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Die alte Straßenlaterne


 
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nicolailevin
Geschlecht:männlichLeseratte


Beiträge: 150
Wohnort: Süddeutschland


BeitragVerfasst am: 18.10.2020 18:00    Titel: Die alte Straßenlaterne eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Die alte Straßenlaterne

Der Hase war schnell. Mit kräftigen Sprüngen ließ er die freien Abschnitte zwischen den Büschen hinter sich, immer wieder schlug er abrupte Haken und änderte so schlagartig seine Laufrichtung. Der Fuchs, der ihn jagte, hatte erkennbar Mühe, ihm zu folgen; sein Atem ging schon laut und keuchend, aber er hielt den Abstand und ließ den Hasen nicht davon.

Allmählich wurde der Boden weicher, sandiger – das machte es dem Hasen schwerer; seine Läufe sanken hier tiefer ein, und seine Haken gerieten merklich langsamer. Der Fuchs holte auf. Auch er hatte jetzt die freie Fläche erreicht und rannte auf gerader Linie dem Hasen hinterher. Das Gebüsch, auf das der Hase zu hielt, war nicht mehr weit entfernt. Es strahlte seltsam silbrig, ganz anders als die dunkelgrünen Hasel- und Fliedersträucher, die bis hierhin den lichten Wald durchsetzt hatten.

Als der Hase unter den niedrigen Blättern verschwand, war der Fuchs nur noch wenige Schritte hinter ihm. Doch in dem Augenblick, als der Fuchs den Busch erreicht hatte, prallte er schlagartig zurück, als wäre er gegen eine unsichtbare Mauer gestoßen. Der Schwung seines Lauftempos ließ ihn durch die Luft schleudern, und er landete unsanft auf dem Rücken.

„Verdammte Axt!“, keuchte der Fuchs wütend.

„Läuft heute nicht so, die Hasenjagd, wie?“, tönte eine helle und freundliche Stimme aus einiger Entfernung halb hinter dem Fuchs.
Dort stand, an einen Laternenpfahl gelehnt, eine Gestalt. Sie hatte die fellbedeckten Hinterläufe und Hufe einer Ziege. Der obere Teil, die Arme, der Kopf und der Oberkörper, der mit einer blauen Samtweste bekleidet war, trugen aber menschliche Züge.

„Na, Gevatter Fuchs, ist nicht Euer Tag heute, oder?“ Die Gestalt schmunzelte und sog an einer kleinen Tabakspfeife, die sie in der Rechten hielt.

Der Fuchs rieb sich den Rücken und knurrte: „Seit diese Scheißelfen den ganzen Wald mit ihren Zaubern belegt haben, kann ein anständiges Raubtier hier gar nicht mehr jagen.“ Abschätzig musterte der Fuchs sein Gegenüber. „Aber ich nehme an, Euch als Faun stört das nicht weiter.“

„Nicht unbedingt.“ Der Faun stopfte die Pfeife in seine Westentasche und stapfte ein paar Schritte zu einem Himbeerstrauch, wo er sich einige Früchte pflückte.

„Immer das gleiche Lied: Wir Jäger können sehen, wo wir bleiben. Aber das ist den Dreckselfen natürlich egal. Seit die gekommen sind, ist der ganze schöne Wald nur noch ein einziges silbrig glänzendes Wunderelfenland. Wo man hingeht, nichts als Elfenzauber! Harfe spielen und Reigen tanzen und Lieder singen! Pah!“ Der Fuchs klopfte sich an der Schulter Sand aus dem Fell. „Wenn Ihr mich fragt, Meister Faun, dann sollen die schleunigst wieder dahin zurück, wo sie hergekommen sind und den Wald denen überlassen, die immer schon hier waren.“

Der Faun nickte leicht und schluckte seine Himbeeren hinunter. „Danach sieht es aber nicht aus, Gevatter Fuchs. Im Gegenteil. Mein Freund, der Wanderfalke, hat mir berichtet, dass erst letzte Woche wieder zwei große Schiffe voller Elfen unten an der Küste angelandet sind.“

„Das nimmt kein Ende. Es kommen immer mehr. Ich weiß gar nicht, was die alle hier wollen.“

„Sie werden wohl ihre Gründe haben.“ Bedächtig griff sich der Faun eine besonders üppige Himbeere und führte sie genüsslich zum Mund.

Der Fuchs zuckte mit den Schultern. „Ich versteh es nicht. Sie kommen übers Meer. Sie nehmen unsern Wald in Beschlag, und dann singen sie den ganzen Tag sehnsuchtsvolle Lieder von irgendwelchen Ringen und davon, wie traurig sie sind und wie schön es doch in Lórien gewesen ist. Hätten sie halt dort bleiben sollen! Dann könnte unsereiner sich wenigstens dann und wann mal einen Hasen jagen.“

Sein Blick fiel auf die fleischigen Ziegenschenkel des Fauns. Doch der zeigte keine Reaktion.

Mit seiner Vorderpfote hieb der Fuchs kräftig an den Pfahl der Straßenlaterne. „Und dieses nutzlose Ding hier geht mir auch auf die Nerven. Steht nur dumm rum!“

Der Schlag des Fuchses ließ das Moos vibrieren, das im Laufe ungezählter Jahre auf der Wetterseite des alten Laternenpfahls angewachsen war. Oben bröselte ein wenig Vogeldreck von dem eisenumfassten Glaskästchen, aus dem in grauer Vorzeit einmal das Licht der Straßenlaterne in den Wald geschienen hatte.

Da riss der Faun die Augen auf. „Aber Gevatter! Gebt Obacht! Kennt Ihr denn nicht die alten Geschichten? An dieser Straßenlaterne sind seinerzeit die Menschenkinder bei uns erschienen, die  die Winterhexe besiegt haben. Wisst Ihr’s nicht? Der große Krieg? Als die Welt von der endlosen Winterstarre befreit wurde?“

„Jaja, Geschichten. Von Geschichten wird keiner satt.“ Der Fuchs richtete sich auf und verschränkte die Vorderarme. „Aber so ein richtiger Winter … das wär schon was! Da würden sie sich umsehen, die Elfen mit ihren luftigen Gewändern! Ich wette, wenn es wieder mal so richtig knackig friert und alles voller Eis und Schnee ist – so kalt, dass die Amseln tot vom Ast fallen – da vergeht ihnen der Spaß. Dann hat es sich was mit Reigen und Gesängen. Wer weiß, vielleicht verziehen sie sich sogar wieder dahin, wo es das ganze Jahr über lau und mild ist ...“

„Also ich bin jedenfalls dankbar, dass der Dauerfrost vorbei ist und die Winterhexe seit damals verschwunden ist.“

„Ver-?“ Kurz zuckte der Fuchs zusammen, doch er fasste sich schnell wieder.

„Ihr wünscht Euch doch nicht ernsthaft die dunklen alten Zeiten zurück?“, fragte der Faun staunend.

„Wieso nicht? Mein Vater hat mir die Geschichten erzählt von den großen Kriegen, so wie er sie von seinem Vater gehört hat …“

„Oh ja, ich weiß, das ist bei mir nicht anders gewesen. Aber Ihr werdet doch nicht wirklich die Zeiten des ewigen Winters wieder herbeisehnen? Oder gar den ollen Löwen als Herrscher? Mit mörderischen Schlachten, Opferriten und dem ganzen pompösen Tralalla?“

Der Fuchs wiegte langsam den Kopf. „Es war nicht alles schlecht. Beileibe nicht alles.“

„Es war dunkel. Es war Winter. Es war kalt.“ Der Faun rieb sich an den Oberarmen, so als würde er die Kälte selbst fühlen.

„Es gab keine Elfen“, sagte der Fuchs mit erhobener Pfote. „Der Wald gehörte den Tieren. Jeder wusste, auf welcher Seite er stand.“ Seine Augen leuchteten.

„Und der große Krieg? Das Gemetzel? All die Toten?“

„Üppige Beute. Und am Abend jeder Schlacht reichlich zu fressen.“

„Für die, die überlebt haben“, sagte der Faun.

Doch der Fuchs zuckte nur mit den Schultern und deutete auf den Busch, dessen silberne Blätter sanft im leichten Windhauch tanzten. „Allemal besser als heute.“

Mit diesen Worten ließ er den Faun grußlos stehen und ging weg von der Lichtung mit der Laterne.

Er lief eine Weile und erreichte kurze Zeit später einen Bachlauf, an dem er innehielt. Zwischen den Kieseln stand ein Knabe bis zu den Knien im gurgelnden Wasser und versuchte, etwas Flüssigkeit in seinen Lederbeutel zu schöpfen. Der Bursche hatte olivgrüne Haut und trug volles schwarzes Haar.

„He du!“, rief der Fuchs vom Ufer her, „was bist du denn für einer?“

Der Knabe schrak auf, ließ den Lederbeutel fallen und griff an seinen Gürtel, an dem sich aber kein Messer befand.

„Keine Sorge, ich tu dir nichts“, sagte der Fuchs und trat vorsichtig näher, ohne sich freilich ins Nasse zu begeben.

Der Knabe langte wieder nach seinem Lederbeutel. Trotzig sah er dem Fuchs ins Gesicht. „Ich bin vom Volk der Grünhäute.“

„Grünhäute?“ Der Fuchs rieb sich den Nacken. „Von denen hab ich noch nie gehört.“ Misstrauisch senkte er den Kopf. „Du bist auch noch nicht lange hier im Wald, oder?“

Traurig schüttelte der Knabe den Kopf. „Nein, gar nicht. Ich … wir … wir sind geflogen, und dann gab es wohl einen plötzlichen Vulkanausbruch, und der hat uns erwischt. Irgendwie sind wir weit durch die Luft gewirbelt worden und dann hier gelandet. Das muss wohl vorgestern gewesen sein – so genau weiß ich es aber nicht mehr. Wir haben nämlich beide bei dem Sturz das Bewusstsein verloren.“

„Wer ist ‚wir‘?“

Der Knabe zuckte mit den Schultern. „Na, der Glücksdrache, den ich reite, und ich. Wir waren unterwegs zur Kaiserin, musst du wissen.“ Kindlicher Eifer lag in seiner Stimme. „Ihn hat es ziemlich erwischt, die heiße Lava hat ihm den Flügel versengt und ziemlich viel vom Pelz verbrannt. Wir haben eine Höhle gefunden, nicht weit von hier. Da liegt er. Ich wollte ihm Wasser bringen.“ Er deutete auf den Lederbeutel. „Und vielleicht Heilpflanzen. – Du weißt nicht zufällig, welche Pflanzen gegen Verbrennungen bei Glücksdrachen helfen?“

Langsam schüttelte der Fuchs den Kopf. Sein Blick fiel auf einen Langbogen und einen Köcher mit Pfeilen, die am Ufer des Baches lagen. Offenbar hatte sie der Knabe dort abgelegt.

Der Fuchs deutete auf den Bogen. „Bist du ein Jäger?“

„Klar“, erwiderte der Knabe und lächelte, „irgendwas muss man schließlich essen, oder?“

Energisch stemmte der Fuchs die Pfoten in die Seite. „Dann zeig mal, was du kannst.“ Sein Blick suchte die Umgebung ab. Dann deutete er auf einen Baumstamm in einer Entfernung von vielleicht hundert Schritten. „Siehst du die Buche dort? Kannst du die treffen?“

Mit einem Sprung war der Knabe aus dem Bach. Er legte den gefüllten Lederbeutel ab und griff sich den Bogen, in den er einen Pfeil einlegte. „Siehst du in der Buche das alte Vogelnest auf halber Höhe?“, fragte der Knabe, den Blick auf den Baum gerichtet.

Der Fuchs kniff die Augen zusammen und nickte dann langsam.

Ruhig atmete der Knabe ein, spannte die Sehne, zielte und ließ seinen Pfeil losschwirren. Der Pfeil traf den Stamm der Buche und durchbohrte das Nest genau in der Mitte!

„Alle Achtung!“, rief der Fuchs und klatschte in die Pfoten. „Aufs Schießen verstehst du dich.“ Dann legte er den Kopf zur Seite. „Mit Elfen hast du aber nichts am Hut?“, fragte er.

„Was sind Elfen?“ Der Knabe ließ den Bogen sinken. Seine Augen waren vor Erstaunen weit geöffnet.

Abfällig winkte der Fuchs mit der Vorderpfote. „Üble Gestalten, sag ich dir, ist nicht gut Kirschen essen mit denen. Sei nur froh, wenn du sie nicht kennst.“ Ruckartig hob er den Kopf und betrachtete die grüne Haut des Knaben. „Sag mal, Winter macht dir nichts aus, oder?“

Da lachte der Knabe laut auf. „Ich liebe Schneeballschlachten!“

„Das klingt gut.“ Der Fuchs nahm den Lederbeutel des Knaben in die Hand und wog ihn leise vor sich hin. „Pass auf, Junge, vergiss deinen kaputten Drachen … den brauchst du nicht mehr … Reittiere wirst du in Hülle und Fülle finden.“ Er nickte energisch. „Weißt du, so einen wie dich, den können wir hier gut gebrauchen. Da gibt es ein paar Leute, Freunde von mir, die sollten dich unbedingt kennenlernen.“ Er grinste. „Und zu essen gibt es dort auch immer genügend, das kann ich dir versprechen.“

Er trat zu dem Knaben und legte ihm die Vorderpfote auf die Schulter. „Vor Hexen wirst du ja wohl keine Angst haben?“

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A.J.Triskel
Leseratte

Alter: 53
Beiträge: 110



BeitragVerfasst am: 19.10.2020 01:11    Titel: Antworten mit Zitat

Nette geschichte, liest sich angenehm

_________________
Natürlich spreche ich mit mir selber. Auch ich brauche kompetente Beratung
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RAc
Eselsohr


Beiträge: 412



BeitragVerfasst am: 19.10.2020 14:21    Titel: Antworten mit Zitat

Die Fabel vom Fuchs und Hasen 2.0. Der Fuchs ist stinkig, weil die Elfen sich im Wald breit gemacht und in ihrer Harmoniesüchtigkeit Rückzugsräume füt seine Beute geschaffen haben, die er nicht durchdringen kann. Wutbürger der er ist, flucht der Fuchs wo er kann über das zugezogene Volk, das alle Traditionen hin macht. Aber er wäre ja nicht der schlaue Fuchs, wenn er nicht eine Chance auf Änderung wittern würde - und scheint sie zu finden - in der Form der Grünhäute, eine Flüchtlingsgruppe aus Jägern, die ebenfalls im Wald einen Lebensraum sucht.

Vorgaben:

  => Einleitung durch eine Verfolgungsjagd zwischen Fuchs und Hase - gegeben.
  => Licht als zentrales Element - naja. da muss wohl eine ausgediente Strassenlaterne herhalten, die schon lange nicht mehr leuchtet. Mit viel Bauchschmerzen - von mir aus.
  => Phantastische Elemente: offensichtlich.

=> Vorgaben gerade so eben erfüllt. Meine Kontoverbindung geht per PN heraus Wink

Ausgestaltung:

Sehr gelungen. Gut und mit viel Esprit erzählt. Im Kern ist es eine traditionelle Fabel mit der üblichen Besetzung, aber im Grunde eine Parabel auf viel, was aktuell los ist, von der Flüchtlingsproblematik mit seinen Facetten über das Aufeinandertreffen von Wertesystemen und Interessenlagen bis hin zum Wutbürgertum, aber Alles ohne Parteinahme oder erhobenen Zeigefinger.

Als Bonmot gibt es mit der Darstellung der Elfen als der Feind noch einen augenzwinkernden Seitenhieb auf das Fantasygenre. Chapeau!

Die Punktezahl sieht angesichts dieser Lobeshymne enttäuschend aus, aber die Konkurrenz ist bärenstark in diesem Wettbewerb. Manchmal würde ich mir wünschen, ein Punktekontingent von 58 Punkten nach Belieben auf die Beiträge verteilen zu können, so dass mehrere gute Texte auch gleiche Punkte kriegen könnten...
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Raven1303
Geschlecht:weiblichEselsohr

Alter: 37
Beiträge: 418
Wohnort: NRW


BeitragVerfasst am: 19.10.2020 16:13    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe/r Unbekannte/r,

drei Erfolgsgeschichten witzig miteinander verwoben.
Jetzt weiß ich endlich,  wo die Elben hin gesegelt sind Laughing
Dass der Fuchs Atreju anheuert, gefällt mir. Ein bisschen mehr Spannung hätte ich mir noch gewünscht.
Alle Vorgaben sind aber erfüllt. Vor allem deine Dialoge gefallen mir.
Liebe Grüße

Edit: auch für deine Geschichte hätte ich gerne noch mehr Punkte übrig gehabt. Aber im direkt mit den anderen wirkt sie dann doch etwas fad.


_________________
Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den Nächsten vielleicht nicht vollbringen, aber versuchen will ich ihn.
Ich kreise um Gott, um den uralten Turm und ich kreise Jahrtausende lang.
Und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm? Oder ein großer Gesang... (R.M. Rilke)
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Stefanie
Reißwolf


Beiträge: 1324



BeitragVerfasst am: 19.10.2020 18:57    Titel: Antworten mit Zitat

Einmal quer durchs Fantasyregal. Liest sich wie der Anfang eines verrückten Buches.
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hobbes
Geschlecht:weiblichTretbootliteratin


Beiträge: 3675

Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
Ei 4 Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 19.10.2020 19:08    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
„Aber ich nehme an, Euch als Faun stört das nicht weiter.“

Oha. Böser Schnitzer in Sachen "Leserin, ich erkläre dir jetzt mal diese Welt hier." Statt: erklärt sich von selbst. Wird ja im nächsten Satz erwähnt, dass er ein Faun ist (und ist das überhaupt so furchtbar wichtig, was er ist).
Aber mei, das war auch der einzige Schnitzer, der mir dahingehend beim ersten Lesen aufgefallen ist.

Die Geschichte selbst. Hm. Ich stehe da immer etwas ratlos daneben, wenn reale Welt in "wir machen das jetzt mal mit Tieren/Feen/Zwergen/etc." gepackt wird. Warum? Also klar, darum geht es doch in diesem Wettbewerb, phantastisches! Aber was macht es besser, wenn man diese Abläufe in eine Tier- und Sagenwelt verpackt? Müsste das nicht einen Mehrwert haben, also im Vergleich zum Realweltsspacko und seinem Opfer?

Die alte Straßenlaterne steht auch ein bisschen wie ein Fremdkörper in dieser Geschichte. Zwar finde ich sie erstaunlich schön beschrieben (der bröselnde Vogeldreck und so) dafür, dass ich es eher nicht so mit Beschreibungen habe. Aber ich fürchte, es gibt sie nur wegen der Vorgaben und klar, alle 29 Geschichten hier existieren nur wegen der Vorgaben, aber trotzdem. Der hier merkt man es an, finde ich.

Beim wiederholten Lesen und Reihenfolgen-Überlegungen will ich die Geschichte spontan doch recht weit oben ansiedeln, weil sie einfach gut gemacht ist. Aber dann lese ich noch mal und weiß nicht so recht, ob sie mir nicht doch zu "moralisch" daherkommt, zu einschränkend.
Muss ich noch mal drüber nachdenken.

*

Ist dann doch der dritte Platz geworden. Weiß auch nicht so genau, warum.
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silke-k-weiler
Geschlecht:weiblichKlammeraffe

Alter: 45
Beiträge: 512



BeitragVerfasst am: 20.10.2020 18:43    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Text,

sprachlich solide geben sich hier Figuren bekannter Fantasy-Romane ein Stelldichein oder nehmen Bezug auf das Werk.

Die Sache beginnt mit einer Verfolgungsjagd, damit hätten wir den ersten Vorgabencheck, aber die Laterne ist aus. Was ist das denn? Wo ist das Licht?

Ich habe mich durchaus beim Lesen an der ein oder anderen Stelle amüsiert, ist ein nettes Potpourri, aber ich glaube, selbst mit völlig zu meiner Zufriedenheit erfüllten Vorgaben würde ich Dich nicht in die nächste Runde mitnehmen. Dazu ist mir die Geschichte insgesamt zu flach. Leider.

Trotzdem Danke, dass ich Dich lesen durfte.

Silke
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d.frank
Geschlecht:weiblichReißwolf

Alter: 41
Beiträge: 1047
Wohnort: berlin


BeitragVerfasst am: 20.10.2020 21:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hmm, eine Fabel, richtig?
Aber für eine Fabel ist das viel zu geschwätzig, finde ich. Mir fehlt Atmosphäre.


_________________
Die Wahrheit ist keine Hure, die sich denen an den Hals wirft, welche ihrer nicht begehren: Vielmehr ist sie eine so spröde Schöne, daß selbst wer ihr alles opfert noch nicht ihrer Gunst gewiß sein darf.
*Arthur Schopenhauer
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V.K.B.
Geschlecht:männlich[Error C7: not in list]

Alter: 47
Beiträge: 3068
Wohnort: Nullraum
Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 21.10.2020 01:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo unbekannter Autor, Autorin, heimlich mitschreibende KIs, magische Wesen oder was auch immer,

Ich kommentiere direkt beim ersten Lesen und während ich lese, damit die Leseeindrücke so frisch wie möglich sind. Daher kann es sein, dass ich mal auf etwas hinweise, was sich später im Text noch klärt.
Disclaimer vorweg: All meine Kritiken sind in diesem Wettbewerb hochgradig subjektiv und bedeuten damit eigentlich gar nichts, außer wie mir ein Text persönlich gefallen hat. Ich neige zu Sarkasmus und mache mich auch gerne mal über Dinge lustig. Ich bitte diejenigen, die eine gefühlt zu harte Kritik von mir abbekommen, das nicht persönlich und mit Humor zu nehmen, denn es ist ganz bestimmt nicht böse gemeint. Ich nehme aber auch kein Blatt vor den Mund, wenn jemand seinen Text bei einem Wettbewerb der ungeschönten und schonungslosen Kritik vorwirft. Wer ein Problem damit hat, möge das Lesen meines Kommentars an dieser Stelle abbrechen.

So, los geht‘s, you have been warned …


Zitat:
„Verdammte Axt!“, keuchte der Fuchs wütend.
Oh, wird das 'ne Fabel?

Zitat:
Aber das ist den Dreckselfen natürlich egal.
Ich mag diesen Fuchs und kann ihn sehr gut verstehen. Elfen gehen mir auch immer auf den Senkel.

Zitat:
wo sie hergekommen sind und den Wald denen überlassen, die immer schon hier waren.
Jawoll! Der Wald den Waldbewohnern, Elfen raus!

So,  bin durch. Hmm. Ich bin mir gerade nicht sicher, was das ist. Witzig, oder aufgesetzte Anti-AFD-Propaganda? Nichts gegen Anti-AFD, aber so mit erhobenem Zeigefinger wäre mir das zu billig. Parallelen (Flüchtlingskrise) sind ja da, der Wille, in alte dunkle Zeiten zurückzukehren, wo angeblich doch nicht alles schlecht war, auch. Aber da steht ja keine Zeigefinger-Moral am Ende (wäre mir wie gesagt zu billig), und witzig ist es allemal mit den Anspielungen auf diverse Fantasy-Klassiker. Schöne Geschichte, sehr unterhaltsam und die politischen Kritikthemen an mehr als fragwürdigen Parteien mal nicht ad nauseam ausgewalzt. (Nochmal, damit mich auch keiner falsch versteht, ich halte überhaupt nichts von neuen Rechten, aber Steineschmeißern Steine entgegenzuschmeißen bringt meiner Meinung nach gar nichts (womit ich stumpfe Propaganda gegen stumpfe Propaganda meine)). Wie es hier ist, kann sich jeder seinen Teil selber denken, finde ich gut gelöst.

Ach ja, Punkteabzug in der internen Wertung gibt es für Vorgabenumsetzung. Denn die Laterne spielt hier eigentlich kaum eine Rolle für die Geschichte, und ein Lichtschein schon gar nicht. Edit: und das ist leider der Grund, warum ich für diese Geschichte keine Punkte mehr übrig habe, sie wäre sonst durchaus in den unteren Rängen meiner Top Ten gelandet. Schade.

Fazit: Gerne gelesen und hat mich gut amüsiert,
Veith


_________________
Warning: Cthulhu may occasionally jumpscare people …
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Rodge
Geschlecht:männlichKlammeraffe


Beiträge: 626
Wohnort: Hamburg


BeitragVerfasst am: 21.10.2020 16:36    Titel: Antworten mit Zitat

Mir gefällt die Geschichte, ich hätte auch noch weitergelesen, obwohl sie so abrupt endet. Aber das ist ja möglicherweise der Wortgrenze geschuldet.
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Katinka2.0
Geschlecht:weiblichEselsohr


Beiträge: 254



BeitragVerfasst am: 23.10.2020 15:25    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe/r Autor/in,

ich finde, dir ist eine fabelhafte Geschichte mit kurzweiligem Handlungsstrang und überraschendem Ende gelungen. Fuchs, Faun und Grünhautknabe sind in bildhafter Sprache wunderbar gezeichnet, sodass ich mir gut vorstellen kann, wie sie im Wald stehen und sich unterhalten. Witzig der Hinweis auf die nervigen Elfen aus ›Herr der Ringe‹.

Zu den Vorgaben: Der Text beginnt mit einer wilden Verfolgungsjagd, diese Aufgabe hast du sicher erfüllt. Mit der Erwähnung der Straßenlaterne bin ich mir nicht ganz sicher, ehrlich gesagt finde ich sie auch als Überschrift unpassend, da sie mMn in der Handlung keine Rolle (mehr) spielt. Wenn sie während der Unterhaltung des Fuchses und des Fauns wenigstens leuchten würde, so könnte man annehmen, das Licht spielte weiterhin im metaphorischen Sinne eine Rolle, nämlich, dass es am Ende zu einer Erkenntnis des Fuchses führt. Hm, schwierig ...

Wenn ich an die Punkteverteilung gehe, werde ich auf mein Bauchgefühl hören.

LG Katinka
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Ribanna
Geschlecht:weiblichKlammeraffe

Alter: 57
Beiträge: 570
Wohnort: am schönen Rhein...


BeitragVerfasst am: 25.10.2020 07:32    Titel: Antworten mit Zitat

Kommentiert, um zu punkten.

_________________
Wenn Du einen Garten hast und eine Bibliothek wird es Dir an nichts fehlen.
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MoL
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Beiträge: 1596
Wohnort: NRW
Das bronzene Stundenglas


BeitragVerfasst am: 25.10.2020 19:41    Titel: Antworten mit Zitat

Leerer Kommentar. Auf Wunsch kann ein ausführliches Feedback gern bei mir erfragt werden.

_________________
NEU - NEU - NEU im September 2020:
"Hexenherz - Goldener Tod"
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"Hexenherz - Eisiger Zorn", acabus Verlag, Februar 2017.
"Die große acabus-Jubiläumsanthologie", acabus Verlag, Oktober 2018.
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shatgloom
Geschlecht:weiblichEselsohr


Beiträge: 371
NaNoWriMo: 27985
Wohnort: ja, gelegentlich


BeitragVerfasst am: 26.10.2020 16:47    Titel: Antworten mit Zitat

Eine schöne märchenhafte Geschichte, bei der das Licht aber leider keine große Rolle spielt. Ich habe den Text trotzdem gern gelesen.
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anderswolf
Geschlecht:männlichKlammeraffe


Beiträge: 505
Wohnort: Bad Nauheim


BeitragVerfasst am: 27.10.2020 10:14    Titel: Antworten mit Zitat

Wieder die Dreckselfen. Oder: Glücksdrachenbrät

Hätte disqualifiziert werden können, da die zentrale Aufgabe, eine Leuchtsache in den Mittelpunkt der Geschichte zu stellen, m. E. verfehlt wurde. Dabei bietet der Text mit der Analogie zu aktuellen gesellschaftlichen Debatten auch durchaus Potential, das aber auch bei Weitem nicht ausgelotet wurde. Auch die Idee, Protagonisten verschiedene Phantastik-Klassiker zu verwursten, kann gelingen. Ist es hier nicht.

Keine Punkte.
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Yorinde
Geschlecht:weiblichLeseratte

Alter: 32
Beiträge: 169
Wohnort: Stendal


BeitragVerfasst am: 27.10.2020 21:22    Titel: Antworten mit Zitat

Ich meine fast, da ist jemand zum Schreiben seiner (oder ihrer) Geschichte im Wandschrank verschwunden... Cool Wink

Hab mich gefragt, wie viele Themen großer Fantasieliteraten in einer Geschichte verarbeitet werden können? Elfen, die mit Schiffen über das Meer fahren und Lieder von Ringen singen, Kinder, die auf Drachen reiten und ein Faun im Laternendickicht. Interessante Mischung. Smile

Die Sprache des Fuchses ist für meinen Geschmack zwar etwas zu derb und er (sowie der Faun) hätten auch einen Namen vertragen können, aber das nur als Anmerkung am Rande.

Viele Grüße, Yorinde


_________________
Es heißt, das Leben schreibe die besten Geschichten. Hin und wieder sollten wir dem Leben aber auch einen Stift leihen.
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Constantine
Geschlecht:männlichExposéadler


Beiträge: 2969



BeitragVerfasst am: 28.10.2020 19:13    Titel: Antworten mit Zitat

Bonjour Inko,

das müsste eigentlich super funktionieren, wenn man die beiden Welten um "Herr der Ringe" und "Narnia" miteinander vermischt, stammen diese Werke doch von befreundeten Autoren, die sich selbst einen Wettbewerb lieferten oder eine Wette austrugen, wer DEN Fantasyroman, DIE Fantasywelt erschaffen würde mit den meisten Lesern und Nachahmern.
Tolkien gewann den internen Wettbewerb gegen seinem Freund Lewis. Soweit so gut.
Hier nun der Versuch, eine Geschichte in diesen beiden Welten spielen zu lassen und eigentlich müsste das ein Garant dafür sein, dass daraus eine tolle Fantasygeschichte resultiert, sofern der Verfasser seine Vorbilder gut kennt und damit zu spielen weiß.
Ich denke, die Vorbilder kennst du Inko. Das Spiel mit den beiden Werken resultierte für mich leider in einer zu generischen Story, die u.a. für mich daran kränkelt, dass der Dialog zwischen dem Fuchs und Faun mehr ein infodump-lastiger geworden ist, sie reden/diskutieren für mich nicht wirklich miteinander, sondern sie reden für mich, wälzen sich in Vergangenem und füttern mich mit Infos, die die beiden selbst ausreichend kennen und mir eher vorkommt wie ein Fuchs gibt Faun ein Stichwort, Faun antwortet und gibt Fuchs ein Stichwort zurück, das dieser aufnimmt und so werfen sie sich gegenseitig Stichwörter zu, um einen Dialog am Leben zu halten, dessen einzige Daseinsberechtigung die zu sein scheint, dass es eine Partei gibt, die abgeholt werden muss bei all dem Spiel: mich.
Aber das wäre nicht nötig gewesen.

In der Geschichte vermisse ich Luft zum Leben der Protagonisten. Ich sehe ein recht enges Korsett für die Agierenden, dabei hätten sie alle Freiheiten zum Atmen, zum Reden, zum Handeln.
Es tut mir leid, dein Beitrag hat mich leider nicht überzeugt: zéro points.

Merci beaucoup.
Constantine
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Abari
Geschlecht:männlichAlla breve

Alter: 39
Beiträge: 1370
Wohnort: ich-jetzt-hier


BeitragVerfasst am: 31.10.2020 14:26    Titel: Antworten mit Zitat

Schön fabuliert, gefällt mir.

_________________
Das zeigt Dir lediglich meine persönliche, höchst subjektive Meinung.
Ich mache (mir) bewusst, damit ich bewusst machen kann.

LG
Abari
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Eliane
Geschlecht:weiblichKlammeraffe


Beiträge: 818



BeitragVerfasst am: 01.11.2020 04:41    Titel: Antworten mit Zitat

Damit ich die Beiträge einigermaßen gerecht bewerten kann, vergebe ich jeweils maximal 5 Punkte für:
Thema "Licht": 1
Beginn "Stille / Unfall / Verfolgungsjagd": 5
Genre Phantastik: 5
Schreibstil: 4
persönlicher Eindruck: 2
Summe: 17

Das ist ja mal ein wilder Mix aus allen möglichen Fantasy-Landen! Was leider genau auch der Haken an der Geschichte ist - mir fehlt so ein bisschen das Eigene. Und leider auch das Licht als Thema ...
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holg
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Beiträge: 1693
Wohnort: knapp rechts von links
Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 01.11.2020 10:52    Titel: Antworten mit Zitat

Das lowest sich einerseits ganz nett, obwohl nicht viel passiert, entwickelt sich für mich aber zu einer stressige Schnitzeljagd, denn was mit einer Alice- im-Wunderland- Referenz beginnt und dann in einer Fabelwelt spielt, die einerseits Valinor und gleichzeitig Narnia zu sein scheint, wo aber auch Atreju und Fuchur auftauchen. Nichts gegen solche Referenzen, damit spiele ich auch selbst gerne herum und liebe die, aber hier sind die so häufig, da beginne ich irgendwann hinter jedem Satz eine Referenz zu suchen und das bereitet mir Stress.
Daher nichtig meinen Top Ten.


_________________
Froh zu sein bedarf es wenig.
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Minnewall
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Wohnort: Oberhausen


BeitragVerfasst am: 01.11.2020 11:50    Titel: Antworten mit Zitat

Eine Story, die etwas Fabelhaftes an sich hat und mir gute Unterhaltung bot. Vor allem den Schluss halte ich für gelungen. Hätte gerne noch erfahren, was die Elfen sich von der Verzauberung von Sträuchern und dergleichen versprechen, bzw. welches Motiv sich dahinter verbirgt.
Ich habe mich dabei erwischt, mehr über die Grünhaut und sein Reittier erfahren zu wollen; ja, von mir aus hätte das alles noch sehr viel länger gehen können, hat wirklich neugierig gemacht. Aber die Geschichte sehe ich -- wie erwähnt -- auch so sehr gut zum Abschluss gebracht.

(Wie eine Winterhexe wohl aussehen mag? Ich stelle sie harpyienähnlich vor. Und ein Drache mit Pelz? Sehr interessant ... aber ich schweife ab.)

Gestoßen habe ich mich ein bisschen an der Vermenschlichung des Fuchses, dass dieser sich zum Beispiel auf die Schulter klopft oder etwas in seine Hand nimmt. Aber gut, das ist Geschmackssache. Alles in allem recht ordentlich geschrieben, die Umsetzung der Vorgaben wurde erfüllt, für mich jedoch nicht unbedingt zufriedenstellend, da der Laternenpfahl selbst keinerlei bedeutende Funktion innehatte, lediglich ein Ort war, an dem ein wichtiges Ereignis stattfand. Das war mir dann doch ein wenig zu einfallslos.

Trotz allem: gerne gelesen.

Drei Punkte sind es für dich geworden.


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Der bewusste Gedanke ist auch nur einer, der aus dem Dunkel kommt.
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Sue Ulmer
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Alter: 27
Beiträge: 363
Wohnort: Göttingen


BeitragVerfasst am: 01.11.2020 18:52    Titel: Antworten mit Zitat

Bei diesem Text habe ich sehr mit mir gekämpft - es ist ja nicht die Schuld des Verfassers, dass ich so überhaupt gar nichts mit Fanfiction anfangen kann, dass ich die Texte freiwillig nicht lese und auch eher als Beleidigung empfinde, weniger als Kompliment an den Verfasser. Es gibt da keine Meinung, die ich gut begründen kann, vielmehr ist da einfach eine für andere nicht nachvollziehbare Abneigung auf meiner Seite.
Nun steht der Wettbewerb ja unter dem Stern Phantastisch, und da würde ich es schon auch irgendwie als Aufgabe verstehen, sich dem Phantastischen selbst zu nähern und nicht einfach die Welt zu übernehmen die sich C.S.Lewis einmal ausgedacht hat. Insofern halte ich meine Kritik an dem Text - er ist Fanfiction - nicht für gänzlich ungerecht.


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Hier ruht ein gelynchtes Gedicht.
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