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Hat "digitale Verblödung" auch Auswirkungen auf die Belletristik?

 
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Ebor
Geschlecht:weiblichSchmierfink


Beiträge: 57



BeitragVerfasst am: 28.08.2020 17:31    Titel: Hat "digitale Verblödung" auch Auswirkungen auf die Belletristik? eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo ihr Lieben,

ich klinge vermutlich wie ein Schwarzmaler, aber mich beschäftigt seit gestern ein bestimmtes Thema: ich höre immer öfter von Bekannten, dass deren Nachwuchs überhaupt nichts liest (außer Blogs vielleicht). Und Börsenblatt und Co. bemängeln es ja schließlich auch regelmäßig, dass Jugendliche in ihrer Freizeit kaum noch Bücher lesen. Stichwort Aufmerksamkeitsspanne der Digital Natives etc.

Gleichzeitig bekomme ich für Texte immer häufiger Rückmeldungen wie "Geht dieser Satz vielleicht noch kürzer?" (es waren 16 Wörter!) oder auch "Kann man das stattdessen in Bullet Points machen?". Quasi "Dumb it down" bis zum Abwinken. Die meisten Texte im Web sollen ja gar nicht mehr gelesen werden, musste ich mir sagen lassen, sondern gescannt oder "konsumiert" - allein schon dieses Wort, brrr. Jedenfalls sieht man es ja an vielen Inhalten mittlerweile ganz gut, dass sie für eine ultrakurze Konzentrationsspanne erstellt wurden.
Dazu kommen dann natürlich noch die unbegrenzten Möglichkeiten heutzutage, Bücher zu veröffentlichen. Einige Ratgeber-"Bestseller" auf Amazon sind ja gerade mal Heftlein von vielleicht 50-60 Seiten (und trotzdem voller Absätze und Leerzeilen in einer Schriftgröße, die meine Oma auch ohne Brille gut hätte lesen können). Die Bewertungen: mehrheitlich 5 Sterne.

Meine Frage daher: Glaubt ihr, dass sich langfristig die Art, wie die Leser Geschriebenes wahrnehmen und "konsumieren", auch auf die Belletristik auswirken wird? Also nicht nur bei den Buchkäufern von morgen, sondern auch bei den Autoren von morgen. Dürfen wir irgendwann dem Leser auch im Roman nicht mehr so viel "zumuten"?

Ich freue mich über eure Meinungen!
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Thomas74
Geschlecht:männlichKlammeraffe

Alter: 46
Beiträge: 682
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BeitragVerfasst am: 28.08.2020 17:36    Titel: Antworten mit Zitat

Ja ja.
Das Ende des Lesens wurde schon bei der Erfindung des Radios, des Fernsehens, des Kinos ect. prophezeit... hmm


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Optimismus ist, bei Gewitter in einer Kupferrüstung auf dem höchsten Berg zu stehen und "Scheiß Götter!!" zu rufen.
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Ebor
Geschlecht:weiblichSchmierfink


Beiträge: 57



BeitragVerfasst am: 28.08.2020 17:46    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Guter Einwand Laughing

Ich meinte nicht das Lesen an sich, sondern die Art, wie wir lesen. Und was wir lesen wollen. Ob man dann überhaupt noch Freude hat an schwerer Kost oder langen Schmökern (oder auch nur an etwas längeren Sätzen).
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Maunzilla
Klammeraffe


Beiträge: 728



BeitragVerfasst am: 28.08.2020 17:56    Titel: Antworten mit Zitat

Zweifellos wird das einen Einfluß haben, und ganz besonders auf die U-Literatur, die in erster Linie wegen des Geldes produziert wird. Man kennt das ja schon vom Kino. Die verkopften Autorenfilme, die von der staatlichen Filmförderung leben, sind heute noch genauso verkopft und langweilig wie vor 30 Jahren, aber das Unterhaltungskino wird immer primitiver und gewalttätiger. Ein dümmlicher Superheldenfilm nach dem anderen: immer die gleichen Muster und Charaktere, und immer viel Krach, Bumm und Peng! Und wenn nicht mindestens drei Leuten ins Gesicht geschossen wird, ist es kein guter Film.

Ein weiterer Aspekt in der Literatur ist, daß die Zahl männlicher Leser dramatisch abgenommen hat (die war früher zwar auch schon nicht so groß). Das bringt mehr "Frauenbücher" auf den Markt, auch Kinderbücher werden fast nur noch für Mädchen herausgebracht.

Da weniger gelesen wird, werden auch weniger Bücher verkauft, was sich ebenfalls auf den Markt auswirken wird, weil die Verlage dann noch mehr auf Mainstream und Massenverkäuflichkeit und bekannte Namen setzen.


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Gast







BeitragVerfasst am: 29.08.2020 20:05    Titel: Re: Hat "digitale Verblödung" auch Auswirkungen auf die Belletristik? Antworten mit Zitat

Ebor hat Folgendes geschrieben:
Meine Frage daher: Glaubt ihr, dass sich langfristig die Art, wie die Leser Geschriebenes wahrnehmen und "konsumieren", auch auf die Belletristik auswirken wird? Also nicht nur bei den Buchkäufern von morgen, sondern auch bei den Autoren von morgen. Dürfen wir irgendwann dem Leser auch im Roman nicht mehr so viel "zumuten"?


Absolut. Romane jenseits der 500-Seitengrenze werden es zukünftig sehr schwer auf dem Markt haben. Die Konsumenten wollen kürzere Texte lesen. Die Autoren werden deshalb kürzere Texte verfassen müssen, wenn Sie ihre Literatur einer breiteren Leserschaft verkaufen wollen. Ich sehe eine Grenze bei 300 Seiten.

Die Texte werden auch einfacher geschrieben sein müssen. Das liegt u. a. daran, dass in den Schulen weniger Wert auf die Analyse komplizierterer Texte gelegt wird. Auch die Handlungen werden, was die Komplexität anbelangt, einfacher werden müssen. Insgesamt ist das Niveau an den Schulen gesunken, was nicht ohne Auswirkungen auf den Buchmarkt und den Konsum von Büchern bleiben kann. Den Autoren sei eine einfachere Schreibweise angeraten. Dies muss nicht unbedingt mit Qualitätsverlust gleichgesetzt werden.

Maunzilla hat Folgendes geschrieben:
[…] Die verkopften Autorenfilme, die von der staatlichen Filmförderung leben, sind heute noch genauso verkopft und langweilig wie vor 30 Jahren, aber das Unterhaltungskino wird immer primitiver und gewalttätiger. […]

Ein weiterer Aspekt in der Literatur ist, daß die Zahl männlicher Leser dramatisch abgenommen hat (die war früher zwar auch schon nicht so groß). Das bringt mehr "Frauenbücher" auf den Markt, […]

Da weniger gelesen wird, werden auch weniger Bücher verkauft, was sich ebenfalls auf den Markt auswirken wird, weil die Verlage dann noch mehr auf Mainstream und Massenverkäuflichkeit und bekannte Namen setzen.


Vollkommen richtig. Die jungen Leser scheinen von den Büchern das zu erwarten, was sie in Filmen gesehen haben. Die Handlung muss actionsreich, mitunter gewalttätig und äußerst brutal sein. Die Reflexion über das Verhalten und Handeln von Menschen, ihre Motive, ihre Wünsche und Sehnsüchte scheinen nicht mehr im Vordergrund zu stehen. Das Buch soll wie der Film umfassend unterhalten und das auf eine leichte Art und Weise. Zur Ehrenrettung des amerikanischen Actionfilms sei angemerkt, dass die teuren Produktionen dramaturgisch perfekt durchgeplant sind. Das Problem dürften die zweitklassigen Filmproduktionen sein, die gegenüber den teuren Produktionen qualitativ stark abfallen.

Ich bin zwar auch ein Freund der Unterhaltung, aber ein Absinken ins Triviale, völlig Beliebige geht mir dann doch einen Schritt zu weit. Das Konsumverhalten jüngerer Leser und Leserinnen bietet allerdings auch einen Vorteil. Autorinnen und Autoren werden sich auf das Niveau ihrer Leserschaft einstellen und weniger Aufwand bei der Erstellung ihres Buches betreiben müssen. Der enorme Rechercheaufwand, der von einigen Foristen immer wieder propagiert wird, steht dazu in einem Kontrast.

Ich betone an dieser Stelle, dass dies meine persönliche Meinung ist. Sie fußt allerdings auf einer Wahrnehmung, die eng mit dem Schulsystem verwurzelt ist. Deshalb habe ich es mir erlaubt, mich so weit aus dem Fenster zu lehnen.

Gruß

attingat
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Mumienfreund
Schmierfink


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BeitragVerfasst am: 29.08.2020 22:34    Titel: Antworten mit Zitat

1850

Ludwig fasste sich ein Herz.
„Jodlinde, bei meiner Seele. Ach könntet Ihr mich doch verstehen. Ein zarter Hauch der Hoffnung, gleich einem dem Frühling zugewandtem Vogel setzte sich diesselbst am Morgen, derweil ich im Garten weilte, auf meine Schulter und tirilierte und jubilierte, daß er ein wahre Pracht war. Nun den, wohlan, so muss ich denn all meinen Muth zusammenraffen und Euch, meine Holde, kundtun, auf daß Ihr es wisset, dass sich just an diesem Morgen Euren Vater meine Aufwartung machte.“
Auf das zarte Gesicht Jodlindes legte sich ein rosiger Hauch.
„Ja“, so hauchte sie atemlos. „Für immerdar will ich Euer sein.“



2020
Luis Herz pumpte wie verrückt. Wenn er noch Jodi noch länger in den Ausschnitt starrte, würde er bestimmt ein Herzkasper kriegen. Er musst etwas tun. Und zwar sofort.
„Zu dir oder zu mir“, fragte er.
Jodi musterte ihn kühl. Eigentlich war sie ja mit Henni verabredet, aber Lui sah gar nicht mal so übel aus. Außerdem war er Vampir und hatte meergrüne Augen - das reizte sie
„Zu dir“, sagte sie kurz entschlossen.  

 

2050

: Twisted Evil
: Rolling Eyes
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Maunzilla
Klammeraffe


Beiträge: 728



BeitragVerfasst am: 29.08.2020 23:09    Titel: Re: Hat "digitale Verblödung" auch Auswirkungen auf die Belletristik? Antworten mit Zitat

Zitat:
Zur Ehrenrettung des amerikanischen Actionfilms sei angemerkt, dass die teuren Produktionen dramaturgisch perfekt durchgeplant sind. Das Problem dürften die zweitklassigen Filmproduktionen sein, die gegenüber den teuren Produktionen qualitativ stark abfallen.


Ich sehe das gerade umgekehrt: Die Blockbuster kosten heute so viel Geld, daß sie nicht mehr allein für den einheimischen Markt, sondern für das Ausland und ganz besonders China gemacht werden. Also muß die Handlung primitiv und allgemein gehalten werden, ohne jeglichen kulturellen Kontext. Humor ist rein visuell auf Slapstick-Niveau angelegt, denn die Gags müssen vom Chinesen oder Koreaner genau so verstanden werden, wie vom Ami oder Franzosen. Da bleibt kein Raum mehr für historische oder mythologische Referenzen, Wortspiele oder politische Anspielungen, längere Dialoge oder eine Story, die nicht auch ein 10-jähriger verstehen könnte. Natürlich sind diese Filme handwerklich gut gemacht. Wobei für meinen Geschmack viel zu viel CGI eingesetzt wird, was alles immer mehr wie ein Videospiel und immer weniger wie ein Film aussehen läßt. (Vermutlich auch ein Zugeständnis an die "Generation Playstation".)
Ich denke, das wird auch in der Literatur mit einer gewissen Verzögerung einsetzen.

Dieser Trend setzt sich in allen Kulturgattungen durch. In der Musik werden die Stücke immer austauschbarer. (Was auch daran liegt, daß fast die Hälfte aller populären Popsongs aus der Feder von nur drei Komponisten stammen!)
Die Melodien werden immer eingängiger und der Refrain setzt immer früher ein. Weil die Leute keine Platten mehr kaufen, die sie in Ruhe anhören, sondern nur noch durchs Streaming zappen. Wenn ein Lied nicht in 10-15 Sek. zum Höhepunkt kommt, zappen sie weiter.
(Ich habe neulich auf Youtube ein sehr aufschlußreiches Video gesehen, wo alle diese Mechanismen ausführlich erklärt wurden. Leider erinnere ich mich nicht mehr an den Titel.)


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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 29.08.2020 23:18    Titel: Antworten mit Zitat

tl;dr

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BlueNote
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BeitragVerfasst am: 30.08.2020 06:51    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube auch, dass die Literatur bei dieser Jugend bald vor die Hunde geht.
 Laughing
OK! Anders gesagt, ich kenne keinen jungen Menschen, der Bücher liest. Der Literatur kennt. Aber auch niemanden, der Zeitungen, Zeitschriften liest. In der Wohngemeinschaft meines Sohnes gibt es wohl einen Sonderling, der sogar Kafka liest. Das gilt als cool, aber auch als sehr schrullig. Sonderbar eben. Dass viele (auch fast 100 % hier im Forum, wie es mir scheint) Literatur mit Unterhaltungsliteratur gleichsetzen, finde ich beunruhigend. Die Literaturszene wird sich in den kommenden Jahren sehr verändern, d.h. vor allem sehr verflachen, bis sie so flach ist wie die Mecklenburgsche Seenplatte oder die niedersächsische Tiefebene um Flensburg etwa (gibt es die überhaupt?).
Keine guten Aussichten also! Oder gibt es doch noch irgendwo Hoffnung?

Aber die neuen Medien haben nicht nur Nachteile. Sich Themen mittels Internet zu erschließen, indem aus zahlreichen Quellen Informationen zusammengeworfen werden, das haben die Jungen unbedingt drauf. Dabei sollte alles aber immer schön "kostenlos" vorliegen. Vielleicht böte sich für die Zukunft der "Literatur" auch ein anderes Kostenmodell an wie etwa bei den Streamningdiensten von Musik. OK! Gibt es ja heute schon. Klar ist, dass sich die Literatur ändern wird, weil sich die Menschen ändern. Aber vielleicht trauen wir (ich?) ihnen doch ein bisschen zu wenig zu? Ich würde mir wünschen, dass anspruchsvolle Literatur überleben wird und nicht nur wie beim Komponieren von klassischer Musik hauptsächlich eine Zeiterscheinung war.
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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 30.08.2020 07:33    Titel: Antworten mit Zitat

BlueNote hat Folgendes geschrieben:
Ich würde mir wünschen, dass anspruchsvolle Literatur überleben wird

Anspruchsvolle Literatur wird überleben, da mach dir mal keine Sorgen. Denn das wollen die "Sonderlinge", die tatsächlich noch lesen, eben lesen. Und die wird es immer geben. Klar ist es erschreckend, wenn man einer Bekannten von seinem Buch erzählt, der 17-jährige Sohn danebensteht, einen mit offenem Mund anstarrt und sagt: "Was, du hast ein Buch mit über 600 Seiten geschrieben? So viel habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht mal gelesen!"
Aber das ist auch nicht neu. Ich weiß noch, dass ich mit 14 oder so mal mit einem Klassenkameraden und seinen Eltern in der Stadt war. Ich kaufte mir ein Buch, worauf mich dessen Mutter ziemlich unfreundlich anmachte, wie man Geld für solchen Unsinn ausgeben können und was man denn mit Büchern wolle, die brauche doch niemand mehr und das sei doch nur rausgeschmissenes Geld und wenn ich ihr Sohn wäre, würde sie mir das Taschengeld kürzen. Und was denn meine Eltern wohl dazu sagen würden. Ich sagte nur, die hätten auch Bücher, sogar ein paar Schränke voll, worauf sie meinte, ich solle sie nicht noch verarschen. Und das war nicht bildungsferne Schicht, sondern Gymnasium. Leute die so denken sind also nichts neues. Und im Schulbus wurde man damals auch schon komisch angekuckt, wenn man da ein Buch in der Hand hatte, das nicht das Schulbuch für die erste Stunde war, worin man noch schnell die Hausaufgaben machen wollte. Dass Leute nicht mehr genug lesen wurde hingegen auch schon in der Antike kritisiert.
Kurzum, ich würde da nicht den Teufel an die Wand malen und ich denke auch nicht, dass sich da viel ändern wird. Möglicherweise wird der Trend in der Unterhaltungsliteratur irgendwann Richtung Light Novel nach japanischem Vorbild statt langem Roman gehen, aber auch in Japan gibt's noch Leute, die richtige Romane schreiben können.

PS: Nein, eine "niedersächsische Tiefebene um Flensburg" gibt es nicht, denn Flensburg liegt im Norden von Schleswig-Holstein und damit nicht mal in der Nähe von Niedersachsen. Rolling Eyes


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BlueNote
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BeitragVerfasst am: 30.08.2020 07:56    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

PS: Nein, eine "niedersächsische Tiefebene um Flensburg" gibt es nicht, denn Flensburg liegt im Norden von Schleswig-Holstein und damit nicht mal in der Nähe von Niedersachsen. Rolling Eyes

Ah! Schleswig-Holstein kenn ich! Das stand immer auf unserer Marmelade, sogar mit Bild, wo das ungefähr liegt (unterhalb von Schweden). Und Niedersachsen, Hannover, CeBit. Langsam kommen die Erinnerungen wieder. In Hannoverschgmünden (oder so ähnlich) hab ich sogar schon Urlaub gemacht - und in Hoden-Hagen.
Wenn das nicht schon Detailkenntnisse sind! wink
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Kiara
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BeitragVerfasst am: 30.08.2020 08:04    Titel: Antworten mit Zitat

BlueNote hat Folgendes geschrieben:

Wenn das nicht schon Detailkenntnisse sind! wink

Du solltest ein Buch schreiben


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Zum Schweigen fehlen mir die Worte.

- Düstere Lande: Das Mahnmal (2018/2020)
- Düstere Lande: Schatten des Zorns (2020)
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BlueNote
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BeitragVerfasst am: 30.08.2020 08:13    Titel: Antworten mit Zitat

Aber vielleicht besser über bayrisch-Schwaben.
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Rodge
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BeitragVerfasst am: 30.08.2020 08:53    Titel: Antworten mit Zitat

Meiner Meinung nach gibt es keinen Zustand, der sich gelegentlich ändert, sondern ständige Änderungen, die von manchen in längeren Phasen als Zustand erlebt werden. Und die Fakten sind durchaus unterschiedlich. Die Zahl der gelesenen Seiten der Kindle unlimited Kunden steigt stetig (s. die Auswertungen von M. Matting). Gleichzeitig steigt die Zahl der Nichtleser.

Ich interpretiere das so: Früher sind wir mit Büchern aufgewachsen, heute entdecken viele das Lesen erst später. Hat man mal 10 Hochglanzserien über alle Genre hinweg bis zu Ende geguckt, stellt man fest, das ob das nun Science-Fiction oder Teenie-Drama ist, die Konflikte im Grunde immer die Gleichen sind. Da haben dann Bücher (da sie nicht Mainstream sein müssen und das manchmal auch nicht sein wollen) ein größeres Spektrum. Manche entdecken das Lesen dann erst als (junge) Erwachsene.

Allerdings glaube auch ich, dass die Leser von E-Literatur so langsam aussterben. Einfach auch, weil der Veröffentlichungsrhythmus sich erhöht. Ein Buch alle paar Jahre wird da kaum mehr wahrgenommen. Im SP-Bereich führt das zu teilweise grotesken Situationen: Da werden Bücher von einigen der Thriller-Stars fabrikmäßig geschrieben. Der Star-Autor wird gemeinsam mit einem der Ghost-Writer genannt und so lassen sich dann in einem Jahr ein Dutzend und mehr Bücher herausbringen.

Ich bin gespannt, wie das weitergeht...
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Ebor
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Beiträge: 57



BeitragVerfasst am: 31.08.2020 14:22    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Rodge hat Folgendes geschrieben:
Die Zahl der gelesenen Seiten der Kindle unlimited Kunden steigt stetig (s. die Auswertungen von M. Matting).


Glaubt ihr, das geht so ein bisschen in diese Richtung der neuen Art des "Konsums", weil man ja so eine riesige und gefühlt kostenlose Auswahl an Lesestoff hat? So muss man sich gar nicht mehr für einen oder zwei Romane entscheiden, sondern kann einfach überall reinlesen und sobald es zu kompliziert oder zwischendurch mal langweilig wird, lädt man sich halt das nächste Buch runter.
Ähnlich wie das, was BlueNote geschrieben hat bezüglich der neuen Kostenmodelle für Literatur. Dieser Anspruch, dass alles convenient und teilweise sogar kostenlos sein muss. Maunzilla hat das ja auch schon bei den anderen Kulturgattungen angesprochen, diese 10-15 Sekunden Geduld die man aufbringt. Übertragen auf den e-Roman dann eben "ich hab jetzt 35% gelesen aber irgendwie war noch nicht genug Action. Wollte mich dann auch nicht durch ein paar langweilige Seiten quälen, bis es wieder spannender wird.".

Maunzilla, falls dir der Titel des Videos wieder einfällt, ich würde mich darüber freuen!

Bezüglich "Durchzappen" durch Bücher: den meisten Leuten fällt es doch eigentlich schwer, sich beim Anlesen für eine Leseauswahl zu entscheiden, oder? In der Bücherei oder einer größeren Buchhandlung. Ich habe dann zuhause jedenfalls so schnell nichts weggelegt, auch wenn's zwischendurch mal Längen hatte, schließlich musste das ja alles auch gekauft und nach Hause (und ggf. wieder zurück) geschleppt werden. Bei e-Books entfällt das natürlich, und wenn ich dann noch eine Flatrate habe...

Ich bin jedenfalls auch sehr gespannt, wie das weitergehen wird.

Zitat:
Insgesamt ist das Niveau an den Schulen gesunken, was nicht ohne Auswirkungen auf den Buchmarkt und den Konsum von Büchern bleiben kann. Den Autoren sei eine einfachere Schreibweise angeraten. Dies muss nicht unbedingt mit Qualitätsverlust gleichgesetzt werden.


Ja, das sehe ich auch so. Nicht nur die Digitalisierung, sondern auch das Schulsystem hat Auswirkungen auf die zukünftigen Leser.
Sich wirklich mit Themen auseinanderzusetzen, sie zu analysieren, Dinge auch mal zu hinterfragen, ist natürlich anstrengender als passive Berieselung. Und dabei raten doch viele, Erzähltes möglichst auch mal "offen" zu lassen, dem Leser ein wenig Interpretationsspielraum zu geben etc. Irgendwie weiß man gar nicht mehr, wie man es denn nun machen soll.

V.K.B. hat Folgendes geschrieben:
tl;dr
Laughing Laughing aber auch das Erlebnis mit dem Klassenkameraden und seinen Eltern im Buchladen.. puh...
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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 31.08.2020 15:29    Titel: Antworten mit Zitat

Ebor hat Folgendes geschrieben:
aber auch das Erlebnis mit dem Klassenkameraden und seinen Eltern im Buchladen.. puh...
Und das ist über 30 Jahre her. Trotzdem lesen und schreiben wir heute immer noch.

Könnte aber auch gut sein, dass Lesen schon lange auch oft Familientradition ist, die man von seinen Eltern übernimmt. Für mich war es als kleines Kind eben einfach normal, dass auf dem Flur Bücherschränke rumstehen, z.T. auch noch mit Büchern, die meine Mutter als Kind schon hatte. Da schaut man doch mal in Bücher rein oder will was vorgelesen haben (waren bei mir all die Astrid Lindgrens und Otfried Preußlers). Wenn da stattdessen nur das Telefonbuch im Schrank steht (und vielleicht noch "Mein Kampf" als Familienerbstück), interessiert man sich als Kind auch nicht dafür. Meine Tochter (10) liest auch und nicht gerade wenig. Sie verbringt wesentlich mehr Zeit mit ihrem e-Bookreader als mit ihrem Nintendo Switch, den sie unbedingt für ein Pokémon-Spiel haben wollte, aber nachdem sie das durch hatte, hatte sich das Interesse an dem Ding auch so gut wie erledigt. Als ich sie fragte, ob sie sich ein neues Spiel zum Geburtstag wünscht, meinte sie, sie hätte lieber ein neues Stofftier, weil sie ja gar nicht zum Videospielen käme, da sie noch nicht alle Warrior Cats Bände durchhat, und ein Stofftier könnte sie ja zum Lesen mit ins Bett nehmen. Solche Kinder gibt's also auch noch. Und das kann nicht nur meine Beeinflussung sein, denn eine Spielkonsole habe ich ja auch (und benutze sie sogar gelegentlich, wenn ich mir eine Schreibpause gönne).


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Merlinor
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BeitragVerfasst am: 31.08.2020 15:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

Ich wäre da nicht ganz so pessimistisch. Ich schaue den jungen Leuten zu und sehe, dass sie im Wesen nicht viel anders gestrickt sind, als wir, als wir jung waren.
Zu meiner Zeit war ich als ausgesprochene Leseratte auch eine Ausnahme.
Im übrigen lesen die jungen Leute ständig. Sie heben selbst in der U-Bahn oder auf der Straße kaum die Augen von ihren Smartphones und lesen und schreiben und schreiben und lesen ... lol
Ihr Fähigkeit, sich auf dieses Ding zu konzentrieren ist geradezu unglaublich. Überhaupt Konzentration: Was diese jungen Leute bei Computerspielen an Konzentrationsfähigkeit beweisen ist bewundernswert. Nicht umsonst wird das "E-Sport" genannt. Kurze Aufmerksamkeitsspanne? Weit gefehlt: Die spielen über viele Stunden am Stück, Stunden höchster Anspannung, konzentrierter Aufmerksamkeit und erbringen dabei eine Energieleistung höchster Ordnung.

Alles nur Ballerspiele? Nein, bei weitem nicht. Übrigens: Auch das Portal vom Deutschen Schachbund und die großen Go-Portale (wer es nicht kennt: Go ist ein Brettspiel, das weitaus komplexer und gedanklich tiefer daherkommt als Schach) sind voller Spieler und auch andere Strategiespiele und Simulationen erfreuen sich - gerade bei den Jungen - großer Beliebtheit.
Das alles gilt nicht nur für Deutschland, sondern weltweit. Die jungen Leute sind aktiv und geistig beweglich.    

Ja, die Welt hat sich geändert. Andere Medien nehmen Aufmerksamkeit in Anspruch. Die Bücher werden dadurch etwas zurückgedrängt, aber nicht gravierend. So ist es eben. Qualitativ ist das in meinen Augen kein Rückschritt. Im Gegenteil, ich halte die jungen Leute von heute für mindestens ebenso geistig aktiv und leistungsfähig, wie in früheren Zeiten auch. Vielleicht sind sie sogar noch ein wenig weiter, in jedem Fall geistig besser trainiert und ausgebildet, als zu unserer Zeit - dem Computer sei dank.

Ganz "klassisch" gelesen wird übrigens trotzdem noch, oft am Computer, oft auch mittels der Ohren: Hörbücher boomen gerade ungeheuer. Und Kindle verbucht, wie wir gehört haben, eine stetig steigende Zahl gelesener Seiten und ständig wachsende Verkaufszahlen.

Es müsse immer „knallen und rumpeln“ wurde gesagt: Nun, ein Film wie "ziemlich beste Freunde" war ein Millionenerfolg und es sind die Jungen, die die Kinos gestürmt haben. Es war auch früher schon so, dass in Literatur und im Film die Mehrzahl der Werke eher flach auf Action getrimmt waren, aber die Ausnahmen gab es eben auch immer und das wird sich nicht ändern.
Die Jungen seien generell uninteressiert und würden zunehmend verblöden? Me Too, Black Lives Matter und vor allem Fridays for Future sprechen eine andere Sprache.

Natürlich ist nicht alles Gold, was glänzt. Das war es noch nie. Aber deshalb über die ganze Welt einen pessimistischen Anstrich zu legen, wird der Sache keinesfalls gerecht …
Für gute Literatur wird es dabei immer einen Platz geben.

LG Merlinor


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„Ich bin fromm geworden, weil ich zu Ende gedacht habe und nicht mehr weiter denken konnte.
Als Physiker sage ich Ihnen nach meinen Erforschungen des Atoms:
Es gibt keine Materie an sich, Geist ist der Urgrund der Materie.“

MAX PLANCK (1858-1947), Mailand, 1942
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nebenfluss
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BeitragVerfasst am: 31.08.2020 15:44    Titel: Re: Hat "digitale Verblödung" auch Auswirkungen auf die Belletristik? Antworten mit Zitat

Zitat:

Die Texte werden auch einfacher geschrieben sein müssen. Das liegt u. a. daran, dass in den Schulen weniger Wert auf die Analyse komplizierterer Texte gelegt wird. Auch die Handlungen werden, was die Komplexität anbelangt, einfacher werden müssen. Insgesamt ist das Niveau an den Schulen gesunken, was nicht ohne Auswirkungen auf den Buchmarkt und den Konsum von Büchern bleiben kann. Den Autoren sei eine einfachere Schreibweise angeraten. Dies muss nicht unbedingt mit Qualitätsverlust gleichgesetzt werden.

Nun ja. Bezogen auf ein einzelnes Werk muss es nicht unbedingt einen Qualitätsverlust darstellen (wie immer man Qualität definiert), aber insgesamt ginge diese Entwicklung immerhin mit einem Verlust an Vielfalt einher, welche Literatur sich überhaupt noch vermarkten lässt. Wenn dabei ausgerechnet das Komplexe, Gedankenvolle und Intellektuelle, das man mit dem Begriff Literatur doch traditionell verbindet, unter die Räder käme, wäre das aus meiner Warte schon ein Qualitätsverlust.

Zitat:
Die jungen Leser scheinen von den Büchern das zu erwarten, was sie in Filmen gesehen haben.

Wenn sich der Buchmarkt daran ausrichtet, landet er dann (für diese Zielgruppe) nicht zwangsläufig in der Sackgasse? In Zeiten von youtube, Netflix etc. gibt es ständigen, werbe- oder flatratefinazierten Nachschub an Filmen und Serien. Wenn von Büchern das gleiche erwartet wird, warum sollten junge Leser dann überhaupt noch nach Büchern greifen? Irgendwelche qualitativen Alleinstellungsmerkmale muss Literatur weiterhin liefern, in ihrer Sprache oder z. B. dem hier:  
Zitat:
Die Reflexion über das Verhalten und Handeln von Menschen, ihre Motive, ihre Wünsche und Sehnsüchte

Das ist für mich etwas, was sich im Schriftlichen genauer und letztlich eindrücklicher darstellen lässt als in Filmen.

Zitat:
Das Konsumverhalten jüngerer Leser und Leserinnen bietet allerdings auch einen Vorteil. Autorinnen und Autoren werden sich auf das Niveau ihrer Leserschaft einstellen und weniger Aufwand bei der Erstellung ihres Buches betreiben müssen. Der enorme Rechercheaufwand, der von einigen Foristen immer wieder propagiert wird, steht dazu in einem Kontrast.

Zweifellos. Nur gibt es natürlich auch Autoren (wie mich), die beim Schreiben nicht nach größtmöglicher Effizienz bzw. Bequemlichkeit streben, sondern sich dem verpflichtet fühlen, das Geschriebene möge nach Möglichkeit bedeutsam, originell und stimmig sein.
Was damit passiert, wenn der Markt für diesen Anspruch schwindet?
Ich dachte eine Zeitlang, dass zur Not ja immer noch die halbwegs etablierten Formen des SP übrig bleiben - oder gleich die kostenlose Veröffentlichung im Netz (Blogroman o. ä.). Das ist aber wohl ein naiver Trugschluss gewesen. Die schiere Menge an unsäglichlichem inhaltlichen Schrott, der ständig durch die Portale gespült wird, führt die Idee, ausgerechent hier könnte sich die bessere Literatur etablieren, ad adsurdum. Es ist ein Markt wie jeder andere auch - nur dass es in diesem Fall dem Autor nicht ums Geld, sondern um Aufmerksamkeit geht.


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nebenfluss
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BeitragVerfasst am: 31.08.2020 16:46    Titel: Antworten mit Zitat

@Merlinor:
Kann ich eigentlich alles unterschreiben.
Ich gehe davon aus, dass der TE "digitale Verblödung" bewusst in Gänsefüsschen gesetzt hat. Digitalität an sich verblödet natürlich niemanden. Aber insbesondere das Internet hat den Begriff der Reizüberflutung auf ein zuvor unbekanntes Level gehoben. Die großen Plattformen werden ständig stärker auf Affekte - und nicht auf kritisches Denken - ausgerichtet, und das bleibt nicht ohne Wirkung auf die Nutzer. Das Individuum muss in diesem Chaos Ordnung schaffen, und nichts ist dafür besser geeignet als eine Filterblase, in der klare Regeln herrschen: Welche Meinung man zu haben hat usw. Das Äquivalent in der Belletristik ist ein Leser, der immer nur das gleiche spezielle Genre liest.
Dehalb ist es ja im dsfo so schön - hier sieht alles noch aus wie 2008 Laughing

Jedenfalls mir als Diskussionsteilnehmer geht es nicht darum, sich über andere Menschen (oder gar die Jugend) als "verblödet" zu erheben. Es ist eher ein sorgenvoller Blick, dass die Dinge sich schneller entwickeln als die Menschen damit verantwortungsvoll umzugehen lernen.


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Mumienfreund
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BeitragVerfasst am: 31.08.2020 17:06    Titel: Antworten mit Zitat

digitale Verblödung??? WTF OMG Wayne Mad
Ist seit ja echt krass hier. sit doch alles bull- mom sry - Pokemn m Garten. cu
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Willebroer
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BeitragVerfasst am: 31.08.2020 17:11    Titel: Antworten mit Zitat

Thomas74 hat Folgendes geschrieben:
Ja ja.
Das Ende des Lesens wurde schon bei der Erfindung des Radios, des Fernsehens, des Kinos ect. prophezeit... hmm


Das war aber nicht die Frage.
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Kojote
Geschlecht:männlichACME Buchstabenfabrikant

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Beiträge: 452
Wohnort: Wurde erfragt


BeitragVerfasst am: 31.08.2020 17:24    Titel: Antworten mit Zitat

Willebroer hat Folgendes geschrieben:
Thomas74 hat Folgendes geschrieben:
Ja ja.
Das Ende des Lesens wurde schon bei der Erfindung des Radios, des Fernsehens, des Kinos ect. prophezeit... hmm


Das war aber nicht die Frage.


E-ben.

Alle großen Hochkulturen, einschließlich Griechen und Römer, beschwerten sich über ihre jeweilige "Jugendverdummung". Und alle diese Hochkulturen gingen zugrunde.

Meine Frau ist Lehrerin für die Sekundarstufe und merkt schon seit Jahren, dass ein Großteil der Schülerinnen und Schüler der fünften Schulstufe (!) nicht sinnerfassend lesen kann, vom Tempo gar nicht geredet.

Hinzu kommen Eltern, die ihren Junioren im Kinderbuggy zur Ruhigstellung blinkende und piepsende Smartphones in die Hand drücken. In fünf Jahren haben wir mit diesem Nachwuchs eine Generation, die sich keine zwei Minuten auf eine Schulaufgabe konzentrieren kann.


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