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Könnt ihr vom Schreiben leben?

 
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Erinnerung&Sehnsucht
Geschlecht:männlichSchmierfink

Alter: 35
Beiträge: 61
Wohnort: Wien


BeitragVerfasst am: 08.12.2019 14:20    Titel: Könnt ihr vom Schreiben leben? eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Da kommt schon wieder so ein Neuer und will es wissen.
Die Frage ist vermutlich verdammt naiv.
Aber natürlich muss sie immer wieder jemand stellen.
Diesmal bin wohl ich der Dumme.

Hat es jemand unter euch geschafft, vom Schreiben leben zu können?
Ich will nicht wissen ob jemand davon reich geworden ist.
Aber könnt ihr euch damit über Wasser halten?
Oder seid ihr zumindest nahe dran?
Falls es jemand geschafft hat, würdest ihr heute etwas anders machen?

Nehmt die Einladung an und zerstört meine Träume.


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Was mich am meisten stört, ist die eigene Dummheit.
Die Dummheit anderer ist Unterhaltung.
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V.K.B.
Geschlecht:männlich[Error C7: not in list]

Alter: 47
Beiträge: 3060
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Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 08.12.2019 14:36    Titel: Antworten mit Zitat

Ich jedenfalls noch nicht. Habe zwei Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht, ober ohne Honorar, nur Freiexemplar für den Autor und Autorenrabatt, wenn man das Buch kauft und verschenken will. Einmal ein Gutschein über 50€ für 2.Platz beim Wettbewerb. Leben kann ich davon nicht. Hoffe aber immer noch, das wird mal anders, wenn ich endlich einen meiner Romane druckreif habe.

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Warning: Cthulhu may occasionally jumpscare people …
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Gerling
Geschlecht:männlichReißwolf

Alter: 55
Beiträge: 1973
Wohnort: Braunschweig


BeitragVerfasst am: 08.12.2019 14:48    Titel: Antworten mit Zitat

Mittlerweile bin ich nahe dran. Im nächsten Jahr wird sich entscheiden, ob ich nur noch schreibe. Meine neue Agentin wird ab Januar einen fertigen Roman und eine neue Serie anbieten. Auf der Frankfurter Buchmesse hat sie schon mit der Akquise begonnen und es gibt auch schon erste Interessenten.
Es bleibt spannend ...


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Das Programm - Bookspot Verlag (Juli 2014)
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Sieben Gräber - Bookspot Verlag (März 2016)
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Architekt des Bösen - Edition M (Aug 2019)
Tag X - Bookspot Verlag (2020)
Caldera - Bookspot Verlag 2021
NN - Rowohlt Verlag 2021
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agu
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BeitragVerfasst am: 08.12.2019 14:59    Titel: Antworten mit Zitat

Für eine Dauer von ein oder zwei Jahren, als ich das mit der Schreiberei mal testweise ernsthaft betrieben und mehrere Romane bei Publikumsverlagen unter Vertrag hatte, wäre das - auf sehr niedrigem Niveau - wohl gegangen. Allerdings habe ich meine Energie dann doch lieber in meinen anderen Selbstständigkeits-Job gesteckt, weil der um Welten mehr abwarf, deshalb weiß ich nicht, wie es sich entwickelt hätte, hätte ich weitergemacht.

Ich nehme an, es hätte schon irgendwie gereicht - aber die Mischkalkulation und der erhebliche Unsicherheitsfaktor sind nicht jedermanns Sache. Ich kenne eine Handvoll anderer AutorInnen, die auf ähnlichem Level wie ich unterwegs waren, aber dabei geblieben sind - die können mittlerweile alle davon leben (und tun das auch). Reich wird keine, es scheint aber zu gehen. Sie schlagen sich allesamt mit Patchwork aus diversen Verlagsbüchern, einer Handvoll Selbstverlags-Titel (oft alte Bücher, wo die Rechte zurückkamen, die sie dann neu auflegen) und gelegentlichen Projekt-Jobs als Lektor, Übersetzer oder ähnlichem durch.

Man muss aber einen langen Atem haben.
It takes about 10 years to create an overnight success.


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Meine Bücher:
Engelsbrut (2009 Sieben, 2011 LYX) | Engelsjagd (2010 Sieben) | Engelsdämmerung (2012 Sieben)
Die dunklen Farben des Lichts (2012, SP)
Purpurdämmern (2013, Ueberreuter)
Sonnenfänger (2013, Weltbild)
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Choice / als Chris Portman (2014, Rowohlt)
Wie man ein Löwenmäulchen zähmt / als Eva Lindbergh (2016, Droemer Knaur)
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Ralphie
Geschlecht:männlichForenonkel

Alter: 67
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Wohnort: 50189 Elsdorf/Rhld.
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BeitragVerfasst am: 08.12.2019 15:03    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe vom Schreiben meine Hobbies finanziert.

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LG
Ralphie
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Murmel
Geschlecht:weiblichSchlichter und Stänker

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BeitragVerfasst am: 08.12.2019 15:18    Titel: Antworten mit Zitat

Die Frage wurde hier schon oft diskutiert, und die Antworten bleiben gleich.

Was heißt das, vom Schreiben leben können? Wie definierst du das? Für dich allein, bescheiden in einer WG oder auf einem Campingplatz? Eine Familie mit drei Kindern ernährend? Das Luxushaus am See? Oder in Zahlen ausgedrückt, wie viel willst/musst du generieren? 30.000€, 80.000€ oder 150.000€ im Jahr?

Das definiert jeder anders. Die wenigsten Schriftsteller können wirklich alleine vom Schreiben leben, meistens gibt es eine weitere Quelle des Einkommens und wenn's das vom Partner ist. Noch weniger können durch das Schreiben sich ein Leben in Luxus finanzieren. Das ist die Wahrheit.

Ich kann es definitiv nicht, aber das liegt auch am Lebensstandard, den wir pflegen.


_________________
*Koppelmord - Carlsen Instantbooks 2013
*Flauschangriff - Piper/Weltbild 2014, Piper Fahrenheit 2017
*Katertage zum Verlieben - Thienemann 2014
*Bocktot - Gmeiner-Verlag 2017
*Brunnenleich - Gmeiner-Verlag Juli 2018
*Gut Gebellt, Katze - Edel Elements September 2018
*Schwarze Küste - Gmeiner Verlag Februar 2019
*Marias Geheimnis - Weltbild/Edel Elements 01.03.2019
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nothingisreal
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BeitragVerfasst am: 08.12.2019 15:26    Titel: Antworten mit Zitat

Murmel hat Folgendes geschrieben:


Was heißt das, vom Schreiben leben können? Wie definierst du das?


Ich würde sogar ein Schritt weiter gehen: Wie definiert man Schreiben? Was ist für dich Erinnerung&Sehnsucht alles Schreiben? Nur Romane? Davon können die wenigsten leben. Es gibt noch jede Menge anderer Möglichkeiten, mit dem Schreiben Geld zu verdienen wie Journalismus. Ob man das natürlich will, ist eine andere Frage.


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"Es gibt drei Regeln, wie man einen Roman schreibt. Unglücklicherweise weiß niemand, wie sie lauten." - William Somerset Maugham
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Erinnerung&Sehnsucht
Geschlecht:männlichSchmierfink

Alter: 35
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Wohnort: Wien


BeitragVerfasst am: 08.12.2019 15:27    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Murmel hat Folgendes geschrieben:
Die Frage wurde hier schon oft diskutiert, und die Antworten bleiben gleich.

Was heißt das, vom Schreiben leben können? Wie definierst du das?


Ich definiere es so, wie es da steht. Kann man sein Leben davon bestreiten? Ist das überhaupt möglich, wenn man Genügsamkeit an den Tag legt? Welches Leben damit möglich ist, liegt ja wieder am Grad des Erfolgs.


Natürlich kam die Frage schon tausendmal. Und sie wird wieder tausendmal kommen. Mir ist bewusst dass ich euch damit strapaziere. Aber in diesem Fall, konnte ich nicht widerstehen. Das bewegt eben und wird es weiterhin tun. Ich erachte meine Fragestellung sogar als unhöflich, weil ich ihr Aufkommen ahnen kann. Konnte sie mir aber nicht verkneifen. Das möge man mir nachsehen.

nothingisreal hat Folgendes geschrieben:
Murmel hat Folgendes geschrieben:


Was heißt das, vom Schreiben leben können? Wie definierst du das?


Ich würde sogar ein Schritt weiter gehen: Wie definiert man Schreiben? Was ist für dich Erinnerung&Sehnsucht alles Schreiben? Nur Romane? Davon können die wenigsten leben. Es gibt noch jede Menge anderer Möglichkeiten, mit dem Schreiben Geld zu verdienen wie Journalismus. Ob man das natürlich will, ist eine andere Frage.


Diese Frage kann ich nicht beantworten. Da ich zu dumm und naiv bin, zu wissen welche Möglichkeiten es da gibt. Was aber auch einer der Gründe ist, warum ich mich an euch wende. Ich wollte nicht so tun als ob ich eine Ahnung hätte. Sondern jene die weiter sind fragen, was es dafür braucht.


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Bunt Speck
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BeitragVerfasst am: 08.12.2019 16:22    Titel: Antworten mit Zitat

Nein ...
...
...
...
...
bisher nicht.


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Herr Meier
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BeitragVerfasst am: 08.12.2019 16:58    Titel: Antworten mit Zitat

vom schreiben leben, hmmm ....

Ich lebe vom Schreiben,
allerdings vom kreativ handwerklichen Schreiben,
ich mache ein Blog.

Aber jetzt, wo ich über einen Roman nachgedacht habe,
muss ich mir selbst sagen,
nee, das funzt nicht so einfach, überhaupt nicht,
dazu müsste ich Vieles erreichen, was nicht kalkuliert werden kann
und noch nicht mal in meinem Einflussbereich liegt.

Verglichen mit Blog, wo der Erfolg auch nicht automatisch kommt,
ist Roman schreiben unendlich mehr vom "Glück" abhängig.

Wenn ich beides vergleiche,

ist Blog-Glück würfeln mit 6 Augen
und einem zuverlässigen Regelwerk

und Romanglück würfeln mit einem fetten Fantasywürfel
und einem Stapel Ereigniskarten Cool
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Erinnerung&Sehnsucht
Geschlecht:männlichSchmierfink

Alter: 35
Beiträge: 61
Wohnort: Wien


BeitragVerfasst am: 08.12.2019 17:16    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Herr Meier hat Folgendes geschrieben:


Wenn ich beides vergleiche,

ist Blog-Glück würfeln mit 6 Augen
und einem zuverlässigen Regelwerk

und Romanglück würfeln mit einem fetten Fantasywürfel
und einem Stapel Ereigniskarten Cool


Das hast du schön gesagt. *lach*


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nothingisreal
Geschlecht:weiblichPapiertiger


Beiträge: 4530
Wohnort: unter einer Brücke


BeitragVerfasst am: 08.12.2019 18:15    Titel: Antworten mit Zitat

Erinnerung&Sehnsucht hat Folgendes geschrieben:


Diese Frage kann ich nicht beantworten. Da ich zu dumm und naiv bin, zu wissen welche Möglichkeiten es da gibt.


Zeitungsartikel, Scripte für irgendwelche Shows, Theaterstücke, Webseiten-Texte, Werbetexte, Slogans etc.

Da gibt es viele Möglichkeiten. Ob man will, ist aber wie gesagt, eine andere Geschichte.


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Erinnerung&Sehnsucht
Geschlecht:männlichSchmierfink

Alter: 35
Beiträge: 61
Wohnort: Wien


BeitragVerfasst am: 08.12.2019 18:20    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

nothingisreal hat Folgendes geschrieben:
Erinnerung&Sehnsucht hat Folgendes geschrieben:


Diese Frage kann ich nicht beantworten. Da ich zu dumm und naiv bin, zu wissen welche Möglichkeiten es da gibt.


Zeitungsartikel, Scripte für irgendwelche Shows, Theaterstücke, Webseiten-Texte, Werbetexte, Slogans etc.

Da gibt es viele Möglichkeiten. Ob man will, ist aber wie gesagt, eine andere Geschichte.


Ja, vor allem muss man rausfinden was man will. Da stelle ich mir die Frage, gibt es auch Dinge die man auf keinen Fall tun sollte?


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agu
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BeitragVerfasst am: 08.12.2019 21:47    Titel: Antworten mit Zitat

Erinnerung&Sehnsucht hat Folgendes geschrieben:

Ja, vor allem muss man rausfinden was man will. Da stelle ich mir die Frage, gibt es auch Dinge die man auf keinen Fall tun sollte?


Das ist überhaupt eine der Kernfragen.
Ich habe das immer wie eine Waage mit zwei Schalen betrachtet: eine ist mit "Idealismus und Spaß" beschriftet. Auf der anderen steht "Kohle".

Ich würde mich zu der Behauptung hinreißen lassen, dass es möglich ist, sich auch ohne übermäßige Glückstreffer, nur mit Beharrlichkeit, offenen Augen und viel Anstrengung, an einen Punkt zu arbeiten, an dem man vom Schreiben leben kann. Unter folgenden Voraussetzungen:
Das Handwerk sitzt (und bis es sitzt, kann man getrost ein paar Jahre Übung einkalkulieren). Man ist bereit und in der Lage, marktgerecht zu schreiben (also auch Marktgängigkeit über eigene Interessen zu stellen). Man hat sich ein dickes Fell gegen Enttäuschungen zugelegt. Man stellt keine überzogenen Ansprüche ans Jahresgehalt.

Angenommen, als Autor beherrscht Du Dein Handwerk (heißt, dass die Romane, die du produzierst, nicht schlechter sind als die Durchschnittsware, die auf den Tischen der Buchläden liegt), schreibst in einem Genre, das sich einigermaßen verkauft und bist in der Lage, binnen einiger Monate ein Buch zu schreiben:
Dann wirst du früher oder später den Sprung in die Veröffentlichung schaffen - entweder, weil Du einen Verlag / eine Agentur findest oder weil Du es schaffst, im Selfpublishing eine treue Fangemeinde aufzubauen. Wenn Du dann ein paar Bücher auf dem Markt hast und das alles so gut läuft, dass sie mindestens 8 - 10K € im Jahr umsetzen, kannst Du darüber nachdenken, das Hobby zum Beruf zu machen.

Jetzt kommt die Crux mit der oben erwähnten Waage.
Denn die Frage ist ja - warum willst Du vom Schreiben leben? Weil Du mit der Sache Geld verdienen willst, die Dir am meisten Spaß macht? Weil Du Deinen alten Job hasst und ihn lieber heute als morgen hinschmeißen würdest? Weil Du Dir erhoffst, Dir mit dem Schreiben als Lebensunterhalt große persönliche Freiheit erkaufen zu können (zu Hause arbeiten, wie viel und wann Du willst usw.)?
Für sich selbst eine Antwort auf diese Fragen zu finden ist wichtig. Denn vom Schreiben leben ist nicht gleich vom Schreiben leben.

Angenommen, Du hast einen Job, der Dir einigermaßen Spaß macht, aber viel Zeit in Anspruch nimmt und Dir - sagen wir mal - stattliche 60K im Jahr einspielt.
Angenommen, Du könntest mit den Verlagsverträgen, die Dir Deine Agentur in Aussicht stellt, 15K im Jahr einspielen, aber müsstest dafür den Job aufgeben, weil es sich sonst zeitlich nicht machen lässt. Angenommen, Du könntest weitere 5K verdienen, indem Du freiberufliche Übersetzungen oder Lektorate machst. Du müsstest also Deinen alten Lebensstandard runterschrauben, aber könntest davon leben.
Dafür erwartest Du, dass Deine Arbeit fortan aus purem Vergnügen besteht. Die Realität sieht aber wahrscheinlich eher so aus, dass Du Romane schreibst, deren Themen die Agentur Dir aufquatscht, anstatt Deine eigenen (die keiner kaufen will). Dass Du weitere Pseudonyme für andere Genres aufmachst, die Dich eigentlich nur mäßig interessieren, bei denen aber jeder weitere verkaufte Roman noch mal 5-8K Garantiehonorar in die Kasse spült. Dass Du die Zähne zusammenbeißt, wenn der eine Roman, der Dir echt am Herzen lag, erscheint - und niemanden interessiert (aber egal, das Garantiehonorar wird ja trotzdem gezahlt). Dass Du das Angebot annimmst, unter dem fünften Pseudonym noch für eine Heftromanserie zu schreiben, die Dich eigentlich auch nicht wirklich interessiert und bei der Du Dich strikt an die Vorgaben halten musst. Dass das Ganze echt in Stress ausartet, weil du auf einmal 4 Bücher im Jahr + 2 Heftromane + diverse Lektorate fertigkriegen musst. Für in der Summe ein Jahreseinkommen, das leicht über Mindestlohn liegt.
In diesem Fall würdest Du wohl zu dem Schluss kommen, dass der Idealismus-Anspruch damit nicht so wirklich erfüllt ist. Und dass Du, wenn Du schon etwas machst, auf das Du nur mäßig Lust hast, Du genauso gut einen Haufen Geld dafür kassieren kannst - also lieber in Deinem Brotjob bleibst.


Das stellt sich ganz anders dar, wenn Du in Deinem alten Job auch nur Mindestlohn bekommst, dafür aber jeden Tag früh und abends eine Stunde pendeln musst und Deine Arbeitsbedingungen eh schei**e findest.
Wenn die Genres, die sich wie geschnitten Brot verkaufen und die Dir Deine Agentur deshalb ans Herz legt, eh das sind, was Du am liebsten schreibst. Wenn Du ein Schnellschreiber bist und Deine Themen nicht so recherchelastig (oder immer vor dem gleichen Hintergrund spielen) - Du also ohne Stress 6 Romane im Jahr runterschreibst, und als Fingerübung noch drei Novellen, die Du direkt über Selfpublishing vertickst - weil sie ebenfalls in Genres angesiedelt sind, die über SP super laufen (also z.B. Erotik, Liebesroman, Krimi oder blutige Thriller).
Dann kannst Du mit dem Abenteuer "Leben vom Schreiben" nur gewinnen.


Du siehst also, es hängt immer von der persönlichen Situation ab, wie man "Leben vom Schreiben" definiert.
Ich habe z.B. mittlerweile den Anspruch, das es für mich nur noch in Frage käme, wenn ich die Genres schreiben könnte, die ich mag und damit ein Einkommen generiere, das deutlich über dem liegt, was sich mit Mindestlohn erwirtschaften lässt. Dafür bräuchte es allerdings wirklich einen Wurf mit 24-seitigem Würfel auf die 24 und die Ereigniskarte "Göttliche Fügung" Wink

Liebe Grüße,
Andrea


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Murmel
Geschlecht:weiblichSchlichter und Stänker

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Beiträge: 7646
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BeitragVerfasst am: 08.12.2019 21:48    Titel: Antworten mit Zitat

Erinnerung&Sehnsucht hat Folgendes geschrieben:

Ich definiere es so, wie es da steht. Kann man sein Leben davon bestreiten? Ist das überhaupt möglich, wenn man Genügsamkeit an den Tag legt?

Das kommt eben darauf an, wie erfolgreich du schreibst,  oder wie fleißig du bist. Es gibt vor allem im SP Bereich Autoren, die hauen 12 Bücher im Jahr heraus. Die sind vermutlich nicht besonders originell, aber so schaffen sie einen konstanten Geldstrom. Andere unterstützen ihr Schreiben durch das Geben von Kursen. Oder sie schreiben noch Blogs, Sachbücher und ähnliches. Ob da noch Spaß am Schreiben bleibt, ist eine andere Frage.
Man sollte bei der Frage auch nicht vergessen, dass das Verlagsgeschäft vom Geschmack des Lesers abhängig ist - und der kann sich ändern, schneller als du denkst rennt die Masse hinter einem neuen Hype her und du bist out.

Daher würde ich jedem empfehlen, der schon die Millionen auf sich zurollen sieht, an eine Exitstrategie zu denken. wink


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Maunzilla
Klammeraffe


Beiträge: 794



BeitragVerfasst am: 09.12.2019 04:21    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hatte nie den Wunsch, Berufsschriftsteller zu werden.
Reich wird man in diesem Gewerbe nur durch außerordentliches Glück und Geschick, wobei das Glück dominiert. Da kann man gescheiter Lotto spielen. Ist nicht so anstrengend und frustrierend.
Davon leben könnte ich vermutlich, wenn ich in einem billigen Land lebte, und wenn ich fleißig Texte produzierte, die mich nicht interessierten.

Da ich mir das Schreiben und Dichten nicht kaputt machen lassen möchte, habe ich mich entschieden ausschließlich als Hobby-Autor nur das zu schreiben, wonach mir der Sinn steht und mich keinem Diktat von außen zu unterwerfen. Ist ein Buch fertig, versuche ich (mit geringer Anstrengung) es zu verkaufen. Klappt das, bin ich es zu frieden, klappt es nicht, ist es auch nicht schlimm.
Da ich inzwischen weiß, wie der Markt funktioniert, habe ich keine Illusionen von Ruhm und Reichtum und Erfolg mehr. Glücklicherweise entspricht es auch nicht meiner Natur, im Mittelpunkt stehen zu wollen und nach der Aufmerksamkeit und Anerkennung der Welt zu gieren, so daß mich der kommerzielle Mißerfolg meiner Kunst nicht weiter anficht.


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Gerling
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Wohnort: Braunschweig


BeitragVerfasst am: 09.12.2019 09:05    Titel: Antworten mit Zitat

Maunzilla hat Folgendes geschrieben:
Ich hatte nie den Wunsch, Berufsschriftsteller zu werden.
Reich wird man in diesem Gewerbe nur durch außerordentliches Glück und Geschick, wobei das Glück dominiert. Da kann man gescheiter Lotto spielen. Ist nicht so anstrengend und frustrierend.
Davon leben könnte ich vermutlich, wenn ich in einem billigen Land lebte, und wenn ich fleißig Texte produzierte, die mich nicht interessierten.

Da ich mir das Schreiben und Dichten nicht kaputt machen lassen möchte, habe ich mich entschieden ausschließlich als Hobby-Autor nur das zu schreiben, wonach mir der Sinn steht und mich keinem Diktat von außen zu unterwerfen. Ist ein Buch fertig, versuche ich (mit geringer Anstrengung) es zu verkaufen. Klappt das, bin ich es zu frieden, klappt es nicht, ist es auch nicht schlimm.
Da ich inzwischen weiß, wie der Markt funktioniert, habe ich keine Illusionen von Ruhm und Reichtum und Erfolg mehr. Glücklicherweise entspricht es auch nicht meiner Natur, im Mittelpunkt stehen zu wollen und nach der Aufmerksamkeit und Anerkennung der Welt zu gieren, so daß mich der kommerzielle Mißerfolg meiner Kunst nicht weiter anficht.


Bei einigen deiner Beiträge kann ich nur mit dem Kopf schütteln ...
Wie bei diesem hier.
Wer sagt denn, dass man sich einem Diktat von außen unterwirft, wenn man das Schreiben hauptberuflich macht? Wer sagt, dass man nicht auch dann nur das schreibt, wonach einem der Sinn steht? Und wer hat behauptet, er/sie wolle reich und berühmt werden? Es gibt bestimmt hier und da jemanden, der das tatsächlich anstrebt, aber das ist doch wohl eher die Ausnahme und dementsprechend zu vernachlässigen.
Und wer sagt, dass man, wenn man das Schreiben hauptberuflich macht, nach Anerkennung und Aufmerksamkeit der Welt giert? Das man im Mittelpunkt stehen will? All das ist kompletter Blödsinn. Darum geht es den Autoren, die ich kenne und die hauptberuflich schreiben überhaupt nicht.
Die tun das was sie lieben und verdienen damit auch noch Geld.
Was gibt es schöneres?


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Mysi101
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Alter: 28
Beiträge: 355



BeitragVerfasst am: 09.12.2019 09:23    Titel: Antworten mit Zitat

Gerling hat Folgendes geschrieben:
Maunzilla hat Folgendes geschrieben:
Ich hatte nie den Wunsch, Berufsschriftsteller zu werden.
Reich wird man in diesem Gewerbe nur durch außerordentliches Glück und Geschick, wobei das Glück dominiert. Da kann man gescheiter Lotto spielen. Ist nicht so anstrengend und frustrierend.
Davon leben könnte ich vermutlich, wenn ich in einem billigen Land lebte, und wenn ich fleißig Texte produzierte, die mich nicht interessierten.

Da ich mir das Schreiben und Dichten nicht kaputt machen lassen möchte, habe ich mich entschieden ausschließlich als Hobby-Autor nur das zu schreiben, wonach mir der Sinn steht und mich keinem Diktat von außen zu unterwerfen. Ist ein Buch fertig, versuche ich (mit geringer Anstrengung) es zu verkaufen. Klappt das, bin ich es zu frieden, klappt es nicht, ist es auch nicht schlimm.
Da ich inzwischen weiß, wie der Markt funktioniert, habe ich keine Illusionen von Ruhm und Reichtum und Erfolg mehr. Glücklicherweise entspricht es auch nicht meiner Natur, im Mittelpunkt stehen zu wollen und nach der Aufmerksamkeit und Anerkennung der Welt zu gieren, so daß mich der kommerzielle Mißerfolg meiner Kunst nicht weiter anficht.


Bei einigen deiner Beiträge kann ich nur mit dem Kopf schütteln ...
Wie bei diesem hier.
Wer sagt denn, dass man sich einem Diktat von außen unterwirft, wenn man das Schreiben hauptberuflich macht? Wer sagt, dass man nicht auch dann nur das schreibt, wonach einem der Sinn steht? Und wer hat behauptet, er/sie wolle reich und berühmt werden? Es gibt bestimmt hier und da jemanden, der das tatsächlich anstrebt, aber das ist doch wohl eher die Ausnahme und dementsprechend zu vernachlässigen.
Und wer sagt, dass man, wenn man das Schreiben hauptberuflich macht, nach Anerkennung und Aufmerksamkeit der Welt giert? Das man im Mittelpunkt stehen will? All das ist kompletter Blödsinn. Darum geht es den Autoren, die ich kenne und die hauptberuflich schreiben überhaupt nicht.
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Gibt nichts schöneres. smile

Eigentlich ein trauriges Weltbild: Wer es geschafft hat, von seiner Leidenschaft leben zu können, vielleicht sogar im Luxus, der war von Anfang an nur hinter dem Geld her und hat sich von anderen sagen lassen, was er zu tun hat.
Dass ein Quäntchen Glück bei Verlagssuche und Marketing dabei im Spiel war und die Geschichte, die man geschrieben hat, die Leute zudem begeistert ... das kann natürlich nicht sein. Rolling Eyes  Nach dem Motto: Zu viel Geld kommt nur jemand, der irgendwo Dreck am stecken hat oder sich der Gesellschaft beugt.


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Vergessenes Reich - November 2019
Verborgenes Reich - Januar 2020
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Herr Meier
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BeitragVerfasst am: 09.12.2019 10:10    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke, man sollte unterscheiden:

Dem wahrhaft (oder zumindest wahrhaft empfindend) Berufenen, der einer inneren Stimme folgt, oder aber einfach vom Erfolg träumt, ..... im Sinne von Bestätigung durch Anerkennung des eigenen Werks, der eigenen textlichen Vision, des unaufhaltsamen inneren Schreibers.

oder aber:

Der Schreiber, der das Handwerk "schreiben" einfach geil findet. Der zwar vom ganz persönlichen großen Wurf träumt, das stimuliert und pusht ihn, der aber ganz allgemein Freude an und am Texten hat, so wie ein Bastler mit Liebe jedes alte Radio aufschraubt, genauso aber auch einen ollen Toaster wieder ans Laufen bekommt.

Für mich sind geschriebene Worte mein täglicher Werkzeugkasten. Ich bin zu blöd für praktische Arbeit, ich bin zu wenig monoton für immer die gleiche Arbeit, ich kann nicht nur geradeaus, ich brauche es wechselhaft ... und... ich bin zwar teamfähig aber nicht cheftauglich Wink .

Ob ich nun mit Begeisterung poste, oder einen Artikel schreibe oder ... ja, mich literarisch versuche, .... alles, was mit Texten zu tun hat, ist mein Ding. Hier kann ich nicht nur hinreichende Qualität entwickeln, um davon leben zu können. Hier habe ich auch Macht über meinen Tag und keinen Chef vor mir. Hier bin ich zwar auch vielen Zwängen unterworfen, aber trotzdem kann ich die Gewichtung dieser Zwänge frei wählen.

Was will ich mehr Cool

Ach ja, ein gutes Einkommen Laughing
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agu
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BeitragVerfasst am: 09.12.2019 10:52    Titel: Antworten mit Zitat

Maunzilla hat Folgendes geschrieben:
Da ich mir das Schreiben und Dichten nicht kaputt machen lassen möchte, habe ich mich entschieden ausschließlich als Hobby-Autor nur das zu schreiben, wonach mir der Sinn steht und mich keinem Diktat von außen zu unterwerfen.

Ich finde an dieser Aussage absolut nichts Ehrenrühriges. Im Gegenteil - sie illustriert sehr deutlich das Dilemma aller der Autoren, die aus handwerklicher Sicht gut veröffentlichen können (und das tun), aber in Genres schreiben, die schlecht verkäuflich sind.
Denn wenn meine Leidenschaft das Fahren von Sportwagen ist und man mir einen Job als LKW-Fahrer anbietet, muss ich mich ja auch nicht freuen, weil ich nun endlich mit Autofahren Geld verdienen kann wink

@Gerling - ich habe Maunzillas Post nicht so verstanden, dass sie für die Allgemeinheit spricht, sondern für ihren spezifischen Fall. Davon abgesehen mag das alles auf Deinen spezifischen Fall nicht zutreffen, aber es heißt nicht, dass es die Dinge, die sie auflistet, nicht gibt.


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Meine Bücher:
Engelsbrut (2009 Sieben, 2011 LYX) | Engelsjagd (2010 Sieben) | Engelsdämmerung (2012 Sieben)
Die dunklen Farben des Lichts (2012, SP)
Purpurdämmern (2013, Ueberreuter)
Sonnenfänger (2013, Weltbild)
Kill Order (2013 Sieben)
Choice / als Chris Portman (2014, Rowohlt)
Wie man ein Löwenmäulchen zähmt / als Eva Lindbergh (2016, Droemer Knaur)
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agu
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BeitragVerfasst am: 09.12.2019 10:53    Titel: Antworten mit Zitat

Mysi101 hat Folgendes geschrieben:

Eigentlich ein trauriges Weltbild: Wer es geschafft hat, von seiner Leidenschaft leben zu können, vielleicht sogar im Luxus, der war von Anfang an nur hinter dem Geld her und hat sich von anderen sagen lassen, was er zu tun hat.

Aber das hat hier doch gar niemand geschrieben? Shocked


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Gerling
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Wohnort: Braunschweig


BeitragVerfasst am: 09.12.2019 11:03    Titel: Antworten mit Zitat

agu hat Folgendes geschrieben:
Maunzilla hat Folgendes geschrieben:
Da ich mir das Schreiben und Dichten nicht kaputt machen lassen möchte, habe ich mich entschieden ausschließlich als Hobby-Autor nur das zu schreiben, wonach mir der Sinn steht und mich keinem Diktat von außen zu unterwerfen.

Ich finde an dieser Aussage absolut nichts Ehrenrühriges. Im Gegenteil - sie illustriert sehr deutlich das Dilemma aller der Autoren, die aus handwerklicher Sicht gut veröffentlichen können (und das tun), aber in Genres schreiben, die schlecht verkäuflich sind.
Denn wenn meine Leidenschaft das Fahren von Sportwagen ist und man mir einen Job als LKW-Fahrer anbietet, muss ich mich ja auch nicht freuen, weil ich nun endlich mit Autofahren Geld verdienen kann wink

@Gerling - ich habe Maunzillas Post nicht so verstanden, dass sie für die Allgemeinheit spricht, sondern für ihren spezifischen Fall. Davon abgesehen mag das alles auf Deinen spezifischen Fall nicht zutreffen, aber es heißt nicht, dass es die Dinge, die sie auflistet, nicht gibt.


Für mich klang das anders. Darüber hinaus habe ich nicht ausgeschlossen, dass es die angesprochenen Motive in Ausnahmefällen gibt.


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