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Der Elb


 

 
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michael01
Geschlecht:männlichGänsefüßchen


Beiträge: 15



BeitragVerfasst am: 15.06.2021 12:08    Titel: Der Elb eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Nachdem ich meine Trilogie "Pandeae" im Umriss (inhaltlich) abgeschlossen habe, beginne ich mit der Überarbeitung, die mir nicht so liegt, da ich mehr am Inhalt gestalten Freude finde.

Hier einmal der Anfang des ersten Kapitels.

Alle 1. Kapitel der Pandeae führen irgendwie aus der Gegenwart in die Zeit 3000++
Ich versuche immer möglichst realistisch zu bleiben, nur hier habe ich die Freiheit genutzt, eine andere Welt mit einzubeziehen, die vielleicht etwas "magischer" oder weiterentwickelter ist als unsere Erdzivilisation.


Kapitel 1 - Der Elb

Was für eine miese Parallelwelt!, wiederholte ich ständig in meinen Gedanken seit dem Augenblick, als ich das erste Mal einen Menschen sah, der sich über mich beugte. Ein Mensch! - da musste etwas schief gelaufen sein.
Es brauchte längere Zeit, bis ich begriff, dass ich nicht in Valinor, in einem Haus der Heilung war, umgeben von lieblichen Düften und zart heilender Musik, mehr schwebend als liegend.

Ich muss gleich zu Beginn eine Anmerkung bezüglich der in diesem Bericht getroffenen Wortwahl machen. Nachdem ich Tausend Jahre Zeit hatte, die Kultur der Zivilisation dieses Planeten zu studieren, habe ich Begriffe gewählt, die meiner Ursprungswelt nahe kommen und eher Schöpfungen entsprechen und weniger der Realität. Valinor ist das Wort, welches meinen Geburtsplaneten in den Worten der Menschen am besten beschreibt. Er ist ein sehr alter Planet mit nur einem Kontinent und ein paar kleinen, vorgelagerten Inseln. Die Lebensformen dort sind nicht mehr sehr mannigfaltig, dafür aber in einer sehr stabilen Harmonie.

Stattdessen lag ich schwer in einem Bett, konnte kaum ein Glied rühren und mir war permanent speiübel. Ein anderer Mensch schaute kurz zu mir und sagte, dass meine Operation nicht leicht gewesen sei. Was das wirklich bedeutete, sollte ich bald noch erfahren.

Inzwischen sind tausend Jahre vergangen und ich schreibe diesen Bericht in der Sprache der Menschen dieser Welt, weil ich hoffe und fast schon der Überzeugung bin, dass es die Menschen, zumindest ein Teil davon, geschafft haben, eine neue Stufe der Evolution zu erreichen. Tausend Jahre sind keine sehr lange Zeit auf Valinor, hier auf der Erde aber schon. Dieser ständige Kampf mit all den niederen und auch höheren Lebewesen auf diesem Planeten hat mich sehr müde, todmüde gemacht. Ich habe inzwischen eingesehen, dass alle Versuche, aus dieser miesen Parallelwelt je heraus zu tunneln zum Scheitern verurteilt sind. Man kennt in der Wissenschaft der Erde keine Möglichkeit, in eine Parallelwelt zu tunneln.
Diese Welt hier ermöglicht keine Energieentnahme in einem mikrolokalisierten Wahrscheinlichkeitsfeld, ohne dass die geborgte Energie nicht sofort wieder zurückgegeben werden muss. Magie und das Tunneln in Parallelwelten sind damit nicht möglich, nie möglich, zumindest mit meinen Kenntnissen.  
Wahrscheinlich war es ein Tunneln höherer Ordnung, eine Oberschwingung, die mich in diese Parallelwelt gebracht hat. Äußerlich gesehen gibt es kaum Unterschiede. Berge Wälder Flüsse und Meere sind tatsächlich zum Verwechseln ähnlich. Größere Differenzen treten dann erst bei den anderen Lebewesen auf, doch dazu später mehr im Bericht.

Meine Ankunft ereignete sich auf einem weißen, kreisrunden Platz mit einem roten Kreuz darauf. Das war der affinitive Endpunkt meines Tunnelkanals. Ich lag fast ohnmächtig auf diesem Kreis, der sich auf dem Dach eines Krankenhauses befand, das eine entfernte Ähnlichkeit mit einem Haus der Heilung hatte. Natürlich nicht im äußeren Erscheinungsbild, die Ähnlichkeit bestand mehr in der geistigen Zielsetzung, der Heilung.
Bewegungsunfähig lag ich noch dort, als der Helikopter über mir wieder wegflog.
Ich habe mir diesen Platz später angesehen und frage mich noch heute immer wieder, welche sonderbare Affinität bestanden haben muss, dass dieser Platz das Ende meines Tunnels war.
Vielleicht mit: „Da liegt ja noch einer!“, wurde ich entdeckt und dann sofort mit einem rollenden Bett abgeholt. Zwischenzeitlich begann bereits mein Bewusstsein zu flackern und ich bekam nur noch Bruchstücke des ganzen darauf folgenden Prozesses mit. Ich war zu Passivität verurteilt und konnte nicht mehr aktiv in das Geschehen eingreifen.
Als dann Nadeln in die Arterien an meinen Händen einstachen und mit Schläuchen verbunden wurden, war es auch mit meinem passiv aufnehmenden Bewusstsein vorbei.
Offensichtlich hielt man mich für einen Schwerverletzten einer Autokarambolage. Was für ein Wort „Autokarambolage“! Das Klangbild erinnert wohl eher an einen Gesellschaftstanz. Eine Ähnlichkeit lässt sich ja nicht ganz leugnen.
Klangbilder und Gedankenmuster konnte ich nach meinem ersten Aufwachen aus der Narkose wahrnehmen. Ich war sofort in der Lage diese Klangbilder nachzuahmen. Wenn sich höheres Leben entwickelt, egal in welchem Universum, so musste es doch irgendwie sehr ähnlich sein. Die Gedankenmuster zu deuten war schon schwieriger.
In meinem Kopf hämmerte es und ein paar Mal fiel ich wieder in die Bewusstlosigkeit zurück. Als sich mein Zustand stabilisierte, registrierte ich, dass ich für das Krankenhaus langsam zum Problem wurde. Nur wenige Klangbilder, so für „Ja“ und „Nein“ konnte ich anfangs entschlüsseln und auch Gebrauch davon machen. „Schüssel“ und  „Schale“ waren zwei weitere Klangbilder, die ich sicher analysieren konnte, nachdem ich in selbige mich übergeben hatte bei dem Versuch, von der Horizontalen in die Vertikale zu kommen.
Dass ich selbst etwas an der Schüssel hätte, wie mir einige der betreuenden Menschen durch ihre Gedankenbilder verrieten, konnte ich lange nicht verstehen. Das verunsicherte mich zusätzlich.
Das wirkliche Problem war mein Name, Geburtsdatum, Angehörige und Versicherung. Das Krankenhaus musste mich ja irgendwie registrieren, die Kostenerstattung aber auch, die Beschriftung der Blutproben brauchte eine Identifikation, die ich ihnen nicht geben konnte.
Vorübergehend konnte ich noch als Ausländer unbekannter Herkunft durchgehen. Das half mir enorm, da sich jetzt eine Schwesternschülerin um mich bemühte und versuchte, mir ein paar Wörter beizubringen. Langsam fing ich tatsächlich gebrochen an zu sprechen wie ein Ausländer. Allerdings hatte ich den Vorteil, dass durch die Verknüpfung von Klangbildern und Gedankenmustern es mir ohnehin leicht fiel, eine fremde Sprache sehr schnell zu erlernen.
Auf den mir nichtssagenden Namen Selon, den ich irgendwo aufnahm, hatte ich mich schließlich festgelegt. Mit dem Alter gab es ein weiteres Problem. Mein tatsächliches Alter betrug damals 162 Planetenumläufe, das sind ungefähr 210 Erdjahre, genauer kann ich das Verhältnis der Umlaufzeiten von Erde und Valinor nicht bestimmen.
Für einen Elb, das ist der treffende Begriff für unsere Lebensform hier auf der Erde, war ich damals noch sehr jung. Meine Größe betrug 1,78 Meter. Mein Haar war noch jugendlich dunkelblond, später würde es dann einmal weißblond werden. Außer meinem Kopfhaar hatte ich nur noch auf dem Mittelglied meiner rechten Zehe ein paar wenige Haare. Bei uns Elben kommen gelegentlich noch solche Rudimente unserer menschenähnlichen Vergangenheit zum Vorschein. Erwünscht sind sie nie aber ganz verschwunden sind sie auch noch nicht.
Weil ich noch so jung war, bin ich auch mit einer Gruppe junger Elben nach Terra getunnelt. „Mittelerde“ wäre vielleicht der treffende Ausdruck für diese Welt, würde aber in diesem Bericht zu Missverständnissen führen. Deshalb bezeichne ich diesen urtümlichen und noch auf einer frühen Stufe der Evolution stehenden Planeten als Terra im Unterschied zur Erde, auf der ich durch einen höheren Zufall verloren ging.
Valinor, ein gartenähnlich gestalteter Kontinent, umgeben von einem riesigen Ozean ist für junge Elben einfach zu langweilig. Das war nicht immer so. Valinor ist ein alter Planet und hat eine lange Evolution hinter sich. Auch wir sind über das Tier- und Menschenstadium zu unserem jetzigen Entwicklungsstand gekommen. Das war auch für uns Elben ein gewaltiger Zeitraum.
Valinor ist eine harmonische Welt mit einer etwas höheren Schwerkraft als auf Terra oder der Erde. Mein dadurch stärkerer Knochenbau hatte den Chirurgen fast zur Verzweiflung getrieben, als er mein Hüftgelenk, das beim Sturz aus größerer Höhe zertrümmert war, mit Drähten und Stiften zu reparieren versuchte. Auch haben wir nicht mehr, aber dafür leistungsfähigere Muskeln, was uns auf Terra zu einigen vagen sportlichen Aktivitäten ermutigt.
Dort hatte ich das Pech, bei einem Flug mit einem der großen Adler auf einen felsigen Untergrund abzustürzen. Da ich das überlebte, wurde sofort das Tunneln nach Valinor eingeleitet, was allerdings zu meinem Leidwesen nicht gelang.
Anfangs bereitete mir die Ernährung der Menschen, Fleisch, Getreide, Gemüse und Früchte, Schwierigkeiten. Selbst auf unserem Abenteuertrip auf Terra ernährten wir uns von Lembas, einer komplexen Wahrscheinlichkeitsmatrix, gebunden an ein molekulares Gerüst aus Zucker und Stärke. Damit wird eine energiereiche und abgewogene Nahrung aus der Vakuumenergie synthetisiert. Ein einziges Lembas-Plätzchen kann einen erwachsenen Elb einen Tag lang vollkommen ernähren. Der Herstellungsprozess dieser Kekse ist, wie ich später erfuhr, vergleichbar mit der mittelalterlichen Prozedur zur Herstellung des „Steines der Weisen“, der im Gegensatz zu Lembas wohl nicht wirklich hergestellt wurde. Man kann sich einfach nicht mehr Energie aus dem Vakuum borgen, als man gleich wieder zurückgeben kann. Das geht nicht bei den miesen Parametern dieses Universums, in dem ich nun bis an mein Ende, das hoffentlich nicht mehr allzu fern ist, ausharren muss. Die zugrunde liegende Idee ist aber ähnlich.
Wir jungen Elben auf Terra fielen aus Abenteuerlust in alte Muster unserer Vorfahren zurück und es war für uns eine Art Sport, auf die Jagd zu gehen. Das Wildfleisch brieten wir dann schon mal über einem Lagerfeuer und aßen es mit Genuss. Das musste ja auch nicht unbedingt in Valinor bekannt werden. Also die Umstellung auf das Erdessen gelang mir so vorbereitet ganz gut.  
Zumindest konnte ich das Wahrscheinlichkeitsfeld dieses Universums so manipulieren, dass ich nicht nur die Gedankenbilder der Menschen lesen, sondern sie auch in ihren Gedanken beeinflussen konnte, ohne dass sie es persönlich bemerkten. Das hielt ich zunächst streng geheim, nachdem ich diese Möglichkeit ausprobiert hatte. Einer Putzfrau im Krankenhaus suggerierte ich ein spinnenähnliches Tier aus Terra ins Gehirn. So groß wie eine Katze lauerte es unter dem Tisch, als sie den Staubsauger in Stellung bringen wollte. Die Frau ließ alles liegen und rannte schreiend zum Zimmer hinaus. Kurze Zeit danach rückte alles verfügbare Personal der Station in meinem Zimmer ein. Natürlich war kein Tier da und ich hoffe noch heute, dass dieses kleine Vorkommnis der armen Frau nicht ihre Stellung im Krankenhaus gekostet hat.
Inwieweit es mir geschadet hat, mag ich heute auch nicht mehr beurteilen. Denn bald darauf wurde ich in ein Militärkrankenhaus verlegt. Dort musste ich eine Reihe von Tests über mich ergehen lassen. Haar- Haut- und andere Gewebeproben wurden entnommen. Selbst mein haarloses Geschlechtsteil erregte ihre Aufmerksamkeit. Hierbei fiel es mir wirklich schwer, mich zurückzuhalten. Ich war nahe dran, dem untersuchenden Militärarzt – oder war es ein Wissenschaftler? – einen zähnefletschenden, seiner Nase beträchtlich nahe kommenden Wurm in die Synapsen zu projizieren.  
Meine Situation in diesem Militärkrankenhaus wurde immer kritischer. Offenbar setzte sich langsam die Meinung durch, dass ich mit großer Wahrscheinlichkeit ein Außerirdischer, so eine Art Alien sei und damit in höchstem Grade gefährlich. Das konnte ich deutlich spüren und außerdem verschärfte sich die Isolation und Bewachung von Tag zu Tag. Das erfreuliche für mich daran war nur, dass meine Verletzungen Zeit hatten, gut auszuheilen.

Bevor ich auf die weiteren Ereignisse meiner Gefangenschaft eingehe, denn nichts anderes war mein Aufenthalt jetzt, will ich noch kurz meine ersten Eindrücke dieser, für mich so miesen Parallelwelt schildern. Denn heute, da ich diesen Bericht schreibe, ist das schon Vergangenheit und es besteht nur eine geringe Chance, dass so eine Welt noch einmal entstehen kann.
Erstaunlich waren die vielen Produkte aus veredelten Metallen und die Häuser, die ohne sichtbare Steine gebaut worden waren. Noch beeindruckender waren die vielseitigen elektronischen Geräte und die vielen Fahrzeuge auf den Straßen und in der Luft. Lange Zeit konnte ich nicht begreifen, wie die Evolution einen solchen Weg eingeschlagen hatte. Das war auf Valinor und auch auf Terra ganz anders. Eine solche technische Evolution gab es da nicht, warum auch, es bestand ja immer die Möglichkeit sich mehr Energie aus dem Vakuum zu borgen, ohne sie gleich wieder zurückgeben zu müssen. Die Beherrschung dieser Energie ist aber erst ab einem bestimmten Stadium der biologischen Evolution möglich. Die “Menschen“ und anderen höheren Lebewesen auf Terra beherrschen diese magischen Fähigkeiten nicht in vollem Umfang, sie ist nur uns Elben auf Valinor eigen. Die “Menschen“ auf Terra leben noch als Jäger und Sammler, die primitive Metallbearbeitung kennen sie nicht und wenn man sie dabei beobachtet: sie leben auch durchaus glücklich. Wir haben ein striktes Gebot der Nichteinmischung und daran halten wir uns unerbittlich. Wir sind ja nur Touristen auf ihrem Planeten, der so eine aufregend abenteuerliche Welt für uns darstellt,  
In nicht einmal 200 Jahren hatten die Menschen hier auf der Erde eine erstaunliche technische Evolution gestartet, als sie gewaltige gespeicherte Energievorräte in Form von fester Kohle, flüssigem Öl und Erdgas fanden und nutzen lernten. Solche fossilen Energieträger konnten sich weder auf Valinor noch auf Terra bilden, das ist eine Besonderheit dieses Universums. Deshalb ist auch auf beiden Planeten die Metallverarbeitung nicht über das Stadium einer mittelalterlichen Schmiede mit Holzkohle, verglichen mit der Erde, hinausgekommen. Sowohl auf Valinor als auch auf Terra existiert eine biologisch nachhaltige Zivilisation.
Jetzt, da ich diesen Bericht schreibe, ist dieses Entwicklungsstadium schon längst wieder vorüber und für die Menschheit besteht wieder die Hoffnung, die kurzzeitig abgebrochene biologische Evolution aufzunehmen.  

Mein Aufenthalt im Militärkrankenhaus muss sehr viele Menschen in Geheimdiensten, nationalen Sicherheitsausschüssen und Terrorbekämpfungstruppen beschäftigt haben. Man war sich nicht sicher, ob ich als Weltfeind oder Weltfreund einzustufen war. Man hatte Angst, ich könnte mit Killerbakterien und Viren eine vernichtende Pandemie auslösen, schlimmer als die Pest im Mittelalter.
Nationale Verteidigungskomitees bereiteten die Abwehr einer Invasion aus dem Weltall vor, denn wenn ein Alien und dazu noch als Mensch getarnt auftaucht, dann muss es in der Nähe der Erde eine ganze Armada von Raumschiffen geben, mit nur dem einen Ziel, die Erde zu erobern.
Obwohl alles streng geheim war, sickerten doch einige Informationen in die Öffentlichkeit und ein wildes Spekulieren setzte ein. Verschwörungstheorien und religiös apokalyptische Visionen hatten Hochkonjunktur.
Unruhen flammten in verschiedenen Teilen der Welt auf. Die Finanz- und Aktienmärkte brachen zusammen.
Der globalisierte Handel geriet in Schwierigkeiten, was wiederum die Versorgungslage großer Teile der Bevölkerung ernsthaft gefährdete. Plünderungen, hervorgerufen durch Stromausfälle und Versorgungsengpässe suchten die großen Städte heim. Notstands- und Wirtschaftssicherstellungsprogramme wurden von den Regierungen mit militärischer Gewalt durchgesetzt.
Die Gesellschaft schien schon vor meiner Ankunft in einem sehr labilen Gleichgewicht gewesen zu sein, dass solche Gerüchte über einen Alien, der ich ja nun wirklich nicht war, das ganze Weltgefüge wie ein Kartenhaus schwanken ließ.
Davon bekam ich in meiner Quarantänehaft nur sehr wenig mit.  Das Wenige reichte aber aus, um in mir die Gedanken an einen Ausbruch wachsen zu lassen.
Ich musste verschwinden, wollte ich mein Leben nicht aufs Spiel setzen oder der Wissenschaft der Menschen opfern, ich fühlte mich einfach zu jung dafür. Denn das konnte ich aus den Gedankenbildern lesen, dass eine Liquidation durchaus bereits als mentale Wolke über mir schwebte.
Ich wollte den Kampf, zwischen wissenschaftlichem Interesse an mir und Gefährdungspotenzial für die ganze Menschheit zu sein, nicht abwarten.
Die Gespräche oder Verhöre drehten sich abwechselnd um die Frage, wie ich auf die Erde gekommen war, was ich selbst nicht wusste, und wie viel von meiner Art noch kommen würden, was ich auch nicht beantworten konnte, da ich ja nicht wusste, ob ich nur durch einen höheren Zufall zur Erde getunnelt war oder ob sich solche Unfälle jetzt häufiger ereignen würden.
Inzwischen hatte ich mitbekommen, dass ich ständig von mehreren Kameras beobachtet und jedes Geräusch aufgezeichnet wurde. Viele Elektroden und einen Sender trug ich ständig am Körper mit mir in dem kleinen Raum herum.
Ich bekam aber Bücher, auch solche in der Art von Bildlexikons, die es mir ermöglichten, die Sprache und Lautartikulierung schnell zu lernen. Mit den sogenannten wissenschaftlichen Büchern konnte ich sehr wenig anfangen. Bei uns Elben gab es keine Mathematik, Physik und Chemie wie hier auf der Erde. Unsere Evolution war rein biologisch empirisch intuitiv und nicht auf der Basis der Naturwissenschaften erfolgt. Doch das genau zu differenzieren lernte ich erst viel später, als ich mich mit dem Studium der Natur- und Geisteswissenschaften der Erde näher befasste.
In meinem momentanen Zustand hatte ich allerdings ein ganz anderes Problem. Wie konnte ich diesem Hochsicherheitstrakt entfliehen?
Mir stand keine Magie zur Verfügung. Wobei ich gestehen muss, dass meine magischen Fähigkeiten aufgrund meines jugendlichen Elbenalters auch noch nicht sehr weit entwickelt waren. Ich konnte wohl einen mittleren Feuerball, hier würde man so etwas wahrscheinlich als Kugelblitz ansehen, durch den Raum auf ein Ziel hin steuern oder Holz entzünden und einige weitere Kleinigkeiten. Doch das hätte mir hier auf der Erde sicher auch nicht weitergeholfen.
Mir blieb nur noch eine schwache Hoffnung. Bei zwei meinen Befragern und einer Befragerin hatte ich festgestellt, dass sie solche Gedankenbilder produzierten, die etwas mit meinem wohlgestalteten Körper zu tun hatten. Nun ja, für einen Elb war ich mit meinen etwas über 200 Erdjahren wirklich noch sehr jugendlich. Dabei muss ich an dieser Stelle noch anmerken, dass wir Elben im Prinzip nie aufhören zu wachsen. Unser Wachstum verlangsamt sich nur immer stärker, ohne wirklich aufzuhören und dann in einen Verfall des Körpers zu münden wie hier die Menschen auf der Erde. Dieser Sieg über die Evolution und ihren Methoden, die Art zu erhalten, hatten von allen Lebewesen nur wir Elben vollbracht.
Außerdem und das ist eine der Grundlagen oder Voraussetzungen unserer Höherentwicklung aus der Spezies der Menschen heraus, sind wir männlichen und weiblichen Elben für ungeübte Augen kaum unterscheidbar.
Es war für mich nicht schwer, alle drei in ihrem Begehren so weit zu stärken, dass sie es bedauerlich finden würden, sollte ich der Wissenschaft und der Sicherheit der Erde vor Aliens geopfert werden.
Gegen das gesamte Überwachungssystem hatte ich keine Chance. Eine Beeinflussung der Überwachungskameras scheiterte, obwohl ich mental bis zu der Bildmatrix vorgedrungen war. Diese war jedoch viel zu grob, als dass ich mit einer Veränderung des Wahrscheinlichkeitsfeldes im Quantenbereich etwas suggerieren konnte. Auch der Versuch, mich den Augen eines der Wachmänner zu entziehen, scheiterte, da die Kameras weiterhin unbestechliche Bilder von mir übertrugen. Die Aussagen des Wachmannes, mich in dem Raum nicht sehen zu können, während gleichzeitig von den Kameras Bilder übertragen wurden, bestätigten nur meine Gefährlichkeit für die Menschheit. Ich hatte mir damit einen weiteren Bärendienst erwiesen.

Ich kann wohl einen oder vielleicht auch noch drei Menschen, wenn sie dicht beieinander sind, suggerieren, dass sie mich nicht wahrnehmen aber die wahren Meister der Tarnung sind auf Terra die Zwerge.
Zwerge, das ist ein Erdenwort, auf Terra werden sie “Die in den Höhlen Gebliebenen“ genannt. Ursprünglich entstammen Menschen und Zwerge einem gemeinsamen Vorfahren, der vornehmlich in Höhlen lebte. Ein Teil dieser Vorfahren, die Menschen, eroberten das freie Land und nahmen eine größere Gestalt an. Ein anderer Teil dieser Vorfahren zog sich bei Gefahr vor Raubtieren oder Artgenossen in die Höhlen zurück, die nach hinten immer kleiner wurden, sodass die jetzt größeren Menschen in den kleinen Höhlen den kleineren Zwergen im Kampf unterlegen waren. Wie sollte ein größerer Mensch mit einem Schwert gebückt gegen einen aufrecht stehenden Zwerg mit einer Axt je einen Treffer landen. Und solche kleinen Bögen, die in Zwergenhöhlen zu benutzen sind, gibt es nicht.
Selbst die Zwerge aus ihren Höhlen mit Feuer zu vertreiben, misslang, da sie wie Kaninchen mehrere geheime Ausgänge anlegten und außerdem in den Höhlen mit selbst geschaffenen Windrädern und Blasebälgen für Frischluft sorgten. Das Verblüffende an den Zwergen ist ihr Tarnvermögen, das selbst das der Elben übertrifft. Wenn sich ein Zwerg außerhalb seiner Höhle aufhält und Feinde sich nähern, dann gelingt es ihm sich als Baumstumpf, als Stein oder etwas anderes, was gerade in die Landschaft passt, zu verwandeln. Dazu müssen sie nicht in den Köpfen der Feinde manipulieren, denn das würde bei einer ganzen Horde Feinde nicht funktionieren. Sie können sich auch vor uns Elben so tarnen, obwohl wir uns individuell vor Fremdbeeinflussung unseres Gehirns schützen können.
Lassen wir den Zwergen ihr Geheimnis.
Nebenbei sei hier noch angemerkt, dass solch eine Zwergentarnung nie länger als eine Minute dauert, danach sind sie so erschöpft, dass sie sich jedem Feind ergeben müssen, falls derselbe noch da ist und gewartet hat.

Ich weiß nicht, was ich für die weibliche Person ursprünglich war, die an mir Gefallen gefunden hatte, ein Liebesobjekt für die Partnerschaft oder nur ein beschützenswertes hilfloses kindähnliches Wesen.
Meine letzte Fahrt begann und sie war dabei. Wie ich aus den Gedankenmustern der Begleitpersonen erfahren konnte, sollte ich der allgemeinen Sicherheit wegen und um der Wissenschaft weiterhin noch zur Verfügung stehen zu können, schockgefroren werden. Diese Aussicht stärkte meinen Überlebenswillen enorm. In meinen gepanzerten Überführungswagen wurde ich von einer Eskorte bewaffneter Motorradfahrer vorn und hinten begleitet. Es gelang mir einen der hinteren Motorradfahrer dazu zu bringen, uns zu überholen und sich mit an die Spitze zu setzen, was die dort Fahrenden enorm verwirrte. Einen anderen, den ich hinten durch mein kleines Fenster sehen konnte, brachte ich bei, nach links auszuscheren und den anderen Fahrer auf der rechten Seite auf den Bürgersteig abzudrängen.
Die zwei Begleiter neben mir, die sich mit eisernen Ringen an mich gebunden hatten, konnte ich schon vorher in einen erholsamen und entspannten Schlaf bringen.  
Sowohl vorn als auch hinten war das Chaos jetzt so groß, dass es zu Stürzen der Motorräder kam. Das war die letzte Möglichkeit für mich, ich setzte mich mental mit meiner Sympathisantin neben dem Fahrer in Verbindung und sie übernahm die Führung des Fahrzeuges, indem sie den Fahrer ausschaltete. Wie sie das genau machte, entzog sich mir.
Daraufhin ging alles sehr schnell. Das gepanzerte Fahrzeug raste mit mir ein paar Straßen lang und überschlug sich fast in den Kurven. Dann hielt es plötzlich. Meine Freundin schloss die hintere Tür auf, schloss mich von meinen schlafenden Bewachern ab und wir rannten los. Wohin, wusste ich nicht, ich vertraute ihr einfach. Ein Teil der jetzt wieder im Sattel sitzenden Begleiter auf ihren Motorrädern konnte ich noch rechtzeitig einige Hindernisse vortäuschen, die sie wieder aus dem Sattel warfen, bevor sie noch schießen konnten.
Wir hatten zwar eine belebte Fußgängerzone der Stadt erreicht aber über uns kreiste bereits ein Hubschrauber und Alarmsirenen von Polizeiautos ertönten ganz in der Nähe. Die Lage war aussichtslos aber nicht ganz so ernst. Die Leute schauten erschrocken zum Himmel, dann schrie meine Begleiterin, die jetzt schon, zumindest in meinen Augen, meine Freundin wurde, ganz laut: „Eine Bombe, ein Anschlag!“ Daraufhin versuchten die Menschen nach allen Seiten zu fliehen. Maria hatte bereits ihre Uniformjacke und darin die Pistole zu einem Bündel zusammengerollt und in einer Plastiktüte verstaut....

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Fistandantilus
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BeitragVerfasst am: 15.06.2021 13:21    Titel: Re: Der Elb Antworten mit Zitat

Juhuu, ein neuer Fantasy-Schreiber im Forum! Und zugleich ein Namensvetter, sehr schön Smile Ich habe Dir einige Anmerkungen zu Deinem Einstand gemacht:

michael01 hat Folgendes geschrieben:


Kapitel 1 - Der Elb

Was für eine miese Parallelwelt!, wiederholte ich ständig in meinen Gedanken seit dem Augenblick, als ich das erste Mal einen Menschen sah gesehen hatte, der sich über mich beugte. Ein Mensch! - da musste etwas schief gelaufen sein.
Es brauchte längere Zeit, bis ich begriff, dass ich nicht in Valinor war, in einem Haus der Heilung war, umgeben von lieblichen Düften und zarter heilender sonst Doppelung: Heilung/heilender Musik, mehr schwebend als liegend.

Ich muss gleich zu Beginn eine Anmerkung bezüglich der in diesem Bericht getroffenen Wortwahl machen. Nachdem ich Tausend Jahre Zeit hatte, die Kultur der Zivilisation dieses Planeten zu studieren, habe ich Begriffe gewählt, die meiner Ursprungswelt nahe kommen und eher Schöpfungen entsprechen und weniger der Realität. Valinor ist das Wort, welches meinen Geburtsplaneten in den Worten der Menschen am besten beschreibt. Er ist ein sehr alter Planet mit nur einem Kontinent und ein paar kleinen, vorgelagerten Inseln. Die Lebensformen dort sind nicht mehr sehr mannigfaltig, dafür aber in einer sehr stabilen Harmonie. Das wirkt sehr aufgesetzt, es hat mich herausgerissen. Ich würde den ganzen Absatz streichen.

Stattdessen lag ich schwer in einem Bett, konnte kaum ein Glied rühren und mir war permanent speiübel. Ein anderer Mensch schaute kurz zu mir und sagte, dass meine Operation nicht leicht gewesen sei. Aber er lernt doch erst kurz danach die menschliche Sprache, oder? Hier kann er es imo nicht verstehen, höchstens irgendwie "erfühlen" Was das wirklich bedeutete, sollte ich bald noch erfahren.

Inzwischen sind tausend Jahre vergangen und ich schreibe diesen Bericht in der Sprache der Menschen dieser Welt, weil ich hoffe und fast schon der Überzeugung bin, dass es die Menschen, zumindest ein Teil davon, geschafft haben, eine neue Stufe der Evolution zu erreichen. Tausend Jahre sind keine sehr lange Zeit auf Valinor, hier auf der Erde aber schon. Dieser ständige Kampf mit all den niederen und auch höheren Lebewesen auf diesem Planeten hat mich sehr müde, todmüde gemacht. Ich habe inzwischen eingesehen, dass alle Versuche, aus dieser miesen Parallelwelt je heraus zu tunneln Komma zum Scheitern verurteilt sind. Man kennt in der Wissenschaft der Erde keine Möglichkeit, in eine Parallelwelt zu tunneln.
Diese Welt hier ermöglicht keine Energieentnahme in einem mikrolokalisierten Wahrscheinlichkeitsfeld, ohne dass die geborgte Energie nicht sofort wieder zurückgegeben werden muss. Magie und das Tunneln in Parallelwelten sind damit nicht möglich, nie möglich, zumindest mit meinen Kenntnissen.  
Wahrscheinlich war es ein Tunneln jetzt hast Du das Wort "Tunneln" viermal in den letzten fünf Sätzen, eindeutig zu oft höherer Ordnung, eine Oberschwingung, die mich in diese Parallelwelt gebracht hat. Äußerlich gesehen gibt es kaum Unterschiede. Berge Komma Wälder Komma Flüsse und Meere sind tatsächlich zum Verwechseln ähnlich. Größere Differenzen treten dann erst bei den anderen Lebewesen auf, doch dazu später mehr im Bericht.

Meine Ankunft ereignete sich auf einem weißen, kreisrunden Platz mit einem roten Kreuz darauf. Das war der affinitive Endpunkt meines Tunnelkanals. Ich lag fast ohnmächtig auf diesem Kreis, der sich auf dem Dach eines Krankenhauses befand, das eine entfernte Ähnlichkeit mit einem Haus der Heilung hatte. Natürlich nicht im äußeren Erscheinungsbild, die Ähnlichkeit Doppelung "Ähnlichkeit" bestand mehr in der geistigen Zielsetzung, der Heilung.
Bewegungsunfähig lag ich noch dort, als der Helikopter über mir wieder wegflog.
Ich habe mir diesen Platz später angesehen und frage mich noch heute immer wieder, welche sonderbare Affinität bestanden haben muss, dass dieser Platz sonst Doppelung "Platz" das Ende meines Tunnels war.
Vielleicht mit: Ich verstehe die Überleitung anhand dieser beiden Wörter nicht „Da liegt ja noch einer!“, gleiches Problem mit dem Verstehen der Sprache wurde ich entdeckt und dann sofort mit einem rollenden Bett abgeholt. Zwischenzeitlich begann bereits mein Bewusstsein zu flackern und ich bekam nur noch Bruchstücke des ganzen darauf folgenden Prozesses mit. Ich war zu Passivität verurteilt und konnte nicht mehr aktiv in das Geschehen eingreifen.
Als dann Nadeln in die Arterien an meinen Händen einstachen und mit Schläuchen verbunden wurden, war es auch mit meinem passiv aufnehmenden Bewusstsein vorbei.
Offensichtlich hielt man mich für einen Schwerverletzten einer Autokarambolage. Was für ein Wort Doppelpunkt „Autokarambolage“! Das Klangbild erinnert wohl eher an einen Gesellschaftstanz. Eine Ähnlichkeit lässt sich ja nicht ganz leugnen. Daumen hoch
Klangbilder und Gedankenmuster konnte ich nach meinem ersten Aufwachen aus der Narkose wahrnehmen. Ich war sofort in der Lage Komma diese Klangbilder nachzuahmen. Dreimal "Klangbilder" in den letzten vier Sätzen = zu oft Wenn sich höheres Leben entwickelt, egal in welchem Universum, so musste es doch irgendwie sehr ähnlich sein. Die Gedankenmuster zu deuten Komma war schon schwieriger.
In meinem Kopf hämmerte es und ein paar Mal fiel ich wieder in die Bewusstlosigkeit zurück. Als sich mein Zustand stabilisierte, registrierte ich, dass ich für das Krankenhaus langsam zum Problem wurde. Nur wenige Klangbilder, so zum Beispiel für „Ja“ und „Nein“ konnte ich anfangs entschlüsseln und auch Gebrauch davon machen. „Schüssel“ und  „Schale“ waren zwei weitere Klangbilder wie gesagt, dieses Wort kommt echt zu häufig vor , die ich sicher analysieren konnte, nachdem ich in selbige mich übergeben hatte bei dem Versuch, von der Horizontalen in die Vertikale zu kommen.
Dass ich selbst etwas an der Schüssel hätte, eigentlich schönes Wortspiel und Übergang, aber es ist mir hier zu salopp wie mir einige der betreuenden Menschen durch ihre Gedankenbilder verrieten, konnte ich lange nicht verstehen. Das verunsicherte mich zusätzlich.
Das wirkliche Problem war mein Name, Geburtsdatum, Angehörige und Versicherung. Das Krankenhaus musste mich ja irgendwie registrieren, die Kostenerstattung Komma aber auch, Komma raus die Beschriftung der Blutproben brauchte eine Identifikation, die ich ihnen nicht geben konnte.
Vorübergehend konnte ich noch als Ausländer unbekannter Herkunft durchgehen. Das half mir enorm, da sich jetzt eine Schwesternschülerin um mich bemühte und versuchte, mir ein paar Wörter beizubringen. Langsam fing ich tatsächlich an Komma gebrochen an zu sprechen wie ein Ausländer. Allerdings hatte ich den Vorteil, dass durch die Verknüpfung von Klangbildern und Gedankenmustern es mir ohnehin leicht fiel Es fiel mir immer schon leicht, eine fremde Sprache sehr schnell zu erlernen.
Auf den mir nichtssagenden Namen die mir nichtssagenden Silben Selon, den die ich irgendwo aufnahm, hatte ich mich schließlich als Namen festgelegt. Mit dem Alter gab es allerdings ein weiteres Problem. Mein tatsächliches Alter betrug damals 162 Planetenumläufe, das sind ungefähr 210 Erdjahre, genauer kann ich das Verhältnis der Umlaufzeiten von Erde und Valinor nicht bestimmen.
Für einen Elb, das ist der treffende Begriff für unsere Lebensform hier auf der Erde, [/s]war ich damals noch sehr jung. [s][s]Meine Größe betrug 1,78 Meter. Mein Haar war noch jugendlich dunkelblond, später würde es dann einmal weißblond werden. Außer meinem Kopfhaar hatte ich nur noch auf dem Mittelglied meiner rechten Zehe ein paar wenige Haare. Bei uns Elben kommen gelegentlich noch solche Rudimente unserer menschenähnlichen Vergangenheit zum Vorschein. Erwünscht sind sie nie aber ganz verschwunden sind sie auch noch nicht. [/s]Viel zu viel Infodump, raus damit
Weil ich noch so jung war, bin ich auch mit einer Gruppe junger Elben nach Terra getunnelt. „Mittelerde“ wäre vielleicht der treffende Ausdruck für diese Welt, würde aber in diesem Bericht zu Missverständnissen führen. Die Anspielung passt imo nicht, es soll ja keine Satire sein  Deshalb bezeichne ich diesen urtümlichen und noch auf einer frühen Stufe der Evolution stehenden Planeten als Terra im Unterschied zur Erde, auf der ich durch einen höheren Zufall verloren ging.
Nachfolged kommt für mich viel Infodump. Versuche, diese Infos häppchenweise in Dialoge und Handlungen einzubauen.
Valinor, ein gartenähnlich gestalteter Kontinent, umgeben von einem riesigen Ozean ...


Hier breche ich mal aufgrund der Länge ab. Mir gefällt Dein Einstand, obwohl es wegen dem vielen Roten nicht so aussieht. Eine spannende Idee, auch sprachlich nicht schlecht, ausrechen und feilen kann man immer. Doch selbst wenn es als Bericht verfasst ist, erfolgt zu viel Infodump. Das kannst Du dem Leser später präsentieren (wie gesagt, am besten in Dialogen und Handlungen), gerade im ersten Kapitel würde ich mir wünschen, dass es zügiger vorangeht. Alles nur meine ehrliche, subjektive Meinung. Beste Grüße, Michi
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michael01
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BeitragVerfasst am: 15.06.2021 17:49    Titel: Danke für das Korrektur-Lesen! pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Fistandantilus,

ich habe gestaunt, was du so alles findest und ich in meiner Betriebsblindheit (und Faulheit) gar nicht sehe.
Die Dopplungen, Logik-Fehler (sagte, dass meine Operation nicht leicht gewesen sei), Wiederholungen, sogar Kommas in Aufzählungen. Es ist beschämend! Und erinnert mich wieder an die Schulzeit in der ich nur eine 3 in Rechtschreibung erreichte, wenn der Lehrer ein paar meiner Fehler übersehen hatte Sad
Hier muss ich unbedingt noch etwas lernen. Ich werde es versuchen und danach das erste Kapitel noch einmal einstellen.
Ich hoffe, dass ich diesen „Korrektor-Blick“ noch etwas besser hinbekomme, wenn er mir auch schwer fällt.
Anmerkungen:
1.  Es sollte ursprünglich tatsächlich eine Satire werden. (Anspielung auf Mittelerde)
2.  Hättest du nicht noch ein bisschen weiter korrigieren können. Confused
3.  Mit dem Infodump habe ich so meine Probleme. Das sieht man wohl nur von außen besser.

Wo hast du das gelernt oder ist es eines deiner Natur-Talente. Finde ich hier im Forum, was du geschrieben hast (ich bin neu hier)?

Vielen Dank!


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Fistandantilus
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BeitragVerfasst am: 15.06.2021 18:17    Titel: Antworten mit Zitat

Es freut mich, dass Du mit meinen Anmerkungen so viel anfangen kannst! Nur Mut, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Glaub mir, in Deutsch in der Schule hatte ich auch immer ne 3 oder ne 4. Das hat mir eben keinen Spaß gemacht Smile Und es ist gewiss kein Natur-Talent, aber vielen Dank für das Lob! Ein wenig Veranlagung gehört sicher dazu (sonst würden wir hier ja alle keine Bücher schreiben (wollen)), aber es ist auch viel Handwerk. Da heißt es lesen, schreiben, üben und alles immer wieder von vorn Smile

Mir haben tatsächlich einige Ratgeber ganz gut geholfen, z.B. die viel zitierten "Über das Schreiben" (Sol Stein), "Das Leben und das Schreiben" (Stephen King), oder auch die Bücher von Hans-Peter Roentgen. Für weiteren Austausch gibt es auch dieses wunderbare Forum hier.

An Deiner Stelle würde ich dieses Kapitel noch nicht sofort bearbeiten und neu einstellen, denn vielleicht findet sich ja noch der ein oder andere, der die Ursprungs-Fassung kommentieren möchte. Die Meinungen gehen manchmal ganz schön auseinander. Ich schätze, ich selbst werde auch noch etwas weiter lektorieren/korrigieren. Ist leider immer nur so ein Zeitfresser, vor allem bei längeren Texten. Aber ich mache es gern.
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Fistandantilus
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BeitragVerfasst am: 15.06.2021 19:00    Titel: Re: Der Elb Antworten mit Zitat

Ich hänge mich nun nicht mehr speziell am Infodump auf, sondern schreibe zu allen anderen Sachen und reche Ballast aus.
Valinor, ein gartenähnlich es gibt so viele verschiedene Garten-Typen, das Bild ist mir zu vage gestalteter Kontinent, umgeben von einem riesigen Ozean ist für junge Elben einfach zu langweilig. Das war nicht immer so. Aber Du löst nicht auf, warum? Oder später? Valinor ist ein alter Planet und hat eine lange Evolution hinter sich. Auch wir sind über das Tier- und Menschenstadium zu unserem jetzigen Entwicklungsstand gekommen. Das war auch selbst für uns Elben ein gewaltiger Zeitraum.
Valinor ist eine harmonische Welt mit einer etwas höheren Schwerkraft als auf Terra oder der Erde. Mein dadurch stärkerer Knochenbau hatte den Chirurgen fast zur Verzweiflung getrieben das hat er in Vollnarkose mitbekommen?, als er mein Hüftgelenk, das beim Sturz aus größerer Höhe zertrümmert war, mit Drähten und Stiften zu reparieren versuchte. Auch haben wir nicht mehr, aber dafür leistungsfähigere Muskeln, was uns auf Terra zu einigen vagen wieso "vagen"? sportlichen Aktivitäten ermutigt.
Merkwürdige Überleitung Dort hatte ich das Pech, bei einem Flug mit einem der großen Adler auf einen felsigen Untergrund abzustürzen. Da ich das überlebte, wurde sofort das Tunneln nach Valinor eingeleitet, was allerdings zu meinem Leidwesen nicht gelang. Ist alles etwas holprig
Anfangs bereitete mir die Ernährung der Menschen Schwierigkeiten Doppelpunkt, Fleisch, Getreide, Gemüse und Früchte, Schwierigkeiten. Selbst auf unserem Abenteuertrip auf Terra ernährten wir uns von Lembas das ist mir definitiv zu eindeutig geklaut, einer komplexen Wahrscheinlichkeitsmatrix, gebunden an ein molekulares Gerüst aus Zucker und Stärke. Damit wird eine energiereiche und abgewogene Nahrung aus der Vakuumenergie synthetisiert. Ein einziges Lembas-Plätzchen kann einen erwachsenen Elb einen Tag lang vollkommen ernähren. Wie gesagt, billigst abgekupfert. Selbst wenn man HdR nicht kennt, wirkt es abgedroschen Der Herstellungsprozess dieser Kekse ist, wie ich später erfuhr, vergleichbar mit der mittelalterlichen Prozedur zur Herstellung des „Steines der Weisen“, der im Gegensatz zu Lembas wohl nicht wirklich hergestellt wurde. Man kann sich einfach nicht mehr Energie aus dem Vakuum borgen, als man gleich wieder zurückgeben kann. Das geht nicht bei den miesen Parametern dieses Universums, in dem ich nun bis an mein Ende, das hoffentlich nicht mehr allzu fern ist, ausharren muss. Die zugrunde liegende Idee ist aber ähnlich.
Wir jungen Elben auf Terra fielen aus Abenteuerlust in alte Muster unserer Vorfahren zurück und es war für uns eine Art Sport, auf die Jagd zu gehen. Das Wildfleisch brieten wir dann schon mal über einem Lagerfeuer und aßen es mit Genuss. Das musste ja auch nicht unbedingt in Valinor bekannt werden. Also die Umstellung auf das Erdessen gelang mir so vorbereitet ganz gut. Die Geschichte verliert sich in verschwurbelten Rückblicken  
Zumindest konnte ich das Wahrscheinlichkeitsfeld dieses Universums so manipulieren, dass ich nicht nur die Gedankenbilder der Menschen lesen, sondern sie auch in ihren Gedanken beeinflussen konnte, ohne dass sie es persönlich bemerkten. Das hielt ich zunächst streng geheim, nachdem ich diese Möglichkeit ausprobiert hatte. Einer Putzfrau im Krankenhaus suggerierte ich ein spinnenähnliches Tier aus Terra ins Gehirn. So groß wie eine Katze lauerte es unter dem Tisch, als sie den Staubsauger in Stellung bringen wollte. Die Frau ließ alles liegen und rannte schreiend zum Zimmer hinaus. Kurze Zeit danach rückte alles verfügbare Personal der Station in meinem Zimmer ein. Bisschen absurd Natürlich war kein Tier da und ich hoffe noch heute, dass dieses kleine Vorkommnis der armen Frau nicht ihre Stellung im Krankenhaus gekostet hat.
Inwieweit es mir geschadet hat, mag ich heute auch nicht mehr beurteilen. Denn bald darauf wurde ich in ein Militärkrankenhaus verlegt. Hier erst nimmt die Geschichte wieder Fahrt auf Dort musste ich eine Reihe von Tests über mich ergehen lassen. Haar- Haut- und andere Gewebeproben wurden entnommen. Selbst mein haarloses Geschlechtsteil erregte ihre Aufmerksamkeit. Hierbei fiel es mir wirklich schwer, mich zurückzuhalten. Ich war nahe dran, dem untersuchenden Militärarzt – oder war es ein Wissenschaftler? – einen zähnefletschenden, seiner Nase beträchtlich nahe kommenden Wurm in die Synapsen Netzhaut zu projizieren.  
Meine Situation in diesem Militärkrankenhaus wurde immer kritischer. Offenbar setzte sich langsam die Meinung durch, dass ich mit großer Wahrscheinlichkeit ein Außerirdischer, so eine Art Alien sei und damit in höchstem Grade gefährlich sei. Das konnte ich deutlich spüren und außerdem verschärfte sich die Isolation und Bewachung von Tag zu Tag. Das erfreuliche für mich daran war nur, dass meine Verletzungen Zeit hatten, gut auszuheilen.

Den ganzen nächsten Absatz würde ich streichen. Wieder viel zu viel Infodump. Außerdem erscheint es mir nicht logisch, dass auf Valinor niemals irgendeine Art von (technischer) Evolution stattgefunden hat. Zumal Du ja explizit schreibst, dass die Nutzung der Energien erst ab einem gewissen Stadium möglich ist. Wobei, ich sehe gerade, dass auf Valinor Technik im Sinne des Erden-Mittelalters existierte. Das macht es leider nur noch unausgegorener.

Bevor ich auf die weiteren Ereignisse meiner Gefangenschaft eingehe, denn nichts anderes war mein Aufenthalt jetzt, will ich noch kurz meine ersten Eindrücke dieser, für mich so miesen Parallelwelt schildern. Denn heute, da ich diesen Bericht schreibe, ist das schon Vergangenheit und es besteht nur eine geringe Chance, dass so eine Welt noch einmal entstehen kann.
Erstaunlich waren die vielen Produkte aus veredelten Metallen und die Häuser, die ohne sichtbare Steine gebaut worden waren. Noch beeindruckender waren die vielseitigen elektronischen Geräte und die vielen Fahrzeuge auf den Straßen und in der Luft. Lange Zeit konnte ich nicht begreifen, wie die Evolution einen solchen Weg eingeschlagen hatte. Das war auf Valinor und auch auf Terra ganz anders. Eine solche technische Evolution gab es da nicht, warum auch, es bestand ja immer die Möglichkeit sich mehr Energie aus dem Vakuum zu borgen, ohne sie gleich wieder zurückgeben zu müssen. Die Beherrschung dieser Energie ist aber erst ab einem bestimmten Stadium der biologischen Evolution möglich. Die “Menschen“ und anderen höheren Lebewesen auf Terra beherrschen diese magischen Fähigkeiten nicht in vollem Umfang, sie ist nur uns Elben auf Valinor eigen. Die “Menschen“ auf Terra leben noch als Jäger und Sammler, die primitive Metallbearbeitung kennen sie nicht und wenn man sie dabei beobachtet: sie leben auch durchaus glücklich. Wir haben ein striktes Gebot der Nichteinmischung und daran halten wir uns unerbittlich. Wir sind ja nur Touristen auf ihrem Planeten, der so eine aufregend abenteuerliche Welt für uns darstellt,  
In nicht einmal 200 Jahren hatten die Menschen hier auf der Erde eine erstaunliche technische Evolution gestartet, als sie gewaltige gespeicherte Energievorräte in Form von fester Kohle, flüssigem Öl und Erdgas fanden und nutzen lernten. Solche fossilen Energieträger konnten sich weder auf Valinor noch auf Terra bilden, das ist eine Besonderheit dieses Universums. Deshalb ist auch auf beiden Planeten die Metallverarbeitung nicht über das Stadium einer mittelalterlichen Schmiede mit Holzkohle, verglichen mit der Erde, hinausgekommen. Sowohl auf Valinor als auch auf Terra existiert eine biologisch nachhaltige Zivilisation.
Jetzt, da ich diesen Bericht schreibe, ist dieses Entwicklungsstadium schon längst wieder vorüber und für die Menschheit besteht wieder die Hoffnung, die kurzzeitig abgebrochene biologische Evolution aufzunehmen.
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michael01
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BeitragVerfasst am: 15.06.2021 19:28    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Fistandantilus,

Jetzt kann ich diese "Lembas Geschichte" endlich streichen! Sie stammt noch aus der "versuchten Satire" und ist wirklich grottenschlecht nicht nur wegen des Klauens. Sie passt einfach nicht.

Mit der Zivilisation des Elben habe ich mich längere Zeit auseinandergesetzt und versucht zu erklären, warum die Elben in Mittelerde eine Zivilisation hatten, die über das technische Erdmittelalter nicht hinausgekommen ist.
Es gibt nur einen Grund: die fehlenden fossilen Rohstoffe.
Ich habe versucht, trotzdem zu erklären, wie eine Weiterentwicklung der Zivilisation da möglich ist. Das geht nur, und da mache ich eine Anleihe bei der KI, über die Entwicklung neuronaler Netze und deren Verankerung in der "Überwelt" - eine Anleihe bei der Simulationshypothese.... ich höre auf. Das will eben nicht jeder lesen, ist vielleicht nur für mich interessant, solche Entwürfe zu verfolgen. Der Rest des 3. Bandes handelt dann davon und ich wollte hier schon etwas in diesem Bericht vorwegnehmen.

Soviel erstmal und nochmals

Danke!


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Fistandantilus
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BeitragVerfasst am: 15.06.2021 19:37    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist, was ich meine: Der Leser muss erstmal angefixt werden, er will wissen, wie es im Krankenhaus bzw. im Militärkrankenhaus weitergeht, ohne diese langen (!) Einschübe, was irgendwann irgendwo einmal passiert ist. Das gilt besonders für den Einstieg. Wenn der Leser warm geworden ist, kannst Du alle diese Infos schön aufbereitet nachreichen. Ein paar kurze (!) Flashbacks kann man sicher einbauen, aber so, dass es den Leser neugierig macht, und ihm nicht alles mit der Brechstange erklärt.
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michael01
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BeitragVerfasst am: 15.06.2021 20:13    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ja, wenn du das so schreibst, leuchtet es mir ein. Die Zwergengeschichte - auch noch aus der Satireversion, von der ich mich nur schwer und nicht ganz getrennt habe - muss da gnadenlos raus.
Danke, dass ich hier Bestätigung dafür bekomme.


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Reiner
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BeitragVerfasst am: 21.06.2021 09:21    Titel: Antworten mit Zitat

Was den Einstieg angeht, da habe ich natürlich als alter Silmarillion-Leser sofort einige Fragezeichen im Kopf: Wie kommt Valinor hierher?! In was für einer Art Welt bin ich, ist das Fan-Fiction oder eine eigenständige Welt?

zufällig hab ich die Tage auch mal wieder in den Herrn der Ringe reingeschaut und es ist schon wahnsinn aus moderner Sicht, wie das anfängt. Über Hobbits und so weiter. Der größte Info-Dump aller Zeiten. Kann es sein, dass dich die langen Einleitungen von Tolkien ein wenig "inspiriert" haben? Very Happy

Bin also ganz bei Fistandantilus, weniger Einschübe am Anfang, mehr Handlung und auch etwas mehr Ordnung. smile


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michael01
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BeitragVerfasst am: 21.06.2021 10:45    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Reiner!
Der Elb war ursprünglich eine eigenständige Story und sollte ein wenig das darstellen, was einem Elb - hier ein zufällig durch Raum und Zeit getunnelter Alien - auf der Erde erleben kann.
Als ich mir Gedanken zum 3. Teil der Pandeae machte, fiel mir diese Geschichte ein und sie passte sehr gut in mein physikalisches Weltbild und meine Philosophie. So habe ich sie erst einmal als eine Art Prolog compiliert, genau so wie den Epilog "Satan", der ursprünlich eine Hommage an Mark Twain "Der geheimnisvolle Fremde" war.
Und jetzt bin ich beim Überarbeiten des so compilierten 3. Teils.
Was ich allerdings schon gemerkt habe, dass ich den Prolog und den Epilog an den Mittelteil anpassen muss.

"Der Elb" wird von Selon geschrieben 1000 Jahre nach seinem Ankommen auf der Erde und gegen Ende hin schreibt er seine Geschichte als "Bericht" vor seiner Flucht - angfangs nicht.

Entgegen der vorherrschenden Meinung der MSM habe ich eine andere Philosophie: Aliens sind nicht "schrecklich", wenn sie die "menschenähnliche Zivilisation" überwunden haben. Um diese höhere Zivilisation zu erreichen, müssen sie die biologische Evolution überwinden. Das ist in meinem Roman auf zwei Arten möglich. Den einen Weg geht die Pandeae, aus einer insdustriellen Evolution heraus, den anderen verkörpert der Elb aus einer biologischen Evolution.

Aber vielleicht ist das ja alles nur eine Simulation, wie Elon Musk glaubt und ich auch eine große Wahrscheinlichkeit dafür sehe.

Infodump:
Als junger Mensch, der ich auch einmal war, nervt das bei Tolkin. Wird man etwas älter und das Zeitalter der Action geht dahin, interessieren mehr die philosophischen Hintergründe. Deshalb versucht man die "blinde Action" in eine Umgebung einzubetten, die Kausalitäten ermöglicht: Wie ist es dazu gekommen. Also mehr eine Berichtsform als ein Action-Roman (die mich mit zunehmenden Alter langweilen). Das bedeutet nicht, dass ich Action ausschließe. Gestern habe ich mir auf Pro 7 "Transformer" und "Krieg der Götter" (wegen der griechischen Mythen) angesehen - und das zum 2. Mal.
Fast nur Action und tolle Bilder, wenn auch total Fantasy und unrealistisch. Da ich selbst solche Bilder mache, sehe ich mir das gerne an, allerdings sollen meine Bilder den Bezug zu Realität noch erkennen lassen. Deshalb nehme ich auch reale Landschaften als Hintergrund.


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