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Zwei Gedanken zur Aufgabe der Philosophie


 

 
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Patrick Schuler
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Alter: 25
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BeitragVerfasst am: 27.12.2019 22:27    Titel: Zwei Gedanken zur Aufgabe der Philosophie eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

1.
Die Welt und die Sachverhalte in der Welt, werden von uns erfahren. Diese Erfahrung nicht hinzunehmen, also Unzufriedenheit an ihr zu äußern, mithin Neugierde auf einen Sachverhalt der anders erfahren wird, ist die Grundlage jeder mit ernstem Interesse gestellten Frage. Unzufriedenheit am Bestehenden ( und sei es nur die Unwissenheit) und Neugierde das früher Geglaubte, oder nicht Gewusste, in ein neues Wissen aufzulösen, führt über den Zweifel zur Frage, in der selber sich die Unzufriedenheit am Bestehenden ausdrückt. Wer nun die Wirklichkeit, d.h., das Erfahrbare, mit einer Möglichkeit infrage stellt, die die Grenzen des Erfahrbaren übersteigen, äußert die Unzufriedenheit am Wirklichen selbst. Das Abstraktum, das als Möglichkeit eingeführt wird, wird aber nie in Relation zu eben jenen unendlich vielen anderen Möglichkeiten gesetzt, in denen die Wirklichkeit entweder bloß abstrakt, d.h, als Sprachspiel vorkommt, oder aber dessen Inhalt von der Wirklichkeit abweicht. Würde die möglichkeit des Möglichen aber all den unendlich denkbaren Möglichkeiten, des Denkbaren, und des nicht mehr Denkbaren entgegengestellt, so bräche sich die angenommene Möglichkeit auf ein Nullsummenspiel zusammen und als Operation bliebe nur das als Wirklich erfahrene und erfahrbare zurück. So könnte man zb. dem als möglich angenommenen Gott Pascal's, sofern er Person ist, d.h. Eigenschaften besitzt, eine Heerschaar an Variationen dieses Gottes gegenüberstellen, über deren Wahrscheinlichkeit man nichts auszusagen wüsste, da sie ein Abstraktum sein müssen, also die Wirklichkeit übersteigen und mithin bloß in Beziehung zu derselben gedacht werden können. Es hat also keinen Sinn eine Wette auf die Wahl des richtigen Gottes anzubieten, denn es lassen sich beliebig viele Götter denken und somit ist die Wahrscheinlichkeit richtig, oder falsch gewählt zu haben immer gleich groß - nämlich nicht zu ermitteln, ja nicht einmal anzunehmen. Die Aufgabe der Philosophie kann es nun nur sein, auf den Mangel an der Wirklichkeit hinzuweisen, nicht aber Antworten zu liefern in denen die Wirklichkeit verzerrt, oder umgedreht erscheint.

2.
Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile, sagt Aristoteles. Ich glaube nicht daran, das Ganze ist nur für das bewertende Leben mehr als die Summe seiner Teile, niemals objektiv. Im Grunde nicht einmal das, denn was soll das Ganze außerhalb einer sprachlichen Bewertung, der Beziehung zwischen Subjekt und Objekt/Subjekt sein? Die Philosophie ist im Wesentlichen Sprachspiel, denn weder der Sinn, noch der Unsinn, Ziel, Plan, Zweck, das Ganze, das Volkommene, oder das Unvollkommene, sind mehr als bloße Beschreibungen eines Verhältnisses von Subjekten zu der Wirklichkeit, sie sind nie die Wirklichkeit selber, die Wertfrei dasteht und es auf alle Zeiten bleibt. Fragen wir zb. wie aus dem Nichts etwas werden konnte, so ist die Frage völlig schwachsinnig, denn wir leiten aus Gewohnheit das Nichts von der Grammatik ab, als zeitliches Kontinuum aus dem etwas werden, oder nicht werden konnte. Selbst sein Gegenteil, indem wir das Nichts als etwas definieren das nie stattgefunden hat, ist ein reines Sprachspiel, denn wir negieren die Grammatische Operation bloß. Ein anderes Beispiel, ist der Umgang mit den Naturgesetzen, letzens hörte ich doch jm. sagen, die Kausalität sei ein Naturgesetz, dem alle Dinge in der Wirklichkeit unterworfen wären. Das ist Unsinn, denn es behandelt die Kausalität als Subjekt, weil wir gedrängt werden es sprachlich als solches zu fassen, in Wirklichkeit ist der kausale Zusammenhang nur die Beschreibung der notwendigen Bewegung der Dinge durch Raum und Zeit, nicht aber etwas, das an sich existiert. Oder wir verwechseln Strukturbildungen mit Plänen und Zwecken. So könnte man sagen, der DNA sei ein Bauplan eingelegt, nach-dem sich der Körper herausbildet und vergisst dabei, dass ein Plan einen Planenden vorrausetzt und wir von bloßer Strukturbildung sprechen können. So geht es munter weiter, ständig bestimmt unser sprachliches Verhältnis zur Realität das Bild von derselben. Die Aufgabe der Philosophie kann es nur sein, diejenigen Fragen zu ermitteln die entweder im rein existentiellen Rahmen gestellt werden, oder aber die Fragen herauszufiltern, die rein operativ das Wirkliche und nicht das bloße Spiel mit und von Begriffen beinhalten.



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"Issa"
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Patrick Schuler
Geschlecht:männlichAutor

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Beiträge: 542



BeitragVerfasst am: 28.12.2019 13:58    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Zwei kurze Anmerkungen: es ist erstens ein bischen zu kompliziert geschrieben, ich konnte es leider nicht deutlicher auf den Punkt bringen, dass es sich stellenweise zu hochgestochen anhört, ist mir bewusst, dennoch sollte der Gedanke zu erfassen sein. Zweitens: die Zeichensetzung dürfte eine einzige Katastrophe sein, das kann ich leider wirklich nicht besser, ich versuch's seit Jahren und krieg es einfach nicht hin Rolling Eyes

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RAc
Schreiberling


Beiträge: 209



BeitragVerfasst am: 28.12.2019 15:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Patrick,

ich bin mir nicht sicher, ob ich verstehe, was Du mit diesem Text eigentlich sagen willst. Ich sehe darin inhaltlich Nichts, was ich (in meinem laienhaften Verständnis über die Philosophie) nicht schon gewusst hätte, z.B. eben dass sich die Philosophie selbst versteht als die Disziplin, die mit Anderen Wergzeugkisten die Lücken der Anderen Wissenschaften auszufüllen versucht (Standardbeispiel: Wo die mathematische Logik sich selbst als unfähig bewiesen hat, alle wahren Sätze formal zu deduzieren, entstehen Löcher, die durch sie selber nicht mehr gefüllt werden können).

Ich sehe ein paar logische Probleme in deiner Argumentation, z.B. setzt Du die Wirklichkeit und das Erfahrbare gleich. Dazu müsste man aber erstmal die beiden Begriffe definieren. Wenn man die umgangssprachliche Bedeutung von "Erfahrbar" zu Grunde legt, sind einige Aspekte der Wirklichkeit (z.B. der genetische Raum oder umgekehrt astronomische Dimensionen) nicht erfahrbar, sehr wohl aber erforschbar, nachvollziehbar, reproduzierbar und manipulierbar. Das hiesse aber im Umkehrschluss, dass Du eine andere Semantik entweder der Wirklichkeit oder dem Begriff des Erfahrbaren zuordnen musst.

Die Aufgabe der Philosophie kann es nun nur sein, auf den Mangel an der Wirklichkeit hinzuweisen, nicht aber Antworten zu liefern in denen die Wirklichkeit verzerrt, oder umgedreht erscheint.

Der Satz reicht für mich im Prinzip aus, um den ersten Punkt zu machen: Die Philosophie füllt die Lücken des Unerforschbaren, hat aber keinen Freibrief, mit der Wirklichkeit inkompatible Ergebnisse zu erzielen. Den Zusammenhang mit dem Götterdilemma sehe ich hier aber nicht notwendigerweise.

Die Aufgabe der Philosophie kann es nur sein, diejenigen Fragen zu ermitteln die entweder im rein existentiellen Rahmen gestellt werden, oder aber die Fragen herauszufiltern, die rein operativ das Wirkliche und nicht das bloße Spiel mit und von Begriffen beinhalten.

Das gefällt mir auch gut und steckt den Rahmen der Philosophie in die Andere Dimension ab: Was immer sie tut, darf keine Beschäftigung mit sich selbst sein.

Mit komplexen und hochgestochenen Sätzen habe ich in diesem Zusammenhang erstmal keinen Stress, da der Gegenstand der Philosophie ja gerade die Fragen sind, die für die empirischen Wissenschaften zu komplex sind; philosophische Texte müssen also per Definition im abstrakten Raum spielen.

Allerdings ist es meiner Meinung nach gerade dann vonnöten, die Regeln der Sprache peinlich genau einzuhalten, um das Verständnis der ohnehin komplexen Materie nicht noch weiter zu erschweren. Ich muss z.B. beim folgenden Satz die Fahnen streichen:

So könnte man zb. dem als möglich angenommenen Gott Pascal's, sofern er Person ist, d.h. Eigenschaften besitzt, eine Heerschaar an Variationen dieses Gottes gegenüberstellen, über deren Wahrscheinlichkeit man nichts auszusagen wüsste, da sie ein Abstraktum sein müssen, also die Wirklichkeit übersteigen und mithin bloß in Beziehung zu derselben gedacht werden können.

Nach mehrmaligem Lesen glaube ich zu verstehen, dass das "sie" sich auf die Indivuen der Heerschar an Variationen bezieht. Das ist aber grammatikalisch mehrfach problematisch, da die Heerschar an sich singulär ist und die Auflösung in ein Plural nur impliziert ist. Wenn sich aber alle im Plural abgefassten Konstrukte dieses Satzes auf die Masse der verschiedenen denkbaren Götter beziehen, ist der letzte Teilsatz "und mithin bloß in Beziehung zu derselben [der Wirklichkeit] gedacht werden können" komplett inhaltsleer, außer Du legst eine sehr enge Auslegung des Wortes "Beziehung" zu Grunde.

Aber möglicherweise lese ich deinen Text komplett Anders, als er gedacht ist?...
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Babella
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Alter: 57
Beiträge: 700

Das goldene Aufbruchstück Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 28.12.2019 17:37    Titel: Antworten mit Zitat

„Wer es nicht einfach und klar sagen kann, der soll schweigen und weiterarbeiten, bis er es klar sagen kann.“ (Popper)

Ich frage mich, warum ich diesen verschwurbelten Text lesen soll. Es zeigt sich auch wieder einmal, wie hilfreich korrekte Kommasetzung ist. Ich bemühe mich gar nicht erst, solche Texte zu verstehen. Schon der erste Satz schickt mich in die Wüste, der zweite macht es noch schlimmer.  Liegt auch an den Kommafehlern. Was willst du sagen? Dass man sich manchmal fragt, ob es auch anders geht? Dafür dieses Geschwafel? Ich überfliege den Rest und klicke weiter.

Sorry für meine Ungehaltenheit, aber das geht für  mich gar nicht.
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Pickman
Geschlecht:männlichAutor

Alter: 53
Beiträge: 608
Wohnort: Diaspora


BeitragVerfasst am: 28.12.2019 17:54    Titel: Re: Zwei Gedanken zur Aufgabe der Philosophie Antworten mit Zitat

Lieber Patrick Schuler,

das liest sich doch schon viel besser, als "von den Verächtern des Autors". Dann wollen wir mal.

Patrick Schuler hat Folgendes geschrieben:
1.
Die Welt und die Sachverhalte in der Welt Wo ist der Unterschied zwischen der Welt und ihren Sachverhalten? Ich sehe keinen., werden von uns erfahren Jeder einzelne Sachverhalt? Das kann ich mir kaum vorstellen. Oder meinst Du es anders herum: Was nicht von uns wahrgenommen wird, ist nicht Teil der Welt?. Diese Erfahrung nicht hinzunehmen Was genau wird nicht hingenommen? Die Erfahrung als Vorgang oder der Inhalt der Erfahrung, also eine Aussage über einen Sachverhalt?, also Unzufriedenheit an ihr zu äußern Ist Robinson mit seiner Einsamkeit nur dann unzufrieden, wenn er diese Unzufriedenheit äußert?, mithin Neugierde auf einen Sachverhalt der anders Anders als was? erfahren wird, ist die Grundlage jeder mit ernstem Interesse gestellten Frage. Darf ich das so zusammenfassen:
Die Unzufriedenheit mit meinem Wissen führt zu Fragen?
Unzufriedenheit am Bestehenden ( und sei es nur die Unwissenheit) und Neugierde das früher Geglaubte, oder nicht Gewusste, in ein neues Wissen aufzulösen, führt über den Zweifel zur Frage, in der selber sich die Unzufriedenheit am Bestehenden ausdrückt. Wer nun die Wirklichkeit, d.h., das Erfahrbare, mit einer Möglichkeit infrage stellt, die die Grenzen des Erfahrbaren übersteigen, äußert die Unzufriedenheit am Wirklichen selbst. Das Abstraktum, das als Möglichkeit eingeführt wird, wird aber nie in Relation zu eben jenen unendlich vielen anderen Möglichkeiten gesetzt, in denen die Wirklichkeit entweder bloß abstrakt, d.h, als Sprachspiel Wenn Du philosophische Fachbegriffe verwendest, schließt du zahlreich Leser aus. vorkommt, oder aber dessen Inhalt von der Wirklichkeit abweicht. Würde die möglichkeit des Möglichen aber all den unendlich denkbaren Möglichkeiten, des Denkbaren, und des nicht mehr Denkbaren entgegengestellt, so bräche sich die angenommene Möglichkeit auf ein Nullsummenspiel zusammen und als Operation bliebe nur das als Wirklich erfahrene und erfahrbare zurück. So könnte man zb. dem als möglich angenommenen Gott Pascal's Namedropping hält Leser auf Distanz. Wenn das nicht Deine Absicht ist, lass es sein., sofern er Person ist, d.h. Eigenschaften besitzt, eine Heerschaar an Variationen dieses Gottes gegenüberstellen, über deren Wahrscheinlichkeit man nichts auszusagen wüsste, da sie ein Abstraktum sein müssen, also die Wirklichkeit übersteigen und mithin bloß in Beziehung zu derselben gedacht werden können. Es hat also keinen Sinn eine Wette auf die Wahl des richtigen Gottes anzubieten, denn es lassen sich beliebig viele Götter denken und somit ist die Wahrscheinlichkeit richtig, oder falsch gewählt zu haben immer gleich groß - nämlich nicht zu ermitteln, ja nicht einmal anzunehmen. Die Aufgabe der Philosophie kann es nun nur sein, auf den Mangel an der Wirklichkeit hinzuweisen, nicht aber Antworten zu liefern in denen die Wirklichkeit verzerrt, oder umgedreht erscheint.

2.
Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile, sagt Aristoteles. Wenn Du diese Aussage zum Ausgangspunkt Deiner Untersuchung machst, solltest Du sie erklären. Die wenigsten werden jetzt die "Metaphysik" aus dem Regal ziehen und sich die Details durchlesen. Auch ich werde das jetzt nicht tun, sondern zwei Gleichsetzungen vornehmen: Die Teile der Welt sind die Gegenstände in der Welt; das "mehr", das hinzukommt, um die Welt vollständig zu beschreiben, sind die Zusammenhänge zwischen diesen Teilen. Ich glaube nicht daran, Fängt hier ein neuer Satz an? das Ganze ist nur für das bewertende Leben mehr als die Summe seiner Teile, niemals objektiv. Wo siehst Du den Unterschied zwischen objektiv und subjektiv, wenn die Wahrnehmng eines Sachverhalts durch ein Subjekt ("das bewertende Leben") die Voraussetzung seiner Existenz ist? Im Grunde nicht einmal das, denn was soll das Ganze außerhalb einer sprachlichen Bewertung, der Beziehung zwischen Subjekt und Objekt/Subjekt sein? Die Philosophie ist im Wesentlichen Sprachspiel, denn weder der Sinn, noch der Unsinn, Ziel, Plan, Zweck, das Ganze, das Volkommene, oder das Unvollkommene, sind mehr als bloße Beschreibungen eines Verhältnisses von Subjekten zu der Wirklichkeit, sie sind nie die Wirklichkeit selber, die Wertfrei dasteht und es auf alle Zeiten bleibt. Fragen wir zb. wie aus dem Nichts etwas werden konnte, so ist die Frage völlig schwachsinnig, denn wir leiten aus Gewohnheit das Nichts von der Grammatik ab, als zeitliches Kontinuum aus dem etwas werden, oder nicht werden konnte. Selbst sein Gegenteil, indem wir das Nichts als etwas definieren das nie stattgefunden hat, ist ein reines Sprachspiel, denn wir negieren die Grammatische Operation bloß. Ein anderes Beispiel, ist der Umgang mit den Naturgesetzen, letzens hörte ich doch jm. sagen, die Kausalität sei ein Naturgesetz, dem alle Dinge in der Wirklichkeit unterworfen wären. Das ist Unsinn, denn es behandelt die Kausalität als Subjekt, weil wir gedrängt werden es sprachlich als solches zu fassen, in Wirklichkeit ist der kausale Zusammenhang nur die Beschreibung der notwendigen Bewegung der Dinge durch Raum und Zeit, nicht aber etwas, das an sich existiert. Oder wir verwechseln Strukturbildungen mit Plänen und Zwecken. So könnte man sagen, der DNA sei ein Bauplan eingelegt, nach-dem sich der Körper herausbildet und vergisst dabei, dass ein Plan einen Planenden vorrausetzt und wir von bloßer Strukturbildung sprechen können. So geht es munter weiter, ständig bestimmt unser sprachliches Verhältnis zur Realität das Bild von derselben. Das mag auf den ersten Blick so aussehen. Aber in dem Moment, in dem Du mit den Mitteln der analytischen Philosophie die logischen Defizite der Grammatik aufdeckst, beseitigst Du diese Fehlschlüsse und korrigierst unsere Sicht auf die Welt. Die Aufgabe der Philosophie kann es nur sein, diejenigen Fragen zu ermitteln die entweder im rein existentiellen Rahmen gestellt werden, oder aber die Fragen herauszufiltern, die rein operativ das Wirkliche und nicht das bloße Spiel mit und von Begriffen beinhalten.


Der erste Absatz scheint mir recht leicht zusammenzufassen zu sein: Wo die Empirie aufhört, fängt die Philosophie an.

Nun zum zweiten Absatz: Die Philosophie untersucht ihr Werkzeug: die Sprache.

Dein Text weist in die richtige Richtung, aber wenn er allgemein verständlich sein soll, dann musst Du nicht nur öfter in den Duden gucken. Wittgenstein ist kein geeignetes literarisches Vorbild.

Liebe Grüße

Pickman


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Patrick Schuler
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BeitragVerfasst am: 31.12.2019 13:03    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo ihr Lieben smile

Erstmal vielen Dank für eure Kommentare. Ich werde spätestens morgen darauf eingehen, ich muss erstmal die Zeit finden darüber nachzudenken smile

L.G und bis spätestens morgen
Patrick


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"Issa"
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Patrick Schuler
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BeitragVerfasst am: 01.01.2020 18:43    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo RAc und Pickman


Mir ging es gerade darum, dass die Philosophie nicht als Lückenfüller taugt. Wo die mathematische und exakte wissenschaftliche Bestimmung von Dingen, Eigenschaften und Theorien aufhört, hört auch die Philosophie auf.
Ich will nicht leugnen, dass es philosophische Probleme gibt. Es gibt ethisch moralische Fragen, logische und existenzielle Probleme. Da wo es aber um die Bestimung von Tatsachen geht, also klaren Seinsaussagen, muss die Philosophie, sofern sie nicht bloß mit den Mitteln der Mathematik und der empirischen Forschung arbeiten möchte, Inhalte in ihr Denken aufnehmen, die nicht bloß objektiv nicht gegeben sind, sondern in einem gewissen Sinne das Erfahrbare übersteigen. Unter dem Erfahrbaren verstehe ich alles, von dem ich wissen kann, dass es empirisch überprüfbar ist und den Überprüfungen standhält. Nicht direkt überprüfbares ist deswegen natürlich nicht notwendigerweise unwirklich, Geist zum beispiel ist ein Problemfeld. Aber darauf möchte der Text ja hinaus, sobald ich eine nicht empirisch oder mathematisch exakt zu überprüfende Aussage tätige, begebe ich mich mit meiner Argumentation auf die Ebene einer Möglichkeit, die entweder überprüfbar ist, oder aber einen transzendenten, nicht überprüfbaren Inhalt enthält. Der transzendente Inhalt hat aber immer alle anderen möglichen Inhalte, die nicht überprüfbar sind sich gegenüberstehen. Ich kann mit einer Transzendenten Argumentation nur von der Ebene (wirklich) auf die Ebene (idee) schließen um von der zweiten Ebene aus, die erste zu erklären, und das auch scheinbar erfolgreich, aber eben nur indem ich alle anderen denkbaren, auch absurden Möglichkeiten ausschließe. Daher die Pascalsche Wette, die einen Gott, der Tod, Pest und Cholera ist und alle die bestraft die sich christlich meinen, einfach ausschließt, ohne befriedigend erklären zu können warum eigentlich. Ich will also das Denken kritisieren, das von einem wirklichem Problem in die (sagen wir mal) in die Metaphysik abrutscht um von dieser wieder auf die Wirklichkeit zu schließen und dabei außer acht lässt, dass jeder metaphysischen Annahme unendlich viele andere solcher Annahmen gegenüberstehen. Dabei gibt er sich noch den Anschein der Logik weil die Idee und das Problem in logischer Beziehung stehen. Aber jetzt zu dem, was der erste Teil wirklich will: wenn ich nun die Realität in die Metaphysik überführe, in dem ich die realen Probleme in ihr lösen möchte, also z.b. meine Sterblichkeit in ein ewiges Leben auflöse, sollte es nicht die Aufgabe der Philosophie sein über ein ewiges Leben nachzudenken, sondern darauf hinzuweisen, das der Mensch an seiner Sterblichkeit leidet und Alle Antworten immer nur auf dem Boden des Umsetzbaren, des Praktischen geben.

Dass erstmal zum ersten Teil. der zweite folgt ...


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Pickman
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BeitragVerfasst am: 07.01.2020 18:19    Titel: Antworten mit Zitat

Passt in etwa, aber der Stil dürfte philosophisch untrainierte Leser abschrecken.

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Christof Lais Sperl
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BeitragVerfasst am: 08.01.2020 09:40    Titel: Sächsischer Katastrophen-Apostroph Antworten mit Zitat

Du schreibst „Pascal's“. Das ist bitter. Meintest du Pascals? Kurz vorher ist auch zum Beispiel falsch abgekürzt.
LG, C


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Patrick Schuler
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BeitragVerfasst am: 10.01.2020 01:25    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Oh. Ja, ich meine "Pascals". Ich habe eine Rechtschreibschwäche und bemühe mich wie ein Bekloppter darum, möglichst wenig Fehler zu machen, aber es gelingt mir einfach nicht. Ich habe schon mehr als genug damit zu kämpfen, die Worte richtig zu schreiben, aber die Arbeit sieht ja niemand, deswegen ist das dauernde Rumgehacke auf den übriggebliebenen Fehlern nur die halbe Wahrheit und es macht mich wahnsinnig, dass darauf derart borniert herumgehackt wird. Ich kann es nicht besser und ich versuche es wirklich, was soll ich machen? Mein Hobby deswegen aufgeben?

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Patrick Schuler
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BeitragVerfasst am: 23.01.2020 21:13    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Tja, nach langem hin und her, dem Versuch den zweiten Teil mal verständlicher auszudrücken, gebe ich erstmal auf. Ich kriegs nicht hin und solange ich das nicht hinbekomme, hat es wohl wenig Sinn es weiter erklären zu wollen. Ich werde wohl in Zukunft ein bischen an meiner Ausdrucksweise arbeiten müssen, wenn ich verstanden werden möchte.

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Minnewall
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BeitragVerfasst am: 26.01.2020 02:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Patrick!

Ich bin ein großer Fan von dir. Warum? Einfach deshalb, weil du liebst, was du tust -- ein Tanz des Tanzes willen, wenn man so will. Der verschriftlichen Philosophie liegt oft zugrunde, dass sie auf Kosten vermeindlicher Korrektheit viel von dem nimmt, was sie zu geben versucht: Klarheit. Wenn es dir um die Idee geht, darum, das sie verstanden wird, dann gib Alltagsbeispiele. Versuche, die Idee so zu formulieren, dass ein Drittklässler sie begreifen würde. Vielleicht sagt dir die Feynman-Metode etwas. Hier ein Video:

https://www.youtube.com/watch?v=_f-qkGJBPts
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Patrick Schuler
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Beiträge: 542



BeitragVerfasst am: 27.01.2020 21:14    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Oh Dankeschön, Minnewall smile

Das Video werde ich mir in einer ruhigen Minute mal zu Gemüte führen. Über dein Lob hab ich mich sehr gefreut.

L.G dir
Patrick


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Orschi
Geschlecht:männlichSchreiberassi


Beiträge: 73
Wohnort: Baden (bei Karlsruhe/Rhein)


BeitragVerfasst am: 17.02.2020 12:26    Titel: Antworten mit Zitat

Sorry, hatte im Nebenfach Philosopie, aber ich scheitere intellektuell an den ersten Zeilen.
Ich könnte nur raten - aber dazu habe ich immer weniger Lust
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