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Trennung


 
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Catalina
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 47
Beiträge: 418
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 15.09.2019 19:00    Titel: Trennung eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Anni schaute irritiert auf, als er zu lachen begann. Sie hatte sich vorgenommen, ihm zumindest mit halbem Ohr zuzuhören. Um eine Situation wie diese zu vermeiden. Sollte sie jetzt mitlachen, oder ihm besser Empörung zeigen? Wovon hatte er gesprochen?

Zu Annis Füßen bemühten sich ein paar Ameisen eifrig, einen Zitronenfalter durch den kleinen Eingang ihres Nestes zu pressen. War es Einbildung, oder bewegte sich der Schmetterling noch? Seine Beinchen schienen zu zappeln. Oder waren das die ruckartigen Bewegungen der kleinen Tierchen?

Etwas platschte ins Wasser. Das Schilf raschelte im auffrischenden Wind, gab aber den Blick zum Fluss nicht frei. Anni lief ein Schauer über den Rücken. Noch einmal: platsch. Sie versuchte, ihr Unbehagen abzuschütteln. Die langen Schatten von Rafael und ihr erreichten fast das Ufer, sie waren verzerrt, irgendwie unheimlich. Wie spät muss es geworden sein?

Rafael sah sie erwartungsvoll an. Mist. So schaute er nur, wenn er eine Frage stellte, die er auch beantwortet haben wollte. Ob sie mit einem Achselzucken davonkam? Sie versuchte es zaghaft und er schien zufrieden. „Und dann ist da auch noch das große Projekt, es nimmt mich total ein und ich kann niemandem mehr gerecht werden…“

Annis Gedanken drifteten wieder ab. Wann war er mit seiner kleinen Vorstellung fertig? Die Sonne würde bald untergehen und ihr wurde kalt. Natürlich kannte sie das Ende bereits. Sie hatte es die ganzen letzten Wochen gespürt. Und heute hatte sie es das erste Mal in seinen Augen gesehen.

„Meine Partner sind unzufrieden. Das waren sie noch nie. Sie beschweren sich, ich hätte keine Zeit...“ Rafaels Stimme wurde jetzt lauter, seine Bewegungen hektischer. Ganz sicher erwartete er eine andere Reaktion von ihr als – nun, als eben gar keine.  Und doch schien ihr es so am besten. Seit er sie hier hergebracht hatte, seit sie wusste, was er vor hatte, seitdem konnte sie nichts anderes spüren als Erleichterung. Erleichterung und Hoffnung. Keine adäquate Reaktion, und in Rafaels Nähe auch keine gesunde.

Sie fröstelte jetzt. Wie lange hatte sie sich gewünscht, er würde sie in einem solchen Moment wärmend und schützend in den Arm nehmen? Viel zu spät hatte sie verstanden, dass er so etwas nie tun würde. Körperkontakt hatte bei ihm nichts mit Zärtlichkeit zu tun. Und irgendwann begann sie sich zu wünschen, er würde sie nicht mehr anfassen.

Rafael sprach noch schneller, und es schien, als käme er jetzt zum Punkt. Der Schmetterling zappelte nicht mehr, ein Flügel war abgebrochen. Die Ameisen hatten von ihren Artgenossen Verstärkung bekommen.  Im Schilf platschte es erneut, mehrmals hintereinander.  Diesmal achtete sie kaum darauf. Sie war wie berauscht bei dem Gedanken, es habe gleich ein Ende. Sie würde ihre Mutter besuchen. Vielleicht auch ihre Schwester. Ob es ihre alte Clique noch gab?

„Und deswegen sehe ich keine andere Möglichkeit“
Jetzt. Sie musste sich konzentrieren. Wie sollte sie reagieren? Würde er ihr Verzweiflung und Trauer abkaufen, wenn sie es versuchte? Anni richtete sich auf. Es viel ihr schwer, nicht zu lächeln.
„… als Dich so weit weg wie möglich in Sicherheit zu bringen. Erinnerst Du Dich an Werner, drüben in Arkansas? Der passt auf Dich auf, solange es hier unruhig ist.“ Rafael grinste sie jetzt vielsagend an. „Er hat mir auch versprochen, ganz besonders lieb zu Dir zu sein.“ Damit beendete er seinen Monolog.

Bis sie die Bedeutung seiner Worte begriffen hatte, waren die Ameisen und der Schmetterling verschwunden. Das Wasser lag still. Langsam folgte sie ihm zum Auto. Ein Zitronenfalter flog ihr entgegen. Sie sah ihm nach, als sein Gelb mit dem der untergehenden Sonne verschwamm.

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V.K.B.
Geschlecht:männlichNebelpreisträger

Alter: 47
Beiträge: 2308
Wohnort: Diaspora
Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 17.09.2019 02:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,
was die Details der Beziehung angeht, kann ich nur raten. Klar ist, sie fühlt sich gefangen, und bleibt das auch. Die erhoffte Trennung ist nur eine räumliche. Anscheinend kann sie sich nicht selbst einfach so von ihm trennen. Er behandelt sie ja auch eher wie eine Geisel, die man mal eben irgendwo bei einem Kumpel in den Keller sperrt, bis die Polizei nicht mehr sucht. Anscheinend steckt er in Schwierigkeiten, ist in irgendwelche krummen Dinge verwickelt. Auch wenn er darüber redet, als gehe es um normale Arbeit. Aber man kann sich denken, um was für Geschäftspartner es geht. Oder ich stehe voll auf dem Schlauch.

Schön: Der Schmetterling als Symbol, verschleppt, gebrochener Flügel, Armeisen (Hiver), pervertiertes "into sunset"-Trope am Ende. Gefällt mir.

Ob's für Punkte reicht, kann ich noch nicht sagen.

Grüße,
Veith


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Warning: Cthulhu may occasionally jumpscare people …
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Kojote
Geschlecht:männlichHobbyautor

Alter: 29
Beiträge: 302
Wohnort: Wurde erfragt


BeitragVerfasst am: 17.09.2019 12:16    Titel: Antworten mit Zitat

Ein sehr atmosphärischer Text mit lebendigen Schilderungen. Für meine Begriffe etwas zu inkongruent in Bezug auf Inhalt der Erzählung. Erinnert mich irgendwie an ein Kunstwerk, das man lange betrachten muss, um seine Botschaft zu verstehen. (Und das ist keinesfalls negativ gemeint.)

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Selanna
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 615
Wohnort: Süddeutschland


BeitragVerfasst am: 18.09.2019 02:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo 😊,
ich habe die Geschichte gern und in einem Rutsch durchgelesen, bin (bis auf das viel/fiel) nirgends gestockt und fand die Atmosphäre schön melancholisch. Eine gute Momentaufnahme!

Liebe Grüße
Selanna


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Michel
Geschlecht:männlichNebelpreisträger

Alter: 48
Beiträge: 2318
Wohnort: Südwest
Das goldene Niemandsland Der silberne Spiegel - Prosa
Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 18.09.2019 10:39    Titel: Antworten mit Zitat

Anni wünscht sich eine Trennung, ihr Noch-Partner monologisiert, schließlich will er sie mit einem Freund verkuppeln. Währenddessen sieht sie Ameisen zu, die einen Zitronenfalter in den Bau bringen. Die Pointe zündet für mich nicht wirklich; wenn ich sie verstehe, finde ich sie nicht so originell, um eine ganze Geschichte darauf zusteuern zu lassen.
Beginn am Fluss: Check. Person? Rafael versucht sie ins Gespräch einzubinden, jedenfalls als Zuhörerin. Gefühl: Ekel wird nicht konkret benannt, lässt sich aber zumindest ahnen.
Was mir wirklich gut gefallen hat, waren die Passagen über Falter und Ameisen, die detaillierte Beschreibung, die eine Bedeutungsebene offen lassen, ohne sie zu erzwingen.

Gerade frage ich mich, ob die Geschichte im Präsens besser funktionieren würde, unmittelbarer.
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Amarenakirsche
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 26
Beiträge: 231
Wohnort: tief im Westen


BeitragVerfasst am: 18.09.2019 12:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Unbekannte(r),
um es transparent zu machen, habe ich zehn Punkte in folgenden Kategorien verteilt: Vorgaben berücksichtigt, Inhalt, Sprache, Charakterisierung und Perspektive. Deinen Text habe ich persönlich so eingeordnet:

Vorgaben: 1/1
Inhalt: 2/3
Sprache: 3/3
Charakterisierung / Perspektive: 3/3

Alle Vorgaben drin. Sprachlich solide geschrieben, bis auf ein paar kleine Kommafehler nichts auszusetzen.
Besonders gut gefallen hat mir dieser Satz:
Zitat:
Körperkontakt hatte bei ihm nichts mit Zärtlichkeit zu tun. Und irgendwann begann sie sich zu wünschen, er würde sie nicht mehr anfassen.

Die Charakterisierung der Figuren gelingt dir gut, das Bild mit dem Schmetterling ist besonders schön.

Ein bisschen gefehlt hat mir, warum genau er sie "in Sicherheit" bringen will und warum sie schon damit gerechnet hat. Das kam mir persönlich nicht deutlich genug heraus.

Im Vergleich mit den anderen Texten bist du bei mir auf dem 4. Platz gelandet und bekommst damit 7 Federn.

Liebe Grüße
die Kirsche
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hobbes
Geschlecht:weiblichTretbootliteratin


Beiträge: 3324

Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
Ei 4 Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 18.09.2019 13:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hä? Versteh ich nicht. Mir scheint aber, es wäre erwünscht, dass ich etwas verstehen sollte. Will er sie umbringen?, habe ich mich zuerst gefragt. Der Titel deutet eher auf na ja, Trennung hin. Aber nun ja. Das steht alles nicht im Text. Warum soll man seine Frau zu einem ominösen Werner schicken, nur weil gerade ein bisschen was los ist? Ist Anni überhaupt seine Frau? Oder seine Tochter?

Hier gibt es zwar so eine Art Handlung, aber ansonsten bleibt alles leer. Die Figuren stellen irgendwas in den Raum, fühlen sich aber ziemlich inkonsistent und unklar an. Keine Ahnung, was in Anni vorgeht. Was sie tatsächlich fühlt. Vielleicht fühlt sie ja gar nichts, weil sie sich schon vor zehn Jahren vom Leben abgekoppelt hat. Aber na ja, das erfahre ich alles nicht.

Noch mal gelesen und folgende Vermutung gefasst: Sie ist seine Frau, erwartet die Trennung, will ihm das schluchzende Elend vorspielen, wäre aber eigentlich ganz erleichtert darüber, dass es endlich so kommt.

Nur, wie schon gesagt: Alles könnte genausogut anders sein. Du stellst Andeutungen in den Raum (Situationen wie diese, das Platschen ins Wasser, ...) und dann wird man mit denen allein gelassen und weiß auch nicht.

Aber hey, es kommt ein Schmetterling drin vor!
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nebenfluss
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 3982
Wohnort: mittendrin, ganz weit draußen
Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 21.09.2019 14:47    Titel: Antworten mit Zitat

Anni und Rafael sitzen in der Abendsonne an einem Flussufer. Sie ahnt, dass Rafael sich von ihr trennen will, hört ihm aber nicht zu, sondern beobachtet einen Zitronenfalter, der zu ihren Füßen von Ameisen abtransportiert wird. Man könnte meinen, sie trauert den Schmetterlingen im Bauch hinterher, aber sie spürt auch Erleichterung, denn sie hätte die Beziehung am liebsten selbst längst beendet. Das ist aber ihrer Meinung nach keine "adäquate Reaktion" und Rafael neigt offenbar zur Gewalttätigkeit.
Gerade hat er nun eine ernsthafte Frage gestellt (und dabei seltsamerweise gelacht) und Anni ist in der Zwickmühle.
Warum jemand, der offenbar Angst vor seinem Gesprächspartner hat, in einem so entscheidenden Gespräch gedanklich abwesend ist, kann sich ein Zuschauer im Publikum nur so erklären, dass ansonsten die Pointe nicht funktioniert. Er soll nicht mitbekommen, worüber Rafael wirklich spricht. Die wenigen Fetzen, die in Annis Kopf dringen, klingen nach Überforderung auf der Arbeit.
Am Ende will Rafael sie "in Sicherheit bringen" und sie als Freundin an "Werner in Arkansas" weiterreichen. Anni akzeptiert diese Lösung und folgt ihm zum Auto. Vermutlich soll das Ganze in einem kriminellen Milieu speilen, womit Rafael Anni aber konkret in der Hand hat, erfährt man ebenso wenig wie was da die ganze Zeit im Wasser geplatscht hat.

Liebe Autorin, lieber Autor,
leider kann ich diesem Beitrag nicht viel abgewinnen. Das Verhältnis der beiden wirkt auf mich gekünstelt, man erfährt wenig über die Charaltere. Der Text scheint mir im Grunde auch gar nicht von den Vorgaben inspiriert zu sein. Die Szene hätte auch an jedem anderen ort stattfinden können, wenn ich von dem ominösen Platschen im Wasser mal absehe, das ja aber nicht aufgelöst wird. Eine der drei 'Personen' und eines der drei 'Gefühle' sind vielleicht irgendwie auf Rafael und Anni anzuwenden, das könnte man aber wahrscheinlich in fast jeder Kurzgeschichte finden, wenn man großzügig ist. Hier bewirken sie jedenfalls keine Wendung des Textes, so wie ich generell keinen Ansatz erkenne, Elemente des Improtheaters einfließen zu lassen.


_________________
fehlende Quellenangabe: mein Kopf.
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Constantine
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 2844

Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 23.09.2019 20:12    Titel: Antworten mit Zitat

Bonjour



Ich vermute als Vorgaben: 1A / 2B / 3C

Dieser Text macht es mir nicht leicht, ihm zu folgen. Ich denke, hier wurde einiges verschenkt, weil Anni und ihre Beobachtungen mir gefielen, aber ich habe leider keine Ahnung, was handlungstechnisch passiert. Ich verstehe leider nicht, warum Anni in Arkansas in Sicherheit gebracht werden muss. Ich weiß leider auch nicht, in welcher beruflichen oder privaten Beziehung Anni und Rafael sind. Rafael redet von seiner Arbeit, aber was Anni damit zu tun hat, ist mir leider schleierhaft geblieben. Sorry.
Neben der Schwierigkeit, der Handlung zu folgen, fand ich die Vorgabe 2 schwer zu erkennen. wie gesagt, ich tippe auf 2B, bin mir aber nicht sicher, ob Anni glücklicher ist, als sie scheint.

Im Vergleich mit den anderen Beiträgen hast du es leider nicht in meine Top 10 geschafft: zéro points.

Merci beaucoup
Constantine
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firstoffertio
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger


Beiträge: 6110
Wohnort: Irland
Das bronzene Stundenglas Der goldene Spiegel - Lyrik (1)
Podcast-Sonderpreis Silberner Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 23.09.2019 23:06    Titel: Antworten mit Zitat

Mir gefällt der Schreibstil. Ich komme nicht recht dahinter, worum es hier geht.

Ameisen und Schmetterling ein Bild?
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poetnick
Geschlecht:männlichAutor

Alter: 58
Beiträge: 575
Wohnort: Möglichkeiten


BeitragVerfasst am: 25.09.2019 21:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inco,

Dein Text ist nicht in meine Punktewertung geraten. Das soll nichts über dessen Qualität aussagen, sondern obliegt meiner neigungsbedingten Entscheidung unter den vielen Einsendungen. Vielen Dank!

LG - Poetnick


_________________
Wortlos ging er hinein,
schweigend lauschte er der Stille
und kam sprachlos heraus
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Eliane
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 735



BeitragVerfasst am: 27.09.2019 00:58    Titel: Antworten mit Zitat

Vorgaben:
1) Flussufer/Spa/Tankstelle -> Fluss. Check.
2) kontaktfreudige/glückliche/Ruhm kassierende Person -> Hm. Also Rafael redet ja die ganze Zeit, aber so wirklich kommt es mir nicht vor, als suche er Kontakt - er hat ihn ja bereits.
3) Verliebtheit/Enttäuschung/Ekel -> Verliebtheit? Die besteht aber eigentlich nicht mehr. Auch ein bisschen schwierig.

Bewertung:
Sauber geschrieben, guter Stil. Die Vorgaben etwas sehr weit ausgelegt, finde ich. Die ominöse Drohung kommt bei mir vermutlich nicht so an, wie sie gemeint ist, sprich, sie wird nicht deutlich genug.

Punkte: wahrscheinlich unterer Bereich - zwei sind es geworden.
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Terhoven
Geschlecht:weiblichHobbyautor


Beiträge: 387



BeitragVerfasst am: 27.09.2019 08:22    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, das wirkt wie eine nachvollziehbare Trennungsgeschichte. Nur die Stelle mit Arkansas, die verstehe ich nicht ganz.

    V1 A Flussufer -- check
    V2 B Eine Person, die glücklicher ist, als sie scheint -- check
    V3 B ? Ist sie enttäuscht? Sie weiß doch, was kommt?
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fabian
Geschlecht:männlichSchreiberling


Beiträge: 202



BeitragVerfasst am: 27.09.2019 19:51    Titel: Re: Trennung Antworten mit Zitat

Hei Gei Siebzehn

Es entstehen bei mir – im Vergleich zu vielen anderen Texten hier – Bilder.
Beim ersten Lesen war ich auf dem besten Wege, mich von der Figur Anni in ihrer ganzen Unselbständigkeit, ihrem Wahn, das alles kaschieren zu müssen ziemlich abgestoßen zu fühlen.
Aber dann: Mitgefühl.
Diese Enttäuschung.
Und doch: auch Hoffnung.
In der Naturbeobachtung spiegeln sich verschiedene Aspekte des Konflikts ohne das es für mich zu aufgesetzt wirkt.
Für mich gut gelöst.

Das wird Punkte geben.
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Catalina
Geschlecht:weiblichHobbyautor

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Beiträge: 418
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BeitragVerfasst am: 27.09.2019 21:12    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielen Dank für Eure Kommentare. Ein bisschen enttäuscht bin ich, dass der Text von den meisten nicht verstanden wurde. Deswegen würde ich gerne erklären, was ich im Kopf hatte, bevor ich Euch einzeln antworte:

Anni hat eine Beziehung mit Rafael (anfänglicher Wunsch nach Umarmung). Er ist gewalttätig (Körperkontakt hat nichts mit Zärtlichkeit zu tun) und kriminell (in Sicherheit bringen). Er betrachtet sie als ihr Eigentum und hat den Kontakt zu ihrer Familie und Freunden unterbunden ("ob es ihre Clique noch gibt?"). Sie ist abhängig und passiv. Ob sie sich nicht traut, sich von ihm zu trennen, oder ob sie einfach nicht auf die Idee kommt, weiß ich nicht. Seit einiger Zeit merkt sie aber, dass er sich von ihr trennen möchte (sie kennt das Ende bereits). Sie geht davon aus, dass er Schluss machen wird. Als der Zeitpunkt gekommen ist, ist sie im Ausnahmezustand. Der Gedanke, bald wieder frei zu sein, verwirrt sie und nimmt sie so ein, dass sie sich nicht mehr auf das Gespräch konzentrieren kann. Sie möchte ihre Mutter wieder sehen, ihre Freunde. Gleichzeitig versucht sie, ihre Emotionen vor Rafael geheim zu halten. Er würde ihre Erleichterung nicht gutheißen (keine gesunde Reaktion).
Doch zum Schluss wird klar, dass Rafael sie nicht freigeben wird. Sie wird "weitergereicht" an einen Freund. Damit hatte sie nicht gerechnet (Bis sie die Bedeutung seiner Worte verstand).
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Catalina
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 47
Beiträge: 418
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 27.09.2019 21:32    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

V.K.B. hat Folgendes geschrieben:
Hallo Inko,
was die Details der Beziehung angeht, kann ich nur raten. Klar ist, sie fühlt sich gefangen, und bleibt das auch. Die erhoffte Trennung ist nur eine räumliche. Anscheinend kann sie sich nicht selbst einfach so von ihm trennen. Er behandelt sie ja auch eher wie eine Geisel, die man mal eben irgendwo bei einem Kumpel in den Keller sperrt, bis die Polizei nicht mehr sucht. Anscheinend steckt er in Schwierigkeiten, ist in irgendwelche krummen Dinge verwickelt. Auch wenn er darüber redet, als gehe es um normale Arbeit. Aber man kann sich denken, um was für Geschäftspartner es geht. Oder ich stehe voll auf dem Schlauch.

Schön: Der Schmetterling als Symbol, verschleppt, gebrochener Flügel, Armeisen (Hiver), pervertiertes "into sunset"-Trope am Ende. Gefällt mir.

Ob's für Punkte reicht, kann ich noch nicht sagen.

Grüße,
Veith


Hallo Veith,
Du warst einer der wenigen, die die Geschichte verstanden haben. Das freut mich, danke dafür.
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Catalina
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Alter: 47
Beiträge: 418
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BeitragVerfasst am: 27.09.2019 21:34    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Kojote hat Folgendes geschrieben:
Ein sehr atmosphärischer Text mit lebendigen Schilderungen. Für meine Begriffe etwas zu inkongruent in Bezug auf Inhalt der Erzählung. Erinnert mich irgendwie an ein Kunstwerk, das man lange betrachten muss, um seine Botschaft zu verstehen. (Und das ist keinesfalls negativ gemeint.)


Ich freue mich sehr über diese Komplimente.
Was sagst Du zu meiner Erklärung? Passt das im Nachhinein für Dich?
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Catalina
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Beiträge: 418
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BeitragVerfasst am: 27.09.2019 21:35    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Selanna hat Folgendes geschrieben:
Hallo 😊,
ich habe die Geschichte gern und in einem Rutsch durchgelesen, bin (bis auf das viel/fiel) nirgends gestockt und fand die Atmosphäre schön melancholisch. Eine gute Momentaufnahme!

Liebe Grüße
Selanna


Danke, Selanna, für dieses schöne Kompliment.
Hast Du die Geschichte so gelesen, wie ich sie im Kopf hatte?
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BeitragVerfasst am: 27.09.2019 21:43    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Michel hat Folgendes geschrieben:
Anni wünscht sich eine Trennung, ihr Noch-Partner monologisiert, schließlich will er sie mit einem Freund verkuppeln. Währenddessen sieht sie Ameisen zu, die einen Zitronenfalter in den Bau bringen. Die Pointe zündet für mich nicht wirklich; wenn ich sie verstehe, finde ich sie nicht so originell, um eine ganze Geschichte darauf zusteuern zu lassen.

Wir hast Du sie denn verstanden?
Michel hat Folgendes geschrieben:

Beginn am Fluss: Check. Person? Rafael versucht sie ins Gespräch einzubinden, jedenfalls als Zuhörerin.

Anni ist glücklicher, als sie scheint, weil sie denkt, sie wäre bald frei.
Michel hat Folgendes geschrieben:

Gefühl: Ekel wird nicht konkret benannt, lässt sich aber zumindest ahnen.

Es ist die unglaublich starke Enttäuschung als sie erfährt, dass sie nicht frei sein wird, sondern im Gegenteil weit weg von Familie und Freunde einem anderen Mann weitergereicht wird.

Michel hat Folgendes geschrieben:

Was mir wirklich gut gefallen hat, waren die Passagen über Falter und Ameisen, die detaillierte Beschreibung, die eine Bedeutungsebene offen lassen, ohne sie zu erzwingen.

Danke.

Michel hat Folgendes geschrieben:

Gerade frage ich mich, ob die Geschichte im Präsens besser funktionieren würde, unmittelbarer.

Das könnte gut sein, ich werde es probieren.[/quote]
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BeitragVerfasst am: 27.09.2019 21:48    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Amarenakirsche hat Folgendes geschrieben:
Hallo Unbekannte(r),
um es transparent zu machen, habe ich zehn Punkte in folgenden Kategorien verteilt: Vorgaben berücksichtigt, Inhalt, Sprache, Charakterisierung und Perspektive. Deinen Text habe ich persönlich so eingeordnet:

Vorgaben: 1/1
Inhalt: 2/3
Sprache: 3/3
Charakterisierung / Perspektive: 3/3

Alle Vorgaben drin. Sprachlich solide geschrieben, bis auf ein paar kleine Kommafehler nichts auszusetzen.
Besonders gut gefallen hat mir dieser Satz:
Zitat:
Körperkontakt hatte bei ihm nichts mit Zärtlichkeit zu tun. Und irgendwann begann sie sich zu wünschen, er würde sie nicht mehr anfassen.

Die Charakterisierung der Figuren gelingt dir gut, das Bild mit dem Schmetterling ist besonders schön.

Ein bisschen gefehlt hat mir, warum genau er sie "in Sicherheit" bringen will und warum sie schon damit gerechnet hat. Das kam mir persönlich nicht deutlich genug heraus.

Im Vergleich mit den anderen Texten bist du bei mir auf dem 4. Platz gelandet und bekommst damit 7 Federn.

Liebe Grüße
die Kirsche


Hihi, Kirsche, in Deinem Kopf scheint es ähnlich auszusehen wie in meinem - wenn ich Dein Bewertungssystem so anschaue.

Ich freue mich sehr über Deine Punkte, als Anfängerin ganz besonders über die für die Sprache. Danke.

Kannst Du mit meiner Erklärung zum Inhalt etwas anfangen?
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Catalina
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BeitragVerfasst am: 27.09.2019 21:56    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

hobbes hat Folgendes geschrieben:
Hä? Versteh ich nicht. Mir scheint aber, es wäre erwünscht, dass ich etwas verstehen sollte. Will er sie umbringen?, habe ich mich zuerst gefragt. Der Titel deutet eher auf na ja, Trennung hin. Aber nun ja. Das steht alles nicht im Text. Warum soll man seine Frau zu einem ominösen Werner schicken, nur weil gerade ein bisschen was los ist? Ist Anni überhaupt seine Frau? Oder seine Tochter?

Hier gibt es zwar so eine Art Handlung, aber ansonsten bleibt alles leer. Die Figuren stellen irgendwas in den Raum, fühlen sich aber ziemlich inkonsistent und unklar an. Keine Ahnung, was in Anni vorgeht. Was sie tatsächlich fühlt. Vielleicht fühlt sie ja gar nichts, weil sie sich schon vor zehn Jahren vom Leben abgekoppelt hat. Aber na ja, das erfahre ich alles nicht.

Noch mal gelesen und folgende Vermutung gefasst: Sie ist seine Frau, erwartet die Trennung, will ihm das schluchzende Elend vorspielen, wäre aber eigentlich ganz erleichtert darüber, dass es endlich so kommt.

Nur, wie schon gesagt: Alles könnte genausogut anders sein. Du stellst Andeutungen in den Raum (Situationen wie diese, das Platschen ins Wasser, ...) und dann wird man mit denen allein gelassen und weiß auch nicht.


Hobbes, ist nicht schlimm, ich will Dich trotzdem noch heiraten! wink

Ich lerne aus Euren Rückmeldungen auf jeden Fall, ein klein bisschen weniger subtil zu sein - zumindest dann, wenn ich Punkte erhalten möchte. lol2

hobbes hat Folgendes geschrieben:

Aber hey, es kommt ein Schmetterling drin vor!

Eben!! smile
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Catalina
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BeitragVerfasst am: 27.09.2019 22:17    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

nebenfluss hat Folgendes geschrieben:
Anni und Rafael sitzen in der Abendsonne an einem Flussufer. Sie ahnt, dass Rafael sich von ihr trennen will, hört ihm aber nicht zu, sondern beobachtet einen Zitronenfalter, der zu ihren Füßen von Ameisen abtransportiert wird. Man könnte meinen, sie trauert den Schmetterlingen im Bauch hinterher, aber sie spürt auch Erleichterung, denn sie hätte die Beziehung am liebsten selbst längst beendet. Das ist aber ihrer Meinung nach keine "adäquate Reaktion" und Rafael neigt offenbar zur Gewalttätigkeit.
Gerade hat er nun eine ernsthafte Frage gestellt (und dabei seltsamerweise gelacht) und Anni ist in der Zwickmühle.
Warum jemand, der offenbar Angst vor seinem Gesprächspartner hat, in einem so entscheidenden Gespräch gedanklich abwesend ist, kann sich ein Zuschauer im Publikum nur so erklären, dass ansonsten die Pointe nicht funktioniert. Er soll nicht mitbekommen, worüber Rafael wirklich spricht. Die wenigen Fetzen, die in Annis Kopf dringen, klingen nach Überforderung auf der Arbeit.
Am Ende will Rafael sie "in Sicherheit bringen" und sie als Freundin an "Werner in Arkansas" weiterreichen. Anni akzeptiert diese Lösung und folgt ihm zum Auto. Vermutlich soll das Ganze in einem kriminellen Milieu speilen, womit Rafael Anni aber konkret in der Hand hat, erfährt man ebenso wenig wie was da die ganze Zeit im Wasser geplatscht hat.

Du hast die Geschichte treffend zusammengefasst und auch die Schwächen gut aufgezeichnet.

nebenfluss hat Folgendes geschrieben:

Der Text scheint mir im Grunde auch gar nicht von den Vorgaben inspiriert zu sein.

Hier muss ich Dir aber ganz heftig wiedersprechen, denn ich habe mich so sehr von den Vorgaben inspirieren lassen, dass ich zum Schluss nichts mehr abändern oder verbessern wollte, so wie man auf der Bühne nichts rückgängig machen kann - obwohl noch 45 Minuten Zeit waren.

nebenfluss hat Folgendes geschrieben:

Die Szene hätte auch an jedem anderen ort stattfinden können, wenn ich von dem ominösen Platschen im Wasser mal absehe, das ja aber nicht aufgelöst wird.

Trifft das nicht auf die Mehrzahl der Geschichten zu, dass man sie auch irgendwo anders hätte spielen lassen können? Und wenn ich längere Zeit am Fluss sitze, platscht da immer irgendwas. Ist das wirklich ominös?

nebenfluss hat Folgendes geschrieben:

Eine der drei 'Personen' und eines der drei 'Gefühle' sind vielleicht irgendwie auf Rafael und Anni anzuwenden, das könnte man aber wahrscheinlich in fast jeder Kurzgeschichte finden, wenn man großzügig ist.
 

Naja, ich war mitten in einem Trennungs-Szenario als ich die Vorlage aufgriff "eine Person ist glücklicher, als sie zu sein scheint".
Dann steuerte ich auf ein Happy End zu, bis der Begriff "Enttäuschung" fiel.

nebenfluss hat Folgendes geschrieben:

Hier bewirken sie jedenfalls keine Wendung des Textes, so wie ich generell keinen Ansatz erkenne, Elemente des Improtheaters einfließen zu lassen.

Beim Schreiben hat sich das so konträr angefühlt, dass mich Deine Worte erstaunen und mich zugegebenermaßen etwas anpicksen. smile
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