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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig "Hässlich" - Versuch einer Kurzgeschichte


 
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Autor Nachricht
Schmiddi
Geschlecht:weiblichErklärbär

Alter: 33
Beiträge: 1
Wohnort: Leipzig


BeitragVerfasst am: 11.03.2020 13:50    Titel: "Hässlich" - Versuch einer Kurzgeschichte eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo zusammen!

Um einen ersten Eindruck von mir zu geben und einfach mal erste Rückmeldungen zu bekommen, mit denen ich arbeiten kann: Ich habe versucht, eine Geschichte zu schreiben, die sich mit Schönheitsnormen befasst - aus männlicher Sicht. Ich freue mich ehrlich über jede Art von Rückmeldung - und wenn es euch zu lang ist, genügt mir schon ein "Würde ich (nicht) weiterlesen, weil...".

Habt einen schönen Tag!

****

"Jetzt mach mal halblang. Kann's sein, dass du dich da in was reinsteigerst?"
"Was?", schreie ich. Ziemich laut hier.
"Ob du nicht irgendwie übertreibst!", schreit mir Julian mit seinem Schnaps- und Zigarettenatem ins Ohr.
"Is ja auch egal. Muss mal pissen", beende ich das Gespräch und quetsche mich in Richtung des überfüllten Flurs. Es läuft irgendeine Autotune-Rap-Scheiße, die Leute flippen völlig aus.

Die Tür zum Klo ist verriegelt. Immerhin keine Schlange. Ich stelle mich neben die Tür und warte. Arme verschränken. Unbeteiligt aussehen. Bloß nicht die Leute anglotzen. Selbstverständlichkeit suggerieren. Selbstbewusstsein.
Eine kleine Dunkelhaarige mit ordentlich Schlagseite hängt sich an meine Schulter.
"Hast du Feuer?"
"Nee, aber hier." Ich halte ihr meine glimmende Kippe hin. Sie zündet sich ihre daran an und haut ohne Danke wieder ab in den Tanzmob. Jo, klar, gerne.

Die Klotür geht auf. Steffen kommt raus, drückt sich ein Nasenloch zu und schnieft. Alles klar.
"Gehn aber schon noch tanzen später?"
"Mal gucken", drücke ich mich an ihm vorbei in das überschwemmte Badezimmer. In der Badewanne liegen Bier- und Sektflaschen im inzwischen lauwarmen Wasser, an der Oberfläche treiben die aufgeweichten Etiketten wie Seerosen auf nem Suff-Teich. Das reinste WG-Party-Symbolbild.
Ich muss eigentlich gar nicht pissen, aber mach mal, denke ich, vorsorglich, wer weiß, wie die Klo-Warteschlangen-Lage sich in den nächsten Stunden verschärft. Kennt man ja: Wenn's richtig drückt, stehen plötzlich zehn Leute vorm Bad und lassen dich natürlich nicht vor.

Beim Händewaschen linse ich mit leicht weggedrehtem Gesicht in den Spiegel.
Ich bin ein Idiot. Gibt Themen, die gehören einfach nicht auf ne Party. Die gestorbene Oma, Klimawandel, Flüchtlinge, die aufm Mittelmeer verrecken, was weiß ich. Und eben meins. Hätte mir klar sein müssen, dass Julian da heute keinen Bock drauf hat. Bester Kumpel, klar, aber wenn schon endlich nochmal ne große WG-Party stattfindet, dann will man da ja auch "Leute kennenlernen", wie Julian das nennt, und mit Leuten meint er Frauen und mit kennenlernen flachlegen oder zumindest knutschen.

Julian würde sogar in nem Nonnenkloster, in nem Frauenhaus oder in nem Hardcore-Emanzenverein nen "Stich landen", wie er das immer nennt, und das heißt für mich, dass ich bis dahin möglichst viel gute Zeit aus diesem Abend rausquetschen muss, weil mir ab dem Punkt, an dem Julian bei irgendeiner Ollen andockt, eigentlich nur noch die unangenehme Party-Einsamkeit bleibt als der Typ, der zwar nicht allein gekommen ist, aber auf jeden Fall alleine gehen wird und sich dazwischen wie ein zwielichtiger Fremdkörper zwischen den Leuten rumdrückt. Never change a running system, haha.

Von draußen wummert es gegen die Tür.
"Alter ey, zieh mal nen Finger!"
Ich greife mir mein Bier und mache die Tür auf. Ein langhaariger Typ und ein Piercing-Mädchen fallen mir entgegen.
"Maaaann, machst'n du so lange da drin?"
"Sorry."
"Ich lauf gleich über!", kreischt das Mädchen lachend und schlägt die Tür hinter sich zu.
Der Typ glotzt die Tür an und hält mir einen halben Joint hin. Ich ziehe zweimal feste, um die Glut wieder ans Laufen zu bringen. Dann nochmal. Als ich den Docht zurückgeben will, dreht der Typ sich schon um und sieht mich gar nicht mehr.
"Ey, dein Joint!"
Er hört mich nicht oder will mich nicht hören.
"Hallo, ey, hallo?!"
Er ist schon zu weit in der Menge verschwunden. Die ersten Leute gucken mich an, weil ich so laut war. Verdammt. Immerhin: nen halben Joint gezockt. Mal Julian suchen.

Ich kann mit solcher Aufmerksamkeit nicht umgehen.
Mein Problem ist: Ich bin hässlich.
Ich habe lange gebraucht, bis ich das ganz durchstiegen hab. Aber als ich es dann einmal verinnerlicht hatte, hab ich plötzlich geschnallt, dass dieser Umstand sich durch mein ganzes bisheriges Leben verfolgen lässt.

Damals.
Ging schon im Kindergarten los. Am schlimmsten war, als der Bruder meiner Sandkastenfreundin mich mal vor allen angespuckt hat. Mitten ins Gesicht. Da hat meine Mutter dann seine Mutter angerufen und er musste sich entschuldigen. Danach war er noch pissiger auf mich als vorher schon, wobei ich ja gar nicht wusste, warum er vorher überhaupt pissig auf mich war, ich hatte ihm ja gar nix getan. Heute weiß ich: Ich war halt hässlich. Das hat ihn gejuckt. Und alle anderen auch. Ich war der Komische.
Das ist so eine von vielen Erinnerungen, die mit der Erkenntnis, dass ich einfach hässlich bin, plötzlich Sinn ergeben.

Also, ich bin nicht behindert oder so. Ich bin einfach verbaut, das ist das Wort, das ich für mich gefunden habe. Groß und fett. Aber nicht auf die gute Art fett, so von wegen: Uh, männliche sexuelle Schwungmasse. Sondern weibisch fett. Neben einem gar nicht so großen Bierwanst zeichnen sich unter engen T-Shirts kleine Specktittchen bei mir ab. Und mein Arsch schwabbelt.

Dazu bin ich rothaarig. Keiner von der guten Sorte, so Holzfäller-Typ mit kernigem Gesicht und ordentlich Testosteron-Ausstrahlung. Sondern eher wie dieser rothaarige Junge aus den Harry-Potter-Filmen. Auch kein Bart, nur so ein Flaum, den ich lieber abrasiere, weil’s sonst echt zu sehr nach Möchtegern-Hipster aussieht, dem leider auf halber Strecke die hormonelle Puste ausgegangen ist. So kannste mit Ende 20 doch nicht rausgehen. Dazu natürlich die unschönen Begleiterscheinungen der Rothaarigkeit: blasse Haut und Sommersprossen. Meine Mutter hat früher immer „Mein kleiner Kalk-Eimer“ zu mir gesagt. Ganz zärtlich und liebevoll und vermutlich mit dieser Mutterliebe-Blindheit gesegnet, die einen die Baustellen des eigenen Kindes nicht sehen lässt. Vielleicht wollte sie auch nur nett sein, weil sie sich denken konnte, dass ich es mal schwer haben würde als rothaariger Kalk-Eimer mit Männertitten. Meine Mutter ist der liebste und beste Mensch der Welt. Dass sie ausgerechnet mich geboren hat, da kann sie ja nix für.

Also. Fett und rothaarig. Zusammen wird daraus unfickbar. Und das ist nur der Anfang der Liste. Eierkopf ohne jegliche Kantigkeit. Leichter Silberblick. Also, ich schiele nicht, wenn das so wäre, könnte man das ja sogar operieren lassen, glaube ich. Nee, meine Augen stehen bloß so nahe zusammen, dass es, wenn ich jemanden geradeaus angucke, aussieht, als wäre ich n bisschen dumm. Bin ich nicht, aber das interessiert halt keine Sau, wenn du hässlich bist.  
Das bin also ich. Gestatten: Bastian, 28 Jahre alt und hässlich wie ein Haufen Scheiße.

Man hasst mich. Man verachtet mich. Nur deshalb. Ich bekomme nie zweite Chancen oder Nachsicht. Jedes Mal, wenn ich in den Spiegel blicke, sehe ich mein Leben als Ansammlung von Schlechtem. Weil ich, wenn ich mich ansehe, nur Schlechtes sehe, schlecht, schlecht, schlecht, hässlich.

Julian und der zugeballerte Steffen stehen mit vier Mädchen in der Küche und verteilen Schnaps.
„Da biste ja“, sagt Julian und drückt mir einen Shot in die Hand.
„Wodka?“
„Korn!“
„Alter.“
„Gibt sonst nix mehr“, zuckt Julian die Schultern.
„Scheiße ey, wir haben echt zu wenig Schnaps eingekauft“, sagt eines der vier Mädchen. Sie kommt mir irgendwie bekannt vor.
„Wohnst du nicht hier?“, frage ich sie.
„Äh, ja?“, äfft sie blöd.
„Ok, cool, wusst ich nicht.“
Sie guckt mich schon gar nicht mehr an, sondern verfolgt wie ihre drei Freundinnen interessiert Julians und Steffens Berichte von diesem Elektro-Festival, auf dem wir im Sommer waren.
„Jeder da war auf Drogen, aber halt so voll schön, keine unangenehmen Druffies“, schwärmt Steffen. „Und alle haben alles mit allen geteilt. Mega angenehm. Einmal hab ich 14 Stunden am Stück getanzt, völlig on fire."
„Oah, das klingt traumhaft“, schwärmt eines der Mädchen Steffen an.
„Wir fahren nächstes Mal wieder hin, kommt doch mit!“
„Ja geil, lass mal Handynummern tauschen!“
„Ey ernsthaft, das ist jetzt kein besoffenes Party-Gelaber.“
„Nee, isses nicht, ich mein’s auch ernst, lass mal nochmal schreiben dann!“
Giggelnd tippt sie ihre Nummer in Steffens Handy. Der grinst Julian und mich an und zwinkert.
„Kommst du da auch mit?“, fragt eins der Mädchen Julian.
„Klar. Basti auch!“ Julian deutet mit dem Kinn auf mich.
„Ich bin Basti“, sage ich überflüssigerweise.
„Hi.“
„Basti hat nen Bus, in dem schlafen wir“, versucht Julian, das Gespräch anzuschieben.
„Aha. Cool.“
„Mit Dusche“, versuche ich, den ausgehenden Funken anzupusten.
„Hmhm.“ Sie wendet sich wieder Julian zu. „Ist ja mega, mit so nem Bus!“

Und Peng, bin ich abgeschrieben. Alle vier Mädels haben sich mit ihrer Aufmerksamkeit komplett an Julian und Steffen festgesaugt.
Ich stehe daneben und achte drauf, leicht zu lächeln und zwischendurch zu nicken oder zu lachen, wenn einzelne Gesprächsfetzen zu mir rübergeweht werden. Ich bin Darsteller eines lockeren, beliebten, unhässlichen, ins Gespräch eingebundenen Typen, der hier einfach ne gute Zeit hat.
Dieses Schauspiel habe ich inzwischen ziemlich gut drauf. Es strengt mich nicht mehr an. Bin’s gewohnt. Scheiße ist es trotzdem. Julian und Steffen lernen sämtliche Weiber kennen, während Basti leider zu hässlich ist und dumm daneben steht, Folge 500. Ich kann’s ja verstehen.

Julian und Steffen sind ziemlich unterschiedliche Typen, so rein optisch.
Julian ist so Marke „BWL-Ficker“. Kurze, dunkelblonde Haare, immer irgendwie frisiert, aber so, dass es nicht frisiert, sondern einfach gut aussieht und ordentlich. Muskeln, aber nicht zu viele, bisschen Bart, zu weit aufgeknöpftes Hipster-Hemd. Eigentlich sieht er recht unauffällig aus, so von Natur aus, aber mit Bart, Frisur und Stil wuchtet er sich in der Attraktivitäts-Nahrungskette ganz schön weit nach oben.
Steffen ist das Gegenteil, Typ verträumter Hippie. Lange Haare, langer Bart, so einer, der irgendwie aussieht, als hätte er ein paar Tage nicht geduscht, aber trotzdem weder schlecht riecht noch ranzig aussieht. Dazu Band-Shirt und ausgelatschte Chucks. Und klar hängt er ständig in der Kletterhalle ab.

Zu zweit sind die beiden das Yin und Yang der Attraktivität. Der eine hell, Sunnyboy, Typ Boygroup, der andere der verwegene, bisschen schmutzig-verpeilte Rockstar oder so.
Tja, und dann bin da halt noch ich. Der Hässliche in einem Kumpel-Trio mit zwei Poster-Typen zu sein, macht Hornhaut. Immerhin sind wir schon seit sechs Jahren ein unzertrennliches Kumpelteam, seit sechs Jahren haben die beiden Beziehungen, Affären und One-Night-Stands, seit sechs Jahren habe ich es perfektioniert, lächelnd und underfucked daneben zu stehen und mir hinterher ihre Geschichten anzuhören, man muss ja gönnen, man will ja nicht missgünstig sein, ach, fuck off, das ist doch alles nicht fair.

In einem plötzlichen Anfall exorbitanter Genervtheit ob der Ungerechtigkeit dieser schönheitsversessenen, oberflächlichen Welt wende ich mich ab und quetsche mich Richtung Balkon. Die Party hat jetzt ihr Maximum an Gästen erreicht, es ist ein Uhr und ich kann keinen Schritt machen, ohne irgendwen anzurempeln, „Sorry, darf ich mal“, „Alter, pass doch auf!“, „Hast du sie noch alle?“, die Raumtemperatur liegt irgendwo im Tropischen, irgendein Idiot schmeißt mehrere Schnapsflaschen neben der Spüle um, im Flur pumpen jetzt irgendwelche Trash-Hits aus den Neunzigern, und endlich bin ich draußen.

Auf dem WG-Balkon ist es erstaunlich leer. Ich hocke mich auf einen leeren Getränkekasten neben der Tür und zünde mir eine Zigarette an. Tut gut, sitzen, die kalte Luft. Ich mag dieses Gefühl, wie sie Zentimeter für Zentimeter in den Kopf kriecht und da sauber macht. Einen Augenblick lang vergesse ich, dass gerade noch eine ziemlich miese Traurigkeit in mir aufgekeimt ist. Erstmal diese Luft aufsaugen und mich innen drin von ihr sauber machen lassen.
„Eeeeeeey.“
Zwei völlig besoffene Mädchen hängen sich aus der Balkontür neben mir.
„Hast duuu Bernie gesehen?“
„Wen?“
„Beeeeeerniiiie!“ Sie schwenken euphorisch ihre Flaschen.
„Darf ich mal durch?“ Julian taucht hinter den beiden auf.
„Kennst du Bernie?“, fragt die eine und tippt Julian neckisch den Zeigefinger auf die Brust.
„Nee. Kenn keinen Bernie.“
„Gib ma bitte ne Kippe“, sagt eins der Mädchen zu mir.
„Nee.“
„Hä, du rauchst doch.“
„Ja.“
„Hast du keine Zigaretten mehr?“
„Doch.“
„Kann ich dir eine abkaufen wenigstens?“
„Nee, lass mal. Hab nich mehr viele.“
Ohne ein weiteres Wort packt sie ihre Freundin und zieht sie zurück ins Warme.

Über mein Inneres ergießt sich ein Adrenalinflash. Krasse Nummer gerade. Normalerweise sage ich nie Nein. Ich gebe immer allen alles. Geld, Drinks, Kippen, Drogen. Meine Freunde sagen, ich sei großzügig. Dabei bin ich einfach zu hässlich, um direkt zu sein. Nein sagen kann ich mir nicht leisten. Ich bin wie der beschissene Hund aus nem rumänischen Tierheim, der sich an dein Bein stellt und rammelt, damit du ihn lieb hast.

„Na?“ Julian hockt sich neben mich. „Ist dir schlecht?“
„Nö, alles gut.“
„Sicher?“ Julian kneift die Augen zusammen. Schwankt leicht.
„Ach, naja. Die alte Leier. Kannste grad nix dran ändern.“
„Maaaann, Alter. Haben wir doch vorhin schon drüber geredet.“
„Und? Wie’n Haufen Scheiße seh ich immer noch aus.“
„Jetzt hör doch mal auf damit!“
„Was denn?“
„Mit diesem ständigen öööh, ich bin so hässlich, keine will mich!“
„Aber is doch so.“
„Bullshit!“
„Gut, dann nenn mal n Gegenbeispiel.“
„Alter, is doch Schwachsinn jetzt.“
„Weil es keins gibt. Ich bin hässlich, ihr seid hier wieder die Stars bei den ganzen Frauen und ich steh hässlich daneben und werd eines Tages einsam sterben. Fertig.“
„Alteeer.“ Julian bläst seinen Rauch in die Nachtluft und stiert geradeaus. Dann sagt er nix mehr.

Die Leute kommen erstaunlich wenig damit klar, wenn du das so direkt zu ihnen sagst: Ich bin hässlich. Sie verkrampfen dann, weil sie ja sehen, dass es stimmt. Würden sie mich nicht hässlich finden, würden sie lachen oder nen Witz reißen oder abwinken oder so. Stattdessen sagen sie, dass ich jetzt mal aufhören soll. Oder versuchen, mir das auszureden, vor allem meine Freundinnen machen das, klar, meinen’s gut, aber diese Versuche sind immer eher ein Schlag in die Fresse, weil ich an jedem ihrer unaufrichtigen Worte genau höre, wie sehr sie sich das jetzt gerade rausquälen.
.
Da ist Hässlichkeit echt n bisschen wie ne Behinderung. Bei Behinderten wissen die Leute auch nie, wie sie sich verhalten, was sie sagen, wo sie hingucken sollen, weil die Behinderung halt so n Elefant im Raum ist. Ich will nicht sagen, dass hässlich sein genauso schlimm ist wie behindert sein. Wobei ich mir schon manchmal denke, dass ich lieber n attraktiver Rollifahrer wäre als n laufender Sommersprossen-Weirdo, aber das darf man natürlich nicht denken, jedenfalls: Hässlichkeit offen ansprechen ist für die Leute unbequem.. Ist wie so ein Tabu. Hämorrhoiden, Tod und Hässlichkeit: der Dreisprung des Totschweigens.

Jetzt ja auch, hier, mit Julian. Der guckt immer noch einfach geradeaus.
„Was’n mit Steffen?“
„Ist mit den Mädels ins Wohnzimmer, die spielen da irgendein Saufspiel.“
„So.“
„Willste nich auch wieder mit rein?“
„Grad nich.“
„Mann, was hast du denn?“
„Ich hab da einfach keinen Bock mehr drauf!“
„Auf was?“
„Dass ich immer nur blöd daneben stehe, wenn ihr irgendwelche Mädchen am Start habt.“
„Aber wir lassen dich doch nicht alleine!“
„Nee, macht ihr nich.“
„Also.“
„Mann, es ist aber trotzdem scheiße!“
„Alter, ich raff dein Problem nicht.“
„Ihr könnt auch nix dafür. Ich hab nur so hart die Schnauze voll! Ich will nich immer der sein, der alleine bleibt. Ich geb mir doch echt Mühe, n netter Mensch zu sein. Ich bin witzig und ich bin nicht dumm. Juckt keinen. Alle stürzen sich auf euch. Vielleicht brauch ich mal hässlichere Freunde.“
Julian lacht übertrieben. Gespielt, merkt man. Er ist dankbar, dass ich nen Witz gerissen hab.
Ich lache nicht mit.
„Mann, Basti.“ Oh. Es wird wohl ernst. „Du bist mein bester Kumpel. Ich find’s halt kacke, wenn du so auf dir selbst rumhackst, nur, weil du nicht aussiehst wie, was weiß ich, Christiano Ronaldo oder was. Du bist einer der nettesten und smartesten Leute, die ich kenne. Darauf kommt’s doch am Ende viel mehr an als auf Haare oder so Zeug.“
Diese Platte habe ich echt n paar Mal zu oft gehört.
„Jo, Danke Julian. Aber raffst du nich, dass mir das null bringt? Hier zum Beispiel“, ich deute mit dem Daumen hinter mich in Richtung Balkontür, „hier sind heute, was schätzen wir, 60 Prozent Mädchen, so, sagen wir, von denen ist die Hälfte Single. Super Chancen für nen Typen, oder? Und du und Steffen, ihr kriegt am Ende wieder eine ab und ich geh zum tausendsten Mal alleine nach Hause. Für mich ist nicht mal besoffen knutschen drin, während ihr eine Alte nach der anderen lang macht. Du kannst dir einfach nicht vorstellen, wie es ist. Du hast keine Ahnung. Klingt jetzt irgendwie so mega dramatisch, aber genau so isses. Ich, ich muss mit dem hier“, ich zeige auf mein Gesicht und haue mir auf den Wanst, der beeindruckend nachbebt, „ich muss mit all dem leben. Und all das in Kombination will keine Frau. So isses. Das zeigen doch die letzten Jahre.“

Julians Gehirn scheint schon ein bisschen lahm um die Uhrzeit. Jedenfalls hält er erstmal die Klappe. Ob er beeindruckt ist oder einfach zu fertig, um was Schlaues zu sagen, weiß ich nicht.
Irgendwann regt er sich dann doch: „Mann, du bist einer der besten Menschen, die ich kenne. Irgendwann schnallt das auch irgendne tolle Frau. Wett ich drauf.“

N bisschen klingt Julian wie meine Mutter. Ich rede nicht oft mit ihr über mein Problem der amourösen Einsamkeit, einfach, weil ich nicht will, dass sie sich fragen muss, was für nen merkwürdigen Loser-Freak sie da in die Welt hinausgedrückt und mit ihren Genen verseucht hat. Eltern neigen ja oft dazu, die Schuld bei sich selbst zu suchen, meine zumindest. Aber die paar Mal, die ich das Thema bei Mama angeschnitten habe, kam genau das: Aber Basti. Du bist doch so ein toller Junge. Hast nen tollen Job. Bist witzig. Wart’s nur ab, jeder Topf findet irgendwann nen Deckel. Diese Standardsprüche halt, die immer dann auf die Bühne gezerrt werden, wenn Hilflosigkeit und Angst vor der Wahrheit illustriert werden wollen.

Der Witz ist: Ich weiß das alles. Mein Ego ist klein, aber das ist wirklich in erster Linie durch mein verbautes Äußeres bestimmt. Was meinen Charakter angeht, finde ich mich wirklich gar nicht so übel. Aber wen juckt denn Charakter? Liebe, Sex, das alles funktioniert doch wie kapitalistische Marktwirtschaft: Du wirfst dein Angebot auf den Markt und hoffst, dass es reicht, um dich gegen deine Mitbewerber durchzusetzen. Wenn du nicht genug anzubieten hast, dann bleibste liegen auf dem Grabbeltisch des Lebens.

„Fick doch diese ganze toller-Mensch-Scheiße, Julian. Als ob das reichen würde.“
„Aber wieso? In zehn, 20 Jahren sind wir alle alt und faltig und fett. Auf lange Sicht siegt doch das, was man nicht sieht.“
Wow. Hätte ich ihm gar nicht zugetraut in seinem Zustand, so ne Betrachtung.
„Ja, und was ist bis dahin?“
„Wie, was ist bis dahin?“
„Bis dahin ist mein verkacktes Aussehen so abschreckend, dass Keine was mit mir zu tun haben will.“
„Aber die Leute merken doch im Gespräch, dass du n Guter bist.“
„Aber es kommt ja gar nicht erst zum Gespräch!“
„Ach, laber doch nicht.“
„Klar!“ Ich werde laut. „Stell dir mal vor, du bist auf ner Party, so wie hier. Bist Single, hast Bock, willst ne Frau kennenlernen. Und dann sitzt da eine in der Ecke. Mit Zahnfäule, lichtem Haar, hundert Kilo zu viel und, was weiß ich, nem appen Arm.“
„Appen Arm?“ Julian lacht.
„Ja, oder was weiß ich, jedenfalls: Optisch am unteren Ende der Flirt-Nahrungskette. Denkst du dir dann etwa: Oh, die sieht zwar aus wie Dresden 45, aber die ist bestimmt voll witzig, ich glaub, ich lad die mal auf nen Drink ein?“
Julian überlegt. Oder auch nicht, denn da gibt’s ja nix zu überlegen, wir kennen doch beide die Antwort.

Wieder Schweigen.
Ich merke, wie mir echt Tränen in die Augen steigen. Ach du scheiße. Klar, ich hab schon öfter geheult, allein, zuhause, auf Frust über diese ganze Kacke, wenn mal wieder ein ganzer Abend voller Ablehnung hinter mir lag, aber jetzt doch bitte nicht hier, auf ner Party, der Alkohol wahrscheinlich, der führt bei mir manchmal zu so ganz speziellen Elends-Schüben voller Selbstmitleid, ich muss mich am Riemen reißen, das fehlte noch, dass der Freak, den hier keiner mit der Kneifzange anfassen will, auch noch anfängt zu heulen. Schnell, Action.
„Lass ma nochmal rein.“
„Jo, wird kalt.“

Das Geheimnisvolle an solchen Partys ist, dass irgendwann das Raum-Zeit-Kontinuum außer Kraft gesetzt wird. Ich habe kein Gefühl, wie lange ich, wie lange wir draußen gesessen haben, aber die veränderte Szenerie in der Wohnung sagt, dass es zu lang war. Die Zahl der Partygäste ist auf ungefähr die Hälfte zusammengeschnurrt, das Bier ist offenbar leer, denn alle trinken nur noch aus Wein- und Schnapsflaschen, Allgemeingut, das freimütig durch die Menge gereicht wird.
„Bin gleich wieder da, mal gucken wo Steffen ist“, sagt Julian und drückt sich Richtung WG-Flur. Mir ist es plötzlich scheißegal, ob ich jetzt alleine hier herumstehe. Ich bin müde, hab keine Energie, mich an ihn dranzuhängen. Ich bin müde, müde, müde, körperlich, aber auch darüber hinaus, müde von diesem Leben, diesen immerwährenden Wiederholungen von Party-Arbeit-Party-Arbeit, an deren Ende man doch wieder am gleichen Punkt rauskommt wie zu Anfang: Alleine. Verbaut. Traurig. Ich lasse mich auf einen freien Platz auf dem versifften Sofa fallen.

„Achtung, meine Tasche.“
Das Mädchen neben mir zerrt an den Griffen seines Jutebeutels, auf dem ich sitze.
„Sorry.“ Ich hebe meinen fülligen Arsch ein Stück, damit sie die Tasche darunter rausziehen kann.
„Danke. Nicht schlimm.“
Wir sitzen nebeneinander und gucken dämlich geradeaus. Normalerweise würde ich jetzt irgendeinen Smalltalk anfangen, ohne Absichten, einfach, weil ich solches Schweigen nur ganz schlecht aushalte und es immer abpuffern will.
„Reicht für heute, wa?“
Anscheinend geht’s mit der fehlenden Schweige-Hornhaut nicht nur mir so.
„Hmhm. Luft raus, irgendwie.“
„Bei mir auch.“ Sie hält mir eine halbvolle Flasche Weißwein hin. „Trotzdem nen Schluck?“
Ich trinke. Bah. Eklig säuerlich und warm. Als ich ihr die Flasche zurück reiche, betrachte ich sie genauer. Nicht schön, nicht hässlich. Klein und stämmig. Unauffällig, von der nichtssagenden Haarfarbe bis hin zum ziemlich überschminkten Gesicht. Aber nicht unsympathisch. Eigentlich wie ich. Nur als Frau. Und halt nicht rothaarig. Und nicht verbaut. Okay, sie gewinnt. Wie alle.

„Wohnst du hier?“
Beeindruckend, dass sie versucht, das Gespräch am Laufen zu halten. Normalerweise würde ich mich dankbar wie ein ausgehungertes Tier in so einen Dialog stürzen, Hauptsache Interaktion, Hauptsache eine Frau, die sich wenigstens für den Teil eines Augenblicks mit mir abgibt, immer freundlich, immer lächelnd, immer Recht gebend und im Zweifel die eigene Meinung negierend, um gemocht zu werden. Aber jetzt gerade geht einfach kein Rad mehr rund bei mir.
„Nee. Bin mit Freunden hier, mein Kumpel kennt hier einen.“
„Ach so.“
Jetzt müsste ich fragen, was sie hier macht. Pause.
„Elsa, die hier wohnt, ist meine beste Freundin, aber ich glaub, die ist pennen. Hatte’s ziemlich hinter sich“, erzählt sie ungefragt.
„Aha.“
„Ich bin Katha. Und du?“
„Basti.“
„Hi.“
„Tach.“
Und wieder Ruhe. Sorry, Katha, aber wozu soll ich hier jetzt meine Energie zusammenkratzen.
„Die Musik ist so mega schlecht“, sagt sie.
Meine Güte, die meint es aber echt ernst mit dem Gespräch.
„Mhm.“
„Sorry, will dich nicht stören.“ Sie hebt entschuldigend die Hände und fängt dann an, ihr Rauchzeug aus ihrem Jutebeutel zu kramen.

Ich muss kurz weggenickt sein oder so, jedenfalls schrecke ich plötzlich hoch, weil Julians Stimme direkt an meinem Ohr ist.
„Heeey, da ist ja unsere Schlafmütze, na, Alter, bisschen durch oder was?“
„Nee, geht schon“, krächze ich. Mein Mund ist trocken wie Sandpapier und schmeckt nach Tod, pfui Teufel.
„Willst du mal n Wasser?“, fragt das Mädchen und steht schon auf, um eine leere Limoflasche auszuspülen und mit Leitungswasser zu füllen.
„Scheißparty“, sagt Julian und lehnt sich mit seinem Ellbogen auf meine Schulter, „Komm, lass gehen.“
„Eben nen Schluck Wasser.“
Sie kommt zurück und reicht mir die Flasche. Katha! Genau, Katha war ihr Name!
„Danke.“
Sie lächelt, nimmt ihren Beutel, sieht auf uns runter. „Ich hau ab. Kommt gut heim.“
Ich sehe genau, wie Julian kurz überlegt, sich dann aber gegen die Option entscheidet, sich die letzte One-Night-Stand-Möglichkeit für die Nacht warm zu halten. Optionen. Ein Wort, das ich schon lange aus meinem Wortschatz gestrichen habe. Wo er die freie Auswahl hat am Kuchenbuffet des Lebens, stürze ich mich dankbar auf die angeschimmelten Krümel, die darunter liegen bleiben. Katha ist ihm wohl zu sehr Krümel. Und für mich zu sehr Kuchen, klar. Aber ich krieg grad eh nix runter.
„Ciao!“

Dann fischen auch wir unsere Jacken aus dem See aus, tja, keine Ahnung, will man vielleicht auch gar nicht so genau wissen, Bier, Pisse, jedenfalls fischen wir unsere Jacken aus dem See, der sich unter der Garderobe gebildet hat, und gehen, ohne uns von irgendwem zu verabschieden und ohne zu gucken, wo eigentlich Steffen abgeblieben ist, wahrscheinlich ist der einfach in den nächsten Club abgehauen oder wälzt laut atmend mit einer der WG-Bewohnerinnen in deren wackligem Hochbett herum.

Draußen angekommen wieder dieser geile-kalte-Luft-Effekt. Augen zu, tief einatmen. Mit jedem Atemzug Erfrischung, Reinigung und irgendwie fühlt es sich plötzlich an, als hätte ich in mir drin einen Zufriedenheits-Ballon, der beim Einatmen wächst und wächst, er ist ganz still und warm und wohlig, und das Atmen führt dazu, dass ich all das Schlechte dieser Party, den Qualm, den Schweiß, den Schnaps, die Frustration, den ewigen Wettbewerb – dass ich all das ausatme und durch reine, kalte, zufriedene Morgenluft ersetze. Wie ein Ölwechsel.

Ich blicke zu Julian und frage mich, ob er gerade einen ähnlichen Film schiebt wie ich: der Morgen, die Kälte, die Ruhe, wir beide. Er ist jedenfalls auch stehen geblieben und hat die Augen geschlossen.
„Alter, tut das gut.“
„Echt ey.“
Er guckt mich an.
„Mann, siehst du scheiße aus.“
Ich lache. „Ich weiß.“
„Nee, ich mein zerfeiert, kaputt.“
„Auch das noch.“ Ich gluckse.
„Immerhin kannste wieder lachen.“
„Konnte ich immer!“
„Hat sich vorhin nicht so angefühlt mit deiner Selbstzweifel-Krise.“
Ich deute auf mein Gesicht. „Verbaute Scheiße bleibt verbaute Scheiße.“
„Deine Mutter ist verbaute Scheiße!“, schreit Julian und bepisst sich fast vor Lachen, ich auch, wir stehen da und gehen in die Knie und hauen uns auf die Oberschenkel wie so alte Herren aus nem Dorf-Kegelverein, verdammt, „Deine Mutter“-Witze kicken mich immer wie Hulle, wenn ich leicht angesoffen oder müde und albern bin.

Gemeinsam lachen wir uns durch den grauenden Morgen.
Scheißnacht.
Mal wieder.

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Peter_M
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Beiträge: 14
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 11.03.2020 14:47    Titel: Antworten mit Zitat

So, ich bin ja nur ein Neuer und ich kanns nicht fachlich eloquent verpacken, aber: ich steig schnell aus, nur das musste ich schon zu Ende lesen wink Der Gute hackt ein bischen viel auf seinem "häßlich" rum, aber ich fand es spannend und mit Aussage.
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Michel
Geschlecht:männlichExposéadler

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Beiträge: 2758
Wohnort: Südwest
Das goldene Niemandsland Der silberne Spiegel - Prosa
Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 11.03.2020 17:28    Titel: Antworten mit Zitat

Kann mich anschließen. Normalerweise würde ich nach knapp der Hälfte aufgeben. Hier hab ich weitergelesen. Obwohl (oder weil?) mich der Ton nervt, die Pseudo-Jugendsprache, das Pissen, das Selbstmitleid sowieso, zumindest in dieser Länge. Trotzdem: Weitergelesen. Irgendwie hast Du mich mit dem Typen am Haken.
Und dann kommt Katha und die Stimmung ändert sich. Ha, da geht doch was, das riecht nach zaghaftem Happy End!
Denkste. Und doch wieder nicht. Die Sequenz bleibt hängen und auch die letzten Absätze können sie nicht mehr zerschießen.
Finde ich gelungen, das alles. Und doch: Lässt sich das noch etwas eindampfen?


_________________
Ab November 2019 im Handel: "Shevon", erster Band der Flüchtlings-Chroniken
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Gast







BeitragVerfasst am: 11.03.2020 18:06    Titel: Antworten mit Zitat

Ich schließe mich meinem Vorposter an: Sprache leicht nervig; trotzdem weitergelesen. Das liegt daran, dass in manchen Gedanken des Prots das Klischee durchbrochen wird und gegen die Norm gestichelt wird.
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Christof Lais Sperl
Geschlecht:männlichKlammeraffe

Alter: 59
Beiträge: 541
Wohnort: Hangover
Der silberne Roboter


BeitragVerfasst am: 11.03.2020 18:47    Titel: Antworten mit Zitat

Klasse! Schön ruppig und rotzig. Ich habe sowas auch schon mal verarbeitet. Tipp: ich hätte nen abben Arm geschrieben. Weiter so! CLS

_________________
Lais
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SickBoy
Geschlecht:männlichLeseratte


Beiträge: 197
Wohnort: am Arsch der Welt


BeitragVerfasst am: 11.03.2020 19:29    Titel: Antworten mit Zitat

Schmiddi, alte Säge,

saulanger Text, umso kürzeres Feedback: Hat mir bestens gefallen! Genau mein Geschmack Cool

Beste Grüße
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MarianB
Geschlecht:männlichGänsefüßchen

Alter: 23
Beiträge: 22



BeitragVerfasst am: 11.03.2020 19:53    Titel: Antworten mit Zitat

Richtig guter Text, konnte nicht aufhören! Smile
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Jacha
Gänsefüßchen

Alter: 29
Beiträge: 21



BeitragVerfasst am: 11.03.2020 20:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hi.
Ich finde den Text wirklich richtig gut - die rotzige Sprache, toller Wortwitz...
Beim ersten scrollen hab ich gedacht: Oha, das werd ich nur mal anreißen, da ist mir zu lang - aber auch ich hab es fertig gelesen...

Wobei ich an folgender Stelle, kurz gezögert habe ob ich weiterlesen soll, weil es mir ab da zuuuu viel "hässlich" und zu viel Selbstmitleid war:
Zitat:
Ich bin Darsteller eines lockeren, beliebten, unhässlichen, ins Gespräch eingebundenen Typen, der hier einfach ne gute Zeit hat.
Dieses Schauspiel habe ich inzwischen ziemlich gut drauf. Es strengt mich nicht mehr an. Bin’s gewohnt. Scheiße ist es trotzdem. Julian und Steffen lernen sämtliche Weiber kennen, während Basti leider zu hässlich ist und dumm daneben steht, Folge 500. Ich kann’s ja verstehen.



Das hier ist mein Lieblingsabsatz - einfach großartig:
Zitat:
Dazu bin ich rothaarig. Keiner von der guten Sorte, so Holzfäller-Typ mit kernigem Gesicht und ordentlich Testosteron-Ausstrahlung super. Sondern eher wie dieser rothaarige Junge aus den Harry-Potter-Filmen. Auch kein Bart, nur so ein Flaum, den ich lieber abrasiere, weil’s sonst echt zu sehr nach Möchtegern-Hipster aussieht, dem leider auf halber Strecke die hormonelle Puste ausgegangen ist großartig. So kannste mit Ende 20 doch nicht rausgehen. Dazu natürlich die unschönen Begleiterscheinungen der Rothaarigkeit: blasse Haut und Sommersprossen. Meine Mutter hat früher immer „Mein kleiner Kalk-Eimer“ zu mir gesagt. Ganz zärtlich und liebevoll und vermutlich mit dieser Mutterliebe-Blindheit gesegnet, die einen die Baustellen des eigenen Kindes nicht sehen lässt.auch super... Vielleicht wollte sie auch nur nett sein, weil sie sich denken konnte, dass ich es mal schwer haben würde als rothaariger Kalk-Eimer mit Männertitten. Meine Mutter ist der liebste und beste Mensch der Welt. Dass sie ausgerechnet mich geboren hat, da kann sie ja nix für.


Das Ende finde ich wieder richtig gut...

Freue mich mehr von dir zu lesen!
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a.no-nym
Klammeraffe


Beiträge: 533



BeitragVerfasst am: 11.03.2020 23:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Schmiddi,

ich bin nach wenigen Absätzen ausgestiegen und habe Deinen Text nur noch überflogen – glücklicherweise zeigen die bisherigen Kommentare ja deutlich, dass dies hauptsächlich eine Geschmacksfrage ist Smile. Ich mag es selten "rotzig und ruppig", und in diesem Fall hat´s mich so gar nicht gepackt. Pluspunkt: Soweit ich es sehen kann, hast Du den gewählten Ton konsequent beibehalten.

Aufgefallen ist mir dieser Satz hier:
Zitat:
"Mal gucken", drücke ich mich an ihm vorbei in das überschwemmte Badezimmer.

Sätze sagen, fragen, flüstern, schreien, knurren, flüstern, rufen, grummeln ... – all das kann ich mir vorstellen. In diesem Fall würde mir eine andere Lösung besser gefallen, z.B. "Mal gucken", sage/murmle ich und drücke mich an ihm vorbei" oder so.

Nimm Dir, was Du brauchen kannst, den Rest lass liegen.

Freundliche Grüße
a.
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Michel
Geschlecht:männlichExposéadler

Alter: 48
Beiträge: 2758
Wohnort: Südwest
Das goldene Niemandsland Der silberne Spiegel - Prosa
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BeitragVerfasst am: 12.03.2020 12:26    Titel: Antworten mit Zitat

Stimmt. An dem Satz war ich auch hängengeblieben. In Kinderbüchern ist das übrigens gang und gäbe.

_________________
Ab November 2019 im Handel: "Shevon", erster Band der Flüchtlings-Chroniken
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51MONSTER2
Geschlecht:männlichSchmierfink

Alter: 30
Beiträge: 89
Wohnort: Limburg


BeitragVerfasst am: 24.03.2020 11:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Schmiddi,

Ich muss gestehen, dass ich es auch nicht ganz durch deinen Text geschafft habe.
Bis zur Hälfte haben mich deine wirklich tollen Dialogzeilen getragen. Die sind lebensnah und stimmig.
Um mich anzusprechen, hätte es allerdings eines klareren Schnitts bedurft, der die Dialoge vom sonstigen Text abgrenzt. Dadurch, dass auch sämtliche Beschreibungen in diesem Stil geschrieben sind, war ich recht orientierungslos - etwas, das klar als Beschreibung erkennbar ist, lese ich einfach aufmerksamer als Dialoge, bei denen es mir viel mehr um die grundlegende Aussage und den Sprachstil geht.
So habe ich mir bis zum Abbruch keinerlei Vorstellungen von dem Schauplatz machen können oder welche Personen es gibt, geschweige denn, wo sie sind oder was sie über einen längeren Teil der Handlung tun.
Vielleicht wäre das damit zu lösen, dass du dir mehr Zeit nimmst, Orte und Personen zu beschreiben. Vielleicht beißt sich das aber auch zu sehr mit deinem Erzählstil, denn kaum jemand beschreibt ein Erlebnis mündlich so detailliert wie schriftlich. Und dein ganzer Text wirkt auf mich recht "mündlich".
Vielleicht solltest du aber auch gar nichts ändern, schließlich gefällt der Text ja auch einigen smile
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Peter_M
Geschlecht:männlichSchneckenpost

Alter: 55
Beiträge: 14
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 24.03.2020 15:24    Titel: Antworten mit Zitat

Das wirft für mich eine Frage auf:
Ist es bei einem Ich-Erzähler nicht normal, dass die Ausdruckweise einheitlich ist ?
Gruß
Peter
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51MONSTER2
Geschlecht:männlichSchmierfink

Alter: 30
Beiträge: 89
Wohnort: Limburg


BeitragVerfasst am: 24.03.2020 17:44    Titel: Antworten mit Zitat

Gut möglich. Dann mag das an meiner mangelnden Erfahrung mit Ich-Erzähler-Texten liegen, oder daran, dass ich Texte in derartiger Umgangssprachlichkeit einfach überhaupt nicht gewohnt bin, dass mir das als Lösungsvorschlag in den Sinn gekommen ist. Embarassed
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Xeomer
Geschlecht:männlichLeseratte

Alter: 32
Beiträge: 136
Wohnort: Xeothon


BeitragVerfasst am: 04.04.2020 21:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Schmiddi,

kurzweilig und meiner Meinung nach, auch nah an der Realität was die Dialoge betrifft.

Xeomer


_________________
"Zone 84" Buchtrailer: youtube.com/watch?v=ZygK3Te0jV8
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RAc
Eselsohr


Beiträge: 412



BeitragVerfasst am: 04.04.2020 22:24    Titel: Re: "Hässlich" - Versuch einer Kurzgeschichte Antworten mit Zitat

Schmiddi hat Folgendes geschrieben:
Hallo zusammen!

Um einen ersten Eindruck von mir zu geben und einfach mal erste Rückmeldungen zu bekommen, mit denen ich arbeiten kann: Ich habe versucht, eine Geschichte zu schreiben, die sich mit Schönheitsnormen befasst - aus männlicher Sicht.



Hallo Daniela,

vom Stil und der Lesbarkeit her finde ich deine Geschichte auch gut, aber in Bezug auf die oben genannte Aufgabenstellung her finde ich sie inkonsistent.

Der grosse Knackpunkt ist, dass Basti fett UND gross ist. Männer (ausser wenn sie gay sind) funktionieren - speziell in der Kindheit und Jugend - eher nach rudimentäreren Prinzipien: Wer den Anderen platt machen kann, braucht sich vor dem Dissen erstmal keine Sorgen zu machen. Eine Besessenheit mit körperlichen Unzulänglichkeiten wirst Du also eher bei schmächtigen Männern finden (ich kann mich z.B. nicht daran erinnern, dass sich in frühester Kindheit Jemand gewagt hätte, unabhängig vom Aussehen auf einen grossen Dicken zu spucken, das barg immer das Risiko, sehr schnell unten drunter zu liegen).

Und die Kombination, dass eine Freundschaftsclique auf längere Zeit gemischt aus "Typ A" und "Typ C" Jungen besteht - und dazu auch noch in der asymmetrischen Konstellation, dass der Typ C Junge den Anderen seine Komplexe ständig vorheult - weiss nicht, vielleicht ist das heutzutage anders, aber so eine Konstellaton hätte in meiner Kindheit und Jugend keine Stabilität gehabt. Ausser natürlich, "Typ C" hätte seinen körperlichen Makel durch eine Andere Fähigkeit wettgemacht, die für die Anderen einen Wert hat (Standardbeispiel genialer Computernerd), aber dann würde er sich auch in der Gruppe wesentlich stärker über diese Fähigkeiten definieren, und daraus würde eine ganz andere Dynamik in der Gruppe erwachsen (siehe z.B. How To Sell Drugs Online Fast).

Ich weiss, dass ich mich mit dieser Bemerkung schnell dem Vorwurf des Sexismus ausgesetzt sehe, aber in meiner Erfahrung ist eine Besessenheit mit dem Aussehen und ein Definieren des Selbstbewusstseins über die eigene Attraktivität unter Mädchen und Frauen wesentlich stärker verbreitet als unter Jungen/Männern*. Ob das ein Teil des evolutionären Erbes oder der Sozialisation ist (oder einer Kombination aus Beidem), wird in gender studies Kreisen äusserst vehement und schon seit Ewigkeiten sehr kontrovers diskutiert.

Aus dieser Warte heraus macht für mich die Schilderung von Basti keinen konsistenten Eindruck. Es liest sich für mich so, als wird eine Geschichte, die eigentlich in "Frauenkreisen" spielt, einfach 1:1 umgedreht.


*(leider. Besser wäre es meiner Meinung nach, wenn das Aussehen für die Bewertung des Gegenübers keine Rolle spielen würde, egal ob M/W/D).
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Abari
Geschlecht:männlichAlla breve

Alter: 39
Beiträge: 1365
Wohnort: ich-jetzt-hier


BeitragVerfasst am: 05.04.2020 00:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hey,

ich fand's klasse, auch - und vor allem weil - ich die Textlänge vorher, entgegen meiner Angewohnheit, nicht gecheckt habe. Sonst wäre ich vielleicht gestrauchelt und hätte diesen kurzweiligen Text verpasst.

Sehr konsistente Figuren, einheitliche, solide Charaktere und paar hübsche Gedankensprünge, die zu einem Wal auf einer WG-Party passen.

Gern gelesen.


_________________
Das zeigt Dir lediglich meine persönliche, höchst subjektive Meinung.
Ich mache (mir) bewusst, damit ich bewusst machen kann.

LG
Abari
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Smilla R. T.
Geschlecht:weiblichSchneckenpost


Beiträge: 9
Wohnort: Saarland


BeitragVerfasst am: 05.04.2020 20:21    Titel: Re: "Hässlich" - Versuch einer Kurzgeschichte Antworten mit Zitat

Hallo Schmiddi,

ich fand deinen Text klasse. Hab auch erst nicht gedacht, dass ich ihn wirklich fertig lese, aber du hast mich gepackt. Ich hab mit Basti mitgefiebert und hatte auch die Szenen genau vor Augen, auch ohne ausschweifende Beschreibungen.
Am Ende dachte ich auch es gibt ein Happy End, aber wer weiß, vielleicht findet ihn Katha ja doch noch. Ob ich einen ganzen Roman in dem Stil lesen würde, kann ich nicht sagen, aber das ist ja auch nicht der Punkt Cool

Mir fällt spontan eine Clique aus meinem Umfeld von vor 7 Jahren ein, in der sich nahezu exakt dieser Abend hätte abspielen können.  Und zwar mit genau der Sprache (ich finde sie gruselig, aber das war ja Absicht.) Also finde ich auch nicht, wie ein Vorschreiber, dass es ein unrealistisches Szenario ist. Ich glaube viel eher, dass Jungs diese Gedanken auch haben - vielleicht erst in der heutigen Zeit in der einfach sehr viel Wert auf Äußeres gelegt wird - nur geben sie es seltener zu. Und da es Jungs Ende Zwanzig sind, traue ich den Freunden auch zu, dass sie über das "Jammern" hinwegsehen und Bastis Qualitäten außerhalb des Äußerlichen sehen. Er ist ja smart und lieb.
Aus meinem persönlichen Umfeld fallen mir tatsächlich zwei Jungs ein, die ähnliches erlebt und gedacht haben. Die Komplexe sind nicht mehr Mädchen allein vorbehalten.

Einziger Kritikpunkt:
Irgendwann war es mir auch zu viel mit dem hässlich, da war der Punkt schon rübergebracht und angekommen und wurde dann etwas überreizt.

Ansonsten weiter so, las sich gut.

LG Smilla
PS: wir hier sagen auch "appen Arm", nicht mit "b"


_________________
Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
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Huntress
Geschlecht:weiblichSchneckenpost

Alter: 30
Beiträge: 13



BeitragVerfasst am: 16.04.2020 08:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Schmiddi

Ich hab deinen Text gerne gelesen. Gerade durch die Umgangssprache und das weglassen von detaillierten Beschreibungen und auswalzen von Räumen und Situation. Das wichtigste ist drin, alles andere darf man sich selber vorstellen. Mag ich.
Zwei Sachen stören mich aber. Zum einen (trotz deiner Ankündigung aus Sicht eines Jungen zu schreiben) denke ich in dem ersten Abschnitt immer, ein Mädchen spricht.

Ich muss eigentlich gar nicht pissen, aber mach mal, denke ich, vorsorglich, wer weiß, wie die Klo-Warteschlangen-Lage sich in den nächsten Stunden verschärft.

Die Klotür geht auf. Steffen kommt raus, drückt sich ein Nasenloch zu und schnieft. Alles klar.
"Gehn aber schon noch tanzen später?"
"Mal gucken", drücke ich mich an ihm vorbei in das überschwemmte Badezimmer.

Keine Ahnung wie das mit dem zitieren geht, ist ja ach egal. Vorsorgliches auf Klo gehen, verbinde ich immer mit Mädchen.
Und dann ein Junge, der einen anderen zum tanzen auffordert?
Na das hat mich zumindest stolpern lassen. Vielleicht bin ich aus meinem Bekanntenkreis nur Machos gewohnt und es ist gar nicht so ungewöhnlich. Wer weiß.

Das wäre das eine. Das andere wurde schon erwähnt. Das "rummheulen" vor dem Kumpel mimi ich bin so hässlich. Würde glaub ich auch eher zu einem Mädchen passen. Ich wäre (selbst als Frau) ziemlich schnell genervt von so jemanden. Statt einfühlsame Streicheleinheiten wären da wohl irgendwann blöde Sprüche gekommen.

Das Ende ist dann wieder eine tolle Wendung und lässt für den Protagonisten hoffen.

LG Huntress
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Ichlesehier
Geschlecht:weiblichGänsefüßchen


Beiträge: 18



BeitragVerfasst am: 28.04.2020 21:09    Titel: Antworten mit Zitat

Ich liebe es. War auch das erste Mal, dass ich einen längeren Text hier zu Ende gelesen habe. Wenn es das Ding zu kaufen gibt, sag Bescheid, wa?
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Anja Glück
Geschlecht:weiblichErklärbär


Beiträge: 3
Wohnort: Deutschland,BW


BeitragVerfasst am: 24.09.2020 13:14    Titel: Antworten mit Zitat

Echt cool geschrieben mach weiter so[/center]

_________________
Schreibt mir gerne was ihr schlecht bzw.gut findet und hatet keine anderen Kommentare!!!
Eure Anja🍀
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Westmonster
Schmierfink


Beiträge: 99



BeitragVerfasst am: 25.09.2020 15:27    Titel: Antworten mit Zitat

Wie schade, dass der Schmiddi nie zurück ins Forum kam. Der Text gefällt mir vom Stil her nämlich gut und ich hätte gerne mehr in der Art gelesen.

"Sieht aus wie Dresden 45" werde ich mir merken, allerdings eher, um Unbelebtes oder Tiere ohne höhere Kognition zu beschreiben. Cool


_________________
Many Things in Life will Catch your Eye.
Only a few will Catch your Heart.
Pursue Those.
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Anja Glück
Geschlecht:weiblichErklärbär


Beiträge: 3
Wohnort: Deutschland,BW


BeitragVerfasst am: 21.10.2020 20:04    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde es sehr schön geschrieben Daumen hoch

_________________
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Eure Anja🍀
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