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Sperrgebiet


 
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DLurie
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BeitragVerfasst am: 07.02.2020 07:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Ribanna,

danke für deinen Kommentar. Mit einiger Verspätung meine Gedanken dazu.  


Ribanna hat Folgendes geschrieben:
Der Text ist schön, erscheint mir persönlich aber auch nach mehrmaligem Lesen nicht ganz schlüssig.
Sollten die beiden Brüder wirklich vorher nicht gewusst haben, dass ihr Vater aus Ostpreußen stammt und geflohen ist? Ich habe das über meine Mutter gewusst, da war ich vielleicht sechs oder sieben.

Aber über die grausamen Details selbst wurde oft nicht oder nur sehr verallgemeinernd gesprochen. Das ist zumindest meine Erfahrung.

Ribanna hat Folgendes geschrieben:

Die zweite Frage ist, ob das tatsächlich ein Grund für Josefs Versöhnlichkeit sein kann, mir erscheint das unglaubwürdig.

Sagen wir: Es erleichtert Josef eine versöhnlichere Haltung dem Vater gegenüber – die er irgendwo um des eigenen Friedens willen anstrebt. Das finde ich nicht unglaubwürdig.

Ribanna hat Folgendes geschrieben:

Außerdem finde ich die Sprache der beiden zu analytisch. Sicher gibt es Menschen, die so reden, sicher auch in ähnlichen Situationen. Aber in meinen Augen passt es nicht.

Ich hatte da in der ersten Fassung noch mehr Analytik im Dialog und dachte, bereits genug ausgemistet zu haben. Aber wie man sieht…

LG
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DLurie
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BeitragVerfasst am: 07.02.2020 07:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo schreberlinga,

schreiberlinga hat Folgendes geschrieben:

Diese Geschichte gefällt mir sehr. Die Brüder reden offen darüber, wie sie die gemeinsame Vergangenheit verarbeiten oder eben "verarbeiten". Das kommt sicher in vielen Familien vor. Ich fand es jedenfalls berührend.


Danke für die Anmerkung. Freut mich.

LG
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BeitragVerfasst am: 07.02.2020 08:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kiara,

danke für deinen Kommentar. Mit einiger Verspätung meine Gedanken dazu.  

Kiara hat Folgendes geschrieben:

Die unterschiedlichen Brüder kommen gut zur Geltung. Ich finde, dass der Text gut geschrieben ist, er lässt sich angenehm lesen.

Merci.

Kiara hat Folgendes geschrieben:

Dass Karl so verbittert ist und sich abschottet, ist glaubhaft. Unglaubhaft finde ich sein Einlenken am Ende, wo er doch die gesamte Zeit nur von seinen Narben und dem "Sperrgebiet" redet. Da kommt die Einsicht, dass dies ja nichts mit dem Bruder zu tun hat, zu schnell für meinen Geschmack.

Kann man so sehen. Aber vielleicht ermöglicht ihm ja erst der Tod des Vaters den Schritt auf den Bruder zu. Ein Schritt, der ja auch die Beschäftigung mit der gemeinsamen Vergangenheit impliziert.

Kiara hat Folgendes geschrieben:

Mir hätte es hier kürzer besser gefallen, mehr Interpretationsraum bevorzugt, siehe das Zitat am Ende. So etwas hätte gereicht. Das mag ich, dass hätte auch den Anteil der geforderten E-Literatur begünstigt.

Dem kann ich zustimmen. Weniger wäre an manchen Stellen mehr gewesen. Zum Anteil der geforderten E-Literatur in diesem Wettbewerb ist inzwischen bereits so viel gesagt worden, dass mir nur noch der Kopf davon schwirrt. Rolling Eyes

LG
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BeitragVerfasst am: 07.02.2020 08:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hi V.K.B,

danke für deinen Kommentar. Mit einiger Verspätung meine Gedanken dazu.  

V.K.B. hat Folgendes geschrieben:

Zu den Vorgaben, zuerst die Themenumsetzung: Thema Vergangenheit finde ich gelungen. Das Kintsugi-Konzept klingt auch durch. Insgesamt ein Text, der mir sehr gefallen hat.

Freut mich.

V.K.B. hat Folgendes geschrieben:

Kommen wir jetzt aber zum großen Aber: Das ist Unterhaltungsliteratur. Da ist nichts sperrig, mehrdeutig, interpretationsbedürftig. Kann man so runterlesen, mitfühlen, für gut befinden, aber das war's dann auch. Versteh mich nicht falsch, Unterhaltungsliteratur ist nichts minderwertiges und kann auch ernste Themen behandeln, aber gehört eben nicht in diesen Wettbewerb (musste ich auch schon einige Male selbst einstecken). Aufgrund der Anmerkungen im Faden über Bewertung habe ich mich dieses Jahr auch entschlossen, die E-Vorgabe wirklich extrem und quasi fundamentalistisch auszulegen. Und von daher muss ich deinen Text leider aus der Wertung nehmen, so schwer mir das fällt. Es sollte ja hauptsächlich darum gehen, sich literarisch auf neue Wege zu begeben, und ich kann in deinem Text nicht genügend Experimentelles finden, um auch nur einen Alibipunkt in der FUNDAMENTAL wichtigen Kategorie zu vergeben.

Ehrlich gesagt: Ich blicke bei der EU-Diskussion im Rahmen dieses Wettbewerbs nicht mehr durch, finde sie höchst konfus. Diese Frontbildung scheint mir irgendwie ein DSFO-Spezifikum zu sein. Ich sehe z.B. überhaupt nicht, dass Sperrigkeit notwendiger Bestandteil von E-Literatur ist…Läuft für mich irgendwie auf: Pass bloß auf, dass du nicht zu unterhaltsam schreibst hinaus.
Wo ich zustimmen kann: Es mangelt dem Text an Mehrdeutigkeit und Interpretationsspielraum. Dazu ist er zu ausformuliert.  

LG
Dlurie
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DLurie
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BeitragVerfasst am: 07.02.2020 09:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Literättin,

danke für deinen Kommentar. Mit einiger Verspätung meine Gedanken dazu.  

Literättin hat Folgendes geschrieben:
                                                                               *
Ja, schon, aber ... hier geht mir das alles zu glatt: des Tyrannenvaters Tod, der Bruderzwist, das Kriegstrauma hinterm Familien-Urlaubsidyll, die quasi belehrende Therapiesitzung der Brüder, heimliche, unausgesprochene Vorwürfe hin, offen ausgesprochene Anwürfe zurück und am Ende der Schritt zur Versöhnung mit alldem, einschließlich mit dem Toten Vater. Selbst die Narben Schrunden, die Risse, die Narben werden gekittet ... sollten sie ja auch, laut Aufgabe - hier ist mir das allerdings zu abgehakt, der Reihe nach. Und wirkt ein bisschen wie eine solide hingeschriebene Fleißarbeit in Sachen Vergangenheitsbewältigung: zu schnell, zu glatt, zu vorhersehbar.


Nicht dein Ding – ok.
Einige Anmerkungen habe ich allerdings nicht verstanden.
Es gibt eigentlich keinen richtigen Bruderzwist. Karl weicht seinem Bruder jahrzehntelang aus, weil er beschlossen hat, sich überhaupt nicht der Vergangenheit zu stellen.
Und ich sehe im Text auch kein Familien-Urlaubsidyll. Die einzige Urlaubsszene verläuft doch alles andere als idyllisch.
Wo ich zustimmen kann: Das Ganze ist zu glatt, zu vorhersehbar. Ich hätte mir für einen E-Wettbewerb deutlich mehr Mühe beim Verrätseln geben müssen. Embarassed

LG
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Kiara
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BeitragVerfasst am: 07.02.2020 10:08    Titel: Antworten mit Zitat

DLurie hat Folgendes geschrieben:
Kann man so sehen. Aber vielleicht ermöglicht ihm ja erst der Tod des Vaters den Schritt auf den Bruder zu. Ein Schritt, der ja auch die Beschäftigung mit der gemeinsamen Vergangenheit impliziert.

Verstehe - das ist natürlich ein Grund, sich zu "bewegen".
"Josef sieht erneut aus dem Fenster. Der Nebel hat sich gelichtet, einige fahle Sonnenstrahlen dringen ins Zimmer. Der Hund kläfft nicht mehr." Ist wohl die Grenze, in der alles überschritten wird. Mir war Karl nur zu passiv, Josef ist derjenige, der nachdenkt, der mitfühlend rüberkommt. Karl ist abgeschottet. Vielleicht hätte ich ihn zum Fenster treten lassen, damit man leichter interpretieren kann, dass er sich Gedanken macht - das kommt, jedenfalls mir, vorher nicht klar rüber. Wobei sonst mehr Interpretationen ja kein Fehler wären, ach Mist. Ist natürlich eine Überraschung am Ende, also auch ok, nur nicht so meins. Immer diese Geschmacksunterschiede...

DLurie hat Folgendes geschrieben:
Weniger wäre an manchen Stellen mehr gewesen. Zum Anteil der geforderten E-Literatur in diesem Wettbewerb ist inzwischen bereits so viel gesagt worden, dass mir nur noch der Kopf davon schwirrt. Rolling Eyes

Wohl wahr smile

Danke fürs Teilen deiner Gedanken!


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Literättin
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BeitragVerfasst am: 07.02.2020 10:14    Titel: Antworten mit Zitat

DLurie hat Folgendes geschrieben:
Hallo Literättin,

danke für deinen Kommentar. Mit einiger Verspätung meine Gedanken dazu.  

Literättin hat Folgendes geschrieben:
                                                                               *
Ja, schon, aber ... hier geht mir das alles zu glatt: des Tyrannenvaters Tod, der Bruderzwist, das Kriegstrauma hinterm Familien-Urlaubsidyll, die quasi belehrende Therapiesitzung der Brüder, heimliche, unausgesprochene Vorwürfe hin, offen ausgesprochene Anwürfe zurück und am Ende der Schritt zur Versöhnung mit alldem, einschließlich mit dem Toten Vater. Selbst die Narben Schrunden, die Risse, die Narben werden gekittet ... sollten sie ja auch, laut Aufgabe - hier ist mir das allerdings zu abgehakt, der Reihe nach. Und wirkt ein bisschen wie eine solide hingeschriebene Fleißarbeit in Sachen Vergangenheitsbewältigung: zu schnell, zu glatt, zu vorhersehbar.


Nicht dein Ding – ok.
Einige Anmerkungen habe ich allerdings nicht verstanden.
Es gibt eigentlich keinen richtigen Bruderzwist. Karl weicht seinem Bruder jahrzehntelang aus, weil er beschlossen hat, sich überhaupt nicht der Vergangenheit zu stellen.
Und ich sehe im Text auch kein Familien-Urlaubsidyll. Die einzige Urlaubsszene verläuft doch alles andere als idyllisch.
Wo ich zustimmen kann: Das Ganze ist zu glatt, zu vorhersehbar. Ich hätte mir für einen E-Wettbewerb deutlich mehr Mühe beim Verrätseln geben müssen. Embarassed

LG
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Hallo DLurie,

wo ich gerade hier bin smile. Für ich ist das ein "Richtiger" Bruderzwist, der im Ausweichen in der Kontaktverweigerung besteht. Un im Vorwurf derselben des einen an den anderen. Das Urlaubsidyll: im Album.

Weshalb ich mich aber eigentlich melde, ist dieses E-Ding: das besteht meiner Ansicht nach nicht im Verrätseln von Texten.

Ein vielleicht enträtselndes Bild, was den U-E Vergleich angeht, ist vielleicht einfach der von Junkfood, zu Fast-Food (vorverarbeiteter Nahrung) zu konventionellen zu Vollwert-Nahrungsmitteln? Okay, der ist sehr simpel.

Aber vielleicht ahnst du, worauf ich hinaus will? E ist kein Buch mit sieben Siegeln, das man herstellen müsste, wenn man E schreibt.

LG, Literättin


_________________
when I cannot sing my heart
I can only speak my mind
- John Lennon -

Christ wird nicht derjenige, der meint, dass "es Gott gibt", sondern derjenige, der begonnen hat zu glauben, dass Gott die Liebe ist.
- Tomás Halík -

Im günstigsten Fall führt literarisches Schreiben und lesen zu Erkenntnis.
- Marlene Streeruwitz - (Danke Rübenach für diesen Tipp.)
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DLurie
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BeitragVerfasst am: 07.02.2020 10:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo hobbes,

danke für deinen Kommentar. Mit einiger Verspätung meine Gedanken dazu.


hobbes hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Warum ist Karl überhaupt angereist?, fragt er sich. Von so weit her, aus Amerika, wohin er nach dem Studium ausgewandert war. Er lässt sich nur zu den Beerdigungen blicken, das letzte Mal vor fünfzehn Jahren, als Mutter starb.

Too much information, denke ich spontan. Wobei es natürlich schon ein bisschen vermessen ist, hier von einem Infodump zu sprechen, aber tendenziell sind das zu viele Infos gleich am Anfang, die man sicher gar nicht unbedingt gleich haben müsste oder - wenn es unbedingt sein muss, wenigstens etwas dezenter verpackt?
Ich habe so jedenfalls gleich mal das Gefühl, die Welt den Text erklärt zu bekommen. Ich will aber lieber selbst herausfinden, was es mit dem Text auf sich hat.

D'accord. Das kann man so sehen. Da gehe ich noch mal in mich.  

hobbes hat Folgendes geschrieben:

Zitat:
Aber dies ist nicht der Moment für Vorhaltungen, er ist froh, dass Karl überhaupt erschienen ist.

Warum?

Weil Josef doch hofft, wieder ein Verhältnis zu ihm herstellen zu können.

hobbes hat Folgendes geschrieben:

Zitat:
Dann hat er mich gezwungen, die Viecher zu essen, obwohl ich mich fürchterlich ekelte. Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt! Ich würgte, musste mich übergeben, kotzte den halben Küchenboden voll, und dafür setzte es die übliche Strafe. Den Ledergürtel. Dann ließ er mich alles aufwischen. Ich weiß noch, wie ich mir dabei vorgestellt habe, dass er in der kalten Ostsee ersäuft.

Das ist so eine Stelle, an der das mit too much information auch wieder eintrifft. Noch dazu so relativ klischeehaft formuliert. Klar, denke ich, das muss da jetzt rein, damit Leserin mitfühlt. Oder entsetzt ist. Oder irgendwas halt.
Funktioniert nur nicht. Unter anderem weil es so demonstrativ geschieht.

Schade. Die Stelle fand ich jetzt nicht schlecht...vor allem, weil sie ziemlich authentisch ist.

hobbes hat Folgendes geschrieben:

Und dieser Bruder, also Josef, der geht mir dann leider auch auf die Nerven. Müll am Grund der Seele, ja ja. Auf deine Briefe hätte ich vermutlich auch nicht geantwortet, du wärst mir mit diesem betonten "ich bin der Gute, ich fühle mit, ich entschuldige, ich verstehe, ich weiß, was zu tun ist" ziemlich auf die Nerven gegangen.

Das halte ich für eine Überinterpretation. Der genaue Inhalt der Briefe wird doch gar nicht erwähnt…Und mit Statements wie geht mir auf die Nerven kann ich im Zusammenhang mit Textarbeit genauso wenig anfangen wie du mit meinem Text.

LG
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BeitragVerfasst am: 07.02.2020 15:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Silke,

danke für deinen Kommentar. Mit einiger Verspätung meine Gedanken dazu.   

silke-k-weiler hat Folgendes geschrieben:

Ich will damit nicht sagen, dass Du mich gar nicht gepackt hast, andere Texte taten es hingegen mehr.


Ehrlich gesagt geht mir das im Nachgang genauso...

LG
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BeitragVerfasst am: 07.02.2020 15:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo holg,

danke für deinen Kommentar. Mit einiger Verspätung meine Gedanken dazu.  

holg hat Folgendes geschrieben:
Nicht jeder Text über ein ernstes Thema ist E-Literatur.
Auch dieser hier nicht.

Die Diskussion um das, was im DSFO als E-Lit durchgeht, ist nach meinem Dafürhalten so widersprüchlich und konfus, dass ich mich hier raushalte.
Schön für dich, dass du da offensichtlich ein klares Bild hast.   

holg hat Folgendes geschrieben:

Nach zu langem Erzählteil am Anfang hämmert er sein Anliegen so offensichtlich und eindimensional auf den Tisch, dass das Lesen echt mühsam wird.
Ja, eine ungekannte Vergangenheit wird thematisiert, aber all die wahrscheinlichen Verstrickungen, Verletzungen, Verarbeitungen werden sehr plakativ und unterkomplex auf wenige, nicht gerade subtil vorgebrachte Aspekte verkürzt.

Bis auf den Hinweis auf den zu langen Erzählteil, bekomme ich als Autor hier leider nur sehr wenig wirklich verwertbare Kritik, die irgendwo konkret am Text festgemacht würde.

LG
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BeitragVerfasst am: 07.02.2020 16:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo traumlos,

danke für deinen Kommentar. Mit einiger Verspätung meine Gedanken dazu.  


traumLos hat Folgendes geschrieben:

Der 10.000er bietet Raum für solche Geschichten und doch nicht genug.

Den Satz verstehe ich nicht.  Gut - ist auch mein erster 10.000er. (Hab nur mal vor Jahren an einem DSFO Wettbewerb teilgenommen, der sich Postkarten-Prosa nannte - aber das war nicht vergleichbar.)

traumLos hat Folgendes geschrieben:

Für die Veränderung bleibt nicht genug Zeit, sie sich entwickeln zu lassen. Der Wandel bei Karl, im Satz vorher ist es noch verdammt späte Reue und direkt darauf fragt er um ein Zimmer.

Wenn ich dich richtig verstehe, findest du die versöhnliche Geste Karls gegenüber seinem Bruder am Ende nicht genug vorbereitet. Das lasse ich mir nochmal durch den Kopf gehen.

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BeitragVerfasst am: 07.02.2020 16:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Catalina,

danke für deinen Kommentar. Mit einiger Verspätung meine Gedanken dazu.

Zunächst: Freut mich, dass der Text, dir gefallen hat.    

Catalina hat Folgendes geschrieben:

Kintsugi fließt ein, wenn Karl von verbrämenden (was für ein Wort, das kenne ich gar nicht mehr) Narben redet - die auf Josef ja gewissermaßen zutreffen.

Ja - verbrämen - ist irgendwie aus der Mode gekommen. Wenn ich mich recht erinnere, hatte ich da auch zunächst ein anderes Verb, das mir nicht zusagte. Nächster Schritt: Woxikon und da finde ich... verbrämen.  

Catalina hat Folgendes geschrieben:

Deine Erzählung von den Kriegserlebnissen des Vaters bricht irgendwie ein wenig aus dem Text, da so informativ und lange. Wie wäre der Text, wenn Du diese Stelle entweder subtiler hältst, oder aber ganz bewusst mit ihr und ihrem besonderen Part spielst?

Hm. Zu plakativ? Allerdings braucht es m.E. schon aber ein paar handfeste Gründe, warum der Vater zu dem geworden ist, der er nun mal leider wurde. Muss mal nachdenken, wie man das subtiler gestalten könnte.

LG
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BeitragVerfasst am: 08.02.2020 11:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Boho,

danke für deinen Kommentar. Mit einiger Verspätung meine Gedanken dazu.  


Boho hat Folgendes geschrieben:


irgendetwas fehlt mir in dem Text, gefesselt hat er mich nicht so richtig und das Ende fand ich auch ziemlich vorhersehbar. Aber die Vorgaben sind hier für mich erfüllt (bei vielen Texten fehlt mir das Kintsugi, welches ich hier erkennen kann), daher gibt's hier wohl doch Punkte. Liest sich auch flüssig...


Das klingt wie: Leider muss ich dem Punkte geben, weil er wenigstens die Vorgaben erfüllt und ganz flüssig geschrieben ist.  Interessanterweise gab es eine Rezension, die mir umgekehrt gerne Punkte gegeben hätte, dies aber nicht tat, weil die (vieldiskutierte)  E-Vorgabe nicht erfüllt sei.
Und in Bezug auf das Kintsugi, das du bei mit erkennst, habe ich auch schon das Gegenteil gelesen. Auch bezüglich des Endes habe ich jetzt schon die ganze Bandbreite von vorhersehbar bis überraschend..
Super! Ich kann mich nach Herzenslust bedienen. Smile

LG
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BeitragVerfasst am: 08.02.2020 11:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Michel,

danke für deinen Kommentar. Mit einiger Verspätung meine Gedanken dazu.  

Michel hat Folgendes geschrieben:

Der Goldlack am Schluss kommt mir zu plötzlich. Das fühlt sich, entschuldige den Ausdruck, ein wenig an, als ob man Ketchup über ein verbranntes Steak schmiert. Oder besser: Zuckersirup. Das passt nicht mit dem Rest zusammen, den ich eigentlich gelungen finde.
Formale Kriterien sind erfüllt: Kintsugi-Anmutung drin. Gespräch zwischen zwei Personen. Einheit des Raums und der Zeit.
Ist das nun E? Das Thema legt es nahe, hier wird kein Genre geschrieben. Aber u.a. durch den überraschend versöhnlichen Schluss wirkt der Text auf mich nicht gebrochen und vielschichtig.

Du gehörst also zu denen, die das Ende zu aufgesetzt fanden. Nun ja - mit dem Ende scheinen einige Probleme zu haben, wenn auch ganz unterschiedliche. Ich gehe noch mal in mich.
LG
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BeitragVerfasst am: 08.02.2020 11:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kojote,

danke für deinen Kommentar. Mit einiger Verspätung meine Gedanken dazu.  

Kojote hat Folgendes geschrieben:
Nicht übel. Allerdings hätte ich mir einige präzisere und ausführlichere Personenbeschreibungen gewünscht.


Stimmt. Man sieht die Protas nicht richtig. Da fällt mir noch etwas ein. Hätte noch ein paar Zeichen bis 10K.  

LG
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BeitragVerfasst am: 08.02.2020 11:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo firstoffertio,

danke für deinen Kommentar. Mit einiger Verspätung meine Gedanken dazu.  

firstoffertio hat Folgendes geschrieben:
Auch hier habe ich leider das Gefuehl, Derartiges schon oefters gelesen zu haben.
Sicher routiniert geschrieben, aber der Text regt mich nicht zum Nachdenken an.

Geht mir im Nachgang ähnlich...
Ich überlege ernsthaft, ob ich nicht völlig die Finger von E lassen und ganz ohne den Anspruch auf Tiefgang fetzige U schreiben sollte.    

LG
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BeitragVerfasst am: 08.02.2020 11:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jenni,


danke für deinen Kommentar. Mit einiger Verspätung meine Gedanken dazu.  

Jenni hat Folgendes geschrieben:
Und damit ist die Geschichte schön rund und zu Ende. Und an der Resonanz fehlt es mir dann leider, am Nachklang, am über die eigentliche Geschichte hinaus erzählen. Das Thema ist umgesetzt, Kintsugi auch, obwohl der Text sich selbst zu wenig traut, um mir das nicht auch deutlich erklären zu müssen. Erzählt ist das schon routiniert und nicht langweilig, aber mit einem Hang dazu, überzuerklären. Ein Punktekandidat ist es für mich in diesem Wettbewerb eher nicht.

Siehe meinen Kommentar zu firstoffertio. Den könnte ich auch hier daruntersetzten.

LG
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BeitragVerfasst am: 08.02.2020 12:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo a.no-nym,

danke für deinen Kommentar. Mit einiger Verspätung meine Gedanken dazu.  

a.no-nym hat Folgendes geschrieben:
Nach meinem Verständnis könnten die Zwillingsbrüder auch für die innere Zerrissenheit ein und derselben Person stehen.

Das war tatsächlich ursprünglich so intendiert! Da ich aber gerne Dialoge schreibe, habe ich den Zwillingsbruder aus dem Hut gezaubert. Passte halt auch gut zu den Vorgaben.

a.no-nym hat Folgendes geschrieben:

Kleinkram: Teile des Dialogs wirkten in meinen Augen etwas aufgesetzt; das zufällig immer gerade zur Handlung passende Wetter hat mich eher irritiert.

Ertappt - mit dem Wetter. Muss ich mir dringend abgewöhnen...

LG
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BeitragVerfasst am: 08.02.2020 12:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Lalanie,

danke für deinen Kommentar. Mit einiger Verspätung meine Gedanken dazu.  


Lalanie hat Folgendes geschrieben:
Da ich ein Neuling in diesem Forum bin, folge ich dem Ratschlag eines Mitglieds und schreibe nur einen Kommentar ohne Bewertung – ich hoffe, das wird mir nicht übelgenommen.

Ich weiß nicht, wer dir das geraten hat...egal. Da du meinen Text mochtest, finde ich das natürlich schade.. Wink

Lalanie hat Folgendes geschrieben:

Seltsamerweise hat mich die letzte Zeile etwas enttäuscht, da sie mir zu banal für den Rest der Geschichte erschien. Ich hätte die Geschichte nach Karls Aussage enden lassen. Aber das tut dem Ganzen trotzdem keinen Abbruch. Ich bin begeistert. Vielen Dank für diesen schönen Text!

Stimmt. Den letzten Satz kann man sich sparen...

LG
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