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Wie finde ich heraus, ob ich mehrere Schreibprojekte parallel verfolgen sollte?

 

 
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Fabe86
Geschlecht:männlichErklärbär

Alter: 35
Beiträge: 3
Wohnort: Nähe von Stuttgart


BeitragVerfasst am: 15.09.2021 14:23    Titel: Wie finde ich heraus, ob ich mehrere Schreibprojekte parallel verfolgen sollte? eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Ihr Lieben,

Mal ganz ins Blaue gefragt, wovon profitiert ihr mehr (und warum): Euch voll und ganz auf ein Projekt zu konzentrieren oder zwei oder mehr Schreibprojekte parallel zu verfolgen?

Ich selbst konnte mich in den letzten Jahren da nie so recht entscheiden, hatte aber seit jeher das Gefühl, dass es eine "richtige" Methode für zumindest mich selbst gibt. Die passt dann für mich, sicher nicht für jeden. Frage nur: Wie finde ich die raus?
Ich hatte Phasen, wo ich ein Projekt recht hartnäckig verfolgt habe, bis dann irgendwann eine hammerharte Blockade einsetzte (oft ausgelöst durch ein externes Lebensereignis). Dann gab es wieder Momente, wo mir eine spontan "aufgetauchte" Kurzgeschichte "dazwischen funkte" und ich das klare Gefühl hatte, diese Art Abwechslung wäre mitunter hilfreich für mich. Problem nur: Diese Kurzgeschichten kann ich nicht geplant schreiben, die fallen mir ein oder eben nicht - 99% der Zeit letzteres Wink .

Aktuell schreibe ich an einem längeren Sachtext und hätte Lust, mal wieder eine Story als Gegenpol zu haben. Ich hätte auch einen ganzen Roman holzschnittartig im Kopf (ich bin im Wesentlichen Bojenschreiber), fürchte aber, dass zwei solche Mammutprojekte parallel mich überfordern.

Ist ein bisschen wie bei einem Kind am Eisstand, dass sich nie entscheiden kann Rolling Eyes

Danke schon mal für Eure Hilfe Very Happy !


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- Sir Winston Churchill

"Logik ist der Anfang aller Weißheit, nicht das Ende, Valeris."
- Mister Spock
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Taranisa
Geschlecht:weiblichReißwolf

Alter: 52
Beiträge: 1734
Wohnort: Frankenberg/Eder


BeitragVerfasst am: 15.09.2021 14:59    Titel: Antworten mit Zitat

Ich arbeite an einem Hauptprojekt, nebenher schreibe ich noch, wenn ein Wettbewerb ansteht, bei dem mir etwas Brauchbares einfällt, Kurzgeschichten.
Das Hauptprojekt wird jedoch auch durch die Lektoratsphase unterbrochen (das zur Veröffentlichung stehende hat immer Vorrang), oder wenn ich in meiner AG hier Rückmeldungen zu einem anderen Roman bekomme und diesen überarbeite. An mehreren Projekten gleichzeitig würde ich persönlich nicht die Rohfassung schreiben, das ist aber auch Typsache.


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"Henkersweib", Burgenwelt Verlag, ET 12/18
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Willebroer
Geschlecht:männlichPapiertiger


Beiträge: 4118
Wohnort: OWL


BeitragVerfasst am: 15.09.2021 15:36    Titel: Antworten mit Zitat

An Nebenprojekten zu arbeiten, kann sich sogar gegenseitig befruchten. Man muß nur aufpassen, daß man nicht bei jeder Schwierigkeit gleich auf das andere Projekt ausweicht, sonst wird man nie fertig.

Es kann sogar hilfreich sein, wenn man einzelne Kapitel zunächst als Kurzgeschichten anlegt, die auch für sich stehen könnten. Aber das ist natürlich alles Typsache.

Manchmal bringt ein "Spaßprojekt" sogar neuen Schwung in das Hauptwerk.
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Blattgold
Geschlecht:männlichSchmierfink

Alter: 57
Beiträge: 72
Wohnort: Stuttgart


BeitragVerfasst am: 15.09.2021 16:31    Titel: Antworten mit Zitat

Mir ist es auch schon so gegangen:
Mensch, wie geht's jetzt weiter in meinem Roman?
Da mir partout nichts einfallen wollte, habe ich mich mit einem anderen Projekt beschäftigt, was ich überarbeitet habe. Ganz unverhofft hatte ich währenddessen einen Einfall, wie ich das Problem lösen konnte.
Vielleicht macht man sich manchmal selbst zu sehr Druck ...
Außerdem kommt es auch darauf an, wie viel Zeit ich fürs Schreiben habe. Früher hatte ich sehr viel Zeit, dann habe ich an parallel an zwei Projekten gearbeitet. Inzwischen habe ich weniger Zeit und daher möchte ich sie "sinnvoll" für das aktuell Schreibprojekt nutzen - auch wenn ich manchmal bloß einen kleinen Absatz schreibe.
Auf jeden Fall ist es ein komplexes Thema und es hängt von vielen Gegebenheiten ab, die sich im Leben des Schreibenden gerade abspielen.

 Wink  Very Happy

Daher halte ich es wie Ingo Zamperoni:
Bleiben wir zuversichtlich.


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BlueNote
Geschlecht:männlichStimme der Vernunft


Beiträge: 7253
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BeitragVerfasst am: 15.09.2021 16:49    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde, nur an einem Projekt zu arbeiten besser. Sonst wird man ja nie fertig. Bei Leuten, die mehrere Romane gleichzeitig schreiben, frage ich mich, ob die überhaupt noch ein anderes/richtiges Leben haben. Von Autoren, die nur in ihrer Traumwelt leben, wollte ich kein Buch lesen. Was haben die der Welt zu sagen?
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Natalie2210
Geschlecht:weiblichKlammeraffe

Alter: 35
Beiträge: 569



BeitragVerfasst am: 15.09.2021 17:13    Titel: Antworten mit Zitat

Normalerweise ist es am Erfolgversprechendsten, sich auf ein Projekt zu konzentrieren. Mehrere Projekte ergeben sich unweigerlich, wenn man an gewissen Punkten steht - bei mir ist es z.B. so, dass Projekt 2 in einer Phase entstanden ist, als Projekt 1 bei Testlesern lag. Projekt 1 hatte aber, als die Rückmeldungen eintrudelten, definitiv Vorrang vor Projekt 2, denn es sollte ja fertig werden.

An einem Projekt zu arbeiten, heißt ja nicht, immer das Gleiche zu tun. z.b kann man an der Rohfassung weiterschreiben, oder an einer anderen Stelle im Roman (Boje) oder man kann recherchieren, oder an den Charakteren arbeiten - am Ende braucht es alles davon, aber stockt man an einer Stelle, ist es nett, an einer anderen Stelle weiterarbeiten zu können.

Auf gut Deutsch: Möchte man ein Projekt tatsächlich zu Ende führen, ist es ratsam, möglichst wenige zu beginnen. Hat man mehrere Projekte, so empfiehlt sich das Aufstellen einer klaren Hierarchie.

lg,
Natalie
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Maunzilla
Reißwolf


Beiträge: 1318



BeitragVerfasst am: 15.09.2021 18:14    Titel: Antworten mit Zitat

Da gibt es kein Patentrezept. Jeder ist anders. Ich denke, es macht auch einen Unterschied, ob man an mehreren Romanen gleichzeitig arbeitet, oder an einem Roman und Kurzgeschichten oder ob man sehr ähnliche oder grundverschiedene Werke verfaßt.

Und es macht sicher auch einen Unterschied, ob du das beruflich machst und auf möglichst  effizientes, rasches Arbeiten angewiesen bist, ggf. Abgabe-Termine einhalten mußt, oder ob du rein zum Vergnügen schreibst, und es egal ist, ob der Roman in zwei Monaten oder zwei Jahren fertig wird.

Kurz gesagt: Mache es wie es dir am besten konveniert. Probiere das eine oder das andere aus, und schaue was dir besser paßt.


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Fabe86
Geschlecht:männlichErklärbär

Alter: 35
Beiträge: 3
Wohnort: Nähe von Stuttgart


BeitragVerfasst am: 15.09.2021 19:24    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke Euch Very Happy !

Wenn ich das so aufsummiere, bleibe ich wohl am Besten erst mal bei einem Projekt und überlege mir allenfalls, wie ich das zweite evtl. sinnvoll aufteilen könnte, um mich im Zweifel nicht darin zu verlieren und vor dem ersten zu "flüchten", sollte mich irgendwann gar nichts mehr halten. Lust hätte ich nämlich schon mitunter, mal etwas anderes zu schreiben.

Bei den (seltenen) Kurzgeschichten wird mir das im Zweifel allerdings sehr schwerfallen. Die "wollen dann einfach raus", das kennen hier sicher viele. Zum Glück sind sie ja, nun ja, kurz Wink .


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