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Kalte Mauern, warmes Holz und zerbrochenes Glas

 
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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Antiquariat -> Zehntausend 05/2021
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Longo
Geschlecht:männlichKlammeraffe

Alter: 32
Beiträge: 892



BeitragVerfasst am: 29.04.2021 19:00    Titel: Kalte Mauern, warmes Holz und zerbrochenes Glas eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Mein Herz schlug schnell, als ich aufwachte. Links eine dreckige Unterhose und rechts ein Smartphone mit gebrochenem Display. Ich atmete tief ein und aus, mein Herz raste immer noch. Ich schloss meine Augen. Warum ich immer saufen muss, fragte ich mich. Vor mir stand die Wodkaflasche, fast leer. Ich schaute auf das gesplitterte Display des Smartphones: keine Nachricht von Dir. Aber kurz vor zwölf.
Heute ist Samstag, sagte ich mir, stand auf und stolperte in die Dusche.
Du hast mir gesagt, dass ich ein Alki bin, weil ich zu oft trinke. Und ich habe dir gesagt, dass ich dich vermisse. Du hast mir gesagt, dass ich ein Psycho bin. Und ich habe dir gesagt, dass ich am Limit bin, dass mich mein Job auffrisst, ich nicht mehr kann und du nicht für mich da bist. Und du hast gesagt, dass du ein Mann brauchst und kein Weichei.
Am Frühstückstisch trank ich drei Kaffee, zog Schuhe an und lief in die Stadt.
Durch diese Gassen sind wir Hand in Hand gegangen, vor fünf Jahren, wir waren Mitte zwanzig, auf dem Weinfest, wir haben uns geküsst, saßen in der Menschenmenge, haben uns in die Augen geschaut, deine blaue Augen, weißt du noch, wie du gestrahlt hast?
Im Edeka kaufte ich eine Flasche Jack Daniels, eine Flasche Cola und noch drei Radler, dass es nicht so auffiel und setzte mich damit in den Park und ballerte das Zeug weg.
Dieses wohlige Gefühl, wenn man in Alkohol wie ein Fisch schwimmt, überkam mich zum Glück wieder, gleichzeitig mit einem Ekel, weil ich nicht davon loskam, obwohl ich es eigentlich wollte, aber für einen Moment fühlte ich mich entspannt und schloss meine Augen.

Viel später wachte ich auf und mir war arg schwindelig, vor meinen Augen flogen Pärchen vorüber, jemand lachte, ich sah einen Finger, der auf mich gerichtet war und ich schämte mich, stand deshalb auf und musste mich beim Laufen konzentrieren, der Park verschwand und ich tauchte in diese alte, beschissene Stadt ein, dabei wollte ich nur heim.
Braune kalte Mauern rechts von mir, tastete mich an ihnen entlang, das müssten die alten Stadtmauern sein, bis sich die ersten Häuser anschlossen, alte Fassaden, warmes Holz, stolperte über Hauseingänge und an ein offenes Fenster, eine Stimme: "Was willst Du denn hier?"
"Und was willst du?", fragte ich, riss die Augen auf, um den Schwindel zu verringern und sah eine junge Dame mit blondem Haar. Und dann wurde es mir klar, das konntest nur Du sein, deine blauen Augen und das Muttermal an der Wange, plötzlich rief ich: "Ich liebe dich!" - bevor mein Gegenüber antworten konnte.
"Sieh zu, dass Du weitergehst", entgegnete sie.
"Ja, ich habe wieder getrunken, gebe ich zu, aber ich geh' in Therapie und dann gehe ich auf die Knie und dann fick' ich dich!", rief ich und grunzte. Daraufhin wurde mir speiübel und ich kotzte an die Hauswand: "Tschuldigung." Ich hätte im Erdboden versinken können und lief weiter, hinter mir Rufe und irgendwas mit Polizei. Kurzzeitig rannte ich sogar, weil ich es mir beweisen wollte, dabei wurde es mir aber wieder übel. Ich versteckte mich in einer Seitenstraße, weil ich Angst hatte, entdeckt zu werden, mein Herz raste. Fußgänger liefen in Entfernung an mir vorbei, mehrere Autos, ich kauerte zwischen Mülltonnen.
Warum nicht sterben, dachte ich, schlug mehrmals mit dem Hinterkopf heftig gegen die Sandsteinwand, bis der Schädel dröhnte und mir das Blut den Nacken hinuterlief. Wie viel kann ein Körper aushalten, dachte ich mir, stand auf und schrie so laut wie ich konnte, brüllte wie ein Tier, dabei zog es mich weiter in die Seitenstraße.
Einige Fenster standen offen, und drinnen schienen Lichter.
Hinter dem ersten Fenster stand eine Mutter am Herd und kochte Suppe, ein Junge saß am Tisch, man sah nicht sein Gesicht, er machte Hausaufgaben - schien es, die Deckenlampe schien viel zu grell, konnte alles nicht genau erkennen. Ich versteckte mich am Fenstersims und blickte hinein.
Das bin doch ich, sagte ich leise.
Und hauchte dann simultan mit ihm:
"Mama, weißt du, wann Papa wieder heimkommt?"
"Papa ist tot", sagte meine Mutter, befüllte mit einer großen Kelle den Suppenteller und stellte es auf den Tisch vor mir: "Iss."
Ich weinte leise, rieb mir die Augen, Tränen glitzerten im Licht, aber Mutter wiederholte nur: "Iss."
Und dann hörte ich nur noch stilles Schlürfen, das Licht ging aus und ich wie fremdbestimmt zum nächsten Fenster.
Ein Jugendlicher saß auf einer Couch, recht weit hinten im Raum, ein As I Lay Dying Shirt hatte er an, und verdammt, mir explodierte zwar fast der Kopf, aber das war ich doch auch und auf einmal wusste ich, was ich machen würde und ich wollte Stopp rufen, aber da war es schon zu spät, Blut lief die Unterarme hinab und ich hörte das Schluchzen und dabei wollte ich nur hinein und alles verhindern, den Notarzteinsatz, ich hörte hinter mir schon Sirenen, einen Psychiater, der meinte, ich hätte Depressionen, der meinte, ich bräuchte eine Therapie und zack, das Licht ging aus.
Ich muss aus dieser Straße heraus, dachte ich panisch, dabei öffnete sich hinter mir ein weiteres Fenster und ich hörte ein Stöhnen, sah Dich nackt und du hattest Sex mit diesem bärtigen Typen, diesem Typ von dem Cafe, dem Wichser, ich stürmte zum Fenster, was wieder verschlossen war und er müsste kurz vorm Höhepunkt sein, weil sein Gesichtsausdruck Bände sprach und ich sah Sekunden später dieses Missgebilde von Kind aus dir herausrutschen, mit einem Dreitagebart, und dann es war wieder dunkel.
Ganz am Ende der Straße ging ein Licht an.
Ein Mann in weiß öffnete das Fenster und drinnen lag ein älterer Mann, abgemagert und intubiert. Und das soll ich sein, lachte ich. Immerhin werde ich noch ein bisschen leben, dachte ich und rief hinein: "Hey, alter Mann, fick dich einfach!" Ich stieg durchs Fenster und bekam mich zu fassen, obwohl ich mich wehrte und meine Hände schmiegten sich um meinen Hals und ich drückte fest zu, so wie in den Gangsterfilmen, da zappelten die Schauspieler etwa eine Minute. Ich dachte an Leonardo Di Caprio und wie er mit mir zu einem Moet anstieß und drückte zu, nach mehreren Minuten dann Stille. Ich ließ von mir ab und sah: ein dunkles Moloch und ein Obdachloser, der blau angelaufen vor mir lag. Ich legte meine Hände auf seine Brust und ahmte eine Herzdruckmassage nach, ließ es aber schnell bleiben und verscharrte ihn in einer dunklen Ecke. Ich fühlte an meinem Hinterkopf nach, wie stark ich noch blutete und bildete mit meinen Fingern einen Kamm, um Blutreste auszukämmern, frisierte mit blutigen Händen meine Frisur, zog die Kaputze meines Hoodies über den Kopf, atmete tief durch, klopfte mir den Staub von den Hosen und schlich mich davon, ganz eng an der Stadtmauer entlang in Richtung meiner Wohnung.

Ein Schlag und noch ein Schlag.
"Herr Langenschmidt, hallo."
Rotweiße Menschen über mir. Ich sah einen Sanitäter über mir und war unendlich erleichtert, fragte: "Alles nur ein Traum?"
"Wir nehmen ihn mit, den kennen wir schon", sagte ein anderer.
"Nur ein Traum, nur ein Traum..." entfuhr es mir, wurde auf eine Trage und daraufhin in einen weißen Leichenwagen gebracht.

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hobbes
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Moderatorin

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Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
Der silberne Scheinwerfer Ei 4


BeitragVerfasst am: 09.05.2021 21:13    Titel: Antworten mit Zitat

Aha. Der Geist der vergangenen Weihnacht in der offene-Fenster-Version. Nur, dass es nicht gut ausgeht. Oder doch, irgendwie, aber na ja.
Ich weiß nicht, ob das Absicht ist, ich weiß spontan auch gar nicht, warum das so ist, aber die Geschichte will mich andauernd zum Lachen bringen. Was mich dann völlig irritiert. Moment mal, denke ich, das ist doch nicht lustig? Und will trotzdem gleich wieder loslachen.

Mal sehen, vielleicht finde ich es noch heraus.


_________________
Don't play what's there, play what's not there.
Miles Davis
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Stefanie
Reißwolf


Beiträge: 1724



BeitragVerfasst am: 10.05.2021 15:07    Titel: Antworten mit Zitat

Die Idee mit den Fenstern, die Stationen des Lebens zeigen, gefällt mir.
Das Ende verstehe ich nicht. Warum sprechen sie ihn an, wenn er tot ist ist? Wenn sie den Tod da erst feststellen, würde ich etwas mehr Reaktion erwarten. So kaltschnäuzig sind Sanitäter glaube ich nicht.
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nebenfluss
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Beiträge: 5177
Wohnort: mittendrin, ganz weit draußen
Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 11.05.2021 16:54    Titel: Antworten mit Zitat

Dieser Beitrag stand für mich zu sehr in unfreiwilliger Konkurrenz zu der anderen Säufererzählung, "Geh weg", und hat bei jedem meiner Lesedurchgänge den Kürzeren gezogen. Ich glaube, das ist mir schlicht zu trashig, zu over-the-top, zu krass für einen E-Wettbewerb. An sich finde ich den Text aber nicht schlecht. Den Schluss hätte es allerdings für meinen Geschmack gar nicht gebraucht.

_________________
fehlende Quellenangabe: mein Kopf.
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d.frank
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Wohnort: berlin


BeitragVerfasst am: 11.05.2021 22:06    Titel: Antworten mit Zitat

Habe ich überlesen, obwohl mir das unangenehm war, weil da doch ein Gefühl mitschwingt, dass das ziemlich nah dran ist. Die Selbstgerechtigkeit eines Trinkers ist in einigen Schnipseln jedenfalls gut eingefangen, auch die  ziellose Wut, die in ihren Extremen immer wieder zwischen außen und innen wechselt. Aber abschließend bleibt es mir doch zu seicht und zu grell, da ändert auch das Derbe nix dran.

_________________
Die Wahrheit ist keine Hure, die sich denen an den Hals wirft, welche ihrer nicht begehren: Vielmehr ist sie eine so spröde Schöne, daß selbst wer ihr alles opfert noch nicht ihrer Gunst gewiß sein darf.
*Arthur Schopenhauer
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Babella
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Beiträge: 839

Das goldene Aufbruchstück Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 11.05.2021 22:44    Titel: Antworten mit Zitat

Einer trinkt sich kaputt, und im letzten Suff zieht sein Leben in offenen Fenstern an ihm vorbei. Traurige Kindheit, Frau ist weg, und dann auch noch Corona (vermute ich).

Ui. Das fasst mich schon an, so wie es geschrieben ist. Man ist nah dabei.
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Nihil
{ }

Moderator
Alter: 32
Beiträge: 7628



BeitragVerfasst am: 13.05.2021 00:16    Titel: Antworten mit Zitat

Ein Alkoholsüchtiger trinkt sich, von seinem Liebeskummer getrieben, ins Delirium und bildet sich währenddessen ein, an offenen Fenstern der Stadt vorbeizugehen, in denen er Stationen seines eigenen Lebens wiedererkennt. Am Ende greifen ihn Rettungssanitäter von der Straße auf und der Mord an sich selbst, den die Hauptfigur kurz zuvor verübt zu haben schien, entpuppt sich als alkoholinduzierter Traum.

Also. Das ist wirklich kein schlechter Text und ich habe mich tatsächlich beim Lesen schon ertappt, wie mir die Situation der Figur irgendwie nahe ging – obwohl sie weder besonders detailreich, noch besonders originell beschrieben wurde. Eigentlich sogar im Gegenteil. Ein abwesender Vater, eine unempathische Mutter und eine Freundin, die jubelnd die Stützpfeiler des Patriarchats repariert spiegeln das fehlende Umfeld wider, das den Protagonisten nur immer tiefer in seine Sucht stürzen lässt. Das ist nett beschrieben, aber eben auch nur nett. Für einen Wettbewerb der eigenständigen Literatur hätte ich mir mehr erwartet. Da bleibt die Familiengeschichte zu blass, die Machart nicht clever genug und bis auf eine einfühlsame, aber in der Form häufig gehörte und gelesene Geschichte nehme ich nicht viel mit. Unter anderen Umständen hätte es da sicher Punkte gegeben, aber für meine Top Ten hats nicht mehr gereicht.
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RAc
Klammeraffe


Beiträge: 640



BeitragVerfasst am: 14.05.2021 13:24    Titel: Antworten mit Zitat

Ein schwer alkoholsüchtiger und psychisch kranker Mann erlebt in einem diliriumähnlichen Tagtraum die Stufen seiner Sucht in Vergangenheit und Zukunft, die sich ihm durch offene Fenster präsentieren, an denen er im Rausch entlang wankt.

Vorgaben:

Die Erzählweise ist hier an Charles Dickens' Weihnachtsgeschichte angelehnt, nur dass sich die Vergangenheit und Zukunft nicht wie bei Ebenezer Scrooge über Geister offenbaren, sondern in offenen Fenstern.

Vorgaben sind offensichtlich erfüllt, auch das E.

Ausgestaltung:

Ein sehr ähnliches Sujet wie "Geh Weg," aber hier ist der Prota in einer bei weitem schwereren Abhängigkeitsstufe angelangt. Es wird nicht aufgelöst, ob er am Ende wirklich stirbt oder sein Tod nur Teil der Halluzination ist.

Handwerklich solide gemacht, aber nicht so vielschichtig und empathisch wie "Geh Weg." Punkte vermutlich im (unteren=?) Mittelfeld.
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Katinka2.0
Geschlecht:weiblichEselsohr


Beiträge: 362



BeitragVerfasst am: 14.05.2021 18:42    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe/r Autor/in,

gleich mal eine Frage zu deiner Überschrift: Kalte Mauern und warmes Holz, der Bezug ist klar und wird ja auch im Text erwähnt, aber woher kommt das zerbrochene Glas?

Das Thema hast du sehr schön in die Geschichte einfließen lassen und auch den Text selbst finde ich eigentlich ganz flüssig geschrieben, das Kopfkino funktioniert und dennoch werde ich nicht so richtig warm damit. Im Vergleich zu anderen Wettbewerbsbeiträgen, die ich bisher gelesen habe, überzeugt mich dein Text nicht in dem Maße, als dass ich ihn auf Anhieb in meiner Top Ten sehe. Mal sehen, wie es aussieht, wenn ich mit allen Beiträgen durch bin ...

Liebe Grüße,
Katinka
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Constantine
Geschlecht:männlichBücherwurm


Beiträge: 3300

Goldener Sturmschaden Weltrettung in Bronze


BeitragVerfasst am: 14.05.2021 19:27    Titel: Antworten mit Zitat

Und ich lauf sauf mich durch den Tag oder ich trink einen auf die Scheinheiligkeit

Bonjour Inko,

die zweite Säufergeschichte im Wettbewerb und mMn ist diese hier besser, bringt sie mir den Protagonisten mit seiner Motivation und seinem Leben besser auf den Punkt.

Neben dem Inhaltlichen überzeugt mich leider das Handwerkliche, die Schreibe, gar nicht. Es fängt bereits mit dem ersten Satz an. Die Wahl des ersten Satzes, das Verfassen des Einstiegs in einen Text, ist eine Kunst für sich und hier finde ich den Einstieg leider ziemlich misslungen:
Zitat:
Mein Herz schlug schnell, als ich aufwachte. Links eine dreckige Unterhose und rechts ein Smartphone mit gebrochenem Display. Ich atmete tief ein und aus, mein Herz raste immer noch. Ich schloss meine Augen. Warum ich immer saufen muss, fragte ich mich. Vor mir stand die Wodkaflasche, fast leer. Ich schaute auf das gesplitterte Display des Smartphones: keine Nachricht von Dir. Aber kurz vor zwölf.
Heute ist Samstag, sagte ich mir, stand auf und stolperte in die Dusche.

Aufwachen mit schnellem Herzschlag. Reißerisch und gleich mit etwas "Action". Dann Infodump, der mir so gar nicht hierher passt in der Situation und nur für den Leser bestimmt ist. Dann wieder schnelles Herzrasen und mal einatmen. Dann werden die Augen geschlossen, nur um zwei Sätze später etwas von einer leeren Wodkaflasche zu berichten. Mit geschlossenen Augen? Erneuter Infodump. Und ein klein wenig pseudo-Reflexion (violett markiert), fertig ist der Einstieg.
Mir ist der Einstieg in den Text leider von Anfang an schlecht gelöst worden, dass es der Text insgesamt sehr schwer bei mir hat, was die Erzählperspektive angeht, wenn diese nicht überzeugt. Und das ist es doch, wovon der Text lebt, mit den Protagonisten näher zu bringen. Leider klappt das nicht.

Anderes Beispiel:
Zitat:
und ballerte das Zeug weg.
Dieses wohlige Gefühl, wenn man in Alkohol wie ein Fisch schwimmt, überkam mich zum Glück wieder, gleichzeitig mit einem Ekel, weil ich nicht davon loskam, obwohl ich es eigentlich wollte, aber für einen Moment fühlte ich mich entspannt und schloss meine Augen.

Absolut überzeugende Passage? Der Leser ist nah am Protagonisten und der Protagonist überzeugt? Leider nicht.
Hier trifft Umgangssprache (in Orange markiert) auf den Romantiker/Lyriker (in violett markiert) im Protagonisten mit "wohliges Gefühl" und der Vergleich in Alkohol wie ein Fisch zu schwimmen, dazu dann noch etwas selbstkritische Reflexion.

Es tut mir leid. Ich werde nicht warm mit dem Protagonisten und der Durchmischung der Infos und des Infodumps, der Beschreibung der Außenreize und
des Innenlebens. Mir ist das zu sehr gewollt und zu wenig überzeugend.
Da waren viele Texte stärker und somit: Leider nicht in meiner Top Ten: zéro points.

Merci beaucoup
Constantine
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Raven1303
Geschlecht:weiblichKlammeraffe

Alter: 39
Beiträge: 562
Wohnort: NRW


BeitragVerfasst am: 14.05.2021 21:30    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe/r Unbekannte/r,

da hast du einen sehr starken Text geschrieben.
Der letzte Akt eines Alkis, der sein Leben in Fenstern an sich vorüber ziehen sieht und versehentlich einen Obdachlosen umbringt.

Aber was ist da am Ende los? Stirbt er im Krankenwagen auf dem Weg ins Krankenhaus? Das Ende mag ich irgendwie nicht. Musstest du hier abrupt abbrechen?

Ich mag deinen Schreibstil, aber deine Sätze sind mir zu lang.
Hier ein Beispiel: "Viel später wachte ich auf und mir war arg schwindelig, vor meinen Augen flogen Pärchen vorüber, jemand lachte, ich sah einen Finger, der auf mich gerichtet war und ich schämte mich, stand deshalb auf und musste mich beim Laufen konzentrieren, der Park verschwand und ich tauchte in diese alte, beschissene Stadt ein, dabei wollte ich nur heim. "
Kann aber auch mein persönliches Empfinden sein, da ich eher kurze Sätze schreibe. Aus dem Beispiel hätte ich wohl locker vier Sätze gemacht smile

Kriterien sehe ich alle als erfüllt an.
Du bekommst in jedem Fall Punkte, ich muss mir nur noch überlegen in welcher Höhe. Bis später also ...

Edit: 3 Punkte für dich.

LG Raven


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Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn.
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Kojote
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Beiträge: 1295
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BeitragVerfasst am: 15.05.2021 10:26    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen!

Also, das nenne ich mal einen guten Text!

Der Wechsel zwischen den Perspektiven ist ein heikles Stilmittel, das gut beherrscht werden muss. Und holla, wie du es beherrschst!

Der "weiße Leichenwagen" ist eine nette Andeutung, dass die Sanitäter zu spät kamen. Oder überinterpretiere ich da was?

Für mich einer der deutlichen Favoriten bei diesem Wettbewerb, daher meine Belohnung: Sehr gute 7 Punkte.

Sehr gern gelesen,
der Kojote


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Ribanna
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BeitragVerfasst am: 15.05.2021 15:23    Titel: Antworten mit Zitat

No Go : Eine Geschichte mit Aufwachen beginnen lassen. Zweites No go, sie mit "Es war nur ein Traum" enden lassen. Trotzdem, vielleicht sogar deswegen, hat sie mir gefallen.
War das E? Ich weiß es nicht. Aber ein einfallsreiches, flottes Stück, das zu denken gibt. Gefällt mir.


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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 16.05.2021 00:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo unbekanntes Wesen, das das geschrieben hat,

Zitat:
Und du hast gesagt, dass du ein Mann brauchst und kein Weichei.
Und einen Grammatiklehrer braucht sie auch. Laughing

Zur Geschichte nach dem Lesen: Hmmm. Sind ein paar gute Ideen drin, auf jeden Fall, aber die Umsetzung überzeugt mich nicht wirklich. Vieles kommt ziemlich aus der Luft gegriffen oder wirkt einfach so ("warum nicht einfach sterben" und schon schlägt er seinen Hinterkopf gegen die Wand; oder der Leichenwagen am Ende). Was Formulierungen angeht, holpert auch einiges. Für mich kein Text, der in den Zehntausender gehört, dafür ist er mir zu wenig E und kommt mir auch zu gradlinig daher. Vieles wirkt für mich außerdem zu klischee- und schablonenhaft.

Edit: Zur Endwertung: Ich habe die Texte in die Kategorien grün (genau wie ein Zehntausendertext mMn sein sollte, also definitiv E-Lit, aber auch besonders geschrieben und neue Wege beschreitend, oder das zumindest versuchend), gelb (ernsthafte Themen, aber realtiv traditionell geschrieben) und rot (Text, der mMn nicht in diesen Wettbewerb passt, auch nicht teilweise) eingeteilt. Die Rangfolge für die Punkte erfolgt dann nicht größtenteils nach persönlichem Gefallen, sondern erstmal innerhalb der Gruppen.

Diesen Text habe ich in den gelben Bereich eingeteilt, er erfüllt die Vorgaben dieses Wettbewerbs teilweise, schafft es aber nicht in meine Top Ten und erhält daher leider auch keine Punkte.


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MoL
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Wohnort: NRW
Das bronzene Stundenglas


BeitragVerfasst am: 16.05.2021 20:07    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Inko!

Dein Text erinnert mich inhaltlich sehr an meinen FFF-Text vor ein paar Jahren... Davon mal ganz abgesehen finde ich ihn einfach genial!
Die Vorgaben hast Du meisterhaft und so charmant umgesetzt, dass ich wirklich nur staunen kann. Deine Idee, wie man die Fenster einbauen könnte, ist so unverschämt simpel - und gleichzeitig so genial!
Sprachlich gibt es nichts zu meckern; da weiß einer schon lange, was er tut.

Dein Text, lieber Inko, ist meine persönliche Nummer 1 und ich hoffe, dass Dein Text auch von den anderen ordentlich gewürdigt wird!


_________________
NEU - NEU - NEU
"Der Zorn des Schattenkönigs"
Legionarion Verlag
----------------------------------
"Hexenherz - Eisiger Zorn", acabus Verlag 2017.
"Die große acabus-Jubiläumsanthologie", acabus Verlag 2018.
"Hexenherz - Glühender Hass", acabus Verlag 2019.
"Die Tote in der Tränenburg", Alea Libris 2019.
"Hexenherz - Goldener Tod", acabus Verlag 2020.
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silke-k-weiler
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Alter: 47
Beiträge: 684

Das goldene Schiff


BeitragVerfasst am: 17.05.2021 16:57    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Text,

der Titel hat mich echt neugierig gemacht, aber eine andere Erwartungshaltung erweckt. Dem ersten Eindruck nach liest Du Dich wie eine Mischung aus "Braun und Grün" und "Geh weg". Das Thema "Alkohol" ist vertreten und - Shocked  - 2x das Wort "ficken"? Aber der Mut zur derben, schonungslos ehrlichen Sprache (das ist ein bisschen ironisch gemeint) reißt es nicht raus. Die Geschichte geht mir nicht nahe. Auch wenn es starke Momente gibt, hier im Mittelteil die Schilderung dessen, was hinter den Fenstern zu sehen ist:

Einige Fenster standen offen, und drinnen schienen Lichter.
Hinter dem ersten Fenster stand eine Mutter am Herd und kochte Suppe, ein Junge saß am Tisch, man sah nicht sein Gesicht, er machte Hausaufgaben - schien es, die Deckenlampe schien viel zu grell, konnte alles nicht genau erkennen. Ich versteckte mich am Fenstersims und blickte hinein.
Das bin doch ich, sagte ich leise.
Und hauchte dann simultan mit ihm:
"Mama, weißt du, wann Papa wieder heimkommt?"
"Papa ist tot", sagte meine Mutter, befüllte mit einer großen Kelle den Suppenteller und stellte es auf den Tisch vor mir: "Iss."
Ich weinte leise, rieb mir die Augen, Tränen glitzerten im Licht, aber Mutter wiederholte nur: "Iss."
Und dann hörte ich nur noch stilles Schlürfen, das Licht ging aus und ich wie fremdbestimmt zum nächsten Fenster.


Da hatte ich echt Gänsehaut, da hätte ich gerne mehr von gehabt.

Fürchte, es reicht nicht für die nächste Runde.

VG
Silke
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marinaheartsnyc
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Alter: 29
Beiträge: 149



BeitragVerfasst am: 17.05.2021 17:45    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde den Text sehr gut geschrieben und auf jeden Fall E-Literatur. Im Vergleich gab es aber ein paar Texte, die mich noch ein bisschen mehr überzeugt haben.

_________________
Yesterday I was clever, so I wanted to change the world. Today I am wise, so I am changing myself.

- Rumi
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Jenni
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Beiträge: 4197

Das goldene Aufbruchstück Die lange Johanne in Gold


BeitragVerfasst am: 17.05.2021 22:25    Titel: Antworten mit Zitat

Ein Betrunkener mit Liebeskummer irrt (nachdem er aufgewacht ist) durch einen Stadtpark, dann geht er durch eine Straße mit offenen Fenstern, hinter denen er Bilder seines Lebens sieht, als Kind kurz nach dem Tod seines Vaters, als Jugendlicher nach einem Selbstmordversuch, seine Ex mit einem Anderen, einen alten Mann, der er sein könnte und tötet, einen toten Obdachlosen, der er ist, und die Bilder offenbar die Erinnerungen, die man vor dem Tod angeblich sieht. Ja, ich weiß nicht. Das Bild der vorbeiziehenden Bilder des Lebens vor dem Tod ist wenig neu, der Bezug auf das Thema, an offenen Fenstern vorbeigehen, funktioniert (nicht auf übermäßig originelle Weise zwar, aber funktioniert). Die Bilder selbst, die sind mir dann aber zu drüber einerseits und unspezifisch andererseits. Er hatte also ein total schlimm dramatisches Leben, der Arme, und deshalb hat er sich tot gesoffen? Dann liefere mir doch zumindest ein authentisch individuelles Unglück, nicht nur Abziehbilder.
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DLurie
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Beiträge: 728
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DSFo-Sponsor Pokapro V & Lezepo III


BeitragVerfasst am: 18.05.2021 11:27    Titel: Antworten mit Zitat

Aus Zeitgründen muss ich mich auf das Kommentieren meiner zehn Favoriten beschränken, und unter der Vielzahl der Texte hat es dieser nicht in meine (höchst subjektiven) Top Ten geschafft.
Dennoch vielen Dank fürs Lesendürfen!
LG
DLurie
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Kiara
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Beiträge: 1641
Wohnort: bayerisch-Schwaben


BeitragVerfasst am: 18.05.2021 14:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
vielen Dank für deine besondere Geschichte. Gut geschrieben, interessant zu lesen. Ich gebe dir 8 Punkte.


_________________
Zum Schweigen fehlen mir die Worte.

- Düstere Lande: Das Mahnmal (2018)
- Düstere Lande: Schatten des Zorns (2020)
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Globo85
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Alter: 37
Beiträge: 593
Wohnort: Südwesten


BeitragVerfasst am: 20.05.2021 14:23    Titel: Antworten mit Zitat

Die Fenster sind offen, einfach mit der Maus vorübergehen.


Disclaimer

Die folgende Bewertung stellt nur meine persönlichen Leseeindrücke dar. Wertende Aussagen beziehen sich lediglich auf den gelesenen Text, nie auf die Verfasser:innen. Die Punktevergabe und meine persönliche Rangliste ist natürlich vollkommen subjektiv, insbesondere die Bewertung unter dem Gesichtspunkt E-Literatur.


Ersteindruck

Bewusstseinsstrom auf Alk.


E-Lit-Zugehörigkeit

Inhaltlicher Anspruch/etwas zu sagen/tiefer gründender Inhalt

Kann ich nicht erkennen. Dass Alkohol böse ist?

Stilistischer Anspruch

Auch hier kann ich keine Besonderheiten erkennen.

Ungefügigkeit und Mehrschichtigkeit

Durch die bewusstseinsstromartige Erzählung schon eine gewisse Sperrigkeit. Mehrschichtigkeit? Nein.

Für mich: Gerade noch E-Literatur.


Umsetzung des Themas

Fenster

Fenster durch die er sein Leben sieht.

offen

Check.

Vorübergehen

Check.

Für mich: Thema umgesetzt.


Was mir gefällt

Der ungeschönte Blick in einen Rausch mit allen Tiefen.

Was mir nicht gefällt

Die schweren Themen, die "im Vorbeigehen" angerissen werden, wie Suizidgedanken und -versuche. Der Mord im Rausch kommt mir bekannt vor.


Lieblingsstelle/Lieblingssatz

"Ja, ich habe wieder getrunken, gebe ich zu, aber ich geh' in Therapie und dann gehe ich auf die Knie und dann fick' ich dich!", rief ich und grunzte.


Fazit und Punkte

Eine Sauftour mit Konsequenzen. Wirkt auf mich alles noch ein wenig unfertig, ist aber vielleicht auch gewollt und soll den Zustand des Protagonisten unterstreichen. Nicht in meiner Top Ten.

Keine Punkte.
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nicolailevin
Geschlecht:männlichEselsohr


Beiträge: 241
Wohnort: Süddeutschland


BeitragVerfasst am: 20.05.2021 19:50    Titel: Antworten mit Zitat

Die Idee, mir ein Bier zu holen, ehe ich diesen Beitrag lese, erwies sich im Nachhinein nur so als mittelgut.

Denn der Icherzähler hat ein Alkoholproblem. Er wacht auf, denkt an seine (Ex-)Freundin, holt sich reichlich Schnaps, trinkt den im Park, stolpert durch die Stadt und sieht im Delirium hinter offenen Fenstern Stationen seines Lebens, als Kind, als Jugendlicher und als Greis, bis er zu sich kommt, als ihn die Sanitäter in den Rettungswagen heben.

Ich hätte die Geschichte im Präsens geschrieben, der Text hätte das Unmittelbare gut vertragen, so knallt das Präteritum des äußeren Erzähltextes immer wieder auf die anderen Zeitformen, das sind Bruchstellen, die vermeidbar gewesen wären.

Den Beginn finde ich stark, das gefällt mir, dieses „ich habe gesagt, du hast gesagt“, auch die schuldbewusste und doch verdrängende Schilderung von Alkoholkauf und -konsum. Gut beobachtet oder (nach-)empfunden. Ursachen für die Probleme angedeutet, aber nicht zu platt ausgeführt. Das passt!

Dagegen fallen die Bilder in den Fenstern ab, die wirken auf mich blass und banal, sind Erklärbär (jaja, Waise, Selbstmordversuch, Psychiatrie yadayadayada) und so viel weniger lebendig als das, was ich aus der unzuverlässigen Erzählperspektive davor herauslesen kann und interpretiere.

Das Ende dann, alles nur Traum / Delirium und ab ins Spital – diese Auflösung ist so überflüssig und unnötig und Schlussteil aus dem Lehrbuch. Über solche Begrenzungen ist doch der Text in seiner Reife, wie ich ihn zu Beginn lese, längst hinweg!

Offene Fenster sind erfüllt, Vielschichtigkeitsdingsi ist erfüllt, mich ärgern aber die Deutschfehler („dass du ein Mann brauchst“, „Moloch“ als Neutrum)

Knapp in den Punkten.
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