwähnt. In Film und Fernsehen würde man dazu Product Placement sagen.

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Fistandantilus
Geschlecht:männlichEselsohr

Alter: 42
Beiträge: 373
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BeitragVerfasst am: 21.11.2021 23:17    Titel: Antworten mit Zitat

Auch heutzutage: Ich erinnere mich daran, dass in Fitzeks "Die Therapie" einige eindeutige Marken- bzw. Produktnamen genannt werden (weiß allerdings nicht mehr welche). Da dieses Buch bekanntermaßen sein Debüt war, schließe ich eine Werbefinanzierung diesbezüglich aus. Ich denke, er wollte dem Roman damit einen Touch von "realer Welt" verleihen.

Wie von Vorpostern bereits gesagt: Es ist juristisch unbedenklich (wobei natürlich schriftstellerische Geschmackssache), allerdings nicht bei einer Verunglimpfung. Wenn (als fiktives Beispiel) Dein Prota den Burger von McDonalds auskotzt, um anschließend zu Burger King zu pilgern, und sich nach dem Einverleiben der dortigen Speisen vor Genuss die Finger abschleckt: Das ist ein No-Go.
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kitumba
Geschlecht:weiblichWortedrechsler

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Wohnort: Frankfurt


BeitragVerfasst am: 22.11.2021 00:37    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke nochmal für alle Antworten, beim Vergleich McDonalds und Burger King musste ich grad echt lachen Laughing

Was ihr geschrieben habt, macht total Sinn. Ich habe mich zugegebenermaßen auch nicht ganz eindeutig ausgedrückt - die Protagonistin in meinem Buch erlebt nicht ausschließlich fiktive Geschichten, sondern teilweise wird durch sie beschrieben, was ich selbst ausprobiert und dabei erlebt habe. Wie gesagt, ist ein erzählendes Sachbuch, kein Roman. Bei negativen oder zweifelhaften Erlebnissen nenne ich keine echten Namen. Aber bei ein paar Dingen, die ich empfehle (wie Bücher anderer Autoren und Autorinnen oder Kartensets *räusper* Embarassed ) nenne ich die genauen Titel / Marken. Auf Instagram hatte ich gestern bei einer Nicht-Influencerin gesehen, dass sie ein Kartenset gezeigt und das mit "Unbezahlte Werbung, Kartenset selbst gekauft" versehen hat. Das hat mich etwas verunsichert.

Nun habt ihr schon einiges dazu gepostet und ich habe eben mal noch im Internet nach dem "Influencer-Gesetz" gesucht (nicht, dass ich Influencerin bin, aber könnte ja auch für No-Names gelten) und Folgendes gefunden:

Künftig ist klar: Nur wenn es eine Gegenleistung gibt, müssen sie ein Posting als Werbung kennzeichnen. (Link zur News-Seite des BMVJ)

Also genau, was ihr alle bereits gesagt habt, zumal das Influencer-Gesetz sich ausschließlich auf Social Media zu beziehen scheint und somit nicht auf Bücher.

BrianG hat Folgendes geschrieben:

Es muss in den 90ern oder so gewesen sein, da ist in Heyne-Taschenbüchern (z. B. Star Trek-Romanen) manchmal mitten in der Handlung plötzlich eine Seite eingefügt gewesen, in der für irgendeine Suppe geworben wurde.


Ich habe grad mal ein paar Star Trek Bücher aus den 90ern rausgekramt und nachgeschaut. Und tatsächlich: Da ist Werbung drin für den "Maggi Suppendrink", schön mitten in eine Kampfszene reingepflanzt, beginnend mit: "Sicherlich ganz schön anstrengend, so ein Kampf mit einem feindlichen Raumschiff" Unglaublich! Sich kaputt lachen
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Ralphie
Geschlecht:männlichForenonkel

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BeitragVerfasst am: 22.11.2021 12:37    Titel: Antworten mit Zitat

BrianG hat Folgendes geschrieben:
Maunzilla hat Folgendes geschrieben:

Erstaunlicherweise scheint noch keiner auf die Idee gekommen zu sein, Reklameanzeigen in Büchern zu drucken.


Doch, das gab's. Es muss in den 90ern oder so gewesen sein, da ist in Heyne-Taschenbüchern (z. B. Star Trek-Romanen) manchmal mitten in der Handlung plötzlich eine Seite eingefügt gewesen, in der für irgendeine Suppe geworben wurde.


Ja, ich erinnere mich. Das wahr wohl in den 70er Jahren. Ich habe damals "Lassiter" gelesen und damals gab es in den Taschenbüchern immer Reklame für eine Zigarettenmarke.
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Schalmali
Wortedrechsler


Beiträge: 62
Wohnort: Rügen


BeitragVerfasst am: 22.11.2021 17:11    Titel: Antworten mit Zitat

Allgemein scheint es dann ja klüger zu sein Markennamen generell eher wegzulassen? Wenn jede Firma so sein eigenes Süppchen braut oder gleich aufschreit wenn die Firma negativ erwähnt wird? Und ich nehme Mal an dass die Verfremdung von Opel zu z.B Ophel kaum ausreicht damit das zieht, oder? Laughing

Ist es dann das selbe mit Filmen? Ich glaub ich hab in Büchern oder anderen Filmen öfter mal die "Andeutungen" zu anderen Filmen oder Büchern gelesen. "Wie in Film XY". Oder sind reine Erwähnungen von Besonderheiten aus Filmen nicht das Problem wenn dransteht woher es kommt? "Nachhause telefonieren" wie in E.T. Als Beispiel.. Wenn es aber nur für sich steht ohne die Erwähnugn woher? Sakrileg?


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nothingisreal
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Beiträge: 4595
Wohnort: unter einer Brücke


BeitragVerfasst am: 22.11.2021 17:32    Titel: Antworten mit Zitat

Schalmali hat Folgendes geschrieben:
Allgemein scheint es dann ja klüger zu sein Markennamen generell eher wegzulassen? Wenn jede Firma so sein eigenes Süppchen braut oder gleich aufschreit wenn die Firma negativ erwähnt wird? Und ich nehme Mal an dass die Verfremdung von Opel zu z.B Ophel kaum ausreicht damit das zieht, oder? Laughing

Ist es dann das selbe mit Filmen? Ich glaub ich hab in Büchern oder anderen Filmen öfter mal die "Andeutungen" zu anderen Filmen oder Büchern gelesen. "Wie in Film XY". Oder sind reine Erwähnungen von Besonderheiten aus Filmen nicht das Problem wenn dransteht woher es kommt? "Nachhause telefonieren" wie in E.T. Als Beispiel.. Wenn es aber nur für sich steht ohne die Erwähnugn woher? Sakrileg?


Ich würde mir an deiner Stelle keine Gedanken machen:
a) Solange du die Firmen nicht ins schlechte Licht rückst. Etwa behauptest, bei Burger King werden Kinder entführt. Wobei dein Buch erst mal so erfolgreich werden muss, dass irgendwelche Firmen sich überhaupt angegriffen fühlen - würde es an deiner Stelle trotzdem nicht drauf ankommen lassen.
b) Gleiches gilt meines Erachtens für Filme. Anzudichten, dass am Set von E.T. Kinder entführt worden sind, würde den Machern bestimmt nicht gefallen.

Die Erwähnung einer Marke oder eines Filmes sollte kein Problem darstellen. Wird die ganze Zeit gemacht. Egal ob der Bezug für jeden klar ist oder nicht. Ich würde sogar sagen, deine Protas dürfen eine Meinung dazu haben, ist ja wie eine fiktive Rezi und spiegelt die Realität wider. Deine Prota könnte zum Beispiel sagen, sie hasst E.T. Das sollte keinen Filmemacher stören. Ob es bei Firmen genauso ist, weiß ich nicht, ich vermute aber stark, Apple wird dich nicht anzeigen, wenn dein Prota sagt, er mag lieber Android-Handys als IPhones.


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"Es gibt drei Regeln, wie man einen Roman schreibt. Unglücklicherweise weiß niemand, wie sie lauten." - William Somerset Maugham
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