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momentaufnahmen


 

 
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schwarzer lavendel
Geschlecht:weiblichEselsohr


Beiträge: 314



BeitragVerfasst am: 28.04.2021 07:33    Titel: momentaufnahmen eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

als ich ein herzschlag war
                         und
dein kopf auf meiner brust
war’s wie ein vogelkind
in deiner hand mit flügeln
für ein morgen

als ich ein weinen war
                         und
wie sterne in die wasser fiel
warst du ein grund
ein langsames versinken
für ein morgen

als ich ein lachen war
                         und
ein leuchten über nebeln
war ich ein spiegel dir
die antwort auf dein fragen
für ein morgen



_________________
poesie ist die fortsetzung der verzweiflung.
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Elena
Geschlecht:weiblichEselsohr

Alter: 79
Beiträge: 258
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 30.04.2021 15:17    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Charlotte,

schön, wie du Strophe für Strophe den ersten Vers variierst und den letzten Vers wiederholst. Dadurch erscheint das Gedicht nicht als eine Ansammlung, sondern erhält eine Bindung. Du hast die Poesie im kleinen Finger, scheint mir.

In der zweiten Strophe sprichst du im Singular "als ich ein weinen war" und wie ein Stern ins Wasser fiel - also Singular, erscheint mir logischer. Beim Bild vom Grund und dem Versinken für ein Morgen. Ich gebe zur Überlegung: Wenn man versunken ist, dann ist man tot, ertrunken. Aber es geht ja weiter: für ein Morgen, also fürs Weiterleben. Die Strophe solltest du dir noch mal ansehen.

Aber sonst sehr schön, du findest die richtige Tonlage.

Lieben Gruß, Elena
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schó
Geschlecht:männlichGänsefüßchen


Beiträge: 31



BeitragVerfasst am: 01.05.2021 12:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo schwarzer lavendel,

was mir spontan auffällt, ist dein archaisches Vokabular in diesem Gedicht.
Du verwendest hier keine moderne pop sprache sozusagen,
sondern schreibst mit einem Wortschatz, der ebenso aus dem
Anfang des 20. Jahrhunderts stammen könnte.
Das ist keine Kritik sondern eine Bemerkung.
Ich selbst handhabe es ähnlich. Was denkst du:
sollte ein Mensch heutzutage beim Schreiben auf Aktualität der Sprache achten?
Die Wortfelder in deinem Gedicht erinnern mich so wie sie sind an die Romantik.
Aber auch das mag ich im Grunde, ich bemerke es bloß.
Hoffe diese Gedanken helfen, sicher bist du dir dessen aber schon bewusst.

Herzlich,
schó
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schwarzer lavendel
Geschlecht:weiblichEselsohr


Beiträge: 314



BeitragVerfasst am: 01.05.2021 19:37    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Elena hat Folgendes geschrieben:
Liebe Charlotte,

schön, wie du Strophe für Strophe den ersten Vers variierst und den letzten Vers wiederholst. Dadurch erscheint das Gedicht nicht als eine Ansammlung, sondern erhält eine Bindung. Du hast die Poesie im kleinen Finger, scheint mir.

In der zweiten Strophe sprichst du im Singular "als ich ein weinen war" und wie ein Stern ins Wasser fiel - also Singular, erscheint mir logischer. Beim Bild vom Grund und dem Versinken für ein Morgen. Ich gebe zur Überlegung: Wenn man versunken ist, dann ist man tot, ertrunken. Aber es geht ja weiter: für ein Morgen, also fürs Weiterleben. Die Strophe solltest du dir noch mal ansehen.

Aber sonst sehr schön, du findest die richtige Tonlage.

Lieben Gruß, Elena


liebe elena,
es bedeutet mir viel, dass du das schreibst. vielen dank!

zu strophe 2: ja, ich verstehe, was du meinst. für mich ist das ein andere gedanke. einen grund zu finden, um nicht wie ein kiesel zu treiben.
grund ist ein so starkes und mehrdeutiges wort und bild.
die mehrzahl ist absicht, weil es auf die tränen anspielt - mein weinen und die sterne - das ungezählte stürzen aus den himmeln.

aber wie immer - ich nehme deine gedanken mit ins überlegen.

vielen herzlichen dank noch mal
und liebe grüße
charlotte


_________________
poesie ist die fortsetzung der verzweiflung.
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schwarzer lavendel
Geschlecht:weiblichEselsohr


Beiträge: 314



BeitragVerfasst am: 01.05.2021 19:45    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

schó hat Folgendes geschrieben:
Hallo schwarzer lavendel,

was mir spontan auffällt, ist dein archaisches Vokabular in diesem Gedicht.
Du verwendest hier keine moderne pop sprache sozusagen,
sondern schreibst mit einem Wortschatz, der ebenso aus dem
Anfang des 20. Jahrhunderts stammen könnte.
Das ist keine Kritik sondern eine Bemerkung.
Ich selbst handhabe es ähnlich. Was denkst du:
sollte ein Mensch heutzutage beim Schreiben auf Aktualität der Sprache achten?
Die Wortfelder in deinem Gedicht erinnern mich so wie sie sind an die Romantik.
Aber auch das mag ich im Grunde, ich bemerke es bloß.
Hoffe diese Gedanken helfen, sicher bist du dir dessen aber schon bewusst.

Herzlich,
schó


hi schó,
danke für deinen kommentar. das ist lustig, weil mir schon mal einer geschrieben hat, ich würde im stil der 80. schreiben. Smile

also ich mag die jahrhundertwende. sprachlich und formal. aber ich komme auch heute gut klar. für mich hängt das immer davon ab, welches gefühl ich gerade verarbeiten muss.
dieses gedicht ist eins nach vielen eher trüb gesellschaftlich-politischen, weil ich einen sehr zärtlichen gedanken für meine liebste hatte. und da ergaben sich sprache und worte und form.
aber schön, wie sensibel du das bemerkt hast. lyrik hat es ja nicht wirklich leicht.

liebe grüße
charlotte


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