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hobbes
Geschlecht:weiblichTretbootliteratin


Beiträge: 3675

Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
Ei 4 Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 19.06.2020 17:00    Titel: 5,5 % eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

5,5 %

Weißt du noch, als wir all diese Probleme hatten?
Welche Probleme denn?
Bist du doof oder was?
Das Bier war alle?
Rassismus, Sexismus, Pandemie, Klimakatastrophe, Volldeppen, die Länder regieren. Klingelt da was?
Ach so, das meinst du.
Ja, das meine ich.

Aber wir haben doch immer noch Probleme.
Ach ja? Welche denn?
Das Bier ist alle.

*

Am neunzehnten Juni 2020 änderte sich die Welt. Aus dem Nichts heraus, keiner wusste, was eigentlich passiert war. Wie waren die Leute plötzlich zur Vernunft gekommen? Wo waren überhaupt all die Leute?

Verschwunden waren sie. Viele von ihnen. Dafür war anderes zurückgekehrt. Der Regenwald, der Regen und das Eis auf den Gletschern. Zum Beispiel.

Ein Wunder, sagten die einen.
Eine neue Matrix, die anderen.

*

Das alte Bushaltestellenhäuschen ist total zugewuchert. Klar. Wer braucht ein Bushaltestellenhäuschen, wenn keine Busse mehr fahren.
Als Lara näher kommt, sieht sie, dass der alte Fahrplan noch immer aushängt. Vergilbt ist er und von unten rechts kriecht ein Wasserfleck nach oben. Lesen kann man ihn trotzdem noch. Immer zur vollen Stunde fährt ein Bus nach Haindling. Unter der Woche ist das so, am Wochenende gibt es nur morgens, mittags und abends einen Bus.
Heute ist Mittwoch. Lara sieht auf die Uhr. Gleich drei. Sie schaut die Landstraße hinunter, die sie hergekommen ist. Käme jetzt ein Bus, sie würde einsteigen.
Aber natürlich kommt keiner.

Hinter der Wand des Bushaltestellenhäuschens ragt etwas aus den Brombeeren heraus. Ein Fahrrad. Lara zieht und zerrt an den Brombeerranken. Nachher werden ihre Hände völlig zerkratzt sein, aber egal, dafür hat sie dann ein Fahrrad. Ein gelbes. Verblasstes, abgesplittertes Sonnenblumengelb.
Wem hast du wohl nur gehört?, fragt Lara, als die Brombeeren das Rad endlich freigeben.
Die Reifen sind platt, natürlich. Ansonsten sieht es aber noch ganz gut aus.
Ich nehm dich mit, sagt sie und schiebt das Rad die Straße entlang, die sie gekommen ist.

*

Was hast du denn da?, fragt Sven.
Ein Fahrrad?
Er verdeht die Augen. Ja, sagt er. Das sehe ich.
Warum fragst du dann?
Was willst du mit dem alten Ding?
Damit herumfahren?
Sven schaut skeptisch.
Was denn, fragt Lara. So ist sie doch, unsere schöne neue Welt, oder etwa nicht? Lieber kaputte Dinge reparieren, als neue Resourcen verbrauchen.
Wozu brauchst du überhaupt ein Fahrrad?
Um damit herumzufahren?, wiederholt Lara.
Wohin willst du denn?, fragt Sven.
Und wirklich, wo will sie hin, es gibt keine Gründe mehr, von hier fortzugehen, alles, was sie brauchen, haben sie hier.

Irgendwohin, sagt Lara.

Wo hast du das alte Ding überhaupt her?, fragt Sven.
Es stand hinter dem Bushaltestellenhäuschen an der Landstraße nach Haindling.
Was hast du denn da gemacht?
Muss ich neuerdings ein Fahrtenbuch führen?
Sven hebt die Hände. Ich frag ja nur.

*

Drei Tage später hat Lara neue Reifen aufgezogen, die Bremsen geprüft und die Kette geölt. Jetzt steht einer Tour nichts mehr im Weg.
Setz wenigstens einen Helm auf, hat Sven gesagt. Im Schuppen müssten noch welche sein.
Lara denkt nicht daran. Was soll ihr schon passieren, es ist doch eh keiner mehr unterwegs.

Sie fährt zur Bushaltestelle. Vielleicht mit der Hoffnung, noch etwas anderes dort zu finden. Aber Fehlanzeige: abgesehen von einer angerosteten Dose Cola im Mülleimer ist da nichts mehr zu holen.
Eine Cola, denkt sie, eine eiskalte Cola.
Aber es gibt keine Cola mehr.
Dafür haben jetzt alle Zugang zu sauberem Wasser!, hört sie Sven sagen.
Scheiß doch drauf, denkt sie.

Lara fährt weiter, kommt an eine Kreuzung, auch hier stehen noch die alten Schilder. Haindling 4 km, steht da. Utopia allüberall, hat irgendjemand darunter geschrieben.
Sie fährt weiter.
Dort, wo früher einmal der Mittelstreifen war, ist der Asphalt aufgeplatzt. Der Mittelstreifen ist jetzt nicht mehr weiß, sondern löwenzahngelb.
Neben dem Gelb eine Pfütze. Lara nimmt Anlauf und hält voll darauf zu, streckt erst im letzten Moment die Beine zur Seite. Platsch!, mittendurch. Sie lacht, lässt das Fahrrad ausrollen.
Dieses Surren der Räder, denkt sie. Wie konnte ich dieses Geräusch vergessen? Welche Geräusche habe ich noch vergessen?
Ist das nicht großartig, hört sie Sven sagen, diese Stille! Nur die Vögel und der Wind in den Bäumen. Herrlich!
Rockkonzerte, denkt Lara. Solche, die ein Surren in den Ohren hinterlassen, eine gewisse Dumpfheit, die dazu führt, dass man unwillkürlich lauter redet, mit der kratzigen Reststimme, die man noch hat.
Rockkonzerte gibt es nicht mehr.
Zum Glück, hört sie Sven sagen. Das ist doch ein Wahnsinn, all diese Menschenmassen, stundenlang stehen sie im Stau, für ein paar Stunden Glück. Und danach stehen sie wieder Stunden im Stau, hinterlassen Berge von Müll.  
I've become so numb, singt Lara leise. Versucht, sich den Text in Erinnerung zu rufen, sie wird doch wohl nicht den Text vergessen haben?
Nein, hat sie nicht: All I want to do, is be more like me and be less like you, singt sie weiter.
Du kannst doch in die Box gehen, sagt Sven. Sven geht manchmal für ein Fußballspiel in die Box.
Lara hat es versucht, ein Mal. Alle Konzerte von Linkin Park sind abrufbar, sie hat sich für Berlin 2008 entschieden.
Es war nicht dasselbe.  
I'm tired of being what you want me to be, schreit Lara der Weite des Horizonts entgegen. Du hast doch keine Ahnung, Sven!, ruft sie hinterher. Das Fahrrad surrt zustimmend.
 
Als sie in Haindling ankommt, fährt sie am Getränkemarkt vorbei. Irgendjemand hat das Fenster eingeschlagen, oder vielleicht ist es auch von selbst kaputt gegangen. Lara stellt das Fahrrad ab und klettert hinein. Es riecht nach ausgelaufenem Bier, nach schalem, weggekipptem Alkohol. Dass es diesen Geruch noch gibt, denkt Lara. Dass ich ihn vergessen konnte.
Sie geht die Reihen entlang.
Achtunddreißig verschiedene Sorten Mineralwasser, hört sie Sven sagen. Siebenundfünfzig verschiedene Sorten Bier, das ist doch völlig irre.
Lara findet einen Kasten Hacker-Pschorr. Hefe Weiße, mit Bügelverschluss.
Im Lager liegt bestimmt noch irgendwo ein Karton herum, denkt sie.

Auf dem Rückweg klirrt und scheppert es hinter ihr, aber das Bier ist noch heil, als sie ankommt.
Was hast du denn jetzt schon wieder?, fragt Sven, der prompt angelaufen kommt.
Bier, sagt Lara. Magst du eins?
Sie hält ihm eine Flasche entgegen.
Du spinnst ja, sagt er und: Das ist doch längst abgelaufen.
Egal, sagt Lara und-
Stopp!, ruft Sven. Du kannst doch nicht-
Zu spät, der Bügel ploppt, das Bier schäumt über.
Oh, sagt Lara. Wie konnte ich das vergessen.




Lyrics: Numb, Linkin Park

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V.K.B.
Geschlecht:männlich[Error C7: not in list]

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Beiträge: 3067
Wohnort: Nullraum
Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 04.07.2020 01:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inco,
Nummer drei, die ich lese, und auch wieder richtig gut. Das Niveau der Geschichten dieses Wettbewerbs scheint diesmal exorbitant hoch zu sein. Damn, das wird schwer mit der Punktevergabe. Es sei denn, die anderen Geschichten sind nicht mehr so gut wie die, die ich bisher gelesen habe.

Bonuspunkte gibt es erstmal für die gedankliche Rückkehr zum dritten FFF (dessen Vorgaben du glaub ich noch mit umgesetzt hast? Nee, halt, "geduldig" fehlt ja, aber sonst alles din!) Ich gehe mal stark davon aus, dass das kein Zufall sein kann, weil dieser Wettbewerb ja im Smalltalkfaden auch noch besprochen wurde.

Kleines Problem: Direkte  Songtextzitate sind eine heikle Angelegenheit, das darf man soweit ich weiß nicht. Aber ich glaub, jetzt suche ich Sachen zum Meckern. Die rotzige Vorgabenumsetzung (zack, Utopie. da isse, einfach da, weil der Wettbewerb das will, Erklärung scheißegal) gefällt mir sehr. Was mir allerdings fehlt, ist wahre Tiefe, die kann ich im Text nicht wirklich finden. Dennoch sehr gerne gelesen und hat mir gut gefallen,
Veith


_________________
Warning: Cthulhu may occasionally jumpscare people …
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nicolailevin
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Beiträge: 150
Wohnort: Süddeutschland


BeitragVerfasst am: 04.07.2020 13:59    Titel: Antworten mit Zitat

Was soll ich sagen? Schön geschrieben, lebendig, kein Erklärbär, nicht platt hingewalzt, aber auch nicht prätentiös verschwurbelt.

Von der Utopie profitieren vor allem andere, für Sven und Lara wendet sich gefühlt nicht so viel zum Guten. Abgehängt im tiefsten Niederbayern, virtuelle Rockkonzerte sind wie alkoholfreies Bier, im Grunde ist die Provinztristesse dieselbe wie zuvor.

Doch, gefällt mir. Ist vorne mit dabei.
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silke-k-weiler
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Beiträge: 512



BeitragVerfasst am: 04.07.2020 18:33    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Text,

diesmal habe ich mir vorgenommen, alle Texte der Reihe nach zu lesen und ihnen einen Kommentar zu hinterlassen. Also fange ich bei Dir an.

*räusper*

Zunächst einmal: Ich musste so lachen. Bei Deinem Titel dachte ich sofort an Bier.
Und dann:
Hacker-Pschorr - Bügel geht auf - Plopp! - Zisch!
Saugut! Daumen hoch

Als Einstieg gefällst Du mir echt gut. Ich kann natürlich noch nichts darüber sagen, ob Du Punkte von mir bekommst, aber ich bin angetan. Wirklich angetan.
Warum?
Nun, nicht nur wegen dem Bier.
So ein wirklich schnuckelig utopisches Bild zeichnest Du auch gar nicht. Von wegen Wolf und Lämmlein nebeneinander und so. Bzw. von der tollen Utopie bekomme ich irgendwie nur am Rande was mit. Aber das was ich mitbekomme fühlt sich mehr so an, wie es gelaufen wäre, wenn die Avengers in Endgame diese Zeitreisenummer mit den Steinen nicht so ganz hingekommen hätten und Thanos Schnippsen eben nicht revidierbar gewesen wäre. (Meine Fresse, hab ich am Schluss geheult. Iron Man und so. Aber das tut hier nichts zur Sache.)
Und keine Rockkonzerte mehr? WAS? Das ist dystopisch! Amon Amarth in einer Box? Um Gottes willen, bitte lass mich zu denen gehören, die weggeschnippst wurden.
Nein, ganz ehrlich, ich halte mich für einen sehr naturverbundenen Menschen, aber nur Vögel, Wind und Löwenzahn, der den Asphalt auffrisst ... dafür sind wir schon zu lange von den Bäumen unten, denke ich.
Du vereinst für mich feine Situationskomik mit melancholischen Momenten und an manchen Stellen muss ich schlucken, weil ich einfach so ein Gefühl habe ... wie soll ich sagen ... Guck mal, was wir haben! Wohin wollen wir denn noch? Und warum geht der ganze Kram nicht gemeinsam? Und warum gucken wir nicht erst einmal, was wir haben und wie wir es besser verteilen, und überhaupt.
Werfen wir einen kritischen Blick auf die Vorgaben:
- Utopie entworfen: Ähm ... naja, mit viel Wohlwollen. Massig Löwenzahn minus Amon Amarth. Also ich weiß nicht.
- Mindestens zwei Krisen überwunden: Naja, wenn so viele Menschen verschwunden sind, muss ich ehrlicherweise wiederum annehmen, dass eine Menge Krisen sich von selbst erledigt haben.
- Eine der handelnden Personen wünscht sich, es wäre zu einer waschechten Krise gekommen: Danach habe ich indes vergeblich gesucht.

Lieber Text, es hat Spaß gemacht, Dich zu lesen. Schauen wir mal, ob am Ende Punkte bei rüberkommen.

Herzlichst
Silke

****

Leider keine Preisverleihung im klassischen Treppenstil, aber 7 Punkte. Ich mag die kleinen, feinen Bilder, die Du mitbringst.
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Hummelchen48
Geschlecht:weiblichLeseratte


Beiträge: 106
Wohnort: Rheinland-Pfalz


BeitragVerfasst am: 05.07.2020 05:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

grundsätzlich gut geschrieben,
obwohl ich bis zum Schluss nicht so richtig verstanden habe,
was genau eigentlich passiert ist, wie kam es dazu?

Habe es trotzdem gerne gelesen.

Grüße

Hummelchen
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Gast







BeitragVerfasst am: 05.07.2020 07:47    Titel: Antworten mit Zitat

Fast ein wenig zu krass, wie das Bier mehr Stellenwert einnimmt als so wichtige Fragen wie "Wo waren überhaupt all die Leute?", die praktisch unbeantwortet bleibt. So bleibt auch die Aussage
Zitat:
Ein Wunder, sagten die einen.
Eine neue Matrix, die anderen.
im Raum stehen. Was ist die alte Matrix? Falls bloss eine Anspielung auf den Film: Hier scheinen sich die Menschen wenigstens bewusst in die Matrix zu begeben, um Konzerte u.a. virtuell zu erleben, anderseits bietet sie im Gegensatz zur Matrix im Film eben "nicht dasselbe Erlebnis".

Anderseits zeigt das "First Post World Problem" Bier ist alle, dass Probleme nie verschwinden, irgendwo lässt sich immer eins finden, wenn man eins finden will.

Meine persönliche Meinung ist, dass sich mit dem gewählten Inhalt in einem Wettbewerb kein erster Platz holen lässt, weil er für eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Thema ungeeignet ist - selbst wenn Bier, Fussball und Konzerte plakativ gewählt wurden, worüber ich mir nicht sicher bin.

Vorgaben:

Um die Realität wie gefordert als konsistent zu sehen braucht es guten Willen. Die Zeiträume von sich noch an Konzerte und Konsequenzen geschüttelten Biers (obwohl kurzzeitig vergessen!) erinnern zu zurückgekehrtem Eis auf den Gletschern gehen ohne erzählerische Erklärung nicht auf.

Die herbeigewünschte waschechte Krise zeigt sich mir nicht.
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d.frank
Geschlecht:weiblichReißwolf

Alter: 41
Beiträge: 1047
Wohnort: berlin


BeitragVerfasst am: 05.07.2020 10:34    Titel: Antworten mit Zitat

Im Großen und Ganzen gefällt mir das ganz gut. Es hat eine schöne Sprache, baut sich flüssig auf und wirkt nicht allzu konstruiert. Nur das Wie oder Was bleibt ganz schön im Hintergrund. Eine postapokalyptische Welt wie aus dem Videospiel, wenige Überlebende, die Natur hat sich das Meiste zurückerobert. Diese Bilder entstehen wie von selbst in meinem Kopf. Schön auch der Schlusssatz: "Wie konnte ich das vergessen."
Ja, man vergisst und gewöhnt sich schnell.

Das alles funktioniert erstmal auch ohne viel Hintergrundwissen.
Naja, aber dann bleibt es im Text auch bei diesen Zwei: dem Befürworter und dem Gegner und weil da sonst niemand auftritt, die Hintergründe so blass bleiben, bleibt das dann auch insgesamt ein bisschen blass, also dieser Konflikt bleibt blass, jeder bekommt eben seine Rolle ab und die sind halt klar definiert, Punkt, Aus, Komma. Aber ich mag die Lebendigkeit hier und ich hab das gern zu Ende gelesen, von daher, kommt der Text sicher auf die Punkteliste.


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Die Wahrheit ist keine Hure, die sich denen an den Hals wirft, welche ihrer nicht begehren: Vielmehr ist sie eine so spröde Schöne, daß selbst wer ihr alles opfert noch nicht ihrer Gunst gewiß sein darf.
*Arthur Schopenhauer
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hobbes
Geschlecht:weiblichTretbootliteratin


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Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
Ei 4 Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 05.07.2020 21:00    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Text.

Eigentlich wollte ich gar nicht mitmachen. Weil Utopie, also ehrlich, dazu fällt mir ja nun wirklich nichts ein. Dachte ich. Und so war es dann ja auch. Irgendwie. Zumindest bis sleepy den 3. FFF verlinkte und ich dachte: Jaaaa, Bushaltestelle. Das ist ja leicht, dazu würde mir sofort etwas einfallen. Und dann dachte ich: Hm. Warum eigentlich nicht.
Warum eigentlich nicht, vielleicht, weil sich der eine oder andere veralbert vorkommt. Denn, mal ehrlich, die Utopie, joah, die ist hier schon irgendwie drin, aber natürlich auch nur, weil es so sein muss und man könnte eventuell schon irgendwie ganz leicht den Eindruck gewinnen, ich nähme das Thema eventuell nicht ganz so ernst.

Und na ja, vielleicht ist das sogar so, aber Ich verteidige mich nicht. Ich hatte keine klare Vorstellung davon, was ich wirklich wollte. Vielleicht war es ein Impuls unbewusster Loyalität oder die Konsequenz eines dieser ironischen Zwänge, die in den Gegebenheiten der menschlichen Existenz lauern. Ich weiß es nicht. Aber ich ging hin. Aber ich wollte mitmachen.

Upsi. Es ist schon wieder passiert.
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Xeomer
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Beiträge: 136
Wohnort: Xeothon


BeitragVerfasst am: 08.07.2020 19:59    Titel: Antworten mit Zitat

Interessante Idee. Ich denke die Aufgabenstellung ist erfüllt. Auch wenn ich es ohne Aufgabenstellung als Apokalypse sehen würde. Aber es funktioniert noch als Utopie.

Gefällt mir persönlich recht gut.

Die Punktevergabe führe ich durch, wenn ich mehr Texte gelesen habe.

Viele Grüße,
Xeomer


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Ribanna
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BeitragVerfasst am: 09.07.2020 12:44    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin mir nicht sicher. Ich finde den Text kurzweilig und lustig, und "Bier ist alle" ist ja wirklich problematisch.
Aber so ganz sind meine Ansprüche an das Thema nicht erfüllt, denn es wirkt eher wie eine Traumsequenz oder so. Die Utopie ist ja nicht wirklich ge- bzw. beschrieben.
Sprachlich gut, handwerklich einwandfrei.

Ich lasse Punkte da.


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Heidi
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Beiträge: 1307
Wohnort: Hamburg


BeitragVerfasst am: 10.07.2020 20:24    Titel: Antworten mit Zitat

Lara ist eine echte Revoluzzerin; für nur-noch-einmal-den-Geschmack-von-Bier-auf-der-Zunge-spüren macht sie sich strafbar in dieser utopischen Welt, die sich so ergeben hat im Juni 2020.
Insgesamt scheint Lara nicht gerade glücklich zu sein in all dem Glück. Offensichtlich trauert sie dem Bus nach, der jetzt nicht mehr fährt. Da der Text - jedenfalls an dieser Stelle - eher neutral geschrieben ist, kann es natürlich auch sein, dass es einfach eine gedankliche Feststellung ist und ihr das auch mehr oder weniger egal ist, ob der Bus nun kommt oder eben nicht. Das Fahrrad beglückt die Lara auch, und das obwohl es einen Platten hat.

Viele Anhaltspunkte zu dieser neuen Welt, die seit besagtem Datum existiert, gibt es nicht, was die Sache einerseits luftig locker macht und es nicht schwer fällt schon beim ersten Lesen bis zum Ende hin durchzuhalten. Leser*innen werden hier keinesfalls mit Hintergrundinformationen erdrückt und es bleibt auch Raum für Fantasie. Momentan glaube ich eine arg kommunistisch geprägte Gesellschaft vor mir zu haben. Das denke ich deshalb, weil dieser Satz darauf anspielt:

Zitat:
Und wirklich, wo will sie hin, es gibt keine Gründe mehr, von hier fortzugehen, alles, was sie brauchen, haben sie hier.


Und auch der hier:
Zitat:

Aber es gibt keine Cola mehr.

 
Das erinnert arg an die ehemalige DDR.

Was die Wettbewerbsvorgaben betrifft, werde ich nicht groß darauf eingehen, weil ich das bisher immer nervig fand. Dann sehe ich am Ende vor lauter Vorgaben-geachte nicht mehr auf den Text. Also gucke ich dieses Mal, was da kommt an Text, ob er bei mir nachhallt und etwas in mir auslöst und entscheide aufgrund dessen.

Dein Text bleibt definitiv in Erinnerung, weil ein eigener Stil vorhanden ist. Allerdings handelt es sich um einen Stil, der eher an ein Bilderbuch erinnert – spontan musste ich an Björn Bär findet etwas Lustiges von Sven Nordqvist denken.
Abgesehen davon, dass der Text dank des Stils in Erinnerung bleibt, gibt er mir aber keinen großen Mehrwert. Ich wurde nicht groß herausgefordert, es plätscherte halt so dahin. Inhaltlich ist die Geschichte für meinen Geschmack etwas dünn. Das meine ich keinesfalls böse, ich bin mir sicher, es gibt viele Menschen, die auf dieses luftig-lockere mit einer unbedarften Erzählstimme lieben stehen. Mir ist das im Zusammenhang mit dem Thema aber zu wenig. Ich hätte mehr Tiefe erwartet, mehr Input, Vielschichtigkeit und vor allem Reibungspunkte. Vielleicht auch Provokation.

Dennoch bekommst du das letzte Pünktchen ab und bist somit in meiner persönlichen Top Ten gelandet.


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Malaga
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BeitragVerfasst am: 11.07.2020 12:31    Titel: Antworten mit Zitat

Die Unzufriedenheit mit der schönen neuen Welt, die Lara hier verkörpert.
Öfter hier im Wettbewerb thematisiert.
Ob es uns wohl auch so gehen würde? Die Sehnsucht nach dem Unvollkommenen, nach abgelaufenem Bier, ungesunder Cola, dem ollen Fahrrad, das man reparieren muss, um es unsinnigerweise, man braucht es nicht mehr, zu benutzen.
Bewertung am Ende im Vergleich.
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Constantine
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BeitragVerfasst am: 11.07.2020 18:03    Titel: Antworten mit Zitat

Bonjour

Ich denke, mit etwas mehr Liegedauer und weg von Althergebrachtem, wäre hieraus ein Text geworden, der mich erreicht hätte. Für mich kommt er einerseits zu klassisch, andererseits zu erzwungen/zu konstruiert vor: Die Prota geht mit ihrem Fahrrad auf Erkundung und nimmt den Leser mit auf ihre Tour und zeigt mir die Welt. Dazu gibt es Zeilen auf einem Song. Mir ist das alles zu spröde und uninspiriert und die Wettbewerbsvorgaben wurden für mich wenig motiviert gelöst.
Mich hat verwirrt, dass Sven anscheinend mit dabei ist, auf ihrer Tour, obwohl er kein Fahrrad hat. Rennt er mit ihr mit? Das wollte sich mir nicht erschließen.
Es tut mir leid. Leider nicht in meiner Top Ten.


Merci beaucoup
Constantine
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firstoffertio
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BeitragVerfasst am: 11.07.2020 21:25    Titel: Antworten mit Zitat

Das mag ich. U.a,, weil hier kein sci-fi Zeugs drin ist, wie in vielen anderen Texten.
Und weil das so leicht und überschäumend daher kommt, wie das Bier zum Schluss.
Dazu trägt auch der Wechsel zwischen Erzähltem und Dialog bei.

Die Vorgaben sind gut erfüllt, ohne dass mir was unter die Nase gerieben wird.
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chaoticinfinity
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BeitragVerfasst am: 12.07.2020 07:38    Titel: Antworten mit Zitat

Irgendwie schon eine schöne Vorstellung
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Vogelsucher
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BeitragVerfasst am: 13.07.2020 17:55    Titel: Antworten mit Zitat

Text, damit ich den Beitrag bewerten kann.
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So_Ro
Geschlecht:weiblichGänsefüßchen

Alter: 26
Beiträge: 18
Wohnort: Österreich


BeitragVerfasst am: 13.07.2020 20:41    Titel: Antworten mit Zitat

Deine Geschichte hat mich in mehr als einer Hinsicht überrascht.

1) Meistens, wenn ich einen Text sehe, der keine Dialogzeichen verwendet (""), bemühe ich mich gar nicht, ihn zu lesen, da mich dieser abrupte Wechsel von einer Person zur nächsten etwas irritiert. Ich bin aber dankbar, deinem Text eine Chance gegeben zu haben. Denn hättest du "" verwendet, würde die Geschichte ganz anders aussehen, sie würde ganz anders rüberkommen, und das würde ihr einiges an Kraft nehmen.

2) Nach öfterem Lesen ist mir die Wichtigkeit der verschiedenen Abschnitte (die hast du mit * abgetrennt) aufgefallen. Sie gibt der Geschichte eine Art... episodische Form, auch wenn "episodisch" nicht das Wort ist, wonach ich suche.

3)
Zitat:
Das alte Bushaltestellenhäuschen ist total zugewuchert. Klar. Wer braucht ein Bushaltestellenhäuschen, wenn keine Busse mehr fahren.
Als Lara näher kommt, sieht sie, dass der alte Fahrplan noch immer aushängt. Vergilbt ist er und von unten rechts kriecht ein Wasserfleck nach oben. Lesen kann man ihn trotzdem noch. Immer zur vollen Stunde fährt ein Bus nach Haindling. Unter der Woche ist das so, am Wochenende gibt es nur morgens, mittags und abends einen Bus.
Heute ist Mittwoch. Lara sieht auf die Uhr. Gleich drei. Sie schaut die Landstraße hinunter, die sie hergekommen ist. Käme jetzt ein Bus, sie würde einsteigen.
Aber natürlich kommt keiner.


Diese Beschreibung ist es zu verdanken, dass ich weitergelesen habe. Sie hat die Welt für mich lebendig gemacht. Lara schien mir plötzlich jemand, den ich während eines Spazierganges über dem Weg laufen könnte. Kurz sehen, dann gleich weitergehen. Sie schien mir so echt. Das lag, glaub ich, daran, dass sie Dinge getan hat, die so alltäglich und allgemein menschlich sind.

4) Mir ist es extrem peinlich, aber ich hab echt lange gebraucht, um zu verstehen, was das bedeutet:
Zitat:
Zu spät, der Bügel ploppt, das Bier schäumt über.
Oh, sagt Lara. Wie konnte ich das vergessen.

 Laughing  Man merkt, dass ich kein Bier trinke.

Abschließend kann ich dich nur loben. Ich weiß nicht, wie viel dir diese Geschichte am Herzen liegt, aber mir hat sie wirklich sehr gefallen. Für mich waren die Figuren, aber v.a. Lara sehr lebendig, sie war jemand, den es wirklich in Echt geben könnte.
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RAc
Eselsohr


Beiträge: 412



BeitragVerfasst am: 13.07.2020 21:11    Titel: Antworten mit Zitat

- Welche Krise(n) wurde(n) überwunden? Ein Großteil der Menschheit verschwindet einfach

- Wie? bleibt unerklärt

- Aus welchem Blickwinkel wird das Geschehen geschildert? Einem der letzten Überlebenden Pärchen (Lara und Sven)

- Wer ist der in der Ausschreibung geforderte Unzufriedene? Es soll vermutlich Sven sein; allerdings erscheint er als kompletter Ignorant und Grantler, dem Alles ausser seinem Bier egal ist. Der würde also in jedem Szenario unzufrieden sein.

=> Anforderungen erfüllt? Mit viel Wohlwollen ja.

-----------------------------------------------

- Hat die Darstellung logische Fehler? Ist die Handlung schlüssig? Der Fokus liegt hier auf der unterschiedlichen Herangehensweise der Beiden. Sie sind beide recht blauäugig und verwenden offensichtlich nicht viele Gedanken auf eine Planung ihres Lebens unter den veränderten Umständen (Warum sind wir noch da, und kann sich das ändern?). Aber während Lara eher pragmatisch da herangeht und ähnlich wie Robinson Crusoe versucht, Fragen des täglichen Lebens wie Logistik und Transport anzugehen, verharrt Sven in seiner Bierblase.

- Wie ist die handwerkliche Ausgestaltung? Telegrammstil. Hauptsächlich unannotierte Dialoge. Passt zum Stimmungsbild, das die Geschichte vermitteln soll. Die Charaktere sind nicht sehr differenziert gezeichnet.

- Punkte und Begründung: Reicht nicht

----------------------------------------------

- Welche anderen Einreichungen sind vom Sujet her vergleichbar? Challenge und Bayes, Kulturdialog (Pärchenperspektive)

- Sonstige Kommentare: Der Titel bezieht sich vermutlich auf den Alkoholgehalt von Bier.
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poetnick
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Alter: 58
Beiträge: 711
Wohnort: Europa


BeitragVerfasst am: 16.07.2020 20:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Unbekannt,

für mich eine gut geschriebene und in ihrer Detailbetrachtung interessant gestaltete Geschichte mit unterlegtem Humor (für mich der beste Weg diese haushohe Thematik zu fassen).

Und trotz der Riesenauswahl an gelungenen Beiträgen ist dieser Text in den Punkten.

LG - Poetnick


_________________
Wortlos ging er hinein,
schweigend lauschte er der Stille
und kam sprachlos heraus
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Michel
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Beiträge: 2762
Wohnort: Südwest
Das goldene Niemandsland Der silberne Spiegel - Prosa
Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 17.07.2020 09:37    Titel: Antworten mit Zitat

Lara findet in Haindling im ausgeplünderten Supermarkt noch eine Kiste Bier. Supermärkte gibt es nicht mehr, keine Busse fahren und auch sonst scheint in dieser Utopie nicht mehr viel übrig von der Welt, wie wir sie kennen. Andererseits scheinen die Menschen Zeit für alles Mögliche zu haben.
Startpunkt ist ein pointengeladener Dialog, der selbst schon nach ein paar Promille klingt. Verarschen tun sich die Leute also auch in der Utopie. Dann: Kurzer Einwurf aus dem Off, wie die große Verwandlung vonstatten ging. Durch die „sagen die einen“, „sagen die anderen“ wirkt das auf mich stimmig, sonst wäre ich hier mächtig enttäuscht. Eigentlich guter Trick: Gar nicht lang erklären, einfach behaupten. Manchmal kommt man damit durch.
Ah, mit Sven und Lara haben wir es zu tun. Normalerweise stört mich diese verspätete Namensnennung. Hier auch, ein bisschen jedenfalls.
Die Geschichte bleibt für mich inhaltlich etwas inkonsistent. Einerseits geht kein Bus mehr und der Getränkemarkt ist mehr oder weniger geplündert, andererseits hat Lara nach drei Tagen neue Reifen aufgezogen – woher eigentlich? Hier klappt das mit dem Behaupten nicht so gut.
Wirklich gut gefallen mir Ausdrücke wie der mit dem löwenzahngelben Mittelstreifen. In ihrer bildhaften Schlichtheit bleiben sie in meinem (schlichten?) Gemüt hängen und leuchten löwenzahngelb. Der Verschluss ploppt und das Bier schäumt. Utopie anhand einer kleinen Ausschnitts durchdekliniert.
Wobei: Utopie? Das lässt Du völlig offen. Wie geht es den Figuren in dieser neuen Post-irgendetwas-Welt ohne Busse und Cola? Zumindest Lara hat wohl so ihre Bedenken.
Insgesamt ist mir das tatsächlich noch ein wenig zu angeschnitten – nicht der abrupte Schluss, sondern der eher dünne Kitt zwischen den einzelnen Versatzstücken. Trotzdem gefällt mir der Text in seiner unaufgeregten Selbstverständlichkeit.


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Ab November 2019 im Handel: "Shevon", erster Band der Flüchtlings-Chroniken
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hobbes
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Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
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BeitragVerfasst am: 17.07.2020 20:12    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ob ich es dieses Mal schaffen werde, Eure Kommentare zu beantworten?

Ach, ich fange einfach mal an.


V.K.B. hat Folgendes geschrieben:
Hallo Inco,
Nummer drei, die ich lese, und auch wieder richtig gut. Das Niveau der Geschichten dieses Wettbewerbs scheint diesmal exorbitant hoch zu sein. Damn, das wird schwer mit der Punktevergabe. Es sei denn, die anderen Geschichten sind nicht mehr so gut wie die, die ich bisher gelesen habe.

Bonuspunkte gibt es erstmal für die gedankliche Rückkehr zum dritten FFF (dessen Vorgaben du glaub ich noch mit umgesetzt hast? Nee, halt, "geduldig" fehlt ja, aber sonst alles din!) Ich gehe mal stark davon aus, dass das kein Zufall sein kann, weil dieser Wettbewerb ja im Smalltalkfaden auch noch besprochen wurde.

Kleines Problem: Direkte  Songtextzitate sind eine heikle Angelegenheit, das darf man soweit ich weiß nicht. Aber ich glaub, jetzt suche ich Sachen zum Meckern. Die rotzige Vorgabenumsetzung (zack, Utopie. da isse, einfach da, weil der Wettbewerb das will, Erklärung scheißegal) gefällt mir sehr. Was mir allerdings fehlt, ist wahre Tiefe, die kann ich im Text nicht wirklich finden. Dennoch sehr gerne gelesen und hat mir gut gefallen,
Veith


Bonuspunkte! Sehr schön. Und ich befürchtete schon das Gegenteil. Aber da habe ich doch tatsächlich "geduldig" übersehen, tss.
Und bist du tatsächlich der Einzige, der es überhaupt bemerkt hat?
Bonuspunkte für dich smile
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hobbes
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Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
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BeitragVerfasst am: 17.07.2020 20:14    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

nicolailevin hat Folgendes geschrieben:
Was soll ich sagen? Schön geschrieben, lebendig, kein Erklärbär, nicht platt hingewalzt, aber auch nicht prätentiös verschwurbelt.

Von der Utopie profitieren vor allem andere, für Sven und Lara wendet sich gefühlt nicht so viel zum Guten. Abgehängt im tiefsten Niederbayern, virtuelle Rockkonzerte sind wie alkoholfreies Bier, im Grunde ist die Provinztristesse dieselbe wie zuvor.

Doch, gefällt mir. Ist vorne mit dabei.


Danke, das lese ich gern smile
Sven ist aber eigentlich ganz zufrieden mit dieser Welt. Vermutlich merkt man ihm das nicht an, weil man den ersten "Teil" später mit ihm verknüpft. Was ja irgendwie logisch und verständlich ist.
Für mich reden da allerdings gar nicht unbedingt Lara und Sven miteinander.
(aber bitte jetzt nicht fragen, wer sonst)
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