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Ein Zwerg auf den Schultern von Riesen


 

 
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H. J. Mayfield
Sonntagsschreiber


Beiträge: 15



BeitragVerfasst am: 05.07.2020 22:13    Titel: Ein Zwerg auf den Schultern von Riesen eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Spuren im Staub

Notker verdrehte die Augen. Seit Stunden ritten sie dahin unter einer erbarmungslosen Sonne an einem wolkenlosen Himmel. Kein Lüftchen regte sich und er fühlte sich selbst in seiner leichten Lederrüstung wie ein Schwein im Kochtopf. Die Pferde hoben kaum die Hufe, als sie lustlos die steinhart gebackene Straße entlang trotteten.
Burkhart dagegen schwadronierte unaufhörlich von einem Mädchen, das er kürzlich kennengelernt hatte. Der Junge glaubte, er hätte die große Liebe gefunden. Schwärmerischer Narr!
Notkers Kamerad war ein linkischer Bursche von etwa sechzehn Jahren, mit langen Gliedern und einer Körperhaltung, die verriet, dass er sich noch nicht an seine Größe gewöhnt hatte. Doch der Waffenrock eines mächtigen Adelshauses übte eine beachtliche Anziehungskraft auf Mädchen niederen Standes aus.
In seiner Jugend hatte Notker diese Wirkung schamlos ausgenutzt. Die Erinnerung malte ihm selbst jetzt noch ein Lächeln aufs Gesicht. Der Himmel mochte wissen, wie viele Bastarde er damals gezeugt hatte. Aber nun war er ein Veteran von fast fünfzig Jahren, zerschunden von einem Leben, bei dem jeder Tag der Letzte sein konnte und froh darüber, wenn er nachts nicht alle zwei Stunden pissen musste.
Zermürbt vom unaufhörlichen Geplapper des Jungen hatten sich ihre übrigen Kameraden zurückfallen lassen. Notker drehte missmutig den Kopf. Sie ritten hundert Schritte hinter ihnen und gaben sich keine Mühe, den Abstand zu verringern.
Degenhart sang Die lustige Schankmaid und an den anzüglichen Stellen brüllte Gisbert vor Lachen. Es war unglaublich, wie ein so hässlicher Mann so eine schöne Stimme haben konnte. Wenn er abends am Feuer im Feldlager Eines jungen Soldaten Weib sang, rührte er selbst die hartgesottensten Veteranen zu Tränen. Dabei war er so klein und schmächtig, dass er sich kaum als Waffenknecht in Friedenszeiten eignete. Mit Speer und Schwert war er jedoch schnell wie eine Schlange, deshalb hatte ihn Hauptmann Arnhelm trotzdem in die Garnison aufgenommen.
Sein Vetter Gisbert war um die zwanzig Jahre älter und trug einen Bauch vor sich her, als hätte er ein Schwein im Ganzen verschluckt. Notker musste unwillkürlich grinsen, als er an den blonden Hünen zurückdachte, der in der Schlacht von Auenbruch einem Pferd mit seiner Schlachtaxt den Schädel gespalten hatte. Doch die Zeit hatte ihren Tribut gefordert, ebenso wie bei Notker selbst. Sie waren beide nicht mehr so schnell wie einst, aber Gisberts Kraft war immer noch enorm. Zusammen fürchteten die beiden Vettern keinen Gegner.
Vor Burkharts Redefluss jedoch hatten sie kapituliert. Damit blieb nur Notker als Ziel seiner Schwärmerei. Er versuchte, ein Wort dazwischen zu bekommen, als der Junge Luft holte, doch der plapperte einfach weiter. Resigniert ließ der alte Soldat den Blick in die Ferne schweifen.
Hinter einer Straßenkehre begann das Land, sanft anzusteigen. Vor ihnen erhob sich ein bewaldeter Hügel, auf dessen Kuppe sich die Umrisse eines zerstörten Turms gegen den Himmel abzeichneten. Notker zügelte sein Pferd, damit der Rest der Gruppe aufschließen konnte. Burkhart hielt neben ihm an und folgte dem Blick des älteren Mannes. Er verstummte mitten im Satz und sein Mund blieb offen stehen.
Was immer den Turm zerstört hatte, es war nicht einfach nur der Zahn der Zeit gewesen. Wo Moos und Gräser die Steine noch nicht überwucherten, waren sie rußgeschwärzt und die wenigen sichtbaren Balken waren verkohlt. Hier hatte ein Feuer gewütet. Und steinerne Türme fingen nach Notkers Erfahrung nur selten von alleine Feuer. Jemand war sehr wütend auf die Bewohner gewesen.
Der Herr zügelte seinen braunen Hengst.
„Was ist los? Warum haltet ihr an?“ Gereiztheit lag in der Stimme des jungen Adligen. Burkharts Gequassel und die Hitze des Tages hatten ihn unleidlich gemacht und er war schon unter gewöhnlichen Umständen kein geduldiger Mann.
Notker deutete stumm auf die Ruine. Früher einmal mochte der Turm die ganze Umgebung überblickt haben. Seine traurigen Überreste jedoch waren zwischen den umstehenden Bäumen verborgen.
„Interessant“, murmelte der Herr leise, mehr zu sich selbst als zu seinen Begleitern. Er gab seinem Pferd die Sporen und trabte den Weg zum Hügel hinauf.
Auch Degenhard und Gisbert hatten sie mittlerweile erreicht. Alle vier blickten dem Herrn nach, der, ohne auf sie zu achten, den Hügel hinaufritt. Gisbert sah Notker fragend an, doch der konnte nur mit den Schultern zucken. Der Turm gehörte nicht zu ihren Aufgaben, ja er hatte ihn überhaupt nur zufällig entdeckt. Doch es war nie klug, die Entscheidungen des Herrn in Frage zu stellen. Er hielt nichts davon, sich seinen Bediensteten zu erklären.
Den Waffenknechten blieb keine andere Wahl, als ihm zu folgen. Sie beeilten sich, nicht den Anschluss zu verlieren, denn er wartete nicht gern auf säumige Untergebene. Wer nicht in der Lage war, mit ihm Schritt zu halten, stand nicht lange in seinen Diensten.
Was an dem Turm sein Interesse geweckt hatte, konnte Notker sich nicht erklären. Er hatte in seinem Leben schon hunderte solcher Ruinen gesehen. Irgendein kleiner Adliger hatte sich hier niedergelassen, um eine Herrschaft zu gründen. Dann war er in Streit mit einem mächtigeren Nachbarn geraten und hatte den Kürzeren gezogen.
Aber das musste Jahre her sein, denn der Wald eroberte sich den Ort zurück. Moos und Gräser überzogen die menschliche Zerstörung mit einem lebendigen Leichentuch. Auf den größeren Flächen breiteten sich Büsche aus und in einer dachlosen Kammer wuchs sogar ein Baum.
Der Herr war bereits abgestiegen, als sie das Trümmerfeld errichten.
„Seht euch um“, befahl er. „Lasst uns sehen, was dieser Turm zu bieten hat.“
„Wonach suchen wir, Herr?“, fragte Notker.
Der junge Mann zögerte einen Moment, bevor er antwortete, sprachlos ob der Impertinenz seines Dieners.
„Ihr werdet es wissen, wenn ihr es gefunden habt“, bellte er.
Burkhart sah ihn erschrocken an, aber Notker unterdrückte ein Grinsen. Wenn er wollte, konnte der Herr der Inbegriff der Höflichkeit sein. Doch beschränkte er sich dabei für gewöhnlich auf Gleich- oder Höherrangige. An Untergebene verschwendete er keine Liebenswürdigkeiten. Notker hatte die Hausdiener oft genug darüber jammern hören.
Verweichlichtes Pack.
Im Feld hatte unnötige Freundlichkeit nichts verloren. Man bekam einen Befehl und befolgte ihn, anstatt sich darüber zu beklagen, wie er erteilt worden war. Notker misstraute einem Mann, der allzu höflich mit ihm sprach.
Was der Herr hier zu finden hoffte, konnte er nur ahnen. Sie waren sicher nicht die Ersten, die auf den Turm gestoßen waren. Ein solcher Ort zog Schatzsucher und Glücksritter an, wie ein Kadaver die Krähen. Was immer es hier zu finden gegeben hatte, war schon gefunden worden. Aber das würde er dem Herrn sicher nicht sagen.
Der üppige Bewuchs der Steine machte sie glitschig. Als er den ersten Schutthaufen erklommen hatte, verlor Notker beinahe das Gleichgewicht. Der Turm musste einmal recht hoch gewesen sein und er hatte nicht vor, sich bei diesem kindischen Abenteuer den Hals zu brechen. Stundenlang krochen sie über das Trümmerfeld wie Ameisen über einen zerstörten Hügel, ohne auf etwas anderes zu stoßen als Schutt, Wald und Waschbären. Die Sonne machte sich auf den Weg Richtung Horizont und noch immer weigerte sich der Herr, die Suche aufzugeben. Die Hitze des Nachmittags ließ die Luft flirren. Gisbert hatte sich in den Schatten einer der wenigen noch aufrecht stehenden Mauern geflüchtet. Schweiß ließ den kahlen Schädel des Waffenknechts noch mehr glänzen als sonst und die wenigen noch verbliebenen Haarsträhnen klebten an ihm wie Ertrinkende an einem Stück Holz.
„Was machen wir noch hier?“, raunte er Notker zu. „Glaubt er, wir finden hier den Schatz von Wardengar dem Bärtigen?“
Notker lachte leise. „Willst du ihm sagen, dass er unsere Zeit verschwendet?“ Er lachte ein wenig lauter, als Gisbert das Gesicht zu einer Grimasse verzog. „Dann hoch mit deinen alten Knochen. Wenn ich über diese Steinhaufen klettern kann, kannst du das auch.“
Von der anderen Seite des Trümmerfeldes ertönte ein lautes Poltern, gefolgt von einem Schrei. Degenhard war über einen Trümmerhaufen geklettert und hatte ihn dabei ins Rutschen gebracht. Wie durch ein Wunder war er mit dem Schrecken und ein paar kleineren Blessuren davongekommen.
Der Herr wollte den kleinen Waffenknecht eben zurechtweisen, da bemerkte er etwas, das ihn innehalten ließ. Notker folgte seinem Blick. Der abrutschende Schutt hatte die ersten Stufen einer Treppe freigelegt, die hinter einigen Büschen verborgen gewesen waren. Eine enge Lücke zeigte, dass sie nach unten führte. Der Spalt war groß genug, dass sich Degenhard  hindurchzwängen könnte.
„Seht zu, dass ihr die Treppe freiräumt“, befahl der Herr. „Ich möchte mir ansehen, was sich da unten verbirgt.“
Natürlich konnte man von ihm nicht erwarten, dass er auf dem Bauch herumrutschte wie ein Wurm.
Burkhart öffnete den Mund.
„Halt den Rand, Junge“, zischte Degenhard ihn an, während er mit schmerzverzerrtem Gesicht wieder auf die Beine kam. Er stand schon viel länger in Diensten des Herrn als sein hoch aufgeschossener Kamerad. Aufsässigkeit wurde einem in der Wachgarnison schnell ausgetrieben.
Sie machten sich schweigend an die Arbeit. Als sie einige größere Brocken beiseite gewuchtet hatten, geriet der Haufen ins Rutschen und polterte die Treppe hinab. Notker verlor mit den Steinen zusammen das Gleichgewicht. Seine Hände suchten vergeblich nach Halt und um ein Haar wäre er den Trümmern in die Tiefe gefolgt. Ausgerechnet der Herr packte ihn am Waffenrock und bewahrte ihn vor dem Absturz. Dankbar nickte Notker ihm zu.
„Pass in Zukunft besser auf“, ermahnte der ihn nur.
Die Treppe führte steil in die Tiefe. Bereits nach wenigen Schritten verlor sie sich in der Dunkelheit.
„Ihr beiden geht voran“, befahl der Herr Notker und Burkhart. Dem Veteranen war nicht wohl dabei, sich in dort hinab zu wagen, doch der Junge hatte keine solchen Bedenken.
„Na komm, alter Mann“, rief er lachend. „Du hast doch nicht etwa Angst vor der Dunkelheit.“
Notker verbiss sich eine Entgegnung. Stattdessen folgte er Burkhart auf dem Fuß.
Eiserne Halterungen folgten der Treppe in die Tiefe. Die meisten waren bis zur Unkenntlichkeit verrostet und ragten wie flehende Armstümpfe aus der Wand. Andere wirkten, als seien sie erst gestern geschmiedet worden. Die Hand eines wahren Meisters seiner Kunst hatte sie zu Blüten, Blättern, Ranken oder den Klauen phantastischer Tiere geformt. Einige enthielten noch Fackeln, die trocken genug waren, um sie zu entzünden.
Ihr flackerndes Licht ließ die Schatten an den Wänden einen unheimlichen Tanz aufführen. Notker strich mit den Fingerspitzen über den glatten Stein und hielt sich so weit entfernt von dem tiefschwarzen Abgrund zu seiner Linken, wie es irgend möglich war. Schon nach wenigen Stufen wurde die Luft spürbar kälter. Der alte Waffenknecht hätte die Veränderung begrüßt, wäre da nicht der unangenehm modrige Geruch gewesen, der aus der Tiefe heraufstieg. Die Wand unter seinen Fingern wurde feucht und bald begannen kleine Rinnsale, die Wände hinab über die Treppenstufen zu rinnen. Ein unachtsamer Schritt und Notkers Stiefel schlitterte zwei Stufen hinab, bevor er sein Gleichgewicht wiedererlangte.
„Seid vorsichtig. Die Treppe ist feucht und schmierig“, warnte er die anderen. „Wir wollen nicht, dass sich noch einer den Hals bricht.“
Burkhart setzte den Abstieg ungerührt fort.
„Meine Großmutter ist weniger ängstlich als du“, rief er seinem Kameraden lachend zu.
Doch urplötzlich wurde aus dem Lachen ein Schrei. Eine der Stufen war brüchig geworden und zerbröckelte unter dem Druck seines Stiefels. Notker versuchte noch, den jungen Soldaten festzuhalten, doch er war zu langsam. Kreischend stürzte Burkhart in die Dunkelheit. Für einen entsetzlich langen Moment gellte sein letzter Schrei zu ihnen herauf.
Das dumpfe Geräusch des Aufschlags war kaum zu hören.

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CIPO86
Geschlecht:weiblichSchreiber-Lehrling

Alter: 33
Beiträge: 113



BeitragVerfasst am: 06.07.2020 02:19    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde den Text ziemlich gut geschrieben. Es entsteht eine Szenerie vor meinen inneren Auge, und auch die Beschreibungen der unterschiedlichen Personen wirken für mich authentisch.
Es wäre aber einfacher zu lesen, wenn du mehr bzw. deutlichere Absätze machen würdest.

Drei Dinge sind mir aufgefallen:
Zitat:
Er gab seinem Pferd die Sporen und trabte den Weg zum Hügel hinauf.

Ging das Pferd vorher im Schritt? Dann würde es natürlich passen.
Spontan würde ich "die Sporen geben" aber eher mit einem Galopp verbinden, nicht mit einem Trab.

Zitat:
Die Wand unter seinen Fingern wurde feucht und bald begannen kleine Rinnsale, die Wände hinab über die Treppenstufen zu rinnen

Rinnsale, die rinnen. Das ist etwas unglücklich formuliert, denke ich. Denn das "rinnen" steckt ja schon in Rinnsalen...vll wäre eine Alternative " und bald suchten kleine Rinnsale ihren Weg die Wände hinab und über die Treppenstufen.

Zitat:
noch verbliebenen Haarsträhnen klebten an ihm wie Ertrinkende an einem Stück Holz.

Den Vergleich finde ich nicht ganz treffend. Weil Ertrinkende eher an einem Stück Holz klammern (aktiv), nicht kleben (eher passiv). [/quote]
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H. J. Mayfield
Sonntagsschreiber


Beiträge: 15



BeitragVerfasst am: 06.07.2020 10:09    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo CIPO86,

vielen Dank für dein Feedback. Es freut mich, dass dir die Leseprobe bisher gefallen hat.

CIPO86 hat Folgendes geschrieben:

Es wäre aber einfacher zu lesen, wenn du mehr bzw. deutlichere Absätze machen würdest.


Da ist wahrscheinlich das Problem, dass ich den Text direkt aus meinem Schreibprogramm kopiert habe. Ich merke es mir für das nächste Mal.

CIPO86 hat Folgendes geschrieben:

Ging das Pferd vorher im Schritt? Dann würde es natürlich passen.
Spontan würde ich "die Sporen geben" aber eher mit einem Galopp verbinden, nicht mit einem Trab.


Ja, das Pferd ging im Schritt, weil die ja einen langen Weg zurücklegen. Ich kenne mich mit Pferden ehrlich gesagt nicht so wahnsinnig aus, aber in diversen Ritter- und Westernfilmen hatte ich den Eindruck, dass man ein Pferd immer tritt, um Gas zu geben. Ich weiß aber nicht, ob das nur für Vollgas gilt.

CIPO86 hat Folgendes geschrieben:

Zitat:
Die Wand unter seinen Fingern wurde feucht und bald begannen kleine Rinnsale, die Wände hinab über die Treppenstufen zu rinnen

Rinnsale, die rinnen. Das ist etwas unglücklich formuliert, denke ich. Denn das "rinnen" steckt ja schon in Rinnsalen...vll wäre eine Alternative " und bald suchten kleine Rinnsale ihren Weg die Wände hinab und über die Treppenstufen.


Da hast du vollkommen recht, das klingt seltsam Wink . Dein Vorschlag ist gut, werde ich direkt so übernehmen.

CIPO86 hat Folgendes geschrieben:

Zitat:
noch verbliebenen Haarsträhnen klebten an ihm wie Ertrinkende an einem Stück Holz.

Den Vergleich finde ich nicht ganz treffend. Weil Ertrinkende eher an einem Stück Holz klammern (aktiv), nicht kleben (eher passiv).


Auch ein guter Einwand. Vielleicht lasse ich die Haare auch klammern. Oder ich überlege mir was ganz anderes.

Nochmal vielen Dank für deine Rückmeldungen. Sie waren sehr hilfreich und ich werde sie gleich in den Text einbauen.

Viele Grüße
Harry
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silke-k-weiler
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 45
Beiträge: 408



BeitragVerfasst am: 08.07.2020 12:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Harry,

ich möchte mich CIPO86 anschließen, der Text ist schön flüssig geschrieben und es gelingt Dir gut, den Figuren Leben einzuhauchen. Bei manchen Vergleichen würde ich auch darauf achten, dass sie nicht zu schräg geraten. Neben den von CIPO86 erwähnten haben mich die Armstümpfe kurz zögern lassen. Manchmal ist weniger mehr.

Eine Sache fiel mir persönlich auf: Ich war so auf Notker, Burkhart und die Kameraden fixiert, dass mich der "Herr" eiskalt erwischt hat.

Der Herr zügelte seinen braunen Hengst.
„Was ist los? Warum haltet ihr an?“ Gereiztheit lag in der Stimme des jungen Adligen.


Ich habe den Anfang dann noch zweimal gelesen, um sicher zu gehen, dass ich nix übersehen habe. Eventuell könnte man den Herrn zuvor in einem Nebensatz erwähnen. Kommt auch darauf an, ob Du uns hier den Anfang eines Werkes präsentierst, oder eine Passage mittendrin. Wenn an einer Stelle davor deutlich wird, dass der Herr und seine Untergebenen von X nach Y reiten, ist es vermutlich unnötig, aber in dieser isolierten Passage haut mich der Auftritt des Herrn kurz raus.

Ansonsten Daumen hoch

VG
Silke
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H. J. Mayfield
Sonntagsschreiber


Beiträge: 15



BeitragVerfasst am: 09.07.2020 09:21    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Silke,

danke für deine Hinweise. Der Ausschnitt ist tatsächlich der Anfang des ersten Kapitels. Es ist sicher kein Problem, den Herrn im Zusammenhang mit den anderen Waffenknechten zu erwähnen. Das zeigt wieder, wie wichtig Betaleser sind. Ich habe da natürlich kein Problem bemerkt, weil ich ja weiß, dass er da ist.

Das mit den Vergleichen ist natürlich immer eine Gratwanderung. Auf der einen Seite will man nicht zum xten Mal schreiben "er war kreidebleich", auf der anderen Seite sollen sie den Leser auch nicht aus der Geschichte werfen. Deswegen wieder ein Hoch auf die Betaleser. Die können einem dann sagen, welcher Vergleich funktioniert und welcher nicht.

Viele Grüße
Harry
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H. J. Mayfield
Sonntagsschreiber


Beiträge: 15



BeitragVerfasst am: 15.07.2020 08:31    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Eine Frage an die erfahrenen Nutzer:

Ich würde gerne den zweiten Teil meines ersten Kapitels hochladen. Soll ich das in dem Thread hier machen oder dafür einen eigenen eröffnen?
Ich frage, weil ich hier im Forum schon beides gesehen habe.

Viele Grüße
Harry
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Willebroer
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 3252
Wohnort: OWL


BeitragVerfasst am: 15.07.2020 10:54    Titel: Antworten mit Zitat

Eine Fortsetzung kannst du direkt hier anschließen. Dann gibt es auch den Button "Was zuvor geschah".
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H. J. Mayfield
Sonntagsschreiber


Beiträge: 15



BeitragVerfasst am: 21.07.2020 21:00    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Erschüttert blickten die Verbliebenen einander an. Selbst der Herr war erbleicht.

„Narr“, stieß er mit leicht zitternder Stimme hervor. „Gut, dass er nicht noch jemanden mit ins Verderben gerissen hat.“

Hätte einer seiner Kameraden in diesem Moment so gesprochen, dann würde Notker ihn grün und blau prügeln. Er unterdrückte den Drang, den Adligen am Kragen zu packen und dem unglücklichen Jungen hinterherzuwerfen.

Doch er war nicht mehr der Hitzkopf, früherer Zeiten. Vorbei waren die Tage, als er sich betrunken mit einer ganzen Gruppe von Gegnern geprügelt hatte, nur weil sie ihn schief ansahen. Stattdessen drehte er sich um und stieg wortlos weiter die Treppe hinab, bevor der Herr den Ausdruck auf seinem Gesicht richtig deuten konnte.

Unten angekommen erwartete Burkhart sie bereits. Beim Sturz hatte er sich das Genick gebrochen. Die schlaksigen Glieder standen in grotesken Winkeln vom Körper ab und seine Augen starrten blicklos in Richtung des Tageslichts, das sie nie wieder sehen würden.

Notker konnte den Blick nicht von dem Leichnam abwenden. Er hatte in seinem Leben schon viele Kameraden verloren und Burkhart hatte er nicht einmal besonders gut gekannt. Der Junge war erst vor ein paar Monaten der Wachgarnison beigetreten. Er war der Sohn eines Schmieds, und das Einzige, was er je geschwungen hatte, war ein Hammer. Ein sehr schwerer Hammer. Er war stark wie ein Ochse, auch wenn er so dürr und ungelenk aussah, wie ein neugeborenes Kälbchen. Beim Baumstammwerfen auf dem Frühjahrsfest hatte er Männer besiegt, die fünfzig Pfund mehr wogen. Das brachte ihm die Aufmerksamkeit des Hauptmanns ein.

Notkers Kiefer mahlten. Burkhart hatte sich von einem Leben als Waffenknecht eines großen Adligen wahrscheinlich Aufregung und Abenteuer versprochen, so wie Notker, als er noch jung und dumm war. Stattdessen hatte er sich in einem dunklen Verlies mitten im Nirgendwo den Hals gebrochen, weil ein feiner Herr Entdecker spielen wollte.

Und dem war der Tod seines Getreuen dem Anschein nach völlig gleichgültig. Er war zwar bei dem Leichnam stehen geblieben, schenkte ihm aber keinerlei Beachtung. Burkhart hätte ebenso gut irgendein Stein sein können, der beim Freiräumen der Treppe herabgestürzt war. Gisbert und Degenhard hatte er schon vorausgeschickt, um den Gang vor ihnen zu erkunden.

Mühsam kämpfte Notker die aufsteigende Wut nieder. Er schloss Burkhart die Augen und erhob sich. Als er sich eben aufmachte, seinen Kameraden zu folgen, ertönte im Gang vor ihnen ein Klicken, gefolgt von einem leisen, bösartigen Zischen.

Der Herr riss sein Schwert mit einer weit ausholenden Bewegung aus der Scheide, eine übertrieben verzierte Waffe mit goldbeschlagener Parierstange und ziselierter Klinge. Notker tat es ihm gleich und zog die Axt aus ihrer Schlaufe. Seine Waffe war aus gutem, schmucklosen Stahl, aber sie tötete einen Feind genauso sicher wie die prächtigste Klinge. Nur sah er keinen Feind, dem er das demonstrieren konnte. Beide Männer wichen auf die Treppe zurück. Ein kaum wahrnehmbarer, süßlicher Geruch wehte aus dem Gang zu ihnen heran wie die Parfümwolke eines billigen Bordells.

„Degenhard! Gisbert!“, rief Notker in die Dunkelheit des Ganges hinein.
Er erhielt keine Antwort. Die beiden dunklen Gestalten waren in einiger Entfernung stehen geblieben. Ihre Fackel lag am Boden und warf verzerrte Schattengestalten an die Wände, die mit jedem Flackern einen wilden Tanz aufführten.

„Verdammt! Was ist bei euch los?“

Plötzlich ertönte ein irres Lachen, gefolgt von einem unartikulierten Schrei. Notker vernahm das Scharren von Metall und dann das Klirren von Stahl auf Stahl.

Gisbert und Degenhard bekämpften keine Bedrohung, die sie aus dem Dunkel des Kellerverlieses angegriffen hatte. Sie bekämpften sich gegenseitig. Außer sich vor Wut droschen sie aufeinander ein. Ihre Schreie hatten nichts Menschliches mehr an sich. Notker wollte zu ihnen laufen, aber seine Beine verweigerten ihm den Dienst. Er wollte sie wieder zu Verstand bringen, bevor sie sich ernstlich verletzten, aber alles in ihm sträubte sich dagegen, sich den Kämpfenden zu nähern.

„Was zur Hölle ist los mit euch?“, schrie er sie stattdessen an. „Hört sofort auf, mit dem Unsinn!“

Doch seine Kameraden gaben durch nichts zu erkennen, dass sie ihn überhaupt gehört hatten.

Mit aller Willenskraft, die er aufbringen konnte, ging Notker auf die beiden zu, um sie mit Gewalt zu trennen. Aber bevor er fünf Schritte getan hatte, fand Gisberts Waffe ihr Ziel. Mit einem Übelkeit erregenden Knirschen durchdrang die Klinge den Schädel seines Vetters. Der Schlag war mit solcher Wut geführt, dass das Schwert durch den Kopf fuhr wie durch eine überreife Melone. Ohne ein weiteres Geräusch stürzte Degenhard zu Boden und rührte sich nicht mehr.

Notker fasste den Eisenholzstiel seiner Axt fester, für den Fall, dass sich der Überlebende jetzt gegen sie wandte. Doch dann erkannte er, warum Degenhard Gisberts letzten Schlag nicht pariert hatte. Er hatte seinem Gegner das Schwert bis zum Heft in die Brust gerammt.

Gisbert drehte sich zu Notker um. Er machte noch einen Schritt auf ihn zu, dann sackte er mit einem leisen Seufzen in sich zusammen und regte sich nicht mehr.

Da erst bemerkte Notker, dass der Herr neben ihm stand. Selbst der sonst so gleichgültige Adlige war sichtlich erschüttert.

„Was ist mit ihnen passiert? Was war das für ein Zischen?“ In seiner Fassungslosigkeit vergaß Notker, dem Herrn den gebotenen Respekt entgegenzubringen. Doch auch der war zu erschüttert, um auf Etikette zu achten.

Vorsichtig näherte sich die beiden den Leichen. Als Notker den Gang betrat, streichelte ein Luftzug sein Gesicht mit verstörender Sanftheit. Der süßliche Geruch war verschwunden.

Der Blick des Herrn verharrte auf dem Boden zwischen den Toten. Rasch trat er einige Schritte vor und kniete sich hin. Mit dem Dolch begann er, an einer der Bodenplatten herumzukratzen. Als er mit seiner Untersuchung fertig war, winkte er Notker zu sich.

„Sieh dir das an.“

Die Platte, an der er sich zu schaffen gemacht hatte, war von den anderen durch einen schmalen Spalt getrennt, der sich vollständig um sie herum zog.
„Der Auslöser für eine Falle“, raunte der Herr. „Das war das Zischen. Hier sind sicher noch mehr. Gibt acht, wo du hintrittst.“

„Ihr wollt noch weiter gehen?“ Notker war fassungslos. „Wir sollten verschwinden, so lange wir noch können.“

Der Tod war der ständige Begleiter eines Waffenknechts. Aber Notker hatte nicht vor, in diesem schimmligen Loch zu verrecken, nur weil ein adliges Bürschchen seine Neugier befriedigen wollte.

Doch der Herr wischte alle Einwände mit einer Handbewegung beiseite.
„Wer auch immer hier gelebt hat,“ flüsterte er in verschwörerischem Tonfall, „hat diesen Keller mit verborgenen Fallen gesichert. Das hat er nicht getan, um seinen Weinvorrat zu schützen. Glaub mir, das, was sich hier unten verbirgt, ist wertvoll. Gold, Silber, genug, dass sich ein alter Soldat als wohlhabender Mann zur Ruhe setzen kann.“

Was er sagte, klang durchaus überzeugend. Eine Falle mit einem im Boden eingelassenen Auslöser war aufwendig. Damit schützte man keine Kleinigkeiten.

Notker starrte Gisberts Leichnam an. Sie waren beide im selben Alter, zu alt für dieses Leben und zu alt, um neu anzufangen. Jeden Morgen plagte ihn sein Rücken, selbst wenn er in einem anständigen Bett schlief. Wenn er dagegen im Feld übernachten musste, konnte er morgens kaum noch aufstehen. Das Leben eines Waffenknechts war ein Leben für junge Männer und diese Zeiten waren lange vorbei. Notker ballte die Fäuste, bis sie schmerzten. Er starrte in Gisberts blicklose Augen. Nur dem Zufall verdankte er es, dass er selbst nicht auf dem Boden lag. Jetzt zu flüchten würde seine Kameraden nicht wieder ins Leben zurückholen. Aber zu bleiben könnte ihn reich machen. Wenn sich hier Schätze verbargen, die ihm einen ruhigen Lebensabend ermöglichten, dann war es das Risiko wert.

Er nickte dem Herrn langsam zu.

„Gehen wir weiter.“

Notker hob die Fackel auf, die Degenhard fallen gelassen hatte und ging langsam voran. Dabei starrte er angestrengt auf den Boden vor seinen Füßen, um nicht auf einen zweiten Auslöser zu treten. Der schmale Spalt um die beweglichen Platten war im trüben Fackelschein kaum zu erkennen und er legte keinen Wert darauf, das Schicksal seiner Kameraden zu teilen. Notkers Augen waren nicht mehr so gut wie noch vor zehn Jahren, trotzdem fand er noch zwei weitere, bevor sie das Ende des Ganges erreichten.
Natürlich ließ sich der Herr wieder zurückfallen und überließ dem alten Soldaten die Führung. Er war keiner, der an der Spitze seiner Truppen in die Schlacht stürmte.

Das Ende des Ganges war von einer Tür verschlossen, die aussah, als könnte sie dem Ansturm einer Herde Elefanten standhalten. Notker ließ den Blick über die schweren Eichenbohlen streichen. Feuchtigkeit reflektierte das Licht seiner Fackel und ließ die Tür glänzen, als sei sie poliert. Das stumpfe Rot des massiven Schlosses schien das Licht im Gegensatz dazu aufzusaugen. Rost hatte das Eisen im Laufe der Jahre zerfressen und nutzlos werden lassen. Ein beherzter Tritt mit Notkers schwerem Stiefel sprengte es in Stücke.

Der Anblick, der sich ihm auf der anderen Seite bot, war überwältigend und enttäuschend zugleich. Keine Schätze, türmten sich dahinter, keine Berge von Gold, noch nicht einmal eine einzelne Silbermünze.

Stattdessen erstreckte sich dort ein ungeheurer Raum voller Tische mit merkwürdigen Apparaten. Die Wände waren verborgen hinter Regalen, die vom Boden bis zur Decke reichten. Lange Leitern gewährten Zugang zu den höheren Regalböden. Gläser, Flaschen und Krüge stapelten sich dort in allen erdenklichen Formen und Farben. Die meisten waren sorgfältig beschriftet, aber die Zeit hatte viele der Etiketten unleserlich gemacht. Eine dicke Staubschicht hatte sich wie ein Leichentuch über den Raum gelegt, so dass der Inhalt der Behälter kaum noch zu erkennen war.

Notker trat an eines der Regale heran. Staub wirbelte unter seinen Füßen auf, reizte ihn zum Niesen und trieb ihm Tränen in die Augen. Was immer die Gläser enthalten hatten, war jetzt so vertrocknet, dass er das ursprüngliche Aussehen nur noch erraten konnte. Das meiste davon waren Teile von irgendwelchen Pflanzen gewesen. Die Etiketten waren in einer kleinen, gedrängten Handschrift geschrieben, aber Notkers Augen waren nicht mehr so gut wie früher. Er hätte sie nicht einmal entziffern können, wenn er des Lesens mächtig wäre.

Der Herr trat neben ihn und starrte ebenfalls auf die kleinen Kärtchen. Selbst er musste die Augen zusammenkneifen, obwohl er erst halb so alt war wie Notker.

„Wurzeln, Blätter, Beeren, alles nutzlos. Dort drüben ist ein Regal voller Teile von irgendwelchen Tieren, deren Namen ich nicht einmal kenne.“

Notker antwortete nicht. Stattdessen setzte er seine Erkundung fort. Die Glasbehälter wichen Regalen voller Bücher, aber er hatte nicht mehr als einen flüchtigen Blick für die dicken Wälzer übrig.

Gelehrtenkrempel.

Ein Buch hatte noch nie einen Feind erschlagen. Durch Notkers Kopf zuckte ein Bild, wie er dem Herrn mit einem der dicken, holzgebundenen Wälzer das selbstzufriedene Grinsen aus dem Gesicht prügelte. Ein versonnenes Lächeln stahl sich auf seine Lippen.

Im hinteren Teil des Raums trugen die Regale wieder Gläser, doch diese waren kleiner und enthielten lauter farbige Flüssigkeiten, Pulver und Pasten.

„Das muss das Labor eines Alchemisten gewesen sein“, schallte die Stimme des Herrn zu Notker herüber. „Ich kenne einige dieser Tränke.“

Der Waffenknecht hörte nur mit halbem Ohr zu. Dem Herrn mochte es reichen, seine Neugier befriedigt zu haben, doch er wollte etwas Handfesteres. Ein Alchemist, der sich an so einem entlegenen Ort niederließ, musste irgendwo sein Gold gehortet haben. Der Turm, die Ausrüstung, die exotischen Zutaten, das Alles war nicht vom Himmel gefallen.

Während der Herr aufgeregt wie eine Jungfer vor dem Erntetanz die Regale mit den Tränken untersuchte, sah Notker sich weiter um. Zwischendurch stampfte er mit den Füßen auf den Boden. Vielleicht verbarg sich irgendwo eine Falltür. Als er nicht fündig wurde, warf er die Tische um, um darunter nachzusehen. Die filigranen Gerätschaften zerschellten klirrend und klappernd auf dem steinernen Boden. Doch noch immer fand er keinen Hinweis auf die Schatzkammer des Turms.

Zwischen zwei Regalen klaffte eine Lücke, die aus der Entfernung nicht zu sehen gewesen war. Als Notker sich ihr vorsichtig näherte, schälte sich eine weitere Tür aus dem Schatten. Sie war weniger massiv als die Eingangstür, doch ihr Schloss hatte nicht unter der Feuchtigkeit des Ganges zu leiden gehabt. Kurzerhand zog Notker seine Axt und begann, auf das Holz einzuhacken. Der alte Soldat war ein kräftiger Mann und seine Arme waren von einem Leben des Kampfes gestählt. Lange hielt die Tür den wütenden Hieben nicht stand. Erneut keimte Hoffnung in ihm auf.

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