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Der graue Ritter mit goldener Schreibfeder

 

 
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MarVeRiCk94
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber

Alter: 25
Beiträge: 23
Wohnort: Dülmen


BeitragVerfasst am: 21.11.2019 16:58    Titel: Der graue Ritter mit goldener Schreibfeder eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Einen schönen guten Morgen/Tag/Abend und ein herzliches Willkommen zu meinem ersten Beitrag im deutschen Schriftstellerforum. Ich bin Marvin Wilke, bereits um ein viertel Jahrhundert gealtert und noch immer bin ich nicht fertig mit dem altern, und heute ist der Tag, wo ich mich im DSFO-Forum anmelde und endlich einen Platz in meiner Artgenossenschaft finde; derer der fleißigen Schreiber und Schriftsteller!

Sicherlich ist euch schon am Titel des Threads oder am Benutzernamen (angelehnt an "Maverick", engl. für "Einzelgänger") aufgefallen, dass einige Punkte meines erstmaligen Erscheinens in diesem Forum trostlos wirken - und da mögt ihr auch recht haben. Ich versuche euch einfach mal ein bisschen von mir zu erzählen und wie ich zum Schreiben kam, allerdings wäre das eine riesen lange Geschichte aus der ich beabsichtige, eines Tages ein Buch zu machen. Deswegen versuch ich mich hier kurz zu fassen - dass ich das nicht gut kann, sollte man soweit aber eigentlich schon gemerkt haben, weil ich den Eindruck habe, dass selbst das Intro schon wieder viel zu lang ist lol2 Wenn ihr Fragen habt, stellt sie einfach und ich versuche sie nach bestem Ermessen zu beantworten.

Mit dem Schreiben angefangen habe ich eigentlich schon soweit wie ich zurückdenken kann, im frühesten Kindheitsalter. Damals noch mit meinem großen Bruder zusammen, haben wir immer am Fernseher Kinderserien geguckt, die gerade so zu sehen waren, und wenn uns eine Folge nicht gefiel, so war unsere grandiose Idee, schmissen wir uns einfach an die Schreibmaschinen (ja, sowas hatten wir damals) und hauten in die Tasten. Dem Niveau eines fünfjährigen Kindes entsprechend kurz, verwirrend und unbeeindruckend waren die Geschichten damals, aber lange Zeit blieben mein Bruder und ich, zuletzt nur noch ich dran.
Während er nämlich nur 1-2 Geschichten zustande brachte, suchte ich schon früh die Herausforderung, nicht in fremden Universen zu schreiben, die uns begeistern (so zB Star Wars Fan-Fiction), sondern etwas komplett selbst Erschaffenes zu schreiben. Das geschah etwa im Alter von 12-13, ist also gut ein dutzend Jahre her.

Allerdings hatte über die Jahre das Schreiben noch eine andere Funktion; schon ewig sehnte ich danach, diese Bücher weiter zu verbessern und irgendwann zu veröffentlichen, doch traute ich mich nie, meine Manuskripte an Verlage einzusenden (bis Oktober dieses Jahres), weil ich selbst nie mit der Qualität 100%ig zufrieden war. Gerade in meiner Jugendzeit war es jedoch das am Bildschirm flimmernde, geduldige Papier, was mir wohl letzten Endes das Leben gerettet hat; eine schwere Phase des Mobbings in der Schule musste ich über mich ergehen lassen, dessen Folgen noch heute nachwirken. Eine Depression entwickelte sich, die sich heute voll entfaltet hat. Der Samen der Einsamkeit wurde tief in meinem Herzen gepflanzt, die heute seine Blüte trägt.

Trotzdem blieb ich dran. Ich wusste damals und denke auch noch heute, dass diese Bücher meine Bestimmung sind. Vor etwa 6 Jahren begann ich an meinem ultimativen Projekt, meinem persönlichen Meisterwerk, dass nun beinahe seine Vollendung erreicht hat und wovon auch einige Manuskripte bei Verlagen vorliegen, um mein persönliches Meisterwerk bald an die Öffentlichkeit zu tragen. Wohlgemerkt habe ich heute noch keine andere Geschichte von mir veröffentlicht.

Meine Mutter war lange Zeit meine erste und begeistertste Leserin dieses Meisterwerks. Sie erkrankte allerdings im Sommer letzten Jahres an Leukämie (zum Ende meiner Berufsausbildung, kurz vor meiner mündlichen Prüfung, während sie vom Tod bedroht war - ihr könnt euch vorstellen, wie ich mich gefühlt haben muss), die sie zwar besiegte, aber durch die Folgen und Komplikationen der Knochenmarkstransplantation die Kraft zum Leben und im Körper verlor - und schließlich am Aschermittwoch 2019 ihr Leben verlor. Ein Sieg, der ihr das Leben kostete.
Auch das spukt mir heute noch nach und verschlimmert eigentlich nur meine ohnehin katastrophale, psychische Lage, zumal ich seit Ende der Ausbildung arbeitslos zuhause hocke und es mir von Tag zu Tag schlechter geht. Aber meiner Schreiberei tat das kein Abbruch; ganz im Gegenteil, es bestärkte mich noch. Ich schrieb eine Widmung für sie in mein Meisterwerk, und ich begann noch mit einigen, neuen Nebenprojekten, die in großen Teilen auch meine Depression widerspiegeln (hauptsächlich Kriegsgeschichten und Einzelschicksale in Kriegen, wie zB dem aktuellen syrischen Bürgerkrieg oder auch dem 2ten Weltkrieg. Zur Info: Normalerweise schreibe ich Fantasy-Literatur). Mit diesen Nebenprojekten habe ich es mir als Ziel gesetzt, realistische Kriegsgeschichten darzustellen, in all seinem Horror, die der Krieg mit sich bringt - um Lesern die Augen zu öffnen.

So, kürzer hab ichs nicht gekriegt. Nun noch ganz kurz, was ich von diesem Forum erwarte und warum ich zu euch stieß; zum einen, um wie schon gesagt unter Gleichgesinnten zu sein. Zuvor habe ich nur schlechte Erfahrungen gemacht; eine Bewerbung beim Tintenzirkel wurde verspätet ohne Angabe von Gründen zurückgewiesen und das Forum der deutschen Depressionshilfe schickt mir überhaupt keine Antwort, nach dem mittlerweile 2ten Versuch und Rücksprache mit der Moderation, dass es sich um ein Registrierungsfehler handle. Deshalb bin ich froh, hier einen Platz gefunden zu haben, und so hoffe ich mir, in Zukunft neue Ideen für Geschichten sammeln zu können, meinen Schreibstil weiter verbessern zu können, und anderen Nachwuchstalenten zum komethaften Aufstieg vom fleißigen Schreiberling zum renommierterten Schriftsteller verhelfen zu können (den ich dazu allerdings selber erstmal schaffen muss wink ). Gern bin ich gewillt, euch an meinem Erfahrungsschatz teilhaben zu lassen und Ideen auch mal weiterzugeben, wenn ich im Gegenzug dafür genau das Gleiche erwarten kann. Und natürlich sind so Foren auch immer eine gute Möglichkeit, um neue, nette Leute kennen zu lernen, oder wer weiß - vielleicht sogar den Menschen, der mir mein Ein und Alles ist für die Zukunft.

Nun bin ich aber schon riesig gespannt auf eure Rückmeldungen, und vielen Dank fürs durchlesen smile
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Kiara
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 40
Beiträge: 802
Wohnort: bayerisch-Schwaben


BeitragVerfasst am: 21.11.2019 17:11    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn das mal nicht jemand "Schreibwütiges" ist smile Herzlich willkommen!  Viel Freude hier und bei deiner Schriftstellerei!

_________________
- Das Mahnmal (2019)
- Schatten des Zorns (2020)
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MoL
Geschlecht:weiblichQuelle


Beiträge: 1287
Wohnort: NRW
Das bronzene Stundenglas


BeitragVerfasst am: 05.12.2019 08:48    Titel: Antworten mit Zitat

Herzlich Willkommen! Smile

_________________
"Hexenherz - Eisiger Zorn", acabus Verlag, Februar 2017.
"Die große acabus-Jubiläumsanthologie", acabus Verlag, Oktober 2018.
"Hexenherz - Glühender Hass", acabus Verlag, Januar 2019.
NEU - NEU - NEU:
"Die Tote in der Tränenburg", Alea Libris, 31. Oktober 2019.
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Waage
Geschlecht:männlichAbc-Schütze

Alter: 29
Beiträge: 7
Wohnort: Augsburg


BeitragVerfasst am: 05.12.2019 10:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Marvin!

Ich habe nun tatsächlich eine Weile überlegt, was oder ob ich etwas auf diesen Post antworte. Zunächst will ich dir für deine Offenheit gratulieren! Zu kommunizieren, wie es einem geht und sich nach außen hin mitzuteilen ist grundlegend und wichtig, um sein eigenes Empfinden von Glück/Unglück zu verbessern. In dem Augenblick, in dem man etwas ausspricht, übt man gleichzeitig auch ein wenig Selbstreflexion, die unabdingbar ist, wenn man sich "bessern" möchte. (In Anführungszeichen, da "gut" und "schlecht" ohnehin nur existieren, weil man sie in seinem Denken dazu macht. Frei nach Shakespeare: Es gibt kein Gut und kein Schlecht, erst das Denken macht es dazu)


Eine Depression ist meist viel weitreichender, als allgemein angenommen, manchmal auch vom Betroffenen selbst. Man darf dabei nie vergessen, dass es immer das Innen und das Außen gibt und beides davon muss gewisse Dinge ändern, wenn man aus diesem Loch herauskommen möchte. Welche das sind, kann man nur selbst entscheiden, aber der springende Punkt ist: Man kann es selbst entscheiden. Auch, wenn es sich manchmal so anfühlt, die Gefühle und Emotionen, die bei einer Depression über einen kommen, müssen einen nicht kontrollieren. Klar, Spaß macht's keinen, wenn ich das so frei sagen darf, aber eine Krankheit macht das nun mal auch nicht. Man muss sich neue Gedanken und Gedankengänge angewöhnen, sein Selbstbild ändern und auch versuchen im Außen ein paar Sachen anders zu machen, selbst, wenn es nur Sport ist.

Eine Depression passiert nie gegen dich - sie passiert für dich. Sie ist das Signal deines Verstandes und deines Körpers, dass bisher wohl irgendwo etwas falsch gelaufen ist. Sie zeigt dir nur: Hey, ändere was.

So gesehen ist sie eine Chance. Wenngleich eine, die wehtut.


So, nun genug der Philosophiererei, herzlich willkommen! [/i][/quote]
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xYami
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber

Alter: 20
Beiträge: 11



BeitragVerfasst am: 08.12.2019 12:23    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Marvin,

auch von mir ein herzliches Willkommen! Respekt, dass du so viel von dir preisgegeben hast.

Mich freut es besonders, dass dich das Schreiben durch deine schweren Phasen begleitet hat. Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht.

Alles Gute und lass dich weiterhin nicht unterkriegen.
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Erinnerung&Sehnsucht
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 34
Beiträge: 43
Wohnort: Wien


BeitragVerfasst am: 08.12.2019 13:23    Titel: Antworten mit Zitat

Willkommen im Forum.

_________________
Was mich am meisten stört, ist die eigene Dummheit.
Die Dummheit anderer ist Unterhaltung.
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Herr Meier
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

Alter: 57
Beiträge: 84
Wohnort: Mönchengladbach


BeitragVerfasst am: 08.12.2019 17:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo lieber Marvin,
junger Mann, mit noch so viel Zeit Wink

willkommen ...

Depression "kenne ich".

Inzwischen ist es ein paar Jahre her,
aber nah genug, mich einfühlen zu können.

Ich finde es sehr gut, dass Du dranbleibst
und auf diese Weise am Leben teilnimmst.

Finde Deinen Weg, der Dich herausführt,
Ich wünsche es Dir Wink
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