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ohlear
Geschlecht:weiblichSonntagsschreiber


Beiträge: 11



BeitragVerfasst am: 05.04.2020 18:09    Titel: jam session im supermarkt eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Mit einem “Hey!” durchbrach sie meine Gedanken. Und als ich aufsah, sah ich ihr, aber vor allem einer mir hingehaltenen Hand entgegen. “Ich weiß, dass Sie mich nicht kennen und dass es sicher nervig ist, überall und immer angesprochen zu werden, vor allem wenn man an einem depressiven Herbsttag wie diesem auch noch dazu gezwungen ist, einkaufen zu gehen aber-” Ich hatte aus einem seltsamen Reflex heraus ihre Hand ergriffen und sie abwesend geschüttelt und auch wenn es uns beiden auffiel als sie sich unterbrach, ignorierten wir es gekonnt.
“Hey.” sagte ich. Sie lächelte warm und ich konnte mich endlich genug konzentrieren sie nun vollkommen wahrzunehmen.
“Mein Name ist Riem.” sagte sie in einem antwortenden Ton, so als hätte sie mich nicht vollkommen überfallen und als wäre ich es gewesen der sie angesprochen hatte.
Sie war mindestens sieben Jahre jünger als ich, ihre Augen bildeten eine seltsame Mischung aus braun und grün, die in der Sonne wie Bärenstein funkelte, ihre Lippen formten ein sanftmütiges Lächeln, da mich denken ließ, wir seien alte Bekannte. Ich fing unwillkürlich an zu grinsen.
“Freut mich dich kennenzulernen, Riem.” lachte ich und ohne das wir uns absprachen schüttelten wir uns erneut die Hand.
Sie belächelte diesen Umstand auf eine Art die mir bekannt vor kam und dann standen wir für einige Augenblicke da, ich an ein Regal gelehnt, die Hand widerwärtiger weise auf Brusthöhe mit ihrer verschlossen.
Sie nannte meinen Namen und ich nickte. “Es tut mir leid Sie.” “du, bitte, ich bin wirklich viel zu jung dafür.” murmelte ich und sie nickte mit funkelnden Augen.
“Okay, bevor ich weiter nur noch verstörend bin, will ich dir kurz sagen, dass ich einem sehr impulsiven Gefühl gefolgt bin und deshalb gerade nicht ganz genau weiß, was ich sagen soll… sollte … Also erstmal tut es mir wirklich leid und ich weiß, dass es solche Geschichten nicht gibt, weil sie zu unzugänglich sind, aber sehen sie diesen Lockenkopf  dahinten.” Sie zeigte auf einen Jungen der neben den Kühlschränken verzweifelt die Gänge entlang blickte und offenkundig versuchte irgendetwas, beziehungsweise irgendwen - beziehungsweise sehr wahrscheinlich Riem -  ausfindig zu machen.
Gehorsam blickte ich ihn unverwandt an, begutachtete ihn, sein Gesicht, seine Kleidung, noch immer nicht sicher, was sie von mir wollte.
“Siehst du, wie verloren er aussieht.” sprach sie nun weiter. “Wie er nicht nur suchend sondern noch dazu unwissend was er überhaupt suchen soll die Gänge blind betrachtet.”
Mir gefiel ihre Theatralik, die in diesem Ausmaß so selten bei irgendwem auftauchte. Denn sie beließ es nicht bei diesem sehr unseriös klingendem Schwachsinn, sondern fügte eine Kunstpause an in der mir klar wurde, dass sie erst weiterreden würde, wenn ich ja sagte.
Also sah ich ihr wieder in die Augen und lächelte ihr wichtig tuend zu.
“Ja.” machte ich ihr schließlich den Gefallen und sie schloss bestätigend die Augen.
“Genauso verloren wie er gerade durch diesen Supermarkt läuft, läuft er in letzter Zeit durch sein Leben. Das ist für Beteiligte wie mich wirklich sehr anstrengend. Er ist nämlich wie sie, auch sehr vernarrt in das größte Geschenk das uns Gott gab, die Musik. Er kann sogar richtig autistisch sein.” An dieser Stelle gab ich es auf etwas zu finden, dass ich hätte sagen können und konzentrierte mich nur noch auf das was er sagte. “... das hätte ich womöglich nicht sagen sollen… aber… beispielsweise waren wir gestern draußen unterwegs und wir liefen an einem vollkommen unbedeutenden Cafe vorbei, sehr tief in ein Gespräch über etwas wichtiges vertieft, doch plötzlich drang aus der offenstehenden Tür, herbei getragen von dem Wind ein minimaler Hauch von einem Stück, das der Inhaber wahrscheinlich nur gefunden hat, weil er aus Versehen auf einer Playlist gelandet ist, die viel zu weit von jedem Menschlichen sein entfernt ist,  welchen jeder normal Mensch einfach übergangen hätte. Und plötzlich - aus heiterem Himmel - brüllt er “Charlie Parker - Confirmation”.” Sie machte wieder eine Pause und ihre Augen glitten kurz prüfend über mich, sie gab sich wohl mit meinem Gesichtsausdruck zufrieden und glaubte ihm, dass ich ihr aufmerksam zuhörte. “Ganz ehrlich! Ich wollte einfach nur meinen freien Tag genießen und wurde plötzlich verbal mit irgendwelchen Namen beworfen, die ich in diesem Augenblick nicht einmal verstanden habe… Ich meine, ich liebe ihn wirklich über alles und es ist ja auch wirklich gut jemanden zu haben, der einem zu jeder Zeit gute Tunes herbeizaubern kann… Aber seitdem er aufgehört hat an der Musikschule Unterricht zu nehmen, weil er jetzt zu dem Schluss gekommen ist, dass Jazz die Antwort auf die großen Fragen seines Lebens ist, läuft er genauso-” und sie zeigte wieder auf ihn - mittlerweile tippte er mit einer etwas zu großen Portion Kraft auf den Display seines Handys - und ignorierte nach wie vor, dass er offenkundig kurz davor war zu verzweifeln.
“herum und sucht und sucht nach jemandem der ihn weiter in die Materie einführen kann. Ich habe keine Ahnung davon, wie das läuft, wie man Lehrer findet und so. Ich weiß nur, dass die Leute bei denen er bisher “reingeschnuppert” hat, ihm per abgeranzte Bar im Süden mitgeteilt haben, wann sie sich treffen, also damit Regeln keine so große Rolle spielen dürften, dass ich jetzt schon mindest zehn mal zu eben dieser abgeranzten Bar mitgeschleppt wurde, um ihn seelisch bei der großen Hoffnung zu unterstützen dich spielen sehen zu können und dass ich das Gefühl habe, auch wenn ich dich nicht kenne, du und Levi euch gut ergänzen könntet.” Sie endete und an ihrem Gesicht war abzulesen, dass sie ähnlich wie ich, noch einmal verarbeiten musste, was sie gesagt hatte.
Dabei sahen wir uns schweigend an.
“Ja und er heißt Levi.” bemerkte sie, fuhr sich mit ihrer Hand durchs Haar und blickte dann zu Boden.
Mich überkam eine Welle von kindlicher Freude darüber, dass sie mich angesprochen und mich sehr radikal aus meiner Realität gezerrt und in ein absolut verwirrendes Universum geworfen hatte, ohne dass wir je auch nur gesehen hatten und ich fing an ganz breit zu lächeln und wohl zu strahlen, als sie mich zum hundertsten mal innerhalb unseres Dialogs, beziehungsweise ihres Monologs ins kalte Wasser warf in dem sie “Ich wünschte ich wäre high um eine Ausrede für das hier zu finden.” murmelte und mich dann mit einem forschenden Blick ansah, wir lächelten uns wieder eine Zeit lang schweigend an und ich bekam das Gefühl nun endgültig in etwas anderem abzutauchen, das ich noch nicht lang genug kannte um es zu benennen.
“Riem, warum hast du überhaupt ein Handy, wenn du sowieso nicht vorhast je ein Telefonat zu führen.” riss uns eine tiefe und untergründig sauer klingende Stimme aus aus dem Trancezustand. Ich zuckte heftig zusammen, sie nicht einmal mit der Wimper als sie sich schuldbewusst schauend zu ihm umdrehte.
“Ich kann nichts dafür, dass ich als ein Rudeltier geboren wurde und die Regeln dieses Rudels besagen, dass es essentiell ist.” während mein Verstand eine Zeit lang mit halben Fuß über der Türschwelle anderen Anwesenden im Kontrollzentrum gedroht hatte zu gehen, setzte er es nun wortlos um, als Levi:
“Machen wir uns nichts vor, du bist ein fucking Rudel für sich, dass sich entschieden hat boshaft zu sein.” erwiderte und sich dann erst von ihrem Gesicht abwandte um in meines zu sehen. Er erstarrte, leicht, nicht peinlich berührt, sondern eher schockiert. Wahrscheinlich hätte ich ihm lächelnd Hallo gesagt, doch ich war so sehr damit beschäftigt nicht laut zu lachen oder irgendetwas durch die Halle zu brüllen, dass ich nicht dazu kam und beobachtete letztendlich weiter wie er Riem ausdruckslos ansah und ihr einen Blick zuwarf der eine Menge bedeutete und dennoch nichts aussagte.
Er griff nach ihrer Hand und ein bisschen Lächeln überkam ihn doch.
“Es tut mir leid, dass du dank uns nicht einmal in Ruhe einkaufen kannst, ich kann mir vorstellen, was sie getan hat und auch wenn sie den Fehler wohl nie einsehen wird, tut es mir in ihrem Namen leid.” er wandte sich zu ihr, packte grob ihre Hand und zog sie mit sich. “So Riem, genug Scheiße gebaut für heute.”  
Immer noch erstarrt und maßlos verwirrt, sah ich ihnen hinterher und musste viel Kraft aufbringen um die Verabschiedung zu erwidern, die mir Riem zurief.
Für die nächsten Sekunden starrte ich fassungslos das Nudelregal vor mir an und fragte mich, was genau eigentlich in den letzten fünf Minuten passiert war, ich lachte einen Moment gestört vor mich hin, ehe ich breit lächelnd den Einkauf beendete und mich an eine Selbstbedienungskasse stellte. Ich dachte ausschließlich über die beiden nach und zog die wenigen Dinge die ich mit mir herumgetragen hatte systematisch über den Scanner, wegen meiner Gedanken, schüttelte ich ab und an den Kopf oder lachte weiter vor mich hin, bis ich mich schließlich zusammenriss und dann der Spontanität dieses eigentlich so unbekannten Mädchens folgte. Nachdem ich mir den Bon ausdrucken ließ, langte ich nach einem Kugelschreiber den ich glücklicherweise als essentiell für meinen Einkauf gehalten hatte und schrieb eine Adresse und eine Uhrzeit auf.
Aus einigen Metern Entfernung betrachtete ich nun Levi dabei, wie dieser seelenruhig drei Gurken in eine zu voll aussehende Tasche schob und Riem mit einem etwas zerstreuten Gesichtsausdruck das Rückgeld in einem Portemonnaie einsortierte, zeitgleich zog ich den Beutel auf meine Schulter und ging mit schnellen Schritten auf sie zu.
“Hey nochmal.” rief ich den entgegen und sah sie bedacht an und weil sie jünger als ich waren, fühlte ich mich plötzlich schrecklich erwachsen.
Sie sahen auf, doch bevor Riem wieder etwas sagen konnte, dass mich aus allen Bahnen warf, wandte ich mich Levi zu und hielt ihm den Bon hin.
“Das ist in der Nähe von dem blauen Haus im Süden, wenn ich richtig liege hast du da letzten Herbst bei dem Jugendwettbewerb dieses geile Evans Piano Solo hingelegt.” Er nickte überrumpelt und sah dabei so aus, wie ich mich vor einigen Minuten, viele Minuten gefühlt hatte.
“Gut. Nur folgendes Problem: ab Donnerstag bin ich für ein paar Wochen in England, deshalb das Datum, solltest du nicht können, dann frage den Barkeeper im Beaks i nach meiner Nummer, ich kann die nicht auswendig. Jedenfalls - “ ich sah zur Uhr.
Fuck.
“Ich will dich spielen hören.” gab ich jetzt schnell von mir. “Spiel was, das deiner Meinung nach beschreibt was du dir für die Zukunft so vorstellst. Spiel irgendwas.”
Unhöflicherweise begann ich jetzt nach hinten zu laufen.
“Es tut mir leid, aber ich bin echt spät dran, wir sehen uns und-” ich presste meine Handflächen aneinander und versuchte einen Knicks.
“Danke euch.”


-------

Danke für eure Aufmerksamkeit. Das soll der Beginn eines Romans sein, ist es zuuuuuu voreilig, oder geht das noch?
Wie wirkt es insgesamt?
Über Rückmeldung würde ich mich unfassbar freuen.

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Calvin Hobbs
Geschlecht:männlichSchreiberling


Beiträge: 160
Wohnort: Deutschland


BeitragVerfasst am: 06.04.2020 07:02    Titel: Re: jam session im supermarkt Antworten mit Zitat

Hallo smile
ohlear hat Folgendes geschrieben:
Mit einem “Hey!” Komma durchbrach sie meine Gedanken. Und als ich aufsah, sah ich ihr, aber vor allem einer mir hingehaltenen Hand entgegen. Das mag man Stil nennen, ich stolpere an dieser Stelle.
“Ich weiß, dass Sie mich nicht kennen und dass es sicher nervig ist, überall und immer angesprochen zu werden, vor allem wenn man an einem depressiven Herbsttag wie diesem auch noch dazu gezwungen ist, einkaufen zu gehen aber ...” Ich hatte aus einem seltsamen Reflex heraus ihre Hand ergriffen und sie abwesend (Wieso abwesend?) geschüttelt und auch wenn es uns beiden auffiel Komma als sie sich unterbrach, ignorierten wir es gekonnt.
“Hey” Komma sagte ich. Sie lächelte warm und ich konnte mich endlich genug konzentrieren Komma sie nun vollkommen wahrzunehmen.
“Mein Name ist Riem.” sagte sie in einem antwortenden (Das Gestelzte ist überhaupt nicht meins)Ton, so als hätte sie mich nicht vollkommen überfallen und als wäre ich es gewesen der sie angesprochen hatte.
Sie war mindestens sieben Jahre jünger als ich, (Wieso sieben? Warum nicht fünf oder neun?) ihre Augen bildeten eine seltsame Mischung aus braun und grün, die in der Sonne wie Bärenstein funkelte, ihre Lippen formten ein sanftmütiges Lächeln, da mich denken ließ, wir seien alte Bekannte. Ich fing unwillkürlich an zu grinsen.
“Freut mich dich kennenzulernen, Riem.” lachte ich und ohne das wir uns absprachen schüttelten wir uns erneut die Hand.
Sie belächelte (Der Leser weiß bereits, dass sie lächelt) diesen Umstand auf eine Art die mir bekannt vor kam und dann standen wir für einige Augenblicke da, ich an ein Regal gelehnt, die Hand widerwärtigerweise auf Brusthöhe mit ihrer verschlossen.(???)
Sie nannte meinen Namen und ich nickte. “Es tut mir leid Sie ... Du, bitte, ich bin wirklich viel zu jung dafür.” murmelte ich und sie nickte mit funkelnden Augen.
“Okay, bevor ich weiter nur noch verstörend bin, will ich dir kurz sagen, dass ich einem sehr impulsiven Gefühl gefolgt bin und deshalb gerade nicht ganz genau weiß, was ich sagen soll … sollte … Also erstmal tut es mir wirklich leid und ich weiß, dass es solche Geschichten nicht gibt, weil sie zu unzugänglich sind, aber sehen sie diesen Lockenkopf  dahinten ?” Sie zeigte auf einen Jungen Komma der neben den Kühlschränken verzweifelt die Gänge entlang blickte und offenkundig versuchte irgendetwas, beziehungsweise irgendwen - beziehungsweise sehr wahrscheinlich Riem -  ausfindig zu machen.
Gehorsam blickte ich ihn unverwandt an, begutachtete ihn, sein Gesicht, seine Kleidung, noch immer nicht sicher, was sie von mir wollte.
“Siehst du, wie verloren er aussieht” Komma sprach sie nun weiter. “Wie er nicht nur suchend Komma sondern noch dazu unwissend Komma was er überhaupt suchen soll Komma die Gänge blind betrachtet.”
Mir gefiel ihre Theatralik, die in diesem Ausmaß so selten bei irgendwem auftauchte. Denn sie beließ es nicht bei diesem Komma sehr unseriös klingendem Schwachsinn, sondern fügte eine Kunstpause an Komma in der mir klar wurde, dass sie erst weiterreden würde, wenn ich ja sagte.
Also sah ich ihr wieder in die Augen und lächelte ihr wichtigtuend zu.
“Ja” Komma tat ich ihr schließlich den Gefallen und sie schloss bestätigend die Augen.
“Genauso verloren wie er gerade durch diesen Supermarkt läuft, läuft er in letzter Zeit durch sein Leben. Das ist für Beteiligte wie mich Komma wirklich sehr anstrengend. Er ist nämlich wie sie, auch sehr vernarrt in das größte Geschenk Komma das uns Gott gab, die Musik. Er kann sogar richtig autistisch sein.” An dieser Stelle gab ich es auf


Tja, mein Tip: Lies Dir den Text laut vor. Nimm es auf, hör Dir zu. Die meisten Sätze empfinde ich als Bandwürmer und bin überzeugt, dass kaum jemand so mit einem/r Fremden spricht. Und, Satzzeichen sind auch nicht so Deins wink Insgesamt fühlt sich der Text für mich wie Honig an. Zäh und klebrig, bin ich mir nicht sicher, was diese Begegnung im Supermarkt mir sagen soll. Aber das ist nur meine subjektive Meinung.
MfG


_________________
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ohlear
Geschlecht:weiblichSonntagsschreiber


Beiträge: 11



BeitragVerfasst am: 06.04.2020 20:12    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke für die Antwort!

Kommasetzung ist wahrscheinlich mein allergrößter Feind und daran muss ich wohl wirklich mal arbeiten.
Weitergeholfen haben mir aber vor allem die außer grammatikalischen Tipps, bezüglich der Sätze, das ist ziemlich wichtig.
Ich werde in Zukunft etwas gegen dieses Honig- Gefühl machen, beziehungsweise es versuchen.
Nur soll diese Art einen Fremden anzusprechen auch nicht üblich und eben sehr theatralisch (oder gestelzt) sein, das macht den Charakter von Riem aus. In sich soll der Text auch nicht unbedingt Sinn ergeben, da er ja der Anfang einer Geschichte ist (deshalb auch sieben Jahre), sondern so sein, dass man sich ins kalte Wasser geworfen fühlt - wie der Protagonist.

Danke!
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51MONSTER2
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 29
Beiträge: 71
Wohnort: Limburg


BeitragVerfasst am: 08.04.2020 12:03    Titel: Re: jam session im supermarkt Antworten mit Zitat

Hallo ohlear,

du hast eine interessante Zufallsbegegnung geschrieben, die grundsätzlich Interesse weckt. Leider machen es deine Bandwurmsätze und fehlende (oder unnötige) Kommata schwierig, wirklich in Lesefluss zu kommen.

Ich würde dir raten, dich sehr intensiv mit Kommasetzung, aber auch mit Zeichensetzung insgesamt auseinanderzusetzen. Auch solltest du dir bewusst machen, dass längere Sätze nicht nur eine höhere Geschwindigkeit, sondern auch Unwichtigkeit suggerieren. Ein Punkt ist ein Anlass, das davor Stehende kurz zu verarbeiten - kurz. Handelt es sich um einen Bandwurmsatz, reicht die Zeit nicht und die Informationen gehen unbeachtet verloren. Dadurch, dass du fast ausschließlich solche langen Sätze verwendest, ist außer einem groben Gesamteindruck fast nichts bei mir hängen geblieben.

Ich denke aber, dass du das mit einer gründlich überarbeiteten Satzstruktur und einer konzentrierten Auseinandersetzung mit Zeichensetzung in den Griff bekommen kannst. Nicht aufgeben Smile

Außerdem habe ich an einigen Stellen Verbesserungsvorschläge für Formulierungen gemacht, die mir nicht so gefallen haben, sowie unnötig ausschweifende Formulierungen gestrichen. Das sind natürlich keine richtigen Fehler, aber vielleicht etwas, was dich zum weiteren Nachdenken über Formulierungen anregt.

ohlear hat Folgendes geschrieben:
Mit einem “Hey!” durchbrach sie meine Gedanken Ein "Hey!" riss mich aus meinen Gedanken/durchbrach meinen Gedankenstrom. Und aAls ich aufsah, sah ich ihr, aber vor allem einer mir hingehaltenen Hand entgegen. “Ich weiß, dass Sie mich nicht kennen und dass es sicher nervig ist, überall und immer angesprochen zu werden, v. Vor allem, wenn man an einem depressiven deprimierenden Herbsttag wie diesem auch noch dazu gezwungen ist, einkaufen zu geheneinkaufen gehen muss, aber-” Ich hatte aus einem seltsamen Reflex herausAus einem seltsamen Reflex heraus hatte ich ihre Hand ergriffen und sie geistesabwesend geschüttelt. und auch wennObwohl es uns beiden auffiel, als sie sich unterbrachinnehielt, ignorierten wir es gekonnttaten wir so, als ob nichts geschehen wäre. Hier weiß ich tatsächlich nicht, wovon du redest. Händeschütteln? Wenn mir jemand die Hand reicht und ich ergreife sie, um sie zu schütteln, ist das doch alles andere als bemerkenswert?
“Hey., sagte ich. Sie lächelte warm. Endlich konnte ich mich ausreichend und ich konnte mich endlich genug konzentrieren, um sie nun vollkommen ganz wahrzunehmen.
“Mein Name ist Riem., sagte sie in einem antwortenden Ton wie zur Antwort auf eine nie gestellte Frage., Fast so, als hätte sie mich nicht vollkommen überfallen und als wäre ich es gewesen, der sie angesprochen hatte.
Sie war mindestens sieben Jahre jünger als ich, i. Ihre Augen bildeten eine seltsame Mischung aus braun und grün hatten eine eigenartige, braun-grüne Farbe, die in der Sonne wie Bärenstein funkelte, i Woher kommt denn plötzlich die Sonne? Ich dachte, die sind im Supermarkt. Und meinst du mit Bärenstein vielleicht Bernstein? Das wäre eher gelb-orange (und eine ziemlich gruslige Augenfarbe). Ihre Lippen formten ein sanftmütiges Lächeln, dass mich denken ließ mir das Gefühl gab, wir seien alte Bekannte. Ich fing unwillkürlich an zuUnwillkürlich musste ich grinsen.
“Freut mich, dich kennenzulernen, Riem.” lachte ich und ohne das wir uns absprachen schüttelten wir uns erneut die Hand, während wir uns wie abgesprochen erneut die Hände schüttelten.
Sie belächelte diesen Umstand auf eine Art dieDarauf schenkte sie mir ein Lächeln, das mir bekannt vertraut vor kamvorkam und dann standen wir für einige Augenblicke Hier wäre ein Adjektiv toll! schweigend, betreten, unschlüssig da, i. Ich an ein Regal gelehnt, die lehnte an einem Regal und meine Hand widerwärtiger weise auf Brusthöhe mit ihrer verschlossen. Hier weiß ich nicht, was du ausdrücken willst. Was ist hier widerwärtig? Wessen Brusthöhe? Warum ist das wichtig? Warum "verschlossen"?
Sie nannte meinen Namen Woher kennt sie den? Warum wird der hier nicht einfach genannt? Warum ist die Proganostin nicht verwirrt, dass sie den Namen kennt? Ist der für den Leser geheim, weil er eine Bedeutung hat? und ich nickte. “Es tut mir leid, Sie.-”Absatz Bei Unterbrechungen finde ich Striche am schönsten, beim langsamen Verstummen drei Punkte
dDu, bitte, i. Ich bin wirklich viel zu jung dafür für Sie.”, murmelte ich und sie nickte mit funkelnden Augen, worauf sie mit funkelnden Augen nickte.
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Ralphie
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Wohnort: 50189 Elsdorf
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BeitragVerfasst am: 08.04.2020 18:56    Titel: Antworten mit Zitat

Wirklich ausgezeichnet, aber du solltest, wie oben erwähnt, an deiner Satzlänge und an deinen Kommas arbeiten.

_________________
LG
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