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Interner Bericht des Verfassungsschutzes über die Vorfälle in Amberg in der Oberpfalz an Sylvester 2


 

 
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pentz
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BeitragVerfasst am: 31.08.2021 21:19    Titel: Interner Bericht des Verfassungsschutzes über die Vorfälle in Amberg in der Oberpfalz an Sylvester 2 eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

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Ursachenforschung. Dieser Bericht wird nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht; bleibt streng geheim.

Verfassungsschützer-Chef Meier: Ursachenforschung...
Innenminister Seehofer: Abschiebung!
Verfassungsschützer Müller: Beides!?
Meier und Seehofer unisono: Wenn’s denn sein muß. Also gut!

Mich schickte das bayerische Innenministerium am 06.01.2019, am Heilig-Drei-König-Feiertag ins nordöstliche Amberg, sechs Tage nach den Vorfällen, die die Öffentlichkeit so aufwühlten. Jugendliche, Flüchtlinge hatten dort am Sylvesterabend wahllos Passanten, Kunden der Deutschen Bahn im Bahnhofsbereich tätlich, körperlich und verbal angegriffen, beschimpft, attackiert, geschlagen, verletzt und misshandelt mit Messern, Schlagringen, mit Händen und Füßen.

Die Ursachenerklärung ist schleierhaft. Die Flüchtlinge im Amberg leben relativ verstreut über die Stadt, wenig konzentriert, so dass sie sich langweilend Blödsinn gemacht hätten, Es gibt hier kein „Angerzentrum“, wie von Innenminister Seehofer Flüchtlinge-Konzentrations-Lager (sogenannt bis 1945), Flüchtlings-Konzentrations-Baracken (bis 2005) genannt, pardon, aber wie sollte man sie sonst nennen: Flüchtlings-Konzentrations-5-Stock-Hochhäuser?
„Ankerzentrum“ ist den heutigen unsicheren, labilen Zuständen auf der Welt geschuldet, angepasst und angemessen. Sogenannte „displaced persons“ gleich welchen Coleurs und Provenienz treiben wie auf einem steuerlosen Schiff von Afrika aus durch die sieben Weltmeere, sprich der Welt, die Erde, hin und wieder dürfen sie aber die Anger lichten. Länder, die das machen, wie unsere Bundesrepublik Deutschland erscheinen in den Augen dieses genialen Wortschöpfers wohl besonders christlich, human und demokratisch.
Das ist Globalisierung pur. Ja, Deutschland ist ein Global Player, da es diesen herumirrenden Seelen temporär eine Bleibe verschafft, einen Ast zum Festhalten, eine Bohle zum Anklammern, bis die nächste größere Welle sie wegschwemmt, abdriftet und herumwirbelt Gott weiß wohin.
Es wird davon ausgegangen, dass diese Ankerzentren gestrandeten Personen Glück bringen. Aber Pustekuchen, die Geholfenen sehen dies anders!
Undank ist der Welten Lohn!

Aber zurück zu Amberg und seinen Vorfällen. Wie konnte es geschehen, dass solcher Gewaltausbruch ohne die Konzentration, Zusammenpferchung und Fokussierung von Menschen stattfand? Das fragt sich auch der Verfassungsschutz eines Staates mit freiheitlich-demokratischer Grundordnung wie Deutschland.

Amberg ist Außenposten, mich, einen Beamten kurz vor der Pensionierung haben sie natürlich dafür auserwählt und losgeschickt, um Ursachenforschung zu betreiben. Die Älteren werden stets den moralischen Projekten zugeteilt, deren Ergebnisse kaum Konsequenzen zur Folge hat. Früher ist mir das gar nicht aufgefallen, aber seitdem ich selbst zum „Alten Eisen“ zähle. hat sich natürlich meine Sichtweise geändert. Wir Alten sind die Alibi-Fritzen der Behörde! (scheiß drauf!)

Kaum, dass ich mit der Bahn fahre. Wieso hat man Dienstautos? Aber da der Untersuchungs-Tatort an deren Gleisen liegt sozusagen, der Bahnhof Amberg, war eine Fahrt mit der alten Bundesbahn sachlich notwendig, sinnvoll und nahezu geboten.
Von München nach Nürnberg. Ich verspürte Durst. Ich kaufte mir ein Aqua Mineralis in einem türkischen Imbiß-Kiosk. Wie sonst sollte man diese kleinen offenen Läden im Bahnhof nennen? Mir ist kein Begriff geläufig. Auf meinem Weg zum Abfahrtsgleis passierte ich einige dieser Läden, die vom gleichen Besitzer betrieben wurden. Einer mit türkischen Namen. Seufz! Türken, obwohl nicht EU-Bürger, sah man mittlerweile überall. Natürlich war ich in diesem Zusammenhang unangenehm von den Ermordungen der türkischen Döner-Buden in Nürnberg von der sogenannten NSU-(Nationalistischer Untergrund, und nicht die ehemals bekannte NSU-Firma, die der Entnazifizierung zum Opfer gefallen und zerschlagen worden war) berührt, wobei es sich fast durchgängig um Türken gehandelt hatte. Mit der Wasserflasche am Mund lehnte ich mich in den bequemen Lehnen der DB zurück und ließ mich gen Südosten fahren.
Ich kam an, am Amberger Hauptbahnhof.
Ich stieg aus und sofort fiel mir dieses Imbiß-Kiosk-Logo ins Auge. Der Türkische Name zudem. Natürlich mit dem falschen Apostroph versetzt, Gün’s Kiosk, aber damit endet eben die Integration, (scheiß drauf!), mit der deutschen Sprache.
Sollen sie nicht besonders Helle sein, unsere ausländischen Zuwanderer, Hauptsache sie arbeiten gut, sind fleißig und ordentlich – apropos meine Wasserflasche. Ist doch super, dass ich, gleich beim Ausstieg dort in einem dieser Läden, der sich in meinem Anfahrtsbahnhof befindet, die Pfandflasche einlösen kann – so machen uns die Ausländer das Leben bequem! (Pfundige Sach!)
Natürlich sind die Leser dieses Berichtes über die Funktion, Methode und Modalitäten des Pfandflaschensystems informiert. Für ausländische Leser sei es kurz erläutert: Pfandflaschen sind mit einem Wertstoff-Logo bedruckt, das einem die Möglichkeit gewährt, den beim Kauf zu zahlenden Aufschlag fürs Pfand so ziemlich in jedem größeren Lebensmittelgeschäft, nicht zu reden von den vielfachen Discountern hierzulande, einzulösen, nachdem man den Inhalt konsumiert hat.

Wir kamen auch auf diesen Umstand zu sprechen bei einem Gespräch zum Austausch europäischer Geheimdienstleistender. Mein lieber Kollege aus Frankreich, der einige Wochen in München geweilt hat und der sich so erstaunt, erfreut und neiderfüllt über unsere Sauberkeit auf Deutschlands Straßen geäußert hat, hat sich dazu geknirscht geäußert: “Ich denke dabei mit Grausen an unser schönes Frankreich. Wo dies nicht möglich ist und wo die Flaschen achtlos in den Straßengraben geworfen werden oder in den kleinen, schönen Fluss, der durch unsere putzigen, alten französischen Städtchen fließt oder noch schlimmer einfach in ein Waldstück. Es ist eine wahrhaft nationale Schande.“ Zum Ausgleich habe ich ihn an die deutsche nationale Schande erinnert: „Schau Dir diese Renner auf den Autobahnen an. Kein Tempolimit. Die Todesskala klimmt dafür immer höher und höher, besonders an Wochenenden.“

Jedenfalls, denke ich, eine prima Sache: ich habe mir in Nürnberg ein Getränk in der Flasche gekauft, habe sie auf einer dreiviertelstündigen Fahrt von Nürnberg ins 80 Kilometer entfernte Amberg im Zug konsumiert, um die leere Flasche schließlich dort, wo ich aussteige, einzulösen, einlösen zu dürfen. Super Sache, man muss sich nicht mit dem Herumtragen leerer Flaschen abplagen, der Umwelt kommt es zugute, niemand wird diesen gebrauchten Gegenstand, die leere Flasche, einfach achtlos in eine Abfalltonne oder gar Ecke werfen, wenn er dafür Pfand bekommt. Die Hauptbahnhof-Filialen dieser Imbiss-Kette haben doch jeder wie in Nürnberg einen Flaschenpfand-Automaten, wovon ich ausgehe, in dem man die Flasche reinstecken kann, um mit einem Quittungsbon über den Pfandwert entgolten zu werden, den man an der Kasse einlöst.
Nicht so in Amberg. Ich habe vergebens nach einer diesbezüglichen Maschine gesucht. Ich bin in das Imbiß-Restaurant - das war schon eher ein Restaurant als bloß ein offener Laden - hineingegangen und habe mich gründlich an allen Ecken, Enden und Kanten nach einem Flaschen-Pfand-Automaten umgeschaut. Mir scheint, es hat dies Verhalten der Verkäuferin, die mich plötzlich patzig angeschnauzt, angesprochen und angefragt hat, nicht gefallen, dies mein (berufsmäßig korrektes) Herumschnüffeln, Inspizieren und Durchkämmen, weil es so nach Schnüffler oder Versteckter-Bomben-Leger gewirkt haben mag, aber was kann ich dafür, gelernt ist gelernt.
„Suchen’s was?“ oder „Was suchen’s denn?“ – ich kann den genauen Wortlaut gar nicht mehr exakt wiedergeben, so vor dem Kopf gestoßen war ich. Wobei „Wortlaut“ hier völlig falsch steht. So gesehen, von der Lautung des Wortes her, ist der breite Oberpfälzer Dialekt, obwohl freundlich gemeint, sui generis schon mal ein Affront! Dies würde wohl jeder andere Deutsche unterschreiben.
Aber der Wortinhalt hat gestimmt.
Nach Klärung der Sachlage, hier ausnahmsweise kein Flaschen-Bon-Automat, denke ich, alles paletti, lös die Flasche halt bei der Bediensteten hier ein und mach dich auf die wahre Spur, Suche und deinen wahren Schnüffelauftrag.
Die Pfandflasche schiebe ich also über den Tisch des Tresens, werde aber dieses Mal richtig vor den Kopf gestoßen, denn sie weigert sich, mir 25 Cent auszubezahlen.
„Sie haben es nicht hier gekauft, ich kann sie Ihnen leider nicht einlösen!“
„Aber sehen Sie, die Flasche hat dieses Pfand-Logo am Bauch, wofür ich extra einen Viertel Euro habe bezahlen müssen und das einem die Gewähr gibt, dieses überall im jeden Lebensmittel oder Getränkemarkt einzulösen.“
„Aber nicht bei uns!“
„Aber ich hab’s auch in Nürnberg bei ihrer Filiale gekauft.“
„Aber nicht hier.“
„Aber!“
„Ich darf nicht!“
Schluß, Ende der Diskussion.
Ich bin erzürnt, ich werde nervös und vertröste mich mit dem Gedanken, dass ich das hiesige Ordnungsamt über diesen Verstoß der Ordnung, der Bestimmungen und Gesetze informieren werde. Natürlich hätte ich ihr meinen Dienstausweis unter die Nase halten können, dann... Aber mein Auftrag war eine anderer. Für Recht und Ordnung würde schon das Amberger Ordnungsamt sorgen, denen ich am Montag den Vorfall melden würde.
Worin lag also die Ursache meiner plötzlichen Nervosität? Wenn der Eindruck beim Leser entstanden ist, wegen dieses Bagatellvorfalls, verkennt er meine Professionalität. Nein, unruhig war ich geworden, weil ich plötzlich merkte, dass ich nichts zum Rauchen in meinem Rucksack eingesteckt hatte. Und wer weiß, wie lange ich noch hier würde recherchieren müssen?
Ich begebe mich in den anliegenden Nebenraum dieser Gaststätte, der nur mit einem Drehkreuz vom Restaurant-Betrieb getrennt ist - in dem Bereich für Allerlei, Getränke, Snacks, verpackte Süßigkeiten, Kartoffelchips mit Chili, Pfeffer und alle Arten, Alkoholika niedrig - und natürlich hochprozentig – nicht ganz in Ordnung eigentlich - in diversesten bunten Flachmännern harmlos-farblustig abgefüllt undsoweiter, um mir eine Packung Tabak zu nehmen.
Beim Herausgeben gibt mir eine ganz junge Verkäuferin falsch heraus. Ich schaue das Geld einen langen Moment an, das da auf meiner flachen Hand liegt, dann ins Gesicht des jungen Dings. Dieses blickt arglos drein, als sei alles in Ordnung, wenngleich mir der falsche Betrag geradezu ins Auge zu stechen scheint. Ich kann es nicht glauben, als mein Gegenüber die Kassenlade zuschiebt, sich stracks umdreht, als wäre damit die Sache erledigt und alles in bester Ordnung. Das Wechselgeld ist einfach zu offensichtlich falsch...
„Moment mal, junge Dame!“, sage ich, als ich mich gefasst habe.  
„Ja!“ Sie dreht sich wieder um.
Ich zeige auf meine Hand, worauf das Wechselgeld ruht. „Ich habe Ihnen einen 10-Euro-Scheingeld gegen, der Tabak kostet aber nur 4 Euro 80 Cent. Zwanzig Cent habe ich herausbekommen. Sie kraust die Stirn, sagt: „Ach ja“, und berichtet die Summe endlich. Keine Entschuldigung kommt über ihre Lippen. „Sind Sie deutsch?“ Sie lächelt: „Aber ja!“ Der Akzent ist eindeutig oberpfälzerisch, zudem sind die Sätze korrekt, soweit man dies bei ihrer Kurzangebundenheit sagen kann. Das Aussehen ist nicht fremdländisch, etliche Verwandte habe ich hier im Umkreis, um dies beurteilen zu können, das junge blonde Mädchen stammt von hier. Um so verwunderter bin ich.
Immerhin lächelt sie nach diesem peinlichen Vorfall verschämt, oder bilde ich mir dies ein deswegen, aber vielleicht auch rührt das Lächeln aus dem Spaß, der Aufregung und der Spannung her, über den Versuch, jemanden übers Ohr gehaut haben zu wollen?
Nunmehr überkommt mich aber kochende Wut: eine Pfandflasche nicht einlösen gedurft, und nun dies! Wie hätte ich da Gelassenheit wahren können? Sodann das junge Ding zudem noch bloß mit einem Achselzucken über diesen Vorfall hinweggeht, ohne Entschuldigung!

Ich denke an das Gespräch mit meinem französischen Kollegen vor meiner Abfahrt. Wir diskutierten über die Integration der Neu-Zugewanderten. Die Franzosen mit ihrer Kolonial-Tradition haben da ja schon längere Erfahrung. „In deren Religion ist die Gewalt legitimiert“, hat Michel gesagt. Wir haben ihn konsterniert angeschaut, unser Chef, der Meier hat vielsagend einen Pfeifton durch seine Zähne gepresst. Wir wissen alle, was das heißt. „Und in deren Religion wird Gewalt legitimiert, sofern sie gerecht ist.“ „Gerechtigkeit, gab’s noch nie in Deutschland“, hat der zweite im Range gesagt, der Müller, derjenige, der so etwas sagen durfte als einer der unteren Chargen. Spontan habe ich ausgestoßen: „Da sehe ich aber schwarz!“ Mein französischer Freund hat scheinbar arglos gefragt: „Wieso schwarz?“ Er hat genau gewusst, dass dies halt ein idiomatischer Ausdruck ist. „Ich sehe eher rot!“ und hat darüber gelacht. Wir sind ja nicht von Gestern: Französische Revolution undsoweiter. Da habe ich mich schon gefragt, in Gedanken natürlich, ob Frau Merkel überhaupt gewusst hat, als sie verkündet hat: „Der Islam ist ein Teil Deutschlands!“

Was macht man mit seiner Wut, seinem Ärger über unberechtigtem, schlechtem Behandeltwerden? Ich bin dazu zu gut „erzogen“, um auf die Barrikaden zu gehen, so sieht es aus. Ich bin mit christlicher Moral durchtränkt, da hält man die Backe hin, wenn man geschlagen worden ist. Diese Erziehung wurde von Lehrer, Polizisten, Vätern, die sich dazu berufen fühlten, vollzogen, indem ich grün und blau, zumindest nicht selten mit schweren Backenpfeifen malträtiert worden bin. Das war meine christliche Erziehung und die hat gefruchtet. Aber nicht die jungen Neuen, die Flüchtlinge aus anderen Ländern und Kulturen, die hat man wohl anders erzogen – gelobt sei’s oder nicht!? Mit unserem Rechtsstaat nicht vertraut, werden sie kaum wissen, dass man sich in so einem Fall, wie er mir zugestoßen ist, einfach an eine Behörde wenden kann, das Ordnungsamt in diesem Fall, die verpflichtet ist, die Einhaltung der Bestimmungen, Verordnungen und Gepflogenheiten einzufordern. Die müssen noch viel lernen, bevor sie wirklich integriert und angepasst sind, jawohl!

Ich fahre fort mit meinen Untersuchungen, Befragungen und Recherchen. Ich besuche Kollegen bei der örtlichen Polizei, höre mir die Berichte einiger Betroffener an, spreche auch mit einem Jugendlichen, der da gewalttätig geworden ist, sofern man das kann, bei dessen rudimentären Deutschkenntnissen. Aber ein Gefühl für Gerechtigkeit werden sie längst schon entwickelt und mit hierher gebracht haben. Betrübliche Aussichten.
Um's kurz zu sagen, ich stoße wohl auf nichts Nennenswertes. Aber das war auch nicht zu erwarten gewesen. Das hätten wohl längst die Kollegen vor Ort herausgebracht und uns mitgeteilt. Mein Auftrag kommt mir im Nachhinein etwas überflüssig vor. Aber das auch nicht anders zu erwarten gewesen, bei solchen Untersuchungen, Nachforschungen. Die Ursachen liegen im Dunkeln. Oder besser gesagt in Nebensächlichkeiten.

Wieder stehe ich am Bahnhof. Vor lauter Arbeit habe ich vergessen zu rauchen. Gut für mich. Aber jetzt könnte ich mir endlich eine gönnen. Die Tabakspackung ist noch nicht mal aufgerissen worden.
Mein Blick fällt auf die Uhr.
Der Anschlusszug wird bald eintrudeln, ich muss mich beeilen, renne durch die Unterführung aufs Gleis 2 hinüber. Am Gleissteig stelle ich erleichtert fest, dass die Bahn glücklicherweise wieder ein paar Minuten Verspätung hat. Hastig reiße ich die Steuermarke von der Packung, die Innenverklebung auseinander, hole Papierchen, Filter herzu, schnell, schnell, schneller – ha, und schneller als die Polizei erlaubt, habe ich’s geschafft und inhaliere meine ersten tiefen Züge des Tages.
Das ist mit der schönste Moment am lieben langen öden Tag...
Aber irgendetwas stimmt nicht mit dem Tabak.
Während der Rauch langsam durch meine Lungen zieht wie ein leichter, wohltuend kühler Wind über die weiten Prärien, habe ich endlich Zeit, mich mit ihm zu befassen.
Die Konsistenz lässt zu wünschen übrig. Er ist völlig ausgetrocknet, wird längst schon über dem Verfallsdatum liegen. Und tatsächlich, als ich die Steuermarke studiere, sehe ich es – über einem Jahr ist er im Sortiment gelegen oder im Lager, so dass er nicht mehr frisch ist und für Otto-Normal-Verbraucher ungenießbar, wie es die Marke ausweist!
Was ist das für eine Unverfrorenheit, einen solchen zu lang gelagerten Tabak noch zu verkaufen?
Soll ich schnell zurückgehen und ihn zurückgehen lassen? Ob ich damit durchkäme? Auch als Beamter? Wie die sich zieren werden und Zeit wird vergehen, bis die Sache bereinigt ist. Nach dieser Erfahrung mit den beiden Bediensteten dort?
Mein Zug fährt ein.
Noch einmal eine Stunde Aufenthalt, Herumstehen, Warten?
Nein!
Ich steige ein und lasse mich wegbringen von diesem Ort, Amberg Bahnhof.
Mein Blick fällt auf das Bahnhofs-Gebäude.
Unmittelbar davor, noch zum Selbstbedienungs-Restaurant gehörig, ist eine Holzveranda angelegt worden, einen Meter über dem Boden errichtet, auf denen an den Stühlen und Tischchen vor ihren Kaffees meist junge und ältere Flüchtlinge und Zugewanderte sitzen, sich angeregt unterhaltend, sich freundlich begrüßend, sich zum Willkommensgruß auf beide Backen küssend und gegenseitig die Hände schüttelnd. Vor der Veranda erstreckt sich einen weiter, offener Platz, auf den man einen super Blick in die Fußgängerzone mit ihren barocken Häuserfassaden der oberpfälzischen Altstadt hat.
Über all das scheint vom stahlblauen Horizont herunter die klare Wintersonne während der kurzen Zeit ihrer Laufbahn...
Ich freue mich schon auf meinen Ruhestand!

Hommage an Heinrich Böll Erzählungen von der „Waage der Balles" und "Du fährst zu oft nach Heidelberg".

© Werner Pentz

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Kojote
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BeitragVerfasst am: 31.08.2021 22:27    Titel: Re: Interner Bericht des Verfassungsschutzes über die Vorfälle in Amberg in der Oberpfalz an Sylvest Antworten mit Zitat

Hallo pentz,

dann lass mich mal einen Blick drauf riskieren.

Rot meine Bemängelungen, Grün meine Kommentare zu ebenjenen.

pentz hat Folgendes geschrieben:
Ursachenforschung. Dieser Bericht wird nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht; bleibt streng geheim. Da haben wir schon die erste Ungereimtheit. Du präsentierst uns dies als "Bericht des Verfassungsschutzes", im weiteren Verlauf sieht das aber nach einer ganz normalen Nacherzählung aus Ich-Perspektive aus.

Verfassungsschützer-Chef was ist ein "Verfassungsschützer-Chef? Meier: Ursachenforschung...
Innenminister Seehofer: Abschiebung!
Verfassungsschützer Müller: Beides!?
Meier und Seehofer unisono: Wenn’s denn sein muß. Also gut!
Da stehe ich gerade auf dem Schlauch. Warum sind ein Innenminister und die Mitarbeiter des Bundesamtes für Verfassungsschutz so einsilbig?

Mich schickte das bayerische Innenministerium am 06.01.2019, am Heilig-Drei-König-Feiertag Komma ins nordöstliche Amberg, sechs Tage nach den Vorfällen, die die Öffentlichkeit so aufwühlten. Jugendliche, kein Komma Flüchtlinge hatten dort am Sylvesterabend wahllos Passanten, Kunden der Deutschen Bahn im Bahnhofsbereich tätlich, körperlich und verbal angegriffen, beschimpft, attackiert, geschlagen, verletzt und misshandelt mit Messern, Schlagringen, mit Händen und Füßen. Ujujuj, da musst du dich nochmal dringend mit der Zeichensetzung beschäftigen.

Die Ursachenerklärung ist schleierhaft. Ich dachte, die Ursachenerklärung sei in diesem Zeitpunkt noch gar nicht abgeschlossen? Wenn sie schleierhaft ist, wurde sie doch schon gestellt und alles südlich von hier wäre obsolet. Die Flüchtlinge im in Amberg leben relativ verstreut Also was? Verstreut oder nicht? Das Wort "relativ" hier ist nur ein Hemmschuh für den Leser. über die Stadt, wenig konzentriert, so dass sie sich langweilend Blödsinn gemacht hätten Also, ich mache ja manchmal Blödsinn, aber "ich mache mich niemals Blödsinn", Punkt Es gibt hier kein „Angerzentrum“, wie von Innenminister Seehofer Flüchtlinge-Konzentrations-Lager (sogenannt bis 1945), Flüchtlings-Konzentrations-Baracken (bis 2005) genannt, pardon, aber wie sollte man sie sonst nennen: Flüchtlings-Konzentrations-5-Stock-Hochhäuser? Heiliges Vaterland!
Aus subjektiver Sicht gehst du hier gerade sehr unsensibel mit einem historischen Thema um, das gar nicht sensibel genug behandelt werden kann.
Aus objektiver Sicht ist das hier rot Markierte einfach nur … unverständliches Gestammele.


„Ankerzentrum“ ist den heutigen unsicheren, labilen Zuständen auf der Welt geschuldet, angepasst und angemessen. Sogenannte „displaced persons“ gleich welchen Coleurs gleich welcher Couleur und Provenienz treiben wie auf einem steuerlosen Schiff von Afrika aus durch die sieben Weltmeere, sprich der Welt, die Erde, hin und wieder dürfen sie aber die Anger ??? lichten. Länder, die das machen, kein Komma wie unsere Bundesrepublik Deutschland Komma erscheinen in den Augen dieses genialen Wortschöpfers wohl besonders christlich, human und demokratisch.
Das ist Globalisierung pur. Ja, Deutschland ist ein Global Player, da es diesen herumirrenden Seelen temporär eine Bleibe verschafft, einen Ast zum Festhalten, eine Bohle zum Anklammern, bis die nächste größere Welle sie wegschwemmt, abdriftet und herumwirbelt Gott weiß wohin.
Es wird davon ausgegangen, dass diese Ankerzentren gestrandeten Personen Glück bringen. Aber Pustekuchen, die Geholfenen sehen dies anders!
Undank ist der Welten Lohn!


Hilf mir mal kurz auf die Sprünge (*kopfkratz*).
Du hast hier einen eher schlecht als recht verständlichen Absatz philosophischer Natur geliefert. Hattest du uns eingangs nicht versprochen, das solle ein Bericht des Bundesamtes für Verfassungsschutz werden?


Aber zurück zu Amberg und seinen Vorfällen. Wie konnte es geschehen, dass solcher Gewaltausbruch ohne die Konzentration, Zusammenpferchung und Fokussierung von Menschen stattfand? Wie konnte es geschehen, dass du wirklich meinst, ein durchschnittlicher menschlicher Geist könne den Sinn dieses Satzes verstehen? Das fragt sich auch der Verfassungsschutz eines Staates mit freiheitlich-demokratischer Grundordnung wie Deutschland.

Amberg ist Außenposten, mich, einen Beamten kurz vor der Pensionierung haben sie natürlich dafür auserwählt und losgeschickt, um Ursachenforschung zu betreiben. Weißt du, wie viele Mitarbeiter die Inlandsaufklärung in Deutschland hat? So eine One-Man-Show ist damit ähnlich realistisch wie wenn 1988 Inspektor Columbo einen Mordfall im Alleingang löst. Bei Terrorereignissen in Deutschland – Breitscheidplatz u. dgl. – gibt es ganze Hundertschaften an Ermittlern, die zusammenarbeiten. Die Älteren werden stets den moralischen Projekten zugeteilt, deren Ergebnisse kaum Konsequenzen zur Folge hat. Früher ist mir das gar nicht aufgefallen, aber seitdem ich selbst zum „Alten Eisen“ zähle. hat sich natürlich meine Sichtweise geändert. Wir Alten sind die Alibi-Fritzen der Behörde! (scheiß drauf!)

Kaum, dass ich mit der Bahn fahre. Wieso hat man Dienstautos? Wieso gehört das in einen internen Verfassungsschutzbericht? Aber da der Untersuchungs-Tatort an deren Gleisen liegt sozusagen, der Bahnhof Amberg, war eine Fahrt mit der alten Bundesbahn sachlich notwendig, sinnvoll und nahezu geboten.
Von München nach Nürnberg. Ich verspürte Durst. Und mich deucht, gerade eben hättest du noch im Präsens erzählt. Ich kaufte mir ein Aqua Mineralis in einem türkischen Imbiß-Kiosk. Wie sonst sollte man diese kleinen offenen Läden im Bahnhof nennen? Kiosk? Proviantladen? Minimarkt? Mir ist kein Begriff geläufig. Und mir fällt auf, dass du erneut in den Präsens zurückwechselst. Auf meinem Weg zum Abfahrtsgleis passierte ich einige dieser Läden, die vom gleichen Besitzer betrieben wurden. Woher hast du diese Information? Bleibst du bei jedem dieser Läden stehen und begutachtest die kleine Tafel "Im Brandfall verständigen"? Einer mit türkischen Namen. Seufz! Ich wittere Xenophobie. Seufz! Türken, obwohl nicht EU-Bürger, sah man mittlerweile überall. Shocked Was zum Kuckuck? Warum soll man eine Nationalität personell weniger vertreten sehen, bloß weil sie nicht zu einem künstlich geschaffenen Staatenbund gehört? Natürlich war ich in diesem Zusammenhang unangenehm von den Ermordungen der türkischen Döner-Buden in Nürnberg von der sogenannten NSU-(Nationalistischer Untergrund Ein Verfassungsschutz-Mitarbeiter, der nicht weiß, wofür NSU steht? Spannend!, und nicht die ehemals bekannte NSU-Firma, die der Entnazifizierung zum Opfer gefallen und zerschlagen worden war) berührt, wobei es sich fast durchgängig um Türken gehandelt hatte. Mit der Wasserflasche am Mund lehnte ich mich in den bequemen Lehnen der DB zurück und ließ mich gen Südosten fahren. Ah … du meinst also das Nürnberg! Das, das südöstlich von München liegt … wieder was gelernt.
Ich kam an, am Amberger Hauptbahnhof.
Ich stieg aus und sofort fiel mir dieses Imbiß-Kiosk-Logo ins Auge. Der Türkische Name zudem. Natürlich mit dem falschen Apostroph versetzt, Gün’s Kiosk, aber damit endet eben die Integration, (scheiß drauf!), mit der deutschen Sprache. "Scheiß drauf" in einem internen Bericht des Verfassungsschutzes? Was sagen da bloß die Kollegen Meier und Seehofer?
Sollen sie nicht besonders Helle sein, unsere ausländischen Zuwanderer, Hauptsache sie arbeiten gut, sind fleißig und ordentlich Immer schön den Ball flachhalten! Ehrlich gesagt hab ich selten so viel Chauvinismus in einem ernstgemeinten Text gelesen. Übrigens: Wie helle muss man sein, um das Adjektiv helle großzuschreiben? – apropos meine Wasserflasche. Ist doch super, dass ich, gleich beim Ausstieg dort in einem dieser Läden, der sich in meinem Anfahrtsbahnhof befindet, die Pfandflasche einlösen kann – so machen uns die Ausländer das Leben bequem! (Pfundige Sach!) Nochmal: Du scheinst dir nicht bewusst sein, was du mit diesem Text eigentlich willst.
Natürlich sind die Leser dieses Berichtes über die Funktion, Methode und Modalitäten des Pfandflaschensystems informiert. Für ausländische Leser sei es kurz erläutert: Ausländische Leser, die einen streng geheimen Verfassungsschutzbericht lesen. Grandios! Ich hätte nie gedacht, dass unsere Aufklärungsdienste dermaßen international sind. Pfandflaschen sind mit einem Wertstoff-Logo bedruckt, das einem die Möglichkeit gewährt, den beim Kauf zu zahlenden Aufschlag fürs Pfand so ziemlich in jedem größeren Lebensmittelgeschäft, nicht zu reden von den vielfachen Discountern hierzulande, einzulösen, nachdem man den Inhalt konsumiert hat.


An dieser Stelle habe ich aufgehört. Mir ist meine Nachtruhe wichtiger.

Mein Ratschlag: Versuche nicht, auf Deibel komm raus irgendetwas Weltbewegendes, intellektuell Wertvolles zu verzapfen. Mach dir klar was du willst und setze dies dann nach rationalen Gesichtspunkten um.

Gute Nacht,
der Kojote


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pentz
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BeitragVerfasst am: 31.08.2021 22:36    Titel: Kojotisch pdf-Datei Antworten mit Zitat

danke Kojote,

im Grunde hast Du Recht.

Nur ich habe schon gewußt, worauf ich hinauswill und das kommt noch, was Du Dir erspart hast mit Deinem frühen Ins-Bett-Gehen.
Ich weiß natürlich, daß  Du es sehr genau nimmst, deswegen gehe ich auch lieber ins Bett.
Aber es stimmt vll schon, der Text ist zu lang.
hm...
Mal hören, was noch kommt.

Gruß
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Kojote
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BeitragVerfasst am: 01.09.2021 09:16    Titel: Re: Kojotisch Antworten mit Zitat

Also 22.27 Uhr würde ich nun nicht gerade als "frühes Ins-Bett-Gehen" bezeichnen …  Wink

pentz hat Folgendes geschrieben:
Nur ich habe schon gewußt, worauf ich hinauswill und das kommt noch, was Du Dir erspart hast mit Deinem frühen Ins-Bett-Gehen


Ich predige es immer wieder:
Wenn du für Publikum schreibst (und das tust du auch hier, und auch ohne Veröffentlichung mit kommerziellem Hintergedanken), dann gibt dir das Publikum keine zweite Chance.

Fessele den Leser von Anfang an. Er wird nicht so gnädig sein, sich zwei gähnlangweilige Seiten reinzuziehen bis du beschließt, es endlich krachen zu lassen.


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Rübenach
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BeitragVerfasst am: 01.09.2021 09:42    Titel: Re: Interner Bericht des Verfassungsschutzes über die Vorfälle in Amberg in der Oberpfalz an Sylvest Antworten mit Zitat

Kojote hat Folgendes geschrieben:


Hilf mir mal kurz auf die Sprünge (*kopfkratz*).
Du hast hier einen eher schlecht als recht verständlichen Absatz philosophischer Natur geliefert. Hattest du uns eingangs nicht versprochen, das solle ein Bericht des Bundesamtes für Verfassungsschutz werden?


(...)

Wie konnte es geschehen, dass du wirklich meinst, ein durchschnittlicher menschlicher Geist könne den Sinn dieses Satzes verstehen?


Sorry, aber für meine Ohren hört sich das eher wie ein inquisitorisches Verhör als nach Textarbeit an.


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BeitragVerfasst am: 01.09.2021 10:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich habe mal eben nur den ersten Abschnitt gelesen, und ich denke, daran könntest du noch arbeiten.

Zitat:
Mich schickte das bayerische Innenministerium am 06.01.2019, am Heilig-Drei-König-Feiertag ins nordöstliche Amberg, sechs Tage nach den Vorfällen, die die Öffentlichkeit so aufwühlten. Jugendliche, Flüchtlinge hatten dort am Sylvesterabend wahllos Passanten, Kunden der Deutschen Bahn im Bahnhofsbereich tätlich, körperlich und verbal angegriffen, beschimpft, attackiert, geschlagen, verletzt und misshandelt mit Messern, Schlagringen, mit Händen und Füßen.

Als allererste Anmerkung: Stallone heißt "Sylvester", das Jahresende heißt "Silvester".

Der erste Satz ist m.E. zu lang, weil zu umständlich. Da würde ich zwei draus machen. Außerdem denke ich, dass jemand, der beauftragt ist, zu ermitteln, zunächst neutral sein sollte. Also sollten die Vorwürfe so formuliert werden, dass nicht schon ein Urteil dahinter steht. Solang niemand verurteilt ist, ist es "mutmaßlich" oder "vermeintlich".

Zitat:
Die Ursachenerklärung ist schleierhaft. Die Flüchtlinge im Amberg leben relativ verstreut über die Stadt, wenig konzentriert, so dass sie sich langweilend Blödsinn gemacht hätten, Es gibt hier kein „Angerzentrum“, wie von Innenminister Seehofer Flüchtlinge-Konzentrations-Lager (sogenannt bis 1945), Flüchtlings-Konzentrations-Baracken (bis 2005) genannt, pardon, aber wie sollte man sie sonst
: Flüchtlings-Konzentrations-5-Stock-Hochhäuser?


Es muss heißen "Ursachenklärung" und die ist nicht schleierhaft, höchstens die Gründe für die Taten oder eben die Ursache selbst ist schleierhaft.
Was bedeutet "so dass sie sich langweilend Blödsinn gemacht hätten"? Blödsinn ist, die Türklinke mit Zahnpasta zu beschmieren, Menschen anzugreifen, ist kein "Blödsinn". Das Wort ist viel zu schwach - und der Satz gibt so, wie er da steht keinen Sinn.
Auf ein Komma folgt kein Großbuchstabe, und auch der folgende Satz ist ohne Struktur.

Sorry, aber das mag ich nicht weiterlesen.


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pentz
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BeitragVerfasst am: 01.09.2021 14:06    Titel: Amberg in der Oberpfalz, Neujahrstag 2019 pdf-Datei Antworten mit Zitat

In den letzten Jahren führte mein Weg ein paar Mal nach Amberg in die Oberpfalz. Da ich meist mit dem Zug unterwegs bin, zunächst Mal an den Hauptbahnhof. Anschlusszug in 40 Minuten. In der Bahnhofs-Gaststätte bestellte ich mir das ein oder andere, meist ein kaltes „Vesperbrot“, wie man hierzulande sagt, will heißen ein längliches Brötchen mit Salami, mit Hering oder gekochten Eiern.
Ich schätze diesen Ort sehr, da man in dieser Imbissstube anstandslos aufs Klo gehen kann, was mittlerweile alles andere als selbstverständlich geworden ist in den Bahnhöfen dieses Landes. Dieses Imbissrestaurant war in letzter Zeit von einer Schar von Flüchtlinge bevölkert, die vielleicht Bekannte, Verwandte, Freunde hier in Empfang nahmen, auf Freunde warteten, oder weil es hier am schönsten war in dieser Stadt, befindet sich doch vor der Imbiß-Gaststätte eine Holzveranda, einen Meter über dem Boden errichtet, von wo aus man einen super Blick in die Fußgängerzone mit ihren barock-bayerischen Häuserfassaden der Altstadt hat, auf die zudem, da südlich hinausgehend, die Sonne im kalten Winter klar und in breiter Front in ihrer kurzen täglichen Laufbahn direkt scheint.
Der Laden, in dem ich mich nach meiner Ankunft als erstes begab, wird von einer Kette von Imbissen geführt, die über ganz Nordbayern verstreut ist mittlerweile, unter anderem auch Nürnberg, mein Ausgangsort. Dort hatte ich mir just an solch einer Filiale ein Getränk gekauft, dessen Flasche ich nun in Amberg wertstoffbewusst gegen den Pfandbetrag von 25 Cent einlösen wollte.
Auf meine Pfandflasche ist ein Wertstoff-Logo gedruckt, das einem die Möglichkeit gibt, den beim Kauf zu zahlenden Aufschlag fürs Pfand so ziemlich in jedem größeren Lebensmittelgeschäft und Disconter einzulösen, nachdem man den Inhalt konsumiert hat. Eine prima Sache: ich kaufe mir in Nürnberg eine Flasche Aqua Mineralis, trinke sie auf meiner Fahrt ins 80 Kilometer entfernte Amberg im Zug, um die leere Flasche schließlich dort, wenn ich aussteige, einzulösen. Man muss sich nicht mit dem Herumtragen leerer Flaschen abplagen, der Umwelt kommt es zudem zugute, niemand wird diesen gebrauchten Gegenstand, die leere Flasche, einfach achtlos in einen Papierkorb werfen. Meist haben die Bahnhofs-Filialen dieser Imbisskette einen Automaten, in dem man die Flasche reinstecken kann, um mit einem Quittungsbon über den Pfandwert entgolten zu werden, den man an der Verkaufskasse einlösen kann.
Nicht so in Amberg.
Dort muss man sie einer Verkäuferin am Tresen überreichen, die einem dann die 25 Cent ausbezahlt – so sollte es wenigstens sein.
„Sie haben es nicht hier gekauft, ich kann sie Ihnen leider nicht einlösen!“
„Aber sehen Sie, die Flasche hat dieses Pfand-Logo am Bauch, wofür ich extra einen Viertel Euro habe bezahlen müssen und das einem die Gewähr gibt, dieses überall im jeden Lebensmittel oder Getränkemarkt einzulösen.“
„Aber nicht bei uns!“
„Aber ich hab’s sie auch in Nürnberg bei ihrer Filiale gekauft.“
„Aber nicht hier.“
„Aber!“
„Ich darf nicht!“
Schluß, Ende der Diskussion.
Ich bin erzürnt, ich bin machtlos, ich bin nervös. Es wird schon noch andere Läden geben, wo man dieses Pfand einlösen kann.
Leider habe ich nichts mehr zum Rauchen. Hier sollte ich aber nichts mehr einkaufen. Aber ich brauche jetzt etwas zu meiner Beruhigung und nach diesem kurzem Zögern - was bleibt mir übrig? – gehe ich mangels Alternative in den Nebenraum dieser Gaststätte, um mir einen Tabak zu holen - in dem Bereich für Allerlei, Getränke, Snacks, verpackte Süßigkeiten, Kartoffelchips mit Chili, Pfeffer und alle Arten, Alkoholika niedrig- und hochprozentig, die in diversesten bunten Flachmänner harmlos-farblustig abgefüllt sind undsoweiter.
Beim Herausgeben gibt mir eine andere junge Verkäuferin falsch heraus. Ich schaue das Geld einen langen Moment an, das da auf meiner flachen Hand liegt, dann ins Gesicht des jungen Dings. Dieses blickt arglos drein, als sei alles in Ordnung, wenngleich mir der falsche Betrag geradezu ins Auge sticht. ch kann es nicht glauben, als mein Gegenüber die Kassenlade zuschiebt, sich stracks umdreht, als wäre damit die Sache erledigt und alles in bester Ordnung. Das Wechselgeld ist einfach zu offensichtlich falsch...
„Moment mal, junge Dame!“, sage ich, als ich mich doch endlich fassen kann.
„Ja!“ Sie dreht sich wieder zu mir her.
Ich zeige auf meine Hand, worauf das Wechselgeld ruht. „Ich habe Ihnen einen 10-Euro-Scheingeld gegen, der Tabak kostet aber nur 4 Euro 80 Cent. Zwanzig Cent habe ich herausbekommen. Sie kraust die Stirn, sagt: „Ach ja“, und berichtet die Summe endlich. Keine Entschuldigung kommt über ihre Lippen. „Sind Sie deutsch?“ Sie lächelt: „Aber ja!“ Der Akzent ist eindeutig oberpfälzerisch, zudem sind die Sätze korrekt. Das Aussehen ist nicht fremdländisch, etliche Verwandte habe ich hier im Umkreis, um dies beurteilen zu können, das junge blonde Mädchen stammt von hier. Um so verwunderter bin ich.
Immerhin lächelt sie nach diesem peinlichen Vorfall verschämt, oder bilde ich mir dies unter den gegebenen Umständen nur ein, möglicherweise auch rührt das Lächeln aus dem Spaß, der Aufregung und der Spannung her, über den Versuch, jemanden übers Ohr gehaut haben zu wollen?
Meine Wut ist zum Überkochen gestiegen: eine Pfandflasche nicht einlösen gedurft und nun dies! Wie hätte ich da Gelassenheit wahren können? Sodann das junge Ding zudem noch bloß mit einem Achselzucken über diesen Vorfall hinweggeht, ohne Entschuldigung!
Mein Blick fällt auf die Uhr. Der Anschlusszug wird bald eintrudeln, ich muss mich beeilen, renne durch die Unterführung aufs Gleis 2 hinüber. Glücklicherweise hat die Bahn wieder ein paar Minuten Verspätung. Ich kann  mir noch ein paar Züge von einer Selbstgedrehten gönnen, zur Beruhigung. Hastig reiße ich Steuermarke von der Packung, die Innenverklebung auch entzwei und Papierchen, Filter, schnell, schnell. Zwar fühlt sich der Tabak merkwürdig an, aber schnell! Während ich den Rauch durch meine Lungen ziehe, sehe ich es deutlich: Der Tabak ist völlig ausgetrocknet, er muß schon längst über das Verfallsdatum liegen. Tut er auch! Er ist über ein Jahr im Sortiment gelegen oder im Lager, so dass er nicht mehr frisch ist und ungenießbar, wie es die Marke ausweist.
Einer weiteren Unverschämtheit bin ich aufgesessen. Was ist das für eine Unverfrorenheit, einen solchen zu lang gelagerten Tabak noch zu verkaufen?
Soll ich schnell zurückgehen und ihn zurückgehen lassen? Ob ich damit durchkäme? Nach dieser Erfahrung mit den beiden Bediensteten?
Mein Zug fährt ein.
Soll ich noch einmal eine Stunde Aufenthalt in Kauf nehmen, herumstehen, warten?
Ich steige ein und lasse mich wegbringen von diesem unseligen Ort, Amberg Bahnhof, mit diesem äußerst unangenehmen Erlebnissen gerade.

Was macht man mit seiner Wut, seinem Ärger über unberechtigtem, schlechtem Behandeltwerden? Ich bin dazu zu gut „erzogen“, um auf die Barrikaden zu gehen, so sieht es aus.

Ein halbes Jahr später höre ich in den Nachrichten, dass alkoholisierte Jugendliche aus dem Nahen Osten dort randaliert haben, Menschen zu Dutzenden an der Zahl tätlich angegriffen haben. Als ich das letzte Mal in Amberg am Bahnhof war, habe ich sie gesehen, die vielen jungen und älteren Menschen, sogenannte Flüchtlinge, Zugewanderte, wie sie neudeutsch heißen, wie sie dort im Imbiß-Restaurant herumsaßen, ihren Kaffee trinkend und sich freundschaftlich gegenseitig begrüßend.

„Ja, diese Flüchtlinge haben sich einfach zu schlecht benommen, weil sie so schlecht „erzogen“ worden sind – bislang“, denke ich.


P.S.: Vielleicht habe ich mich mit meiner ersten Vision übernommen. Jetzt diese andere, die aber zum selben Zweck und selben Aussage kommt.
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BeitragVerfasst am: 01.09.2021 17:35    Titel: Re: Amberg in der Oberpfalz, Neujahrstag 2019 Antworten mit Zitat

Hallo smile
pentz hat Folgendes geschrieben:
In den letzten Jahren führte mein Weg ein paar Mal nach Amberg in die Oberpfalz. Da ich meist mit dem Zug unterwegs bin, zunächst Mal an den Hauptbahnhof. So auch diesmal. Anschlusszug in 40 Minuten. In der Bahnhofs-Gaststätte bestellte ich mir das ein oder andere, meist ein kaltes „Vesperbrot“, wie man hierzulande sagt, will heißen ein längliches Brötchen mit Salami, mit Hering oder gekochten Eiern.
Ich schätze diesen Ort sehr, da man in dieser Imbissstube anstandslos aufs Klo gehen kann, was mittlerweile alles andere als selbstverständlich geworden ist in den Bahnhöfen dieses Landes.
Dieses Imbissrestaurant war in letzter Zeit von einer Schar von Flüchtlinge bevölkert, Woran erkennt man Flüchtlinge? Hatten sie einen gehetzten Gesichtsausdruck? Oder vermutest Du nur, dass es "Flüchtlinge" sind/waren? die vielleicht Bekannte, Verwandte, Freunde hier in Empfang nahmen, auf Freunde warteten Punkt Oder Komma weil es hier am schönsten war in dieser Stadt, befindet sich doch vor der Imbiß-Gaststätte eine Holzveranda, einen Meter über dem Boden errichtet, von wo aus man einen super Blick in die Fußgängerzone mit ihren barock-bayerischen Häuserfassaden der Altstadt hat Punkt auf die zudem, da südlich hinausgehend, die Sonne im kalten Winter klar und in breiter Front in ihrer kurzen täglichen Laufbahn direkt scheint.
Der Laden, in dem ich mich nach meiner Ankunft als erstes begab, wird von einer Kette von Imbissen geführt, die über ganz Nordbayern verstreut ist mittlerweile, unter anderem auch Nürnberg, mein Ausgangsort. Dort hatte ich mir just an solch einer Filiale ein Getränk gekauft, dessen Flasche ich nun in Amberg wertstoffbewusst gegen den Pfandbetrag von 25 Cent einlösen wollte.
Auf meine Pfandflasche ist ein Wertstoff-Logo gedruckt, das einem die Möglichkeit gibt, den beim Kauf zu zahlenden Aufschlag fürs Pfand so ziemlich in jedem größeren Lebensmittelgeschäft und Disconter einzulösen, nachdem man den Inhalt konsumiert hat.
Eine prima Sache: ich kaufe mir in Nürnberg eine Flasche Aqua Mineralis, trinke sie auf meiner Fahrt ins 80 Kilometer entfernte Amberg im Zug, um die leere Flasche schließlich dort, wenn ich aussteige, einzulösen. Man muss sich nicht mit dem Herumtragen leerer Flaschen abplagen, der Umwelt kommt es zudem zugute, niemand wird diesen gebrauchten Gegenstand, die leere Flasche, einfach achtlos in einen Papierkorb werfen. Meist haben die Bahnhofs-Filialen dieser Imbisskette einen Automaten, in dem man die Flasche reinstecken kann, um mit einem Quittungsbon über den Pfandwert entgolten zu werden, den man an der Verkaufskasse einlösen kann.
Nicht so in Amberg.
Dort muss man sie einer Verkäuferin am Tresen überreichen, die einem dann die 25 Cent ausbezahlt – so sollte es wenigstens sein.
„Sie haben es nicht hier gekauft, ich kann sie Ihnen leider nicht einlösen!“
„Aber sehen Sie, die Flasche hat dieses Pfand-Logo am Bauch, wofür ich extra einen Viertel Euro habe bezahlen müssen und das einem die Gewähr gibt, dieses überall im jeden Lebensmittel oder Getränkemarkt einzulösen.“
„Aber nicht bei uns!“
„Aber ich hab’s sie auch in Nürnberg bei ihrer Filiale gekauft.“
„Aber nicht hier.“
„Aber!“
„Ich darf nicht!“
Schluss, Ende der Diskussion.
Ich bin erzürnt, ich bin machtlos, ich bin nervös. Show don't tell Es wird schon noch andere Läden geben, wo man dieses Pfand einlösen kann.
Leider habe ich nichts mehr zum Rauchen. Hier wollte ich aber nichts mehr einkaufen. Aber ich brauche jetzt etwas zu meiner Beruhigung und nach diesem kurzem Zögern - was bleibt mir übrig? – gehe ich mangels Alternative in den Nebenraum dieser Gaststätte, um mir einen Tabak zu holen - in dem Bereich für Allerlei, Getränke, Snacks, verpackte Süßigkeiten, Kartoffelchips mit Chili, Pfeffer und alle Arten, Alkoholika niedrig- und hochprozentig, die in diversesten bunten Flachmänner harmlos-farblustig abgefüllt sind undsoweiter.
Beim Herausgeben gibt mir eine andere junge Verkäuferin falsch heraus. Ich schaue das Geld einen langen Moment an, das da auf meiner flachen Hand liegt, dann ins Gesicht des jungen Dings. Dieses blickt arglos drein, als sei alles in Ordnung, wenngleich mir der falsche Betrag geradezu ins Auge sticht. Ich kann es nicht glauben, als mein Gegenüber die Kassenlade zuschiebt, sich stracks umdreht, als wäre damit die Sache erledigt und alles in bester Ordnung. Das Wechselgeld ist einfach zu offensichtlich falsch Leerzeichen...
„Moment mal, junge Dame!“, sage ich, als ich mich doch endlich fassen kann.
„Ja?“ Sie dreht sich wieder zu mir her.
Ich zeige auf meine Hand, worauf das Wechselgeld ruht.
„Ich habe Ihnen einen 10-Euro-Scheingeld gegen, der Tabak kostet aber nur 4 Euro 80 Cent. Zwanzig Cent habe ich herausbekommen."
Sie kraust die Stirn, sagt: „Ach ja“, und berichtet berichtigt die Summe endlich.
Keine Entschuldigung kommt über ihre Lippen.
„Sind Sie deutsch?“, frage ich erstaunt/erzürnt/in Flirtlaune.
Sie lächelt: „Aber ja!“ Der Akzent ist eindeutig oberpfälzerisch, zudem sind die Sätze korrekt. Welche Sätze? Sie sagte -Ah,ja- und Aber ja.-!
Das Aussehen ist nicht fremdländisch, etliche Verwandte habe ich hier im Umkreis, um dies beurteilen zu können, das junge blonde Mädchen stammt von hier. Um so verwunderter bin ich. Worüber? Das viele junge Leute heute nicht ohne den Rechner auf ihrem Handy klarkommen? Ist mir auch schon bei BK passiert.
Immerhin lächelt sie nach diesem peinlichen Vorfall verschämt, oder bilde ich mir dies unter den gegebenen Umständen nur ein, möglicherweise auch rührt das Lächeln aus dem Spaß, der Aufregung und der Spannung her, über den Versuch, jemanden übers Ohr gehaut haben zu wollen?
Meine Wut ist zum Überkochen gestiegen: eine Pfandflasche nicht einlösen gedurft und nun dies! Diese "Wut" wurde bisher nicht thematisiert! Sie ist nur eine einfache Behauptung!
Wie hätte ich da Gelassenheit wahren können? Sodann das junge Ding zudem noch bloß mit einem Achselzucken über diesen Vorfall hinweggeht, ohne Entschuldigung!
Mein Blick fällt auf die Uhr. Der Anschlusszug wird bald eintrudeln, ich muss mich beeilen, renne durch die Unterführung aufs Gleis 2 hinüber. Glücklicherweise hat die Bahn wieder ein paar Minuten Verspätung. Ich kann  mir noch ein paar Züge von einer Selbstgedrehten gönnen, zur Beruhigung. Hastig reiße ich Steuermarke von der Packung, die Innenverklebung auch entzwei und Papierchen, Filter, schnell, schnell. Zwar fühlt sich der Tabak merkwürdig an, aber schnell! Während ich den Rauch durch meine Lungen ziehe, sehe ich es deutlich: Der Tabak ist völlig ausgetrocknet, er muss schon längst über das dem Verfallsdatum liegen. Ich schaue nach: Tut er auch! Er ist über ein Jahr im Sortiment gelegen oder im Lager, so dass er nicht mehr frisch ist und ungenießbar, wie es die Marke ausweist. Einer weiteren Unverschämtheit bin ich aufgesessen. Was ist das für eine Unverfrorenheit, einen solchen zu lang gelagerten Tabak noch zu verkaufen?
Soll ich schnell zurückgehen und ihn zurückgehen lassen? Ob ich damit durchkäme? Nach dieser Erfahrung mit den beiden Bediensteten?
Mein Zug fährt ein.
Soll ich noch einmal eine Stunde Aufenthalt in Kauf nehmen, herumstehen, warten?
Ich steige ein und lasse mich wegbringen von diesem unseligen Ort, Amberg Bahnhof, mit diesem äußerst unangenehmen Erlebnissen gerade.

Was macht man mit seiner Wut, seinem Ärger über unberechtigtem, schlechtem Behandeltwerden? Ich bin dazu zu gut „erzogen“, um auf die Barrikaden zu gehen, so sieht es aus. Zwischen "schlecht behandelt werden" und "Achtlosigkeiten anderer" ist ein himmelweiter Unterschied.

Ein halbes Jahr später höre ich in den Nachrichten, dass alkoholisierte Jugendliche aus dem Nahen Osten dort randaliert haben, Menschen zu Dutzenden an der Zahl tätlich angegriffen haben. Als ich das letzte Mal in Amberg am Bahnhof war, habe ich sie gesehen, die vielen jungen und älteren Menschen, sogenannte Flüchtlinge, Zugewanderte, wie sie neudeutsch heißen, wie sie dort im Imbiß-Restaurant herumsaßen, ihren Kaffee trinkend und sich freundschaftlich gegenseitig begrüßend.
„Ja, diese Flüchtlinge haben sich einfach zu schlecht benommen, weil sie so schlecht „erzogen“ worden sind – bislang“, denke ich.

Wo versteckt sich der Zusammenhang zwischen abgelehnter Flaschenpfandzahlung, Rechenschwäche einer Verkäuferin, abgelaufenem Tabak und "Flüchtlingen" am Bahnhof?
+
2.Absatz/1.Satz : Ich schätze diesen Ort sehr ...
P.S.: Vielleicht habe ich mich mit meiner ersten Vision übernommen. Jetzt diese andere, die aber zum selben Zweck und selben Aussage kommt.


Für mich hat diese Erzählung hat weder einen Spannungsbogen noch ist sie in sich schlüssig. Auch erschließt sich mir die Moral oder Essenz nicht.
Bin auf die Aufklärung gespannt.
MfG


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pentz
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BeitragVerfasst am: 01.09.2021 19:49    Titel: hobbes pdf-Datei Antworten mit Zitat

danke für Deine Bemühungen

also, das ist so eine simple Geschichte, simpler geht es doch nicht, und der Spannungsbogen ist ja wohl klar: dreimal hintereinander betrogen werden, und  am Schluß hetzt er die Unterführung durch, was geht da noch simpler? Ich habe jegliche philosophische Überlegungen, soziale Ausführung weggelassen im Vergleich zur ersten Version, es ist fast nur eine "Handlungs"-Geschichte, weniger geht kaum. Ich bin ratlos.

Übrigens, es scheint mir, als ob das auf Unkonzentriertheit zurückzuführen ist, weil Du in Deinem letzten Satz zweimal "hat" verwendest, oder es liegt wohl daran, daß Du mächtig "Verbesserungen" machen mußtest.

Aber mal abwarten, was andere dazu sagen.

Gruß
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BeitragVerfasst am: 01.09.2021 20:03    Titel: Re: hobbes Antworten mit Zitat

pentz hat Folgendes geschrieben:
Aber mal abwarten, was andere dazu sagen.


Okay, dann will ich mal.

pentz hat Folgendes geschrieben:
also, das ist so eine simple Geschichte, simpler geht es doch nicht, und der Spannungsbogen ist ja wohl klar: dreimal hintereinander betrogen werden, und  am Schluß hetzt er die Unterführung durch, was geht da noch simpler?


Wenn jemand dreimal hintereinander betrogen wird und durch eine Unterführung hetzt, ist das noch lange kein Spannungsbogen.

Weißt du, was ein Spannungsbogen genau ist?

Hier kannst du's nachlesen —>

https://www.dsfo.de/dsfopedia/index.php/Spannungsbogen

Ich möchte dir den Ratschlag geben, dich ein wenig ins Handwerk des Schreibens einzuarbeiten. Entweder über Ratgeberbücher, oder indem du einfach gratis in der DSFopedia herumschnupperst. Schreiben ist ein Handwerk wie jedes andere auch und benötigt daher auch eine Ausbildung wie jeder andere Beruf.

Viele Grüße
der Kojote


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Calvin Hobbs
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BeitragVerfasst am: 01.09.2021 20:15    Titel: Re: hobbes Antworten mit Zitat

pentz hat Folgendes geschrieben:

Übrigens, es scheint mir, als ob das auf Unkonzentriertheit zurückzuführen ist, weil Du in Deinem letzten Satz zweimal "hat" verwendest, oder es liegt wohl daran, daß Du mächtig "Verbesserungen" machen mußtest.
Gruß


Ja, Du hast Recht. Im Grunde lässt Dein Text sich nicht mehr verbessern. Deine Lebens- und Künstlererfahrung sollte jeden hier im tiefsten Inneren erschauern lassen.
Mein Fehler war, Deine frühere Aussagen hier im Forum ignoriert zu haben, in denen Du feststelltest ->und ich lasse mich nicht in einem freien medium wie das internet zum schüler degradieren - wenn die story nicht anspricht, wem immer, na dann habe ich pech gehabt, aber meine story zu erklären, dies ist vergebliche liebesmühe und ist nicht sinn des schreibens - <-
->und einen impetus hier aufzubauen, daß der autor jedem leser die geschichten verständlich machen muß, ist totalitär, despotisch und schockierend. dies spricht aus den zeilen des kritikers hobbes, der sich dadurch entlarvt, daß er suggeriert, ich wollte jemanden "unbedingt" irgendwelche gedanken herüberbringen.<-
Ja, ich habe gelernt.
Alles Gute für Deine Gesundheit


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pentz
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BeitragVerfasst am: 01.09.2021 21:00    Titel: Freiheit, ich bereue nichts! pdf-Datei Antworten mit Zitat

Zitat:
Mein Fehler war, Deine frühere Aussagen hier im Forum ignoriert zu haben,


früheren !

Kojote,
ich brauche nichts nachzulesen, was ich sowieso nicht lernen kann und werde.

ich denke hier an Geschichten von I.B. Singer, Nobelpreisträger, die mit mehr Frage- als Aussagesätzen geschrieben sind - also völlig hemmend.

pars pro toto - es gefällt oder nicht, wenn das Thema es tut, dann ist schon die Hälfte der Miete reingeholt,
nichtsdestoweniger werde ich nachdenken,
ob es noch spannender geht
und/oder
Du gibst mir ein paar Tipps.

Grüße
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BeitragVerfasst am: 01.09.2021 21:07    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Wenn jemand dreimal hintereinander betrogen wird und durch eine Unterführung hetzt, ist das noch lange kein Spannungsbogen.

Weißt du, was ein Spannungsbogen genau ist?

Hier kannst du's nachlesen —>

https://www.dsfo.de/dsfopedia/index.php/Spannungsbogen

Ich möchte dir den Ratschlag geben, dich ein wenig ins Handwerk des Schreibens einzuarbeiten. Entweder über Ratgeberbücher, oder indem du einfach gratis in der DSFopedia herumschnupperst.


Seit wann braucht ein Bericht einen Spannungsbogen?
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BeitragVerfasst am: 01.09.2021 21:46    Titel: Re: Freiheit, ich bereue nichts! Antworten mit Zitat

pentz hat Folgendes geschrieben:
und/oder
Du gibst mir ein paar Tipps.
Grüße


Bei der Art, mit der du hier mit uns umgehst, und bei deiner Attitüde Kritiken gegenüber:

Nein, niemals. Mit mir hast du‘s dir hier verdorben.


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BeitragVerfasst am: 02.09.2021 12:45    Titel: Kojotisches pdf-Datei Antworten mit Zitat

lieber Kojote,

ich habe mich nur gewehrt. (und für Deinen Namen stehst Du selbst ein!)

zurechtgewiesen wurdest Du von anderen: Deine Art sei inquisitorisch, Geschichten bräuchten Spannungsbogen etc.

nichtsdestotrotz lieber einen der übers Ziel hinausschießt als ein Mitläufer und Schweiger,

von daher

finde ich es schade, sajnalom/megban, daß Du Dich von mir auf den Schlips getreten fühlst.

Bis bald
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agto
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BeitragVerfasst am: 03.09.2021 10:55    Titel: Re: Amberg in der Oberpfalz, Neujahrstag 2019 Antworten mit Zitat

pentz hat Folgendes geschrieben:
... Mein Zug fährt ein.
Soll ich noch einmal eine Stunde Aufenthalt in Kauf nehmen, herumstehen, warten?
Ich steige ein und lasse mich wegbringen von diesem unseligen Ort, Amberg Bahnhof, mit diesem äußerst unangenehmen Erlebnissen gerade.


Wenn du deine Geschichte so beendest, außerdem "Amberg" streichst – bleibt dann stehen, was du eigentlich mitteilen willst?
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BeitragVerfasst am: 03.09.2021 14:43    Titel: Amberg pdf-Datei Antworten mit Zitat

wenn ich, wie Du vorgeschlagen hast, damit die Geschichte beenden würde, wäre ja ein wichtiger Teil verloren gegangen. ich hoffe doch, daß klar wird, daß die "Ausfälle" der Flüchtlinge mit dem Verhalten des Personals am Bahnhof sehr wahrscheinlich in Zusammenhang steht.

oder etwa nicht?

gruß
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BeitragVerfasst am: 03.09.2021 17:06    Titel: Re: Amberg Antworten mit Zitat

pentz hat Folgendes geschrieben:
ich hoffe doch, daß klar wird, daß die "Ausfälle" der Flüchtlinge mit dem Verhalten des Personals am Bahnhof sehr wahrscheinlich in Zusammenhang steht.

oder etwa nicht?


Für mich geht aus dem Text nicht hervor, daß man wegen Flüchtlingen den Pfand nicht gezahlt hat, versucht um 5 Euro zu betrügen und überlagerten Tabak verkauft.
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pentz
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BeitragVerfasst am: 03.09.2021 20:22    Titel: agte pdf-Datei Antworten mit Zitat

so wie Du es formulierst, ist es nicht gemeint.

in diesem bahnhofskiosk in amberg, das habe ich wirklich so erlebt, bestanden halt solche zustände. daß dann flüchtlinge ausflippen, die nicht so "erzogen" worden sind wie unsereiner, ist vll nachvollziehbar.

gruß
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BeitragVerfasst am: 03.09.2021 21:02    Titel: Re: agte Antworten mit Zitat

pentz hat Folgendes geschrieben:
so wie Du es formulierst, ist es nicht gemeint.

in diesem bahnhofskiosk in amberg, das habe ich wirklich so erlebt, bestanden halt solche zustände. daß dann flüchtlinge ausflippen, die nicht so "erzogen" worden sind wie unsereiner, ist vll nachvollziehbar.

gruß


Dann laß deinen Beamten, Geheimdienstler nachforschen, analysieren, ohne auf Dosenpfand usw. einzugehen.

Er könnte herausfinden, daß es Absicht ist, kein Fehlverhalten, könnte eine Verschwörung aufdecken.

Und am Ende an Corona sterben, damit der Plan fortgeführt werden kann.

So wird aus den Befindlichkeiten eines Resignierten ein Polit-Thriller.

Beides zusammen paßt nicht. (Wer für so eine Mission für den Staat arbeitet, regt sich nicht wegen 25 Cent auf, dem sieht man seinen Postition an und versucht nicht, ihn um 5 Euro zu betrügen – du glaubst nicht, welches geschulte Auge Kellerinnen und Co haben –, der wird wohl eher Filterzigaretten rauchen, falls überhaupt.)
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