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Vorstellung eines Liebhabers von Abenteuer-Spielbüchern

 

 
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lordoger
Geschlecht:männlichErklärbär

Alter: 38
Beiträge: 2
Wohnort: Münchendorf


BeitragVerfasst am: 04.06.2021 23:08    Titel: Vorstellung eines Liebhabers von Abenteuer-Spielbüchern eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Nachdem ich vor rund viereinhalb Jahren durch eine Internetfreundin auf dieses Forum gekommen bin und seitdem gelegentlich hier mitlese, wird es nun langsam Zeit, mich hier auch vorzustellen:

Ich bin ein eher introvertierter Mensch, zähle mittlerweile 38 Lenze und kann mich seit ich denken kann besser schriftlich als mündlich ausdrücken. Meine ersten Bücher schieb ich noch bevor ich in die erste Klasse Volksschule gekommen bin. Zugegeben: sehr tiefgründig waren die Geschichten damals noch nicht aber im Laufe der Jahre habe ich zunehmend komplexere Geschichten - bislang eher für mich selbst als für die Öffentlichkeit - geschrieben.

Meine Lieblingsgenres sind Fantasy, Sci-Fi, Kurzgeschichten, Geburtstagsgedichte und vor Allem Abenteuer-Spielbücher. Zum Einstand gebe ich hier eine kurze Leseprobe eines älteren Spielbuch-Anfanges:


1

Du sitzt an einem Sonntagnachmittag allein daheim und siehst Fern. Es ist Mitte Mai, aber draußen tobt trotzdem schon den ganzen Tag ein heftiger Schneesturm. Gelangweilt zappst du durch die Kanäle, aber das Fernsehprogramm ist fast genauso trist, wie das Wetter draußen. Schließlich bleibst du bei einer Nachrichtensendung hängen. Ein älterer Mann mit Schnurrbart berichtet gelangweilt von einem fürchterlichen Verkehrschaos, das sich draußen aufgrund des kältesten Mais seit über hundert Jahren abspielt und empfiehlt jedem, daheim zu bleiben.
Ein Glück, dass du die Nachrichtensendung gesehen hast, sonst hättest du sicher die Badehose eingepackt und wärst ins nächste Freibad gefahren. Etwas genervt schaltest du den Fernseher ab. Verdammt, dir ist wirklich unheimlich langweilig.
Du stehst auf, gehst zum Fenster und ziehst den Vorhang zur Seite. Außer jeder Menge Schneeflocken ist allerdings nicht allzu viel zu sehen. Selbst das gegenüberliegende Haus ist kaum noch zu erkennen. Undeutlich erkennst du eine Gestalt auf der gegenüberliegenden Straßenseite, die verzweifelt gegen den Sturm ankämpft. Irgendwas kommt dir an der Gestalt komisch vor, aber du kommst nicht so recht drauf, was.
Du kannst dich allerdings nicht weiter damit beschäftigen, denn in dem Moment läutet das Telefon. Du erwartest zwar keinen Anruf, wendest dich aber trotzdem vom Fenster ab und gehst ran.
Du meldest dich mit einem „Hallo“, aber statt einer Antwort legt die Person am anderen Ende einfach auf. „Na toll“, denkst du, „Erst verwählen und dann sich nicht mal entschuldigen können.“
Du legst den Hörer wieder hin und gehst zurück zum Fenster. Als du wieder hinausblickst, musst du dich wundern. Die gleiche Gestalt geht immer noch auf der gleichen Stelle, an der sie vor dem Anruf gegangen ist. Als du sie weiter beobachtest, merkst du auch, was dir vorhin komisch vorgekommen ist. Obwohl sie Gehbewegungen macht, kommt sie keinen Millimeter von der Stelle. Gut, sie hat Gegenwind und der Boden ist rutschig aber sich überhaupt nicht von der Stelle rühren - das kann doch nicht sein, oder?
Wieder klingelt das Telefon. Ist das etwa wieder der sprachlose Anrufer von vorhin? Dann bräuchtest du eigentlich nicht rangehen. Aber was, wenn es wer anders ist?
Willst du das Telefon läuten lassen und dich weiter der Gestalt im Schneesturm widmen (weiter bei 2) oder gehst du lieber doch ran (weiter bei 3)?


2

Du ignorierst das Läuten und beobachtest die Gestalt weiter. Sie geht und geht, aber kommt einfach nicht vom Fleck. Zwar verschleiert der Schneesturm die Sicht schon erheblich, aber dass dir deine Augen so einen Streich spielen, kannst du dir fast nicht vorstellen.
Das Klingeln des Telefons will einfach nicht aufhören. Es macht dich fast wahnsinnig. Du wartest, schaust auf die Uhr - wartest bis zwei Minuten vergangen sind, aber es läutet unaufhörlich weiter. Das kann doch nicht wahr sein! Irgendjemand will dich wohl in den Wahnsinn treiben.
Willst du dem Klingeln ein Ende setzen, indem du einfach das Telefonkabel rausziehst (weiter bei ...) oder gehst du jetzt doch ran (weiter bei ...)?


3

Du wendest dich wieder vom Fenster ab und gehst ans Telefon. Erneut meldest du dich mit einem „Hallo“, aber hättest es besser gelassen, denn es antwortet zum wiederholten Male niemand und du hörst nur ein klicken. Wieder aufgelegt. „Verdammt, wer kann denn da kein Telefon bedienen?“ denkst du dir, schmeißt den Hörer wieder hin und gehst zurück zum Fenster.
Es bietet sich dir wieder der selbe Anblick. Die Gestalt geht, kommt aber nicht vom Fleck. Zwar verschleiert der Schneesturm die Sicht recht erheblich, aber du kannst dir nur schwer vorstellen, dass dir die Augen so einen Streich spielen. Du stehst kaum eine Minute vorm Fenster, da läutet das Telefon schon wieder. „Schluss jetzt!“ denkst du dir, überlegst aber trotzdem, ob du es nicht nochmal probieren sollst.
Gehst du nochmal ans Telefon (weiter bei ...) oder lässt du es weiterläuten und bleibst am Fenster (weiter bei ...)?
Vielleicht willst du aber der Gestalt näher auf den Grund gehen, dich Anziehen und hinaus schauen (weiter bei ...)?



Es würde mich freuen, wenn ich hier Gleichgesinnte finde, die sich für dieses Genre begeistern können.
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Fistandantilus
Geschlecht:männlichLeseratte

Alter: 41
Beiträge: 192
Wohnort: Augsburg


BeitragVerfasst am: 04.06.2021 23:27    Titel: Antworten mit Zitat

Willkommen im Forum, Lord aller Oger! Es ist ja super, dass Du Spielbücher selber schreibst. Ich kenne so etwas als "DSA-Soloabenteuer", hat mir immer Spaß gemacht, auch wenn ich dann doch meist "richtiges" Rollenspiel in der Gruppe gespielt habe. Aber Dein Soloabenteuer ist ja hiermit vorbei, und Du bist Teil unseres Forums geworden Smile

Ach ja, ich habe "weiter bei 2" gewählt. Das olle Telefon kann mich mal, ich will die geheimnisvolle Gestalt im Schneesturm beobachten!
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Raven1303
Geschlecht:weiblichKlammeraffe

Alter: 38
Beiträge: 546
Wohnort: NRW


BeitragVerfasst am: 04.06.2021 23:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hi und Willkommen im Forum,

Ich hab tatsächlich eine Hand voll Spielbücher im Schrank und finde die seit meiner Kindheit super.

Ein Spielbuch versuche ich schon seit längerem selber zu schreiben,  aber dann verschwindet es immer wieder in der Schublade  weil ich das mit der Durchnummerierung nicht auf die Kette bekomme.

"Weiter bei 1007 aab1" Laughing

LG


_________________
Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den Nächsten vielleicht nicht vollbringen, aber versuchen will ich ihn.
Ich kreise um Gott, um den uralten Turm und ich kreise Jahrtausende lang.
Und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm? Oder ein großer Gesang... (R.M. Rilke)
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V.K.B.
Geschlecht:männlich[Error C7: not in list]

Alter: 48
Beiträge: 4078
Wohnort: Nullraum
Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 04.06.2021 23:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo lordoger,

erstmal herzlich willkommen im Forum. Für Einstandstexte ist eigendlich der Einstand da, kann also sein, dass das von der Moderation verschoben wird. Zum Text: Finde ich gar nicht schlecht geschrieben und auch nicht unspannend, ich weiß allerdings nicht, in wie weit das Genre überhaupt noch lebendig ist. Ich kenn das nur aus den Siebzigern und frühen Achtzigern, also der prä-Homecomputer-Ära. Mit der heutigen Technik haben wir ganz andere und bessere Möglichkeiten für Ähnliches, ich denke an Visual Novels oder Inform-Textadventures (da gibt es tatsächlich noch eine Szene für, auch wenn das Nische ist (btw, "Anchorhead¹" ist verdammt klasse! (so sollte ein moderner interaktiver Lovecraft-Text aussehen))) Ich denke, diese Medien sind für interaktive Texte viel besser geeignet als Bücher, wo man immer von Eintrag zu Eintrag blättern muss (und ggf noch ein paar Variablen auf Papier verwalten, und seien es nur bool’sche Werte ("habe ich den Oger in Kapitel 2 gefüttert oder ist der noch hungrig?", "Habe ich den Schlüssel für den Keller gefunden und mitgenommen oder nicht?", etc.)

Ich bin da also skeptisch, ob du damit heute noch jemandem vorm Ofen hervorlockst. Obwohl deine Geschichte durchaus interessant anfängt. Vielleicht wärst du mit Inform¹ hier aber tatsächlich besser bedient als mit Prosatext. Hyperfiction¹ käme sicherlich auch noch als Medium in Frage, aber da ist die Zielgruppe wahrscheinlich noch kleiner als bei Inform.

beste Grüße und willkommen im Forum,
Veith

¹Ich wollte auf die Wikipediaeinträge verlinken, darf man im Vorstellungsfaden aber nicht (weil das Leute immer für Werbung missbrauchen) und wird automatisch entfernt. Also die Wörter einfach selbst bei Wikipedia eingeben, "Anchorhead" hat aber nur einen Eintrag in der englischen.


_________________
Warning: Cthulhu may occasionally jumpscare people …
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lordoger
Geschlecht:männlichErklärbär

Alter: 38
Beiträge: 2
Wohnort: Münchendorf


BeitragVerfasst am: 09.06.2021 23:20    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo zusammen!

Es freut mich, dass ich hier nicht der einzige mit dieser Vorliebe bin Very Happy

@V.K.B.: Das Genre zu bedienen ist sicherlich nicht gerade der ideale Ansatz um ein angehender Bestseller-Autor zu werden aber tot ist es noch nicht. Vor kurzem hat der Mantikore-Verlag die "Einsamer Wolf"-Serie aus den 80er-Jahren neue aufgelegt und auch einige nagelneue Titel in der Richtung herausgebracht.

Ein modernes PC-Spiel ist zwar fantastisch anzusehen, sehr komfortabel spielbar und erlaubt um ein Vielfaches mehr Handlungsspielraum als so ein stinknormales Buch. Trotzdem meine ich einen gewissen Trend weg von der Übertechnisierung hin zu der etwas älteren, analogen Welt, in der alles noch etwas einfacher und gemächlicher war, zu erkennen. In den Bildschirm schaut man schließlich ohnehin schon 40 Stunden die Woche in der Arbeit, da will man in seiner Freizeit unter Umständen auch mal weg von der Glotze. Es gibt neben diesen neuen Spielbüchern auch eine Vielzahl von Gesellschaftsspielen mit Einzelspielermodus, aufwändiger Story und Charakterentwicklung, die diesem Trend folgen. (z.B. Gloomhaven)

Danke für den Tipp Anchorhead - das klingt interessant und führe ich mir auf jeden Fall zu Gemüte.
Inform wäre theoretisch ideal für mich als Informatiker aber irgendwie reizt mich das Analoge in diesem Fall - vielleicht auch deshalb, weil ich sonst ohnehin fast nur mit digitalen Inhalten zu tun habe.
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