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Wie beschreibe ich eine Stadt

 
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WAYKOW
Schmierfink


Beiträge: 88



BeitragVerfasst am: 20.02.2021 14:08    Titel: Wie beschreibe ich eine Stadt eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo
Ich stehe oberhalb der Stadt der Zukunft die ich zum ersten Mal sehe.

Fliegende Autos Absurde Hausarchitektur etc. Ich sehe meine Stadt der Zukunft bereits in meinen Augen direkt vor mir, weiß aber nicht wie ich das zu Papier bringen soll ohne dass es langweilig wird.

Ich brauch keine Inspiration wie die Stadt aussehen soll, sondern nur wie ich es formuliere.

Kennt jemand ein Buch in dem das Problem gelöst wurde?
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Rainer Prem
Geschlecht:männlichReißwolf

Alter: 64
Beiträge: 1272
Wohnort: Wiesbaden


BeitragVerfasst am: 20.02.2021 14:30    Titel: Re: Wie beschreibe ich eine Stadt Antworten mit Zitat

WAYKOW hat Folgendes geschrieben:
Hallo
Ich stehe oberhalb der Stadt der Zukunft die ich zum ersten Mal sehe.

Fliegende Autos Absurde Hausarchitektur etc. Ich sehe meine Stadt der Zukunft bereits in meinen Augen direkt vor mir, weiß aber nicht wie ich das zu Papier bringen soll ohne dass es langweilig wird.

Ich brauch keine Inspiration wie die Stadt aussehen soll, sondern nur wie ich es formuliere.

Kennt jemand ein Buch in dem das Problem gelöst wurde?


Du solltest dir folgende Fragen stellen:

1. Was davon ist für den Fortgang deine Geschichte wichtig? Vielleicht irgendein Detail, das viel später entscheidend wird.

2. Was davon fällt deinem Protagonisten spontan ins Auge? EIN Detail, das möglichst auch Kriterium 1 erfüllt.

Ist es möglich, dass eine andere Person deinen Protagonisten etwa so anspricht: "Nun starre nicht wie ein Tourist. Du wirst später noch genug Zeit haben."

Dann kannst du weitere Details von Zeit zu Zeit einflechten. Immer nur eines zu einem Zeitpunkt und immer nach Kriterien 1 und 2.
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Thomas74
Geschlecht:männlichReißwolf

Alter: 47
Beiträge: 1255
Wohnort: Annaburg


BeitragVerfasst am: 20.02.2021 14:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hat der Prota schon mal so etwas gesehen? Oder ist er ein Primitiver, dem die passenden Begriffe fehlen?
Es gibt da mehrere Ansätze.
Der schlechteste davon ist eine halbseitige Erklärbär-Passage.
"Warum liegt hier Stroh?" Mr. Green
Manche Autoren, wie Dan Simmons (Hyperion) oder Strugatzki (Welt des MITTAG,22. JHD.), werfen die Leser ins kalte Wasser, da für sie (Protas), die Welt alltäglich ist.
Andere ergehen sich in überbordende Beschreibungen.
Und in (ganz schlechten...) Fällen nimmt jemand den Prota ans Händchen und erklärt ihm die Welt bis zur Kette am Spülkasten.


_________________
Optimismus ist, bei Gewitter in einer Kupferrüstung auf dem höchsten Berg zu stehen und "Scheiß Götter!!" zu rufen.
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WAYKOW
Schmierfink


Beiträge: 88



BeitragVerfasst am: 20.02.2021 15:20    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Was heißt hier halbseitige Erklärpassage ich mache eine 5 seitige;)

Beim 5. Mal umschreiben hab ich wenigstens für eine Teil einen Weg gefunden.
Das faszinierenste an der Stadt der Zukunft klingt jetzt so:

Leider ist die Stadt der Zukunft sehr wichtig für die Geschichte. Aber ich denke ich muss den größten Eindruck schon scheiben wenn ich die Stadt sehe, aber Ihr habt recht, dass ich vor allem wichtige Details erst später in die Geschichte einfließen lassen sollte damit der Leser nicht einschläft.

Hier mal die Probe was Ihr davon haltet:

Endlich gibt der nie ganz enden wollende Wald einen weiteren Blick frei. Weit nach vorn dort wo auch die eigentliche Stadt beginnt. Die gigantische Skyline der vor uns liegenden Stadt nehme ich dabei nur unbewusst war sie ist nebensächlich, unbedeutend wenn auch noch so bizarr. Mein Blick gilt etwas anderem etwas Unbestimmten oder nur Unfassbarem? Mein Schritt wird schneller und schneller. Lea versucht mitzuhalten aber der Abstand zu ihr wird immer größer. Auch das nehme ich nicht wahr. Kann mein Verdacht stimmen oder bin ich nur hoffnungslos verrückt?
„Max warte auf mich ich kann nicht so schnell“ ruft Lea von hinten verzweifelt aber ich kann nicht ich muss rennen ich muss. Immer näher kommt die Stadt und immer deutlich wird das Bild. Hoch über den Häusern der Stadt schwirren wie eine Horde von Hummeln merkwürdig aussehende Objekte durch die Luft. Von links nach rechts weiter oben aber auch tiefer bis in die Schluchten der Häuser. Sie scheinen einem unsichtbaren Plan zu folgen und zielstrebig ein fernes Ziel anzusteuern. Fliegende Autos?
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Elbenkönigin1980
Reißwolf


Beiträge: 1154



BeitragVerfasst am: 20.02.2021 15:41    Titel: Re: Wie beschreibe ich eine Stadt Antworten mit Zitat

WAYKOW hat Folgendes geschrieben:
Hallo
Ich stehe oberhalb der Stadt der Zukunft die ich zum ersten Mal sehe.

Fliegende Autos Absurde Hausarchitektur etc. Ich sehe meine Stadt der Zukunft bereits in meinen Augen direkt vor mir, weiß aber nicht wie ich das zu Papier bringen soll ohne dass es langweilig wird.

Ich brauch keine Inspiration wie die Stadt aussehen soll, sondern nur wie ich es formuliere.

Kennt jemand ein Buch in dem das Problem gelöst wurde?


Ich mache das immer so: Ich schreibe einfach in einem Notizblock alles auf, was ich vor meinem inneren Auge sehe, also genau so, als wäre ich eine Reisereporterin, die einen Ort besucht und ihn beschreiben muss, und später verwende ich dann für meinen Roman oder meine Geschichte nur das, was mir von den Beschreibungen wirklich gelungen genug erscheint.
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Elbenkönigin1980
Reißwolf


Beiträge: 1154



BeitragVerfasst am: 20.02.2021 15:51    Titel: Antworten mit Zitat

WAYKOW hat Folgendes geschrieben:
Was heißt hier halbseitige Erklärpassage ich mache eine 5 seitige;)

Beim 5. Mal umschreiben hab ich wenigstens für eine Teil einen Weg gefunden.
Das faszinierenste an der Stadt der Zukunft klingt jetzt so:

Leider ist die Stadt der Zukunft sehr wichtig für die Geschichte. Aber ich denke ich muss den größten Eindruck schon scheiben wenn ich die Stadt sehe, aber Ihr habt recht, dass ich vor allem wichtige Details erst später in die Geschichte einfließen lassen sollte damit der Leser nicht einschläft.

Hier mal die Probe was Ihr davon haltet:

Endlich gibt der nie ganz enden wollende Wald einen weiteren Blick frei. Weit nach vorn dort wo auch die eigentliche Stadt beginnt. Die gigantische Skyline der vor uns liegenden Stadt nehme ich dabei nur unbewusst war sie ist nebensächlich, unbedeutend wenn auch noch so bizarr. Mein Blick gilt etwas anderem etwas Unbestimmten oder nur Unfassbarem? Mein Schritt wird schneller und schneller. Lea versucht mitzuhalten aber der Abstand zu ihr wird immer größer. Auch das nehme ich nicht wahr. Kann mein Verdacht stimmen oder bin ich nur hoffnungslos verrückt?
„Max warte auf mich ich kann nicht so schnell“ ruft Lea von hinten verzweifelt aber ich kann nicht ich muss rennen ich muss. Immer näher kommt die Stadt und immer deutlich wird das Bild. Hoch über den Häusern der Stadt schwirren wie eine Horde von Hummeln merkwürdig aussehende Objekte durch die Luft. Von links nach rechts weiter oben aber auch tiefer bis in die Schluchten der Häuser. Sie scheinen einem unsichtbaren Plan zu folgen und zielstrebig ein fernes Ziel anzusteuern. Fliegende Autos?


Gefällt mir sehr gut, man wird nicht mit zu vielen Beschreibungen überflutet, kann sich die Stadt aber dennoch gut vorstellen.
Ich vermute mal, dass Lea und Max Zeitreisende aus der Vergangenheit sind? Man hat den Eindruck, dass so eine Stadt für sie etwas Ungewöhnliches ist und sie sehr verwundert.
Oder sind sie irgendwo in der Wildnis aufgewachsen und kennen das deswegen nicht?
Sie sind ja aus dem "nie ganz enden wollenden Wald" gekommen...sind sie im Wald aufgewachsen?
Auf jeden Fall hast du sehr gut beschrieben, man kann sich die aus Hochhäusern bestehende Stadt mit den fliegenden Autos und den tiefen Häuserschluchten sehr gut vorstellen, da brauchst du gar nicht mehr zu beschreiben.
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WAYKOW
Schmierfink


Beiträge: 88



BeitragVerfasst am: 20.02.2021 18:22    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

gut erkannt -  sie sind Zeitreisende aus dem Jahr 2022 und landen in 2150
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Rainer Prem
Geschlecht:männlichReißwolf

Alter: 64
Beiträge: 1272
Wohnort: Wiesbaden


BeitragVerfasst am: 20.02.2021 21:32    Titel: Antworten mit Zitat

WAYKOW hat Folgendes geschrieben:

Endlich gibt der nie ganz enden wollende Wald einen weiteren Blick frei. Weit nach vorn dort wo auch die eigentliche Stadt beginnt. Die gigantische Skyline der vor uns liegenden Stadt nehme ich dabei nur unbewusst war sie ist nebensächlich, unbedeutend wenn auch noch so bizarr. Mein Blick gilt etwas anderem etwas Unbestimmten oder nur Unfassbarem? Mein Schritt wird schneller und schneller. Lea versucht mitzuhalten aber der Abstand zu ihr wird immer größer. Auch das nehme ich nicht wahr. Kann mein Verdacht stimmen oder bin ich nur hoffnungslos verrückt?


Da du schon fragst: Das kann mich persönlich nicht sehr begeistern.

Der "nie ganz enden wollende" statt "endlose"; die "eigentliche" Stadt - gibt's auch eine uneigentliche? "der vor uns liegenden Stadt" würde ich komplett streichen. Wovon sollte sonst die Skyline kommen? Wenn ein Ich-Erzähler etwas "nur unbewusst wahrnimmt", wie kann er darüber berichten? "sie ist nebensächlich" Und wieso dann so viele Worte? "unbedeutend wenn auch noch so bizarr" ist inhaltslose Füllung. "Mein Blick gilt etwas anderem etwas Unbestimmten oder nur Unfassbarem?" Ebenfalls. "Auch das nehme ich nicht wahr." Siehe oben. Was nicht wahrgenommen wird, darüber kann nichts erzählt werden.

Wolltest du nicht die Stadt beschreiben? Das sind 88 Worte, bei denen das nur die zwei Worte "gigantische Skyline" tun.

Grüße
Rainer
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Rodge
Geschlecht:männlichKlammeraffe


Beiträge: 771
Wohnort: Hamburg


BeitragVerfasst am: 21.02.2021 10:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Waykow,

ich würde ein anderes Setting wählen. Mein Buch würde nicht damit beginnen, dass irgendjemand auf einem Hügel über der Stadt steht und den Lesern die Welt erklärt (egal wie poetisch formuliert das auch ist). Warum nicht die Geschichte mit einer Szene oder einem Dialog beginnen und den Leser rätseln lassen, was das denn hier für eine Welt sein mag?
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Stefanie
Reißwolf


Beiträge: 1583



BeitragVerfasst am: 21.02.2021 10:41    Titel: Antworten mit Zitat

WAYKOW hat Folgendes geschrieben:
Was heißt hier halbseitige Erklärpassage ich mache eine 5 seitige;)

Beim 5. Mal umschreiben hab ich wenigstens für eine Teil einen Weg gefunden.
Das faszinierenste an der Stadt der Zukunft klingt jetzt so:

Leider ist die Stadt der Zukunft sehr wichtig für die Geschichte. Aber ich denke ich muss den größten Eindruck schon scheiben wenn ich die Stadt sehe, aber Ihr habt recht, dass ich vor allem wichtige Details erst später in die Geschichte einfließen lassen sollte damit der Leser nicht einschläft.

Hier mal die Probe was Ihr davon haltet:

Endlich gibt der nie ganz enden wollende Wald einen weiteren Blick frei. Weit nach vorn dort wo auch die eigentliche Stadt beginnt. Die gigantische Skyline der vor uns liegenden Stadt nehme ich dabei nur unbewusst war sie ist nebensächlich, unbedeutend wenn auch noch so bizarr. Mein Blick gilt etwas anderem etwas Unbestimmten oder nur Unfassbarem? Mein Schritt wird schneller und schneller. Lea versucht mitzuhalten aber der Abstand zu ihr wird immer größer. Auch das nehme ich nicht wahr. Kann mein Verdacht stimmen oder bin ich nur hoffnungslos verrückt?
„Max warte auf mich ich kann nicht so schnell“ ruft Lea von hinten verzweifelt aber ich kann nicht ich muss rennen ich muss. Immer näher kommt die Stadt und immer deutlich wird das Bild. Hoch über den Häusern der Stadt schwirren wie eine Horde von Hummeln merkwürdig aussehende Objekte durch die Luft. Von links nach rechts weiter oben aber auch tiefer bis in die Schluchten der Häuser. Sie scheinen einem unsichtbaren Plan zu folgen und zielstrebig ein fernes Ziel anzusteuern. Fliegende Autos?


Da habe ich überhaupt kein Bild vor Augen. Ich erfahre, dass da Häuser sind. Kein Wunder, wenn es eine Stadt ist. Sind es eckige Wolkenkratzer oder flache Halbkugeln? Sind sie beleuchtet? Stechen einzelne Gebäude hervor? Wenn ja, wie sehen sie aus? Führen auch Wege auf die Stadt zu oder liegt sie einfach im Wald und wird nur angeflogen? Wenn der Wind passend steht, werden Gerüche von der Stadt herübergeweht? Hört man Geräusche z. B. von Industrieanlagen? Stehen Abgase in der Luft?
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Bunt Speck
Geschlecht:männlichEselsohr


Beiträge: 462
Wohnort: Brimm


BeitragVerfasst am: 21.02.2021 11:04    Titel: Antworten mit Zitat

Vieles wurde schon gesagt.
Ich versuche es immer durch die Wahrnehmung meines Protagonisten zu sehen. Also: Was fällt ihm auf, was ist ihm wichtig? Und hier versuche ich durch zwei bis drei Detailnennungen, das große Ganze anzuregen.

D.h., wenn mein Protagonist in eine Konditorei geht, dann nimmt er nicht "die umfangreiche Kuchenauslage" wahr, sondern "die Himbeertorte, die Schokorolle und die Krapfen, die sich zwischen die anderen Kuchen drücken" ... pars pro toto, wenn man so will. Den Rest denkt sich der Leser selbst.


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WAYKOW
Schmierfink


Beiträge: 88



BeitragVerfasst am: 22.02.2021 00:12    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Rainer Prem hat Folgendes geschrieben:

Da du schon fragst: Das kann mich persönlich nicht sehr begeistern.

Der "nie ganz enden wollende" statt "endlose"; die "eigentliche" Stadt - gibt's auch eine uneigentliche? "der vor uns liegenden Stadt" würde ich komplett streichen. Wovon sollte sonst die Skyline kommen? Wenn ein Ich-Erzähler etwas "nur unbewusst wahrnimmt", wie kann er darüber berichten? "sie ist nebensächlich" Und wieso dann so viele Worte? "unbedeutend wenn auch noch so bizarr" ist inhaltslose Füllung. "Mein Blick gilt etwas anderem etwas Unbestimmten oder nur Unfassbarem?" Ebenfalls. "Auch das nehme ich nicht wahr." Siehe oben. Was nicht wahrgenommen wird, darüber kann nichts erzählt werden.

Wolltest du nicht die Stadt beschreiben? Das sind 88 Worte, bei denen das nur die zwei Worte "gigantische Skyline" tun.

Grüße
Rainer

Über den Schreibstil kann man diskutieren;)

Tatsächlich nimmt jeder Mensch sehr viel mehr wahr als ihm unmittelbar bewusst ist. Es ist für ihn in dem Moment unbedeutend weil er einen anderen Fokus hat.

Der Text soll der Versuch sein Spannung aufzubauen statt nur eine schnöde Beschreibung von "schöner wohnen" zu sein.

Gleichzeitig wird der Fokus auf das wichtige im Buch gelenkt.

Ziel dieses Textes soll sein:
- die Stadt ist größer geworden. Von der kleinen Vorort City mit Einfamilienhäusern in eine Stadt mit mehrstöckigen Wohnhäusern Stichwort Skyline und Häuserschluchten sollen hier ein Feeling vermitteln, dass der Leser sich was großes vorstellt ohne ihn 2 Seiten lang mit Beschreibungen zu nerven.
- die fliegenden Autos sind das entscheidende Element dieses Textes. Dies hat im Buch eine Bedeutung
- außerdem wollte ich keine lange Beschreibung des Weges zur Stadt.

Innerhalb des Romanes springt der Protaagonist in unterschiedliche Zeitzonen ein und derselben Stadt. Ich hab die Stadt direkt vor meinen Augen und könnte viel beschreiben. Das lenkt aber von der Aussage ab.
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WAYKOW
Schmierfink


Beiträge: 88



BeitragVerfasst am: 22.02.2021 00:19    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Stefanie hat Folgendes geschrieben:


Da habe ich überhaupt kein Bild vor Augen. Ich erfahre, dass da Häuser sind. Kein Wunder, wenn es eine Stadt ist. Sind es eckige Wolkenkratzer oder flache Halbkugeln? Sind sie beleuchtet? Stechen einzelne Gebäude hervor? Wenn ja, wie sehen sie aus? Führen auch Wege auf die Stadt zu oder liegt sie einfach im Wald und wird nur angeflogen? Wenn der Wind passend steht, werden Gerüche von der Stadt herübergeweht? Hört man Geräusche z. B. von Industrieanlagen? Stehen Abgase in der Luft?


Es ist immer dieselbe Stadt in dem Buch nur in anderen Zeitzonen.

Der Leser muss nur wissen

- die Stadt ist viel größer geworden
- es gibt fliegende Autos

Es ist nicht die einzige Beschreibung der Stadt in dieser Zeitzone. Im gleichen Kapitel werden die Häuser aber auch Gerüche und Geräusch noch weiter beschrieben.
Der Auszug beschreibt nur den ersten Eindruck der Stadt ehe sie betreten wird.

Große Häuser viereckig oder rund sind da weniger wichtig. Jeder Mensch hat schon unterschiedliche Gebäudeformen gesehen und weiß wie eine Großstadt aussieht. Aber fliegende Autos faszinieren ihn.
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WAYKOW
Schmierfink


Beiträge: 88



BeitragVerfasst am: 22.02.2021 00:21    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Bunt Speck hat Folgendes geschrieben:
Vieles wurde schon gesagt.
Ich versuche es immer durch die Wahrnehmung meines Protagonisten zu sehen. Also: Was fällt ihm auf, was ist ihm wichtig? Und hier versuche ich durch zwei bis drei Detailnennungen, das große Ganze anzuregen.

D.h., wenn mein Protagonist in eine Konditorei geht, dann nimmt er nicht "die umfangreiche Kuchenauslage" wahr, sondern "die Himbeertorte, die Schokorolle und die Krapfen, die sich zwischen die anderen Kuchen drücken" ... pars pro toto, wenn man so will. Den Rest denkt sich der Leser selbst.


So sehe ich das auch. Das besondere zu erwähnen sonst wird der Text fade. Findest du es hier gelungen für den ersten Eindruck der Stadt?
Aussage soll nur sein gewaltig gewachsen und fliegende Autos als "Himbeertorte" weitere Details folgen später noch.
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WAYKOW
Schmierfink


Beiträge: 88



BeitragVerfasst am: 22.02.2021 00:30    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Rodge hat Folgendes geschrieben:
Hey Waykow,

ich würde ein anderes Setting wählen. Mein Buch würde nicht damit beginnen, dass irgendjemand auf einem Hügel über der Stadt steht und den Lesern die Welt erklärt (egal wie poetisch formuliert das auch ist). Warum nicht die Geschichte mit einer Szene oder einem Dialog beginnen und den Leser rätseln lassen, was das denn hier für eine Welt sein mag?


Es ist nicht der Anfang der Geschichte. Es ist ein Ausschnitt aus Kapitel 6. Und immer wieder über die gleiche Stadt zu berichten auch wenn sich diese dramtisch geändert hat ist für den Leser ermüdend.
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WAYKOW
Schmierfink


Beiträge: 88



BeitragVerfasst am: 22.02.2021 04:32    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Rainer Prem hat Folgendes geschrieben:


Da du schon fragst: Das kann mich persönlich nicht sehr begeistern.

Der "nie ganz enden wollende" statt "endlose"; die "eigentliche" Stadt - gibt's auch eine uneigentliche? "der vor uns liegenden Stadt" würde ich komplett streichen. Wovon sollte sonst die Skyline kommen? Wenn ein Ich-Erzähler etwas "nur unbewusst wahrnimmt", wie kann er darüber berichten? "sie ist nebensächlich" Und wieso dann so viele Worte? "unbedeutend wenn auch noch so bizarr" ist inhaltslose Füllung. "Mein Blick gilt etwas anderem etwas Unbestimmten oder nur Unfassbarem?" Ebenfalls. "Auch das nehme ich nicht wahr." Siehe oben. Was nicht wahrgenommen wird, darüber kann nichts erzählt werden.

Wolltest du nicht die Stadt beschreiben? Das sind 88 Worte, bei denen das nur die zwei Worte "gigantische Skyline" tun.

Grüße
Rainer


Nochmal zu deiner Kritik

Ich mag deine Kritik, weil hochjubeln bringt einem nicht voran.

Ich will daher nochmal näher darauf eingehen

"nie ganz enden wollende Wald"

Geh mal aus einem Wald raus. Es ist selten so, dass hier die Baumgrenze ist und da die Felder. Wenn der Weg seitlich den Hang runter geht, dann sind hier noch einige Bäume, da keine mehr, dann kommen wieder einige Bäume usw.

endlos wie du es beschreibst wäre eher ein gigantischer Wald, das ist der Wald nicht. Sondern eher ein Übergang von Wald in Feld mit Unterbrechungen. Ich hoffe ich hab es verständlich formuliert.

"eigentliche Stadt" oder "uneigentliche"
Die meisten Städte haben vorgelagert z.B. einzelne Gehöfte oder auch Neubausiedlungen in meinem Fall ist es ein Windpark der der Stadt vorgelagert ist, welcher im Buch auch beschrieben ist. Der Windpark gehört zur Stadt aber die eigentliche Stadt beginnt erst dahinter.

"nebensächlich unbedeutend wenn auch noch so bizarr"
drückt aus, dass es eine faszinierende Skyline ist. Frankfurter Skyline ist dagegen eher ein "Vorort". Aber wie schon weiter oben erwähnt faszinieren mich die fliegenden Autos mehr.

die drei Worte hintereinander sind bewusst gewählt um zu sagen die Autos sind wichtiger aber auch die Skyline ist bedeutend mit dem Nachsatz "noch so bizarr".

Ich finde Schade, dass es bei Dir nicht so angekommen ist. Evt hast du Vorschläge wie man dies evt nachschärfen könnte ohne die Aussage zu verfälschen.
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Bunt Speck
Geschlecht:männlichEselsohr


Beiträge: 462
Wohnort: Brimm


BeitragVerfasst am: 22.02.2021 15:12    Titel: Antworten mit Zitat

WAYKOW hat Folgendes geschrieben:
Bunt Speck hat Folgendes geschrieben:
Vieles wurde schon gesagt.
Ich versuche es immer durch die Wahrnehmung meines Protagonisten zu sehen. Also: Was fällt ihm auf, was ist ihm wichtig? Und hier versuche ich durch zwei bis drei Detailnennungen, das große Ganze anzuregen.

D.h., wenn mein Protagonist in eine Konditorei geht, dann nimmt er nicht "die umfangreiche Kuchenauslage" wahr, sondern "die Himbeertorte, die Schokorolle und die Krapfen, die sich zwischen die anderen Kuchen drücken" ... pars pro toto, wenn man so will. Den Rest denkt sich der Leser selbst.


So sehe ich das auch. Das besondere zu erwähnen sonst wird der Text fade. Findest du es hier gelungen für den ersten Eindruck der Stadt?
Aussage soll nur sein gewaltig gewachsen und fliegende Autos als "Himbeertorte" weitere Details folgen später noch.


"Gelungen" finde ich es noch nicht. Ich kann Rainer Prems Kritik sehr gut nachvollziehen. Der Szene ist für mich keine Beschreibung der Stadt, sondern eine Beschreibung des Moments, in dem Max und Lea den Wald verlassen. Max ist schneller als Lea, weil er (so empfinde ich das) etwas wahrnimmt, dass ihn irgendwie beeindruckt. Die Stadt spielt hier aber keine wichtige Rolle. Dass die Stadt hier schon eine Kulisse bildet - okay - aber die Stadt-Beschreibgung sollte ja eigentlich dann erfolgen, wenn die Stadt in der Hauptwahrnehmng von Max liegt. Als Leser frage ich mich in der Szene eher, was Max Aufmerksamkeit von der Stadt abzieht. D.h., mich interessiert die Stadt hier noch nicht (als Leser). So gesehen okay - Skyline - fliegende Autos - packt mich nicht.

Bei der Szene sehe ich ein Animé vor mir: Grün, Wald, sie rennen, alles verschwimmt und irgendwo hinten hohe eckige Häuser in blauem Dunst mit umherfliegenden Punkten. Max schaut aber nicht hin, weil er etwas anderes sieht, das ich jetzt auch gleich im Detail sehen will.
Wenn Du die Stadt zeigen willst, dann lass Max doch innehalten. Wow, Häusermeer (was für ein Klischee), fliegende Autor wie in einem Bienestock, Leuchtreklamen, die nach dem Grün des Waldes unwirklich strahlen (oder sowas) ... einfach der Stadt mit Max den Raum geben. Danach kannst Du ihn ja immernoch von einem riesiegen Osterhasen im Batman-Kostüm ablenken lassen (oder was da auch immer unfassbar ist).

Und wenn erst das Unfassbar, dann bring die Stadt später ... alles zu seiner Zeit.

EDIT: Jetzt, wo ich die anderen Kommentare und Antworten gelesen habe, wurde mir erst klar, dass die Stadt zu verschiedenen Zeiten immer wieder besucht wird. Sollte es dann nicht eher so sein, dass die Stadt Max und Leas volle Aufmerksamkeit hat, und zwar bis ins Detail? Immerhin kennen sie ja alles und können die Veränderungen genau wahrnehmen. Und das müsste sie doch eigentlich brennend interessieren. Unter dem Aspekt finde ich das marginale Interesse ehe runglaubwürdig, vor allem wenn sie zum ersten Mal die neue Zeitstufe der Stadt sehen. Das eröffnet auch die Möglichkeit, an bestimmten Konstanten die Stadt zu beschrieben ... die Eckkneipe gibt es immer noch, das Fußballstadion ist jetzt woanders und größer, der Bahnhof ist noch der alte nur mit einem Landeplatz für Autos ... Ich glaube, es wäre besser, wenn Du uns den ersten Eindruck der Stadt zeigst und nicht mitten in die Geschichte springst für die Stadtbeschreibung.

Grüße
Bunt


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Ralphie
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BeitragVerfasst am: 22.02.2021 18:13    Titel: Antworten mit Zitat

Ist das eine fiktive oder eine real existierende Stadt?
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WAYKOW
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BeitragVerfasst am: 22.02.2021 20:57    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

fiktive stadt
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BeitragVerfasst am: 22.02.2021 21:30    Titel: Antworten mit Zitat

WAYKOW hat Folgendes geschrieben:
gut erkannt -  sie sind Zeitreisende aus dem Jahr 2022 und landen in 2150


Tolle Romanidee, klingt echt spannend, falls du dafür einen Verlag findest, würde ich mir den Roman auf jeden Fall kaufen, ich liebe solche Zeitreiseromane.
Und dein Roman ist mal was anderes...mal in die Zukunft anstatt wie in vielen Romanen immer in die Vergangenheit. Very Happy
Und für deine Protas wird es ja bestimmt auch schwierig in der Zukunft....vermutlich gibt es in deinem Roman ja auch irgendein System, mit dem die Protas des Jahres 20150 sich ausweisen können, irgendwas Elektronisches, das haben deine Protas ja dann nicht.
Und in einer so modernen Stadt der Zukunft fallen sie ja bestimmt sofort als Fremde auf.
Ich wünsche dir jedenfalls viel Glück mit deinem Roman, wirst du eigentlich auch eine AG machen?
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WAYKOW
Schmierfink


Beiträge: 88



BeitragVerfasst am: 22.02.2021 23:43    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Du wirst lachen, ich schreibe genau diese Szene gerade.

Sie sind als Zeitreisende aufgeflogen weil sie keinen Perso Chip implantiert  haben.

Die Zeitreise steht alles in allem unter keinem guten Stern. Ich dachte immer Roman schreiben wäre einfach, weil man als Autor alle Probleme einfach ausräumen kann, stattdessen schaffe ich immer neue Probleme;)

Man muss in jeder Zeit Phase neue Kontakte aufbauen und plausibel erklären wieso in kurzer Zeit eine Vertrauenslage entsteht.

Das Buch ist echt eine Herausforderung.
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WAYKOW
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Beiträge: 88



BeitragVerfasst am: 22.02.2021 23:56    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

was ist eine AG?
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