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Sieh, die Schatten...


 

 
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Enfant Terrible
Geschlecht:weiblichalte Motzbirne

Alter: 26
Beiträge: 10332
Wohnort: München


Ein Fingerhut voller Tränen - Ein Gedichtband
BeitragVerfasst am: 18.02.2008 23:19    Titel: Sieh, die Schatten... eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Sieh, die Schatten bluten wieder…
Schweigen hat das Licht verbannt,
nahm mit sich all seine Lieder –
flieh’n wir aus dem Nebelland!

Sieh, die Bäche sind gefroren,
und wir baden uns im Sog.
Dort wurd’ auch jener geboren,
der sich selbst als Gott verlog.

Sieh, die Wolken hängen tiefer,
ihnen wurd’ die Stütz’ geraubt
für Paläste voller Schiefer –
Heim für den, der an nichts glaubt.

Sieh, die Sterne sind gefallen,
und zerstachen unser Feld,
wo noch die Befehle hallen.
Namenloser gilt als Held!

Sieh, die Schatten bluten wieder…
Wem gehört das Nebelland?
Fragen stahlen uns die Lieder,
wurden wir doch längst verbannt.



_________________
"...und ich bringe dir das Feuer
um die Dunkelheit zu sehen"
ASP

Geschmacksverwirrte über meine Schreibe:
"Schreib nie mehr sowas. Ich bitte dich darum." © Eddie
"Deine Sprache ist so saftig, fast möchte man reinbeißen." © Hallogallo
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SylviaB
Geschlecht:weiblichSchnupperhasi

Alter: 54
Beiträge: 6815
Wohnort: Köln
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BeitragVerfasst am: 18.02.2008 23:47    Titel: Antworten mit Zitat

Da werd ich bestimmt wieder böse angeschaut... *soifz*


Zitat:

Sieh, die Schatten bluten wieder…
Schweigen hat das Licht verbannt,
nahm mit sich all seine Lieder –
flieh’n wir aus dem Nebelland!


Super schöner Anfang!

Zitat:
Sieh, die Bäche sind gefroren,
und wir baden uns im Sog.
Dort wurd’ auch jener geboren,
der sich selbst als Gott verlog.


Also Schnuggi, da stimmts hinten und vorn nicht. Wenn Bäche gefrieren, wo entsteht denn eine Sog? Und zu was gehört er? Er paßt nicht in den Kontext.
Dann der unterstrichene Satz, er liest sich einfach nicht gut. Er passt von der Melodie, vom Tonfall her überhaupt nicht. (ich glaub das hat was mit den Hebungen zu tun.)
Und dann das Wort - verlog. Das liest sich für mich wie: Reim dich oder...
Ich würde die Strophe ganz weg lassen.

Zitat:
Sieh, die Wolken hängen tiefer,
ihnen wurd’ die Stütz’ geraubt
für Paläste voller Schiefer –
Heim für den, der an nichts glaubt.


Hier frage ich dich, Paläste voller Schiefer, was soll das aussagen? Ich verstehe es nicht. Es kommt mir auch nicht vor, wie eine gelungene Metapher.  Und das Wort Stütz' ist grausig. Das kannst du doch besser!

Zitat:
Sieh, die Sterne sind gefallen,
und zerstachen unser Feld,
wo noch die Befehle hallen.
Namenloser gilt als Held!


Wieso gilt der Namenlose als Held? Was hat diese Strophe mit dem Rest des Gedichtes zu tun? Wo ist der rote Faden? Vielleicht bin ich heute echt zu blond, kann ja sein aber ich sehe in diesem Gedicht bis jetzt keinen Zusammenhang. Es wirkt wie eine Aufzählung von Dingen.

Zitat:
Sieh, die Schatten bluten wieder…
Wem gehört das Nebelland?
Fragen stahlen uns die Lieder,
wurden wir doch längst verbannt.


DAS ist wieder einmalig schön.

Also die erste und die letzte Strophe ergeben Sinn, sind wunderbar in ihrer Wortwahl, passen ungemein gut und faszinieren mich. Da kann ich nur heftigste Komplimente ausrufen. Aber die ganze Mitte gefällt mir gar nicht.

Nicht böse sein Schnuggi...  Shocked

Ganz lieben Gruß
Sylvia


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Scheint dat Sönnsche dir aufs Hirn,
hassu wohl ne offne Stirn. wink
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Enfant Terrible
Geschlecht:weiblichalte Motzbirne

Alter: 26
Beiträge: 10332
Wohnort: München


Ein Fingerhut voller Tränen - Ein Gedichtband
BeitragVerfasst am: 19.02.2008 14:46    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

SylviaB hat Folgendes geschrieben:
Da werd ich bestimmt wieder böse angeschaut...

Könntest du mir den Grund dieser Behauptung verraten, liebe Sylvia?
Wofür erntest du denn böse Blicke? Dafür, dass du dir enorm viel Mühe mit deinen Kritiken macht, auch oder gerade mit den negativen? Da bekommst du leider nichts als Dankbarkeit von mir  Wink

Zitat:
Zitat:
Sieh, die Bäche sind gefroren,
und wir baden uns im Sog.
Dort wurd’ auch jener geboren,
der sich selbst als Gott verlog.

Also Schnuggi, da stimmts hinten und vorn nicht. Wenn Bäche gefrieren, wo entsteht denn eine Sog? Und zu was gehört er? Er paßt nicht in den Kontext.
Dann der unterstrichene Satz, er liest sich einfach nicht gut. Er passt von der Melodie, vom Tonfall her überhaupt nicht. (ich glaub das hat was mit den Hebungen zu tun.)
Und dann das Wort - verlog. Das liest sich für mich wie: Reim dich oder...
Ich würde die Strophe ganz weg lassen

Um ehrlich zu sein, hatte ich selbst mit dieser Strophe Probleme. Umschreiben gerne, doch weglassen will ich sie auf keinem Fall, sie bildet den Schlüssel zum Inhalt, der sich vielleicht mit ein bisschen Nachdenken und Philosophieren erraten lässt:
Im Sog, also im Nichts, wurde ein Tyrann geboren, der selbst die Schatten bluten lässt und dem Licht seine Lieder klaut. Er glaubt zwar an nichts (siehe nächtes Strophe), hält sich selbst aber für Gott (gibt sich als Gott aus, "verlügt" sich als Gott - Sorry, Neologismus!) und nimmt das Nebelland in Besitz, sodass das LI und ihr Partner fliehen müssen.

Zitat:
Zitat:
Sieh, die Wolken hängen tiefer,
ihnen wurd’ die Stütz’ geraubt
für Paläste voller Schiefer –
Heim für den, der an nichts glaubt.


Hier frage ich dich, Paläste voller Schiefer, was soll das aussagen? Ich verstehe es nicht. Es kommt mir auch nicht vor, wie eine gelungene Metapher. Und das Wort Stütz' ist grausig. Das kannst du doch besser!

Um sich einen Palast zu bauen, schreckt er nicht davor zurück, den Wolken ihre Stütze zu rauben. Sein Palast hat dann aber eine düstere, graue Farbe, wie Schiefer eben.

Zitat:
Zitat:
Sieh, die Sterne sind gefallen,
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Namenloser gilt als Held!

Wieso gilt der Namenlose als Held? Was hat diese Strophe mit dem Rest des Gedichtes zu tun? Wo ist der rote Faden? Vielleicht bin ich heute echt zu blond, kann ja sein aber ich sehe in diesem Gedicht bis jetzt keinen Zusammenhang. Es wirkt wie eine Aufzählung von Dingen.

Und dieser Tyrann bringt sogar die Sterne zum Fallen, sodass sie das Feld (Symbol für Hoffnung und Wachstum) der Protagonisten zerstören. Er erlässt Befehle, denen zufolge man sich selbst verleugnen muss. Wer namenlos wird, seinen Namen verliert - nur der passt noch ins Nebelland und wird akzeptiert, gilt als Held.

Wie gesagt, danke dir für deine Kritik, liebe Sylvia. Ich hoffe, du kannst mit meiner Erklärung etwas anfangen. Es stimmt schon, dass man bei meinen Gedichten manchmal sehr viel zwischen den Zeilen lesen und die Bilder als Ganzes sehen muss... bitte nimm es mir nicht übel.
Freue mich auf deine Verbesserungsvorschläge!


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WhiteMonkeY
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Beiträge: 215



BeitragVerfasst am: 21.02.2008 15:06    Titel: Antworten mit Zitat

Die holprigen Stellen hat Sylvia bereits angesprochen - und mit dem Inhalt ging es mir genauso  Embarassed

Durch deine Erklärung versteht man, worüber du schreiben willst.
Aber wenn du derart viel zwischen die Zeilen packst, musst du leider damit rechnen, dass sich dein Gedicht nur dir selbst erschließt - was an sich nicht verkehrt sein muss.


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Ein Fingerhut voller Tränen - Ein Gedichtband
BeitragVerfasst am: 21.02.2008 20:46    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke auch dir, White.
Ich würde mich freuen, wenn du Vorschläge hättest, wie ich meine Gedanken klarer im Gedicht unterbringen könnte?


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WhiteMonkeY
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BeitragVerfasst am: 21.02.2008 21:05    Titel: Antworten mit Zitat

Bei einem Gedicht, das weniger Gefühle sondern mehr eine Geschichte erzählt, sind einfache Vorschläge schwierig.
Es war dein Versuch, der nicht schlecht gelungen ist, das nächste Mal einen neuen.

"Der Zauberlehrling" ist wohl eines der besten Gedichte dieser Gattung.
"Herr Roland kam zum finstern Turm", das jeden Stephen King Leser geläufig sein müsste, könnte man da ebenfalls einordnen, auch wenn sich dessen Inhalt nicht so leicht erschließt Wink - immerhin gibt es dann verschiedene Auslegungsmöglichkeiten.

Ich stelle vielleicht auch bald ein Gedicht dieser Sparte online, aber es will und will einfach nicht rund werden
 Laughing


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Ein Fingerhut voller Tränen - Ein Gedichtband
BeitragVerfasst am: 22.02.2008 13:24    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Mein Gedicht ist, würde ich sagen, eine Mischung aus Gefühl und Erzählung. Ich würde gerne etwas daraus machen, zuerst würde ich mich über mehr Meinungen freuen, weil mir gerade dieses Gedicht sehr viel bedeutet.
Danke dir nochmals für deine Auseinandersetzung damit, White!


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Ein Fingerhut voller Tränen - Ein Gedichtband
BeitragVerfasst am: 01.03.2008 14:45    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Sylvia, hat dir mein Auslegung (oben) wenigstens ein bisschen geholfen?

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