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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Dieser Text ist kein Hilferuf sondern eine lyrische Betrachtung des Lebens mit Winterdepression


 

 
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Autor Nachricht
a-ly
Geschlecht:weiblichSchneckenpost

Alter: 40
Beiträge: 6
Wohnort: berlin


BeitragVerfasst am: 23.02.2020 22:59    Titel: Dieser Text ist kein Hilferuf sondern eine lyrische Betrachtung des Lebens mit Winterdepression eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Sind Selbstmitlied und Winterdepressionen denn etwas schlechtes?

Gerade, wenn draußen die Sonne nicht scheint?

Was gibt es Einsameres als für sich diesen Text zu schreiben und nie eine Antwort zu erhalten?

Ich glaube, ich glaube nicht mehr an die Liebe.

Ich schreibe im vollen Bewusstsein der Ersetzbarkeit meiner selbst und dieses Tuns. Das ist das Schlimmste.

Wenn nicht einmal die Selbstlüge einen noch vor der Tristesse der Wirklichkeit bewahrt.

Wenn ich jetzt alles sinnlos finde, dann stört sich ja doch niemand dran.

Wen soll man an einem Sonntagabend auch aufscheuchen.

Vielleicht wird das Leben wieder schön, wenn der Sommer kommt.

Ich würde niemals Selbstmord machen aber irgendwie scheint mir mein Leben auch nicht besonders wertvoll im Moment.

Das ist Stagnation.

Der Tod als Tor zu einer neuen Wirklichkeit.

Ich glaube nicht, dass Energie im Universum verloren geht.
Sie wechselt nur die Form.
Und Staubteilchen können fliegen.
Warum also nicht.



_________________
anne-lydia mühle
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Anoa
Geschlecht:weiblichLeseratte

Alter: 63
Beiträge: 155
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 24.02.2020 11:31    Titel: Antworten mit Zitat

Ein Mensch braucht Dich sicherlich. Und das bist Du selbst.

Liebe Grüße.


_________________
Mona Ullrich, Berlin
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lilli.vostry
Wortschmiedin


Beiträge: 1221
Wohnort: Dresden


BeitragVerfasst am: 25.02.2020 02:27    Titel: aw:Winterdepression Antworten mit Zitat

Hallo A-ly,

deine Zeilen berühren mich. Du hast sie für Dich geschrieben, aber auch hier für alle zum Lesen reingestellt. Also ist noch nichts verloren... Du stellst Dir immer noch Fragen, fühlst nicht nichts, sehnst Dich nach dem Sommer - nach Wärme, Licht...

Das ist gut und bald ist Frühling.
Ich freue mich auch darauf, vermisse aber den Winter, Schnee, weiß, weich, alles Dunkle, Schwere umhüllend... Funkelnde Kristalle, die Eisblumen früher am Fenster, Schneeflocken die auf der Nase kitzeln und auf der Zunge...
Schöne Erinnerungen. Im Schreiben bleiben sie lebendig...

Wie erlebst Du den Winter (der ja eigentlich gar keiner mehr ist)?

Viele Grüße,
Lilli


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Wer schreibt, bleibt und lebt intensiver
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Ribanna
Geschlecht:weiblichKlammeraffe

Alter: 57
Beiträge: 520
Wohnort: am schönen Rhein...


BeitragVerfasst am: 25.02.2020 11:16    Titel: Re: Dieser Text ist kein Hilferuf sondern eine lyrische Betrachtung des Lebens mit Winterdepression Antworten mit Zitat

a-ly hat Folgendes geschrieben:
Sind Selbstmitlied Selbstmitleid und Winterdepressionen denn etwas schlechtes?

Gerade, wenn draußen die Sonne nicht scheint?

Was gibt es Einsameres als für sich diesen Text zu schreiben und nie eine Antwort zu erhalten?
Es gibt so vieles, deutlich "Einsameres" als das. Das Wort zu steigern, ist allerdings grenzwertig.
Ich glaube, ich glaube nicht mehr an die Liebe.
Liebe. Welche? Menschlichkeit, Nächstenliebe, Erotik, Liebe zwischen Eltern und Kind?

Ich schreibe im vollen Bewusstsein der Ersetzbarkeit meiner selbst und dieses Tuns. Das ist das Schlimmste.
Das ist, pardon, sehr geschollen ausgedrückt  und nichtssagend.
Wenn nicht einmal die Selbstlüge einen noch vor der Tristesse der Wirklichkeit bewahrt.
Das Wort "Tristesse" ist hier m.M.n. falsch. Tristesse drückt in meinem Sprachgebrauch eine gewisse Schönheit der Traurigkeit, der Trauer aus, aber das passt hier nicht hin.
Wenn ich jetzt alles sinnlos finde, dann stört sich ja doch niemand dran.

Wen soll man an einem Sonntagabend auch aufscheuchen.

Vielleicht wird das Leben wieder schön, wenn der Sommer kommt.

Ich würde niemals Selbstmord machen aber irgendwie scheint mir mein Leben auch nicht besonders wertvoll im Moment.
"Selbstmord machen"? Sollte man nicht eher "begehen" schreiben?

Das ist Stagnation. Nein, ist es nicht. das ist - vielleicht! - eine Antriebsschwäche.

Der Tod als Tor zu einer neuen Wirklichkeit.

Ich glaube nicht, dass Energie im Universum verloren geht.
Sie wechselt nur die Form.
Und Staubteilchen können fliegen.
Warum also nicht.



Ich gestehe, von Lyrik verstehe ich nicht viel, aber ich mag sie, denn gerade die Lyrik bemüht sich noch weit mehr als die Prosa, Worte gezielt und schön zu setzen und mit der Sprache zu spielen. Hier sehe ich diesen (meinen!) Anspruch nicht erfüllt, tut mir Leid.
Natürlich kann auch ein lyrischer Text Trauer, Niedergeschlagenheit usw. ausdrücken, trotzdem sollte er sich aber um sprachliche Schönheit bemühen.


_________________
Wenn Du einen Garten hast und eine Bibliothek wird es Dir an nichts fehlen.
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Fred K. Linden
Geschlecht:männlichSchmierfink


Beiträge: 52
Wohnort: Stuttgart


BeitragVerfasst am: 16.06.2020 06:48    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Anne-Lydia,

ich bin ein wenig ratlos, aber vielleicht erfahre ich eine allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Schreiben.

ich versuche mich Deinem Text von zwei Seiten zu nähern.

1) Das Sprachliche
Da kann (muss?) ich im wesentlichen Ribanna beipflichten - da steckt nicht viel Gestaltung drin. Die Statements (ich weiß gerade kein besseres, deutsches Wort) stehen haltlos nebeneinander, werden dem Leser Stück für Stück vor die Füße geworfen. Erst die letzten vier (nicht fünf) Zeilen haben wieder lyrische Kraft.

2) Das Menschliche
Mir fällt auf, dass nur eine von drei bisherigen Antworten auf Deinen Text sich mit dem Schriftstellerischen - dSfo - befasst, die beiden anderen gehen auf den Inhalt ein.

"Dieser Text ist kein Hilferuf" - scheint aber so verstanden zu werden. Auch von mir.
"Was gibt es Einsameres als für sich diesen Text zu schreiben und nie eine Antwort zu erhalten?" - Na was denn nun? Du schreibst für Dich und beklagst, keine Antwort zu erhalten? Also: ENTWEDER: Du schreibst für Dich, und willst eine Antwort von Dir selbst. Das ist dann einsam, ja. Im Text, der nachfolgt, scheinst Du Dich an eine Antwort heranarbeiten zu wollen - alles Scheiße und sogar Selbstmord ist nicht so recht was.
ODER: Du willst wohl doch eine Antwort - von Anderen, nämlich von denen, die Deinen Text lesen. Dann aber schreibst Du den Text nicht für Dich. Ich wiederhole: Na was denn nun? Dieser Text ist kein Hilferuf?

"Selbstmitleid": Nein, ist nichts Schlechtes. Warum rechtfertigst Du Dich?
"Winterdepression": Das ist ein wohlfeiles Etikett. Ja, Lichtmangel, Serotonin, Melatonin ... Ich nenne es Novembergräme. Kann es aber sein (vielleicht? eventuell? möglicherweise?), dass es ein falsches Etikett ist? Deine anderen (tristen) Texte - hast Du sie sie alle im Winter geschrieben?

Die Menschen sind verschieden, der eine kriegt die Zähne nicht auseinander und buddelt sich ein, der andere brüllt seinen Schmerz heraus, der eine versucht es mit Ironie, der andere mit Härte. Ich glaube, dass beim Schreiben immer die eigene Biografie mitspielt - beim einen versteckt, beim anderen angedeutet, beim Dritten offensichtlich oder mit Absicht. Hier im Forum gibts auch einen Beitrag dazu: https://www.dsfo.de/fo/viewtopic.php?t=69528

Jetzt lass uns doch einmal davon ausgehen, dass Dein Text doch ein Hilferuf ist. Ich befürchte, hier im Forum kann Dir da keiner helfen, hier geht es um Sprache und um die Umsetzung von Inhalt in Sprache. Weniger um den Inhalt selbst. Das ist kein Diskussionsforum.

Nein, ich bin nicht böse zu Dir. Ich fühle Deine Schmerzen. Aber mir hat mal ein kluger Mensch verordnet: HINKUCKEN!

Ich wünsche Dir alles Gute.

Liebe Grüße,
Manfred


_________________
Das verstehst du noch nicht, sagten sie. Ich verstand.
- Fred K. Linden -
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