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Wenn das Projekt zu groß für potentielle Verlage ist

 
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Olympus Mons
Geschlecht:männlichSchreiberassi


Beiträge: 35



BeitragVerfasst am: 10.12.2019 00:34    Titel: Wenn das Projekt zu groß für potentielle Verlage ist eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Moin zusammen,


meist ist es doch so: der Autor ist ein ganz kleiner Bittsteller, der, sofern er nicht mit dem Verlagschef verwandt oder verschwägert, Ehegespons eines Mitarbeiters in gehobener Position oder dessen Golf- oder Tenniskumpel ist, nur dann Gehör findet, wenn er denn einen Zwischenhä... ähem, Agenten zwischenschaltet.

Wenn ich ehrlich bin - auch, wenn ich hier viel Inspiration und gute Infos erhalten habe, bin ich nicht so gerne in diesem Forum. Hier schwingt mir ob der oben genannten Tatsachen einfach viel gedrückte Stimmung mit. Dennoch gebe ich auch ich mal was zum Thema Leid und Lust zum besten.

Aber von vorne! Ich befasse mich seit etlichen Jahren mit Volkssagen aus Schlesien und Mähren und habe etliches an Material zusammengetragen. Ich dachte mir, wenn ich mal alt und grau bin, dann mache ich eine schöne Sagensammlung daraus. Nun, ich werde immer grauer, aber so alt bin ich noch nicht. Und da es ebenso Fakt ist, dass man als Neuling im Autorengeschäft sehr gerne ohne nähere Prüfung in die Rundablage P geschoben wird und ich in einem völlig anderen literarischen Themenbereich einiges in Petto (teils fertig) habe - was ich aber nicht für lau verschleudern werde - sah ich es als sinnvoll an, ein wenig umzudisponieren und strategisch vorzugehen. Konkret hieß das, dass ich die Sagensammlung - mein "Irgendwann mal-Altersprojekt" - vorziehe, einen Verlag dafür finde, somit als Autor keine unbekannte Nummer mehr bin.

Nun sind Sagen für die großen Verlage eher weniger interessant. Dafür braucht es auf das Thema ehem. Ostgebiete spezialisierte Verlage, die bis in die 80er Jahre in Westdeutschland relativ zahlreich am Markt vertreten waren, es heute aber nicht mehr sind. Nichtsdestotrotz hatte ich ein halbes Dutzend potentieller kleiner und spezialisierter Verlage durch das Wälzen aller möglicher Verlagsverzeichnisse ausfindig machen können. Ich merke an: keine DKZV!

Von Zweien kam kein Feedback.

Nummer Drei sah hierfür keinen Markt, weil man sich mit einen ähnlichen, lokal geprägten Thema bereits einen Ladenhüter ins Nest gelegt hatte (lokal geprägt hieß in dem Fall eine Abdeckung von einer Handvoll Landkreise eines Bundeslandes und nicht mehrerer 10.000 km² einst deutscher Gebiete).

Nummer Vier sah sich ob des Umfangs überfordert, bzw zu großes Risiko. Und ja, ich gebe es zu, das Projekt hat eine gewisse Größe: es geht letztlich um zwei Bände, die jeder für sich um die 1500 Normseiten haben. Aber so ist das nunmal - was ich mache, mache ich richtig und ganz gewiss keinen hundersten Abklatsch einer 120-seitigen Broschüre Best of schlesische Sagen. Ich habe dabei alle relevanten Themenbereiche bedient und die einzelnen Varianten innerhalb dieser Themenbereiche in all ihren Facetten behandelt. Hätte ich Material hineingenommen, dass sich nur in Orten und Personen unterscheidet, in Kern der Geschichte aber gleich ist, hätte ich den vorhandenen ~ 3000 Normseiten locker weitere 1500 Normseiten hinzufügen können.
Aber zurück zu Nummer Vier. Man bot mir an, die Bände in das Verkaufsprogramm des Verlags aufzunehmen, wenn ich denn einen geeignten Verlag dafür gefunden habe.

Nummer Fünf zeigte sich ebenfalls interessiert und sparte genausowenig an Lob. Doch sah man sich wegen einer Finanzierungslücke außerstande, das Projekt anzugehen. Nachvollziehbar, da man dort mit Druckerzeugnissen landesweit expandierte und das sicher nicht für umme zu haben war. Ob die mir genannte Summe in Bereich niedrigen bis mittleren vierstelligen Zahl ein indirekter Hinweis war, mich in deren Höhe zu beteiligen, lasse ich mal offen stehen. Auf alle Fälle würde man mein Werk auch in das Verkaufsprogramm aufnehmen, wenn ich es denn anderweitig unterbringen kann.

Nummer Sechs ebenfalls sehr interessiert und auch hier wurde nicht mit Lob gespart. Die anerkennenden Worte waren in keinem der Fälle schnöde Textbausteine. Da auf Details eingegangen wurde, kann ich davon ausgehen, dass die Manuskripte durchgesehen wurden.
Man müsse über Illustration nachdenken und die Kosten werden bei dem Umfang hoch sein. Gegen Illustration habe ich nichts einzuwenden, ich bat ja darum, dies zu prüfen, zumal mir kein geeignetes Material hierzu zur Verfügung steht.
Ob ich denn eine Idee hätte, das Ganze kalkulierbarer zu machen? Beispielsweise eine verbindliche Abnahme einer gewissen Stückzahl.

Nummer Sieben hat das Programm auf Eigengewächse eingedampft, was im Bedarfsfall schnell und kostengünstig nachgedruckt werden kann und nimmt leider nichts Neues mehr auf - da kam ich genau ein Jahr zu spät!

Herrgottnochmal. Da stelle ich in jahrelanger Kleinarbeit was auf die Beine, was meine eigenen Erwartungen übertroffen hat. Da finde ich potentielle Verlage als Partner, was schon eine Suche nach der Nadel im Heuhaufen war. Da wird mir von zwei Verlagen die Aufnahme ins Verkaufsprogramm zugesagt. Nicht nur von dort, sondern auch von anderen Stellen wird mir Werbung für die Bücher zugesagt. Aber veröffentlichen will keiner so recht.

Und nun? Soll ich mich nun doch bei Publikumsverlagen mit der Rundablage P als - igitt, igitt - unbeschriebenes (Autoren)Blatt demütigen lassen? Soll ich mir einen Agenten ans Bein binden, wo ich doch Zwischenhändler nicht haben will. Und falls doch - auf wen ist Verlass? Die Listen sind lang und versprechen tun sie alle was.

Ich wollte mit der Sache eigentlich ein bisschen Geld verdienen, da ich regulär leider nur Teilzeit arbeiten kann - jetzt soll ich stattdessen auf indirektem Wege Geld bringen. Ich kann nur meine Kontakte zu diversen Heimatkreisen spielen lassen und hoffen, dass ich eine erkleckliche Menge an Abnahmezusagen für deren Shops generieren kann, damit Nummer Sechs oder ggf Nummer Fünf planen kann. Doch wie lange soll das alles wieder dauern? Ich bin kein ungeduldiger Mensch und ich weiß, dass im Verlagsgeschäft, so es nicht gerade um die Tageszeitung geht, als kleinste Einheit bis zur Veröffentlichung in Monaten gerechnet wird. Oder um es mit Zynismus auszudrücken: ich möchte den möglichen Verdienst gerne selbst ausgeben und nicht meinen Erben überlassen.

Da erlebst was auf dieser Welt, das ist manchmal echt ein Irrenhaus...


MfG
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Thomas74
Geschlecht:männlichHobbyautor

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Beiträge: 461
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BeitragVerfasst am: 10.12.2019 06:28    Titel: Antworten mit Zitat

Wie wärs, erstmal kleine Brötchen zu backen, um sich überhaupt "einen Namen" zu machen? Also einzelne Geschichten daraus in den verschmähten Lokalausgaben zu veröffentlichen, ein schlankes Taschenbuch mit 100 Seiten anzubieten usw?
Sollte sich das wie geschnitten Brot verkaufen, kannst du mit deinem Lebenswerk um die Ecke kommen.
Was wäre denn überhaupt deine Zielgruppe?


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Kiara
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Alter: 40
Beiträge: 989
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BeitragVerfasst am: 10.12.2019 07:34    Titel: Antworten mit Zitat

Für mich liest sich das so, als würde keiner der von dir beschriebenen Verlage das Risiko deines Projekts tragen wollen - so nett sich alle Absagen auch anhören mögen.

Erstmal: Ein tolles Projekt hast du da am Start, gratuliere!

Die Kosten für ein solches Projekt mit zwei derartigen "Wälzern" sind immens. Dafür kann man auch einen schönen Verkaufspreis verlangen, insbesondere mit den angesprochenen Illustrationen. Ein Werk für die Ewigkeit könnte es werden, zwei Bände, die man sich zu Weihnachten schenkt, wenn man bspw. Verwandte aus den betroffenen Gebieten hat. Daher sehen manche Verlage dort gute Umsatzmöglichkeiten - wenn die Bände denn fertig sind.

Nach dem Motto: Trägt das Risiko jemand anderes (ein anderer Verlag oder du selbst) dann nehmen wir gerne ein Stückchen des Kuchens, aber selbst investieren? Nein, danke.


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- Das Mahnmal (2019)
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BlueNote
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Beiträge: 6921
Wohnort: NBY
Ei 4



BeitragVerfasst am: 10.12.2019 07:49    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke auch, dass der Umfang der Werke das Problem ist. Verlage lieben Bücher (von Erstlingsautoren), die genau 350 Seiten haben. Davon sind deine beiden Werke ja weit entfernt. Vielleicht darf es bei dem Sagenprojekt ja etwas mehr sein. 1500 Seiten sind aber schon hart! Zumindest für einen "kalkulierenden" Verlag - dem es im Grunde nur ums Geld geht (mit dem Wunsch, Geld zu verdienen, stehst du also nicht alleine da).
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Stefanie
Dichter und Denker


Beiträge: 1150



BeitragVerfasst am: 10.12.2019 09:33    Titel: Re: Wenn das Projekt zu groß für potentielle Verlage ist Antworten mit Zitat

Hallo Olympus Mons,

Andeutungen, wieviel du zusteuern bzw. mindestens abnehmen müsstest, damit das Buch erscheint, klingen für mich nach DKZV mit geschicktem Marketing.

Aber etwas ganz anderes: Ein Buch mit 1500 Seiten wiegt etwa drei Pfund. Das ist schwer zu halten und schon deshalb unangenehm zu lesen. Ein dicker Ken Follett-Wälzer hat etwa 1000 Seiten. Jetzt stell dir nochmal die Hälfte Umfang dazu vor. Um es überhaupt für Leser attraktiv zu machen, solltest du es eh in mehrere kleiner Werke unterteilen. Und da böte es sich an, erst eins in handelsüblicher Dicke herauszubringen und bei entsprechendem Erfolg die nächsten Bände nachzulegen. Da es sich um einzelne Sagen handelt, sollte kein allzu großes Problem sein.
Was die großen Verlage angeht: Klar riskiert man Absagen, wenn man es da versucht, aber man bekommt auch die Chance auf eine Zusage. Das ist ein üblicher Prozess und besser zu verkraften, wenn man das nicht persönlich nimmt.
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Bunt Speck
Geschlecht:männlichHobbyautor


Beiträge: 386
Wohnort: Port Baris


BeitragVerfasst am: 10.12.2019 11:53    Titel: Antworten mit Zitat

Klingt nach einer Zwickmühle ... die Verlage wollen was bestimmtes und Du willst was anders. Da gibts nur ... zwei Lösungen: beweg dich, die Verlage werden es nicht tun, oder mach es selbst.

Das mit dem selbst Bewegen kann ich aus eigener Erfahrung nur empfehlen.

Grüße
Bunt


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Maunzilla
Hobbyautor


Beiträge: 383



BeitragVerfasst am: 10.12.2019 12:42    Titel: Antworten mit Zitat

Ich würde es auch auf mehrere Bände aufteilen. Vielleicht vier? Die müssen dann auch nicht alle gleichzeitig erscheinen. Eine Alternative wäre auch, es (zunächst) als Ebook herauszubringen. Da spielt der Umfang keine Rolle.
Man muß halt berücksichtigen, daß dies ein sehr spezielles Produkt für eine begrenzten Kundschaft ist.

Eine Möglichkeit gäbe es allenfalls noch: Die Bewerbung um Subventionen und Werkbeiträge. Da gibt es einige Kulturstiftungen, sowohl private als auch öffentliche. Wenn auf diesem Wege ein Teil der Druckkosten übernommen würde, wären die angesprochenen Verlage bestimmt geneigter, das Buch herauszubringen. Idea


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Olympus Mons
Geschlecht:männlichSchreiberassi


Beiträge: 35



BeitragVerfasst am: 10.12.2019 12:58    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

Nicht von der Seitenzahl verwirren lassen. Es geht um 2 x 1500 Normseiten - nicht Seiten, die das Endprodukt hat. Ich würde bei gängiger Schriftart und nicht übertrieben großer Schriftgröße davon ausgehen ( inkl illustrierung), dass der Umfang pro Band doch ne Ecke unter 1000 Seiten liegen würde.

Kleine Brötchen backen... Wie bereits angemerkt, hat der Markt in den vergangenen Jahrzehnten zu dem Thema mehr als genug kleine Brötchen bekommen. Ich kenne sie durch meine Recherchearbeit (fast) alle. Und kennst du eins von den kleinen Brötchen, dann weißt du, das du die anderen nicht unbedingt kennen musst, steht zu mindestens 80 % das gleiche drin. Sammlungen haben nunmal die Eigenschaft, gerne mal umfangreicher zu sein, das ist die Krux. Allenfalls das Ganze auf noch mehr Bände aufsplitten wäre eine Option, denn selbst wenn ich aus dem momentan vorliegenden Material ein best of in einem einzigen Buch machen würde, das den Namen auch verdient und nicht eine Wiederholung ewiger Wiederholungen ist, sondern wirklich Neues bzw wiederentdecktes bringt, dürfte dieses sich um etwa 1200 Normseiten herum bewegen.
Aber davon ab, ich habe in den letzten Jahren schon genug kleine Brötchen in Form von Gastbeiträgen zu diversen Schriftwerken geleistet. Habe dabei auch große Teile von fremden Manuskripten überarbeitet. Ja, als Hobby, aus Spaß an der Freude, um guten Bekannten unter die Arme zu greifen - für mich waren das allesamt non profit- Projekte, die auch was für den Bekanntheitsgrad tun sollten. Leider konnte ich derlei nur unter Pseudonym machen. Und mit irgendwelchen Pseudonymen - da kann ja jeder daher kommen und behaupten, er hätte unter Pseudonym dieses und jenes verfasst. Vor allem hatte es damals Gründe, nicht meinen realen Namen zu benutzen.
Ich werde das alles mal sacken lassen und schauen, ob ich durch meine Kontakte ggf was in die richtigen Bahnen lenken kann. Ich werde aber kein BoD in Anspruch nehmen (davon habe ich die Schnauze voll - auch das eine Facette der Rubrik kleine Brötchen) und self publishing ist auch mal außen vor. Aber eines weiß ich sicher: ich werde nicht aufgeben, denn es gibt da noch ein paar unkonventionelle Methoden, die es auf ihre Eignung näher auszuloten gilt.

MfG
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Babella
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 56
Beiträge: 690

Das goldene Aufbruchstück Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 10.12.2019 16:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hm. Du klagst über die "gedrückte Stimmung" hier, aber selbst klingst du durch und durch beleidigt. Und nu? Wer kann jetzt was dafür, dass du keinen Verlag findest? Du hast "unkonventionelle Methoden" im Visier, die du uns aber nicht verraten willst, und um deine Person herum machst du auch ein großes Geheimnis. Was genau sollen wir mit diesen Infos anfangen?

Ich denke, das mit dem Aufteilen hätten interessierte Verlage längst vorgeschlagen. Ist dein Auftreten den Verlagen gegenüber ähnlich wie hier? Dann solltest du daran arbeiten. Mal versuchen, deren Perspektive einzunehmen. Offen sein für Vorschläge. Und bei dubiosen Angeboten selbst gleich den Rundordner benutzen statt dich zu ärgern und zu lamentieren.

Viel Erfolg!
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Olympus Mons
Geschlecht:männlichSchreiberassi


Beiträge: 35



BeitragVerfasst am: 10.12.2019 17:40    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Maunzilla hat Folgendes geschrieben:
Da gibt es einige Kulturstiftungen, sowohl private als auch öffentliche. Wenn auf diesem Wege ein Teil der Druckkosten übernommen würde, wären die angesprochenen Verlage bestimmt geneigter, das Buch herauszubringen. Idea



Na da haben wir uns ein wenig überschnitten. Smile Das ist eine der von mir erwähnten "unkonventionellen Methoden", wo ich seit ein paar Tagen dabei bin, auszuloten, wer dafür infrage kommt und wie das Ganze bei Interesse in die Wege zu leiten ist - ich hab sowas noch nie gemacht, ist Neuland für mich. Könnte aber durchaus vielversprechend sein... Wink


MfG
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Gerling
Geschlecht:männlichDichter und Denker

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Beiträge: 1873
Wohnort: Braunschweig


BeitragVerfasst am: 10.12.2019 17:49    Titel: Antworten mit Zitat

Olympus Mons hat Folgendes geschrieben:

Nicht von der Seitenzahl verwirren lassen. Es geht um 2 x 1500 Normseiten - nicht Seiten, die das Endprodukt hat. Ich würde bei gängiger Schriftart und nicht übertrieben großer Schriftgröße davon ausgehen ( inkl illustrierung), dass der Umfang pro Band doch ne Ecke unter 1000 Seiten liegen würde.


Eine Normseite entspricht in etwa einer Buchseite. Deshalb gibts diese Formatierung ja. Um abschätzen zu können, wie umfangreich das Manuskript wird.


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Das Kanzlerspiel - Periplaneta Verlag (Sep. 2009)
Pakt des Bösen - Periplaneta Verlag (Apr. 2011)
Das Programm - Bookspot Verlag (Juli 2014)
Falsche Fährten - Bookspot Verlag (Juli 2015)
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Thomas74
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BeitragVerfasst am: 10.12.2019 19:09    Titel: Antworten mit Zitat

Ich gehe aber davon aus, dass so etwas nicht als Taschenbuch A5 erscheint.

EDIT

Hab mal gerade mein Regal durchwühlt, um was Ähnliches zu finden. Ich hab hier ein Buch über nordische Sagen, A4, Hardcover Glanzdruck 4/4 , 500 Seiten. Gut zu verschenken, schlecht zu lesen (schwer...)
Der Preisrechner unserer Druckerei sagt, bei 150 Stück wären das 7,64 €/Buch*. Finde ich auch noch recht übersichtlich...Das Problem wird sein, bei diesem speziellen Thema eine erkleckliche Anzahl an Abnehmern zusammenzukriegen.






*Das ist so die Testauflage, die wir drucken lassen würden. Genug, um einen plötzlichen Ansturm abzupuffern, aber wenig genug, um sie im Zweifelsfall im Lager verschwinden zu lassen und nie wieder drüber zu reden. Zipped


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Murmel
Geschlecht:weiblichSchlichter und Stänker

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BeitragVerfasst am: 11.12.2019 14:23    Titel: Antworten mit Zitat

Gerling hat Folgendes geschrieben:
Olympus Mons hat Folgendes geschrieben:

Nicht von der Seitenzahl verwirren lassen. Es geht um 2 x 1500 Normseiten - nicht Seiten, die das Endprodukt hat. Ich würde bei gängiger Schriftart und nicht übertrieben großer Schriftgröße davon ausgehen ( inkl illustrierung), dass der Umfang pro Band doch ne Ecke unter 1000 Seiten liegen würde.


Eine Normseite entspricht in etwa einer Buchseite. Deshalb gibts diese Formatierung ja. Um abschätzen zu können, wie umfangreich das Manuskript wird.


Ganz genau.

Warum fällt es den Autoren so schwer, zu akzeptieren, dass Verlage keine Wohlfahrtsvereine sind, sondern knallhart kalkulieren müssen? Meint ihr, Verlage bieten  so gerne ihre Kühlschränke in der Arktis an und sind dann beleidigt, wenn der Eskimo sagt, ja, nettes Teil, aber kann ich nicht gebrauchen? Denn es geht um den Endkunden, der dein und des Verlags Produkt kaufen soll. Wer kauft eine Schwarte mit 1500 Seiten, oder eine, deren Inhalt so kleingedruckt ist, dass man es nur mit einer Lupe lesen kann?

Früher gab es den Rat, erst einmal 1000 Bücher des angestrebten Genres zu lesen. Ich fand ihn merkwürdig, bis ich den Hintergrund dieses Rats verstanden habe.
Lerne, was verkauft werden kann. Das biete an. Wenn's beim ersten Mal nicht klappt, dann lerne weiter.


_________________
*Koppelmord - Carlsen Instantbooks 2013
*Flauschangriff - Piper/Weltbild 2014, Piper Fahrenheit 2017
*Katertage zum Verlieben - Thienemann 2014
*Bocktot - Gmeiner-Verlag 2017
*Brunnenleich - Gmeiner-Verlag Juli 2018
*Gut Gebellt, Katze - Edel Elements September 2018
*Schwarze Küste - Gmeiner Verlag Februar 2019
*Marias Geheimnis - Weltbild/Edel Elements 01.03.2019
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nothingisreal
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BeitragVerfasst am: 11.12.2019 15:24    Titel: Antworten mit Zitat

Murmel hat Folgendes geschrieben:

Ganz genau.

Warum fällt es den Autoren so schwer, zu akzeptieren, dass Verlage keine Wohlfahrtsvereine sind, sondern knallhart kalkulieren müssen?


Weil die meisten denken, Schreiben wäre Kunst, und Künstler müssen ihre Miete nicht bezahlen. Daher wird hier auch oft so gern auf Leuten rumgeritten, die Schreiben zum Beruf machen Rolling Eyes

Am besten finde ich die Frage von Auftraggebern, die einen für eine kreative Arbeit nicht richtig bezahlen wollen: Du machst doch das, was dir Spaß macht, warum willst du auch noch so viel Geld dafür? Laughing


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Bunt Speck
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BeitragVerfasst am: 11.12.2019 15:52    Titel: Antworten mit Zitat

nothingisreal hat Folgendes geschrieben:
Murmel hat Folgendes geschrieben:

Ganz genau.

Warum fällt es den Autoren so schwer, zu akzeptieren, dass Verlage keine Wohlfahrtsvereine sind, sondern knallhart kalkulieren müssen?


Weil die meisten denken, Schreiben wäre Kunst, und Künstler müssen ihre Miete nicht bezahlen. Daher wird hier auch oft so gern auf Leuten rumgeritten, die Schreiben zum Beruf machen Rolling Eyes

Am besten finde ich die Frage von Auftraggebern, die einen für eine kreative Arbeit nicht richtig bezahlen wollen: Du machst doch das, was dir Spaß macht, warum willst du auch noch so viel Geld dafür? Laughing


Ja und nein. Das Problem liegt in der Wahrnehmung von Kunst und Handwerk. Schreiben kann ja - wie jede künstlerische Tätigkeit - beides sein. Wenn ich verkaufen will, muss ich den Markt kennen und mein Angebot handwerklich so gut machen, dass es verkauft werden kann. Wenn ich Kunst betreiben will im Sinne von l'art pour l'art, muss ich akzeptieren, wenn sich keiner dafür interessiert.

... und wenn sich keiner für mein handwerklich gut gemachtes Werk interessiert, muss ich was anders machen oder dieses so, dass sich jemand dafür interessiert.

Problem: wenn ich verkaufen will, liegt es immer am Betrachter, egal wie geil ich mich finde ...


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Selanna
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Beiträge: 613
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BeitragVerfasst am: 11.12.2019 17:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Olympus Mons,

wenn ich an Verlage und Sagen denke, denke ich inzwischen an die Verlage Marix und Anaconda. Hast Du die kontaktiert? Ich kaufe die zwar aus Prinzip nicht, weil ich die Kommentare, Anmerkungen und Einleitungen bzw. Nachworte selten gut finde, aber die Verlage könnten an Sagen interessiert sein. Ich weiß ja nicht, wie Du die Sagen aufbereitet hast, vielleicht könntest Du Dich auch an geisteswissenschaftliche Verlage wenden, zB C.H.Beck? Viele geisteswissenschaftliche Verlage drucken zwar häufig gegen Bezahlung (zB Dissertationen, Habilitationen), es sei denn, sie können Dich in einer hauseigenen Reihe unterbringen. Hast Du in dieser Hinsicht schon einmal nachgeforscht?
Gibt es an der Akademie der Wissenschaften in Brandenburg oder wo auch immer es dort AdWs gibt, eine landesgeschichtliche Abteilung? Oder gibt es Brauchtumsvereine, Vertriebenenverbände etc.? In meiner Heimatregion hat der Buchhändler zusammen mit der örtlichen Tageszeitung mehrere Bücher in dieser Richtung herausgebracht, man könnte sich also am noch deutschsprachigen Rand dieser Sagenregionen um Kooperationen mit Tageszeitungen oder Buchhandel bemühen.

Was die Teilung anbelangt: Ich bin in einem Projekt, das auch einen Band mit über 1500 Normseiten herausbrachte und jetzt bald den nächsten herausbringt. Das sind dann in der Druckversion immer zwei Teilbände, im Vorgängerprojekt waren es sogar drei Teilbände (d.h. Teil I/1, I/2 und I/3 etc.). Die Seitennummerierung ist durchgehend durch die Teilbände, das Inhaltsverzeichnis ist im ersten Band, das Register im letzten Band. Es ist wirklich ein Band, eben nur in Teilbänden. Das ist - wie schon geschrieben wurde - wirklich eine Frage der Handlichkeit.
Die Teilung dürfte Dir übrigens sehr leicht fallen, Du kannst die Sagen ja in Bände je nach Gebiet einteilen. Ohne mich genau mit Deinem Faden bzw. Themenkreis beschäftigt zu haben, wie wäre es mit oberschlesische Sagen, mährische Sagen, Sagen aus den Masuren, ostpreußische Sagen etc., Du verstehst. Das fände ich sogar schöner, als alle Regionen in einem Buch zusammenzuwerfen. Und es ließe sich besser auf dem Markt anbieten, denn man findet sicher eher Käufer für ein bestimmtes Gebiet, zu dem man zB familiengeschichtlichen Bezug hat, und für das man ein kleineres Büchlein kaufen kann statt einem Riesenwälzer. Wenn Du es von Anfang an als Reihe planst, wird es trotzdem als zusammengehörig und Dein opus magnum wahrgenommen, egal wie viele Bände entstehen.
Insgesamt: Die Teilung Deines Werks sehe ich als mehr oder weniger unabdingbar an und ich sehe auch kein Problem, das dadurch entstehen könnte, sondern nur Vorteile.

Ich wünsche Dir viel Erfolg!
Liebe Grüße
Selanna


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Willebroer
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


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Wohnort: OWL


BeitragVerfasst am: 11.12.2019 18:45    Titel: Antworten mit Zitat

Murmel hat Folgendes geschrieben:


Früher gab es den Rat, erst einmal 1000 Bücher des angestrebten Genres zu lesen. Ich fand ihn merkwürdig, bis ich den Hintergrund dieses Rats verstanden habe.
Lerne, was verkauft werden kann. Das biete an. Wenn's beim ersten Mal nicht klappt, dann lerne weiter.


Mit anderen Worten: Lese 1.000 Zauberlehrlingsgeschichten, dann schreibe die 1001. Erfolg ist garantiert! Denn dann weiß man ja, "was sich verkauft". Wink

Wer sich immer nur diesem Markt-Fatalismus unterwirft, kann vielleicht eine Weile mitschwimmen, aber die meisten Unternehmen (auch Verlage) wissen, wie wichtig der Mut zu Innovationen und einem gewissen Risiko ist. Während die meisten Industrieunternehmen ihre eigene Entwicklungsabteilung haben, sind es im Verlagsbereich doch vor allem die Autoren, von denen die Ideen kommen, auch wenn das allermeiste im Papierkorb landet. Ohne Muscheln gibt's auch keine Perlen.

Man sollte also eher froh sein, wenn jemand gute Ideen hat und die auch umsetzen kann (was ja hier noch nicht bewiesen ist), statt ihn mit Häme zu überschütten. Wenn ich Verleger wäre, würde ich ihm sogar wünschen, daß jemand bereit ist, das Risiko einzugehen, auch wenn ich das selbst nicht könnte.
 
Die Dicke und das Gewicht eines Buches sind kein eigenständiges Kriterium. Es sei denn, man wollte ein bestimmtes Marktsegment bedienen. Nicht alle kaufen billige Taschenbücher, um sie nach dem Lesen (oder Durchblättern) wegzuschmeißen. Dicke Wälzer vermitteln ein Gefühl von Wertigkeit und "Vollständigkeit". Das zieht manche Kunden an. (Eine befreundete Buchhändlerin erzählte mir mal, es gäbe relativ viele "Dekorkäufer" von Büchern. Sie haben feste Vorstellungen zu Format, Umfang, Farbe - soll zu den Möbeln passen, "aber kein Blau, davon haben wir schon so viele" -, aber der Inhalt ist egal, auch der Preis.)

Es gibt durchaus Bücher-Boliden, die sich gut verkaufen, zum Beispiel hier (ca. DIN A4, 1432 Gramm):

https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/ID140475113.html#reviewsHeader

Wenn Kunden wirklich so vernünftig wären, gäbe es nicht diese Flut von teuren Kaffee-Pads (zum dreifachen Preis eines Spitzenkaffees), ganz zu schweigen von den übergroßen SUVs, die überall die Straßen verstopfen und nicht mal in ein Parkhaus passen.

Ansonsten hat ja @ Selanna auch ein paar gute Vorschläge gemacht - nur bei der Teilung würde ich nicht ganz so zustimmen.
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nothingisreal
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BeitragVerfasst am: 11.12.2019 19:26    Titel: Antworten mit Zitat

Bunt Speck hat Folgendes geschrieben:


Ja und nein. Das Problem liegt in der Wahrnehmung von Kunst und Handwerk. Schreiben kann ja - wie jede künstlerische Tätigkeit - beides sein. Wenn ich verkaufen will, muss ich den Markt kennen und mein Angebot handwerklich so gut machen, dass es verkauft werden kann. Wenn ich Kunst betreiben will im Sinne von l'art pour l'art, muss ich akzeptieren, wenn sich keiner dafür interessiert.

... und wenn sich keiner für mein handwerklich gut gemachtes Werk interessiert, muss ich was anders machen oder dieses so, dass sich jemand dafür interessiert.

Problem: wenn ich verkaufen will, liegt es immer am Betrachter, egal wie geil ich mich finde ...


Du weißt schon, dass wir uns gar nicht widersprechen? Wink

Ich habe übrigens absolut nicht dagegen, dass Leute Kunst der Kunst willen machen. Ganz im Gegenteil. Aber in diesem Faden geht es offensichtlich darum, dass man verkaufen möchte. Aber es hört sich nach einem "Kunstbuch" an, das Verlage nicht haben wollen, weil sie für das Buch keine rentablen Verkaufschancen ausrechnen. Und das stößt auf Unverständnis beim Threadersteller.


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zitronenkuchen
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Beiträge: 172



BeitragVerfasst am: 11.12.2019 20:33    Titel: Antworten mit Zitat

Olympus, ich finde dein Projekt sehr interessant, wirklich. Bewundernswert und bestimmt gut und mit viel Herzblut gemacht.

Aber was viele Autoren nicht verstehen, ist, dass Verlage nicht dazu da sind, Herzensprojekte von Schriftstellern zu verlegen. Sie sind Wirtschaftsunternehmen, die ihr eigenes Profil haben, und Manuskripte suchen, die da genau reinpassen. Wenn man da hinein möchte, muss man ihnen etwas anbieten, was sie suchen und brauchen. Nicht das, was man selbst am liebsten hätte.

Wenn du zu einem Verlag möchtest, dann schreib ein Buch, das in die gängigen Vorgaben passt, in Bezug auf Thema, Umfang etc. Sonst kannst du ewig suchen oder findest vielleicht irgendwann einen Kleinverlag, bei dem du kaum etwas an dem Buch verdienst. So ist es leider eben meistens. Es gibt Ausnahmen, aber wenige.
Oder du kämpfst weiter für dein Projekt, aber dann brauchst du einen viel längeren Atem. Dich darüber zu beschweren, dass es bei 7 Verlagen nicht geklappt hat, ist lächerlich. Jammern kannst du, wenn es nach 50 bis 100  Bewerbungen nicht geklappt hat.
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Murmel
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BeitragVerfasst am: 11.12.2019 22:35    Titel: Antworten mit Zitat

Willebroer hat Folgendes geschrieben:
Mit anderen Worten: Lese 1.000 Zauberlehrlingsgeschichten, dann schreibe die 1001. Erfolg ist garantiert! Denn dann weiß man ja, "was sich verkauft". Wink

Nein. Lese 1000 Jugendbücher. Zauberlehrling ist kein Genre. Oder, wenn du es eingrenzen willst, lese viele britische Jugendbücher - und du wirst feststellen, dass die meisten sich um Internate drehen und sehr oft von Geheimnissen, wer kann sich noch an Enid Blyton erinnern?
Harry Potter zu verlegen, war nicht so mutig, wie man aus deutscher Sicht glauben möchte. Und ja, das 1001 war extrem erfolgreich.

 Wink


_________________
*Koppelmord - Carlsen Instantbooks 2013
*Flauschangriff - Piper/Weltbild 2014, Piper Fahrenheit 2017
*Katertage zum Verlieben - Thienemann 2014
*Bocktot - Gmeiner-Verlag 2017
*Brunnenleich - Gmeiner-Verlag Juli 2018
*Gut Gebellt, Katze - Edel Elements September 2018
*Schwarze Küste - Gmeiner Verlag Februar 2019
*Marias Geheimnis - Weltbild/Edel Elements 01.03.2019
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Bunt Speck
Geschlecht:männlichHobbyautor


Beiträge: 386
Wohnort: Port Baris


BeitragVerfasst am: 11.12.2019 23:16    Titel: Antworten mit Zitat

nothingisreal hat Folgendes geschrieben:
Bunt Speck hat Folgendes geschrieben:


Ja und nein. Das Problem liegt in der Wahrnehmung von Kunst und Handwerk. Schreiben kann ja - wie jede künstlerische Tätigkeit - beides sein. Wenn ich verkaufen will, muss ich den Markt kennen und mein Angebot handwerklich so gut machen, dass es verkauft werden kann. Wenn ich Kunst betreiben will im Sinne von l'art pour l'art, muss ich akzeptieren, wenn sich keiner dafür interessiert.

... und wenn sich keiner für mein handwerklich gut gemachtes Werk interessiert, muss ich was anders machen oder dieses so, dass sich jemand dafür interessiert.

Problem: wenn ich verkaufen will, liegt es immer am Betrachter, egal wie geil ich mich finde ...


Du weißt schon, dass wir uns gar nicht widersprechen? Wink

Ich habe übrigens absolut nicht dagegen, dass Leute Kunst der Kunst willen machen. Ganz im Gegenteil. Aber in diesem Faden geht es offensichtlich darum, dass man verkaufen möchte. Aber es hört sich nach einem "Kunstbuch" an, das Verlage nicht haben wollen, weil sie für das Buch keine rentablen Verkaufschancen ausrechnen. Und das stößt auf Unverständnis beim Threadersteller.


Klar weiß ich das. Ich wollte es nur nochmal in den inneren Dialog setzten, weil mich das Kunstgehabe nervt. Die Diskussion lief schon in so vielen Fäden auf verschiedenen Ebenen.


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a.no-nym
Hobbyautor


Beiträge: 375



BeitragVerfasst am: 12.12.2019 01:09    Titel: Antworten mit Zitat

Willebroer hat Folgendes geschrieben:
Mit anderen Worten: Lese 1.000 Zauberlehrlingsgeschichten
Murmel hat Folgendes geschrieben:
Nein. Lese 1000 Jugendbücher.


Öhm... Embarassed Auch, wenn das jetzt off topic ist (und ich niemals fragen würde, wenn wir hier nicht ausgerechnet in den heiligen Hallen des dsfo wandeln würden): Ist der Imperativ von "lesen" nicht immer noch "lies"? Oder hab ich da was nicht mitbekommen?

Grübelnde Freundlichgrüße
a.
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