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Ein wenig versalzen


 

 
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DLurie
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BeitragVerfasst am: 18.02.2021 22:33    Titel: Ein wenig versalzen eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Neue Version »

»Wie werden wir diesen Kurt nur wieder los?«, fragt Charlotte ihren Mann Heinrich, der neben ihr bewegungslos auf dem Rücken im Wasser des Toten Meeres liegt.
»Er sucht eben Anschluss», sagt Heinrich. »Drei Wochen Wellness allein hier… da kommt irgendwann Langeweile auf. Leider hat er ausgerechnet an uns einen Narren gefressen.«
»Wenn er die Reise nicht per Los gewonnen hätte, wäre er überhaupt nicht hier, als Hartz IV-Empfänger«, sagt Charlotte. »Ein geschickter Schachzug vom Veranstalter, ein paar Reisen an Bedürftige zu verschenken. Nimmt Druck aus der Diskussion und ist gut fürs Image. Nur müssen wir das jetzt ausbaden.«
»Ja«, stimmt Heinrich zu. »Bei den Losgewinnern hätten sie großzügiger sein und den Partner mitreisen lassen können.«
»Seine Frau, diese Hilde, wäre ohnehin nicht mitgekommen«, meint Charlotte.
»Stimmt. Die scheint eine ganz linke Socke zu sein. Hier die armen, Palästinenser, dort die bösen Israelis. Und Kurt ist zwar ein netter Kerl, aber nicht der hellste von drei Glocken. Jede Wette: Er hat bisher immer brav das auf dem Wahlzettel angekreuzt, was seine Hilde ihm gesagt hat.«
»Das mag ja alles stimmen, Heinrich. Trotzdem verstehe ich nicht, warum er uns bei jeder Gelegenheit mit seiner Frau und ihren Einwänden gegen diese Reise nervt. Ich meine, wir sind auch hier, um uns zu erholen. Wie lange dürfen wir noch im Wasser bleiben? Ich fühle mich jetzt schon ziemlich durchgepökelt.«
Heinrich sieht auf seine wasserdichte Armbanduhr.
»Noch zehn Minuten, Schatz», sagt er. »Ich will dir sagen, was Kurt umtreibt. Seine Hilde hat ihm vor der Reise ein schlechtes Gewissen eingeredet. Raubtierkapitalismus, Kolonialismus, Imperialismus. Die ganze Palette. Und er ist trotzdem gefahren. Weil er nicht warten wollte, bis Deutschland endlich in die Hufe kommt, und weil er eine Reise geschenkt bekommen hat, die er sich sonst nie hätte leisten können. Aber er weiß auch, dass seine Holde keine Ruhe geben wird.«
»Und?«, hakt Charlotte nach.
»Ich glaube, er sammelt stichhaltige Argumente bei uns. Für den drohenden Disput bei seiner Rückkehr.«
Charlotte winkt ab.
»Aber das haben wir doch inzwischen zur Genüge durchgekaut, oder? Dass es nicht so einfach ist mit den besetzten Gebieten. Weil dort Leute das Sagen haben, die Israel zur Hölle wünschen. Und so weiter.«
»Ich weiß, Charlotte. Aber Kurt braucht halt etwas länger, bis er begriffen hat.«
»Wir sind einfach zu gutmütig, Heinrich. Wir hätten ihm von Anfang an klar machen müssen, dass wir lieber unter uns sein wollen. Jetzt ist es zu spät. Wann hat er denn seinen zweiten Impftermin?»
Heinrich überlegt einen Moment.
»Er müsste etwa eine Woche vor uns dran sein.«
»Gott sei Dank. Da bleiben uns noch ein paar Tage zu zweit. Irgendwie vermiest mir seine Anwesenheit die Stimmung.«
Heinrich nickt.
»Sollten beim nächsten Schub Impftouristen wieder Losgewinner dabei sein, werden wir uns zurückhalten.«
»Oh ja! Gönnen wir uns noch ein Schlammbad?«

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Ψ
Gänsefüßchen


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BeitragVerfasst am: 19.02.2021 00:06    Titel: Antworten mit Zitat

Soso … Unfriede im gelobten Land der Corona-Impfungen … überall Fremdkörper, die sich, mal mehr, mal weniger freiwillig, mal für eine kurze, exakt geplante Zeitspanne, mal mit dauerhafteren Absichten einer ihnen feindlichen Umgebung aussetzen … da macht die kurze Geschichte ja ein ganzes Pökelfass auf!
Ich finde die Geschichte gut gelungen und sehr angenehm und amüsant zu lesen. Ich mag deinen unaufgeregten Schreibstil. Mein größter Kritikpunkt wäre eigentlich schon, dass es eher eine Momentaufnahme ist, die zu keinem süffisanten Schlusspunkt kommt (oder ich habe ihn nicht verstanden, kann wohl auch sein).

Da der Text in der Werkstatt steht, schreibe ich einfach mal ein paar Sachen hinein, die ich mir beim Lesen gedacht habe. Nimm einfach das, was dir hilfreich erscheint und ignorier den Rest:
DLurie hat Folgendes geschrieben:

»Wie werden wir diesen Kurt nur wieder los?«, fragt Charlotte ihren Mann Heinrich, der neben ihr bewegungslos auf dem Rücken im Wasser des Toten Meeres liegt. das habe ich als sehr viel Beschreibung auf einmal empfunden
»Er sucht eben Anschluss», sagt Heinrich. »Drei Wochen Wellness allein hier… da kommt irgendwann Langeweile auf. Leider hat er ausgerechnet an uns einen Narren gefressen.«
»Wenn er die Reise nicht per Los gewonnen hätte, wäre er überhaupt nicht hier, als Hartz IV-Empfänger«, sagt Charlotte. »Ein geschickter Schachzug vom Veranstalter, ein paar Reisen an Bedürftige zu verschenken. Nimmt Druck aus der Diskussion und ist gut fürs Image. Nur müssen wir das jetzt ausbaden:)
»Ja«, stimmt Heinrich zu. »Bei den Losgewinnern hätten sie großzügiger sein und den Partner mitreisen lassen können.« Das Inquit gefällt mir hier nicht so, das wird ja schon mit dem Gesagten deutlich.
»Seine Frau, diese Hilde, wäre ohnehin nicht mitgekommen«, meint Charlotte.
»Stimmt. Die scheint eine ganz linke Socke zu sein. Hier die armen, Palästinenser, dort die bösen Israelis. Und Kurt ist zwar ein netter Kerl, aber nicht der hellste von drei Glocken. Jede Wette: Er hat bisher immer brav das auf dem Wahlzettel angekreuzt, was seine Hilde ihm gesagt hat.«
»Das mag ja alles stimmen, Heinrich. Trotzdem verstehe ich nicht, warum er uns bei jeder Gelegenheit mit seiner Frau und ihren Einwänden gegen diese Reise nervt. Ich meine, wir sind auch hier, um uns zu erholen. Wie lange dürfen wir noch im Wasser bleiben? Ich fühle mich jetzt schon ziemlich durchgepökelt.«
Heinrich sieht auf seine wasserdichte Armbanduhr.
»Noch zehn Minuten, Schatz», sagt er. »Ich will dir sagen, was Kurt umtreibt. Seine Hilde hat ihm vor der Reise ein schlechtes Gewissen eingeredet. Raubtierkapitalismus, Kolonialismus, Imperialismus. Die ganze Palette. Und er ist trotzdem gefahren. Weil er nicht warten wollte, bis Deutschland endlich in die Hufe kommt, und weil er eine Reise geschenkt bekommen hat, die er sich sonst nie hätte leisten können. Aber er weiß auch, dass seine Holde keine Ruhe geben wirdDiese Information wird, finde ich, auch im Kontext schon deutlich. Wirkt hier ein bisschen erklärbärig.
»Und?«, hakt Charlotte nach.
»Ich glaube, er sammelt stichhaltige Argumente bei uns. Für den drohenden Disput bei seiner Rückkehr.«
Charlotte winkt ab.
»Aber das haben wir doch inzwischen zur Genüge durchgekaut, oder? Dass es nicht so einfach ist mit den besetzten Gebieten. Weil dort Leute das Sagen haben, die Israel zur Hölle wünschen. Und so weiter.« Das wird mir, insbesondere mit dem erklärbärigen Abschnitt direkt davor, etwas zu viel. Erinnert mich mit der 'Ich weiß'-Antwort von Heinrich an 'As you know, Bob …'
»Ich weiß, Charlotte. Aber Kurt braucht halt etwas länger, bis er begriffen hat.«
»Wir sind einfach zu gutmütig, Heinrich. Wir hätten ihm von Anfang an klar machen müssen, dass wir lieber unter uns sein wollen. Jetzt ist es zu spät. Wann hat er denn seinen zweiten Impftermin?»
Heinrich überlegt einen Moment.
»Er müsste etwa eine Woche vor uns dran sein.«
»Gott sei Dank. Da bleiben uns noch ein paar Tage zu zweit. Irgendwie vermiest mir seine Anwesenheit die Stimmung.«
Heinrich nickt.
»Sollten beim nächsten Schub Impftouristen wieder Losgewinner dabei sein, werden wir uns zurückhalten.«
»Oh ja! Gönnen wir uns noch ein Schlammbad?« Ich verstehe den Witz vom Schluss nicht ganz, hier hätte ich mir etwas Stärkeres gewünscht. Können sie vielleicht eine Antwort auf die Eingangsfrage finden? Und wenn es nur die Feststellung ist, dass sie eben stark sein und würdevoll durchhalten müssen, bis sich das Problem zwangsläufig von allein löst?

Wie gesagt, nur mein persönlicher Eindruck. :)
Liebe Grüße und gerne gelesen,
Ψ
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DLurie
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BeitragVerfasst am: 19.02.2021 09:38    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Ψ

danke für deinen Kommentar!
Da ist einiges dabei, was ich bei einer Überarbeitung berücksichtigen werde.

Im Detail:

DLurie hat Folgendes geschrieben:

»Wie werden wir diesen Kurt nur wieder los?«, fragt Charlotte ihren Mann Heinrich, der neben ihr bewegungslos auf dem Rücken im Wasser des Toten Meeres liegt. das habe ich als sehr viel Beschreibung auf einmal empfunden
Stimmt: bewegungslos auf dem Rücken kann eigentlich raus, denn etwas anderes ist in der giftigen Salzlake ohnehin nicht möglich. Man könnte ihn eine Zeitschrift lesen lassen.
»Er sucht eben Anschluss», sagt Heinrich. »Drei Wochen Wellness allein hier… da kommt irgendwann Langeweile auf. Leider hat er ausgerechnet an uns einen Narren gefressen.«
»Wenn er die Reise nicht per Los gewonnen hätte, wäre er überhaupt nicht hier, als Hartz IV-Empfänger«, sagt Charlotte. »Ein geschickter Schachzug vom Veranstalter, ein paar Reisen an Bedürftige zu verschenken. Nimmt Druck aus der Diskussion und ist gut fürs Image. Nur müssen wir das jetzt ausbadensmile
»Ja«, stimmt Heinrich zu. »Bei den Losgewinnern hätten sie großzügiger sein und den Partner mitreisen lassen können.« Das Inquit gefällt mir hier nicht so, das wird ja schon mit dem Gesagten deutlich. Ja, das Inquit ist überflüssig
»Seine Frau, diese Hilde, wäre ohnehin nicht mitgekommen«, meint Charlotte.
»Stimmt. Die scheint eine ganz linke Socke zu sein. Hier die armen, Palästinenser, dort die bösen Israelis. Und Kurt ist zwar ein netter Kerl, aber nicht der hellste von drei Glocken. Jede Wette: Er hat bisher immer brav das auf dem Wahlzettel angekreuzt, was seine Hilde ihm gesagt hat.«
»Das mag ja alles stimmen, Heinrich. Trotzdem verstehe ich nicht, warum er uns bei jeder Gelegenheit mit seiner Frau und ihren Einwänden gegen diese Reise nervt. Ich meine, wir sind auch hier, um uns zu erholen. Wie lange dürfen wir noch im Wasser bleiben? Ich fühle mich jetzt schon ziemlich durchgepökelt.«
Heinrich sieht auf seine wasserdichte Armbanduhr.
»Noch zehn Minuten, Schatz», sagt er. »Ich will dir sagen, was Kurt umtreibt. Seine Hilde hat ihm vor der Reise ein schlechtes Gewissen eingeredet. Raubtierkapitalismus, Kolonialismus, Imperialismus. Die ganze Palette. Und er ist trotzdem gefahren. Weil er nicht warten wollte, bis Deutschland endlich in die Hufe kommt, und weil er eine Reise geschenkt bekommen hat, die er sich sonst nie hätte leisten können. Aber er weiß auch, dass seine Holde keine Ruhe geben wirdDiese Information wird, finde ich, auch im Kontext schon deutlich. Wirkt hier ein bisschen erklärbärig.
Das würde ich lieber so lassen. Es war generell in der Geschichte die Frage, ab wann ich erstmalig unmissverständlich die Information bringe, dass es sich hier um Impftourismus handelt. In der Ursprungsversion hatte ich das erst ganz am Ende - zu spät für jemanden, der sich noch nicht mit dem Thema befasst hat, wie sich herausstellte. .
»Und?«, hakt Charlotte nach.
»Ich glaube, er sammelt stichhaltige Argumente bei uns. Für den drohenden Disput bei seiner Rückkehr.«
Charlotte winkt ab.
»Aber das haben wir doch inzwischen zur Genüge durchgekaut, oder? Dass es nicht so einfach ist mit den besetzten Gebieten. Weil dort Leute das Sagen haben, die Israel zur Hölle wünschen. Und so weiter.« Das wird mir, insbesondere mit dem erklärbärigen Abschnitt direkt davor, etwas zu viel. Erinnert mich mit der 'Ich weiß'-Antwort von Heinrich an 'As you know, Bob …'
Stimmt der Satz Weil dort... fliegt raus
»Ich weiß, Charlotte. Aber Kurt braucht halt etwas länger, bis er begriffen hat.«
»Wir sind einfach zu gutmütig, Heinrich. Wir hätten ihm von Anfang an klar machen müssen, dass wir lieber unter uns sein wollen. Jetzt ist es zu spät. Wann hat er denn seinen zweiten Impftermin?»
Heinrich überlegt einen Moment.
»Er müsste etwa eine Woche vor uns dran sein.«
»Gott sei Dank. Da bleiben uns noch ein paar Tage zu zweit. Irgendwie vermiest mir seine Anwesenheit die Stimmung.«
Heinrich nickt.
»Sollten beim nächsten Schub Impftouristen wieder Losgewinner dabei sein, werden wir uns zurückhalten.«
»Oh ja! Gönnen wir uns noch ein Schlammbad?« Ich verstehe den Witz vom Schluss nicht ganz, hier hätte ich mir etwas Stärkeres gewünscht. Können sie vielleicht eine Antwort auf die Eingangsfrage finden? Und wenn es nur die Feststellung ist, dass sie eben stark sein und würdevoll durchhalten müssen, bis sich das Problem zwangsläufig von allein löst?
Ich finde, es läuft doch genau auf die von dir skizzierte Lösung raus. Sprich: Die Beiden haben beschlossen, Kurt auszusitzen. Und gehen wieder zum Wellness-Programm über.  


LG
DLurie
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a.no-nym
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BeitragVerfasst am: 19.02.2021 10:14    Titel: Antworten mit Zitat

DLurie hat Folgendes geschrieben:
Es war generell in der Geschichte die Frage, ab wann ich erstmalig unmissverständlich die Information bringe, dass es sich hier um Impftourismus handelt. In der Ursprungsversion hatte ich das erst ganz am Ende - zu spät für jemanden, der sich noch nicht mit dem Thema befasst hat, wie sich herausstellte.


Hallo DLurie,

ich hab es trotz dieser vorgezogenen Information nicht verstanden – der Satz mit dem "in die Hufe kommen" ist je eher vage, ich hab mir keinen Reim drauf machen können. Erst ganz am Schluss ist bei mir der Groschen gefallen  (und an dem Punkt bin ich dann davon ausgegangen, dass Du Dir das mit dem Impftourismus ausgedacht hast. Inzwischen hab ich's nachgelesen ...).

Unabhängig davon plätschert die Geschichte eher so an mir vorbei, da fliegt auch beim nochmaligen Lesen und mit dem Wissen, worum es geht, der Funke nicht. Auf mich wirkt das Ganze noch etwas  unausgegoren, unsicher tastend, fast so, als wärst Du noch nicht ganz sicher, was Du eigentlich erzählen willst. Ist aber vielleicht auch Geschmackssache und ich kann's nicht konkret am Text festmachen ...

Freundliche Grüße
a.
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DLurie
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BeitragVerfasst am: 19.02.2021 10:56    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo a.

danke für deinen Kommentar!


a.no-nym hat Folgendes geschrieben:

ich hab es trotz dieser vorgezogenen Information nicht verstanden – der Satz mit dem "in die Hufe kommen" ist je eher vage, ich hab mir keinen Reim drauf machen können. Erst ganz am Schluss ist bei mir der Groschen gefallen  (und an dem Punkt bin ich dann davon ausgegangen, dass Du Dir das mit dem Impftourismus ausgedacht hast. Inzwischen hab ich's nachgelesen ...).

Ja die einschlägigen Angebote haben sich wohl noch nicht überall herumgesprochen. Ein heikles Thema. Bin mal gespannt, was daraus wird.
Der Ethikrat befasst sich sicher noch damit und Heiner Lauterbach hat sich auch schon geäußert.  
  
a.no-nym hat Folgendes geschrieben:

Unabhängig davon plätschert die Geschichte eher so an mir vorbei, da fliegt auch beim nochmaligen Lesen und mit dem Wissen, worum es geht, der Funke nicht. Auf mich wirkt das Ganze noch etwas  unausgegoren, unsicher tastend, fast so, als wärst Du noch nicht ganz sicher, was Du eigentlich erzählen willst. Ist aber vielleicht auch Geschmackssache und ich kann's nicht konkret am Text festmachen ...

Im Unterschied zu anderen Geschichten von mir, war ich diesmal ganz sicher, was ich erzählen will und was nicht. Ich stellte mir einfach vor, wie zwei da in der Salzlake schwimmen, nach der ersten Dosis und nur ihren Urlaub genießen wollen. Und eigentlich stört nur Kurt den ungetrübten Genuss... That's it.
      

LG
DLurie
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a.no-nym
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BeitragVerfasst am: 19.02.2021 11:13    Titel: Antworten mit Zitat

Verstehe. Kann ja immer nur wiedergeben, wie es auf mich wirkt. [Möglicherweise könnte ich mich besser hineinversetzen, wenn Kurt (zu Beginn) einen eigenen Auftritt in der Geschichte hätte. Das Ehepaar ist sich ja doch recht einig im gemeinsamen Unmut – vielleicht fehlt mir der Gegenpart/der Konflikt und deshalb so ein bisschen Spannung/Salz in der Suppe Wink ]

Wie gesagt, ich nehme an, es ist hauptsächlich Geschmackssache.
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BeitragVerfasst am: 19.02.2021 14:38    Titel: Antworten mit Zitat

a.no-nym hat Folgendes geschrieben:

ich hab es trotz dieser vorgezogenen Information nicht verstanden – der Satz mit dem "in die Hufe kommen" ist je eher vage, ich hab mir keinen Reim drauf machen können.

Mir ging’s genauso. Anhand dieses Einschubs habe ich nicht verstanden, dass es sich um Impftourismus handelt und deswegen hat der mir keine zusätzlichen Informationen geliefert, die mir nicht auch ohne den Einschub klar gewesen wären.

DLurie hat Folgendes geschrieben:

Ich finde, es läuft doch genau auf die von dir skizzierte Lösung raus. Sprich: Die Beiden haben beschlossen, Kurt auszusitzen. Und gehen wieder zum Wellness-Programm über.  

Ja, das war nur so ein Gefühl von mir, hm. Ich weiß nicht, wie ich es gut beschreiben kann. Mir kam dieser Ausschnitt so vor, als würden die beiden, in trauter Einigkeit, nur Informationen durchkauen, die sie auch vorher schon hatten und vermutlich auch vorher schon des Öfteren durchgekaut haben und vermutlich auch nach dieser Begebenheit noch öfter durchkauen werden.
Da fehlt mir das kleine Etwas, das genau diese Iteration erzählenswert macht und von den anderen abhebt.
Das ganze wirkt mehr wie ein Set-Up, wie ein Gespräch zur Information des Lesers, aber es kommt nicht wirklich zu einem Informations- oder Erkenntniszuwachs für die Figuren.
Also, bitte nicht falsch verstehen, natürlich ist es deine Geschichte und nur du weißt, was du erzählen willst. Ich wollte hiermit nur versuchen, näher zu beschreiben, warum ich diesen Eindruck hatte.

Liebe Grüße,
Ψ
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DLurie
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BeitragVerfasst am: 20.02.2021 12:18    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Eine neue Version, die einige der Einwände von Ψ und  a.no-nym zu berücksichtigen versucht. Aus Charlotte ist Hedwig geworden, was aber rein private Gründe hat.  


Hedwig liegt im Wasser des Toten Meeres neben ihrem Mann Heinrich, der in einem Prospekt für Golfausrüstungen blättert.
»Hallo ihr Beiden!«, ertönt eine Stimme vom Strand.
»Nicht reagieren! Wir schlafen!«, zischt Hedwig.
»Aber er sieht doch, dass ich lese. Spielen wir jetzt schon Verstecken? Das ist mir zu blöd.«
»Ich bin’s! Kurt!«, ruft der Mann am Strand und wedelt mit den Armen.
»Hallo Kurt!« grüßt Heinrich zurück und winkt mit einer Hand.
»Ich mach jetzt mal nen Spaziergang. Bis später«, brüllt Kurt und zieht weiter.
»Puh, Glück gehabt!«, schnaubt Hedwig. »Wie werden wir den nur wieder los?«
»So schlimm?», fragt Heinrich und blättert weiter in seinem Prospekt.
»Irgendwie vermiest er mir inzwischen die Stimmung. Dir etwa nicht?»
»Zugegeben, manchmal nervt er, besonders wenn er mit seiner Hilde anfängt. Er sucht eben Anschluss. Drei Wochen Wellness allein hier, da kommt früher oder später Langeweile auf. Leider hat er ausgerechnet an uns einen Narren gefressen. Und daran bist du nicht ganz unschuldig.«
»Ich weiß, ich bin einfach zu gutmütig. Er tat mir irgendwie Leid. Wie er da immer so alleine im Speisesaal am Tisch saß.»
»Wenn er die Reise nicht per Los gewonnen hätte, wäre er überhaupt nicht hier, als Hartz IV-Empfänger«, sagt Heinrich. »Geschickter Schachzug vom Veranstalter, ein paar Reisen an Bedürftige zu verschenken. Nimmt den Druck aus der Diskussion und ist gut fürs Image. Nur müssen wir das jetzt ausbaden.«
»Ja. Bei den Losgewinnern hätten sie großzügiger sein und den Partner mitreisen lassen können.«
»Seine Frau, diese Hilde, wäre ohnehin nicht mitgekommen«, meint Heinrich. »Die ist eine ganz linke Socke. Hier die armen Palästinenser, dort die bösen Israelis. Und Kurt ist nicht gerade der Hellste, was die große Politik betrifft. Jede Wette: Auf dem Wahlzettel macht er brav dort sein Kreuzchen, wo Hilde es ihm sagt.«
»Das mag ja alles stimmen, Heinrich. Trotzdem verstehe ich nicht, warum er uns bei jeder Gelegenheit die Einwände seiner Frau gegen diese Reise auftischt. Wer will sich das dauernd anhören? Ich meine, wir sind auch hier, um uns zu erholen. Wie lange dürfen wir noch im Wasser bleiben? Ich fühle mich jetzt schon ziemlich durchgepökelt.«
Heinrich sieht auf seine wasserdichte Armbanduhr.
»Noch zehn Minuten, Schatz. Ich will dir sagen, was ihn umtreibt. Seine Frau hat ihm vor der Reise die Hölle heiß gemacht und ihm ein schlechtes Gewissen eingeredet.«
»Aber er ist doch trotzdem gefahren«, wirft Hedwig ein.
»Er ist gefahren, weil er nicht warten wollte, bis Deutschland mit der Impferei endlich in die Hufe kommt, und weil er eine Reise geschenkt bekommen hat, die er sich nie hätte leisten können. Und jetzt sammelt er stichhaltige Argumente für das drohende Gewitter bei seiner Rückkehr. Seine Holde wird keine Ruhe geben, das ist gewiss.«
Hedwig winkt ab.
»Aber das haben wir doch alles zur Genüge durchgekaut, oder? Dass es nicht so einfach ist mit den besetzten Gebieten. Dass es, global gesehen, ohnehin keine Gerechtigkeit bei der Verteilung des Impfstoffs geben wird. Und so weiter, und so weiter.«
Heinrich schüttelt den Kopf.
»Kurt braucht halt etwas länger, bis er die Zusammenhänge begriffen hat.«
»Ich habe nachrechnet», sagt Hedwig. »Er ist etwa eine Woche vor uns angekommen. Demnach müsste er nächste Woche seinen zweiten Impftermin haben.»
»Und?«
»Das bedeutet: Weitere sieben lange Tage mit Kurt am Tisch. Das halte ich einfach nicht aus! Könntest du nicht ein Wort mit ihm reden? Von Mann zu Mann. Dass wir auch mal zu zweit sein wollen. Das versteht er bestimmt.«
»Ach! Ich soll jetzt wieder die Drecksarbeit machen!«
«Komm schon Heinrich! Du kannst das besser.«
»Gut, Hedwig. Ich rede mit Kurt. Aber sollten beim nächsten Schub Impftouristen wieder Losgewinner dabei sein, dann halte dich bitte zurück.«
»Versprochen. Gönnen wir uns noch ein Schlammbad?«
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BeitragVerfasst am: 22.02.2021 23:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo DLurie,
die neue Version empfinde ich als deutlich stimmiger; sowohl der Mini-Auftritt von Kurt als auch das kleine Gezerre der Ehepartner bringt mich näher ans Geschehen. Beim Lesen der zweiten Version entsteht ein Film in meinem Kopf (bei der ersten Version wollte der sich noch nicht recht einstellen).

Rausgefallen bin ich nur noch an einer Stelle, nämlich beim Wort "Drecksarbeit". Das ist mir in dieser Situation aus dem Mund dieses Charakters zu hart.

"wenn er mit seiner Hilde anfängt" – hier würde mir ein "von" besser gefallen

Freundliche Grüße
a.
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BeitragVerfasst am: 23.02.2021 08:49    Titel: Antworten mit Zitat

Daumen hoch

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DLurie
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BeitragVerfasst am: 23.02.2021 09:33    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo  a.no-nym,
a.no-nym hat Folgendes geschrieben:

die neue Version empfinde ich als deutlich stimmiger;

Freut mich!

a.no-nym hat Folgendes geschrieben:

Rausgefallen bin ich nur noch an einer Stelle, nämlich beim Wort "Drecksarbeit". Das ist mir in dieser Situation aus dem Mund dieses Charakters zu hart.

Ja - vielleicht eher: Ach! Ich soll jetzt wieder mal den unerquicklichen (oder: unschönen) Part übernehmen.

a.no-nym hat Folgendes geschrieben:

"wenn er mit seiner Hilde anfängt" – hier würde mir ein "von" besser gefallen

Komisch - ich verwende das ugs. immer so. Aber wahrscheinlich ist von, grammatikalisch korrekter.

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DLurie
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BeitragVerfasst am: 23.02.2021 09:35    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Ralphie,

danke für das Feedback. Freut mich, dass dir die Geschichte gefallen hat.

LG
DLurie
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a.no-nym
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BeitragVerfasst am: 23.02.2021 09:43    Titel: Antworten mit Zitat

"unerquicklich" wäre wahrscheinlich zu bildungssprachlich/antiquiert.

Umgangssprachlich verwende ich das "mit" in solchen Zusammenhängen durchaus auch. Beim Lesen von "mit seiner Hilde anfängt" dachte ich im ersten Moment, die Frau sei auch anwesend. Den Eindruck hat der Text zwar rasch korrigiert, aber so ein ganz kleines Ruckeln war da, deshalb hab ich das angemerkt. Wink
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Globo85
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BeitragVerfasst am: 23.02.2021 10:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

gefällt mir auch sehr gut, die zweite Version ist wirklich runder und erzeugt auch bei mir direkt Kopfkino.

Ich hab dir noch ein paar Anmerkungen dagelassen, sind aber nur Kleinigkeiten und auch keine wirklichen Unstimmigkeiten sondern einfach mein Leseeindruck. Vielleicht kannst du mit dem ein oder anderen was anfangen.

Sehr gerne gelesen.

DLurie hat Folgendes geschrieben:

Hedwig liegt im Wasser des Toten Meeres neben ihrem Mann Heinrich, der in einem Prospekt für Golfausrüstungen blättert.
»Hallo ihr Beiden!«, ertönt eine Stimme vom Strand.
»Nicht reagieren! Wir schlafen!«, zischt Hedwig.
»Aber er sieht doch, dass ich lese. Spielen wir jetzt schon Verstecken? Das ist mir zu blöd.«
»Ich bin’s! Kurt!«, ruft der Mann am Strand und wedelt mit den Armen.
»Hallo Kurt!« grüßt Heinrich zurück und winkt mit einer Hand.
»Ich mach jetzt mal nen Spaziergang. Bis später«, brüllt Kurt und zieht weiter.
»Puh, Glück gehabt!«, schnaubt Hedwig. »Wie werden wir den nur wieder los?«
»So schlimm?», fragt Heinrich und blättert weiter in seinem Prospekt.
»Irgendwie vermiest er mir inzwischen die Stimmung. Dir etwa nicht?»
»Zugegeben, manchmal nervt er, besonders wenn er mit seiner Hilde anfängt. Er sucht eben Anschluss. Drei Wochen Wellness allein hier, da kommt früher oder später Langeweile auf. Leider hat er ausgerechnet an uns einen Narren gefressen. Das "Leider" am Satzanfang gefällt mir nicht ganz so gut, klingt für mich nen Tick Erklärbar, etwas wie "Jetzt hat er nun mal an uns einen Narren gefressen." fände ich flüssiger. Und daran bist du nicht ganz unschuldig.«
»Ich weiß, ich bin einfach zu gutmütig. Den find ich toll, das bedeutungsschwangere Gesicht und den melodramatischen Tonfall hab ich deutlich vor Augen/in den Ohren Er tat mir irgendwie Leid. Wie er da immer so alleine im Speisesaal am Tisch saß.»
»Wenn er die Reise nicht per Los gewonnen hätte, wäre er überhaupt nicht hier, als Hartz IV-Empfänger«, sagt Heinrich. »Geschickter Schachzug vom Veranstalter, ein paar Reisen an Bedürftige zu verschenken. Nimmt den Druck aus der Diskussion und ist gut fürs Image. Nur müssen wir das jetzt ausbaden. Herrlich wink«
»Ja. Bei den Losgewinnern hätten sie großzügiger sein und den Partner mitreisen lassen können.«
»Seine Frau, diese Hilde, klingt für mich auch wieder Erklärbär, "Diese Hilde" reicht für mich und hat nen schöneren Flow wäre ohnehin nicht mitgekommen«, meint Heinrich. »Die ist eine ganz linke Socke. Hier die armen Palästinenser, dort die bösen Israelis. Und Kurt ist nicht gerade der Hellste, was die große Politik betrifft. Jede Wette: Auf dem Wahlzettel macht er brav dort sein Kreuzchen, wo Hilde es ihm sagt.«
»Das mag ja alles stimmen, Heinrich. Trotzdem verstehe ich nicht, warum er uns bei jeder Gelegenheit die Einwände seiner Frau gegen diese Reise auftischt. Wer will sich das dauernd anhören? Ich meine, wir sind auch hier, um uns zu erholen. Wie lange dürfen wir noch im Wasser bleiben? Ich fühle mich jetzt schon ziemlich durchgepökelt.«
Heinrich sieht auf seine wasserdichte Armbanduhr.
»Noch zehn Minuten, Schatz. Ich will dir sagen "Ich sag dir" reicht für mich, was ihn umtreibt. Seine Frau hat ihm vor der Reise die Hölle heiß gemacht und ihm ein schlechtes Gewissen eingeredet.«
»Aber er ist doch trotzdem gefahren«, wirft Hedwig ein.
»Er ist gefahren, weil er nicht warten wollte, bis Deutschland mit der Impferei endlich in die Hufe kommt, und weil er eine Reise geschenkt bekommen hat, die er sich nie hätte leisten können. Und jetzt sammelt er stichhaltige Argumente für das drohende Gewitter bei seiner Rückkehr. Seine Holde die "Holde" find ich toll, vielleicht statt "Seine Holde" "Die holde Hilde" wird keine Ruhe geben, das ist gewiss.«
Hedwig winkt ab.
»Aber das haben wir doch alles zur Genüge durchgekaut, oder? Dass es nicht so einfach ist mit den besetzten Gebieten. Dass es, global gesehen, ohnehin keine Gerechtigkeit bei der Verteilung des Impfstoffs geben wird. Und so weiter, und so weiter.«
Heinrich schüttelt den Kopf.
»Kurt braucht halt etwas länger, bis er die Zusammenhänge begriffen hat.«
»Ich habe nachgerechnet», sagt Hedwig. »Er ist etwa eine Woche vor uns angekommen. Demnach müsste er nächste Woche seinen zweiten Impftermin haben.»
»Und?«
»Das bedeutet: Weitere sieben lange Tage mit Kurt am Tisch. Das halte ich einfach nicht aus! Könntest du nicht ein Wort mit ihm reden? Von Mann zu Mann. Dass wir auch mal zu zweit sein wollen. Das versteht er bestimmt.«
»Ach! Ich soll jetzt wieder die Drecksarbeit "Drecksarbeit" find ich auch ein bisschen hart, vielleicht etwas wie "Ach! Du schleppst sie immer an und ich darf sie dann wieder loswerden!" machen!«
«Komm schon Heinrich! Du kannst das besser Hier könnte es für mich noch einen Tick mehr Schmeichelei sein, etwa "Komm schon Heinrich! Du kannst dich bei sowas immer so diplomatisch ausdrücken."«
»Gut, Hedwig. Ich rede mit Kurt. Aber sollten beim nächsten Schub Impftouristen Brauchs die Ausdrücklichkeit  hier wirklich noch? das "Impftouristen" könnte auch einfach wegfallen oder? wieder Losgewinner dabei sein, dann halte dich bitte zurück.«
»Versprochen. Gönnen wir uns noch ein Schlammbad?«
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BeitragVerfasst am: 23.02.2021 10:46    Titel: Antworten mit Zitat

Tipp: Wirf die Gegenwartsform auf den Komposthaufen.

_________________
LG
Ralphie
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DLurie
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BeitragVerfasst am: 23.02.2021 19:49    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Globo85,

danke für deinen Kommentar!  
Globo85 hat Folgendes geschrieben:

gefällt mir auch sehr gut, die zweite Version ist wirklich runder und erzeugt auch bei mir direkt Kopfkino.

Merci!
Globo85 hat Folgendes geschrieben:

Ich hab dir noch ein paar Anmerkungen dagelassen, sind aber nur Kleinigkeiten und auch keine wirklichen Unstimmigkeiten sondern einfach mein Leseeindruck. Vielleicht kannst du mit dem ein oder anderen was anfangen..

Ich gehe jetzt nicht auf alle Einzelpunkte ein, aber da ist einiges dabei, was ich beim letzten Feinschliff einbauen werde. Insbesondere dein Vorschlag zum Ersetzen der Drecksarbeit gefällt mir gut. Und die von dir vorgeschlagene Reaktion der guten Hedwig. Danke!

LG
DLurie
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DLurie
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BeitragVerfasst am: 23.02.2021 19:54    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ralphie hat Folgendes geschrieben:
Tipp: Wirf die Gegenwartsform auf den Komposthaufen.

Die Ursprungsversion war tatsächlich im Präteritum.  Ich habe das probeweise ins Präsens übertragen, und es gefiel mir in diesem Fall besser.  
Wahrscheinlich Geschmacksache.

LG
DLurie
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Globo85
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BeitragVerfasst am: 23.02.2021 20:00    Titel: Antworten mit Zitat

Freut mich!

Zitat:
Ich habe das probeweise ins Präsens übertragen, und es gefiel mir in diesem Fall besser.


Lese normalerweise lieber Präteritum, aber glaube auch, dass Präsens hier eine gute Wahl ist. Wirkt so (auf mich) einfach aktueller, frischer und authentischer.
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Ψ
Gänsefüßchen


Beiträge: 35



BeitragVerfasst am: 23.02.2021 20:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo DLurie,

die neue Version ist dir wirklich gut gelungen, hat mir sehr gefallen beim Lesen!
DLurie hat Folgendes geschrieben:

»Zugegeben, manchmal nervt er, besonders wenn er mit seiner Hilde anfängt. Er sucht eben Anschluss. Drei Wochen Wellness allein hier, da kommt früher oder später Langeweile auf. Leider hat er ausgerechnet an uns einen Narren gefressen. Und daran bist du nicht ganz unschuldig.«

Nur bei dieser langen Rede bin ich gestolpert. Ich glaube, da fehlt mir eine kleine Unterbrechung oder Pause vor dem "Leider" (z.B. "er raschelte mit der Zeitung" o.Ä.), weil da für mich ein Gedankenbruch ist von "Verständnis für Kurt" zu "ausgerechnet wir!". Das ist jetzt natürlich nur Gefühlssache und komplett subjektiv. (Noch etwas subjektiver: Die Aussage "Musste er ausgerechnet an uns einen Narren fressen" hätte ich mir an dieser Stelle richtig gut von Hedwig vorstellen können, damit sie nach Heinrichs vorhersehbarer Reaktion "daran bist du nicht ganz unschuldig" einen Satz weiter nochmal betonen kann "Hach, ich weiß, ich bin einfach zu gutmütig.")
Den Vorschlag von Globo85 finde ich aber auch gut.
So, es ist deine Geschichte und da will ich mich jetzt gar nicht weiter einmischen :)

Ansonsten gerne gelesen!

Liebe Grüße,
Ψ
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a.no-nym
Klammeraffe


Beiträge: 599



BeitragVerfasst am: 23.02.2021 21:08    Titel: Antworten mit Zitat

DLurie hat Folgendes geschrieben:
Ich habe das probeweise ins Präsens übertragen, und es gefiel mir in diesem Fall besser.  
Ich bin meist auch nicht so der große Präsens-Fan, aber in dem Fall empfinde ich es wirklich als gute Wahl smile.
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