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Die Reie nach Norden


 

 
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wohe
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 67
Beiträge: 30
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 31.08.2019 14:03    Titel: Die Reie nach Norden eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Freunde,
ich möchte Euch den Anfang einer Geschichte vorstellen, in der ein Schriftstellerpaar die Handlungsorte seiner Protas aufsucht und dabei deren Geschichte entwickelt. Weiterhin kommen vor: ein dicker Mann, eine Leiche, ein sabotagegequältes Auto, ...

Die Reise nach Norden

„Ich finde, daß ist der ideale Ort“, sagte Charlotte. „Susanne sitzt hier und trinkt ihren Capuchino und Georg kommt aus dem Einkaufszentrum dort und sie erkennt ihn.“ Sie nippte an ihrem eigenen Capuchino und betrachtete die gegenüber liegende Häuserfront.
„Es ist zu weit“, erwiderte Wohe. „Auf die Entfernung kann sie ihn doch gar nicht erkennen.“
Charlotte lief zur anderen Marktseite, um das zu überprüfen. „Es ist nicht zu weit. Ich habe dich sehr wohl erkannt.“
„Ich bin ja auch einmalig. Außerdem hast du erwartet, mich zu sehen, sie aber rechnet mit allem, nur nicht mit Georg.“
„Wahre Liebe“, träumte Charlotte, „kennt keine Entfernung.“
Was sollte er da nun drauf sagen?
Charlotte hatte noch eine Idee: „Georg kommt aus der Passage und geht erstmal einige Schritte über den Platz, bevor er aufsieht und da erst erkennt sie ihn. Er kann ja die Rechnung überprüfen oder sowas.“
„Das würde funktionieren“, bestätigte Wohe.
„Also“, sagte Charlotte.
        "Susanne nippte an ihrem Capuchino und ließ ihren Blick versonnen über den
        Marktplatz schweifen.“
„Nicht versonnen“, warf Wohe ein. „Wir müssen von den vielen adjektivischen Verfeinierungen weg. Auch läßt heute niemand mehr einen Blick schweifen. Man sieht sich um oder so.“
„Sich umsehen ist nicht gut. Schweifen lassen paßt besser. Das steht gleichsam für zielloses einfach so umherblicken und impliziert das versonnen sozusagen. Das kann also wirklich weg.“
„Hm.“
„Also:
        Susanne nippte an ihrem Capuchino und ließ ihren Blick über den Marktplartz
        schweifen. Schlendernde Touristen und schwer mit ihren Wochenendeinkäufen
        beladene Einheimische ...
 oh, guck dir mal den an!“
„Wat?“
„Nix wat. Ich sage dir, wenn du nicht zumindest beim Kuchen mal auf die Bremse trittst, sieht du bald genau so aus.“
„Liebe Charlotte, isu weißt sehr wohl, daß ich noch fast genau so mein 85 wiege wie damals, als wir uns kennlernten.“
„Nur, daß es damals Pfund waren und heute sind es Kilos.“
„Grr.“
„Nix Grr.“
„Der Kerl da wiegt mindestens 200 kg. Wie kannst du es wagen, den in irgendeiner Form mit mir in Verbindung zu bringen? Ich bin entsetzt!“
Charlotte lenkte ein. „Nun gut. Vielleicht siehst du tatsächlich noch nicht so aus, aber principiis obsta.“
„Ovid.“
„Zufall“, sagte Charlotte.
„Kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrelanger Qual auf dem Weg zum großen Latinum. Im Übrigen lenkst du ab. Wir waren beim
        Susanne ließ ihren Blick über den Marktplatz schweifen, als ihr plötzlich jemand
        bekannt vorkam. Eine Bewegung, der Gang? Ein Mann war aus der
        Einkaufspassage getreten und hob jetzt den Kopf. Es war Georg. Trotz der
        Entfernung war sich Susanne sicher. Sie stand auf, aber bevor sie sich bemerkbar
        machen konnte, drehte er sich um und ging zurück in die Passage.“
„Das ist ok. Das mit dem Rechnung lesen oder was auch immer ist eh uninteressant, das können wir genauso gut weglassen.“
„Andererseits kann das aber auch genau der Grund sein, warum er wieder zurückgeht.“
„Sicher, aber wen interessiert‘s? Er geht zurück und ist weg. Das reicht.“
„Ok.“
„Der arme Mann“, sagte Charlotte, „der kommt doch gar nicht rein in den Bus.“
„Auf geradem Wege nicht.“
Der Beobachtete wand sich seitwärts durch die Bustür.
„Das ist angewandte Intelligenz“, stellte Wohe fest.
„Nee. Wenn er wirklich intelligent wäre, wäre er gar nicht erst so schwer geworden und würde jetzt auch nicht Bus fahren, sondern zu Fuß gehen. Der Gesundheit wegen, survivalmäßig sozusagen.“
„Ich glaube, wenn der mit dem Gewicht über das Kopfsteinpflaster hier wankt, knacken dem die Gelenke weg. Der hätte wirklich den Anfängen wehren müssen.“
„So ein bißchen üble Nachrede ist unser Gerede aber schon. Ich meine, so wegen Diskriminierung von Minderheiten.“
„Minderheiten?“, fragte Wohe. „Über die Hälfte der deutschen Männer ist adipös. Nee, der ist selbst schuld. No mercy.“
„So einfach ist das nicht. Es gibt da Stoffwechselstörungen, die zu Übergewicht führen können oder Gieranfälle, die manche Leute nicht unter Kontrolle bekommen, ...“ Sie lächelte ihn an.
„Grr. Laß uns gehen. Wir müssen noch zum Dom, bevor die schließen.“
Später dann: „Warum zum Teufel kneifst du mich eigentlich immer in die Taille.“
„In was?“
„Ich habe verstanden! Heute kein Kuchen mehr.“

„Ist ja schon recht eindrucksvoll“, sagte Wohe. „Aber was brauchen die hier einen Dom, wenn die doch jede Menge anderer Kirchen im Ort haben?“
Charlotte sah im Stadtführer nach. „Fünf, wenn man die Kapelle da mitrechnet.“ Sie zeigte nach hinten. „Und der Dom war wichtig, weil die damit das Bistum Brandenburg begründeten, das war 1165. Also eigentlich wurde das Bistum 948 gegründet, aber die Slaven haben das Gebiet dann erstmal wieder zurück erobert, bis Albrecht der Bär dann die ganze Mark gründete, 1157. Aber den kennst du ja wohl.“
„Ja.“ Zu etwas taugte so ein Geschichtsstudium dann doch. „Und das soll alles mit in die Geschichte rein? Ich will nicht wieder damit anfangen, aber ...“
„Dann laß es.“
„Aber zu viele Daten machen die Geschichte langweilig und Langweiliges liest niemand und dann geht auch dein Ansatz, etwas belehrend zu wirken, baden.“
„Unser Ansatz.“
„Ok, unser Ansatz.“
„Die ganzen Daten sollen nicht rein, aber den Dom müssen wir zumindest ein bißchen beschreiben. Kein Bildungsbürger macht eine Reise und sieht sich dann einen vorhandenen Dom nicht an.“
„Aber Susanne sucht jetzt Georg. Die hat gar kein Interesse mehr an Sehenswürdigkeiten.“
„Sie findet ihn doch aber nicht, bleibt also der Dom.“

„Warum haben die eigentlich hier vorne einen Altar und dadrüber noch einen?“, fragte Charlotte.
„Keine Ahnung. Ich bin Atheist. Vielleicht unten fürs Volk und oben für die da oben.“
Sie stiegen die Stufen hinauf.
„Wird wohl so sein“, meinte Wohe. Schließlich sind hier auch Extra-Sitze für die Kleriker oder Adligen. Müßtest du das nicht wissen? Du bist doch getauft.“
„Ich bin zwar getauft, aber nur, weil sich das in dem Kaff, in dem wir wohnten, so üblich war und meine Eltern sich als Geschäftsleute anzupassen hatten. Aber so wie wir da weggezogen sind, haben wir einheitlich beschlossen, aus der Kirche auszutreten. Und rate mal, wer das initiiert hat.“
„Du?“
„Ich. Mit zehn Jahren. Das bißchen Religionsunterricht hat jedenfalls nicht gereicht, um mir Kenntnisse über den Baustil eines noch dazu katholischen Doms zu vermitteln.“
„Da stand aber, daß hier sei eine evangelische Gemeinde.“
„Jetzt ja. Aber im elften Jahrhundert gab‘s noch keine Evangelen.“
Das war allerdings auch wahr.
„Jetzt laß die Atmosphäre des Ortes auf uns wirken“
Sie setzten sich in die erste Reihe und ließen wirken.
Nach einiger Zeit stieß Charlotte ihn in die Seite. „Du schläfst jetzt aber nicht ein, oder?“
„Aber nein, aber nein. Ich denke.“
„Ich meine nur, weil dein Kopf irgendwie so kraftlos zur Seite hängt.“
„Das ist, weil er wegen der Denkerei voller Blut gelaufen ist und zu schwer geworden ist.“
Charlotte war beeindruckt. „Junge, Junge. Da muß man auch erstmal drauf kommen.
Was hältst du von der Idee, daß Susanne Georg hier noch einmal sieht?“
„Wieso? Und auch nur wieder aus der Ferne?“
„Ja.“
 „Ich glaube, das wäre zuviel des Guten. Schließlich treffen sie sich ja später noch oft genug.“
„Das ist richtig, aber vom Cafe aus hat sie ihn ja nur ganz kurz gesehen und in der Passage war er dann auch nicht mehr zu finden. Da wäre dies eine Art Bestätigung, daß sie sich nicht getäuscht hat.“
„Da bin ich dagegen. Wir wollten doch gerade durch die Ungewißheit die Spannung erhöhen.“
„Stimmt. Es wäre nur so ein idealer Ort hier. Sie hier auf der Empore, sozusagen nahe bei Gott und er geht unten gerade durch die Tür hinaus.“
„Ich glaube, du bist einfach zu sehr Romantikerin.“
„Ein wenig mehr Romantik könnte dieser Welt nicht schaden. Alles ist so profan, so kalt. In der Literatur wie im Film. Niemand dreht heute noch einen Film wie Love Story oder schreibt sowas wie Romeo und Julia?“
Oh Mann! Was war mit dieser Frau los? Wohe nahm sie in den Arm.

Später im Hotel: Charlotte hatte ihren Kopf auf seine Brust gelegt und zupfte ein Härchen aus seiner Bauchdecke.
„Autsch!“
„Was heißt hier Autsch? Das kann ja wohl kaum weh getan haben.“
„Und ob es das kann. Du kannst mir doch nicht einfach die Haare ausreißen.“
„Das waren keine Haare, sondern nur ein klitzekleines Härchen und hast du nicht kürzlich erst getönt, du würdest keinen Schmerz kennen, da deine Vorfahren Indianer waren?“
„Das war gelogen.“
„Und was mit diesem Zahn, den du angeblich ohne Betäubung hast abschleifen lassen?“
„Das stimmte.“
„Na also. Dann mach nicht so ein Theater um ein einzelnes Minihärchen.“
Sie zog ein bißchen an einem weiteren Haar.
„Der Zahn hat schon seit Ewigkeiten keinen Nerv mehr“, gab Wohe zu.
„Sieh an, sieh an.“ Zupf.
„Autsch! Liebe Charlotte, ich muß gestehen, daß meine masochistische Ader eher unterentwickelt ist. Sei so nett und laß mir meine Bauchmatte.“
„Mir ist aber danach, dort Ordnung zu schaffen. Das ist ein Trieb. Hier liege ich. Ich kann nicht anders.“
„Du kannst bestimmt anders. Wir Menschen zeichnen uns im Gegensatz zum Tier gerade durch eine ausgeprägte Fähigkeit zur Selbstkontrolle aus. Also bleib da liegen und laß meine Haare Haare sein.“
„Triebunterdrückung. Weißt du, was man einer so empfindlichen Seele wie der meinen damit antun kann? Willst du ernsthaft, daß ich psychischen Schaden nehme? Sowas ist der klassische Beginn einer Kriminellenkarriere. Ich könnte mich zur Mörderin entwickeln. Was sage ich: zur Massenmörderin! Vielleicht hat das bei Hitler ja genauso angefangen. Er wollte der Eva ein Haar ausreißen und durfte nicht und das Ergebnis waren dann die vielen Millionen Tote. Wahrscheinlich war es so. Und weil sie mit der Schuld nicht leben konnte, hat sich die arme Eva dann auch mit ihm zusammen umgebracht.“
Uff. Da fiel ihm erstmal nichts zu ein.
Charlotte war noch nicht zu Ende. „Alles wegen des Frusts. Willst du mich ernsthaft frustrieren?“ Zupf.
Da drohte definitiv eine Bauchglatze. Wohe zog sie zu sich hoch und spielte hier und dort ein wenig an ihr herum.
„Na also“, sagte Charlotte und schob sich auf ihn. „Geht doch.“

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nebenfluss
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Wohnort: mittendrin, ganz weit draußen
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BeitragVerfasst am: 31.08.2019 16:30    Titel: Antworten mit Zitat

Was ist eine Reie?

_________________
fehlende Quellenangabe: mein Kopf.
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shatgloom
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Wohnort: ja, gelegentlich


BeitragVerfasst am: 31.08.2019 17:05    Titel: Antworten mit Zitat

Die Idee mit diesem Schriftstellerehepaar, das die Orte der Handlung aufsucht, finde ich nicht schlecht.

Es tut mir nur echt weh, wie du Cappuccino schreibst. Wink


_________________
Gruß von Karolin
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Rodge
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BeitragVerfasst am: 01.09.2019 07:40    Titel: Antworten mit Zitat

Moin, moin,

schöne Grundidee, guter Pitch (die ersten Zeilen zur Einführung) und doch fehlt für meinen Geschmack hier etwas, ein Konflikt, eine Entwicklung, irgendwas. Ich habe dann im vierten oder fünften Absatz aufgehört zu lesen, da mich der dialoggetriebenen Text, der immer in der gleichen Tonlage abzulaufen scheint, nicht ansprach. Ausserdem irritieren die Fehler (das im ersten Satz, Cappuccino etc.).

Grüße
Rodge
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wohe
Geschlecht:männlichSchreiberassi

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Beiträge: 30
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BeitragVerfasst am: 01.09.2019 11:01    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Freunde,

vielen Dank für Eure Antworten.
Die "Reie" ist ein Flüchtigkeitsfehler und warum ich "Cappuccino" falsch geschrieben habe, weiß ich selber nicht (kenne Getränk und Schreibweise eigentlich sehr gut). Sorry - das Korrekturprogramm habe ich zwar verwendet, aber nicht genügend beachtet.
@Rodge,
das ist schade, denn gerade diese Art des Schreibens (dialoggetriebener Text) wollte ich in dieser Geschichte verwenden. Sie ist dann wohl doch nicht so toll. Wichtig zu wissen.

Gruß
Wohe

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Rodge
Geschlecht:männlichHobbyautor


Beiträge: 388
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BeitragVerfasst am: 01.09.2019 11:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hey wohe,

ich würde das nicht generalisieren, nur weil das für mich nichts ist, heißt das nicht, das man das nicht probieren kann. Dann müsste aber für meinen Geschmack mehr pep rein und das ist dann mühsam nur mittels Dialogen für einen ganzen Roman durchzuhalten.

Kennt jemand vielleicht ein Beispiel, wo das mal versucht wurde?

Grüße
Rodge
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V.K.B.
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Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 01.09.2019 11:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo wohe,
einmal habe ich lachen müssen, aber der Rest des Texts plätscherte nur so an mir vorbei und kam bei mir nicht an. Vielleicht solltest du wieder auf eine Stufe absurder schalten, wie damals bei Karl dem Knecht, das hat mir besser gefallen.
Hier ist die Grundidee zwar gut, aber die Dialoge fangen an, mich zu langweilen, weil es wie gesagt irgendwie nur so dahin plätschert.

Grüße,
Veith


_________________
Warning: Cthulhu may occasionally scare people …
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wohe
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BeitragVerfasst am: 03.09.2019 06:23    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

@Rodge,
Du hast Recht. Ich bemerke mit zunehmender Länge der Geschichte, daß dieser Stil nicht nur bezüglich des Schreibens immer mühsamer wird, sondern mir auch die Prota-Kabbeleien, die eigentlich belebend wirken sollen, ausgehen.
Die Art ist also eher was für kurze Geschichten --> Ende des Projekts in dieser Form.

@Veith,
auch Du hast Recht. Das etwas-durch-Dialoge-Beschreiben wirkt auf Dauer eintönig. Auch Absurditäten sind allerdings nur in beschränkter Menge wirksam und sie müssen einem auch erstmal einfallen. Insofern schaffe ich das für eine romanlange Geschichte wohl kaum (die von Dir angesprochenen Sanne-Geschichten sind so auch recht kurz (und haben sich nach der fünften thematisch und prota-mäßig überlebt)).

@beide,
ich werde mal in mich gehen und versuchen, die Grundidee mit mehr Situationskomik und variabler Schreibweise auzupeppen. Wenn ich da irgend was hinbekomme, würde ich es Euch gern wieder vorstellen.
Nochmal vielen Dank.

Gruß
Wohe

« Was vorher geschah123

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Rodge
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BeitragVerfasst am: 03.09.2019 06:34    Titel: Antworten mit Zitat

Moin wohe,

warum nicht "klassisch" erzählen? Ich finde die Idee super! Du könntest auch eine Geschichte in der Geschichte entwickeln. Also z. B. so, dass deinen beiden Schreibern etwas widerfährt, was sie hinterher auch dem Prota andichten.

Das kann was werden, leg das bloß nicht zur Seite!

Grüße
Rodge
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Leseprobe
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Beiträge: 49
Wohnort: Ba-Wü


BeitragVerfasst am: 08.10.2019 14:22    Titel: Antworten mit Zitat

hi,
die Idee ist gut. Da könnten zwei Geschichten parallel ablaufen, wäre interessant. Aber um ehrlich zu sein, sind mir die Dialog-Inhalte zu leer, es passiert nichts. Ich war verleitet, die Absätze zu überfliegen ...
Nichts gegen Dialoge -
* an Rodge:
Zitat:
Kennt jemand vielleicht ein Beispiel, wo das mal versucht wurde?

das findest du in jedem Theaterstück, und es sage keiner, da könne keine Spannung aufgebaut werden.
Nichts für ungut.  
Grüße


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... diese gläserne Gegenwart ...
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Rodge
Geschlecht:männlichHobbyautor


Beiträge: 388
Wohnort: Hamburg


BeitragVerfasst am: 09.10.2019 07:47    Titel: Antworten mit Zitat

Kein Problem, aber Theater ist etwas anderes. Da geben Schauspieler dem Gesagten Ausdruck. Ein Buch muss das anders lösen...
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SannyB
Geschlecht:weiblichSchreiber-Lehrling


Beiträge: 92
Wohnort: BaWü


BeitragVerfasst am: 11.10.2019 17:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Wohe,

mir gefällt der erste Abschnitt gut, weil er sehr unterhaltsam beschreibt, was Autoren beim Schreiben ihrer Geschichte so mit sich ausfechten.

Ab 'der Dicken steigt in den Bus' und der nachfolgenden Dom-Szene lässt es nach - da ist von der Spannung und der Geschichte innerhalb der Geschichte nicht mehr so viel zu spüren.
Ich denke auch, dass die Geschichte sich durch einen Wechsel zum "klassischen" Erzählstil gut weiterentwickeln kann.

Viele Grüße,
Sanny
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