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Ich schreibe nicht mehr (keine Angst, ich schon noch)

 
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preusse
Geschlecht:männlichReißwolf


Beiträge: 1285
Wohnort: Bayern


BeitragVerfasst am: 14.05.2021 13:47    Titel: Ich schreibe nicht mehr (keine Angst, ich schon noch) eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ein nach meinem Dafürhalten interessanter Artikel, der dem einen oder anderen vielleicht zu denken gibt:

https://www.autorenwelt.de/blog/federwelt/ich-schreibe-nicht-mehr-literaturschaffende-geben-verzweifelt-auf?fbclid=IwAR3HsZiPi02igg1fR4cay8ImYzqZHGO9K0aZSjN4ko3bbZyIioltUafPzIM


_________________
Das Herz des Löwen, 06/2011
Das Blut des Löwen, 11/2012
Die Pranken des Löwen, 03/2014
Das Banner des Löwen, 11/2015
Der Pirat - ein Francis-Drake-Roman, 07/2016
Der Herr der Bogenschützen, 08/2017
Der Sohn des Löwen, 03/2019
Der Herzog von Aquitanien, 11/2019
Die geteilten Jahre, 09/2019
Der englische Löwe, 12/2020
Sie nannten ihn Cid, 11/2021
Der Captain (AT), 11/2022
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Stefanie
Reißwolf


Beiträge: 1495



BeitragVerfasst am: 14.05.2021 15:00    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn ich sowas lese, überlege ich immer mehr, gar nicht nach einem Agenten/Verlag Ausschau zu halten, sondern gleich selbst zu veröffentlichen.

Da muss sich die Buchbranche nicht wundern, wenn die Verkäufszahlen schlecht sind, wenn sie ihre Autoen immer schlechter behandeln und sie nicht den Mut haben, etwas Neues rauszubringen, sondern nur den Trends aus anderen Ländern hinterherlaufen.

Wenn ich nicht so einen Horror vor dem Marketing hätte, wär die Entscheidung schon gefallen.
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Rübenach
Geschlecht:männlichExposéadler


Beiträge: 2719



BeitragVerfasst am: 14.05.2021 15:13    Titel: Antworten mit Zitat

Du hättest dazuschreiben können, dass der Artikel von 2019 ist. Die Verschlechterung des Markts durch Corona ist daher dort noch nicht berücksichtigt.

_________________
"Nothing bad can happen to a writer. Everything is material." (Philip Roth)
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Schreibkopf
Geschlecht:männlichLeseratte


Beiträge: 160



BeitragVerfasst am: 14.05.2021 15:30    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe jetzt schon einige Fäden zu diesem Thema gelesen und kann alles nachvollziehen, was da gepostet wurde. Auch den verlinkten Artikel kannte ich bereits.

Ich bin jedoch der Auffassung, dass es nicht zweckdienlich ist, wenn sich Autor:innen als „Legehennen“ des Literaturbetriebes begreifen. Dafür ist - nicht nur in der aktuellen Situation - das Umfeld für Verlage, Agenturen und Autor:innen einfach zu schwierig geworden.

Was mich an oben verlinktem Artikel stört, ist die Aussage (Zitat):„Ich kann nicht mehr vom Schreiben leben, und da macht mir das keinen Spaß mehr …“ (Zitat Ende)

Die Wenigsten hier schreiben vermutlich, um davon leben zu können. Davon zu träumen mag schon eine Motivation sein. Die Chance ein Buch zu schreiben, dem ein ausreichender Verkaufserfolg beschieden ist, dürfte jedoch gering sein. Da spielen zu viele Faktoren mit. Allerdings könnte ein Buch, das heute kein Interesse weckt, in zwei Jahren genau das sein, wonach Verlage dann suchen.

In der Regel wird es aber so aussehen, dass selbst veröffentlichte Autor:innen kaum von den Einnahmen ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Ich war sehr erstaunt vor einigen Jahren zu lesen, dass selbst ein erfolgreicher Gegenwartsschriftsteller wie Walter Kempowski sagte, er könne nicht vom Schreiben leben. So weit ich mich erinnere, war er hauptberuflich Lehrer (muss mal googlen).

Das mag ernüchternd klingen. Aber die Hoffnung soll man einfach nie aufgeben – die Freude am Schreiben sowieso nicht. Es reicht eben nicht ein gutes Buch zu schreiben, sondern es muss auch noch zur richtigen Zeit den richten Leuten in die Hände geraten. Ist wohl ein bisschen wie Lotto.
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Elbenkönigin1980
Reißwolf


Beiträge: 1149



BeitragVerfasst am: 14.05.2021 15:37    Titel: Antworten mit Zitat

Schreibkopf hat Folgendes geschrieben:
Ich habe jetzt schon einige Fäden zu diesem Thema gelesen und kann alles nachvollziehen, was da gepostet wurde. Auch den verlinkten Artikel kannte ich bereits.

Ich bin jedoch der Auffassung, dass es nicht zweckdienlich ist, wenn sich Autor:innen als „Legehennen“ des Literaturbetriebes begreifen. Dafür ist - nicht nur in der aktuellen Situation - das Umfeld für Verlage, Agenturen und Autor:innen einfach zu schwierig geworden.

Was mich an oben verlinktem Artikel stört, ist die Aussage (Zitat):„Ich kann nicht mehr vom Schreiben leben, und da macht mir das keinen Spaß mehr …“ (Zitat Ende)

Die Wenigsten hier schreiben vermutlich, um davon leben zu können. Davon zu träumen mag schon eine Motivation sein. Die Chance ein Buch zu schreiben, dem ein ausreichender Verkaufserfolg beschieden ist, dürfte jedoch gering sein. Da spielen zu viele Faktoren mit. Allerdings könnte ein Buch, das heute kein Interesse weckt, in zwei Jahren genau das sein, wonach Verlage dann suchen.

In der Regel wird es aber so aussehen, dass selbst veröffentlichte Autor:innen kaum von den Einnahmen ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Ich war sehr erstaunt vor einigen Jahren zu lesen, dass selbst ein erfolgreicher Gegenwartsschriftsteller wie Walter Kempowski sagte, er könne nicht vom Schreiben leben. So weit ich mich erinnere, war er hauptberuflich Lehrer (muss mal googlen).

Das mag ernüchternd klingen. Aber die Hoffnung soll man einfach nie aufgeben – die Freude am Schreiben sowieso nicht. Es reicht eben nicht ein gutes Buch zu schreiben, sondern es muss auch noch zur richtigen Zeit den richten Leuten in die Hände geraten. Ist wohl ein bisschen wie Lotto.


Seltsam, kann das sein, dass Autoren nur in Deutschland so schlecht bezahlt werden?
Selbst Banchenriesen wie Sebastian Fitzek sagen oft, sie wären durch das Schreiben keine Millionäre geworden, wenn ich dann aber lese, dass ihre Bücher millionenfach verkauft wurden weltweit, frage ich mich, wieso sie selbst damit kein Vermögen verdienten.
Wenn ich mir dagegen amerikanische Schriftsteller anschaue, die verdienen oft schon mit einem Bestseller Millionen, kann es sein, dass die amerikanischen Verlage den Autoren mehr Einnahmen gewähren?
Irgendwie sehe ich da eine tiefe Kluft zwischen amerikanischen und deutschen Autoren, was den Verdienst angeht.
Wenn nicht mal ein so berühmter Autor wie Fitzek mit seinen Romanen zum Millionär wird, obwohl seine Bücher sich millionenfach verkaufen, fragt man sich schon, was da auf dem deutschen Buchmarkt falsch läuft.
In Amerika wäre Fitzek  mit den gleichen Romanen sicherlich längst Multimillionär.

In meiner Heimatstadt ist ein Schriftsteller, der sagt, er verdient pro Buch nur etwa 750 Euro, er bekommt nur 10 % Verkaufsanteil, die anderen 90% gehen an den Verlag.
Ist das etwa auch bei berühmten Autoren wie Fitzek so?
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Schreibkopf
Geschlecht:männlichLeseratte


Beiträge: 160



BeitragVerfasst am: 14.05.2021 15:50    Titel: Antworten mit Zitat

Elbenkönigin1980 hat Folgendes geschrieben:
Seltsam, kann das sein, dass Autoren nur in Deutschland so schlecht bezahlt werden?

Mir fehlen dafür leider entsprechende Vergleichswerte. Aber der englischsprachige Markt ist natürlich deutlich größer, als der deutschsprachige Raum. Das wird sicher auch eine Rolle spielen.

Diverse Aufschlüsselungen der Verkaufspreise eines deutschsprachigen Buches zeigen, dass Autoren i. d. R. mit 5 Prozent vergütet werden. Der Rest verteilt sich auf Verlage, Herstellungs- und Ausstattungskosten, die Barsortimente und natürlich auf den Buchhandel, der mit 35 Prozent den Löwenanteil kassiert.

Ein weiterer Unterschied zum amerikanischen Markt ist, dass dort Literatur als Schulfach fest etabliert scheint. Angehende Autoren haben meist bereits ein solides Wissen und müssen sich nicht - wie wir - mühsam alles in Foren zusammenklauben wink
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Elbenkönigin1980
Reißwolf


Beiträge: 1149



BeitragVerfasst am: 14.05.2021 15:58    Titel: Antworten mit Zitat

Schreibkopf hat Folgendes geschrieben:
Elbenkönigin1980 hat Folgendes geschrieben:
Seltsam, kann das sein, dass Autoren nur in Deutschland so schlecht bezahlt werden?

Mir fehlen dafür leider entsprechende Vergleichswerte. Aber der englischsprachige Markt ist natürlich deutlich größer, als der deutschsprachige Raum. Das wird sicher auch eine Rolle spielen.

Diverse Aufschlüsselungen der Verkaufspreise eines deutschsprachigen Buches zeigen, dass Autoren i. d. R. mit 5 Prozent vergütet werden. Der Rest verteilt sich auf Verlage, Herstellungs- und Ausstattungskosten, die Barsortimente und natürlich auf den Buchhandel, der mit 35 Prozent den Löwenanteil kassiert.

Ein weiterer Unterschied zum amerikanischen Markt ist, dass dort Literatur als Schulfach fest etabliert scheint. Angehende Autoren haben meist bereits ein solides Wissen und müssen sich nicht - wie wir - mühsam alles in Foren zusammenklauben wink


Da würde man ja besser seine Romane auf Englisch schreiben und auf dem englischsprachigen Literaturmarkt anbieten, wenn der deutsche Markt Autoren so fies abzockt.
Und es ist traurig, dass in Deutschland Literatur an den Schulen nicht als eigenes Fach unterrichtet wird, und Buchbesprechungen wie in amerikanischen Schulen sind bei uns leider immer noch eher Seltenheit.
Ich bin eindeutig im falschen Land geboren. Crying or Very sad
Ich meine, der Autor macht die Hauptarbeit, er schreibt das Buch, dass er nur 5% kriegt ist unverschämte Abzocke.
Da verdient man ja wahrscheinlich mehr wenn man sein Buch bei Amzon als E Book reinstellt und online viel Werbung dafür macht.
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Lki
Geschlecht:weiblichEselsohr


Beiträge: 277



BeitragVerfasst am: 14.05.2021 16:05    Titel: Antworten mit Zitat

Schreibkopf hat Folgendes geschrieben:
Ich habe jetzt schon einige Fäden zu diesem Thema gelesen und kann alles nachvollziehen, was da gepostet wurde. Auch den verlinkten Artikel kannte ich bereits.

Ich bin jedoch der Auffassung, dass es nicht zweckdienlich ist, wenn sich Autor:innen als „Legehennen“ des Literaturbetriebes begreifen. Dafür ist - nicht nur in der aktuellen Situation - das Umfeld für Verlage, Agenturen und Autor:innen einfach zu schwierig geworden.

Was mich an oben verlinktem Artikel stört, ist die Aussage (Zitat):„Ich kann nicht mehr vom Schreiben leben, und da macht mir das keinen Spaß mehr …“ (Zitat Ende)

Die Wenigsten hier schreiben vermutlich, um davon leben zu können. Davon zu träumen mag schon eine Motivation sein. Die Chance ein Buch zu schreiben, dem ein ausreichender Verkaufserfolg beschieden ist, dürfte jedoch gering sein. Da spielen zu viele Faktoren mit. Allerdings könnte ein Buch, das heute kein Interesse weckt, in zwei Jahren genau das sein, wonach Verlage dann suchen.

In der Regel wird es aber so aussehen, dass selbst veröffentlichte Autor:innen kaum von den Einnahmen ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Ich war sehr erstaunt vor einigen Jahren zu lesen, dass selbst ein erfolgreicher Gegenwartsschriftsteller wie Walter Kempowski sagte, er könne nicht vom Schreiben leben. So weit ich mich erinnere, war er hauptberuflich Lehrer (muss mal googlen).


Dass dich dieses Zitat stört, entlarvt aber doch wie der Rest deines Beitrags, wie niedrig die Ansprüche der Schreibenden teilweise sind - was auch zum Problem schlechter Vorschüsse oder Tantiemen führt, denn wenn es immer noch Schreibende gibt, die das akzeptieren, wird sich daran auch nichts ändern. Wieso soll man einen Beruf mit Freude und Herzblut ausüben, wenn dabei nicht einmal genug Geld herumkommt, um davon zu leben? Es ist doch vollkommen legitim, sich nicht für etwas aufopfern zu wollen, das so wenig Ertrag verspricht.


_________________
Ophelia Scale - Die Welt wird brennen - 03/19 (cbj)
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Schreibkopf
Geschlecht:männlichLeseratte


Beiträge: 160



BeitragVerfasst am: 14.05.2021 16:06    Titel: Antworten mit Zitat

NICHT DEN KOPF HÄNGEN LASSEN!!!
Elbenkönigin1980 hat Folgendes geschrieben:
Da würde man ja besser seine Romane auf Englisch schreiben und auf dem englischsprachigen Literaturmarkt anbieten, wenn der deutsche Markt Autoren so fies abzockt.

Oder du rockst den deutschen Buchmarkt mit deinem Manuskript so, dass ein amerikanischer Verlag scharf auf die Lizenz wird wink

Elbenkönigin1980 hat Folgendes geschrieben:
Und es ist traurig, dass in Deutschland Literatur an den Schulen nicht als eigenes Fach unterrichtet wird, und Buchbesprechungen wie in amerikanischen Schulen sind bei uns leider immer noch eher Seltenheit.

Als Schüler konnte ich damals gut drauf verzichten, ich Depp wink

Elbenkönigin1980 hat Folgendes geschrieben:
Ich meine, der Autor macht die Hauptarbeit, er schreibt das Buch, dass er nur 5% kriegt ist unverschämte Abzocke.

... ich bin ziemlich sicher, dass die Verlage das anders sehen. Denk nur mal an Lektorat und Korrektat.

Elbenkönigin1980 hat Folgendes geschrieben:
Da verdient man ja wahrscheinlich mehr wenn man sein Buch bei Amzon als E Book reinstellt und online viel Werbung dafür macht.

... einen Versuch wäre es jedenfalls wert. Ob so oder so: du brauchst Nerven wie Drahtseile.
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Malva
Geschlecht:weiblichGänsefüßchen


Beiträge: 19



BeitragVerfasst am: 14.05.2021 16:29    Titel: Antworten mit Zitat

Das Schreiben jemals gänzlich aufzugeben, kann ich mir nicht vorstellen. Aber solche Artikel verstärken meine vorhandene Unsicherheit, ob ich es je bei einem Verlag oder einer Agentur versuchen soll. Dass ich von dem verdienten Geld leben könnte, habe ich ohnehin nie gedacht (jedenfalls nicht für die ersten Bücher, vielleicht irgendwann mal), mir geht es eher um Dinge wie Lektorat und Korrektorat, die ja eigentlich vom Verlag gemacht werden. Aber wenn daran dann auch gespart wird oder man das als Autor übernehmen muss, ist der Gedanke an SP nicht fern. Immerhin kann ich dann auch Titel und Cover selber bestimmen. Leider muss ich dann aber auch das Marketing machen.

Irgendwie weckt das bei mir auch den Gedanken an einen Teufelskreis. Die Verlage wollen/müssen sparen, was sie an den Autoren machen, diese geben das Schreiben auf oder veröffentlichen im SP, die Verlage haben dadurch weniger Einnahmen und müssen noch mehr sparen, was noch mehr Autoren abwandern lässt …

Natürlich nicht alle Autoren, vielleicht nicht einmal merklich viele, da SP von Autoren ja all das verlangt, was ihnen ein Verlag - eigentlich - abnehmen sollte: Lektorat, Korrektorat, Marketing usw. Es ist auch wie gesagt nur ein Gedanke, ein Gefühl, und ich will damit nicht sagen, dass SP schuld daran ist, denn wenn ich das so überdenke, könnte es so rüberkommen. Das meine ich aber wirklich nicht.

Bleibt wohl nur zu hoffen, dass es sich doch zum Positiven ändert. Wirklich glauben werde ich das aber wohl erst, wenn es das auch tut.
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BrianG
Geschlecht:männlichEselsohr

Alter: 44
Beiträge: 376



BeitragVerfasst am: 14.05.2021 16:57    Titel: Antworten mit Zitat

Schreibkopf hat Folgendes geschrieben:

Ein weiterer Unterschied zum amerikanischen Markt ist, dass dort Literatur als Schulfach fest etabliert scheint. Angehende Autoren haben meist bereits ein solides Wissen und müssen sich nicht - wie wir - mühsam alles in Foren zusammenklauben wink


Der Unterschied geht sogar noch weiter, wenn du die unterschiedlichen Betrachtungsweisen von Literatur berücksichtigst. Der deutschsprachige Raum zehrt von Leuten, die großteils mehrere hundert Jahre nach ihrem Tod immer noch als Genies verehrt und vergöttert werden - das fehlt den Amis.
Bei uns werden die Schüler darauf gedrillt (oder die Lehrer versuchen es zumindest), Goethe, Lessing und Co zu verehren und zu vergöttern. Gleichzeitig wird dir als kleines Schüler-Würstl vermittelt, dass du es ohnehin nie schaffen wirst, dich mit diesen Giganten zu messen, also versuch's erst gar nicht.

Überm großen Teich, wo's Mark Twain und Jack London gab, sehen's die Leute wesentlich entspannter. Das Gefühl, dass "jeder es schaffen kann", zieht sich da wohl auch durch die Literatur-Welt.

Und bei uns? Als ich noch Schüler war, wäre ein Kurs "Kreatives Schreiben für Dummies" ein Ding der Unmöglichkeit gewesen. Im Gegenteil, die zwounddröflzigste Interpretation zu diesem Eichendorff-Gedicht mit den zwei rüstigen Gesellen mussten wir schreiben. So, als wäre es die Aufgabe der Lehrer gewesen, uns auch noch die letzte Kreativität und die letzte Begeisterung, selbst etwas zu schreiben, auszutreiben.

Wenn es alle paar Monate mal der Blätterwald rauscht, wie wenig Begeisterung die jungen Leute für's Lesen aufbringen, kann ich mir nur denken: Selbst schuld. Wer Schüler mit Werther quält, braucht sich da nicht zu wundern.

Und bevor jetzt die Rufe ertönen, dass das ja Teil der Kultur sei, usw. Ja, ist es. Aber Schüler, die noch nie ein Buch in die Hand genommen haben, sollte man vielleicht erst mal mit was Zeitgenössischem, komerziellen, für das sie sich auch begeistern können, locken. Hölle, warum ihnen nicht Potter, Panem oder meinetwegen sogar Twilight geben? Und wenn sie erkannt haben, dass das Lesen vielleicht doch nicht so doof ist - dann kann man ihnen zeigen, dass es auch noch anderes gibt.

(OK, das war etwas off topic, aber es musste einfach raus)


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Aus dem Chaos sprach die Stimme: "Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen."
Und ich lächelte und war froh.
Und es kam schlimmer.
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BrianG
Geschlecht:männlichEselsohr

Alter: 44
Beiträge: 376



BeitragVerfasst am: 14.05.2021 17:04    Titel: Antworten mit Zitat

Elbenkönigin1980 hat Folgendes geschrieben:

In meiner Heimatstadt ist ein Schriftsteller, der sagt, er verdient pro Buch nur etwa 750 Euro, er bekommt nur 10 % Verkaufsanteil, die anderen 90% gehen an den Verlag.
Ist das etwa auch bei berühmten Autoren wie Fitzek so?


Ziemlich sicher nicht. Wenn wir, der Einfachheit halber, von einem Nettopreis von 10 Euro ausgehen, heißt es, dass er bei 10% die Tantiemen für 750 Bücher kassiert hat. Und auch wenn es sich dabei um einen Vorschuss dreht, kann man von dessen Höhe auf die Auflage zurückschließen, d.h. die wird sich vermutlich im niedrigen vierstelligen Bereich bewegen.

Fitzek dagegen wird für eine vierstellige Auflage wohl nicht einmal den Schreibcomputer einschalten.


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Merlinor
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BeitragVerfasst am: 14.05.2021 17:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hm ...

Ich kann mit solchen Artikeln nichts anfangen. Es gibt nach wie vor Autoren, die vom Schreiben leben können, oder sich zumindest ein ordentliches Zubrot damit verdienen.
Natürlich ist es nicht einfach, aber das war es noch nie. Rumjammern bringt da niemand weiter.
Es hilft ja eh nix: Selbst wenn es nicht zu Ruhm und Reichtum führt, wird doch niemand, der das Geschichtenerzählen wirklich liebt, seine Schreiberei je aufgeben.
Notfalls muss eben nach anderen Vertriebswegen gesucht werden, wenn es mit den Verlagen zu nichts mehr führt.

LG Merlinor


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„Ich bin fromm geworden, weil ich zu Ende gedacht habe und nicht mehr weiter denken konnte.
Als Physiker sage ich Ihnen nach meinen Erforschungen des Atoms:
Es gibt keine Materie an sich, Geist ist der Urgrund der Materie.“

MAX PLANCK (1858-1947), Mailand, 1942
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Schreibkopf
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Beiträge: 160



BeitragVerfasst am: 14.05.2021 17:28    Titel: Antworten mit Zitat

Ich meinte oben natürlich "Korrektorat" ... da sieht man mal wieder, wie wichtig das ist wink

@BrianG

Grundsätzlich gebe ich dir Recht. Allerdings war es bei mir eine Frau Dr. Soundso, die mich mit Siegried Lenz total inspiriert hat. Liegt also nicht nur am Stoff, sondern auch an den Lehrer:innen.

BrianG hat Folgendes geschrieben:
Bei uns werden die Schüler darauf gedrillt (oder die Lehrer versuchen es zumindest), Goethe, Lessing und Co zu verehren und zu vergöttern. Gleichzeitig wird dir als kleines Schüler-Würstl vermittelt, dass du es ohnehin nie schaffen wirst, dich mit diesen Giganten zu messen, also versuch's erst gar nicht.

... genau deshalb freut es mich, irgendwo gelesen zu haben, dass "Tschick" von Wolfgang Herrndorf inzwischen schon fast Pflichtlektüre an Schulen geworden ist. Es scheint, als sei der Lehrapparat selbst auch lernfähig wink
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Gerling
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Beiträge: 2166
Wohnort: Braunschweig


BeitragVerfasst am: 14.05.2021 17:43    Titel: Antworten mit Zitat

BrianG hat Folgendes geschrieben:
Elbenkönigin1980 hat Folgendes geschrieben:

In meiner Heimatstadt ist ein Schriftsteller, der sagt, er verdient pro Buch nur etwa 750 Euro, er bekommt nur 10 % Verkaufsanteil, die anderen 90% gehen an den Verlag.
Ist das etwa auch bei berühmten Autoren wie Fitzek so?


Ziemlich sicher nicht. Wenn wir, der Einfachheit halber, von einem Nettopreis von 10 Euro ausgehen, heißt es, dass er bei 10% die Tantiemen für 750 Bücher kassiert hat. Und auch wenn es sich dabei um einen Vorschuss dreht, kann man von dessen Höhe auf die Auflage zurückschließen, d.h. die wird sich vermutlich im niedrigen vierstelligen Bereich bewegen.

Fitzek dagegen wird für eine vierstellige Auflage wohl nicht einmal den Schreibcomputer einschalten.


Es gehen keine 90% an der Verlag. Immerhin gibt es etwas, das nennt sich Buchhandelsrabatt. Und der liegt zwischen 40 und 50%. Dann kommen noch die Druckkosten, die Kosten für Lektorat und Korrektorat. Ach ja, das Cover gibt es auch nicht umsonst.
Die Höhe der Erstauflage bei Autoren der ersten Riege (Fitzek, Eschbach, Schätzing, Winkelmann etc) ist locker mal sechsstellig. Bei Schätzings letztem Thriller betrug die Erstauflage sagenhafte 750.000 Stück. Das war Rekord. Verkauft wurde sie jedoch nicht ...
Als ich mit dem Schreiben anfing, gabs kein Geld dafür. Ich hatte aber auch keines erwartet. Dann führte ich ein Live-Hörspiel auf und verdiente an einem Abend über 1.000 EUR und dachte nur: Krass ... damit kann man Geld verdienen ...
Ich bin jetzt in der äußerst komfortablen Situation, mit dem Schreiben wirklich Geld zu verdienen - Rowohlt reagiert vollkommen anders, als in dem Artikel beschrieben. Die haben richtig Geld in die Hand genommen.
Auch habe ich bislang nicht den Eindruck, dass sich das ändern wird. Aber sollte es sich ändern, würde ich niemals mit dem Schreiben aufhören.
Ich würde mich anpassen.


_________________
Das Programm - Bookspot Verlag (Juli 2014)
Falsche Fährten - Bookspot Verlag (Juli 2015)
Sieben Gräber - Bookspot Verlag (März 2016)
Die Farm - Bookspot Verlag (Sep 2017)
Die Ewigen (Juni 2018)
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sleepless_lives
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BeitragVerfasst am: 14.05.2021 18:25    Titel: Re: Ich schreibe nicht mehr (keine Angst, ich schon noch) Antworten mit Zitat

preusse hat Folgendes geschrieben:
Ein nach meinem Dafürhalten interessanter Artikel, der dem einen oder anderen vielleicht zu denken gibt:

https://www.autorenwelt.de/blog/federwelt/ich-schreibe-nicht-mehr-literaturschaffende-geben-verzweifelt-auf?fbclid=IwAR3HsZiPi02igg1fR4cay8ImYzqZHGO9K0aZSjN4ko3bbZyIioltUafPzIM

Interessanter Artikel, danke fürs Verlinken.


Schreibkopf hat Folgendes geschrieben:
Ein weiterer Unterschied zum amerikanischen Markt ist, dass dort Literatur als Schulfach fest etabliert scheint. Angehende Autoren haben meist bereits ein solides Wissen und müssen sich nicht - wie wir - mühsam alles in Foren zusammenklauben wink

Nicht nur in der Schule (high school), sondern auch in den Universitäten. Und das im ganzen englischsprachigen Bereich. Eigentlich jede größere Uni bietet Creative-writing-Studiengänge an. Man kann sich dann mal ausrechnen, wie viele angehende Schriftsteller jedes Jahr zum Markt hinzukommen. Die sind nach zwei bis vier Jahren Studium natürlich auf einem hohen Niveau und die Konkurrenz ist hoch. Auch werden Schriftsteller in den USA nicht besser bezahlt, wenn nicht berühmt, und bei den berühmten kommt ein Großteil des Geldes aus dem Verkauf von Filmrechten und Merchandise. Wer allerdings denkt, wenn das mit dem Schreiben schiefgeht, in den USA ein soziales Netz wir hier vorzufinden, das einen im schlimmsten Fall auffängt, wird sich wundern.


BrianG hat Folgendes geschrieben:
Der Unterschied geht sogar noch weiter, wenn du die unterschiedlichen Betrachtungsweisen von Literatur berücksichtigst. Der deutschsprachige Raum zehrt von Leuten, die großteils mehrere hundert Jahre nach ihrem Tod immer noch als Genies verehrt und vergöttert werden - das fehlt den Amis.
Bei uns werden die Schüler darauf gedrillt (oder die Lehrer versuchen es zumindest), Goethe, Lessing und Co zu verehren und zu vergöttern. Gleichzeitig wird dir als kleines Schüler-Würstl vermittelt, dass du es ohnehin nie schaffen wirst, dich mit diesen Giganten zu messen, also versuch's erst gar nicht.

Überm großen Teich, wo's Mark Twain und Jack London gab, sehen's die Leute wesentlich entspannter. Das Gefühl, dass "jeder es schaffen kann", zieht sich da wohl auch durch die Literatur-Welt.

Ich hab in den USA, Australien und in Großbritannien gelebt und halte das für einen Mythos. Nur weil hier in Deutschland die meisten Leute die anspruchsvollere Literatur nicht kennen, sondern nur populäre Sachen, heißt das nicht, dass sie nicht existiert und als Vorbild genommen wird. Als bestes Werk der englischsprachigen Literatur aller Zeiten wurde bei Umfragen wiederholt "Middlemarch" (1871) gewählt. Wer kennt's? Ich würde sogar das Gegenteil behaupten, was die Betrachtungsweise der Literatur angeht: Wer würde dort schon annehmen, dass man von Shakespeare nichts lernen kann.


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Willebroer
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Wohnort: OWL


BeitragVerfasst am: 14.05.2021 18:28    Titel: Antworten mit Zitat

BrianG hat Folgendes geschrieben:
Gleichzeitig wird dir als kleines Schüler-Würstl vermittelt, dass du es ohnehin nie schaffen wirst, dich mit diesen Giganten zu messen, also versuch's erst gar nicht.
Kein Wunder, daß die Lektoren bei uns  wochenlang in ihrem Büro sitzen und Däumchen drehen, weil sich kein Autor traut, ihnen ein Manuskript anzubieten. Laughing
BrianG hat Folgendes geschrieben:
Als ich noch Schüler war, wäre ein Kurs "Kreatives Schreiben für Dummies" ein Ding der Unmöglichkeit gewesen.
Und jetzt?
BrianG hat Folgendes geschrieben:
Wer Schüler mit Werther quält, braucht sich da nicht zu wundern.
Und wer Schüler mit Einstein und Newton quält, braucht sich nicht zu wundern, wenn die Leute glauben, die Erde wäre eine Scheibe.
BrianG hat Folgendes geschrieben:
Hölle, warum ihnen nicht Potter, Panem oder meinetwegen sogar Twilight geben?
Weil sie sich das selber kaufen - und auch selber lesen. Natürlich nur ganz diskret unter dem Ladentisch. Falls sie eine Buchhandlung finden, die nicht bis zum Rand mit Goethe und Herder vollgestopft ist. Wink
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Maunzilla
Reißwolf


Beiträge: 1132



BeitragVerfasst am: 15.05.2021 00:57    Titel: Antworten mit Zitat

Daß erfolgreiche Schrifttsteller in Amerika viel mehr Geld verdienen, hat im Wesentlichen drei Gründe:

1. Der Markt ist viel größer. Nicht allein, weil es mehr englischsprachige Menschen gibt, sondern weil dort auch weniger ausländische Bücher lizensiert werden.

2. Der Staat den Leuten dort nicht fast die Hälfte ihrer Einkünfte als Steuer abknöpft.

3. Es eine vitale Filmindustrie gibt, die ordentlich Geld für die Rechte zahlt.

Die Vermassung der Kulturindustrie hat zu Kumulationseffekten geführt. In einer Zeit, da (fast) jeder schreibt und entweder im Verlag oder auf eigene Faust veröffentlicht, wissen die Kunden nicht, was sie kaufen sollen. Also kaufen sie das, was sie schon kennen. Dadurch gibt es einige wenige, die Millionen verdienen, und Millionen, die nur kümmerliche Einkünfte haben. (Das gilt auch für Musik und ähnliche Produkte).

Die Schriftstellerei als Hauptberuf habe ich schon vor vielen Jahren als nicht erstrebenswert erachtet. Der moderne Werktätige hat heute so viel freie Zeit, die, effizient genutzt, ihm ermöglicht, auch nebenher jährlich 1-2 Bücher zu schreiben. Ganz ohne wirtschaftlichen Druck und Zwänge.


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Babella
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Das goldene Aufbruchstück Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 15.05.2021 12:22    Titel: Antworten mit Zitat

Schreibkopf hat Folgendes geschrieben:

... genau deshalb freut es mich, irgendwo gelesen zu haben, dass "Tschick" von Wolfgang Herrndorf inzwischen schon fast Pflichtlektüre an Schulen geworden ist. Es scheint, als sei der Lehrapparat selbst auch lernfähig wink


Julie Zeh ist auch Schullektüre.
Aber Schule ist immer Schule, alles, was dort gemacht wird, wird zu "Stoff" und dadurch schon uninteressant und anstrengend. Es ist ein frommer Wunsch, dass man nur das "Richtige" unterrichten müsste und dann würden die Lernenden von Begeisterung Luftsprünge machen.
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Babella
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Das goldene Aufbruchstück Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 15.05.2021 12:24    Titel: Antworten mit Zitat

Maunzilla hat Folgendes geschrieben:
Die Schriftstellerei als Hauptberuf habe ich schon vor vielen Jahren als nicht erstrebenswert erachtet. Der moderne Werktätige hat heute so viel freie Zeit, die, effizient genutzt, ihm ermöglicht, auch nebenher jährlich 1-2 Bücher zu schreiben. Ganz ohne wirtschaftlichen Druck und Zwänge.


Das klingt herrlich gechillt Daumen hoch²

Eigentlich versuche ich das auch schon seit Jahren so, aber ich merke, das Schreiben kostet doch viel Kraft, und die geht halt immer noch so stark in Beruf und "Selbstverwaltung", dass ich nicht recht vom Fleck komme.
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Schreibkopf
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BeitragVerfasst am: 15.05.2021 13:58    Titel: Antworten mit Zitat

Babella hat Folgendes geschrieben:
Es ist ein frommer Wunsch, dass man nur das "Richtige" unterrichten müsste und dann würden die Lernenden von Begeisterung Luftsprünge machen.

Es reicht nun mal nicht, das "Richtige" zu machen, man muss das "Richtige" auch richtig machen wink ... das ist dann eben die Aufgabe der Lehrer:innen
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Maunzilla
Reißwolf


Beiträge: 1132



BeitragVerfasst am: 15.05.2021 14:02    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde es nicht unbedingt gut, wenn in der Schule Bücher von lebenden Autoren gelesen werden. Zum einen stellt sich immer die Frage, ob diese Bücher tatsächlich Teil unseres Kulturgutes geworden sind, oder bloß eine Modelektüre, die in einigen Jahren kein Mensch mehr kennt; zum anderen halte ich es für problematisch, wenn auf diese Weise indirekt bestimmte Marktteilnehmer staatlich gefördert werden. Ganz besonders problematisch ist dies bei Autoren, die eine politische Ansicht vertreten.

[Middlemarch von George Eliot (übrigens eine Frau). Das steht in meiner Bibliothek. Smile
Ich hatte es mir gekauft, weil ich wußte, daß es gut ist. Allein ich konnte mich noch nicht dazu aufraffen, diesen Wälzer von über 1100 Seiten in Angriff zu nehmen. (Aber ich will es lesen, sobald ich den Ulysses geschafft habe.... ^^" {Meine Güte! Wieso können sich diese Leute nicht kürzer fassen?!})]


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