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Was ist besonders wichtig, außerhalb des Plots?

 

 
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Pikmin of Tarth
Sonntagsschreiber


Beiträge: 24
Wohnort: Frankfurt


BeitragVerfasst am: 30.10.2019 11:58    Titel: Was ist besonders wichtig, außerhalb des Plots? eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallöchen!

Ich habe zum Thema "Plotten" hier im Forum bereits gesucht und einiges gefunden und gelesen. Sollte meine Frage genau so schon mal existieren und diskutiert worden sein, dann sorry! In dem Fall würde ich mich über einen Link sehr freuen.

Was ich gerne erfahren möchte, sind eure Meinungen zur Wichtigkeit des Plots, bei euch selbst und bei Texten anderer. Ich persönlich habe von mir das Gefühl, eher keine gute Plotterin zu sein. Nun wird zum Schreiben und Lesen häufig gesagt "ich habe Geschichten in mir, die raus müssen", "die Geschichte muss spannend sein", "wenn mich die Story nicht auf der dritten Seite gepackt hat, bin ich raus" usw.

Daraufhin bin ich einige meiner Lieblingsbücher durchgegangen und kam zu folgender Theorie: Der - ich meine das nicht böse! - mangelnde oder seichte oder von nicht allzu vielen Wendungen und Spannungen getriebene Plot kann mMn hauptsächlich durch zwei Faktoren kompensiert werden. Ich für meinen Teil hänge dann total an Büchern (und Serien bspw.), wenn die Charaktere mir sympathisch sind oder sonst eine starke emotionale Reaktion hervorrufen. Ebenso kann einen bei Büchern der Schreibstil ENORM bei der Stange halten. Für meinen persönlichen Lesegeschmack sind das, glaube ich, die beiden wichtigsten Elemente und für mich wirklich noch deutlich wichtiger, als eine spannende oder überraschende Handlung.

Gestern war ich wieder von einem Kapitel aus "Die Stadt der Träumenden Bücher" begeistert, in dem nichts passiert, außer, dass eine Horde von Zamonienbewohner, die hypnotisiert wurde, beim Ausleben ihres Bücherkaufrauschs geschildert wird.
Jeder Satz ist aber so frisch, so nett (im besten Sinne!), so unterhaltsam formuliert, dass ich von Anfang bis Ende total dabei bin.

Sternes "Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman" ist eine fiktive Autobiographie, in der nun wirklich fast gar nichts passiert, aber so lustig und absurd, dass sie bei mir einige peinliche Kicheranfälle in Öffentlichen Verkehrsmitteln hervorgerufen hat.

Wie seht ihr das, was, würdet ihr sagen, ist für euch das spannendste beim Lesen außerhalb des Plots?
Und was ist für euch in euren eigenen Geschichten am wichtigsten, ebenfalls außer dem Plot?
Sind das Detailbeschreibungen schöner (oder nicht so schöner...) Umgebungen, die Ausarbeitung eurer Charaktere, ein besonders unterhaltsamer Schreibstil, das Hervorrufen einer Atmosphäre - oder seht ihr das alles doch eher als Mittel zum Zweck an?

Danke für eure Meinungen im Voraus und liebe Grüße! smile
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nothingisreal
Geschlecht:weiblichBestseller-Autor


Beiträge: 4370
Wohnort: unter einer Brücke


BeitragVerfasst am: 30.10.2019 12:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Pikmin,

du hast die Frage doch schon beantwortet Wink

Für mich muss der Plot stimmen, ABER auch die Figuren, der Stil etc. Der Plot alleine macht kein gutes Buch. Ich hab schon mal Bücher wegen dem Plot angefangen zu lesen und sie dann nie zu Ende gelesen. Weil das andere nicht stimmte. Und mir ist schon mal passiert, dass ich drei Staffeln einer Serie mit Begeisterung geschaut habe, obwohl ich die ersten fünf, sechs Folgen jeder Staffel überhaupt nicht wusste, worum es eigentlich geht. Eigentlich ein No-Go. Aber die Figuren und die Welt waren so unglaublich schön, dass ich trotzdem weitergeschaut habe. Ich würde mich als Autorin jedoch nicht darauf verlassen, dass meine Leser ausschließlich wegen der Figuren weiterlesen.


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"Es gibt drei Regeln, wie man einen Roman schreibt. Unglücklicherweise weiß niemand, wie sie lauten." - William Somerset Maugham
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Gerling
Geschlecht:männlichDichter und Denker

Alter: 54
Beiträge: 1846
Wohnort: Braunschweig


BeitragVerfasst am: 30.10.2019 12:45    Titel: Antworten mit Zitat

Jedes Stilmittel, welches vom Autor eingesetzt wird - detaillierte Beschreibung von Orten oder Personen, Erzählperspektive, Cliffhanger, etc, sind Mittel zum Zweck. Und der Zweck ist entweder, die Leser zu unterhalten, oder viele Bücher zu verkaufen (oder beides) Und das ist ja nicht verwerflich.
Man muss es nur beherrschen.
Da ich selbst nur die Bücher schreibe, die ich auch selbst gerne lesen würde, lese ich (fast) nur die Bücher, die ich selbst gerne geschrieben hätte.
Ich denke, es ist wie mit fast allem im Leben: Die Mischung muss stimmen.
Ein sehr guter Plot kann Defizite in der Personenbeschreibung rausreißen. Überaus interessante Figuren können Längen im Plot erträglich machen.
Können ... am besten, man vermeidet Längen und uninteressante Figuren.


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Das Kanzlerspiel - Periplaneta Verlag (Sep. 2009)
Pakt des Bösen - Periplaneta Verlag (Apr. 2011)
Das Programm - Bookspot Verlag (Juli 2014)
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Minerva
Geschlecht:weiblichSchreiberling


Beiträge: 267



BeitragVerfasst am: 30.10.2019 13:01    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube sogar, die Charaktere sind essenziell. Sie müssen doch irgendwie speziell sein, besonders auf irgendeine Art.
Aber es gehört beides zusammen. Also auch ein sinnvoller, logischer, Plot,der einigermaßen spannend sein sollte. Das können AUCH Belanglosigkeiten sein. Der Mensch ist neugierig, er will wissen, wer mit wem zusammenkommt, ob X den Betrug von Y herausbekommt oder was in dieser verdammten Schachtel von Seite 1 drin ist.

Trotzdem glaube ich daran, dass die Charaktere wichtiger sind. Selbst beim handlungsbetonten Roman sollten sie doch etwas Besonderes haben.
Und du sagst es schon: die emotionale Reaktion.
Wenn das etwas ist, was du beim Lesen suchst, dann wirst du wohl auch in die Richtung schreiben. Ich glaube Menschen lesen, um Emotionen zu erfahren. Sei es Angst in spannenden Thrillern, Krimis, Horror, ebenso die gespannten Nerven, die Neugier, wie es weitergeht. Oder etwas etwas Sentimentales, vielleicht romantische Liebe, entweder zum Herzzerspringen schön oder tragisch.
Mit einem platten Charakter wirkt das alles nicht.
Aber wenn der Charakter stark war, werde ich mich noch an ihn oder sie erinnern, wenn ich schon längst vergessen habe, was in dem Buch passiert ist ... (z.B. Lisbeth Salander aus den Romanen von Stieg Larsson ist mir noch deutlich vor Augen)

Ob Details ausführlich sein sollen oder nicht, kommt eben darauf an. Ich langweile mich schnell, aber wenn es jemand gut macht, mag ich es auch mal ausführlicher. Die Frage ist, was der Autor damit bezweckt. Was soll ich als Leser sehen, hören, riechen ... Was soll bei mir im Gehirn "angeknipst" werden, damit ich das Gefühl habe, ganz in der fiktiven Welt zu versinken?
Ansonsten ist mir absolut wichtig, dass das Buch flüssig und leserlich geschrieben ist. Perfekt wird es, wenn jemand verstehe nebenbei noch mit Sprache zu spielen und unverbrauchte Ausdrücke zu verwenden. Am besten bei kurzen Beschreibungen zum Wetter und der Umgebung, da bin ich ganz verzückt. Carlos Ruiz Zafon macht das nach meiner Meinung sehr gut.

Ebenso ein gewisser Humor, auch in tragischen Geschichten, ist immer gut. Nicht immer alles so bierernst und bedeutungsvoll. Aber das ist ein schmaler Grat mit dem Humor. Wenn es einem nicht liegt, dann ist es nicht schlimm, wenn man es sein lässt.

Trotzdem: richtig gut wird die Geschichte, wenn sie natürlich auch noch Überraschungen in der Handlung birgt, unerwartete Wendungen usw. Und wenn der Charakter einfach nie richtig zur Ruhe kommt, sondern ständig irgendwas ist, was ihn bedroht, bedrängt, das Leben versaut. Da muss man so mitleiden und fiebern.


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... will alles ganz genau wissen ...
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Maunzilla
Schreiberling


Beiträge: 215



BeitragVerfasst am: 30.10.2019 13:59    Titel: Antworten mit Zitat

Ich will nicht behaupten, der Plot sei unwichtig, aber ich kenne einige Stories, deren Plot absolut deppert, um nicht zu sagen hirnverbrannt ist, und die dennoch zu Klassikern und großen internationalen Erfolgen wurden. (Schaut euch mal gewisse Blockbuster-Filme an.)
Die Charaktere müssen interessant sein und es muß Elemente enthalten, die eine möglichst große Zielgruppe ansprechen.


_________________
"Im Internet weiß keiner, daß du eine Katze bist." =^.^=
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Pikmin of Tarth
Sonntagsschreiber


Beiträge: 24
Wohnort: Frankfurt


BeitragVerfasst am: 30.10.2019 15:06    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke für eure Beiträge! Ich hoffe, ich krieg das mit dem Zitieren hin. Also:

nothingisreal hat Folgendes geschrieben:
Hallo Pikmin,

du hast die Frage doch schon beantwortet Wink


Ja, für mich! Aber schön, wenn wir uns einig sind. Very Happy
Ich kann auf jeden Fall einen guten Plot - oder auch gute "Unterplots", gutes Beispiel, Seinfeld (TV-Serie) - wertschätzen. Über uninteressante Charaktere rettet er mich aber auch nicht hinweg. Da bin ich ganz bei dir. Andererseits würde ich nicht mal soweit gehen, zu sagen "Der Plot muss stimmen." Ich könnte - glaube ich - wirklich ganz ohne. Laughing
Dann kommen wir aber wahrscheinlich in zu detaillierte "was ist eigentlich alles Plot"-Diskussionen (IRGENDWAS passiert ja immer, und seien es nur Gedankenströme eines Erzählers). Ich meine nur, ich für meinen Teil habe, glaube ich, eine sehr hohe Plotqualitätstoleranz. Es ist mir (fast) egal was passiert, solange es jemand spannendem passiert und der unterhaltsam damit umgeht.
In dem Büchlein "Chill mal, Frau Freitag" erzählt ja nur eine Lehrerin aus ihrem Schulalltag. Aber die Schüler und auch die Ich-Erzählerin sind über weite Strecken so sympathisch, dass es mir einfach genügt.

Also, für dich muss alles stimmen, aber ein stärkerer Faktor hier kann einen schwächeren Faktor dort ausgleichen; gewisse Mindestanforderungen stellst du jedoch an alles, richtig? Ich denke, wahrscheinlich ist bis zu einem gewissen Grad auch bei mir so. Ich glaube aber, dass ich seeehr viel Gelaber und Längen aushalten und sogar toll finden kann, in denen "nix" passiert, solange ich die mag, denen nix passiert. Smile
Oder ich bin dem Werk, das einen so grottigen Plot hat, dass selbst die besten Charaktere es nicht retten konnten, einfach noch nicht begegnet.

Zitat:
Aber die Figuren und die Welt waren so unglaublich schön, dass ich trotzdem weitergeschaut habe.

Das klingt wirklich schön, weißt du noch, welche Serie das war?



Gerling hat Folgendes geschrieben:
Jedes Stilmittel, welches vom Autor eingesetzt wird - detaillierte Beschreibung von Orten oder Personen, Erzählperspektive, Cliffhanger, etc, sind Mittel zum Zweck. Und der Zweck ist entweder, die Leser zu unterhalten, oder viele Bücher zu verkaufen (oder beides) Und das ist ja nicht verwerflich.


Auf keinen Fall ist das verwerflich!
Ich würde allerdings noch eine dritte Option hinzufügen - der Zweck kann auch sein, ein Werk / einen Text zu erzeugen, mit dem man einfach glücklich ist und hinter dem man steht.

Was ich mit "Mittel zum Zweck" meinte war aber in dem Fall jetzt komplett auf den Plot gemünzt: Steht selbiger bei (manchen von) euch so sehr im Mittelpunkt, dass ihr quasi darum herumbaut und Ausschmückungen etc. nur Mittel zum Zweck sind, also nur dem Vorantreiben des Plots dienen sollen?


Zitat:
Man muss es nur beherrschen.


Das stimmt. Wäre wünschenswert. Smile

Zitat:
Ich denke, es ist wie mit fast allem im Leben: Die Mischung muss stimmen.
Ein sehr guter Plot kann Defizite in der Personenbeschreibung rausreißen. Überaus interessante Figuren können Längen im Plot erträglich machen.
Können ... am besten, man vermeidet Längen und uninteressante Figuren.


Ok, ebenfalls die Richtung - unter ein Mindestmaß an Qualität darf kein Faktor fallen, innerhalb der Toleranzgrenzen können die Punkte sich aber gegenseitig auffangen, gell?

Minerva hat Folgendes geschrieben:
Ich glaube sogar, die Charaktere sind essenziell. Sie müssen doch irgendwie speziell sein, besonders auf irgendeine Art.


Sowas liebe ich auch Embarassed

Zitat:
Aber es gehört beides zusammen. Also auch ein sinnvoller, logischer, Plot,der einigermaßen spannend sein sollte. Das können AUCH Belanglosigkeiten sein.


Das stimmt natürlich. Und für diesen Fall, also dass Belanglosigkeiten spannend werden können, werden für mich wieder die Charaktere sehr wichtig - wenn riesige Monster aus dem Meer die gesamte Menschheit bedrohen, dann ist das erstmal spannend, egal wie der Protagonist strukturiert ist. Aber nur ein besonders interessanter Charakter lässt mich als Leser plötzlich mitfiebern ob er, wasweißich, noch das letzte Eibrötchen beim Bäcker bekommt, obwohl die oft ausverkauft sind, wenn er, mal wieder, zu spät loskommt, weil er sein Eibrötchen morgens nunmal sehr sehr gern hat. Ein besonders interessanter Charakter würde das mit dem menscheitsbedrohenden Meermonster aber auch nochmal interessanter machen können.

Zitat:
Trotzdem glaube ich daran, dass die Charaktere wichtiger sind. Selbst beim handlungsbetonten Roman sollten sie doch etwas Besonderes haben.


Sehe ich auch exakt so.

Zitat:
Ich glaube Menschen lesen, um Emotionen zu erfahren.

Erneut Zustimmung. Deswegen irritiert mich, je länger ich drüber nachdenke, die oft bezeugte Wichtigkeit des Plots immer mehr. Obwohl es natürlich ERSTMAL eigentlich total logisch ist, dass man an einer spannenden / guten / überraschenden Geschichte interessierter ist, als an einer ... nicht so spannenden.

Zitat:
Aber wenn der Charakter stark war, werde ich mich noch an ihn oder sie erinnern, wenn ich schon längst vergessen habe, was in dem Buch passiert ist ... (z.B. Lisbeth Salander aus den Romanen von Stieg Larsson ist mir noch deutlich vor Augen)


Ja! Was ich schon für Ehestreits hatte, wegen unterschiedlicher Bewertungen von Sansa Starks Charakter. Laughing

Zitat:
Ob Details ausführlich sein sollen oder nicht, kommt eben darauf an. Ich langweile mich schnell, aber wenn es jemand gut macht, mag ich es auch mal ausführlicher.


Wenn es jemand gut macht, kann es mir z. B. nicht ausführlich genug sein. Da schaltet der Eskapismus ein und ich will nicht mehr zurück. Ist aber wirklich schwer und ja, dass der jemand es "gut macht" ist eine ziemlich wichtige Voraussetzung.

Zitat:
Ebenso ein gewisser Humor, auch in tragischen Geschichten, ist immer gut. Nicht immer alles so bierernst und bedeutungsvoll. Aber das ist ein schmaler Grat mit dem Humor. Wenn es einem nicht liegt, dann ist es nicht schlimm, wenn man es sein lässt.

Trotzdem: richtig gut wird die Geschichte, wenn sie natürlich auch noch Überraschungen in der Handlung birgt, unerwartete Wendungen usw. Und wenn der Charakter einfach nie richtig zur Ruhe kommt, sondern ständig irgendwas ist, was ihn bedroht, bedrängt, das Leben versaut. Da muss man so mitleiden und fiebern.


Alles sehr nachvollziehbar erläutert, vielen Dank! smile


Maunzilla hat Folgendes geschrieben:
Ich will nicht behaupten, der Plot sei unwichtig, aber ich kenne einige Stories, deren Plot absolut deppert, um nicht zu sagen hirnverbrannt ist, und die dennoch zu Klassikern und großen internationalen Erfolgen wurden. (Schaut euch mal gewisse Blockbuster-Filme an.)
Die Charaktere müssen interessant sein und es muß Elemente enthalten, die eine möglichst große Zielgruppe ansprechen.


Das kann man schon so sagen, mit dem deppert Laughing Ich denke aber, wichtiger, als dass der Plot intelligent, logisch, vielleicht noch realistisch oder eben nicht-albern ist, ist für viele, dass er spannend und mitreißend ist. Und das bekommen gerade depperte Plots ganz gut hin. ;-D Wenn man sich darauf erstmal einlässt, dann flutscht der Rest von alleine.
Das heißt aber mMn nicht, dass diese Plots leicht zu erfinden sind. Also, bei manchen mag das vielleicht der Fall sein, wer weiß. Aber selbst die leichtere Kost mit "depperten" Plots (ich find das sehr schön ausgedrückt Sich kaputt lachen) hat u. U. mehr Spannungen und Wendungen drin, auf die man erstmal kommen muss, als so manch hochwertigeres Stück Kunst, das vielleicht insgesamt besser "gecraftet" ist.
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Corydoras
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BeitragVerfasst am: 30.10.2019 18:31    Titel: Antworten mit Zitat

Für mich müssen Charaktere nicht zwingend sympathisch sein, sondern interessant. Ich glaube ich lese sogar lieber Charaktere, die mir prinzipiell unsympathisch sind, die aber irgendeine interessante Seite an sich haben.

In gewissen Schreibstilen könnte ich mich auch verlieren, da bin ich wie du. Lustig aber, dass du die Stadt der Träumenden Bücher nennst, den Stil fand ich für meinen persönlichen Geschmack nämlich unerträglich. Laughing

Ich glaub mit... ich nenne es mal salopp "Setting" alleine kann man mich auch gut in ein Buch reinziehen. Beispiele wären der Marsianer oder Ready Player One. In beiden fand ich weder Schreibstil noch Charaktere wirklich aufregend, aber der Mars und die Naturwissenschaften einerseits sowie Filme, Musik und Computerspiele aus meiner Kindheit andererseits waren es, die mich in diese Bücher hineingezogen haben.

Es gibt so viele Gründe, ein Buch zu lesen, und das ist ja auch das schöne an Büchern. Cool


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I'm not a king. I am just a bard.
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Kiara
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BeitragVerfasst am: 30.10.2019 18:40    Titel: Antworten mit Zitat

Geht mir ähnlich.
Ich finde oft die "bösen" Charaktere interessanter, weil sie die andere Seite ausleben als die, die man laufend vorgesetzt bekommt. Der Jorge bei der Name der Rose bspw.
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Taranisa
Geschlecht:weiblichAutor

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Wohnort: Frankenberg/Eder


BeitragVerfasst am: 30.10.2019 20:35    Titel: Antworten mit Zitat

Bei den interessanten Figuren schließe ich mich an. Interessant heißt für mich, dass die Figur nicht aus der Klischee-Schublade stammt, sondern natürlicherweise Ecken und Kanten hat, Vorlieben, Abneigungen, für sich stimmig handelt. Das kann natürlich auch der Antagonist sein, der ja gleichfalls ein nachvollziehbares Motiv für seine Aktionen hat.
Das Setting muss mich auch anziehen und gut eingefügt sein. Nicht übertrieben ausgeführt, jedoch so, dass ich es mir gut vorstellen kann.
Ein schlechter Stil verdirbt mir jedoch die Lust am Lesen, genauso, wie ein unlogischer oder unstimmiger Plot.


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Herr Meier
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BeitragVerfasst am: 31.10.2019 10:43    Titel: Antworten mit Zitat

Für mich ist der Plot das,

durch den die Figuren Nährstoff, Boden und Richtung bekommen.

Figuren existieren ja schon vorher im Kopf des Autoren.
Gut gemacht, so ausführlich, dass jede Figur schon ein Buch für sich sein könnte, würde man den Alltag der Figur beschreiben.  

Der Plot lässt sie dann ihren Arsch hochbekommen und sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten durch den Plot hangeln ...
was sie sich entwickeln und wirklich lebendig werden lässt.


Verzeiht, wenn ich allzu sehr und spürbar ohne theoretische Basis schreibe.
Ich nutze ein paar Worte wie Plot und Charakter, aber was die Schreibschulen und Theoretiker damit genau definieren, möchte ich erst noch lernen.
Wirklich interessant das Thema Cool Very Happy


Achverdammich ... um doch noch auf die Eingangsfrage des Postings zu kommen Laughing  
Das ist wohl eine meiner Schwächen. Einen viel zu großen Bogen ziehen um dann doch noch auf den Kern zu kommen.
Mehr als das Folgende hätte ich jetzt gar nicht schreiben müssen.

Der Plot ist zuerst,
die Figuren folgen,
der Plot wächst um die Figuren
und die Figuren um den Plot.
Ich sehe eine "Gleichzeitigkeit" in der Entwicklung von Plot und Figuren.
Kommt eine neue starke Figur hinzu,
oder ist sie schwächer als angedacht,
wirkt sich das auf den Plot aus.

Aber auch das ist natürlich eine Binsenweisheit.
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Pikmin of Tarth
Sonntagsschreiber


Beiträge: 24
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BeitragVerfasst am: 31.10.2019 12:02    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Corydoras hat Folgendes geschrieben:
Für mich müssen Charaktere nicht zwingend sympathisch sein, sondern interessant.


Finde ich auch, daher "sympathisch sind oder sonst eine emotionale Reaktion hervorrufen". Aber wenn ich länger nachdenke ... welche Werke fand ich richtig toll und habe sie wiederholt gelesen, bei denen ich niemanden sympathisch fand Grr ... (<- der soll bitte als sinnierend aufgefasst werden, nicht als böse) Da fällt mir irgendwie auch nix ein.

Zitat:
Ich glaube ich lese sogar lieber Charaktere, die mir prinzipiell unsympathisch sind, die aber irgendeine interessante Seite an sich haben.

Liegt vielleicht daran, dass gerade die nicht-rein-guten-Figuren nen besonderen Kniff haben? Und die Heroes eher aalglatt und langweilig sind? Nur ne Vermutung. Gibt natürlich auch viele gute Protagonisten mit Ecken und Kanten.

Zitat:
Lustig aber, dass du die Stadt der Träumenden Bücher nennst, den Stil fand ich für meinen persönlichen Geschmack nämlich unerträglich. Laughing

Shocked
Krass...weißt du noch, welches Werk dir da aufgestoßen ist?

Zitat:
Ich glaub mit... ich nenne es mal salopp "Setting" alleine kann man mich auch gut in ein Buch reinziehen. Beispiele wären der Marsianer oder Ready Player One. In beiden fand ich weder Schreibstil noch Charaktere wirklich aufregend, aber der Mars und die Naturwissenschaften einerseits sowie Filme, Musik und Computerspiele aus meiner Kindheit andererseits waren es, die mich in diese Bücher hineingezogen haben.


Auch ein wichtiger Faktor. Klar, der Marsianer war von Anfang an besonders spannend. Beim Setting kommt es aber oft auch auf die Beschreibungen an, finde ich. Womit wir wieder in Richtung Schreibstil wären. Wenn jemand die Umgebung gähnend langweilig beschreibt, dann kann es vielleicht auch das Setting nicht mehr retten. Wohingegen ein immerhin noch okay-er Schreibstil vom Setting durchaus noch gerettet werden kann.


Taranisa hat Folgendes geschrieben:
Bei den interessanten Figuren schließe ich mich an. Interessant heißt für mich, dass die Figur nicht aus der Klischee-Schublade stammt, sondern natürlicherweise Ecken und Kanten hat, Vorlieben, Abneigungen, für sich stimmig handelt. Das kann natürlich auch der Antagonist sein, der ja gleichfalls ein nachvollziehbares Motiv für seine Aktionen hat.


Hat oder sollte? Laughing Da hast du aber recht, ich finde, WENN man den Antagonisten irgendwie auch verstehen kann und selbst anfängt, den "Helden" in Frage zu stellen, dann wird es richtig spannend smile

Zitat:
Das Setting muss mich auch anziehen und gut eingefügt sein. Nicht übertrieben ausgeführt, jedoch so, dass ich es mir gut vorstellen kann.


Da sagst du was spannendes und etwas, worüber ich mir auch schon seit einer Weile Gedanken mache. Wie ausführlich soll es sein. Je nach Szene, kann beides was für sich haben, das sehr genaue Beschreiben (mag ich besonders bei "gemütlichen" Situationen, wenn abends die Familie zum Essen und vielleicht zur Lesezeit zusammenkommt, wenn auf dem Bauernhof nach schwerer Abend relaxt wird, wenn ein kleines Hobbitdörfchen beschrieben wird...) ebenso wie das Lückenlassen, die der Leser im Kopf vielleicht spannender füllt, als der Autor es je hinbekommen hätte. Aber es wird eh nie alles für jeden passen, also im Endeffekt so schreiben, wie man es selbst gut findet. rotwerd


Zitat:
Ein schlechter Stil verdirbt mir jedoch die Lust am Lesen, genauso, wie ein unlogischer oder unstimmiger Plot.


Beim schlechten Stil bin ich bei dir. Beim Plot, ja, wenn es zu unsinnig in der plotinternen Logik wirkt, dann kommt man raus. Und das ist für mich mit das schlimmste.
Wenn er aber nur unlogisch wirkt, weil man manchen Figuren das, was sie tun, nicht abkauft, dann kann man es vielleicht noch retten, mit "Wenn ich recht überlege hab ich schon blöderes gemacht" oder so. Laughing Aber natürlich nicht, wenn es VÖLLIG out of character ist und sehr deutlich wird, dass der Autor hier selbst einfach seine Fäden nicht mehr passend zu verknüpfen wusste.


Herr Meier hat Folgendes geschrieben:
Für mich ist der Plot das,

durch den die Figuren Nährstoff, Boden und Richtung bekommen.

Figuren existieren ja schon vorher im Kopf des Autoren.

(...etwas später...)

Der Plot ist zuerst,
die Figuren folgen,


Ööh! Meinst du, die Figuren spuken ZEITLICH noch vor dem Plot im Autorenkopf herum, der Plot "kommt" aber zuerst, im Sinne von, er ist wichtiger?
Zitat:

Gut gemacht, so ausführlich, dass jede Figur schon ein Buch für sich sein könnte, würde man den Alltag der Figur beschreiben.  


Korrekt und es gibt viele Figuren, von denen ich gerne so ein Alltagsbuch hätte Laughing

Zitat:
Der Plot lässt sie dann ihren Arsch hochbekommen und sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten durch den Plot hangeln ...
was sie sich entwickeln und wirklich lebendig werden lässt.


Kann ich nachvollziehen. Aber auch hier wirkt es mir, als wären die Charaktere viel wichtiger? Das ist ja auch eher meine Tendenz. Bin mir nur nicht sicher, ob ich dich da richtig verstanden habe.


Zitat:
Verzeiht, wenn ich allzu sehr und spürbar ohne theoretische Basis schreibe.
Ich nutze ein paar Worte wie Plot und Charakter, aber was die Schreibschulen und Theoretiker damit genau definieren, möchte ich erst noch lernen.

Keine Angst, gleichfalls Laughing


Zitat:
Der Plot ist zuerst,
die Figuren folgen,
der Plot wächst um die Figuren
und die Figuren um den Plot.
Ich sehe eine "Gleichzeitigkeit" in der Entwicklung von Plot und Figuren.
Kommt eine neue starke Figur hinzu,
oder ist sie schwächer als angedacht,
wirkt sich das auf den Plot aus.


Verstehe, was du meinst. Kann ich auch nachvollziehen. Wenn ich schreibe, ist es aber glaube ich ein hin-und-her und Zickzackkurse eher, als die von dir erwähnte Gleichzeitigkeit. Aber da ist ja jeder anders.

Bei mir entsteht, glaube ich, das große aus dem kleinen. Da sind zuerst Figuren, bzw sagen wir, einzelne Charakterzüge da, die ich interessant finde, und einzelne Situationen, die aber noch keinen Plot ergeben. Irgendwie wächst dann, wie du sagst, alles zusammen, und am Ende gibt es wirklich sowas wie eine Rahmenhandlung, mit relativ sinnvoller von A-bis-Z-Entwicklung. Wobei, das muss sich erst noch zeigen. Aber es kommt mir zumindest so vor, dass es klappen könnte. smile

Ich glaube, das nennt man Bojenschreiberei? Lauter kleine Einzelpunkte und das ganze am Ende verknüpfen? Auf jeden Fall habe ich das Gefühl, dass ich auf diese Weise von allen Faktoren eines Buches den Plot wirklich am stiefmütterlichsten behandle. Embarassed
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Herr Meier
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BeitragVerfasst am: 31.10.2019 12:48    Titel: Antworten mit Zitat

Pikmin of Tarth hat Folgendes geschrieben:


Ööh! Meinst du, die Figuren spuken ZEITLICH noch vor dem Plot im Autorenkopf herum, der Plot "kommt" aber zuerst, im Sinne von, er ist wichtiger?


Meine Figuren existieren schon jetzt im Groben ... und ich habe vor, sie sogar in ein Alltagsleben gehen zu lassen.

Zum Warmschreiben leben die dann mit mir immer wieder ein Stück Alltag Wink

Pikmin of Tarth hat Folgendes geschrieben:


Ich glaube, das nennt man Bojenschreiberei? Lauter kleine Einzelpunkte und das am Ende verknüpfen?


Bojenschreiberei wäre, wenn man einzelne Wegpunkte setzt, die man im Schreiben erreichen will und das Dazwischen existiert noch nicht?

So wie wir Beide das sehen, stechen wir mit einer neuen und noch teilweise unbekannten Mannschaft und einem unfertigen Schiff in See und lernen uns erst unterwegs langsam kennen während wir das Schiff fertig bauen ...

und steuern dabei entweder Bojen an oder haben schon eine genaue Fahrtrinne festgelegt.
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Kiara
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BeitragVerfasst am: 31.10.2019 12:59    Titel: Antworten mit Zitat

Herr Meier hat Folgendes geschrieben:
Pikmin of Tarth hat Folgendes geschrieben:

Ich glaube, das nennt man Bojenschreiberei? Lauter kleine Einzelpunkte und das am Ende verknüpfen?

Bojenschreiberei wäre, wenn man einzelne Wegpunkte setzt, die man im Schreiben erreichen will und das Dazwischen existiert noch nicht?


Ähnlich. Ich nenne es "Szenen" schreiben. Ich habe gewisse Szenen vor meinem geistigen Auge und formuliere diese aus. Später überlege ich, ob sie in meine Story passen oder in die Schublade kommen. Weiß nicht, ob es dasselbe wie Bojenschreiben ist.
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Herr Meier
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BeitragVerfasst am: 31.10.2019 13:06    Titel: Antworten mit Zitat

egal ... ich neige sowieso nicht zu theoretischer Überlast Smile
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Pickman
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BeitragVerfasst am: 31.10.2019 13:51    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe(r) Pikmin of Tarth,

vielen Dank für diesen überfälligen Thread. Es gibt zahllose Ratgeber, die nicht müde werden zu behaupten, es seine drei Dinge, die einen guten Roman ausmachten, nämlich 1. eine gute Story, 2. eine gute Story und 3. eine gute Story. Dieses These betrachte ich nun einstweilen als widerlegt.

Das soll keinen daran hindern, gute Storys zu schreiben. Es geht auch anders, aber, wie Gerling bereits anmerkte und allen Kollegen, die nun meinen, auf eine gute Story verzichten zu dürfen, ins Stammbuch geschrieben sei, man muss es halt können.

Als Schreiber werde ich mich übrigens weiterhin um eine gute Story bemühen.

Liebe Grüße

Pickman


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"Damit sich alles erfüllt, damit ich mich weniger allein fühle, brauche ich nur noch eines zu wünschen: am Tag meiner Hinrichtung viele Zuschauer, die mich mit Schreien des Hasses empfangen." (Albert Camus: Der Fremde)
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Herr Meier
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BeitragVerfasst am: 31.10.2019 14:25    Titel: Antworten mit Zitat

Ohne eine gute Story ... wird das Leben langweilig.

Das ist in der Realität so und erst recht im Roman.

Es sei denn, es wird mitreißend beschrieben ...
viva Haruki Murakami Cool

Allerdings ergeben spannende Figuren
fast automatisch auch eine gute Story.
Die erleben einfach mehr, weil sie offen dafür sind.
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Pikmin of Tarth
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BeitragVerfasst am: 31.10.2019 19:42    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

@Kiara, ja, genau so mach ich das auch sehr oft. smile

Lieber Fastnamensvetter Pickman, oh, gerne! Das Thema ist für mich sehr spannend, nachdem ich bis jetzt eher ladidamäßig geschrieben habe, das ganze etwas geplanter und, so fühlt es sich zumindest für mich an, verantwortungsvoller, ganzheitlicher anzugehen, und dann beginnt man als Schreibende sich eben Gedanken zu machen. Da ich vor allem Theoretikerin bin, lese ich derzeit natürlich einen Ratgeber nach dem anderen, um zu schauen, was die erfahrenen "Kollegen" Embarassed denn so zu sagen haben.

Und da kam das mit dem Plot immer wieder auf. Und andersrum ist halt oft die Motivation bei Schriftstellern, egal ob als Hobby oder professionell, das mit der "Geschichte, die raus will".
Da das bei mir eher nicht der Fall ist, hat mich brennend interessiert, wie es den Foristen so geht.

Freut mich, dass dein Bemühen um gute Storys weitergeht und ja, ich bitte darum Very Happy Hat dein Name mit Lovecraft zu tun? Der ist ja mMn auch ein Paradebeispiel für nicht vorhandenen Plot (überspitzt formuliert natürlich) bei gleichzeitiger extremer Vereinnahmung des Lesers.

LG!
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