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"Mindset" eines Verlags

 
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DS1980
Geschlecht:männlichAbc-Schütze


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Wohnort: Düsseldorf


BeitragVerfasst am: 23.10.2019 13:37    Titel: "Mindset" eines Verlags eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo allerseits,

ich habe vor kurzem meinen ersten Roman geschrieben, im alter von fast 39 Jahren. Meine Schriftsteller-Vita hat wenig zu bieten, außer der Aussage, dass ich dem Rat meiner Eltern gefolgt bin, und was "handfestes" gelernt/studiert habe.

Mich würde interessieren, welche Kriterien die Agenturen und die Verlagshäuser haben und welche Voraussetzungen ein Buch von einem neuen Autor erfüllen muss, damit  das Manuskript gelesen und in Betracht gezogen wird.

Ich habe mich im Internet eingelesen und meine folgendes verinnerlicht zu haben:
1) Aktuelle Trends: Aktuell hat die Bewegung vor und hinter Greta Thunberg das Interesse der Gesellschaft für den Klimawandel geweckt. Ob nun dieses Interesse echt oder auch nur temporär ist, Fakt ist, dass Menschen gerne darüber lesen.  Wenn man dieses Interesse auf einer zeitlichen Skala skizziert, dann sieht man so etwas wie eine Gaußglocke. Es gibt einen Anstieg, ein Maximum und einen Abfall auf der Kurve. Im Zeiten des Anstiegs werden Manuskripte zu diesem Thema mit offenen Armen empfangen. Wenn das Maximum erreicht ist, dann haben nur herausragende Manuskripte eine Chance, gelesen zu werden. Und während des abfallenden Interesses werden Manuskripte im Anhang samt Emails meist gelöscht, bevor das Expose gelesen wird.
2) Portfolio der Verlagshäuser: Dieses definiert eindeutig, welche Literatur berücksichtigt werden kann. Mir ist unklar, ob ein neues Genre oder ein schwer in das Korsett eines Genres zu zwängende Buch trotzdem einen bekannten Stempel verpasst bekommen muss, um wahrgenommen zu werden.
3) Zufallsprinzip: Agenturen beschäftigen einige wenige Experten und viele Hilfskräfte. Sie sortieren nach von der Agentur festgelegten Kriterien, jedoch spielen auch individuelle Vorlieben der Prüfer eine große Rolle. Ein Prüfer mag etwas gut finden, was ein anderer zutiefst ablehnt.

Während 1) und 2) Hürden sind, die man beeinflussen kann, ist 3) etwas, was sich nicht beeinflussen lässt.

Gibt es noch weitere Kriterien?

Vielen Dank für das Lesen der langen Frage und ich freue mich auf eure Kommentare.


_________________
„…Da wir uns weder die Haare färben noch sonst irgendwelche auffälligen äußeren Merkmale aufweisen, gehören wir wahrscheinlich zu den subtilsten Außenseitern, die es gibt. Nur die Abwesenheit von einem stark pathologischen Verhalten unterscheidet uns von den subtilsten Außenseitern: Den Mördern, Schändern und
anderen Menschen, die andere Menschen in ihre innere Konflikte einbeziehen…“
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Gerling
Geschlecht:männlichDichter und Denker

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BeitragVerfasst am: 23.10.2019 13:53    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist alles blanke Theorie.
Was benötigt man, um einen Schrank zu bauen?
Kann man googeln. Holz, Säge, Hobel, Hammer, Schrauben, Nägel ...
Material und Werkzeug kann man alles im Baumarkt kaufen.
Aber hat man auch die Fähigkeiten, das Talent, diesen Schrank zu bauen?
Jetzt zu deiner Kern-Frage:
Wenn man einen Trend erkennt, ist es fast schon zu spät.
Selbst wenn nicht; auf diesen Trend aufzuspringen, bedeutet nichts anderes, als einen Roman zu schreiben in der Hoffnung, wegen des Trends mehr Chancen zu haben, wahrgenommen zu werden. Die Idee eines Buches sollte aus die selbst heraus kommen. Die Geschichte sollte sich dir aufdrängen, danach schreien, aufgeschrieben zu werden. Und am wichtigsten: Es sollte eine Geschichte sein, die du selbst gerne lesen würdest.
Alles andere kann meiner Meinung nach nur schlecht werden.


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Das Kanzlerspiel - Periplaneta Verlag (Sep. 2009)
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DS1980
Geschlecht:männlichAbc-Schütze


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BeitragVerfasst am: 23.10.2019 14:01    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Gerling,

ich stimme dir zu 100% zu. Man schreibt aus dem Herzen und geht darin auf. Allein das erfüllt seinen Zweck. Nichtsdestotrotz möchte man mit dem Buch seine Gedanken mit anderen teilen.

Um dies nicht in der Fußgängerzone tun zu müssen, und dort kostenlose, auf eigene Kosten gedruckte Exemplare zu verteilen, sucht man einen Agenten oder einen Verleger. Dies beschreibt die Ausgangslage meiner Frage.

Mein Buch liegt übrigens nicht im Trend und hat auch nichts mit dem Klimawandel zu tun. Greta Thunberg war nur ein Beispiel.

Mir ist klar, dass wenn ein Buch nicht gut ist, es nicht durch einen Trend zu einem guten Buch werden würde. Dies wollte ich auch nicht andeuten.

Ich möchte lediglich eure Sicht auf den hart umkämpften Literaturmarkt erfahren. In der idealen Welt führt ein sehr gutes Buch zu hohem Erfolg und ein gutes zum Erfolg. Aber in Wirklichkeit ist das nicht immer so. Den ein gutes Buch muss erstmal Hürden bewältigen, die ich hier versuche zu verstehen.


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„…Da wir uns weder die Haare färben noch sonst irgendwelche auffälligen äußeren Merkmale aufweisen, gehören wir wahrscheinlich zu den subtilsten Außenseitern, die es gibt. Nur die Abwesenheit von einem stark pathologischen Verhalten unterscheidet uns von den subtilsten Außenseitern: Den Mördern, Schändern und
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Gerling
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BeitragVerfasst am: 23.10.2019 14:12    Titel: Antworten mit Zitat

Okay, dann habe ich deinen Beitrag falsch verstanden.
Gerade von der Buchmesse kommend musste ich einmal wieder feststellen, dass die Mechanismen des Buchmarktes so wirklich niemand versteht ...
Eines jedoch scheint festzustehen: Viele Bestseller werden nicht geschrieben, sie werden gemacht. Ein viel verkauftes Buch ist nicht automatisch ein gutes Buch. Es wurde einfach nur sehr oft gekauft. Entweder, weil der Autor einen bekannten Namen hat, oder aber weil der Verlag enorm viel Geld ins Marketing investiert hat. Ersteres klappt immer. Sogar mehrfach. Letzteres wird immer seltener.
Fakt ist, dass die allermeisten unbekannten Autoren den Sprung zu einem großen Publikumsverlag nur über einen Agenten schaffen. Allerdings nicht mit einem No Name Agenten. Es muss schon eine der Top Ten Agenturen sein.
Die Krux ist, dass deren Aufnahmekriterien genauso krass sind, wie die der Verlage. Also bleibt den allermeisten Neu-Autoren nur der Weg über einen kleinen oder mittleren Verlag. Was nicht schlimm ist. Im Gegenteil, die halten länger an einem Autoren fest, als die großen Player. Hast du da ein Buch, dass die Erwartungen nicht oder nur bedingt erfüllt, bist du schneller wieder raus, als du drin warst. Den Schnellschuss, der einen reich macht, den gibt es nur in Romanen. In schlechten übrigens ...


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DS1980
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BeitragVerfasst am: 23.10.2019 14:46    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Zitat:
Fakt ist, dass die allermeisten unbekannten Autoren den Sprung zu einem großen Publikumsverlag nur über einen Agenten schaffen. Allerdings nicht mit einem No Name Agenten. Es muss schon eine der Top Ten Agenturen sein.


Danke, das leuchtet ein.  Und zeigt mir, dass ich es als No Name Autor bei den Top Ten Agenten  erst gar nicht zu versuchen brauche. Leider sind zwei von den fünf Agenten, die ich angeschrieben habe sogenannte "Top Agenten", zumindest ließt man über sie im Spiegel und co. Deren noch nicht erteilte Absage kommt also zeitnah.

Zitat:
Also bleibt den allermeisten Neu-Autoren nur der Weg über einen kleinen oder mittleren Verlag. Was nicht schlimm ist. Im Gegenteil, die halten länger an einem Autoren fest, als die großen Player.


Hast du Beispiele für "kleine aber feine"  Agenturen, die seriös sind und denen Begriffe wie Druckkostenzuschussverlag und Chick Lit oder  RTL -niveau fremd sind?


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Gerling
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BeitragVerfasst am: 23.10.2019 14:53    Titel: Antworten mit Zitat

DS1980 hat Folgendes geschrieben:
Hast du Beispiele für "kleine aber feine"  Agenturen, Verlage, die seriös sind und denen Begriffe wie Druckkostenzuschussverlag und Chick Lit oder  RTL -niveau fremd sind?


Nur im Bereich Unterhaltungsliteratur, also Krimis, Thriller usw.
Bookspot Verlag München, Pendragon Verlag Bielefeld, Gmeiner Verlag, Emons Verlag (nur regional spielende Romane, aber die haben den Grafit Verlag gekauft. Das ist ein klassischer Krimi-Verlag)
Es gibt noch jede Menge mehr Verlage, die kein Geld, nur Nerven kosten.
So wie alle Verlage ...


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DS1980
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BeitragVerfasst am: 23.10.2019 16:14    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielen Dank Gerling!

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„…Da wir uns weder die Haare färben noch sonst irgendwelche auffälligen äußeren Merkmale aufweisen, gehören wir wahrscheinlich zu den subtilsten Außenseitern, die es gibt. Nur die Abwesenheit von einem stark pathologischen Verhalten unterscheidet uns von den subtilsten Außenseitern: Den Mördern, Schändern und
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Fjodor
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Beiträge: 1447



BeitragVerfasst am: 23.10.2019 16:22    Titel: Antworten mit Zitat

Bei kleineren bis mittleren Verlagen kann man auch noch ganz gut ohne Agenten durchdringen; aus Gesprächen beim Autorenstammtisch hörte ich schon heraus, dass Agenten mitunter auch ganz schön irrlichtern können. In diesem Fall würde ich mir die Veröffentlichungen des Verlags anschauen und sehen, ob ich da ggfs. einen Anknüpfungspunkt zum eigenen Projekt finde und dann zum Verlag individuell Kontakt aufnehmen.
Ansonsten gilt: Versuch macht kluch – und die Agenturen geben ja oft Hinweise, was sie von vornherein ausschließen. Ein weniger bekannter Agent, der sich dafür richtig ins Zeug legt, kann sicher auch ein guter Partner sein.
Selbst erfolgreiche Bücher wurden ja oft erstmal an verschiedenen Stellen abgelehnt, ehe ihr Potenzial entdeckt wurde; man sieht daran, dass es keinen Königsweg gibt.
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Bananenfischin
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BeitragVerfasst am: 24.10.2019 22:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo DS1980,
wie bist du denn mit deinen Fragen ausgerechnet im Wettbewerbsarchiv gelandet? smile
Ich habe diesen und auch den anderen Thread an eine passende Stelle verschoben.

Liebe Grüße
Bananenfischin


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»Ob ich mir eine Dramatisierung meiner Bücher vorstellen kann? Ich kann mir das überhaupt nicht vorstellen, in meinen letzten vier Büchern gibt es keine Handlung.« (Andreas Maier im Gespräch mit Raimund Fellinger, 2015)
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Maunzilla
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BeitragVerfasst am: 24.10.2019 23:50    Titel: Antworten mit Zitat

Den schnellen Erfolg gibt es durchaus. Aber vor allem mit Sachbüchern.
Die haben zwei große Vorteile: 1. Der Markt ist nicht so hart umkämpft. ((Fantasy-)Romane schreibt heute jeder zweite Teenager) 2. Es gibt eine natürliche Nachfrage. Man braucht weniger Reklame zu machen, und Medien sind eher geneigt, über Sachbücher zu berichten als über Romane.
Insbesondere bieten sie sich für Selfpublisher an weil diese ihr Produkt viel schneller auf den Markt bringen können als ein kommerzieller Verlag. (1,5 -2 Jahre von der Vertragsunterzeichnung bis zur Auslieferung des Buches sind da üblich.) Macht man es selbst kann man das Buch schon in ein paar Monaten auf den Markt werfen und so viel rascher auf aktuelle Trends ragieren.

Ob man mit einem Agent eher an einen Verlag kommt, ist fraglich. Gibt es rund 3000 Verlage, sind es weniger als 100 professionelle Agenturen. Man kann also davon ausgehen, daß Agenten heute pro Kopf weit mehr Manuskripte angeboten bekommen als Verlage, bei in der Regel viel weniger Personal. (Die allermeisten Agenturen haben weniger als 5 Angestellte.) Hinzu kommt, daß die meisten Agenturen sich auf wenige Genres spezialisiert haben, was die Zahl der möglichen Partner noch einmal drastisch verringert.

Als Neuling in den Markt zu kommen, ist in vielen Bereichen der Belletristik noch schwerer geworden, da es heute einen vermehrten Hang zu Reihen und mehrbändigen Werken gibt. Diese belegen dann einen Großteil der Programmplätze.


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Bunt Speck
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BeitragVerfasst am: 25.10.2019 08:16    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber DS 1980,

in deiner Frage schwingt ja auch mit, das erstmal geklärt werden muss was gut und was nicht gut ist. Und dass muss man leider, wenn man zu einem größeren Verlag will, den Agenturen überlassen (und das hast Du ja oben unter Punkt 3 schon so geschrieben). Letztlich entscheidet darüber ja immer der Verlag, egal ob groß oder klein. Daher gibt es sicherlich auch kein sicher funktionierendes Patentrezept, dass sich an Trends orientiert ... wie Gerling schon schrieb.

Dir bleibt schlicht nichts anderes übrig, als es zu versuchen, wenn Du dein Werk für gut befindest. Und da würde ich die Top-Agenturen nicht kategorisch ausschließen. Die erkennen schon, wenn sie etwas gebrauchen können.

Daher würde ich bei Bewerbungen das Portfolio der Agenturen/Verlage auch nicht zu eng interpretieren, sondern eher als eine Orientierungshilfe. Wenn Du Fantasy-Elemente hast, bewirb dich bei allen die Fantasy machen , egal ob Urban, High oder was es sonst noch so an Genrespezialschubladen gibt ... also so ungefähr.

Ich kann dann hier auch nur aus meiner eigene Erfahrung berichten: Ich kam erst mit Agent zu einem namhaften Verlag. Das ging aber dann doch recht schnell. Daher kann ich bisher das Agentenwesen nur befürworten.

Grüße
Bunt


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Maunzilla
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BeitragVerfasst am: 25.10.2019 09:59    Titel: Antworten mit Zitat

Was, wenn man sich als Agent ausgibt und sein eigenes Werk (unter Pseudonym) anbietet? Razz

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RAc
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BeitragVerfasst am: 25.10.2019 10:17    Titel: Antworten mit Zitat

Maunzilla hat Folgendes geschrieben:
Was, wenn man sich als Agent ausgibt und sein eigenes Werk (unter Pseudonym) anbietet? Razz


Netter Versuch!

Aber naja, auch Agenten müssen sich erstmal einen Namen machen und eine Tür in die Verlage bekommen. Ich denke mal, dass die Verlage und Agenturen sehr gut vernetzt sind (die brauchen sich ja gegenseitig), also werden neue Agenturen zunächst so ähnlich behandelt wie Direktautoren (höflich aber bestimmt ins Wartezimmer komplimentiert).

Wenn es ein funktionierender Trick wäre, eine "Eigenagentur" aufzumachen, wären sicherlich schon mehrere auf den Trichter gekommen. Wenn man als Autor einen Namen in der Branche hat, braucht man vermutlich keinen Agenten mehr, aber das trifft auf die Allermeisten hier ja nicht zu...
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Bunt Speck
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BeitragVerfasst am: 25.10.2019 10:29    Titel: Antworten mit Zitat

Maunzilla hat Folgendes geschrieben:
Was, wenn man sich als Agent ausgibt und sein eigenes Werk (unter Pseudonym) anbietet? Razz


Nach meiner Erfahrung kennen sich Agenten und Lektoren meist persönlich ... aber versuchen kannst Du es ja mal


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Kiara
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BeitragVerfasst am: 25.10.2019 10:42    Titel: Antworten mit Zitat

Maunzilla hat Folgendes geschrieben:
Was, wenn man sich als Agent ausgibt und sein eigenes Werk (unter Pseudonym) anbietet? Razz

Da würde ich mich lieber gleich als eine bekannte Autorin ausgeben Rolling Eyes Dadurch spare ich mir das Gedöns mit dem Hin- und her. Embarassed
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Gerling
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BeitragVerfasst am: 25.10.2019 14:49    Titel: N Antworten mit Zitat

Guter Plan. Ich schreibe ein Buch, investiere danach nochmal so um die einhunderttausend Euro für Werbung, kaufe anschließend mein eigenes Buch, sagen wir ungefähr 60.000 mal und schwups, hab ich nen Bestseller.
Allerdings nehmen 60.000 Bücher verdammt viel Platz in Anspruch ...


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BeitragVerfasst am: 25.10.2019 15:02    Titel: Antworten mit Zitat

Du bringst mich da echt auf Ideen

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Kiara
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BeitragVerfasst am: 25.10.2019 15:21    Titel: Re: N Antworten mit Zitat

Gerling hat Folgendes geschrieben:
Allerdings nehmen 60.000 Bücher verdammt viel Platz in Anspruch ...

Vereine vor Ort machen Altpapiersammlungen, bei denen es nach Gewicht geht. Ich glaube, du hättest ganz schnell Freunde dort...
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Maunzilla
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BeitragVerfasst am: 25.10.2019 20:15    Titel: Antworten mit Zitat

Kiara hat Folgendes geschrieben:
Da würde ich mich lieber gleich als eine bekannte Autorin ausgeben Rolling Eyes Dadurch spare ich mir das Gedöns mit dem Hin- und her. Embarassed

Das wäre Betrug und würde rasch aufallen. Mein Plan hingegen ist legal und wasserdicht. Eine Agentur darf jeder betreiben und ein Buch unter Pseudonym veröffentlichen ebenfalls. smile

Gerling hat Folgendes geschrieben:
Guter Plan. Ich schreibe ein Buch, investiere danach nochmal so um die einhunderttausend Euro für Werbung, kaufe anschließend mein eigenes Buch, sagen wir ungefähr 60.000 mal und schwups, hab ich nen Bestseller.
Allerdings nehmen 60.000 Bücher verdammt viel Platz in Anspruch ...

So schlecht ist der Plan gar nicht. Du kannst die 60'000 Bücher ja weiter verkaufen, weil die Nachfrage nach dem Bestseller steigt. Wenn du sie in der Folie eingeschweißt läßt, merkt keiner, daß sie vorher schon mal gekauft wurden. wink
Ist das Buch erst mal auf der Bestseller-Liste, kannst du problemlos Lizenzen für Taschenbücher und die Filmrechte verkaufen. Das investierte Kapital ist so schnell wieder reingeholt.
Die einzige Schwierigkeit besteht darin, die vielen Bücher unauffällig zu kaufen, so daß keiner die Marktmanipulation bemerkt.


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Rodge
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BeitragVerfasst am: 26.10.2019 07:20    Titel: Re: N Antworten mit Zitat

Gerling hat Folgendes geschrieben:
Guter Plan. Ich schreibe ein Buch, investiere danach nochmal so um die einhunderttausend Euro für Werbung, kaufe anschließend mein eigenes Buch, sagen wir ungefähr 60.000 mal und schwups, hab ich nen Bestseller.
Allerdings nehmen 60.000 Bücher verdammt viel Platz in Anspruch ...


Meine Lösung: Kauf doch ebooks, die nehmen nicht so viel Platz weg...
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Gerling
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BeitragVerfasst am: 26.10.2019 09:03    Titel: Antworten mit Zitat

Es soll ja Menschen geben, die sich für jedes neues eBook auch nen neuen Reader kaufen, und diesen nach Beendigung der Lektüre ins Buchregal stellen ... Shocked

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Mysi101
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BeitragVerfasst am: 26.10.2019 17:26    Titel: Antworten mit Zitat

Gerling hat Folgendes geschrieben:
Es soll ja Menschen geben, die sich für jedes neues eBook auch nen neuen Reader kaufen, und diesen nach Beendigung der Lektüre ins Buchregal stellen ... Shocked


Die kaufen sich für jedes 1,99 €- bis 10,99 €- Buch einen eigenen, um die 100 €-Reader? Shocked Müssen ja Geld wie Heu haben. Dann doch lieber Print.

Vorausgesetzt deine Aussage war ernst gemeint. Laughing


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