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Götter, Tiere


 
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anderswolf
Geschlecht:männlichKlammeraffe


Beiträge: 712
Wohnort: Bad Nauheim


BeitragVerfasst am: 29.04.2021 19:00    Titel: Götter, Tiere eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Als ihnen nur noch wenig Luft bleibt, beginnt Moussa eine Geschichte.
„Der Große König, der über die vier Weltgegenden herrschte, besaß alles, was Menschen sich wünschen konnten, und war doch unglücklich. Also betete er zu den Göttern – “
İlkin unterbricht ihn: „Es gibt keine Götter, es gibt nur – “
„Lass ihn.“ Zahers Stimme übertönt kaum das Glucksen des Wassers. „Wer auch immer unsere Leichen finden wird, sei es Tier, sei es Mensch; es wird sie nicht kümmern, ob wir an einen oder viele Götter geglaubt haben.“
„Gott kümmert es.“
„Es ist nur eine Geschichte, İlkin.“
Moussa wendet sich zum Horizont. „Es ist nicht einfach nur eine Geschichte. Harun hat sie mir erzählt. Er sagte, es sei unsere, aber ich habe ihn zu spät verstanden. Harun war – er ist … Harun ist mein – “
„Wir haben Augen. Wir haben Ohren. Wir wissen, wer Harun war. Du weinst im Schlaf.“
„İlkin, lass ihn. Moussa, erzähl weiter.“
Moussa atmet tief ein und langsam wieder aus, bevor er weiterspricht. „Der Große König war halb Gott, halb Mensch, darum erschufen die Götter“ – İlkin schnaubt, sagt aber nichts weiter – „einen Wilden Mann, halb Mensch, halb Tier. Gegen ihn sollte der König kämpfen und so seine Unruhe vergessen. Sie rangen Tag und Nacht, doch keiner der beiden konnte sich den anderen unterwerfen. Schließlich schlossen sie Frieden und wurden Freunde. Gefährten, halb Gott, halb Tier, aber gemeinsam – " Er stockt kurz, dann fügt er tonlos hinzu: „Ein Schiff.“
„Wie sollen zwei Menschen – “, poltert İlkin los.
„Ein Schiff“, sagt Zaher und deutet dahin, wo Moussas Blick sich verliert.
„Ein Schiff“, ruft İlkin. „Wir sind gerettet!“ Er lacht.
Moussa lacht nicht.
Zaher schweigt, denkt an die letzten Toten, die sie gestern erst dem Wasser übergeben haben. Hätten sie nur einen Tag länger durchgehalten.
„Wir sind gerettet“, ruft İlkin und winkt dem Schiff. „Gott ist groß!“

Die Soldaten auf dem Schiff mustern die Männer, die sie aus dem Meer geholt haben, wie Fischer den Beifang. Moussa und Zaher werden an gleichgültigen Blicken vorbei ins Heck gebracht, während İlkin einer Frau vorgeführt wird, die angeblich ihre Sprache versteht. Zaher stellt sich neben Moussa an die Reling. Das Schlauchboot treibt knapp unter der Wasseroberfläche davon.
„Deine Götter hatten Mitleid mit uns“, sagt Zaher.
„Götter kennen kein Mitleid.“
„Wie ging es weiter?“
Moussa schweigt lange.
„Sie haben den König geprüft.“
İlkin kommt zu ihnen.
„Du bist dran“, sagt er zu Moussa.
„Wie war es?“ fragt Zaher.
İlkin zuckt mit den Schultern und sagt: „Es liegt in Gottes Hand.“
Zaher weiß, was Moussa der Frau sagen wird. Dass er anpacken kann, dass er nützlich ist. Dass er in seiner Heimat schwer gearbeitet, Öl gefördert hat. Sie wird es seinem Körper ansehen, trotz der viel zu vielen Tage auf See ist Moussa noch stark, stärker als İlkin und viel stärker als Zaher ohnehin. Moussas Kraft hat ihn im Boot vor İlkin geschützt, doch hier und jetzt wird sie ihm nichts nützen.
„Die Zeit für Öl ist vorbei“, wird die Frau sagen. „Du kommst zu spät. Wir brauchen dich nicht.“

Zaher spricht gutes Englisch, im Lager eine wertvolle Währung. Er darf zwischen den Hilfsorganisationen und den Lagermenschen übersetzen.
„Meri hier braucht Medikamente“, sagt er zu der Frau in der wolkenweißen Uniform. „Ihr Kind ist krank.“ Dass es Meris drittes Kind ist, dass die beiden anderen schon gestorben sind, sagt er nicht. Die weiße Frau müsste blind sein, um Meris Schmerz nicht zu sehen.
Husên, der seinen Sohn sucht, sagt er, die Aufseher würden die Augen offenhalten, obwohl er weiß, dass sie es nicht tun werden. Der Junge wird entweder von allein wieder auftauchen oder verschwunden bleiben. Die Aufseher kümmert es nicht, wenn ein Lagerkind verloren geht.
„Diese Frau ist vergewaltigt worden.“ Sie hat es ihm nicht gesagt, sie weint mehr als sie spricht, aber Zaher kann die Zeichen lesen. „Sie weiß nicht, wer es war, aber sie hat Angst, es könnte wieder geschehen.“ Der Mann in Weiß geht fort, vielleicht holt er eine Ärztin, vielleicht einen Soldaten, vielleicht kommt er nicht wieder. Zaher schaut die Frau an, sie weint und weint und weint.
„Fatin braucht Decken für sich und seinen Bruder.“ Zaher überlegt, ob er der Helferin verraten soll, dass Fatin diese Woche schon dreimal nach Decken gefragt und sie dreimal bekommen hat. Zaher überlegt, ob er Fatin fragen soll, was er mit den vielen Decken macht.
Die Menschen, die im Lager leben, kommen zu Zaher, und Zaher spricht für sie mit den Menschen, die das Lager kontrollieren. Er übersetzt ihre Bitten, ihr Flehen, ihre Schwüre, ihre Drohungen in einfache, klare Worte. Zaher glättet die Wogen, er weiß um die verheerenden Folgen eines Sturms. Niemand kommt zu Zaher, um mit Zaher zu sprechen.

Die Sonne geht unter. Zaher findet Moussa am steinigen Strand.
„Wieso bist du nicht im Zelt?“
„İlkin.“
Zaher fragt nicht nach. Er hat Moussa welken sehen, er weiß, dass auch İlkin Moussas Verfall nicht entgangen ist. Moussa, der am ersten Tag auf See noch wirkte, als könnte er allein das Schlauchboot samt seinen 30 Passagieren über das Meer rudern, könnte jetzt nicht einmal mehr das Steuer halten. Wenn İlkin seine neuen Freunde einlädt, wehrt Moussa sich noch nicht einmal mehr. Zaher hat versucht, Moussa zu schützen, doch so schwach Moussa sein mag, Zaher ist immer noch nicht stärker als er.
„Lass ihn“, hat Moussa darum zu Zaher gesagt, „du bist ein guter Mensch. Er verdient es nicht, dich zu verletzen. Geh und hilf denen, denen geholfen werden kann.“
Jetzt sitzen sie gemeinsam auf einem Felsen und starren auf die kupferfarbenen Wellen.
„Was ist aus dem Großen König geworden? Willst du mir das Ende der Geschichte erzählen? Ich höre zu.“
Erst stürzten die Götter den König ins Glück, dann forderten sie ihn heraus, sein Unglück zu versuchen. Vielleicht erschien er ihnen rückblickend unwürdig, vielleicht nicht dankbar genug. Vielleicht unterzogen sie ihn aus Bosheit, vielleicht aus Langeweile einer Prüfung.
„Den Wilden Mann befiel eine Krankheit. Er, der stets zugleich schlau wie ein Mensch und stark wie ein Tier gewesen war, war nun weder das eine noch das andere. Mal schlug er um sich wie eine zornige Bestie, mal konnte er kaum das Bett verlassen wie ein alter Mann. Der König befragte die Ärzte, die Priester, die weisen Frauen, doch niemand wollte seinem Gefährten helfen.“
„Vielleicht konnten sie es nicht.“
„Vielleicht. Der König verfluchte sie alle und machte sich selbst auf, ein Heilmittel zu finden. In allen vier Weltgegenden suchte er, doch erst im Reich der Götter fand er ein Kraut, das den Wilden Mann unsterblich hätte machen können.“
„Hat der König den Wilden Mann gerettet?“ Zaher fragt, obwohl er die Antwort kennt. Moussa weint noch immer im Schlaf.
„Er war inzwischen gestorben.“
Zaher, der den ganzen Tag den Schmerz fremder Menschen in Worte gefasst hat, findet in sich keinen Trost für den Mann, der am ehesten das ist, was er einen Freund nennen würde. Die Toten fallen ihm ein, die sie den Wellen überlassen haben; er erinnert sich an die Stille danach.
„Ich hätte Harun nicht verlassen dürfen.“
Zaher stellt sich vor, Moussas Hand in seine zu nehmen; Moussa über den Rücken zu streichen; Moussa in seine Arme zu schließen. Später wird Zaher denken: Alles wäre mehr gewesen als nichts.
Moussa steht auf und sagt: „Ich gehe zurück.“
Zaher sitzt noch lange in der Finsternis und lauscht den Stimmen von Wind, Wasser und Stein.

Als einige Abende später das Feuer kommt, ist Zaher noch im Containerdorf der Hilfsorganisationen. Er hat lange übersetzt an diesem Tag, hat die Worte der Menschen durch sich hindurchwehen lassen wie Wind, der durch ein leeres Zimmer geht. Er lässt jetzt nichts mehr aus, er hört nicht mehr zu, er ist nur Ohr und Zunge; seine Augen sind jetzt oft geschlossen, als müsse er sich konzentrieren, dabei will er nur die Menschen nicht mehr sehen.
Die Container stehen im Luv, der Wind treibt den Brand von ihnen fort über die Hügel. Zaher lehnt sich mit dem Rücken an den Zaun, der den Wildwuchs des Lagers von den ordentlichen Baumreihen eines Olivenhains trennt. Schatten flackern über sein Gesicht. Er riecht nicht den Rauch, er hört nur die Schreie und dann auch die nicht mehr.

Zaher irrt durch den Wald gerußter Metallstäbe. Er wird nicht mehr gebraucht, die Hilfsorganisationen wurden abgezogen, die Soldaten, die das neue Lager bewachen, haben kein Interesse an Dolmetschern. Auf der Suche nach dem Zelt, in dem er mit İlkin und Moussa gelebt hat, verliert er wieder und wieder er die Orientierung.
Plötzlich steht da İlkin.
„Hast Du Moussa gesehen?“ fragt Zaher, doch İlkin lacht nur und geht durch die Asche davon.

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hobbes
Geschlecht:weiblichTretbootliteratin

Moderatorin

Beiträge: 4138

Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
Ei 4 Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 10.05.2021 00:45    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist eine dieser Geschichten, wäre sie als Musikstück Teil eines Konzerts, und wäre dieses Stück jetzt zu Ende, dann würde ich darauf hoffen, dass die Leute doch bitte, bitte, einfach mal still sind. Damit ich noch eine Weile hinterherlauschen kann. Aber nie sind sie wirklich lange genug still, viel zu schnell fängt der erste an zu klatschen und dann klatschen alle und schon geht sie dahin, die verdiente Stille.

Ein Glück bin ich nicht im Konzert.

edit: Und jetzt fragst du dich vielleicht, warum dann nur vier Punkte? Tja, das ist so: Ich finde einerseits die "Botschaft" des Textes total wichtig. Dummerweise finde ich aber gleichzeitig, dass es doch ein ziemlicher "Botschafts-Text" ist. Und das ist jetzt ein bisschen paradox, denn wenn ich die für wichtig halte, warum komme ich dann trotzdem nicht damit klar? Hauptsächlich, weil ich Botschafts-Texte eben nicht sonderlich mag. Was jetzt nicht wirklich eine Erklärung ist, aber mei, geht nicht besser.


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Don't play what's there, play what's not there.
Miles Davis
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Stefanie
Reißwolf


Beiträge: 1582



BeitragVerfasst am: 10.05.2021 09:24    Titel: Antworten mit Zitat

Wenigstens eine Andeutung, was für Fenster da gemeint sind, an denen jemand vorübergeht, wäre nett gewesen.
Traurige Geschichte, aber ich sehe keine Bezug zum Thema.
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V.K.B.
Geschlecht:männlich[Error C7: not in list]

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Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 10.05.2021 12:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo unbekanntes Wesen, das das geschrieben hat
vorweg ein paar spontane Gedanken nach dem Lesen:

Die offenen Fenster, an denen man vorübergeht, hier die ungenutzten Gelegenheiten, die (offenen) Möglichkeiten, an denen man vorbeigegangen ist, als sie noch offen waren? Ich muss mich jedenfalls sehr anstrengen, das Thema in der Geschichte zu finden, geschweige denn, es im Mittelpunkt stehend zu sehen.

Ansonsten gefällt mir die Geschichte, ich habe sie dreimal gelesen und über eine Menge nachgedacht, also qualifiziert sie (wenn auch gerade so) für E-Literatur. Sie ist vielschichtig und kommt auf mehreren Bedeutungsebenen daher. Die Geschichte in der Geschichte ist Moussas Geschichte, ganz klar ist mir nicht, was er für Harun gesucht hat. Medizinische Hilfe, oder wirtschaftliche Unterstützung? Ist er ein sogannter "Wirtschaftsflüchtling", der außer Landes sein Glück versuchen wollte, mit der Hoffnung auf ein besseres Leben, der jetzt bereut, gegangen zu sein, weil er eigentlich alles hatte (König)?
Zaher jedenfalls scheint die Stimme der Vernunft und Diplomatie, die immer weniger gehört wird und ihrer Aufgabe auch immer weniger nachkommen kann.
İlkin ist der Religiöse, Irrationale, und am Ende vermutlich Terrorist. Anscheinend war er aber vorher auch schon nicht besser.

Punkte verteile ich erst, wenn ich alles gelesen habe.

Edit: Zur Endwertung: Ich habe die Texte in die Kategorien grün (genau wie ein Zehntausendertext mMn sein sollte, also definitiv E-Lit, aber auch besonders geschrieben und neue Wege beschreitend, oder das zumindest versuchend), gelb (ernsthafte Themen, aber realtiv traditionell geschrieben) und rot (Text, der mMn nicht in diesen Wettbewerb passt, auch nicht teilweise) eingeteilt. Die Rangfolge für die Punkte erfolgt dann nicht größtenteils nach persönlichem Gefallen, sondern erstmal innerhalb der Gruppen.

Diesen Text habe ich in den grünen Bereich eingeteilt, er erfüllt die Vorgaben dieses Wettbewerbs vollständig, landet auf Platz 7 und erhält damit 4 Punkte.


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Warning: Cthulhu may occasionally jumpscare people …
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nebenfluss
Geschlecht:männlichPapiertiger


Beiträge: 4749
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BeitragVerfasst am: 11.05.2021 16:44    Titel: Antworten mit Zitat

Moussa, Ilkin und Zaher dümpeln auf dem Mittelmeer in einem Schlauchboot, das langsamer aber sicher seine Luft verliert. Ursprünglich waren sie mehr, einige Mitgeflüchtete haben nicht überlebt. Moussa gelingt es, die beiden anderen durch eine Geschichte abzulenken, die aber an die religiösen Überzeugungen Ilkins rührt, der keine Erzählungen über Götter hören will, wo es doch nur einen gibt.
Ein Schiff des Militärs greift die drei auf, was von ihnen nach einem kurzen Moment der Freude seltsam teilnahmslos zur Kenntnis genommen wird - hier liegt für mich der größte Schwachpunkt der Geschichte. Während die Besatzung die Neuankömmlinge nacheinander abcheckt, wofür sie in Europa zu gebrauchen sein könnten, wird an der Reling die unterbrochene Götteranekdote zu Ende erzählt, als sei die Rettung ihres Lebens nur eine irrelevante Unterbrechung gewesen.
Ihre Stärke entfaltet die Prosa am nächsten Ort, im Flüchtlingscamp, wo die Probleme der Flüchtlinge dem Verhalten der Hilfskräfte gegenübergestellt werden, wobei Zaher als Übersetzer fungiert. Hier schafft es der Text, nicht der Verlockung einer wehleidigen Parteinahme für die Geflüchteten zu erliegen, sondern die Schicksale für sich sprechen zu lassen.
Aufgrund der unterschiedlichen Stellung im Lager entfremden sich die drei Kameraden voneinander und gehen nach einem angedeuteten Brand, der an die Geschehnisse auf Moria denken lässt, getrennte Wege.

Bei diesem Beitrag stehe ich wie bei keinem anderen vor der Frage, wie ich die Kriterien gewichten soll. An sich möchte ich ihm gerne Punkte geben, würde ihn auch schon als E-Literatur einordnen, aber ich finde die geöffneten Fenster nicht, an denen vorübergegangen wird - oder nur in so abstrakter, vager Form, dass ich sie in nahezu jedem Text außerhalb des Wettbewerbs finden könnte. Des weiteren kann ich mit dem Titel nichts anfangen und finde keine schlüssige Verbindung der Erzählung in der Erzählung, der Göttergeschichte, zum Rest, was aber an mangelnder Aufmerksamkeit oder fehlendem Hintergrundwissen meinerseits liegen mag.


_________________
fehlende Quellenangabe: mein Kopf.
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RAc
Klammeraffe


Beiträge: 564



BeitragVerfasst am: 11.05.2021 17:16    Titel: Antworten mit Zitat

Die Erzählung begleitet drei Flüchtlinge auf dem Weg von der Rettung aus Seenot durch ein Kriegsschiff bis zum Aufenthalt in einem Aufnahmelager.

Vorgaben: Nicht erfüllt, da keine Umsetzung der "an offenen Fenstern vorbeigehen" Vorgabe erkennbar ist.

Das ist sehr schade, denn die Geschichte ist gut, wichtig, eindringlich, zeitgemäß - und hätte durch sehr geringfügige Änderungen vorgabentreu umgeschrieben werden können.

Das große Problem bei der Sache ist, dass jede metaphorische Umsetzung - eine literale ist in diesem setting per Definition schwierig (Fenster in Schlauchbooten oder Zeltlagern... hmmmm) - einem der Protas eine aktive Entscheidungsmöglichkeit gibt, da "Vorübergehen" ein bewusster Akt ist, dem eine Entscheidung - nämlich ob Vorübergehen, durchsteigen, hineinsehen oder was auch immer - vorausgehen muss. Die Protas sind in dieser Erzählung aber komplett passiv und können nur reagieren. Möglicherweise ist es ein Anliegen des/der AutorIn, die Agonie und Hilflosigkeit dieser fremdbestimmten Passivität herauszustellen, aber damit ist auch sofort die Option des bewusst eingegangen Vorübergehens genommen.

Um in der Methaporik zu bleiben, handelt es sich bei dieser Erzählung also um verrammelte Fenster.

Wenn in der Geschichte eine Wendung drin gewesen wäre, in der Zaher die Möglichkeit gehabt hätte, durch seine Stellung im Lager "aufzusteigen" (offenes Fenster), sich aber dagegen entschlossen hätte (weil es ihn z.B. in Gewissenskonflikte bringt), wäre es eine Punktlandung geworden. So aber ist diese Erzählung zwar für sich genommen immer noch gut, hat aber in dem Wettbewerb nichts verloren.
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marinaheartsnyc
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Beiträge: 148



BeitragVerfasst am: 11.05.2021 18:18    Titel: Antworten mit Zitat

Inhalt und thematische Umsetzung sind sehr originell, das mag ich. Sprache ist auch super schön und angenehm - strahlt eine große Ruhe aus und steht damit im interessanten Gegensatz zu dem aufwühlenden Inhalt. Punktabzug gibt es eigentlich nur, weil es mir ein bisschen zu bruchstückhaft ist bzw. etwas schwer, inhaltlich zu folgen - sonst hätte ich wahrscheinlich noch mehr Punkte vergeben.

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Yesterday I was clever, so I wanted to change the world. Today I am wise, so I am changing myself.

- Rumi
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Vogelsucher
Geschlecht:männlichLeseratte

Alter: 16
Beiträge: 127



BeitragVerfasst am: 11.05.2021 21:12    Titel: Antworten mit Zitat

Ein sehr interessanter Beitrag. Mir gefällt, wie sich eine scheinbare Fantasy-Geschichte in eine höchst zeitmäßige Erzählung verwandelt.
Der Schreibstil ist schlicht, offenbart aber dennoch Talent.
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d.frank
Geschlecht:weiblichReißwolf

Alter: 42
Beiträge: 1113
Wohnort: berlin


BeitragVerfasst am: 12.05.2021 16:19    Titel: Antworten mit Zitat

Der Anfang, die Geschichte, die Überlieferung schafft zu viel Distanz.
In der Mitte, als es um reales Leben ging, hattest du mich kurz, dann wurde es sehr dramatisch. Ich bin wahrscheinlich nicht der richtige Leser für diesen Text.

Ja, das überrascht mich jetzt selbst, dass ich diesen Text, den ich erst verwerfen wollte, nicht nur unter die Punkte stelle, sondern auch noch vor Texte, die ich nach dem ersten Lesen höher eingeordnet hab.

Vornehmlich liegt das an folgenden Sätzen und Absätzen:

Zitat:
Zaher spricht gutes Englisch, im Lager eine wertvolle Währung.


Zitat:
Zaher überlegt, ob er der Helferin verraten soll, dass Fatin diese Woche schon dreimal nach Decken gefragt und sie dreimal bekommen hat. Zaher überlegt, ob er Fatin fragen soll, was er mit den vielen Decken macht.
Die Menschen, die im Lager leben, kommen zu Zaher, und Zaher spricht für sie mit den Menschen, die das Lager kontrollieren. Er übersetzt ihre Bitten, ihr Flehen, ihre Schwüre, ihre Drohungen in einfache, klare Worte. Zaher glättet die Wogen, er weiß um die verheerenden Folgen eines Sturms. Niemand kommt zu Zaher, um mit Zaher zu sprechen.


Zitat:
Zaher, der den ganzen Tag den Schmerz fremder Menschen in Worte gefasst hat, findet in sich keinen Trost für den Mann, der am ehesten das ist, was er einen Freund nennen würde. Die Toten fallen ihm ein, die sie den Wellen überlassen haben; er erinnert sich an die Stille danach.


Wenn ich so überlege, wie viel ich hier reinkopiere und wie jetzt auch die   Überlieferung langsam bei mir ankommt und macht, dass ich den Text nochmal lesen mag, frage ich mich, ob die Bepunktung nicht doch zu niedrig ist. Letztlich ist es wohl vor allem das Feuer, das ihn in meinen Augen wieder kaputtmacht, da wird das Thema mit einem letzten Paukenschlag bedient.
Aber: Ich habe jetzt alles wieder durcheinandergeworfen und gebe diesem Text 10 Punkte! Shocked


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Die Wahrheit ist keine Hure, die sich denen an den Hals wirft, welche ihrer nicht begehren: Vielmehr ist sie eine so spröde Schöne, daß selbst wer ihr alles opfert noch nicht ihrer Gunst gewiß sein darf.
*Arthur Schopenhauer
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Nihil
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Moderator
Alter: 31
Beiträge: 7639



BeitragVerfasst am: 13.05.2021 00:15    Titel: Antworten mit Zitat

Gut, dass ich zum Ende hin nochmal das Fenster aufgemacht habe, als du vorbeigelaufen bist, denn um ein Haar wärst du mir entgangen. Da hat wohl die Wettbewerbsmüdigkeit und das Lesen am PC seinen Teil dazu beigetragen, dass ich zuerst überhaupt nicht so begeistert von dieser Geschichte war. Später dafür sehr. Warum der Mythos von Gilgamesh und Enkidu hier unbedingt erzählt werden muss, erschließt sich mir zwar immer noch nicht (außer Ilkins Antagonismus darzustellen vielleicht), aber vielleicht muss es sich mir auch nicht erschließen. Der Text ist doch ziemlich gut gemacht, wie er einem genau so viel erzählt, wie man dringend wissen muss; und darin, dass er funktioniert, auch wenn man im letzten Jahr kein einziges Mal die Nachrichten eingeschaltet hat. Mir gefällt auch die Dynamik der Gruppe, Zaher, der Übersetzer, Moussa, der stark war, sich aber für das Überleben der Gruppe aufgebraucht hat, dann Ilkin, der nur die Religion im Kopf hat, sich um das Wohlergehen der anderen aber am wenigsten schert. Ob Ilkin es am Ende war, der den Brand gelegt hat, wird lediglichh angedeutet. Auch hier verstehe ich nicht ganz, weshalb er, trotz der Lippenbekenntnisse, als so ein eindeutiger Nihilist gezeichnet werden muss. Auch wenn im Lager das Recht des Stärkeren gelten mag, das allein wäre mir als Grund noch zu schwach gezeichnet gewesen (Fahin war derjenige, der die ganzen Decken erhalten hat – warum sich nicht auf ihn konzentrieren?).

Letztlich sind das aber Kleinigkeiten, und ich bin froh, dass ich den Text nochmal ausgedruckt und ordentlich gelesen habe, denn sonst wäre mir etwas entgangen.
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Babella
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Beiträge: 791

Das goldene Aufbruchstück Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 13.05.2021 23:03    Titel: Antworten mit Zitat

Ich sehe den Bezug zur Vorgabe nicht.
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Constantine
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Beiträge: 3198

Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 14.05.2021 19:26    Titel: Antworten mit Zitat

Die Wilden und die Samariter oder etwas ist faul im Staate Dänemark Afrika

Bonjour Inko,

der Text hat es sehr schwer bei mir.
Mir bleiben leider die Hintergründe/Hintergrundsgeschichten der Protagonisten zu unklar und dadurch leidet bei mir die Kontur, die scharfe Zeichnung, der Protagonisten. Alles etwas verwirrend/wirr. Ich bekomme sie nicht gegriffen und dann plätschert die Handlung vor sich hin, mit dem Drama und der Tragik der Dreiergruppe um Moussa, İlkin und Zaher.

Sicherlich ambitioniert, was die Zustände in der dritten Welt angeht, zwischen Hilfsorganisationen und Militärregimes, aber leider überzeugt mich dieser Text nicht. Da waren andere Texte stärker und die Punkte sind leider begrenzt.

Der Text ist nicht in meiner Top Ten: zéro points.
Es tut mir leid.

Merci beaucoup
Constantine
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Raven1303
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BeitragVerfasst am: 15.05.2021 00:04    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe/r Unbekannte/r,

was für eine tolle Geschichte!

Zehn Punkte von mir.

LG Raven


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Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn.
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Kojote
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BeitragVerfasst am: 15.05.2021 09:56    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen!

Hmm, was soll ich sagen …

Eine sozialkritische Geschichte über afrikanische Flüchtlinge, vermischt mit religiösen Elementen und dem Brandereignis auf Moria, wenn ich das Ganze richtig verstehe.

Leider fehlt mir in dieser Geschichte das "gewisse Tröpfchen Etwas". Der "Große König" mit seinen "vier Weltgegenden" wirkt archaisch und passt irgendwie nicht so ganz ins Setting. Und was die Streiterei über die "Götter" betrifft, so vermute ich mal, dass nur eine deutliche Minderheit der Flüchtlinge wirklich polytheistisch ausgerichtet ist.

Außerdem sehe ich die Fenster-Vorgabe leider nicht erfüllt.

Danke für den Text,
der Kojote


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Katinka2.0
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Beiträge: 319



BeitragVerfasst am: 15.05.2021 21:45    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe/r Autor/in,

das ist eine berührende Geschichte mit einer sehr ernsten Thematik. Sie beschäftigt mich auch über das Lesen hinaus, und ich denke oft darüber nach, weshalb manche Dinge so sind, wie sie sind und offensichtlich nichts vermag, eine Änderung herbeizuführen. Das ist wieder einer dieser Texte, die sich in ihrer Klarheit begnügen, die sich nicht in aufgeblasenen Metaphern ergießen, weil sie es nicht nötig haben, weil sie für sich sprechen. Ich mag das, diesen nüchternen, greifbaren Stil.

Was ich in deinem Beitrag verzweifelt suche, ist das Thema "an offenen Fenstern vorübergehen"? Es muss ja da sein, sonst wäre dein Text ja nicht hier. Bitte verrate mir, wo du es untergebracht hast, leider sehe ich auch keine metaphorische Umsetzung. Sicher sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht. Oder?

Liebe Grüße,
Katinka
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holg
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Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 16.05.2021 12:43    Titel: Antworten mit Zitat

Zaher, Ilkin und Moussa sind Geflohene. Der Text begleitet sie, pickt Momente heraus, auf dem Flüchtlingsboot, dem Rettungsschiff, den Lagern, in denen sie ausharren müssen.
Das sind starke Momente, stark geschildert und sie erzählen eine Geschichte über Menschen, über Nischen, die gefunden oder nicht gefunden werden. So sagt Moussa auch: „Ich gehe zurück.“
Am Ende ist er gegangen.

Moussas Geschichten sind, was er geben kann, wenn seine Kraft nicht mehr gefragt ist. Die Geschichten sind Fenster in eine andere Welt, die von Menschen und Tieren erzählen, von Menschen, die wie Tiere sind und Tieren, die wie Menschen sind. Das ist nur lose an die Geschichte der drei Protagonisten angehängt, leider.

Zaher „hat die Worte der Menschen durch sich hindurchwehen lassen wie Wind, der durch ein leeres Zimmer geht“. Dazu müssen natürlich Fenster und Türen offen stehen. Aber Zaher kann nicht mehr hinsehen. Er wird vom Macher zum Werkzeug.

Ein bisschen finde ich es schade, dass das Thema nicht offener, direkter im Text zu finden ist, denn dann wären da noch zusätzliche Punkte drin und der Text würde auf breitere Akzeptanz stoßen. Ich fürchte, er wird ein bisschen untergehen. aber ich kann mich da auch gut irren.


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silke-k-weiler
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Beiträge: 585



BeitragVerfasst am: 17.05.2021 15:57    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Text,

ich habe immer ein bisschen Bauchweh, wenn ich einem Text, der aktuelle, wichtige Themen zum Gegenstand hat, wie hier das brennende Flüchtlingslager, eine Abfuhr erteilen muss. Hier ist es leider so. Obwohl die Schilderungen aus Zahers Perspektive berührend und eindringlich sind. Dennoch fehlt mir ein wenig der Vorgabenbezug. Sind die Eindrücke aus dem Lager Fenster? Die Nachrichten darüber, die ich mitbekomme, und das hier ist ein genauerer Blick? So sieht es hinter dem Fenster tatsächlich aus?

Da es mir schwerfällt, diesen Themenbezug klar zu erkennen, kommst Du leider nicht in meine nächste Runde.

Herzlichst
Silke
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Jenni
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Beiträge: 4090

Das goldene Aufbruchstück Die lange Johanne in Gold


BeitragVerfasst am: 17.05.2021 22:24    Titel: Antworten mit Zitat

Drei Männer, die sich auf der Heimatflucht begegnen, gemeinsam stranden und in ein Auffanglager gebracht werden, das später brennt, Moria. Da hängt natürlich viel Kontext dran, aber davon erzählst du nicht, oder nur in zweiter Linie, dir gelingt es, von Menschen zu erzählen, und das authentisch und ohne zu urteilen, ich bin beeindruckt. Ich mag auch, wie das Erzählen seinen Raum in deiner Erzählung einnimmt, wie du darüber die Figuren charakterisierst. Ihr Gestreite, das sie so menschlich macht, mehr als der große Konflikt, der über ihnen schwebt. Das ist alles sehr gekonnt, das weiß zu interessieren.
Was das Thema (des Wettbewerbs) anbelangt, da bin ich unschlüssig. Vielleicht sind die offenen Fenster die Leben der Menschen, deren Schicksal niemanden kümmert als Zaher. Aber das ist ist jetzt schon sehr spekulativ. Vielleicht übersehe ich was.
Punkte gibt es trotzdem. 8 Punkte.
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DLurie
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Beiträge: 629
Wohnort: Zwischen den Stühlen
DSFo-Sponsor Pokapro V & Lezepo III


BeitragVerfasst am: 18.05.2021 11:25    Titel: Antworten mit Zitat

Aus Zeitgründen muss ich mich auf das Kommentieren meiner zehn Favoriten beschränken, und unter der Vielzahl der Texte hat es dieser nicht in meine (höchst subjektiven) Top Ten geschafft.
Dennoch vielen Dank fürs Lesendürfen!
LG
DLurie
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Kiara
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Beiträge: 1576
Wohnort: bayerisch-Schwaben


BeitragVerfasst am: 18.05.2021 14:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
eine Geschichte, die mehr ist also nur das. Viel Leid spricht aus ihr, reales Leid. Und ich mag, dass es nicht geöffnete Fenster sind, an denen jemand vorbei geht, sondern das es als Metapher verwendet wird. Ich gebe dir 5 Punkte.


_________________
Zum Schweigen fehlen mir die Worte.

- Düstere Lande: Das Mahnmal (2018)
- Düstere Lande: Schatten des Zorns (2020)
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MoL
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Beiträge: 1694
Wohnort: NRW
Das bronzene Stundenglas


BeitragVerfasst am: 19.05.2021 09:52    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Inko!

Du lässt mich ratlos zurück. Ich lese Deinen Text immer wieder, aber mir will sich einfach nicht erschließen, inwiefern er damit zu tun hat, an einem offenen Fenster vorbei zu gehen.
Sicher, metaphorisch könnte ich mir da irgendwas zusammenbasteln. Das erscheint mir aber derart weit hergeholt, da würde ja dann jeder Text irgendwie zu der Vorgabe passen.
Nein, keine Umsetzung in meinen Augen, tut mir leid.

Was kann ich noch zu Deinem Text sagen? Ich hatte anfangs ziemliche Schwierigkeiten, herauszufinden, welches Geschlecht die drei Männer auf dem Boot haben. "Moussa" kenne ich, aber die anderen Namen sind mir fremd. Das könnte man vielleicht nächstes Mal deutlicher machen.

Würde ich die Geschichte außerhalb des Wettbewerbs lesen, würde sie mir gut gefallen. Auch wenn ich noch immer das Gefühl habe, sie nicht ganz verstanden, nicht alles erfasst zu haben. Auch auf die Gefahr hin, mich jetzt ganz doll zu blamieren: Ist Moussa eventuell schwul? Und Ilkin vielleicht auch? Hat er Moussa vergewaltigt und/oder umgebracht?
...

Absolut klasse finde ich die Art und Weise, wie das Gilgamesch-Epos da eingeflochten wird, chapeau! Smile


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"Hexenherz - Goldener Tod"
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"Hexenherz - Eisiger Zorn", acabus Verlag, Februar 2017.
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Ribanna
Geschlecht:weiblichKlammeraffe

Alter: 58
Beiträge: 697
Wohnort: am schönen Rhein...


BeitragVerfasst am: 20.05.2021 10:42    Titel: Antworten mit Zitat

Kommentar um zu punkten. Hab nicht viel Zeit. Laughing

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