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Greta


 

 
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Cholyrika
Geschlecht:männlichSchreiberling

Alter: 56
Beiträge: 286



BeitragVerfasst am: 01.01.2020 17:32    Titel: Greta eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Greta

Ich höre die Sternsinger
und verfluche diesen Gott,
der sich verpisst hat,
als es drauf ankam.

Jesuskind mit
Weihrauch und Myrrhe beschenkt.
Solche Könige braucht kein Land.
Auch ein Gotteskind nicht.

Ich beobachte mal wieder
wie sich der Pulk zusammenrottet
Demonstriert für den Klimawandel,
gegen Rassismus,
für eine bessre Welt
und filmt sich dabei für den Blog.
Erbärmliche Selbstdarsteller.

Kleines Mädchen ohne Brüste
zitiert den Sinn des Lebens,
erzählt mir Bullshit mit Senf.
Und die Könige bringen wieder Geschenke.
Redezeit schenken sie
und Kamerateams.
Sponsoren Katamarane
und baden sich in Anerkennung.

Ich scheiß auf die Welt,
wenn meine Tochter weint.
Ich scheiß auf die Welt,
wenn meine Nachbarn verhungern,
wenn Frauen vergewaltigt werden
und nach oben gestreckte Hände
sich im Spalier feiern.

Soll sich das arme Mädchen
doch lieber in einen Teenie-Star
verlieben und verzweifelt
ihre Liebe in die Welt hinausposaunen.
Oder was weiß ich.
Ich jedenfalls habe zu tun.
Wichtiges.



_________________
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Huntress
Geschlecht:weiblichSonntagsschreiber

Alter: 30
Beiträge: 10



BeitragVerfasst am: 01.01.2020 18:34    Titel: Antworten mit Zitat

Moin Cholyrika

ziemlich polarisierendes Thema,
meine Stimmung dazu spiegelt sich fast eins zu eins in deinem Text wieder.
Vor allem den Vergleich der Könige finde ich gut.
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firstoffertio
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger


Beiträge: 6108
Wohnort: Irland
Das bronzene Stundenglas Der goldene Spiegel - Lyrik (1)
Podcast-Sonderpreis Silberner Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 01.01.2020 21:01    Titel: Antworten mit Zitat

Bei dir weiß ich oft nicht, ob ein Text Satire  der Ironie sein soll, oder ernst gemeint.
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Literättin
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger

Alter: 54
Beiträge: 2085
Wohnort: im Diesseits
Das silberne Stundenglas Der goldene Roboter
Lezepo 2015 Lezepo 2016


BeitragVerfasst am: 02.01.2020 12:15    Titel: Antworten mit Zitat

In meinen Ohren hört sich das an als kotzte sich hier im LI ein misanthropischer Patriarch mit empfindlichen Nerven, nach einem kurzen Aufblicken aus der eigenen Sumpfblase, unausgegoren aus.

_________________
when I cannot sing my heart
I can only speak my mind
- John Lennon -

Christ wird nicht derjenige, der meint, dass "es Gott gibt", sondern derjenige, der begonnen hat zu glauben, dass Gott die Liebe ist.
- Tomás Halík -

Im günstigsten Fall führt literarisches Schreiben und lesen zu Erkenntnis.
- Marlene Streeruwitz - (Danke Rübenach für diesen Tipp.)
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Berni
Geschlecht:männlichNebelpreisträger

Alter: 60
Beiträge: 2241
Wohnort: Südhessen (aus NRW zugelaufen)


BeitragVerfasst am: 03.01.2020 07:46    Titel: Antworten mit Zitat

Gut eingefangen, Michael. Gefällt mir, so wie mir dein LyrIch, den es leider zu oft gibt und der sich selbstdarstellerisch und teils dümmlich in den sozialen Medien ausbreitet, zum Hals raushängt.

LG
Berni
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BlueNote
Geschlecht:männlichStimme der Vernunft


Beiträge: 6921
Wohnort: NBY
Ei 4



BeitragVerfasst am: 03.01.2020 08:54    Titel: Antworten mit Zitat

Um lediglich eine Persona non grata vorzuführen, ist der Text zu unspezifisch, schließlich enthält er auch Beobachtungen, die zutreffen:
Zitat:

Demonstriert für den Klimawandel,
gegen Rassismus,
für eine bessre Welt
und filmt sich dabei für den Blog.
Erbärmliche Selbstdarsteller.

Eine Generation, die nichts als den Luxus kennt, möchte zurückkehren zum einfachen Leben. Hat sie dabei auch bedacht, dass man dann vielleicht auch auf das Handy und den coolen Blog verzichten könnte?
In den 80-ern war ich ein großer Anhänger der Ökobewegung gewesen. Warum sind all die Ideen für ein anderes Leben zwischenzeitlich im Sande verlaufen? Ich konnte es lange nicht fassen, wie sich die Konsumgier Jahr für Jahr weiter steigerte und sich niemand mehr für den Umweltschutz interessierte.
So richtig traue ich den coolen Leuten von heute noch nicht (außer vielleicht der Greta). Wo sind die Beweise für ihren Verzicht? Wollen sie wirklich vom Weg des Wohlstands Abschied nehmen?
Und was macht das Gedicht? Es wirft wieder mal alles zusammen: Klimawandel, Rassismus, vergewaltigte Frauen (vor dem Kölner Dom). Ich glaube, so undifferenziert lassen sich die Probleme der Gegenwart und Zukunft nicht lösen (vielleicht soll das ja die Aussage des Gedichts sein?). Auch nicht, indem es eine Haltung "vorführt", die so oberflächlich gar nicht existiert. Sie ist konstruiert, um Feindbilder zu schaffen. Sich selber gut fühlen, indem man andere schlecht macht, ist aber zu wenig. Ein neu überdachter Lebensentwurf der selbst definierten Gutmenschen würde mich mehr beeindrucken, als immer nur mit dem Finger auf andere zu zeigen (Stichwort: Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad).
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Berni
Geschlecht:männlichNebelpreisträger

Alter: 60
Beiträge: 2241
Wohnort: Südhessen (aus NRW zugelaufen)


BeitragVerfasst am: 03.01.2020 09:32    Titel: Antworten mit Zitat

BlueNote hat Folgendes geschrieben:
Um lediglich eine Persona non grata vorzuführen, ist der Text zu unspezifisch, schließlich enthält er auch Beobachtungen, die zutreffen:
Zitat:

Demonstriert für den Klimawandel,
gegen Rassismus,
für eine bessre Welt
und filmt sich dabei für den Blog.
Erbärmliche Selbstdarsteller.

Eine Generation, die nichts als den Luxus kennt, möchte zurückkehren zum einfachen Leben. Hat sie dabei auch bedacht, dass man dann vielleicht auch auf das Handy und den coolen Blog verzichten könnte?
In den 80-ern war ich ein großer Anhänger der Ökobewegung gewesen. Warum sind all die Ideen für ein anderes Leben zwischenzeitlich im Sande verlaufen? Ich konnte es lange nicht fassen, wie sich die Konsumgier Jahr für Jahr weiter steigerte und sich niemand mehr für den Umweltschutz interessierte.
So richtig traue ich den coolen Leuten von heute noch nicht (außer vielleicht der Greta). Wo sind die Beweise für ihren Verzicht? Wollen sie wirklich vom Weg des Wohlstands Abschied nehmen?
Und was macht das Gedicht? Es wirft wieder mal alles zusammen: Klimawandel, Rassismus, vergewaltigte Frauen (vor dem Kölner Dom). Ich glaube, so undifferenziert lassen sich die Probleme der Gegenwart und Zukunft nicht lösen (vielleicht soll das ja die Aussage des Gedichts sein?). Auch nicht, indem es eine Haltung "vorführt", die so oberflächlich gar nicht existiert. Sie ist konstruiert, um Feindbilder zu schaffen. Sich selber gut fühlen, indem man andere schlecht macht, ist aber zu wenig. Ein neu überdachter Lebensentwurf der selbst definierten Gutmenschen würde mich mehr beeindrucken, als immer nur mit dem Finger auf andere zu zeigen (Stichwort: Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad).


Bluenote,

in meinen Augen geht es gar nicht darum, dass man den "coolen Leuten" von heute alles glaubt. es geht darum, dass sie etwas tun, auf die Straße gehen, sich Gedanken machen. Und darum, dass die Politiker (und auch die ältere Generation, zu der ich auch gehöre), aufwachen. Und es ist auch ihr gutes Recht, denn es ihre Zukunft!
Und: es tut sich was. Viel zu langsam, siehe die lächerlichen Klimagipfel. Aber immerhin. Und es wird weitergehen. Und sie werden weiter demonstrieren, Blogs schreiben etc. Und das ist gut so.

Und was deine Kritik angeht, der Text wäre zu unspezifisch, möchte ich einwenden: Gerade darum geht es doch.  In meinen Augen führt der Text hier ein ganz oberflächliches, dümmliches LyrIch vor, das  es leider durchaus zuhauf gibt. Dazu muss man nur mal die Ergebnisse der letzten Wahlen anschauen.

Mir gefällt der Text.

LG
Berni
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Johannes Jung
Schreiberassi


Beiträge: 34



BeitragVerfasst am: 03.01.2020 10:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

hinsichtlich der kontroversen Diskussion...

Wäre es vielleicht eine Idee, die ersten beiden Strophen wegzulassen.

Sie passen weder in Form noch inhaltlich zum Text, und sind meines Erachtens im Schaffensprozess einem anderen Grundgedanken gefolgt.

Sie vermitteln eine fälschliche Textfarbe.

Grüße,
Johannes


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Lapidar
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger

Alter: 57
Beiträge: 3043
Wohnort: in der Diaspora


BeitragVerfasst am: 03.01.2020 18:51    Titel: Antworten mit Zitat

Ich sehe die ganze Thematik auch recht ambivalent.
Was ich nicht so toll finde, ist, dass die ältere Generation (zu der ich ja inzwischen auch gehöre) der jüngeren vorwirft, sie (also die Alten) seien ja schuld und sie (die Jungen) wären Opfer.
So kommt es mir zumindest vor.

Letztendlich ist es wohl schon so, dass wir unser Leben bequem gelebt haben und dabei oft auch Scheiße gebaut haben. Umweltpolitisch und anders. Meist, ohne es mitzukriegen, weil wir als Individuen nicht in der Lage sind, dieses ganze komplexe Geflecht zu durchschauen und zu durchbrechen.

Insofern kann ich den Endsatz verstehen und wohl auch akzeptieren (in meiner Interpretation), dass es wichtig ist, vor der eigenen Haustür zu kehren. Sprich da die Probleme anzugehen.
Genau dieses "Ich als einzelner kann ja nichts tun, deshalb mach ich weiter wie die anderen auch." Reitet uns immer mehr rein.

 Zum Werk selber:

ABER:
der Satz:
Zitat:
Kleines Mädchen ohne Brüste
zitiert den Sinn des Lebens,
erzählt mir Bullshit mit Senf.

Stößt mir sehr sehr sauer auf.

Er impliziert (wohl und hoffentlich unbewußt) dass, wenn das Mädchen Brüste hätte, es wohl ernster zu nehmen wäre.
Kleine Mädchen haben keine Brüste.

Dieser Satz fällt für mich persönlich unter die "unter der Gürtellinie"-Beleidigungen und Aussagen, wie zum Beispiel : "Du fette Sau", "Du blöde Lesbe", "Arschficker"...

Sorry: Aber Menschen, die jemanden aufgrund seiner Geschlechtszugehörigkeit oder ihres Aussehens direkt oder indirekt, die Qualifikation absprechen, einen Standpunkt zu vertreten, haben sich mit ihrer Aussage bei mir persönlich schon ins Aus gekickt.
Somit fällt es mir extrem schwer, dem Gedicht objektiv eine Chance zu geben.


_________________
"Dem Bruder des Schwagers seine Schwester und von der der Onkel dessen Nichte Bogenschützin Lapidar" Kiara
If you can't say something nice... don't say anything at all. Anonym.
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firstoffertio
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Beiträge: 6108
Wohnort: Irland
Das bronzene Stundenglas Der goldene Spiegel - Lyrik (1)
Podcast-Sonderpreis Silberner Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 03.01.2020 21:19    Titel: Antworten mit Zitat

Mir geht es mit der von dir zitierten Stelle genauso, Lapidar.

Und mit den beiden ersten Absätzen wie dir, Johannes Jung.

Berni, hierzu, also zum Vorführen, fehlen mir Hinweise:

Zitat:
In meinen Augen führt der Text hier ein ganz oberflächliches, dümmliches LyrIch vor, das es leider durchaus zuhauf gibt.


Was ich wohl mit meinem ersten Beitrag hier meinte.

Und wenn, dann ist mir das zu simpel gemacht, und der Text bleibt eigentlich irrelevant.
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Berni
Geschlecht:männlichNebelpreisträger

Alter: 60
Beiträge: 2241
Wohnort: Südhessen (aus NRW zugelaufen)


BeitragVerfasst am: 03.01.2020 22:35    Titel: Antworten mit Zitat

Lapidar hat Folgendes geschrieben:

 Zum Werk selber:

ABER:
der Satz:
Zitat:
Kleines Mädchen ohne Brüste
zitiert den Sinn des Lebens,
erzählt mir Bullshit mit Senf.

Stößt mir sehr sehr sauer auf.

Er impliziert (wohl und hoffentlich unbewußt) dass, wenn das Mädchen Brüste hätte, es wohl ernster zu nehmen wäre.
Kleine Mädchen haben keine Brüste.

Dieser Satz fällt für mich persönlich unter die "unter der Gürtellinie"-Beleidigungen und Aussagen, wie zum Beispiel : "Du fette Sau", "Du blöde Lesbe", "Arschficker"...

Sorry: Aber Menschen, die jemanden aufgrund seiner Geschlechtszugehörigkeit oder ihres Aussehens direkt oder indirekt, die Qualifikation absprechen, einen Standpunkt zu vertreten, haben sich mit ihrer Aussage bei mir persönlich schon ins Aus gekickt.
Somit fällt es mir extrem schwer, dem Gedicht objektiv eine Chance zu geben.


Sag mal, Lapidar, verstehe ich es richtig, dass du meinst, der Autor vertritt den oben von dir zitierten Standpunkt? Sonst kann ich deine Aussage nämlich nicht verstehen? Dann hast du aber nach meiner Ansicht den Text ziemlich missverstanden.
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Berni
Geschlecht:männlichNebelpreisträger

Alter: 60
Beiträge: 2241
Wohnort: Südhessen (aus NRW zugelaufen)


BeitragVerfasst am: 03.01.2020 22:39    Titel: Antworten mit Zitat

firstoffertio hat Folgendes geschrieben:
Bei dir weiß ich oft nicht, ob ein Text Satire  der Ironie sein soll, oder ernst gemeint.


Das wird am Ende natürlich nur der Autor selbst beantworten können. Ich bin gespannt.
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Lapidar
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger

Alter: 57
Beiträge: 3043
Wohnort: in der Diaspora


BeitragVerfasst am: 03.01.2020 23:16    Titel: Antworten mit Zitat

Berni hat Folgendes geschrieben:
Lapidar hat Folgendes geschrieben:

 Zum Werk selber:

ABER:
der Satz:
Zitat:
Kleines Mädchen ohne Brüste
zitiert den Sinn des Lebens,
erzählt mir Bullshit mit Senf.

Stößt mir sehr sehr sauer auf.

Er impliziert (wohl und hoffentlich unbewußt) dass, wenn das Mädchen Brüste hätte, es wohl ernster zu nehmen wäre.
Kleine Mädchen haben keine Brüste.

Dieser Satz fällt für mich persönlich unter die "unter der Gürtellinie"-Beleidigungen und Aussagen, wie zum Beispiel : "Du fette Sau", "Du blöde Lesbe", "Arschficker"...

Sorry: Aber Menschen, die jemanden aufgrund seiner Geschlechtszugehörigkeit oder ihres Aussehens direkt oder indirekt, die Qualifikation absprechen, einen Standpunkt zu vertreten, haben sich mit ihrer Aussage bei mir persönlich schon ins Aus gekickt.
Somit fällt es mir extrem schwer, dem Gedicht objektiv eine Chance zu geben.


Sag mal, Lapidar, verstehe ich es richtig, dass du meinst, der Autor vertritt den oben von dir zitierten Standpunkt? Sonst kann ich deine Aussage nämlich nicht verstehen? Dann hast du aber nach meiner Ansicht den Text ziemlich missverstanden.

Ich gehe schon davon aus, dass jemand, ob er nun Gedichte schreibt oder Prosatexte, damit bis zu einem gewissen Punkt seine eigene Meinung ausdrückt.
Auch wenn das hier nicht der Fall ist, stößt mir die von mir monierte Wendung einfach sehr sauer auf.

Aber das mit der Lyrik ist so eine Sache... ähnlich wie mit Bildern...


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Christof Lais Sperl
Geschlecht:männlichHobbyautor

Alter: 58
Beiträge: 444
Wohnort: Hangover
Der silberne Roboter


BeitragVerfasst am: 04.01.2020 07:06    Titel: Wutzeilen Antworten mit Zitat

Das bearbeite Thema gehört für mich besser in den Bereich Prosa, genauer in die politisch-philosophische Essayistik. In jedem Fall ist es es wert, diskutiert zu werden.
Dazu sollte die gesamte Menschheitsgeschichte miteinbezogen werden. Das wäre meine persönliche Herangehensweise. Keinesfalls also möchte ich hier einen Diskursrahmen vorgeben.
Zum Text: Greta Kleinbrüstigkeit vorzuwerfen, ist allerdings in jedem Falle ungefähr genauso schlau, wie wenn ein imaginärer Beobachter beispielsweise sagte: „Gabriel, zu kannst zur Außenpolitik nichts sagen. Dein Schwanz ist zu dünn.“
Furor und Engagement bringen Texte weiter. Das bloße Abarbeiten an körperlichen Merkmalen aber ist billigste Münze. Da erwarte ich als denkender Mensch (bitte bitte) mehr intellektuellen Input.
Die Diskussion wird zeigen, was wir erwarten können- oder auch nicht.
Viele Grüße von CLS


_________________
Lais
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RAc
Schreiber-Lehrling


Beiträge: 132



BeitragVerfasst am: 04.01.2020 10:50    Titel: Antworten mit Zitat

Berni hat Folgendes geschrieben:
Lapidar hat Folgendes geschrieben:

 Zum Werk selber:

ABER:
der Satz:
Zitat:
Kleines Mädchen ohne Brüste
zitiert den Sinn des Lebens,
erzählt mir Bullshit mit Senf.

Stößt mir sehr sehr sauer auf.

Er impliziert (wohl und hoffentlich unbewußt) dass, wenn das Mädchen Brüste hätte, es wohl ernster zu nehmen wäre.
Kleine Mädchen haben keine Brüste.

Dieser Satz fällt für mich persönlich unter die "unter der Gürtellinie"-Beleidigungen und Aussagen, wie zum Beispiel : "Du fette Sau", "Du blöde Lesbe", "Arschficker"...

Sorry: Aber Menschen, die jemanden aufgrund seiner Geschlechtszugehörigkeit oder ihres Aussehens direkt oder indirekt, die Qualifikation absprechen, einen Standpunkt zu vertreten, haben sich mit ihrer Aussage bei mir persönlich schon ins Aus gekickt.
Somit fällt es mir extrem schwer, dem Gedicht objektiv eine Chance zu geben.


Sag mal, Lapidar, verstehe ich es richtig, dass du meinst, der Autor vertritt den oben von dir zitierten Standpunkt? Sonst kann ich deine Aussage nämlich nicht verstehen? Dann hast du aber nach meiner Ansicht den Text ziemlich missverstanden.


Strenggenommen ist es egal, ob es Satire ist oder die Meinung des Autors widerspiegelt (ausser dass man im zweiten Fall ein Ziel hätte, dem man mal so richtig die Meinung geigen könnte... Wink ). Vom literarischen her zählt eigentlich nur, ob die Perspektive a) schlüssig und b) gut umgesetzt ist. Das ist jedenfalls die Theorie...

Ich selber habe eine Menge Hochachtung und Sympathie für Greta T. und ihre Bewegung und sehe den Hauptteil der Kritik ihr gegenüber als Projektion der diffusen Selbstverachtung darüber an, selbst nichts für das Abwenden der Katastrophe zu tun.

Davon ungeachtet habe ich aber mit der Phrase "keine Brüste" keine so grossen Probleme. Aber das nur deswegen, weil die männliche Übersetzung davon NICHT wäre "dünner Schwanz," sondern "noch keine Haare auf den Eiern." Beides ist zwar eher grob und primitiv, drückt aber lediglich aus, dass es eine gewisse Lebenserfahrung braucht, um in der Erwachsenenwelt mitreden zu dürfen.

Fatalerweise ist die Implikation in Anbetracht der Klimakatastrophe nicht mehr wahr, weil uns alten Knackern die Lebenserfahrung nicht dabei geholfen hat, das Unheil abzuwenden. Im Umkehrschluss trifft deswegen das Absprechen der Kompetenz in Ermangelung der Lebenserfahrung nicht mehr ins Ziel.

Aber ganz falsch ist es trotzdem nicht. Es klingt zwar sehr altbacken, spiessig und Nachkriegsdeutsch, der Jugend zu sagen "kommt erstmal in mein Alter...," aber Serdar Somuncu hat auf der Anderen Seite mal sinngemäss gesagt "mit welchem Recht will mir ein Neubekehrter Deutscher Islamist, der sich Schamhaare ins Gesicht geklebt hat, etwas über den Islam erzählen? Ich bin in der Türkei aufgewachsen und habe mir mein ganzes Leben lang von uralten Knackern das Gehirn damit waschen lassen!"

Damit hat er auch Recht.

Ich denke, dass Greta Thunberg eigentlich keine grosse Lust hat, ihrer Elterngeneration den Marsch blasen zu müssen. Das sollten wir eigentlich selber machen, genau so wie "wir 68er" eigentlich unser Leben nicht selber von Null auf neuerschaffen wollten, aber in Anbetracht des Scherbenhaufens unserer Elterngeneration keine Wahl hatten.

Dieser Teil fehlt mir so ein bisschen im Gedicht. Die "reine Abrechnung" ist ein Teil der Medallie, aber der andere fehlt in meiner Lesart darin.
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Pickman
Geschlecht:männlichAutor

Alter: 52
Beiträge: 604
Wohnort: Diaspora


BeitragVerfasst am: 04.01.2020 19:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Cholyrika,

dann wollen wir mal. Versmaß, Reim und Rhythmus lasse ich mal beiseite. Davon verstehe ich nicht viel, und der Schuh passt schon an vielen anderen Stellen nicht.

Cholyrika hat Folgendes geschrieben:

Ich höre die Sternsinger
und verfluche diesen Gott,
der sich verpisst hat,
als es drauf ankam.
"Sternsinger" macht neugierig auf das Thema. Die starke Wertung danach macht neugierig auf die Gründe. Außerdem stellt sich die Frage: „Wann kam es worauf an?

Jesuskind mit
Weihrauch und Myrrhe beschenkt.
Solche Könige braucht kein Land.
Auch ein Gotteskind nicht.
Jetzt wird es unübersichtlich. Zu den menschlichen Sternsingern gesellen sich das Jesuskind/Gotteskind und Könige, die das Jesuskind mit Weihrauch und Myrrhe beschenken. Gold wird nicht genannt, aber das macht nichts, denn mit der Nennung der Sternsinger wird ausreichend klar, dass es sich um die so genannten heiligen drei Könige handelt. Von den drei Königen wird gesagt, dass kein Land sie brauche. Der anschließende Anakoluth „Auch ein Gotteskind nicht“, ist zweideutig. Er kann bedeuten sowohl: „Kein Land braucht ein Gotteskind“, als auch: „Kein Gotteskind braucht solche Könige“. Formulierungen von Typ „kein X braucht Y“ ist eine starke Abwertung von Y. Leider ist nicht ersichtlich, wem diese Abwertung gilt, nur den drei Königen oder auch dem Gotteskind. Der Leser erhofft sich Aufklärung über das Ziel und die Gründe der Verachtung und wendet sich dem nächsten Absatz zu.

Ich beobachte mal wieder
wie sich der Pulk zusammenrottet
Demonstriert für den Klimawandel,
gegen Rassismus,
für eine bessre Welt
und filmt sich dabei für den Blog.
Erbärmliche Selbstdarsteller.
Hier wechselt das Gedicht ins Surreale. Der Autor beobachtet zum wiederholten Male, wie Leute sich zusammenfinden, um für den Klimawandel, gegen Rassismus und für eine bessere Welt zu demonstrieren, was eine ganz außergewöhnliche Konstellation ist, denn wer gegen Rassismus und für eine bessere Welt antritt, fordert typischerweise Maßnahmen gegen den Klimawandel und nicht dafür. Die Begriffe „Pulk“ und „Zusammenrotten“ zeigen eine Abwertung an.
Die Demonstranten filmen sich, um die Öffentlichkeit des Internets zu nutzen. Der Autor nennt sie dafür „erbärmliche Selbstdarsteller“, eine starke Abwertung. Er verkennt bei seiner Kritik, dass es eine unverzichtbare Vorbedingung der Wirksamkeit von Protest in einer Demokratie ist, dass er eine möglichst große Öffentlichkeit erreicht. Wer mit Protest etwas erreichen will, muss zu allererst jemanden erreichen.


Kleines Mädchen ohne Brüste
zitiert den Sinn des Lebens,
erzählt mir Bullshit mit Senf.
Und die Könige bringen wieder Geschenke.
Redezeit schenken sie
und Kamerateams.
Sponsoren Katamarane
und baden sich in Anerkennung.
Nach dem Abwertungen der ersten Strophen darf „Kleines Mädchen“ getrost als weitere Abwertung verstanden werden: jung und weiblich, beides verstärkt durch „ohne Brüste“. Sie greift zu Fragen („Sinn des Lebens“), die eine Nummer zu groß für sie sind und die sie falsch („Bullshit mit Senf“) beantwortet.
Die „Könige“, die (s. o.) keiner braucht, beschenken sie dafür mit „Redezeit“ und „Kamerateams“.
Die letzten beiden Zeilen sind leider unverständlich. „Sponsoren“ ist keine Form des Verbs „sponsern“. Immerhin lässt die Nennung des Stichworts „Katamaran“ zusammen mit der Personenbeschreibung der ersten beiden Zeilen darauf schließen, dass es um die inzwischen 17jährige Greta Thunberg geht und die Diskussion darum, ob es eine Erderwärmung gibt, ob sie menschengemacht ist und ob sie schädlich ist. Mit der Behauptung, Greta rede „Bullshit“, werden diese Thesen, die von nahezu allen Fachexperten bejaht werden, ohne Begründung verworfen.


Ich scheiß auf die Welt,
wenn meine Tochter weint.
Ich scheiß auf die Welt,
wenn meine Nachbarn verhungern,
wenn Frauen vergewaltigt werden
und nach oben gestreckte Hände
sich im Spalier feiern.
Dem Autor ist die Welt egal, wenn seine Tochter weint, wenn sei Nachbar hungert, wenn Frauen vergewaltigt werden. Wer in den letzten beiden Zeilen gemeint ist, erschließt sich leider nicht.
Wenn es um Thunberg und die Welt geht, ist in der Regel die Erderwärmung gemeint. Mit dem Verweis auf die Tränen der Tochter usw. wird das Thema emotionalisiert und ein Gegensatz Tränen der Tochter etc. vs. Erderwärmung konstruiert, ohne auf die Sache einzugehen oder gar eine Abwägung vorzunehmen. Die wirtschaftlichen und sozialen Verwerfungen im Zuge einer fortschreitenden Erderwärmung werde nicht einmal angedeutet.


Soll sich das arme Mädchen
doch lieber in einen Teenie-Star
verlieben und verzweifelt
ihre Liebe in die Welt hinausposaunen.
Oder was weiß ich.
Ich jedenfalls habe zu tun.
Wichtiges.
Dies ist der Rat des Autors, Thunberg möge sich mit Dinge befassen, die seiner Meinung nach ihrem Geschlecht und ihrem Alter eher angemessen sind. Für ihn gebe es Wichtigeres.


Die ersten beiden Strophen werfen Fragen auf, die nicht beantwortet werden. Die zweite Strophe würdigt Protest, ob berechtigt oder nicht, zur eitlen Selbstdarstellung herab. Die dritte Strophe schießt gegen Thunberg (Argumentum ad hominem) und behauptet ohne jede Begründung, sie rede Unsinn. Dabei werden die Thesen für die Thunberg steht, ohne dass sie sie als erste aufgestellt hätte, nämlich dass es eine Erderwärmung gibt, dass sie menschengemacht ist und dass sie schädlich ist, nicht benannt. In der vierten Strophe werden Gegensätze und Emotionen eingeführt, die vom Kern des Themas ablenken. Die letzte Strophe schließt an die dritte an und reduziert Thunberg erneut auf ihr Geschlecht und ihr Alter.

Auf Ironie-Indikatoren bin ich in keiner Strophe gestoßen.

Entscheide selbst, ob Deine Lyrik dem Thema gerecht wird.

Cheers

Pickman


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"Damit sich alles erfüllt, damit ich mich weniger allein fühle, brauche ich nur noch eines zu wünschen: am Tag meiner Hinrichtung viele Zuschauer, die mich mit Schreien des Hasses empfangen." (Albert Camus: Der Fremde)
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Tula
Geschlecht:männlichAutor


Beiträge: 591
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BeitragVerfasst am: 07.01.2020 01:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

bissiger Text. Der dargestellte Lyrich entspricht genau dem Typ der ewigen Hasser, der sich in jeder "News"-Forum-Ecke" breitmacht, die eigentlich dafür gedacht ist, eine angemessene, sachliche Diskussion zu fördern. Neben jeder Art von fake news noch ein demokratischer Schuss ins eigene Knie.

Für eine Satire ist er mir zu "ernst". D.h. es ist so ernst wie die Realität, die sich aus nicht wenigen Mündern des sogenannten Volkes erbricht.

LG
Tula


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aller Anfang sind zwei ...
(Dichter und Leser)
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Berni
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Alter: 60
Beiträge: 2241
Wohnort: Südhessen (aus NRW zugelaufen)


BeitragVerfasst am: 10.01.2020 00:06    Titel: Antworten mit Zitat

@Herr Autor Michael Wink ,

es ist nun doch allmählich an der Zeit, dass du mal selbst Stellung beziehst. Ich habe mittlerweile nach all deinem Schweigen die Befürchtung, deinen Text doch völlig falsch interpretiert zu haben.

Treibst auch du mit auf der Anti-Greta-Welle? Ist ja immerhin populär, und viele sind erfolgreich damit. So populär, dass ein MeatLoaf (früher habe ich ihn gehört, ab heute nicht mehr!) von Gehirnwäsche spricht und in Rom baumelt an einer Brücke eine aufgehängte Puppe mit der Aufschrift „Greta is your God“. Wie krank sind wir mittlerweile?

Zu MeatLoaf hat sich die Jugendliche eindeutig und toll geäußert. Wer des kritischen Lesens fähig und darüber hinaus noch ein wenig offen ist für Denken, Nachdenken und andere Meinungen, der wird es gewiss im Internet finden und überdenken. Für alle Anderen wäre vielleicht Folgendes nicht uninteressant:

Gibts doch nicht!

Da sagt eine Jugendliche mit Asperger-Syndrom (Handicaps haben nicht nur Nachteile, bitte mal informieren!!!) die Wahrheit, die wir alle nicht gern hören, weil sie so unbequem ist, dass man ernsthaft umdenken und neu planen muss: Und schon drehen alle am Rad. Aber so leicht wird sie nicht zum Schweigen gebracht... Hut ab vor der heutigen Jugend, die anscheinend endlich wieder Arsch in der Hose und Rückgrat hat. Aber ob das reicht?

Wir sind doch nicht mehr zu retten ...
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Christof Lais Sperl
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Beiträge: 444
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Der silberne Roboter


BeitragVerfasst am: 10.01.2020 07:28    Titel: Berni Antworten mit Zitat

Gut gesagt, Berni. Man muss nicht alles an Greta gut finden. Doch offensichtlich ist Herr Michael am gepflegten Diskurs nicht interessiert.
Dabei gilt: Fortschritt entsteht durch Debatte. Was den „postpubertären Heldentenor“ anbelangt, vielleicht hat er Angst, dass er bald nicht mehr mit dem Privatjet fliegen darf?
Vlg Christof


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Lais
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