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Hüttenzauber


 

 
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g a s t
Geschlecht:weiblichSchreiberling


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BeitragVerfasst am: 08.07.2019 14:20    Titel: Hüttenzauber eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Meta-Informationen

Kurz: Es ist Herbst, das Frischfleisch kommt. Erstsemester auf Wohnungssuche fluten die Stadt. Prickelnd? Geht so. Dirk interessiert sich nicht für Mädchen, die noch nach Schule riechen.

Endet skurril und steht im Trash für alle, die es lesen.
Umfang rund 4000 Wörter, eine der Geschichten aus der Inga-Hetten - Phase. Möchte sie nicht weiter bearbeiten, aber sang- und klanglos Löschen bringe ich nicht fertig. Es nutzt sowieso nichts. Wink Nehme an, die paar Andeutungen gegen Ende gehen durch als jugendfrei. Confused Das glaubte ich bereits von einer früheren Fassung, man sagte mir Ähm, nö, also hier entschärft.

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g a s t
Geschlecht:weiblichSchreiberling


Beiträge: 268



BeitragVerfasst am: 08.07.2019 14:40    Titel: Hüttenzauber, Teil 1 von schaun mer mal pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hüttenzauber

Von Frauen war Dirk schnell entzückt, im Schnitt nervten sie nach drei Wochen. Pap hatte ihn geplagt deswegen. ‚Wo ist denn Sventje abgeblieben, oder hieß sie Maria – ach nee, das war die mit den Extra-Haaren. Die verlängerte Jungfrau, höhö.‘
   Jetzt ging er nur noch zum Lernen zu Pap, hielt nebenher den Haushalt in Ordnung. Optimal soweit, fehlte nur … Seine Gedanken zerfaserten im penetranten Röhren eines der Transporter, die man an der Uni leihen konnte.
   „Stop!“ Ein Mädchen sprang hinter dem Gefährt hervor, blond, klassisches Erstsemester, derzeit in Panik.
   „Hey.“ Er federte den Anprall ab, um ein Haar hätte eine Akademikerlaufbahn frühzeitig geendet. Was gegen einen Brocken wie ihn rannte, stand so schnell nicht mehr auf.
   „Sorry.“ Die Blonde schien sich an seiner Brust recht wohl zu fühlen, deutete auf den rangierenden Wagen. „Mein Freund hat keine Übung mit so riesigen Automobilen.“ Sie ließ ihn los, zog das Sweatshirt zurecht.
   Reflexartig lächelte er ihr zu, sein WG-Zimmer finanzierte er mit einem Job als Möbelpacker. Die Furzkiste, in der sich ihr Liebster verausgabte, passte quer in die Umzugstransporter seines Chefs.

Das Ritual fand in der Küche statt, Pap verzichtete dafür auf den Feierabend in der Stammkneipe. Drückte ihm ohne Umstände einen Packen Geldscheine in die Hand, am Tisch stießen sie an mit dem Geburtstagssekt.
   Auf dem Schrank stand eine Magnumflasche. „Extra-Schampus für deine WG“, sagte Pap, sein Dialekt machte aus der Wohngemeinschaft ein Weh-Geh. Er fragte nach Dirks Mitbewohnern, den Prüfungsterminen, brachte ein paar Schoten von der Arbeit. Als frischer Sekt in den Gläsern perlte, legte er ein abgewetztes Ledermäppchen vor Dirk hin. „Pass drauf auf, wir haben nur noch die. Hab’ den Vertrag gekündigt, vielleicht willste noch mal rauf. Geht bis Ende Oktober, dann rückt der nächste Pächter nach. Wenn der noch lebt, höhö. Hat Stücker zwanzig Jahre drauf gewartet.“
   Ein Ring mit altmodischen Schlüsseln rutschte heraus, als Dirk das Mäppchen umdrehte. „Mams Garten. Hast du den nicht abgegeben damals?“
   „Hab’s nicht übers Herz gebracht. Tonja schien immer so glücklich mit ihren Blümchen und dem ganzen Zeug. Schwer dahinter, das Jägerhaus gemütlich zu machen.“ Ein Blinzeln, Pap löste den Blick vom Schlüsselring. „Hab mich eh nie wohlgefühlt unter dem Geweihgedöns, kam mir dann vor, als gehört meine Rübe auch dazu. Bin nicht mehr hingefahren, und du hast nie danach gefragt.“
   Das stimmte, trotzdem fühlte er sich überrumpelt. „Mams Aktion hatte mir den Garten so verleidet, ich wollte nie wieder hin. Nicht mal für die Karl-May-Bücher.“
   Ronja & Tonja - die Zauberschwestern. Alle Welt hatte den Skandal weiter ausgeschmückt, pikante Versionen kursierten bis heute durch die Stadt. ‚Wirklich wahr, ich habs von Omas Pfleger. Der hat einen Bekannten im selben Betrieb wie der Bruder von Tonjas Mann.‘
   „Niemand hat auf meine Fragen gehört“, sagte er, „irgendwann fand ich das alles nur noch doof. Dass Mam sich in Ronja verliebt hat, hätte ich kapiert, das halbe Viertel war verknallt in Ronja. Warum hast du nie-“
   „Vielleicht hab ichs nicht zementieren wollen.“ Pap zeigte auf das schäbige Leder. „Eine Zeitlang hat ein Nachbar den Garten mitgenutzt, dem war das irgendwann zuviel. Jetzt hat sich die Stadtverwaltung linksrum verquickt, wie heißt das …“ Falten auf Paps Stirn, er nahm einen Schluck Sekt. „Um-struk-tu-riert. Der neue Mann im Kampfstuhl hat bei mir angefragt, ich wollts dann geregelt haben. Gab ja auch kriminelle Umtriebe dort oben. Weißte noch, der Quast von den Schrottis?“
   „Nee, aber das mit den Molchen hat mich lang geärgert.“
   Dirk hatte Froschlaich in die eingegrabene Badewanne gesetzt, bald tummelten sich Unmengen von Kaulquappen darin. Kaum ausgewachsen, machten sich die jungen Frösche davon. Große Enttäuschung.
   Im nächsten Frühling kamen sie zurück, beglückten wochenlang die Umgebung mit Liebesgesängen. Ein Nachbar brachte Molchlarven, kommentarlos, sie räuberten das Wasser leer. So ein Fupp, zum Ausgleich wollte Dirk seinen Sohn in die Wanne tunken. Doch der rutschte am Rand aus und verstauchte sich den Arm, das machte ihn unangreifbar.
   Laut Pap war vor dem anderen Jungen, dem ‚Quast‘ der Schrotthändler, kein Schloss sicher gewesen. Sämtliche Pachtgartendomizile hatte der geknackt, Kühlschränke und Bierkisten geplündert, die Treibstoffvorräte der Stromaggregate abgesaugt. Bis er erwischt und in einem Heim für schwer erziehbare Jugendliche untergebracht worden war.
   Nicht diese Umtriebe wegen, meinte Pap. „Der war doch noch ‘n Kind, so alt wie du. Wenn dem Kondome untergekommen sind, hat er sie mit ‘nem Tacker in der Verpackung festgeheftet. Auch den Vorrat extra reißfest von diesem Pächter von außerhalb. Der hatte die Dinger im Gartenhaus versteckt, laut Gerücht für seine Treffen mit dem Jungkoch vom Waldhotel. Dumm nur, am Osterwochenende wollte die Pächtersfrau auch mal mit ins Grüne, die fand dann die Bescherung auf dem Küchentisch. Kam nie raus, was die Holde sich dazu gedacht hat. Aber ihre Beziehungen hat sie spielen lassen, und der Quast von den Schrottleuten musste es ausbaden.“
   Pap nahm eine Schüssel von der Spüle, begann Kartoffeln zu schälen. Die briet er dann in der Pfanne, mit Blutwurst.
   Dirk verabschiedete sich, leicht benommen von Sekt und Wehmut. Mams Garten, das Jägerhaus. Der Kondomkiller. Mam als Stadtgespräch, einige Klassenkameraden hatten ihn nicht mehr mit nach Hause bringen dürfen.
   Der Umzug weiter vorn in Paps Straße lenkte ihn ab. Sah nach Anfängern aus, ein mittelgroßer Haushalt verteilte sich um den Leihtransporter. Den Plattenweg zum Eingang eines Altbaus flankierten Möbelstücke, auf der niedrigen Mauer zum Vorgarten stapelten sich Kram und Kartons. Dort prüfte eine Katze ihre Krallen an einer Stehlampe, die davon nicht hässlicher wurde. Im Wagen selbst rumpelte es rhythmisch.
   Vor einem querstehenden Sofa hielt er an, lächelte auf die getackerten Noppen hinunter. Wenn die Stadt unter der Sommerhitze ächzte, war es oben im Garten—
„Didi! Bring den Handfeger mit.“
Sein Kindername, er fuhr zusammen. Die Blonde von eben stand in der Schiebetür des Leihwagens, spähte Richtung Hausflur. Ahnungsvoll spähte er mit.
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g a s t
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BeitragVerfasst am: 08.07.2019 15:27    Titel: Hüttenzauber, Teil 2 pdf-Datei Antworten mit Zitat

Didis Haar leuchtete im Orangeton der echten Rothaarigen, im Gesicht tummelten sich Sommersprossen. Sie fing seinen Blick auf, blieb stehen.
   „Was ist?“ Die Blonde folgte Didis Blickrichtung, grinste. „Mein Hindernis, hello again.“
   Stumm registrierte er Didis geringelte Strumpfhosen, den Minirock in Grün, den übergroßen Strickpullover mit aufgekrempelten Ärmeln.
   „Hi“, sagte er fast gleichzeitig mit ihr, „ich bin Didi.“
   Schmollmund bei der Blonden. „Angenehm, Sina. Aber das interessiert wohl keinen.“
   Zwei schmächtige junge Männer traten aus dem Haus, einer davon mit Brille. Tapezierte Wingertpfähle, würde Pap sagen.
   „Jungs, hört euch das an.“ Sina deutete auf Dirk, auf die Freundin. „Didi und Didi. Ich fass’ es nicht.“

Als erstes schloss er das wichtigste Elektrogerät an, verkeilte den Extra-Schampus neben dem Umzugsschaumwein diverser Eltern. Dann half er beim Einrichten der WG von Didi und Sina. Didi hatte schon einen Berufsabschluss, fing an der FH an, Sina arbeitete als Krankengymnastin, ihr Freund studierte im fünften Semester. Das einzig echte Erstsemester war der Jüngling mit Brille, ein Verwandter von Sina und bisher ohne Bleibe. Vorläufig hauste er in der Speisekammer.
   Früher als geplant konnte Sinas Lover den Transporter zurückbringen, kam zurück mit einer weiteren Flasche Sekt. Gekühlt, von der Tankstelle. Sina schrie nach Gläsern, Brille fand sie, allgemeine Stärkung. Weiter im Text.
   „Die Flasche ist leer, ach, so leer“, sang irgendwann der Lover.
   „Genug geschleppt.“ Didi und Brille.
   „Party!“ Sina.
   Im Wohnzimmer ließ sich Didi neben ihm aufs Sofa fallen, bei Kerzenschein und Räucherduft verglichen sie sachkundig die vier Sorten Riesling aus dem Kühlschrank. Die Marke von Didis Eltern gewann, dann gaben Sina und die Wingertpfähle auf.
   Pap sei Dank, der Weh-Geh-Schampus. Sie hockten sich vorm Sofa auf die Dielen, Didi war überzeugt, die Polster würden ihre Stimmen dämpfen. Der Unverstand der Angesäuselten, es war ihm egal. Feierlich löste er die Agraffe, ließ den Sekt in die Kelche rauschen. Und auf den Boden. Didi sah sich nach etwas zum Auftupfen um, packte die Quaste, die unterm Sofa hervorschaute. Jaulend schoss die Katze durchs Zimmer. Sie lachten, bis Didi Schluckauf bekam.
   Nach der Schauspielschule hatte sie sich an der Fachhochschule beworben, zu wenig Aussichten auf ein festes Engagement. Hatte von allen Städten ausgerechnet seine gewählt, ihm kam es vor wie ein Geschenk.
   Als er es ihr sagen wollte, hob sie die Hand. „‘s bleibt unter uns: Richtig heiß‘sch Ronja Dietlinde.“
   „Ronja. Eich glaawen‘t nit.“
   „Was? Wenn du‘s rumtratschst, bring‘sch dich um.“
   „Wieso, is schön. Kannst du zaubern?“ Er ließ sich nach hinten kippen, erzählte dem Stuck an der Decke von Ronja & Tonja.
   „Kolleginnen! Wie kultig, und Namens-, äh, Dingens. Die muss ‘sch ma kennenlernen, aber dich einfach so zu verlassen, nee. Armer kleiner Didi. Wolltst se wirklich nie wiedersehn?“
   „Später schon, aber Pap …“
   „Is der wichtig?“
   Er glotzte Didi an. Die alten Bedenken, eine Zeitlang bei Mam zu leben, ausgelöscht von einer Bemerkung. „Nee. Also schon, aber dafür ...“
   „Dafür hat sie Ronja.“
   Diverse Kicheranfälle, dazwischen tröstete ihn Didi, sie klammerten sich aneinander. Trafen sich zum Kuss, Zähne klackten, Flaschen kullerten, irgendwo schrie die Katze.
   „Ruhe im Kuhstall.“ Das Fünftsemester, offensichtlich ein Landei.
   „Werft das Vieh raus, ich will schlafen.“ Sina.
   „Ist noch Sekt da?“ Die Speisekammer klang feierfreudig.
   „Nee, nee, alles leer.“
   Die Didi-Rolle zerfiel und beratschlagte: wohin? Dirks WG-Zimmer ging von der Küche ab, Altbautür mit Bodenfreiheit. Zwischen Didis und Sinas Zimmer gähnte eine Durchreiche, bisher nur mit Postern überdeckt. Die Vorlesungen begannen erst übernächsten Montag, in wenigen Stunden fuhr Didi nach Hause.
   Nichts zu machen, sie verabschiedeten sich auf dem Treppenabsatz. Stürzten fast hinunter, als ohne Vorwarnung die Katze zwischen ihnen durchraste, torkelten hinterher, küssten sich in der Haustür.
   In einer Woche würde er Didi abholen, mit ihr zum Jägerhaus fahren. „Es gibt keinen Strom und kein fließend Wasser“, sagte er, musste lachen. Hinterm Mäuerchen ragte aus Ziersträuchern die Stehlampe.
   „Is kein Ding, mit Chemieklos kenn‘sch mich aus.“
   Liebliche Abschiedsworte, Didis Stimme klang ihm noch lange nach. Auf dem Heimweg schrieb er ihr die erste SMS.

Zweimal arbeiten. Fünf Tage Zeit für die Hütte. Mit dieser Leuchtschrift im Schädel erwachte Dirk am frühen Samstagvormittag. Die WG lag still, er säbelte eine Portion runter vom Kuchen auf dem Küchentisch, ging essend zum Auto.
   Erst mal über den Fluss kommen. Stop-and-Go. Samstags fuhr alle Welt ins Ländchen. Tanktourismus. Grüner wird’s nicht. Gib Gummi, oh Renault Twizy aus BIT. Er hupte, der Bitburger Elektrowagen schoss los wie tags zuvor die Sektkorken. Am Schrottplatz vorbei ging es in Kurven den Steilanstieg hinauf, rot ragten die Klippen, gegenüber der FH verließ er die Bundesstraße Richtung Waldhotel. Auf dem Forstweg dahinter begann quasi schon die Eifel. Das Dutzend Pachtgrundstücke zog sich in einer Reihe am Hang entlang, umgeben von Hochwald.
   Je näher er kam, desto lauter die Zweifel. Vielleicht wohnte jemand heimlich im Jägerhaus. Vielleicht existierte es nicht mehr. Eine der Stadtlegenden erzählte von obdachlosen Alkoholikern in einer vergessenen Waldhütte. Im Winter hatten sie sich an den Bäumen versucht, schließlich ihre Bleibe verheizt. Noch immer sprachen zerkerbte Stämme und hunderte leerer Weinflaschen von ihrer Anwesenheit.
   Da, die Zuwegung, gleich das erste Gartenhaus unter einem Baum in Trümmern. Das vom Molchzüchter? Keine Ahnung, vergessen. Zehn war er gewesen, als Mam das Gartentor hinter sich zugeknallt hatte, am ersten Tag der Sommerferien. Um mit einer beträchtlich jüngeren Aldi-Kassiererin durch Osteuropa zu tingeln. Höss de scho gehoaht? Dat Tonja is em Pittschi durchgang, de Ostblock bezaubere.
   Vorsichtig wendete er in der Ausbuchtung, die der Vorpächter in die Böschung gegraben hatte. Die Hecke ums Grundstück war zur Baumreihe durchgewachsen, an einer Stelle gab es eine Lücke. Rehe vielleicht, die hatten gern Mams Nutzgarten geplündert, Eichhörnchen die Haselsträucher.
   Durchs Tor wuchs Efeu, nach einigem Ruckeln ließ sich der altmodische Bartschlüssel drehen. Widerwillig gab die Kletterpflanze nach. Das Tor quietschte wie für ein Vampirfilm-Casting, er ließ es offen, pflügte durch Schichten von Herbstlaub die Stufen hinunter. Grün vor Algen leuchtete ihm die Veranda entgegen, immerhin hatte sie die Eingangstür gut vorm Regen geschützt. Die ließ sich aufschließen wie frisch geölt.

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Michel
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Beiträge: 1922
Wohnort: Südwest
Das goldene Niemandsland Der silberne Spiegel - Prosa
Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 08.07.2019 16:00    Titel: Antworten mit Zitat

Wollte nur kurz zwischenmelden, dass ich aufmerksam mitlese. Und die emr-Schreibe wiedererkenne, die ich sehr schätze. Die guten Geschichten abseits der ganz großen Katastrophen.
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g a s t
Geschlecht:weiblichSchreiberling


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BeitragVerfasst am: 08.07.2019 16:22    Titel: Teil 3 pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ohne Vorraum führte sie ins große Zimmer mit Kamin. Brah. In den Odeur von Moder und Mäusekot, das Fenster klemmte, gab nach, Gespinste aus den Häkelgardinen blieben an seinen Händen kleben. Hier wohnt niemand.
   Drüben in der Küche schauten Paps mürrische Züge von gewelltem Papier, sein Teint zu Rosa verblasst. Mams Kalender, gestaltet im Fotokurs an der VHS. Aus dem Deckenduster des Kaminzimmers ragten Trophäen, Stolz eines verblichenen Jägers. Zierdeckchen zeugten von Häkeln für Fortgeschrittene, Blumenampeln von Makramee I. Eine der Schwarzwalduhren war vom Regal gefallen, aus der Klappe hing der Kuckuck.
   Im Anbau stieß er mit dem Türblatt gegen sein Kinderbett, vor der Fensterscheibe kam ein Konglomerat aus Staub und Spinnweben in Bewegung. Im Zwielicht betrachtete er die Bettbezüge, Mams letzter Kurs, Impressionistischer Kartoffeldruck. Pap hatte sich über die Mahnung aufgeregt. ‚Lässt mich sitzen, aber für den Fuppes blechen. ‚Zaubern IX‘ kann ich wenigstens stornieren lassen.‘
   Woher die Ausbuchtung am Fußende? Auf alles gefasst hob er die Federdecke an, zwischen Mäusekötteln lag die alte Schultasche, vollgepackt mit dem vergessenen Lesevorrat. Kein Bock auf Nagetiere. Er rührte sie nicht an.
   Hinter der Tür hielten wacker zwei Klebestreifen Mams Aquarell an der Wand zum Kaminzimmer. Es verdeckte das selbsterneuernde Loch, letzteres ein Zusammenwirken von billigem Baumaterial und Siebenschläfern. Vor dem Bild hatte er so manche Träne zerdrückt, laut Mam zeigte es den sagenhaften Präsidenten der Apachen. Die Wahrheit ging ihm erst jetzt auf: Von wegen ‚edler Häuptling‘, da lächelte irgendein langhaariger Hautzen aus der Nachbarschaft.
   Zwei Schritte, die Dielen ächzten, er stand wieder im großen Zimmer. Sah sich um. Rotes Haar, Lovestory, Platz genug vorm Feuer. Rüttelte an Paps altem Werkstattofen, den Mam beharrlich Kamin genannt hatte. Die Schelle des Rohrs fiel ab.
   Los gehts. Abzug befestigen, Ofen reinigen, einfeuern. Fegen. Staubwischen und Fenster? Ach was. Die Vorhänge stopfte er in von Mäusen benagte Mülltüten, trug die Matratze aus dem wackligen Bett neben der Feuerstätte nach draußen. Nach ein paar Schlägen zersprang der Teppichklopfer zu einem Stummel mit Punkfrisur, er rammte ihn in die Wiese, überließ der Sonne die Arbeit.
    Die Tür des Gaskühlschranks wurde von einem Stuhl offengehalten, wie es Mam immer gemacht hatte. Mam, die Musterhausfrau, ob sie jetzt Strapse strickte? Zaubershows gaben Ronja & Tonja angeblich nur tagsüber, zeigten abends burleske Stripszenen in selbstgenähter Reizwäsche. Ob das stimmte, hatte er nie gefragt.
   Pap, Mitbewohner, Kommilitionen – einen Fund wie Didi würde er da nicht mal erwähnen. Aber Mam konnte er von ihr erzählen. Bestimmt saß sie mal wieder in einem Funkloch, rief mit ein bis drei Wochen Verspätung an.

Die Mülldeponie besuchte er, einen Baumarkt, mehrere Supermärkte. Die Luxemburger Tankmeile. Einen Esoterikladen. Plünderte Paps Wäschevorrat, den er selbst am besten kannte, bereitete vorm Kamin ein Lager. Brannte sich mit der Ofenklappe ein cooles Loch in die Jeans, ein nicht ganz so cooles in die Haut am Unterarm. Befestigte Kerzen auf bemaltem Kaffeegeschirr, betrachtete die Muster. Als Kind war ihm Mams Handarbeits-Overkill nicht aufgefallen.
   Die Badewanne fand er unterm Wildwuchs nur mühsam wieder. Ein Strauch wurzelte darin, seine Zweige streiften ein Häuschen, die Front nur ein Vorhang. Paps Trockentoilette, Dirk füllte die Behälter mit Streu und Regenwasser. Didi würde schon klarkommen.
   Apropos, hatte er Empfang? Ha, zwei Balken. Auf der Klobrille tippte er zum Foto die ungefähr hunderste Nachricht.

In der letzten Nacht blieb er zum Durchheizen im Jägerhaus, die WG feierte #THCthursday. Morgens kam er zu früh zum Duschen, geriet doch noch in den Laberflash der Mitbewohner. Floh mit einer Schüssel garantiert haschfreier Kekse. Am frühen Nachmittag bog er in Paps Straße ein, der hatte Kurzschicht freitags, saß mit Sicherheit schon in der Kneipe.
   Auf dem Plattenweg wartete Didi, trug zum Mini die rot-schwarze Strumpfhose, die fast den Ton ihres Haars traf. Zeigte auf die Leuchte im Vorgarten, jemand hatte schròòh auf den Schirm gesprüht.
   Didi lief aufs Auto zu, er fand nicht mal Zeit zum Aussteigen. „Du, eben ist plötzlich die Katze in unserer Küche aufgetaucht. Sina will sie jetzt füttern.“
   Flüchtiger Kuss. Sie tauchten ein in einheimische Lenkradsturheit, garniert mit verwirrten Touristen, Didi erzählte von Brille, der sich fast eingelassen hätte auf neunzehn Quadratmeter für vierhundert nettokalt. O-Ton Eigentümer: ‚Für Luxemburger ist das günstig.‘ Erst hinterm Waldhotel konnte Dirk kurz den Blick auf ihr ruhen lassen, sie strahlte das Herbstlaub an.
   Vorm Garten sprang sie aus dem Wagen, raschelte durchs Bunt. „Ich liebe das!“
   Er tat, als streike das Tor, bekämpfte ein blödes Grinsen. Das Ringelmuster machte sich gut an Didis langen Beinen.
   Auf der Treppe bekam sie große Augen. „Ein richtiges Hexenhaus, und es kommt Zuckerwattequalm aus dem Schornstein.“ Ohne Zögern folgte sie ihm hinein. „Whoo, ein Kaminfeuer!“ Vorm Sichtfenster wechselte ihr Haar den Farbton, ein Schimmer entstand ums Gesicht.
   „Hab Briketts nachgelegt vom Losfahren.“ Außerdem sämtliche Klappläden geschlossen, er knipste die Akku-Leuchte an. In all den Tagen war ihm niemand begegnet, so spät im Herbst war es immer still geworden in den Gärten. Aber im Wald steckten zu jeder Jahreszeit Leute.
   „Was für ein kultiger Ofen, auf dem Foto kam das gar nicht rüber.“ Didi richtete sich auf, betrachtete das Uhrenregal, legte den Kopf in den Nacken. Musterte die Reihe aus Gehörn und Häuptern. Ausgiebig.
   „Vom Vorpächter, der war Jäger.“ Er sah das Glitzern auf ihren Wangen. „Didi?“
   Ein Schniefen. „Mach dir nichts draus, ich weine schnell. Sags dir gleich. Du hast doch bestimmt was zu trinken da?“
   Wortlos stapfte er in die Küche. Taten ihr die Tiere leid? Das hätte sie gleich gesagt. Also hatte sie einen Freund, fürchtete sich vorm Beichten. Nix Lovestory, rotes Haar hatte bloß zu viel getrunken.
   Blöder Sekt, da schäumte er ins Glas. Dirk hatte die Siegersorte aufgetrieben, ewig mit dem Gaskühlschrank gerungen. Die Nacht in Didis WG, die vielen SMS … Frauen! Er setzte an, trank in wenigen Zügen aus.

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g a s t
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BeitragVerfasst am: 08.07.2019 16:33    Titel: \o/ pdf-Datei Antworten mit Zitat

Whee, Michel, hab dich erst nach dem Posting gesehen und musste noch ein allerletztes Mal ... #Überarbeitungswahn Deine Zwischenmeldung freut mich mächtig: ein Leser, froh, Arbeit gelohnt.

Weiter im Text. Cool

Edit: Eigentlich ein altes Werk, mit nachträglich herausgeschliffener emr-Schreibe. Finde, man merkts doch sehr. Confused
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g a s t
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BeitragVerfasst am: 08.07.2019 17:04    Titel: Teil 4 pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ihr Fingernagel tippte an das andere Glas. „Tu mal die Luft raus.“ Ein Spruch, so modrig wie das Jägerhaus.
   „Oh, entschuldige.“ Überm Einschenken fand er die passende Papsche Bemerkung. „Eine Traubensaftkaltschale, die Dame.“ Mams Kristall erklang, dem war ihr Handarbeitswahn nicht beigekommen.
   „Mensch.“ Didi hatte die Räucherstäbchen entdeckt. „Das ist ja meine Lieblingssorte.“
   Tja. „Hab’ Sina gefragt.“
   „Die riechen hier ganz anders. Würziger.“ Schnuppernd ging sie ins Kaminzimmer, nahm die Zündhölzer vom Uhrenregal. Wanderte von Kerze zu Kerze, trank zwischendrin, der letzte Docht fing kein Feuer. Sie riss ein neues Hölzchen an. „Was ich dir sagen wollte …“ Widerstrebend bildete sich die Flamme, Didi schlug das Streichholz aus.
   Wozu noch länger rumdrucksen. „Du hast ‘nen Stecher.“
   „Wie bitte? Wie kommst du denn darauf? Was ist das überhaupt für ein Wort, Stecher, also wirklich.“ Ihre Augen sprühten, Mann, sah das schön aus. Dann stieß sie die Luft aus, die störrische Kerze erlosch. „Mein Opa hat jedem erzählt, er sei Großwildjäger, ich hab ihn gehasst dafür.“ Mit einer Geste umfasste sie den Raum, der weite Ärmel rutschte zurück.
   Sommersprossen, er sah sie so gern. Und sie hat keinen, hat keinen …
   „Harmlos“, sagte Didi, „unser Haus steckt bis unters Dach voll mit Trophäen. Erst nach Jahren hatte ich klar, dass Opa nie rausging, dass er das alles im Internet ersteigert hat, dass er verdammt nochmal krank war. Bevor ich ihn fragen konnte, ist er ganz plötzlich gestorben. Ein Autounfall, sagt Mama, da war er so alt wie ich jetzt, hat sich nie erholt.“ Der Ofen bullerte, sie zog den Pullover aus. „Sag dir was: Hass macht blind und blöd, und bei Kummer hilft die Liebe. Ich hab’ dich unser Sofa anlächeln sehn, um dich rum hat die Luft geschimmert.“
   Erst jetzt schien sie seine Gestalt wahrzunehmen, lässig in den Türrahmen gelehnt. Wie eine Berührung spürte er ihr Schauen, ihm wurde ganz merkwürdig davon. Ohne sich aus den Augen zu lassen, stellten sie die Gläser ab.
 
Es waren Strapse. Warme, weiche Ringelstrapse, befestigt an Strumpfhaltern. Energisch vertrieb er die Vision der strickenden Tonja, das mit dem Striptease war sicher auch bloß ein Märchen.
   Wo anderen ein Dreieck wuchs, war Didi rasiert bis auf einen Streifen. Langsam wollte er es angehen, die Erregung auskosten, keine Chance, die Lust überschlug sich, als sei es sein erstes Mal. Danach lag er mit der Nase in den Decken. Der Mief der Matratze drang durch, er rührte sich nicht, erst nach mehreren Atemzügen hatte ihn die Welt wieder. „Didi.“
   „Stört mich nicht.“ Sie grinste, streichelte seinen Rücken. „Beim zweiten Mal kannst du länger.“
   Später bewegte er sich hinter ihr, beobachtete, wie sich ihre Spannung aufbaute. Verschwand. Sich aufbaute … abflaute. Immerzu, eine beharrliche Frequenz. Seine Hüfte schabte über einen Matratzenknopf, die Hitze des Ofens versengte ihm die Füße. Sporadisch mahnte die Bauchmuskulatur.
   „Machen wir’s mal anders“, sagte Didi. „Ich leg mich auf den Rücken … Ja, so.“
   Ungewohntes Setting, es gefiel ihm. Aber er musste ganz von vorne anfangen mit ihr, liebkoste sie eine gefühlte Ewigkeit, bis sie überhaupt nur schneller atmete. Beim ersten ernsthaften Keuchen legte er sich ihre Beine vor die Brust, hielt sie fest. Didi nahm einen Finger zu Hilfe. Die Muskeln ziepten, sein Rücken glühte, zu schweigen von den Fußsohlen. Egal. Diese Frau brachte er zum Singen, und wenn er danach drei Tage am Rollator humpelte.
   Die Kerzen flackerten im … Sonnenlicht? Er sah auf, ein wildfremder Mensch machte ordentlich die Eingangstür hinter sich zu: Braungebrannt im Herbst, ein Stirnband hielt das Haar. Wortlos starrte Dirk ihn an, konnte nicht aufhören, Didi zu lieben.
   „Keine Panik, ich hol nur was ab.“ Der Typ drehte den Schlüssel um, steckte ihn ein, marschierte zum Anbau. Tageslicht blendete und verging, Dielen knirschten, der Riegel rastete ein. Stille.

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BeitragVerfasst am: 08.07.2019 17:31    Titel: Teil 5 & Ende pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vision vom Dauerrammeln? Oder doch die Kekse. „Didi …“ Keine Antwort. Mit geschlossenen Augen ließ sie sich lieben, sah aus, als quadriere sie die Zahl Pi. Kurz spielten Lichtreflexe auf ihrem Haar, in der Wand verblasste ein Fleck.
   Jemand hämmerte an den Eingang. „Aufmachen. Ähm, Polizei.“
   Abrupt hielt er inne.
   „Nein!“ Didi bäumte sich auf, brachte ihn wieder in die Gänge.
   „Öffnen Sie sofort die Tür. Sie machen sich der Beihilfe verdächtig.“
   „Des Beischlafs wohl eher. Herrgott, das hier glaubt mir keiner. Didi, wir …“
   „Mir egal.“ Ihre Beinmuskulatur arbeitete, ebenso ihr Finger. „Schneller jetzt.“
   „Aufmachen. Letzte Warnung!“
   „Nicht jetzt, verdammt nochmal!“ Wem er antwortete, wusste er selbst nicht.
   Sein Körper übernahm, zeigte es ihm, Didi wand sich. Die Eingangstür krachte auf, Kerzen erloschen, Teile der Deckenverkleidung brachen herunter. In der Staubwolke schloss eine unförmige Gestalt das Helmvisier, spähte zu ihnen ins Halbdunkel. „Das ist er nicht. Suchen.“
   „Okay.“ Zwei weitere Figuren in Kampfmontur drängten sich am Kommandogeber vorbei, einer rannte in die Küche. Der andere trat ohne Federlesens die Tür zum Anbau ein, Bausubstanz und ein paar tote Siebenschläfer fielen aus der Wand.
   „Kuckuck!“
   Wieder fehlten Dirk die Worte, im Übrigen war er abgelenkt.
   Der Kämpfer vorm Anbau stand geblendet, verlegte sich aufs Brüllen. „Halt!“
   Didi war dagegen. „Weiter!“
  „Negativ“, rief der in der Küche.
   Didi wimmerte.
   Na gut. Vor den Augen der Staatsgewalt schenkte er ihr den Himmel, Didis Entzücken riss ihn mit. Dem Getöse nach auch den Rest der Welt, der Boden bebte. Bei aller Erfahrung in Liebesdingen, sowas hatte er noch nicht erlebt. Sanft löste er sich, ließ Didis Beine sinken, fiel neben ihr aufs Lager.
   Die Brennkammer bullerte ungut. Zuviel Asche vermutlich, Dirk seufzte, richtete sich auf. Wie tot lag Didi da, die Lippen leicht geöffnet. Viel  zu hell hier. Er untersuchte den Ofen, der heizte laut, aber brav. Drehte sich zum Eingang um. Niemand da, nicht mal der Eingang. Statt der Tür sah er Herbstblau mit Wölkchen.
   „Dirk?“
   Süße Didi, er neigte sich über sie. „An deiner Seite, meine Göttin. Was ist dein Begehr?“
   „Es zieht.“
   Schritte knirschten. „Einsatzleiter, guten Tag.“ Der Stimme nach der Kommandogeber, er stieg auf den Schutt, Dirks Schulmappe unterm Arm. „Wir haben den Mann gefasst, Sie sind jetzt in Sicherheit. Der Bursche hat sich in diesem Kabuff einen- Hm, Sie wissen schon. Statt durchs Fenster …“
   „Kuckuck!“
   „… abzuhauen.“
   „Oh. Okay. Wer war das?“
   „Datenschutz, darf ich nicht— Ach was, der gehört zu den Schrottplatzleuten unten.“ Der Einsatzleiter räusperte sich, hob die Mappe, verlagerte das Gewicht. „Die muss ich leider beschlagnahmen. Unser verdeckter Ermittler hat die Drogen bestellt, wir sind dem Verdächtigen gefolgt. Hatten schon lange gemutmaßt, dass er hier ein Depot unterhält.“ Sein Fuß rutschte weg, er stützte sich am Regal ab.
   Wieso laberte der so viel? – Ha! Dirk zerrte am Bettzeug, deckte Didi zu.
   „Kuck—“ Ein Knirschen, sieben Uhren entdeckten die Schwerkraft.
   Dem Einsatzleiter krachte ein Paneel auf den Helm. „Hoppla. Tut uns leid wegen der Hütte, seien Sie bloß vorsichtig.“ Er hob die Hand zum Gruß, stapfte davon.
   War der echt? Oder Dealer im Privatkrieg, kein Plan. Zu hektisch das alles, zu irre. Über ihm ächzten die Reste der Holzverkleidung. Zu instabil.
   „Oh, war das schön.“ Didi schmiegte sich an ihn, die Augen geschlossen. „Ich will das wieder und wieder mit dir erleben.“
   Er strich mit den Lippen über ein paar Sommersprossen. „Zu Diensten, meine Göttin. Sind ja noch ein paar Hütten übrig.“

« Was vorher geschah12345

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g a s t
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BeitragVerfasst am: 18.07.2019 22:03    Titel: Hab erst jetzt Lust, das Cover zu posten. pdf-Datei Antworten mit Zitat


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