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Der Träger der Königin

 
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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Antiquariat -> Zehntausend 05/2021
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HiMyNameIsJulian
Geschlecht:männlichGänsefüßchen

Alter: 33
Beiträge: 24
Wohnort: Ruhrpott


BeitragVerfasst am: 29.04.2021 19:00    Titel: Der Träger der Königin eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich habe kein Gesicht, keinen Namen und keine Stimme; doch brauche ich auch nichts davon, denn mein einziger Sinn und Zweck ist es, ihr zu dienen. Meiner Herrin. Meiner Königin. Der Laterne. Seit Anbeginn der Zeit trage ich sie vor mir her und bringe sie dorthin, wohin sie mich führt. Für mich gibt es kein davor und kein danach; hatte kein früheres Leben und werde kein Leben danach haben. Es ist keine Strafe oder Belohnung. Es ist meine Aufgabe, die ich solange ausführe, bis man mich von dieser entbindet.
 
Meine Königin regiert in den dunklen, endlosen Gassen, durch die ich sie unentwegt trage. Hier kennt sie jeden Stein, jeden Winkel und vor allem, jedes der unendlich vielen Fenster. Ein Blick durch diese Fenster, ist wie ein Blick durch die Augen eines Lebewesens. Man sieht glückliche Familien an einem Weihnachtsmorgen, kleine Tiere, die unbekümmert durch das Gras wandern und große Tiere, die den kleinen, unbekümmerten Tieren auflauern und auf den passenden Moment für einen Angriff warten. Das Interesse der Königin liegt dabei nicht in den Fenstern, sondern an den Fenstern selbst, genauer gesagt an den kleinen Kerzen, die wie Königskinder auf jeder Fensterbank thronen. Wenn das große Tier dann dem kleinen das Leben geraubt hat, so erlischt das Licht der Kerze und das Fenster verdunkelt sich. Kalter Rauch steigt dann von dem Docht auf und zeigt, dass das Leben an dieser Stelle das Lebewesen verlassen hat. Dann liegt es an der Königin, mit ihrer Flamme die Kerze neu zu entzünden und so einem Geschöpf neues Leben einzuhauchen. Doch sind es nicht nur Lebewesen, die das Licht anderer Lebewesen auslöschen. Eine größere Macht zieht in den Gassen ihre Kreise und richtet über die zahllosen Kerzen. Mein Herr. Mein König. Der Wind. Solange ich die Königin schon trage, solange streift auch der König durch sein Königreich. Er richtet über alle Kerzen und bläst einzelne, ohne Erbarmen, in einem kräftigen Windhauch aus. Weder die Kerzen noch die Königin wissen dabei, ob der König systematisch oder willkürlich handelt. Doch ist diese Beeinflussung der Schicksale der Lebewesen auch Aufgabe des Königs, in die sich die Königin nicht einmischen vermag. Gelegentlich besucht er auch seine Gattin, zeigt seine sanftere Seite und zieht pfeifend an uns vorbei. Sie beginnt dann in meiner Hand zu tanzen und ihre Flamme flackert entzückt. Doch dieses Mal ist es anders.

Dieses Mal ist der König, sogar für seine Verhältnisse, ungewöhnlich kühl. Auch fehlt der Pfiff, der für die Königin immer das Besondere an seinen Besuchen war. Die Königin reagiert sehr gefasst und zeigt ebenfalls keine der sonst üblichen Reaktionen. Kein Tanzen. Kein Flackern. Augenblicke später zieht der König geräuschlos weiter und die Königin hält mich an, ihrem Gatten zu folgen. Auch die Kerzen auf den Fensterbänken werden unruhig, denn die Königin zeigt durch ihr Verhalten, dass der Augenblick gekommen ist, vor dem sie sich lange fürchteten. Die Zeit, an der das Königspaar an offenen Fenstern vorübergeht. Ganz gleich, ob sich auf deren Fensterbänken erloschene Kerzen befinden oder die Lichter in den Fenstern für die Königin besonders hell aufleuchten. Jedes Kind wird von ihr ignoriert, als würden sie in dieser Zeit nicht für sie existieren. Niemals hätte sie vorher auch nur eines ihrer Kinder mit Nichtbeachtung bestraft und auch der König nimmt keinerlei Notiz von den Kerzen. Er wirbelt konzentriert durch die verworrenen Gassen seines Königreichs. Die Königin und ich haben alle Mühe ihm zu folgen. Es geht durch schmale, von Kerzen hell erleuchtete Passagen, sowie dunkle enge Gänge, in denen heruntergekommene Fenster der Verwitterung freigegeben sind. Obwohl hier viele Kerzen brennen, kann ich mich nicht entsinnen, jemals mit der Königin in diesen Gegenden unterwegs gewesen zu sein. Auch kann ich keinen genaueren Blick in die Fenster werfen, denn mein gesamter Fokus liegt auf der Verfolgung des Königs und ich befürchte, sobald ich nur für einen winzigen Augenblick den Blick von unserem Weg abwende, seine Spur zu verlieren. Bald laufen wir auf ein hohes, hölzernes Tor zu, welches der König mit aller Kraft aufstößt. Die Königin bittet mich direkt unter dem Torbogen stehen zu bleiben. Vor uns liegt die vollkommenste Dunkelheit, die ich je gesehen habe und sogar das Licht der Königin traut sich nicht allzu weit aus der Laterne heraus. Langsam und vorsichtig schreiten die Königin und ich in die Dunkelheit; vom König keine Spur. Wir erreichen einen Treppenabsatz. Ob der Weg vom Tor zum Treppenabsatz nur wenige Minuten oder ganze Tage gedauert hat, kann ich nicht sagen, denn in dieser Dunkelheit verliert sogar die Zeit ihren Ordnungssinn. Die erste Treppenstufe, soweit ich richtig erkennen kann, ist mit dichtem Moos bewachsen, welches die Stufen gefährlich rutschig macht und ein matschiges Geräusch von sich gibt. Behutsam gehe ich mit der Königin die Stufen hinauf und stelle erleichtert fest, dass der Mooswuchs stetig abnimmt. Zum Vorschein kommen dafür glänzende Steine, welche ich so noch nie gesehen habe. In den Gassen gibt es nur Steine in allen erdenklichen Grautönen; glänzen tut keiner davon. Allmählich wird auch das Licht der Königin wieder kräftiger, sodass genauer ersichtlich ist, wo wir uns befinden. Die Treppe führt durch einen Tunnel, an dessen Wänden sich ebenfalls Fenster befinden, auf deren Fensterbänke aber keine Kerzen stehen. Ein paar sind zugemauert worden, sodass lediglich die kleine Fensterbank daran erinnert, dass hier mal ein Fenster war. An anderen Stellen klaffen große Löcher in der Wand, als hätte jemand die Fenster und Stücke der Mauer herausgerissen. Wieder andere scheinen aus demselben Material wie die Treppenstufen zu bestehen. Sie glänzen und reflektieren das strahlende Licht der Königin. Doch für all das interessiert sich die Königin nicht. Sie blickt nur vorwärts.

Oben angekommen, stehen wir unmittelbar vor einer prunkvoll verzierten Wand, in deren Mitte sich zwei kleine Fenster befinden. In einem ist eine große Kerze, die darauf wartet zum ersten Mal entzündet zu werden und in dem anderen Fenster ist die Kerze nahezu vollständig heruntergebrannt. Aus dem Bauch der Königin springt ein kleiner Funken auf die junge Kerze, die sich daraufhin prachtvoll entzündet. Stolz beobachtet die Königin, wie sich die kleine Flamme wie ein gerade erwachtes Kind reckt und streckt. Der sanfte Windhauch des Königs schließt das schützende Fenster der jungen Flamme.

Aus der Dunkelheit greift eine Hand an den Haltering der Königin und, seltsamerweise, überlasse ich sie ihr ohne zu zögern. Ohne ein Zeichen der Verabschiedung, dreht sich die Königin mit ihrem neuen Träger um und schreitet mit ihm die Treppe wieder herunter. Langsam verschwindet das Licht der Königin und die vollkommene Dunkelheit beginnt wieder aufzusteigen. Nicht weit entfernt von mir, höre ich wie der König sich in Position bringt, um sich in einem starken Luftstrom auf die andere Kerze zu stürzen.

Ich hatte kein Gesicht, keinen Namen und keine Stimme; doch brauchte ich auch nichts davon, denn mein einziger Sinn und Zweck war es, ihr zu dienen. Meiner Herrin. Meiner Königin. Der Laterne. Seit Anbeginn der Zeit trug ich sie vor mir her und brachte sie dorthin, wohin sie mich führte. Für mich gab es kein davor; hatte kein früheres Leben. Es war keine Strafe oder Belohnung. Es war meine Aufgabe, von der man mich jetzt entbindet.
 
Kalter Rauch steigt auf.

Weitere Werke von HiMyNameIsJulian:
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Stefanie
Reißwolf


Beiträge: 1724



BeitragVerfasst am: 09.05.2021 21:23    Titel: Antworten mit Zitat

Ein Diener, der das Lebenslicht trägt. Ein schöne Idee, aber es hätte mir noch besser gefallen, wenn man etwas über die Gefühle erfahren hätte anstatt dieses völligen Gleichmuts.
Gefällt ihm seine Aufgabe? Ist er traurig oder erleichtert, davon entbunden zu sein?
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hobbes
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Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
Der silberne Scheinwerfer Ei 4


BeitragVerfasst am: 09.05.2021 21:33    Titel: Antworten mit Zitat

Auweia. Das ist leider so gar nicht meins. Viel zu pathetisch, also die Sprache. Nach dem ersten Drittel verliere ich die Geduld und denke über B****-Bingo nach. In jedem Fall kommt mir das Wort Königin viel, viel zu oft vor. Und muss es wirklich auch noch im Titel vorkommen, gerade hier hätte man doch z.B. einen Titel wählen können, der das mit den Leben irgendwie aufnimmt oder dem Text noch irgendwas hinzufügt, der Leserin eine weitere Ebene öffnet oder so.

Schade eigentlich, die Idee hinter dem Text finde ich gar nicht so schlecht.

Außerdem war ich sehr erleichtert, dass es nicht tatsächlich eine Königin ist, also eine echte mit einem echten Träger (der Sänfte oder so). Auf so eine Geschichte hätte ich nun gar keine Lust gehabt, daher die Erleichterung.

Tja, mal sehen.


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V.K.B.
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Das goldene Rampenlicht Das silberne Boot
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BeitragVerfasst am: 09.05.2021 23:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo unbekanntes Wesen, das das geschrieben hat
vorweg ein paar spontane Gedanken nach dem Lesen:
Ein schöner Text, den ich gerne gelesen habe. Wirklich gut geschrieben, lässt sich gut lesen und hat auch eine tolle Atmosphäre. Problem ist leider nur, dass du die Wettbewerbe verwechselt hast, denn der Phantastik-Wettbewerb zum Thema "Licht" ist schon lange vorbei. Dort hätte deine Geschichte auf jeden Fall gut reingepasst und wäre bei mir definitiv ein Punktekandidat gewesen. Hier allerdings … sorry, nein. Einfach nur nein. Das ist keine E-Literatur, das ist Fantasy mit einer Allegorie-Ebene. Vielleicht noch ein Gleichnis, aber E-Lit geht anders.

Was ich an dem Gleichnis nicht verstehe: Ich dachte, der Erzähler ist die Zeit. Mache ich an "kann ich nicht sagen, denn in dieser Dunkelheit verliert sogar die Zeit ihren Ordnungssinn". Die Zeit stirbt also und jemand anders übernimmt ihre Rolle? Ach, vergiss es Kopf an die Wand , ich stand auf dem Schlauch. Bricht ebenen eine neue Zeit oder ein neues Zeitalter an, passt also.

Insgesamt wie gesagt also eine schöne Geschichte, die ich sehr gerne gelesen habe, aber für Punkte kommt sie in diesem Wettbewerb leider nicht in Frage.

Edit: Zur Endwertung: Ich habe die Texte in die Kategorien grün (genau wie ein Zehntausendertext mMn sein sollte, also definitiv E-Lit, aber auch besonders geschrieben und neue Wege beschreitend, oder das zumindest versuchend), gelb (ernsthafte Themen, aber realtiv traditionell geschrieben) und rot (Text, der mMn nicht in diesen Wettbewerb passt, auch nicht teilweise) eingeteilt. Die Rangfolge für die Punkte erfolgt dann nicht größtenteils nach persönlichem Gefallen, sondern erstmal innerhalb der Gruppen.

Diesen Text habe ich in den roten Bereich eingeteilt, er erfüllt die Vorgaben dieses Wettbewerbs mMn nicht und könnte es daher auch nicht in meine Top Ten schaffen – eigentlich. Wenn da nicht ein winziges Schlupfloch wäre: Ich habe mir angewöhnt, den letzten Punkt manchmal nicht nach Liste zu vergeben, sondern an einen Text, den ich aus formalen Gründen eigentlich ausschließen müsste, der mir aber so gut gefiel, dass ich ihn doch irgendwie honorieren möchte. Dieser Fall liegt hier vor. Also, du bekommst meinen letzten Punkt für diese tolle Geschichte, obwohl sie hier eigentlich fehl am Platze ist.


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Warning: Cthulhu may occasionally jumpscare people …
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d.frank
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BeitragVerfasst am: 10.05.2021 19:04    Titel: Antworten mit Zitat

Tut mir leid, kann nichts damit anfangen.
In einem Wettbewerb der ernsten Literatur möchte ich keine Märchen lesen. Aber mich interessiert auch an sich eher das wahre Leben.


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Die Wahrheit ist keine Hure, die sich denen an den Hals wirft, welche ihrer nicht begehren: Vielmehr ist sie eine so spröde Schöne, daß selbst wer ihr alles opfert noch nicht ihrer Gunst gewiß sein darf.
*Arthur Schopenhauer
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nebenfluss
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BeitragVerfasst am: 11.05.2021 15:52    Titel: Antworten mit Zitat

Der Titel lässt bereits an eine fantasy- oder märchenhafte Erzählung denken, aber wie tief hier in die metaphysische Trickkiste gegriffen wurde, hat mich dennoch überrascht. Diese Welt wird beherrscht von dem Wind als König und einer herumzutragenden Flamme als Königin, wobei es letztere danach gelüstet, von ersterem zum Tanzen gebracht zu werden, offenbar in dem grenzenlosen Vertrauen, der adle Gemahl werde sie schon nicht ausblasen, wie er es aus unbekannten Gründen mit den gemeinsamen Kindern, den Kerzen auf den Fensterbänken, tut, sobald hinter diesen Fenstern, wo Gras wächst, mal wieder ein Tier ein anderes gekillt hat. Die Königin zündet die Kerzen dann wieder an, ein ewiger Kreislauf, der auch für den armen Träger gilt, der dem Spiel die ganze Zeit hinterherlaufen muss, bis er selbst durch einen anderen ersetzt wird, was am Ende der Geschichte passiert, und zwar - wenig überraschend - durch das Anzünden einer neuen Kerze durch die Königin.
Das austauschbare Leben dieses (immerhin titelgebenden) Trägers aber hat mich gar nicht zu interessieren, wie mir zweimalig verdeutlicht wird, und auch kein anderes, denn in den schummerigen Gassen ist sonst niemand unterwegs. Es gibt schon (andere) Menschen, jedenfalls an weihnachtlichen Morgenden, wenn sie hinter den Fenstern in glücklichen Familien zusammensitzen (ob im Gras bei den Tieren, oder ob die Häuser mit den Tiergärten andere sind, verrät der Text nicht), aber draußen gibt es wohl weder Kneipen, Bettler, üble Gerüche noch was sonst einer mittelalterlichen Kulisse Atmung einhauchen könnte; allein der Wind und die flackernden Flämmchen reichen dafür nicht. So folge ich den dreien durch eine Stille, die weniger gespenstisch als vielmehr spirituell anmutet, als würde ich einem heiligen Ritual beiwohnen, dessen Bedeutung ich nicht begreife.
Ich fürchte, man konnte es schon herauslesen: Dieser Beitrag ist leider überhaupt nicht meins. Er ist mir im Rahmen des Wettbewerbs zu naiv erzählt, und die wenigen Momente, in denen er mich aufmerken ließ, führen die Geschichte in meinen Augen nirgendwo hin. Am Ende blieb der Eindruck, sie in ähnlicher Form schon diverse Male gelesen zu haben.


_________________
fehlende Quellenangabe: mein Kopf.
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Raven1303
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Alter: 39
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BeitragVerfasst am: 11.05.2021 17:17    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber/e Unbekannte,

schön tiefsinnig und metaphorisch. Gut geschrieben sowieso. Trifft mir aber nicht so recht die Anforderung der E-Literatur. Ist mir zu phantastisch und hätte besser in unseren letzten Wettbewerb gepasst.

Trotzdem hätte ich dir gerne ein paar Punkte gegeben, wenn ich welche übrig hätte. Andere Texte haben mich aber mehr überzeugt.

Deinen Text habe ich dennoch sehr gerne gelesen.

LG
Raven


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Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den Nächsten vielleicht nicht vollbringen, aber versuchen will ich ihn.
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Nihil
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Beiträge: 7628



BeitragVerfasst am: 13.05.2021 00:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hrrmmm. Das ist leider nicht besonders gut. Ein bisschen Fantasy, ein bisschen Parabel auf Leben und Tod, ein bisschen Verfolgungsjagd. Offene Fenster mit Kerzen, viele Straßen, ein Heiligtum. Am Ende ein Allesnochmalvonvorn, nur darf dann jemand anders den Fackelhalter spielen. Wenn es wenigstens etwas konkreter werden würde zwischendurch, aber leider erzählst du so gestelzt und abstrakt, dass sich leider keine Atmosphäre, keine Einsicht und kein Gefühl einstellen möchte. Außer vielleicht dem Wunsch nach Stromausfall, damit man nicht mehr weiterlesen muss. Für mich ein Text ohne Mehrwert, tut mir Leid.
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Babella
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Beiträge: 839

Das goldene Aufbruchstück Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 13.05.2021 13:47    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann damit nichts anfangen. Sorry. Ist mir zu verrätselt.
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Kojote
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Beiträge: 1295
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BeitragVerfasst am: 13.05.2021 15:03    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Abend,

Ich habe hier einen Text vor mir, der vor Tiefsinnigkeit nur so strotzt.
Leider ist das Ganze ziemlich … langwierig. Ich sehe keine wirkliche Handlung. Und die Tiefsinnigkeit ist so tief, dass ich nicht mehr durchblicke.

Bedaure, keine besseren Nachrichten zu haben, aber das ist eine Kragenweite zu groß für mich.

Liebe Grüße
Der Kojote


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RAc
Klammeraffe


Beiträge: 640



BeitragVerfasst am: 14.05.2021 11:31    Titel: Antworten mit Zitat

Ein Mythos, in dem die Kraft, Leben zu geben, durch eine Laterne gegeben wird, erzählt aus der Sicht der Laternenträgerin.

Vorgabentreue:

Die Vorgabe "an offenen Fenstern vorbei gehen" ist hier offensichtlich als zentrales Element erfüllt, sogar auf eine recht originelle und potentialreiche Art und Weise. Die Idee verdient Anerkennung.

"E" ist nicht vorhanden.

Ausgestaltung:

Schwere handwerkliche Fehler, vor Allem in der Zeichensetzung. Bandwurmsätze mit manchmal willkürlicher Trennung oder Nichttrennung der Satzteile machen das Lesen zuweilen zum Ratespiel, außerdem ein paar unnötige Rechtschreibfehler wie "Die Treppe führt durch einen Tunnel, an dessen Wänden sich ebenfalls Fenster befinden, auf deren Fensterbänke aber keine Kerzen stehen."

Ich denke auch, dass der Fokus auf dem Schicksal der Lichtträgerin der Geschichte nicht dienlich ist, aber da ich dem Genre insgesamt nicht viel abgewinnen kann, belasse ich es dabei.

Keine Punkte.
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Constantine
Geschlecht:männlichBücherwurm


Beiträge: 3300

Goldener Sturmschaden Weltrettung in Bronze


BeitragVerfasst am: 14.05.2021 19:24    Titel: Antworten mit Zitat

Beziehungsstatus: Ich geh mit meiner Laterne oder wie der Wind mich in Rente schickte

Bonjour Inko,

Ich muss zugeben, der Anfang des Textes hat mich zum Lachen gebracht:
Zitat:
Ich habe kein Gesicht, keinen Namen und keine Stimme; doch brauche ich auch nichts davon, denn mein einziger Sinn und Zweck ist es, ihr zu dienen. Meiner Herrin. Meiner Königin.

Der Beginn kommt sehr mystisch und ernst daher, lässt mich aufhorchen. Oha, der Prota, pflichtbewusst, namenlos, ehrenhaft. Ohne eigene Bedürfnisse, ohne eigenes Leben, sondern er lebt für die Regentin.

Und dann:
Zitat:
Der Laterne.

 Laughing
Da hat mich der Text rausgehauen.
Ok. Und es hat gedauert, bis ich das Setting mit Laterne/Königin und Wind/König gefressenen habe.
Denn: Das ist eine sehr kreative Umsetzung der Themenvorgabe. Ich bin mit deinem Laternenträger mitgegangen, fragte mich, als dieser dem Wind in unbekannte Gassen folgte, warum diese unbekannt sind, kennt der Prota doch alle Gassen, und warum die Königin ihren Träger nicht führt, kennt diese doch den Weg und weiß, was bald anstehen wird mit ihrem aktuellen Träger,  aber es ist der Mystik geschuldet und somit ok, ist so. Warum der Träger am Ende einen anderen weichen muss, wird nicht ersichtlich. Der Träger hat seinen Dienst erfüllt und kann abtreten und einer anderen Kerze Platz machen. Auch ok.
Mir hat es insgesamt gefallen, dass die Kerzen für die Menschen stehen, ihr Lebenslicht, und so wie die Kerze des Trägers abbrennt, so wird eine neue entzündet, ein neues Leben geboren, das den Job des Laternenträgers übernimmt. Klasse.
Der Text hat mir sehr gefallen, die kreative Idee und Umsetzung verdient Punkte und ist in meiner Top Ten: douze points.

Zum Schluss:
Zitat:
Kalter Rauch steigt auf.

Den letzten Satz im Text hätte es mMn nicht gebraucht. Wenn das Licht der Kerze ausgeht und die Person somit stirbt, macht es für mich wenig Sinn, dass diese dann den Rauch der Kerze noch sieht. Für mich hier ein Bruch in der Erzählperspektive.
Der Text kann sehr gut ohne den letzten Satz bestehen und ist klar, was passiert.

Merci beaucoup
Constantine
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Selanna
Geschlecht:weiblichReißwolf


Beiträge: 1167
Wohnort: Süddeutschland


BeitragVerfasst am: 17.05.2021 12:04    Titel: Antworten mit Zitat

Das Metaphorische in dem Text gefällt mir. Ich war auch sehr neugierig, wohin der Weg nach dem Tor führt, was kommen würde.
Ich bin mir nur nicht sicher, ob ich den Sinn dahinter verstehe. Eine Institution trägt Licht und Leben in die Welt (die Königin, sprich die Frau) und eine Institution nimmt Leben und schafft dadurch Dunkelheit (der König, sprich der Mann)? Ich könnte die Geschlechter in meiner Interpretation auch weglassen, aber da gerade aus dem Bauch der Laterne der Funke für das neue Licht der Kerze entspringt, denke ich, sind die Geschlechterrollen hier nicht willkürlich vergeben worden. Ob mir das so gefällt, weiß ich nicht recht, aber vllt liege ich auch falsch und habe die Geschichte nur nicht verstanden. Die Königin ist selbst statisch und wird getragen, sie braucht einen Gehilfen. Der König ist mobil als Wind. Zwei Elemente, Feuer und Luft. Sie können zusammen oder gegeneinander arbeiten. Hinter beiden Institutionen steht ein Diener, der vor allem der Königin dient, den aber der König von seinen Pflichten schließlich entbindet. Der Diener bleibt namen-, gesichts- und geschichtslos. Daneben noch unzählige Kerzen, die angezündet und ausgeblasen werden. Die breite Masse.
Warum ist der letzte Weg von zerstörten Fenstern gesäumt? Weil das Ende nicht hell, sondern einsam und hässlich sein soll? Oder ist es einfach ein Weg, der selten von der Königin begangen wird, und deshalb sind dort alle Lichter verschwunden?
Es geht auf jeden Fall um das Auf und Ab, das Leben und Sterben in einer Gesellschaft / der Menschheit. Das ist das Thema und es ist auf jeden Fall tiefgründig genug. Vielleicht dreht es sich auch um die Austauschbarkeit von Dienenden?
Das Vorbeigehen an Fenstern wurde definitiv umgesetzt. Die Sprache ist solide, flüssig, angemessen, aber nicht außergewöhnlich, nicht sperrig, nicht verspielt; hier schlägt vor allem die Metaphorik zu Buche, zumindest nach meinem Empfinden.
Im zweiten Absatz waren (für meinen Geschmack) ein paar Füllwörter/-kombinaionen zu viel (dann, an dieser Stelle, …).
Der Humor, der kurz bei den Begegnungen des Königspaars mitschwingt (oder den ich herausgelesen habe), fand ich schön. Hin und wieder war mir ein Satz Erklärung zu viel oder zumindest die Erklärung zu deutlich, aber das war nur sehr selten der Fall.
Schön und abrundend fand ich die Wiederholung des ersten Absatzes am Schluss. Es gibt der Geschichte etwas Abschließendes, aber vor allem hatte ich dadurch den Eindruck, ein ganzes Leben geschildert zu bekommen. Noch besser gefiel mir, dass dann ein Satz doch noch nachgeschoben wurde.

Die Sprache ist gut, die Metaphorik dicht und gut durchdacht, das Thema umgesetzt. Aber irgendetwas fehlt mir. Vielleicht ist die Metaphorik sogar zu metaphorisch? Zu abgehoben, zu unspezifisch, zu sehr für sich allein stehend? Denn wenn es hier um das Leben und Sterben der Menschheit geht, ist das doch ein wirklich weites, weites Feld, dem man sich spezifisch nähern müsste, um tatsächlich etwas auszusagen, oder? Nur die Willkür des Windes ins Spiel zu bringen, ist ein bisschen wenig Inhalt - was wieder sehr subjektiv ist, wahrscheinlich sehen das Dutzende Leser anders. Trotzdem ist es auch in meinen Augen ein sehr schöner, märchenhafter, in seinen Bildern verspielter Text. Ich könnte mir das  gut als Scherenschnittfilm vorstellen Smile

Ich wollte das vorerst mal als Gedanken und Feedback hierlassen, vielleicht nützen, helfen oder interessieren Dich meine subjektiven Anmerkungen ja. Wenn ich vor Ablauf der Frist genügend Texte lesen kann, um zu bewerten, schaue ich noch einmal vorbei, um Punkte zu vergeben.

Liebe Grüße
Selanna


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Nur ein mittelmäßiger Mensch ist immer in Hochform. - William Somerset Maugham
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silke-k-weiler
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Alter: 47
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Das goldene Schiff


BeitragVerfasst am: 17.05.2021 12:26    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Text,

im ersten Moment dachte ich: "Jetzt noch ein Unfall oder ein Beginn in Stille und Bewegungslosigkeit und dieser Text hätte prima in den Phantastisch!-Wettbewerb gepasst."
Ich würde Dich tatsächlich als Märchen kategorisieren, was mir die Einordnung in E-Lit etwas fragwürdig erscheinen lässt. Aber das ist nicht das Hauptproblem. Das Hauptproblem ist, dass ich Dich nicht zu packen bekomme. In mir wird kein Bild ausgelöst oder ein bestimmter Gedanke, irgendein Impuls, ein Gefühl. Damit kommst Du leider nicht in meine nächste Runde, tut mir leid.

VG
Silke
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marinaheartsnyc
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Beiträge: 149



BeitragVerfasst am: 17.05.2021 17:21    Titel: Antworten mit Zitat

Sprache gefällt mir gut und würde ich als E-Literatur qualifizieren. Inhalt ist auch außergewöhnlich und sticht im Vergleich zu den meisten anderen Geschichten heraus. Leider fehlt mir trotzdem ein bisschen die Tiefe in der Handlung und die Botschaft dahinter. Insgesamt gab es deshalb leider ein paar Texte, die mich etwas mehr überzeugt haben.

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Yesterday I was clever, so I wanted to change the world. Today I am wise, so I am changing myself.

- Rumi
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Katinka2.0
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Beiträge: 362



BeitragVerfasst am: 17.05.2021 18:51    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe/r Autor/in,
Zitat:
Ich habe kein Gesicht, keinen Namen und keine Stimme; doch brauche ich auch nichts davon, denn mein einziger Sinn und Zweck ist es, ihr zu dienen. Meiner Herrin. Meiner Königin.

--->
Zitat:
Der Laterne.
Shocked
Holy Shit, doch nicht etwa die Laterne? Eine Laterne bringt Licht ins Dunkel, es heißt, sie habe eine erhellende Wirkung und ihr Schein führe eventuell zu einer Erkenntnis?

Doch eins nach dem anderen: Deine Geschichte, aus der Ich-Perspektive geschrieben, handelt von einem Träger, dessen Aufgabe es ist, seine Königin, die Laterne vor sich herzutragen. Er läuft mit ihr an offenen Fenstern vorbei, um erloschene Kerzen, die das Lebenslicht einzelner Lebewesen symbolisieren, zu entflammen und sie gewissermaßen wieder zum Leben zu erwecken. Somit hast du das geforderte Thema "an offenen Fenstern vorübergehen" einwandfrei umgesetzt. Der König entspricht dem Wind und richtet über alles Leben, indem er ihm das Lebenslicht auspustet. So weit, so gut. Am Ende der Geschichte wird deutlich, dass der Protagonist von dem niederträchtigen Herrscherpaar an einen entlegenen Ort gelockt wurde, wo man ihm undankbar bis aufs Letzte einfach das Lebenslicht ausgepustet hat. Der Träger hat seine Schuldigkeit getan!

Liebe/r Autor/in, ich verstehe die Bedeutung hinter dieser Geschichte leider nicht. Die Sätze sind flüssig formuliert, wobei ich jetzt nicht von einem stilistisch anspruchsvoll geschriebenen Text sprechen würde. Ich muss auch nach meinem persönlichen Geschmack gehen, und im Vergleich zu anderen Wettbewerbsbeiträgen, die mir einfach besser gefallen haben, ordne ich deinen Beitrag leider nicht in meine Top Ten ein.

Liebe Grüße,
Katinka
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Jenni
Geschlecht:weiblichPapiertiger


Beiträge: 4197

Das goldene Aufbruchstück Die lange Johanne in Gold


BeitragVerfasst am: 17.05.2021 22:22    Titel: Antworten mit Zitat

Die Königin ist eine Laterne, die erloschene Kerzen in Fenstern wieder entflammt, der König der Wind, der sie erlöschen lässt. Der Ich-Erzähler dient ihnen bis er ersetzt wird und bleibt ohne Gesicht. Sonst nichts und alles. Also: Hier könnte man einfach alles hineininterpretieren, das Leben, den Tod, und alles dazwischen, aber etwas Konkretes wird mir nicht an die Hand gegeben (erzählt). Ich bleibe etwas ratlos zurück.
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psi
Leseratte


Beiträge: 128



BeitragVerfasst am: 17.05.2021 23:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, Text, schön, dass du da bist! :)

In deinem Textfenster ist es aber düster; nur ein namen-, gesichts- und stimmloses Etwas trägt eine Laterne durch die dunklen Gassen. Sie ist die Königin, die die Lebenslichter entzündet und der der Wind ist der König, der sie wieder ausbläst.

Lieber Text, eine tiefere Ebene, ob Katakomben oder Kanalisation, entgeht mir leider völlig. Auch verstehe ich nicht, was das für ein Etwas sein soll, das da am Ende selbst verlischt … das Universum, das expandiert und implodiert? Der Zeitgeist?
Könnte alles sein und das sorgt hier, in deinem Kontext, eher dafür, dass ich desinteressiert bin und nicht weiß, warum du so viele Worte über dieses Wesen verlierst.
Außerdem verstehe ich dieses eigentlich einfache Konzept nicht … Brennen Kerzen herunter oder nicht? Bedeuten die Kerzen in den Fenstern, die immer wieder entzündet werden, eine Wiedergeburt? Warum ist die Kerze des Etwas’ die Einzige, die unwiderruflich herunterbrennt?

Auch sprachlich tappe ich eher ratlos zwischen deinen dunklen Buchstabengassen umher. Sie sind zwar solide und zusammenhängend gebaut, aber die extravagante Architektur, die labyrinthischen Vewrirrwege vom großen E finde ich hier nicht.

Liebe Grüße,
Ψ
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psi
Leseratte


Beiträge: 128



BeitragVerfasst am: 17.05.2021 23:37    Titel: Antworten mit Zitat

doppelt hält besser
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DLurie
Geschlecht:männlichKlammeraffe


Beiträge: 728
Wohnort: Zwischen den Stühlen
DSFo-Sponsor Pokapro V & Lezepo III


BeitragVerfasst am: 18.05.2021 11:24    Titel: Antworten mit Zitat

Aus Zeitgründen muss ich mich auf das Kommentieren meiner zehn Favoriten beschränken, und unter der Vielzahl der Texte hat es dieser nicht in meine (höchst subjektiven) Top Ten geschafft.
Dennoch vielen Dank fürs Lesendürfen!
LG
DLurie
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Kiara
Geschlecht:weiblichReißwolf

Alter: 42
Beiträge: 1641
Wohnort: bayerisch-Schwaben


BeitragVerfasst am: 18.05.2021 13:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
ich mag das Ende. Was mir nicht so gut gefällt, ist der Rest, leider, sorry. Das ist bestimmt subjektiv. Bis zur Mitte stehen nahezu nur Behauptungen da, die mich irgendwie nicht mitnehmen. Der zweite Teil ist meines Erachtens nach besser, gefolgt vom guten Schluss.
Bitte nicht falsch verstehen, schlecht ist das nicht! Deine Schreibe ist solide. Doch das Niveau ist hoch und für Punkte reicht es dieses Mal leider nicht.
Trotzdem liebe Grüße und danke für deine Geschichte.


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Zum Schweigen fehlen mir die Worte.

- Düstere Lande: Das Mahnmal (2018)
- Düstere Lande: Schatten des Zorns (2020)
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MoL
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Das bronzene Stundenglas


BeitragVerfasst am: 19.05.2021 18:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo lieber Inko!

Leider hat Dein Text keine Punkte von mir bekommen.

Uff. Du lässt mich ganz schön ratlos zurück. Dein Text gehört zu jenen, die ich, so fürchte ich, nicht ganz verstanden habe. Ich würde mich sehr freuen, wenn Du mich ein wenig - haha - erleuchten könntest.

-> Ist das nicht eher/auch Fantasy?

Auf jeden Fall gefällt mir die Art, wie Du schreibst. Das ist richtig schön poetisch. Da musst Du nur aufpassen, dass es nicht ins Pathetische rutscht; manchmal ist weniger mehr.

Am besten gefällt mir das Ende vor dem Ende, dieses

"Ich hatte kein Gesicht, keinen Namen und keine Stimme; doch brauchte ich auch nichts davon, denn mein einziger Sinn und Zweck war es, ihr zu dienen. Meiner Herrin. Meiner Königin. Der Laterne. Seit Anbeginn der Zeit trug ich sie vor mir her und brachte sie dorthin, wohin sie mich führte. Für mich gab es kein davor; hatte kein früheres Leben. Es war keine Strafe oder Belohnung. Es war meine Aufgabe, von der man mich jetzt entbindet."

Den letzten Satz hätte es da gar nicht mehr gebraucht.

Was mir allerdings aufgefallen ist: Du schreibst sehr schön:
"Seit Anbeginn der Zeit trage ich sie vor mir her und bringe sie dorthin, wohin sie mich führt. Für mich gibt es kein davor und kein danach; hatte kein früheres Leben und werde kein Leben danach haben."

Das gefällt mir extrem gut.

Dann aber folgt:
"Ob der Weg vom Tor zum Treppenabsatz nur wenige Minuten oder ganze Tage gedauert hat, kann ich nicht sagen, denn in dieser Dunkelheit verliert sogar die Zeit ihren Ordnungssinn."

Damit verdirbst Du Dir selbst diese gruselmärchenhafte Losgelöstheit von der Zeit. Auch das mit den potentiell rutschigen Stufen, dem matschigen Geräusch etc. würde ich weglassen, das ist mir zu "real", das macht so ein bisschen die Stimmung kaputt.

Sehr schön finde ich auch den Anfang, der zusammen mit dem Ende einen stimmigen Rahmen ergibt. Smile


_________________
NEU - NEU - NEU
"Der Zorn des Schattenkönigs"
Legionarion Verlag
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"Hexenherz - Eisiger Zorn", acabus Verlag 2017.
"Die große acabus-Jubiläumsanthologie", acabus Verlag 2018.
"Hexenherz - Glühender Hass", acabus Verlag 2019.
"Die Tote in der Tränenburg", Alea Libris 2019.
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