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Kapitel 1 (Was Neues ausprobieren)


 
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FallenxFay
Schreiberassi

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Beiträge: 41



BeitragVerfasst am: 15.06.2019 13:48    Titel: Kapitel 1 (Was Neues ausprobieren) eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

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1.Der Neue

Wir hatten einen Neuen in der Klasse. Einfach so war er eines Tages da. Normalerweise kamen neue Schüler ja nach den gr0ßen Ferien oder zumindest zum Halbjahr, aber dieser kam mitten im Jahr und wurde auch nicht wie üblich vom Lehrer vorgestellt. Er saß einfach irgendwann hinten bei uns im Raum. Er stellte sich nicht vor und eigentlich sprach er gar nicht. Zumindest hatte ich ihn nie sprechen gehört. Die Lehrer beachteten ihn auch nicht besonders. Beziehungsweise beachteten sie ihn gar nicht. Er war wie Luft. Er war da, saß für uns alle gut sichtbar hinten in der letzten Reihe mit verschränkten Armen und gelangweiltem Blick, aber er wurde nie angesprochen. Mir war er zuerst mal egal. Ich konnte ja nicht wissen, dass dieser unscheinbare dunkelhaarige Junge mein Leben komplett umkrempeln würde.
Nach ungefähr drei Wochen wurde es das erste Mal unruhig um seinen Platz herum. Wir waren nämlich eine Klasse wie in einem dieser schlechten Highschool Filmen wo sich Machos und Zicken mit Nerds und den Klassenclowns tummelten und die üblichen dämlichen Lehrer versuchten Unterricht zu halten. Unsere Oberzicke hieß Lina und sie und ihre Zickenclique hatten sich auf den Weg zu ihm gemacht und meine Mitschüler rückten unauffällig ihre Stühle und tuschelten aufgeregt. Bisher hatte noch niemand den seltsamen Jungen angesprochen und alle waren gespannt wie er reagieren würde. Lina tänzelte, ihrer Meinung nach unauffällig vor seinem Tisch herum aber der dunkelhaarige sah einfach durch sie hindurch. Die hübsche Lina mit den goldblonden Haaren und den meerblauen Augen war es nicht gewohnt ignoriert zu werden und verzichtete darauf den desinteressierten Neuling anzusprechen. Stattdessen warf sie ihre Haare über die Schulter und stolzierte davon. Ich grinste still in mich hinein. Ich mochte Lina nicht besonders. Sie hielt sich für was besseres und war eine Tusse wie in jedem schlechten Film.
Die Jungs versuchten ein paar Tage später sie zum Fußball zu überreden, doch darauf ging er ebenfalls nicht ein und nachdem er sie zwei Wochen lang vehement abgewimmelt hatte, fingen sie an sich über den Schönling lustig zu machen was ihn ebenfalls nicht interessierte.
Ich lebte mein Leben weiter und interessierte mich wenig für den Jungen bis meine beste Freundin Nora mich eines Montagmorgens in der Mathestunde auf ihn ansprach. „Bella!“ flüsterte sie und tippte mich mit der Spitze ihres Bleistifts an. Bella war ich. Also mein richtiger Name war Marabella aber da mich das an Marmelade erinnerte, nannten mich alle Bella. Ich war grade 16 geworden und ging in die zehnte Klasse des Neuberger Gymnasiums, wo grade Mathestunde war. „Bellaaaaa!“ Noras eindringliches Flüstern. Die Spitze des Bleistifts bohrte sich in meinen Oberarm. „Au!“ kam es unterdrückt von mir. „Sorry.“ Nora steckte ihren Bleistift wieder in die Federmappe „Aber ich muss mit dir reden.“ flüsterte Nora. „Was ist?“ fragte ich und rieb mir den Arm. „Wie findest du den Neuen?“ Ich sah sie fragend an. „Na wie soll ich den schon finden? Er hat ja noch nicht einen Ton gesagt.“ Nora nickte zufrieden. „Ich find den ja echt toll.“ Sie sah verträumt zu ihm hinüber. Guck dir allein schon an wie er aussieht. Und wie lässig er dasitzt!“ Ich gluckste. Zugegeben er sah nicht schlecht aus mit seinen schwarzen Haaren die immer irgendwie verwuschelt waren und den tiefblauen Augen unter dichten, dunklen Wimpern aber danach konnte man doch niemanden beurteilen mit dem man noch nie gesprochen hatte. Sollte Nora in Ruhe für ihn schwärmen. „Was gibt es denn da zu tuscheln die Damen?“ fragte unser Mathelehrer Taff. (Ich hab ja gesagt die üblichen dämlichen Lehrer) Nachdem Nora ein bisschen herum gestottert hatte mussten wir unsere Hausaufgaben vortragen und Taff ließ uns widerwillig in Ruhe.
Am gleichen Nachmittag saß ich mit Nora in der Eisdiele. „Bella du musst mir helfen ich find den Schönling wirklich ultra heiß. Aber ich kann ihm das ja nicht einfach sagen er hat nichtmal auf Lina reagiert da hab ich doch keine Chance.“ „Du meinst das mit dem echt ernst?!“ Ich gluckste belustigt. „Du kennst nichtmal seinen Namen!“ Nora senkte beschämt den Kopf. „Aber guck ihn dir doch mal an!“ Anscheinend war es meiner besten Freundin wirklich wichtig. „Du musst mir helfen Bella du bist meine BESTE Freundin.“ Oh nein BITTE nicht die Tour Nora Sie setzte ihren Hundeblick auf und ich verdrehte die Augen. „Meinetwegen was soll ich denn machen?“ „Keine Ahnung lass dir was einfallen! Finde erstmal ein bisschen was über ihn heraus.“ Ich nickte seufzend. Als ich Nora wieder ansah weiteten sich ihre Augen. „Du kannst sofort anfangen!“ „Was?“ ich zog eine Augenbraue nach oben. „Hinter dir!“ Nora flüsterte jetzt und lief rot an. Ich drehte mich um und tatsächlich saß an einem Tisch der Schönling, spielte an seinem Handy und hielt einen Kaffee in der Hand. „Was macht der denn hier?!“. Nora kicherte nur. „ich geh jetzt ganz sicher nicht zu ihm rüber!“ Nora nickte. „Wäre ja auch viel zu auffällig wenn ich hier sitze.“ erleichtert atmete ich aus. Ich wollte den dunkelhaarigen Jungen nicht ansprechen und war froh wenn ich mich noch etwas drücken konnte.
Das gelang mir tatsächlich auch in den nächsten Wochen ganz gut denn Nora war ganz plötzlich aufgefallen, dass sie zuerst einen genialen Plan aushecken musste. Ansonsten ging alles so weiter wie bisher. Die meisten Mädchen schwärmten immer mehr von dem geheimnisvollen Jungen, die Jungs machten sich über ihn lustig und er ignorierte beides. Nur eine Kleinigkeit fiel mir seit dem Nachmittag in der Eisdiele auf denn der geheimnisvolle Junge redete zwar immernoch nicht, aber ich bemerkte immer wieder wie er mich ansah. Seltsamerweise war er immer in meiner Umgebung und mir machte das manchmal ein wenig Angst. Jede meiner Mitschülerinnen wäre wahrscheinlich glücklich darüber gewesen aber ich konnte über ihre Schwärmereien nur den Kopf schütteln. Als hätte er eine seltsame Aura der sie alle reihenweise verfielen. Doch jeder Versuch den sie anstellten um seine Aufmerksamkeit zu erlangen wurde mit einem freundlichen Lächeln abgetan. Die Mädchen wurden dadurch nur noch schwärmerischer. Sie lächelten verträumt, kicherten und tuschelten mit ihren Freundinnen. Ich verdrehte jedes Mal die Augen… und jedes Mal war ziemlich oft da er ja immer in meinem Sichtfeld war. Als Außenstehende sah man nämlich ganz genau, dass er sie abwimmelte und immer wieder fielen sie auf seinen Charme rein. Sonst passierte nicht fiel bis zu diesem einen seltsamen Tag.
Eigentlich war den Schultag über alles wie immer. Ich saß meine sechs Stunden ab und hörte mir Nora wilde Planereien an. Seltsam wurde es dann erst als ich mich nach der Schule von Nora verabschiedete und mich auf den Weg nachhause machen wollte. Denn natürlich gab es in unserer Klasse auch einen Macho. Unser Macho hieß Tobi und er quatschte mich vor dem Tor an. „Na Bella? Wie geht’s dir?“ zögerlich blieb ich stehen. Was wollte er von mir? Hatte er keine anderen Mädchen mehr übrig? Ich fand Tobi ekelig. Jede Woche knutschte er im Gang mit einer anderen herum und fühlte sich wie der tollste. “Ähm… gut… und dir so?“ fragte ich unsicher. „Sehr gut. Ich hab ja jetzt dich getroffen.“ Säuselte er und stieß sich von der Mauer ab an der er gelehnt hatte. Kotz! „Hast du Lust mit zu mir zu kommen?“ ich sah ihn entgeistert an. Eigentlich fiel ich mit meinen widerspenstigen braunen Haaren und den braun-grünen Augen komplett aus seinem Barbie-Beuteschema  Scheinbar war sein Vorrat wirklich aufgebraucht. Ich schüttelte mich innerlich bei dem Gedanken. „Nein…danke“ antwortete ich. „Ohh du willst also der ganzen Schule deinen Sieg über mich präsentieren.“ Eine gewisse Gier lag in seinen Augen. Er machte einen Schritt auf mich zu. Dann zog er doch tatsächlich mein Shirt ein Stück hoch und seine Hand glitt darunter. Schnell machte ich mich los. „Hör auf.“ Sagte ich und versuchte dabei meine Stimme nicht zittern zu lassen. Ich malte mir die schlimmsten Szenen aus die in den nächsten Minuten passieren konnten und bekam Angst denn auf dem Schulhof und vor dem Tor war plötzlich niemand mehr zu sehen. „Oh warum das denn?“ Tobi kam näher und ich wich zurück. Da versuchte er mich zu küssen und aus Reflex verpasste ich ihm eine Ohrfeige. Als er sich wieder gefasst hatte und mich wieder ansah lag nur noch Hass in seinen Augen. Für Tobi war es neu abgewiesen zu werden. „Warte ab. Das wirst du noch bereuen.“ Er schubste mich gegen die Mauer an der er gelehnt hatte und kam auf mich zu. Plötzlich wurde er von hinten gepackt und herumgedreht, bekam einen Kinnhaken und eine halbe Sekunde später rollte er sich mit einem anderen über den Asphalt. Ich stand daneben und zitterte. Ich wusste nicht was ich tun sollte also stand ich einfach nur da. Als die beiden nach einer gefühlten Ewigkeit voneinander abließen taumelte Tobi benommen davon. Ich sah ihm verwundert hinterher. Ich hatte zwar noch nie so eine Prügelei mitbekommen aber war es normal, dass danach einer von beiden einfach wegging? Mein Helfer hockte noch einen Moment am Boden. Er hatte ein Knie aufgestützt und hielt den Kopf gesenkt. Eine Hand stützte er auf dem Asphalt auf. Als er aufstand erkannte ich ihn und erschrak. Es war der Schönling aus meiner Klasse. „Alles okay?“ fragte er leise und es war das erste was ich ihn jemals sagen gehört hatte. Seine Stimme klang wie Seide. Leise, sanft und irgendwie rau zugleich. „Ja… danke… ähm…?“ sagte ich zögerlich. „Taylor.“ Sagte er, strich sich eine schwarze Strähne aus dem Gesicht und wand sich um. Als ich mich eine Sekunde darauf umdrehte, um endlich auch nachhause zu gehen, war er verschwunden.

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Stefanie
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BeitragVerfasst am: 15.06.2019 15:41    Titel: Antworten mit Zitat

Selbst wenn deine Protagonistin nicht Bella hieße, wäre nicht zu übersehen, dass du Twilight nacherzählst.

Ein bisschen origineller, bitte.
Und mit echten Personen, keinen wandelnden Klischees.
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FallenxFay
Schreiberassi

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BeitragVerfasst am: 15.06.2019 17:44    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Kannst du mir vielleicht begründen wieso ich deiner Meinung nach Twilight nacherzählen würde? Meine Geschichte hat im weiteren Verlauf nämlich absolut nichts damit zu tun und ich verstehe diese Kritik nicht da irgendetwas nachzuerzählen nicht meine Absicht war und ich an Twilight überhaupt nicht gedacht habe da ich es nichtmal besonders mag

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Engel72
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BeitragVerfasst am: 15.06.2019 18:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo FallenxFay,

mich hat dein Text nicht an Twilight erinnert, auch wenn deine Prodagonistin Bella heisst. Normalerweise merkt man das schon beim ersten lesen, das einem was bekannt vorkommt. Bei mir war das nicht der Fall und ich kenne Twilight.

Was ich machen würde ist den Text etwas mehr zu gliedern. Ich will damit sagen, damit er nicht so kompakt wirkt, mehr Absätze gerade bei der wörtlichen Rede.
Aber ich denke, das ist Ansichtssache.

Auf alle Fälle, mach weiter und dafür wünsche ich dir alles Gute.

LG Engel72
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FallenxFay
Schreiberassi

Alter: 15
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BeitragVerfasst am: 15.06.2019 19:11    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielen Dank für deine Kritik lol2 ich finde selbst sehr oft, dass meine Texte sehr zusammengedrückt wirken und werde es mit einigen Absätzen bei wörtlicher Rede gern versuchen smile

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Care
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BeitragVerfasst am: 15.06.2019 20:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo FallenxFay!

Ich habe Twilight nicht gelesen, aber deine Charaktere erinnern schon sehr an Typen, die man in diversen Hollywoodfilmen sieht: Die Brave, die Zicke, die Unscheinbare, der Schönling, der Macho usw. Dahingehend muss ich Stefanie recht geben.

Vielleicht solltest du dir deine Protagonisten vornehmen und überlegen, was sie besonders macht. Sowohl vom Aussehen als auch von ihren Eigenschaften. Die Zicke könnte ja auch nett sein, wenn man sie näher kennt, die Unscheinbare eine tolle Musikerin sein, der Macho Selbstwertprobleme haben. Das macht eine Geschichte gleich viel lebendiger und lesenswerter.

Zum Einstieg:
Ich unterrichte schon seit vielen Jahren und es ist absolut unglaubwürdig, dass ein neuer Schüler von den Mitschülern und den Lehrern ignoriert wird. Wenn ich in eine Klasse gehe und da sitzt ein Neuer, spreche ich ihn auf jeden Fall an. Und meine Kollegen würden das mit Sicherheit auch tun. Er kann ja auf Fragen, die ihm gestellt werden, einsilbig antworten. Oder sogar stottern, was ihn vielleicht bei einigen zum Gespött machen würde. Wobei ich nicht glaube, dass dies bei der neuen Schülergeneration so gehalten wird. Meine Schüler sind in der Hinsicht sehr feinfühlig und tolerant.
Ich gebe mal ein Beispiel:
Als mir eine EDV-Gruppe am Nachmittag Schüler für Schüler 'abhanden' gekommen ist und letztlich von 12 Schülern nur noch vier anwesend waren, habe ich ohne nachzudenken gemeint:
"Na, das ist ja wie im Lied von den Zehn kleinen Negerlein, wo einer nach dem anderen verschwindet."
Sofort hat eine Schülerin gekontert:
"So etwas sagt man nicht!"

Was auch etwas komisch ist: Zuerst bezeichnest du deinen Neuen als unscheinbaren Jungen. Plötzlich ist er dann der 'Schöne'. Versuche vielleicht eher, seinen Charakter herauszuarbeiten. Warum wirkt er auf die Mädchen anziehend? Ist es das Geheimnisvolle, das ihn umgibt? Was macht ihn in den Augen einiger 'schön'?

Außerdem sind in deinem Text viele kleine Fehlerchen. Vor allem setzt du so gut wie keine Beistriche, was die Absätze schwer lesbar macht. Auch die langen Sätze, die durch 'und' miteinander verbunden sind, könntest du kürzen oder einfach aufteilen. Dadurch würde dein Stil sehr gewinnen.

Zitat:

Wir waren nämlich eine Klasse wie in einem dieser schlechten Highschool-Filmen, (Komma) wo sich Machos und Zicken mit Nerds und den Klassenclowns tummelten und die üblichen dämlichen Lehrer versuchten, (Komma) Unterricht zu halten.


Besser würde ich finden:
Wir waren nämlich eine Klasse wie in einem dieser schlechten Highschool- Filme. Machos, Zicken und Nerds tummelten sich um die üblichen Klassenclowns. Die Lehrer, ebenso langweilig wie dämlich, versuchten Unterricht zu halten.

Wobei sich für mich (gut, ich gehöre zu denen) schon die Frage stellt: Sind wirklich alle Lehrer dämlich?

Besonders achten würde ich auf die Dialoge, die du in einer 'Wurst' schreibst:

Zitat:

Anscheinend war es meiner besten Freundin wirklich wichtig. „Du musst mir helfen Bella du bist meine BESTE Freundin.“ Oh nein BITTE nicht die Tour Nora Sie setzte ihren Hundeblick auf und ich verdrehte die Augen. „Meinetwegen was soll ich denn machen?“ „Keine Ahnung lass dir was einfallen! Finde erstmal ein bisschen was über ihn heraus.“


Ich versuche es mal etwas strukturierter:

Anscheinend war es meiner besten Freundin wirklich wichtig.
„Du musst mir helfen, Bella!", meinte sie. "Du bist meine BESTE Freundin.“
Oh nein! Nicht diese Tour, Nora! Sie setzte ihren Hundeblick auf und ich verdrehte die Augen.
„Meinetwegen", sagte ich resignierend. "Was soll ich denn machen?“
„Keine Ahnung, lass dir was einfallen!", erwiderte sie. "Finde erstmal ein bisschen was über ihn heraus.“

Wie gesagt, das sind einige Vorschläge und Anregungen von meiner Seite. Was du davon umsetzt, ist deine Entscheidung, denn es ist dein Text!

Liebe Grüße
Care
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FallenxFay
Schreiberassi

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BeitragVerfasst am: 15.06.2019 20:39    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Bevor ich deine Ausführliche Kritik durchlese, erstmal zu dem Sinn. Die Figuren die am Anfang solche Hollywood Menschen sind... kommen tatsächlich nicht mehr vor im weiteren Verlauf daher habe ich ihnen gleich einen unwichtigen Eindruck gegeben und mir ehrlich gesagt einfach nicht die Mühe gemacht... Dass es unfassbar unrealistisch ist, ist mir bewusst aber Taylor ist ja auch ein magisches Wesen und eigentlich nicht als Schüler an dieser Schule. Er soll sich aus Menschen Angelegenheiten raushalten und seinen Job machen, daher redet er auch nicht oder ähnliches... ich weiß das alles ist wahrscheinlich sehr weit hergeholt und trotzdem noch unsinnig aber ich wollte meinen Gedankengang erklären smile

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FallenxFay
Schreiberassi

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BeitragVerfasst am: 15.06.2019 20:42    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Die Kritik am Text finde ich wirklich sehr hilfreich. Vielen Dank. Diese Dinge werde ich auf jeden Fall überarbeiten und grade die Strukturierung der Dialoge gefällt mir sehr gut smile Vielen Dank

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silke-k-weiler
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BeitragVerfasst am: 15.06.2019 21:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo FallenxFay,

ich würde auch überlegen, ob Begriffe und Ausdrücke wie "Tusse" oder "Kotz!" zwingend etwas in Deinem Text verloren haben müssen. Grammatikalisch und auch sprachlich gibts noch viel zu feilen, aber irgendwie habe ich mich daran am meisten gestoßen. Klar, es ist ein Jugendroman und meine Kinder kommen auch mit "Alter" und "nice" um die Ecke, aber ich weiß nicht, ob es das in Deinem Text braucht. Wenn Du eine gewisse jugendliche Schnodderigkeit vermitteln willst, würde ich das anders zu lösen versuchen. Ist meine Meinung.

FallenxFay hat Folgendes geschrieben:
Die Figuren die am Anfang solche Hollywood Menschen sind... kommen tatsächlich nicht mehr vor im weiteren Verlauf daher habe ich ihnen gleich einen unwichtigen Eindruck gegeben und mir ehrlich gesagt einfach nicht die Mühe gemacht...


Klar, man muss dem Leser nicht von jeder Nebenfigur den Stammbaum mit an die Hand geben, aber das am Anfang so abzufrühstücken nach dem Motto: "Ok Leser, stell dir jetzt mal die Stereotypen aus einem durchschnittlichen Highschool-Film vor", halte ich nicht für eine gute Idee.
Ich würde versuchen, mehr Mühe zu investieren, denn kürzen kannst Du immer noch. Dafür kann es aber plastischer werden, ohne dass die Figuren zu Pappaufstellern verkommen. Immerhin sind die ersten Seiten Deines Romans die Eingangshalle zu Deinem Werk. Ich selbst als Leser verzeihe Schwächen mittendrin, wenn mich der Anfang packt. Stehen in der Eingangshalle aber nur Pappaufsteller rum, mache ich kehrt.

Ich hoffe, Du weißt, was ich meine.

Und wie Care schreibt - Struktur und Zeichensetzung. Sollte es bei der Kommasetzung Klärungsbedarf geben, findest Du im Netz viele Seiten, die hilfreich sind.

LG
Silke
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Stefanie
Dichter und Denker


Beiträge: 1077



BeitragVerfasst am: 15.06.2019 23:47    Titel: Antworten mit Zitat

FallenxFay hat Folgendes geschrieben:
Kannst du mir vielleicht begründen wieso ich deiner Meinung nach Twilight nacherzählen würde? Meine Geschichte hat im weiteren Verlauf nämlich absolut nichts damit zu tun und ich verstehe diese Kritik nicht da irgendetwas nachzuerzählen nicht meine Absicht war und ich an Twilight überhaupt nicht gedacht habe da ich es nichtmal besonders mag


Ich habe nur den von dir eingestellten Abschnitt zur Beurteilung und da sind die Ähnlichkeiten frappierend, auch wenn er der Neue ist und nicht sie.
Highschoolgeplänkel, ein geheimnisvoller Typ, der sie erst nicht beachtet und dann plötzlich rettet.
Die anderen haben auch schon einiges Treffendes angemerkt.
Vielleicht kannst du einfach später in der Geschichte ansetzen.
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Care
Schreiber-Lehrling


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BeitragVerfasst am: 15.06.2019 23:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo nochmals, FallenxFay,
Silke hat da absolut recht: Der Einstieg in einen Roman ist das Wichtigste! Wenn du den Leser nach der ersten Seite verlierst, die er auf Amazon zu sehen kriegt, kauft er dein Buch nicht.

Daher ist es umso wichtiger, dass du nicht wie in den x-ten Klon eines Hollywoodfilms einsteigst. Überleg dir etwas besonderes, das den Leser an deinen Text fesselt.

Wenn Taylor ein magisches Wesen ist, der einen Auftrag zu erfüllen hat, dann lass ihn zum Beispiel einen Dialog führen, der Ansätze dazu verrät. Natürlich nicht alles, sonst ist die Spannung weg. Ich nehme an, dass er neben Bella der Hauptprotagonist ist. Dann solltest du zumindest diese beiden wirklich ausfeilen. Gib ihnen Stärken und Schwächen, mach sie interessant. Der Leser will mit den Charakteren mitleben, ihre Empfindungen teilen.

Und noch ein Tipp:
Steig nicht mit so einer 'allgemeinen' Handlung ein. Nimm dir EINE Szene vor, die packt. Die außergewöhnlich ist. Ich kann schreiben, 'wir waren eine Klasse wie jede andere und plötzlich war ein neuer Schüler da'.
Oder ich schreibe:

"Hast du eine Ahnung, wie die Definition des Logarithmus lautet?", flüsterte mir Nora zu.
Sie war in Mathe wirklich eine Null, dafür sehr sprachbegabt. Ich mochte meine beste Freundin, aber manchmal konnte sie richtig anstrengend sein.
"Nicht jetzt!", zischte ich zurück.
Denn hinter mir saß plötzlich ein Schüler, der vorher mit Sicherheit nicht dagewesen war. Wo zum Teufel kam der her? Ich fühlte, wie mein Herz hämmerte.

Das ist natürlich nur ein Beispiel, ich bin sicher, dass du das viel besser und glaubwürdiger schaffst! Schließlich hast du deinen Plot ja im Kopf. Du musst ihn nur noch zu Papier bringen.

Dazu wünsche ich dir viel Erfolg und vor allem Spaß!

Liebe Grüße
Care
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FallenxFay
Schreiberassi

Alter: 15
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BeitragVerfasst am: 20.06.2019 16:49    Titel: Kapitel 2 pdf-Datei Antworten mit Zitat

2. Eine neue Welt

Nach diesem Tag fielen mir häufiger Seltsamkeiten auf, die mit dem Neuen zu tun hatten. Taylor sprach weiterhin nicht sondern lächelte stets alle an. Ich bemerkte ihn jetzt noch öfter in meiner Nähe. Tobi rührte sich nicht mehr an. Er kam zwei Tage nach dem Vorfall vor dem Tor mit blauem Auge zur Schule und saß mürrisch an seinem Platz. Selbst seinen besten Freund Malte schickte er weg als dieser sich erkundigte was passiert sei. Dass Taylor überall gute mündliche Noten bekam obwohl er nicht ein Wort sagte war das erste Wunder was mir rund um den dunkelhaarigen Jungen auffiel. Klassenarbeiten wurden vertauscht und Mitschüler die über Taylor lästerten kamen Tage darauf nicht mehr zur Schule. Die Gerüchte über ihn wurden immer einfallsreicher aber an einem stillen Verhalten änderte sich nichts. Nora war bei der Nachricht von dem Vorfall mit Tobi fast ausgerastet und nervös auf und ab gehüpft.
 „Wieso hast du denn nicht mehr mit ihm geredet?!“ hatte sie gefragt.
 „Weil er sofort wieder weg war.“
Nora hatte nur enttäuscht den Kopf geschüttelt und gesagt, dass wir uns jetzt strikt an ihren Plan halten mussten. Taylor war wie ein Wachhund nun immer in meiner Nähe aber seit der Prügelei mit Tobi fühlte ich mich zwar noch etwas beobachtet aber irgendwie auch seltsam sicher. Immer wenn ich Taylor ansah. Blickte er in eine andere Richtung. Irgendwann wurde es mir zu viel und ich willigte Noras Bitte ein, Taylor ein wenig im Auge zu behalten. Weniger für den verrückten Plan meiner besten Freundin als um ein paar Geheimnisse um den Dunkelhaarigen aufzudecken.
Etwa eine Woche lang versuchte ich unaufällig den Schönling im Auge zu behalten was mir nichts brachte da er ja sowieso in meiner Nähe abhing und sich genauso verhielt wie ich es schon kannte. Alles was ich neues herausfand, war dass er nach der Schule neuerdings ums Gebäude herumschlich. Vor Nora sagte ich davon nichts, sie hätte erwartet dass ich ihm folgte. Das wollte ich aber auf keinen Fall. Nach zwei Wochen dann ging er immer tiefer in den Wald hinter der Turnhalle und irgendwann wurde es mir einfach zu viel und die Neugier siegte.
Als es nach der letzten Stunde klingelte war ich fest entschlossen heute herauszufinden was er hinter der Schule trieb. Ich folgte Taylor durch den Hinterausgang in einen kleinen Hain. Er bemerkte mich nicht aber er wirkte auch sehr auf sein Ziel konzentriert und irgendwie in Eile. Vor einem großen Baum mit ausladenen Blättern, die jede Menge Schatten spendeten, kniete er sich ins Moos und legte beide Handflächen auf den Boden. Ich versteckte mich hinter einem weiteren Baum und beobachtete was geschah. Zuerst kniete Taylor einfach so im Moos und hielt den Kopf konzentriert gesenkt. Da passierte etwas. Der Schatten, den der große Baum auf den Waldboden warf, schien sich auszubreiten… Ich blinzelte. Konnte das sein? Doch ich sah es ganz deutlich! Der Rand des Schattens war jetzt fast bei meinem Versteck. Als ich wieder zu Taylor sah blieb mir der Mund offen stehen. Nicht nur auf dem Boden hatte sich der Schatten ausgebreitet sondern irgendwie auch.. in der Luft? Es war inzwischen fast dunkel obwohl es helllichter Tag war. Als Taylor aufstand und die Hände vor sich streckte, schien es als würde er den Schatten aufsaugen und vor seinen Handflächen sammeln, wo sich langsam aber deutlich ein schwarzer Kreis ergab der ziemlich schnell größer wurde. Mein Herz schlug wild in meiner Brust. Was tat Taylor denn da?! Als der Kreis ungefähr so groß war wie er selbst, ließ er die Hände sinken und trat  einfach hindurch. Er trat einfach in den Schatten! Naiv wie ich manchmal war, zögerte ich keine Sekunde und folgte ihm. Was konnte an ein bisschen Schatten so schlimm sein? Damit, was mich hinter dem bisschen Schatten erwartete, konnte ich ja nicht rechnen…
Hinter dem Schatten war nichts Es war nicht schwarz oder weiß, sondern einfach nichts. Lediglich ein paar Nebelfetzen waberten herum. Und mitten in diesem Nichts stand Taylor neben einem Jungen mit dunkelbraunen Locken. Sie unterhielten sich. Langsam trat ich an die beiden heran und der fremde Junge sah auf.
 „Taylor was hast du angerichtet?!“ Taylor drehte sich um.
„Was machst du denn hier?!“ natürlich hatte ich nicht damit gerechnet plötzlich im Nichts zu stehen und mich nicht mehr verstecken zu können. Zögernd trat ich näher. Da musste ich jetzt wohl durch…
 „Ich… bin dir gefolgt.“ gab ich zu. „Ich war einfach neugierig und dann war da dieses schwarze Loch und ich musste einfach durchgehen und..“ ich verstummte und ließ den Kopf hängen. War ich eigentlich komplett durchgedreht? Einem Fremden einfach so folgen. Ich kannte Taylor nicht. Ich kannte den anderen Nicht. Ich kannte diesen Ort nicht und wusste auch nicht was die beiden hier suchten. „Wo sind wir hier?“ fragte ich leise.
 „Du stellst hier mal gar keine Fragen!“ donnerte Taylor los und ich zuckte zusammen. Ich erkannte den stillen jungen nicht wieder. Unwillkürlich fragte ich mich, wer er wirklich war. Taylor fuhr sich mit beiden Händen durch die Haare. Der ältere Junge  legte ihm eine Hand auf die Schulter.
„Beruhig dich Tay.“ Doch „Tay“ tat das absolut nicht.
„Was sollen wir denn jetzt machen?!“ er wirkte richtig erschüttert.
 „Wir nehmen sie mit und du bringst sie morgen zurück.“ sagte der Große ruhig.  „Eine andere Möglichkeit bleibt uns nicht.“
„Sie darf so wenig wie möglich erfahren!“ Taylor fand diesen Vorschlag wohl nicht so toll. Doch der Typ mit den Locken grinste nur schief.
 „Dann sollten wir Kontakt mit dem Hofnarr vermeiden.“ Taylor ächzte und fuhr sich erneut durch die dunklen Haare.
 „Ich bekomm den Ärger meines Lebens!“
„Das ist deine eigene Schuld.“ ich bewunderte den Fremden für seine Ruhe, als er sich plötzlich an mich wandte.
„Ich bin Dorian. Taylors älterer Bruder.“ er sah mich aus sehr dunkelbraunen Augen freundlich an. „Wie du mitbekommen hast werden wir dich mitnehmen. Aber keine Sorge morgen kommst du wieder nachhause.“ ich schauderte.
 „Aber wohin denn?“ fragte ich zittrig.
„Dorian!“ Taylor hatte offenbar seine Meinung wieder geändert. „Wir können sie nicht mitnehmen!“
 „Tay!“ jetzt wurde auch Dorian bestimmter. „Wir haben keine Wahl oder willst du sie hierlassen?!“
„bitte nicht.“ bat ich Dorian leise. Auf keinen Fall wollte ich in dieser gruseligen Leere bleiben. Taylor fuhr sich schon wieder durch die Haare und ging einige Meter davon. Obwohl die Entfernung hier wirklich nicht leicht abzuschätzen war. Zerknirscht sah ich Dorian an. Er schien nett zu sein und mir tat es leid, dass ich Schwierigkeiten gemacht hatte.
 „Tut mir leid.“ sagte ich deshalb. „Ich wollte wirklich nicht, dass ihr Probleme bekommt.“ „Mach dir keine Sorgen.“ Dorian lächelte jetzt sogar.
„Tay kennt eigentlich genug Möglichkeiten um unentdeckt zu bleiben.“ „Kannst du mir vielleicht sagen wo wir hier sind?“ bat ich hoffnungsvoll und Dorian zögerte kurz, fing dann aber n zu sprechen.
„Wir sind im Tanor. Einem Bereich zwischen hier und dort.“ Das war wenig hilfreich aber ich fragte einfach weiter. „Wieso kann ich nicht einfach zurück in den Wald hinter unserer Schule und nachhause gehen?“ ich merkte wie verzweifelt ich klang und versuchte tief zu atmen.
„Es gibt vom Tanor aus keine direkte Verbindung zurück in deine Welt es ist wie eine… Einbahnstraße. So nennt ihr solche Wege doch?“ er grinste schief. Meine Welt? Was will er denn damit sagen? Doch Dorian hatte sich bereits abgewandt. „Taylor.“ sprach er seinen Bruder an. „Stell uns durch.“ Dieser ob erneut die Handflächen aber Dorian versperrte mir die Sicht als er sich nun wieder zu mir drehte.
„Ich sollte dir einige sehr wichtige Dinge erklären. „Tay und ich gehören zu einer Art… Stamm. Die Naturin.“ ich nickte als er kurz stoppte und scheinbar überlegte was er als nächstes sagen wollte. „Wir sind auf dem Weg in unsere Heimat und da du mit uns kommen wirst hier die wichtigsten Verhaltensregeln.“ ich schluckte. „Versprich niemandem etwas und iss nichts was nicht Tylor oder ich dir geben.“ An was für einen Ort wollten die beiden mich denn bitte bringen?! „Und vorallem: Bleib bei uns!“ beim durchdringenden Klang von Dorians Stimme bekam ich eine leichte Gänsehaut. Eingeschüchtert nickte ich. Solche Gefahren? Andere Welt? Stamm? Naturin? Wo war ich da denn reingeraten?

Als ich eine Minute später erneut durch den schwarzen Schatten trat, war ich angestrengt darauf konzentriert möglich wenig zu zittern. Aber das was auf der anderen Seite wartete verschlug mir die Sprache. Wir standen in einem Wald wie hinter unserer Schule. Nur komplett anders. Die Bäume glänzten neben grün auch in verschiedenen lila- und Blautönen. Bunte Pflanzenkugeln hingen von ihnen herab und der Boden war mit türkisblauem Moos bedeckt. Alles leuchtete und sah so unrealistisch aus, dass ich mir in den Arm zwickte. Keine Frage. Das hier war echt. Ich sah zu Dorian herüber der sich stolz umsah.
Als mein Blick zu Taylor glitt, blieb mein Herz eine Sekunde stehen. Er sah so anders aus. Seine Augen waren zwar immernoch blau und die Haare schwarz aber seine Augen waren leuchtender und tiefer geworden und seine Haare länger und dichter. Das Gesicht war kantiger, Stirn und Wangenknochen höher und die Ohren liefen spitz zu. Ich schluckte. Wie bei einem… Elf. Ich wollte mich selbst für diesen Gedanken auslachen aber es war einfach die beste Beschreibung. Er passte so gut hierher. Taylor sah mich an und… lächelte. Einen kurzen Moment lang war etwas in seinem  Gesicht anders. Es war… weich. Ganz kurz sah er mich ehrlich und offen an. Wie ein offenes Buch konnte ich ihn lesen. Doch dann kam der harte, unnahbare Ausdruck mit doppelter Intensität zurück und er sah weg. „Kommt mit.“ sagte Dorian und ging vor. Jetzt fielen mir auch bei ihm die Ohren auf, die vorher von seinen dichten Locken verborgen gewesen waren und ich staunte.
 „Sie wird nirgendwo hingehen.“ erklang plötzlich eine Stimme und wir fuhren herum.

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Eine kurze Frage am Rand : Wo sollte ich die weiteren Kapitel hochladen? Hier in diesem Thema oder in einem anderen Werkeboard? Wenn ja welches würde sich eignen (Danke im Vorraus ich kenne mich hier noch nicht so aus)


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Bananenfischin
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BeitragVerfasst am: 20.06.2019 19:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo FallenxFay,

ich habe das 2. Kapitel aus der Werkstatt entfernt, da du es ja hier schon als Fortsetzung angehängt hast. Damit hast du es übrigens genau richtig gemacht. Was deine Frage angeht, ist es also so, dass Kapitel/Sequenzen aus ein und demselben Werk immer im selben Thread als Fortsetzung gepostet werden. smile

Liebe Grüße
Bananenfischin


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»Ob ich mir eine Dramatisierung meiner Bücher vorstellen kann? Ich kann mir das überhaupt nicht vorstellen, in meinen letzten vier Büchern gibt es keine Handlung.« (Andreas Maier im Gespräch mit Raimund Fellinger, 2015)
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FallenxFay
Schreiberassi

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BeitragVerfasst am: 20.06.2019 21:58    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielen Dank für die Antwort und die Hilfe😅

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Wie findet ihr es? Gerne Verbesserungen:) bald gehts weiter
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silke-k-weiler
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BeitragVerfasst am: 21.06.2019 11:16    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen FallenxFay,

zunächst möchte ich nochmal auf einen Punkt hinweisen, den Care bereits beim ersten Kapitel angesprochen hat: die Zeichensetzung. Satzzeichen sind immens wichtig, um den Text zu gliedern und für Deinen Leser lesbarer zu machen. Es ist nicht schlimm, wenn es nicht perfekt ist. Aber die grundlegenden Kommata sollten vorhanden sein. Z.B. hier:

Selbst seinen besten Freund Malte schickte er weg, als dieser sich erkundigte, was passiert sei. Dass Taylor überall gute mündliche Noten bekam, obwohl er nicht ein Wort sagte, war das erste Wunder, was mir rund um den dunkelhaarigen Jungen auffiel. (Ich hoffe, ich habe sie jetzt richtig gesetzt Laughing  )

Solltest Du kein Nachschlagewerk zur Hand haben, findest Du z.B. auf duden.de oder auch hier: https://kommaregeln.net/ hilfreiche Tipps. Es gibt eine Menge Seiten, die Dir die Zeichensetzung an mehr oder minder anschaulichen Beispielen verdeutlichen. Einfach mal suchen.
Klar, wenn man so einen Text hat, will man das Ding ganz schnell ins Forum hauen, damit ein anderer Feedback dazu gibt. Aber mit richtiger Zeichensetzung oder zumindest mit erkennbarer Mühe, kann sich der Leser mehr auf den Text konzentrieren, weil er keine Zeit damit verplempert, den Satz im Kopf für sich zu strukturieren. Selbiges gilt für das Gliedern im Dialog. Am Anfang hat das noch gut geklappt. Am Schluss des 2. Kapitels hat es leider eingerissen.

FallenxFay hat Folgendes geschrieben:

Nach diesem Tag fielen mir häufiger Seltsamkeiten auf, die mit dem Neuen zu tun hatten. Taylor sprach weiterhin nicht, sondern lächelte stets alle an.

Im ersten Kapitel wirkt er distanziert und wimmelt andere ab. Hier lächelt er plötzlich sie an. Ich würde ihn sein Verhalten aus Kapitel 1 beibehalten lassen. Es sei denn, sein Lächeln hat aus irgendeinem Grund etwas Spöttisches oder Herablassendes.

FallenxFay hat Folgendes geschrieben:
Dass Taylor überall gute mündliche Noten bekam, obwohl er nicht ein Wort sagte, war das erste Wunder, was mir rund um den dunkelhaarigen Jungen auffiel. Klassenarbeiten wurden vertauscht und Mitschüler, die über Taylor lästerten, kamen Tage darauf nicht mehr zur Schule. Die Gerüchte über ihn wurden immer einfallsreicher, aber an einem stillen Verhalten änderte sich nichts.


Der Anfang des zweiten Kapitels geht mir etwas zu durcheinander. Ich würde es anders aufbauen. Hier ein Vorschlag auf die Schnelle:

Der Vorfall am Tor hatte Tobi ordentlich abgekühlt. Nach zwei Fehltagen kam er mürrisch zur Schule geschlichen. Er verlor nicht ein Wort über die Prügelei und würdigte mich keines Blickes. Noch nicht einmal sein bester Freund Malte bekam aus ihm heraus, wem er das blaue Auge zu verdanken hatte, das seine linke Gesichtshälfte schmückte. Stand ihm aber gut!
Auch Taylor verzog keine Miene, als Tobi wieder zum Unterricht erschien. Wie gehabt sprach er kein Wort, weder mit uns noch mit den Lehrern. Dabei bekam er durch die Bank weg gute mündliche Noten. Es war mir völliges Rätsel, wie er das hinbekam.
Ich hatte sowieso den Eindruck, dass sich die seltsamen Ereignisse häuften, seit Taylor aufgetaucht war. Klassenarbeiten wurden vertauscht und Mitschüler, die über Taylor lästerten, kamen Tage darauf nicht mehr zur Schule.


Was passiert denn mit den Schülern? Verschwinden sie für immer? Sind sie ein paar Tage krank? Ziehen sie um? Werden die Eltern beruflich versetzt? Warum und wie verschwinden die? Vermisst sie denn niemand? Wundert sich außer Bella auch niemand sonst darüber? Die angeblichen Belege für die seltsamen Ereignisse rund um Taylor werden mir hier nur kurz vor die Füße geknallt. Ich würde entweder andere Beispiele wählen oder es mir plausibel machen, warum sich niemand daran stößt, dass Schüler einer Klasse verschwinden.

FallenxFay hat Folgendes geschrieben:
Taylor war wie ein Wachhund nun immer in meiner Nähe, aber seit der Prügelei mit Tobi fühlte ich mich zwar noch etwas beobachtet, aber irgendwie auch seltsam sicher. Immer wenn ich Taylor ansah, blickte er in eine andere Richtung. Irgendwann wurde es mir zu viel und ich willigte in Noras Bitte ein, Taylor ein wenig im Auge zu behalten. Weniger für den verrückten Plan meiner besten Freundin, als um ein paar Geheimnisse um den Dunkelhaarigen aufzudecken.
Etwa eine Woche lang versuchte ich unaufällig den Schönling im Auge zu behalten, was mir nichts brachte, da er ja sowieso in meiner Nähe abhing und sich genauso verhielt, wie ich es schon kannte.


Diese Passage klingt auch sehr skizzenhaft. Ich gewinne den Eindruck, dass Du eine Szene vor Augen hattest und dann hast Du sie erst einmal runtergschrieben wie Notizen auf einen Block. Oder es ist der ungeliebte Teil, der zum Höhepunkt des Kapitels hinführt, den Du schnell hinter Dich bringen willst, damit der Leser endlich in den Wald kommt. Es würde dem Text aber guttun, wenn Du Dich noch einmal mit ihm auseinandersetzt. Wie kann der Text flüssiger werden? Kann man Sätze umstellen, andere weglassen oder in zwei teilen? Gibt es unschöne Wortdopplungen?

Beispiel:

Ein andere Sache, die mir auffiel, war, dass Taylor seit der Prügelei ständig in meiner Nähe auftauchte. Er wirkte wie ein Wachhund, der auf mich aufpasste, aber immer wenn ich in seine Richtung blickte, sah er rasch weg. Was sollte das? Wobei ich zugeben musste, dass er mir damit ein seltsames Gefühl von Sicherheit gab.
Da Taylor sowieso immer in Sichtweite abhing, konnte ich genauso gut Noras Bitte nachkommen und ihn ein wenig im Auge behalten. Doch sein Verhalten unterschied sich nicht großartig von dem, was ich bereits kannte. Eines Tages aber erwischte ich ihn dabei, wie er sich in die Büsche hinterm Schulhaus schlug. Dahinter erstreckte sich ein kleiner Wald bis runter zum Fluss. Ich behielt meine Entdeckung für mich. Nora hätte sonst sicher gewollt, dass ich Taylor folge. Das wäre für mich niemals in Frage gekommen. Irgendwann aber siegte die Neugier. Ich beschloss herauszufinden, was der seltsame Junge mit dem dunklen Haar neuerdings hinter der Schule trieb.


So irgendwie. Es ist Dein Text und Du musst ihn in Deinem Stil und für Deine Zielgruppe formulieren. Ich würde ihn aber auf jeden Fall überarbeiten und nochmal überarbeiten und nochmal, bis er gefälliger zu lesen ist. Bis er wie aus einem Guss wirkt und nicht noch scharfe Kanten hat.


FallenxFay hat Folgendes geschrieben:
Zuerst kniete Taylor einfach so im Moos und hielt den Kopf konzentriert gesenkt. Da passierte etwas. Der Schatten, den der große Baum auf den Waldboden warf, schien sich auszubreiten… Ich blinzelte. Konnte das sein? Doch ich sah es ganz deutlich! Der Rand des Schattens war jetzt fast bei meinem Versteck. Als ich wieder zu Taylor sah blieb mir der Mund offen stehen. Nicht nur auf dem Boden hatte sich der Schatten ausgebreitet sondern irgendwie auch.. in der Luft? Es war inzwischen fast dunkel obwohl es helllichter Tag war. Als Taylor aufstand und die Hände vor sich streckte, schien es als würde er den Schatten aufsaugen und vor seinen Handflächen sammeln, wo sich langsam aber deutlich ein schwarzer Kreis ergab der ziemlich schnell größer wurde. Mein Herz schlug wild in meiner Brust. Was tat Taylor denn da?! Als der Kreis ungefähr so groß war wie er selbst, ließ er die Hände sinken und trat einfach hindurch. Er trat einfach in den Schatten!


Für mein Geschmack ist das Entstehen des Tores ein Tick zu schnell abgehandelt. Hier passiert gerade etwas echt Mystisches und auch ein wenig Unheimliches. Was mir auch ein bisschen fehlt, ist das Drumherum, Gerüche im Wald, Geräusche. Vllt kann das Vogelzwitschern mit Taylors Auftauchen verstummen, irgendetwas, das mehr Atmosphäre schafft. Ein, zwei Sätze, die den Wald für mich greifbarer machen.

-> Als Taylor aufstand und die Hände vor sich streckte, schien es als würde er den Schatten aufsaugen und vor seinen Handflächen sammeln, wo sich langsam aber deutlich ein schwarzer Kreis ergab der ziemlich schnell größer wurde. -> saugen die Hände den Schatten nun auf oder sammelt er sich dort. Vllt meinst du etwas wie ansaugen. Aber ich würde nur sammeln nehmen, denn das Verb verdeutlicht genug, wie sich der Schatten verhält.

FallenxFay hat Folgendes geschrieben:
Naiv wie ich manchmal war, zögerte ich keine Sekunde und folgte ihm. Was konnte an ein bisschen Schatten so schlimm sein?


NEIN! Geh nicht, Mädchen! Tu's nicht! Ok... ich verstehe, sie muss es an der Stelle tun. Aber lass sie vielleicht noch ein bisschen zögern. Vllt sieht sie sich noch etwas um. Vllt hat sie das Schauspiel so gebannt, dass sie gar nicht anders kann. Aber der Gedanke: "Jo, so naiv, wie ich manchmal bin, geh ich einfach mal in diesen Schatten, den der seltsamen Junge, der dafür sorgt, dass aus meiner Klasse Schüler verschwinden, wenn sie über ihn lästern, erzeugt hat. Es gibt zwar keine mir bekannte Erklärung für dieses Phänomen, aber was kann an ein bisschen Schatten schon schlimm sein?"
Ich würde sie solch bodenlos unkluge Sachen nicht so bereitwillig machen lassen. Lass Deine Protagonistin ein wenig mit sich hadern ... ein kurzer innerer Monolog (für den Fall, dass das Tor nur begrenzt offen ist) und dann erst ab durch die Mitte.

FallenxFay hat Folgendes geschrieben:
Hinter dem Schatten war nichts Es war nicht schwarz oder weiß, sondern einfach nichts. Lediglich ein paar Nebelfetzen waberten herum. Und mitten in diesem Nichts stand Taylor neben einem Jungen mit dunkelbraunen Locken. Sie unterhielten sich. Langsam trat ich an die beiden heran und der fremde Junge sah auf.

Nö! Glaube ich Dir nicht. Ich glaube nicht, dass da Nichts ist. Da sind nämlich Nebelfetzen. Wenn sich dort keine Landschaft oder Möbel oder sonstwas befinden, isses noch lange nicht Nichts. Ich würde das mit dem "nicht schwarz, nicht weiß" weglassen und nur den Nebel beschreiben, in den sie tritt. Vielleicht fällt Dir noch etwas anderes ein, denn geheimnisvolle Nebel gibt es zuhauf.
Den anschließenden Dialog würde ich ebenfalls überarbeiten. Insgesamt finde ich, dass jemand, der sich so auffällig verhält wie Taylor und ständig um Bella rumschleicht, sich nicht wundern muss, wenn sie auf ihn aufmerksam wird und ihm gegebenenfalls folgt. Wenn er Kräfte hat, die es ihm ermöglichen, Klassenarbeiten zu vertauschen und Mitschüler verschwinden zu lassen, sollte er es auch merken, wenn er Bellas Interesse weckt, oder? Es sei denn, er WILL, dass sie auf ihn aufmerksam wird und ihm folgt. Dafür reagiert er dann aber im Tanor etwas über. Warum sein Bruder Dorian hingegen das Auftauchen von Bella so relaxt hinnimmt, ist mir auch schleierhaft.

Das sind meine persönlichen Anmerkungen zu Deinem Text. Wie gesagt, es ist Dein Text und Dein Stil, aber gönne ihm etwas mehr Mühe. Und Satzzeichen! Wink

Liebe Grüße
Silke

edit: Was mir gerade noch zu der Szene in dieser Zwischenwelt einfällt: Warum wird sie nicht gefangengenommen, weil sie unbefugterweise einem Jungen dieses Stammes gefolgt ist? Vllt ist es gar ein Sakrileg, dass ein Mensch die Schwelle übertritt? Oder es ist sogar etwas Besonderes, dass es Bella überhaupt gelungen ist, weil alle anderen Menschen, die es bislang versucht hatten, innerhalb von 5 Sekunden 100 Jahre gealtert sind oder den Verstand verloren haben. Je mehr ich darüber nachdenke, desto bedauerlicher finde ich es, dass sie mit den beiden Jungs einfach so rüberspaziert. Die Situation an sich bietet Raum für herrliche Komplikationen. Die beiden Jungs könnten ja auch gar nicht merken, dass Bella ihnen folgt. Sie könnte für eine Weile versuchen, sich alleine in dieser neuen Welt zu behaupten, bevor Taylor sie entdeckt, und dabei Haarsträubendes erleben.
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BaronHarkonnen
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BeitragVerfasst am: 21.06.2019 17:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hi FallenxFay,

auch mal kurz eine männliche Einschätzung zu Dein dem Text Wink

Also ich hab Twilight nicht gelesen/gesehen, fühle mich aber trotzdem daran erinnert, sorry Laughing Und zwar deswegen, weil sowohl Du als auch Stephanie Meyer dieses Klischee des geheimnisvollen, gutaussehenden Außenseiters mit besonderen Kräften bedient. Und da stellt sich (bei mir) einfach sofort ein deja-vue ein, auch wenn das von Dir sicher nicht beabsichtigt ist.

Auch davon abgesehen wirkt das ganze auf mich nicht kohärent: Erst ist Taylor ein unauffälliger Typ, den wochenlang (!) niemand beachtet, und dann ist er, schuppdiwupp, der gutaussehende Mädchenschwarm, nach dem sich alle verzehren.

Und dann dieser Macho-Typ, der Deine Prota angrabscht. Wenn er tatsächlich jede Woche mit einem anderen Mädchen herumknutscht, dann ist er ein Womanizer allererster Güte mit einem überwältigenden Charme. Solche Typen ticken bei der ersten Zurückweisung einfach nicht so dermaßen aus. Dafür bräuchtest Du eher den Typ aggressiver, triebgesteuerter Außenseiter. Tut mir leid, so ergibt das einfach keine stimmige Charakterzeichnung.

Ich hoffe, ich bin Dir nicht zu hart in meinem Urteil. Was schade an Deinem Einstieg ist: der interessante Teil, in dem Taylor seiner Besonderheiten ausspielt und sie zusammen tolle Sachen erleben, kommt bestimmt noch. Aber durch den klischeehaften Einstieg nimmst Du einem (also, mir Wink ) die Lust aufs Weiterlesen.

Mein Tipp blieb dran und arbeite weiter an Deinen Texten, dann wird das auch!

Liebe Grüße
BaronHarkonnen


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Poe
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BaronHarkonnen
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Beiträge: 127
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BeitragVerfasst am: 21.06.2019 17:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hi FallenxFay, ich nochmal.

Habe gerade in Deinem anderen Post reingeschaut und gesehen, dass Du erst 15 bist Embarassed

Wenn das so ist, vergib mir, weil: dann war ich zu hart. Mit 15 darf/soll/muss man Lust am Schreiben haben, und es dürfen auch mal Klischees dabei sein, die man einer 40-jährigen nicht mehr durchgehen lassen würde...

Also: lass Dich von uns nicht entmutigen, sondern schreib einfach weiter, und wenn Du die eine oder andere Sache beherzigst, dann umso besser!

Liebe Grüße!


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Care
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BeitragVerfasst am: 21.06.2019 19:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Fay!

Du solltest vielleicht wirklich deinen Geburtstag im Profil angeben, außer du willst nicht, dass du bei der Kritik 'anders' angefasst wirst. Aber wenn du mit 15 solche Texte schreibt, wird jeder deiner Lehrer begeistert sein. Deine Bekannten und Freunde sowieso. Ein Lektor, der dein Alter nicht kennt, wird deinen Text zerpflücken.

Bevor ich mir einen Teil deiner Geschichte vornehme, möchte ich auf ein paar grundlegende Dinge eingehen. Du hast zweifellos viel Fantasie - super! Du schreibst im Vergleich zu Gleichaltrigen richtig toll. Das kann ich mit Sicherheit beurteilen, denn meine AbiturientInnen mit 19 machen VIEL mehr Fehler und auch vom Stil her haben sie nicht dein Niveau. Trotzdem solltest du die Kritik hier im Forum ernst nehmen. Irgendwann werden es auch die einfühlsamsten Leser leid sein, dich auf deine fehlenden Beistriche hinzuweisen. Du bist ja schon mehrmals darauf hingewiesen worden. Auch wenn dich das nervt - und das tut es mittlerweile ganz sicher - setz dich damit auseinander. Niemand wird dich wegen eines fehlenden Kommas verdammen. Auch die allersichersten Autoren vergessen manchmal eines. Aber wenn du sie andauernd ignorierst, machst du deine Geschichte kaputt und verärgerst deine Kritiker.

Ich setze mal unter der Hälfte an. Den oberen Teil hat Silke schon sehr gut durchleuchtet.

Zitat:

„Was machst du denn hier?!“, fragte er.  (Wenn du hier nichts dazuschreibst, kennt sich der Leser nicht aus, wer gemeint ist)
Natürlich hatte ich nicht damit gerechnet, (Komma) plötzlich im Nichts zu stehen und mich nicht mehr verstecken zu können. Zögernd trat ich näher. Da musste ich jetzt wohl durch. (Besser keine Punkte hier)
„Ich… bin dir gefolgt.“ gab ich zu. „Ich war einfach neugierig und dann war da dieses schwarze Loch und ich musste einfach durchgehen und..“

So - diesen Teil zerlegen wir mal etwas genauer:
Eine Auslassung in der direkten Rede schreibst du mit drei Punkten, davor und danach ein Leerzeichen:
"Ich ... bin dir gefolgt", gab ich zu.
 
Nach der direkten Rede gehört kein Punkt, sondern das schließende Anführungszeichen. Danach ein Komma!


Der gesamte Satz lautet also besser:
"Ich ... bin dir gefolgt", gab ich zu. „Ich war einfach neugierig. Dann war da dieses schwarze Loch und ich musste einfach durchgehen und ...“
(Ich würde den zweiten Teil aufspalten, weil du sonst drei 'und' hintereinander hast)


Ich verstummte und ließ den Kopf hängen. War ich eigentlich komplett durchgedreht? Einem Fremden einfach so zu folgen? Ich kannte Taylor nicht. Ich kannte den anderen nicht (warum urplötzlich groß geschrieben?). Ich kannte diesen Ort nicht und wusste auch nicht, (Komma) was die beiden hier suchten.

Im Folgenden fehlen immer die Beistriche nach der direkten Rede. Ich bessere sie jetzt einfach so aus, weil diese Arbeit echt lästig ist.

„Wo sind wir hier?“, fragte ich leise.
„Du stellst hier mal gar keine Fragen!“, donnerte Taylor los. (Zeilenumbruch)
Ich zuckte zusammen. Ich erkannte den stillen jungen nicht wieder. Unwillkürlich fragte ich mich, wer er wirklich war. Taylor fuhr sich mit beiden Händen durch die Haare. Der ältere Junge legte ihm eine Hand auf die Schulter.
„Beruhig dich, Tay.“
Doch „Tay“ dachte nicht daran.
„Was sollen wir denn jetzt machen?!“
Er wirkte richtig erschüttert.
„Wir nehmen sie mit und du bringst sie morgen zurück", erklärte der Große ruhig. „Eine andere Möglichkeit bleibt uns nicht."
„Sie darf so wenig wie möglich erfahren!“, schnaubte Taylor.
Er fand diesen Vorschlag wohl nicht so toll. Doch der Typ mit den Locken grinste nur schief.
„Dann sollten wir den Kontakt mit dem Hofnarren vermeiden.“
Taylor ächzte und fuhr sich erneut durch die dunklen Haare.
„Ich bekomm' den Ärger meines Lebens!“
„Das ist deine eigene Schuld.“
Ich bewunderte den Fremden für seine Ruhe, als er sich plötzlich an mich wandte.
„Ich bin Dorian. Taylors älterer Bruder.“
Er sah mich aus sehr dunkelbraunen Augen freundlich an. „Wie du mitbekommen hast, werden wir dich mitnehmen. Aber keine Sorge. Morgen kommst du wieder nach Hause.“
Ich schauderte.
„Aber wohin denn?“ fragte ich mit zittriger Stimme.
„Dorian!“
Taylor hatte offenbar seine Meinung wieder geändert.
„Wir können sie nicht mitnehmen!“
„Tay!“, knurrte Dorian. „Wir haben keine Wahl! Oder willst du sie hierlassen?!“
„Bitte nicht“, bat ich Dorian leise.
Auf keinen Fall wollte ich in dieser gruseligen Leere bleiben. Taylor fuhr sich schon wieder durch die Haare und ging einige Meter davon. Obwohl die Entfernung hier wirklich nicht leicht abzuschätzen war. Zerknirscht sah ich Dorian an. Er schien nett zu sein und mir tat es leid, dass ich solche Schwierigkeiten verursachte. (Besser in der Mitvergangenheit bleiben - sie macht die Probleme ja immer noch)


So, da hast du mal was zum Überdenken. Ich würde dir dringend empfehlen, dass du erst die beiden Kapitel nach den ganzen Anregungen hier überarbeitest, bevor du weitere postest. Auch stilistisch könnte man noch sehr viel feilen, aber zuerst braucht der Text eine Struktur.

Lass auf keinen Fall den Kopf hängen. Wie gesagt, für dein Alter machst du das richtig gut. Wenn du bereit bist, dich zu verbessern und an deinen Texten arbeitest, bist du in ein paar Jahren an einem Punkt, den die meisten hier in diesem Alter nicht hatten. Kritik ist wirklich wichtig! Und man kann aus jeder Kritik, selbst wenn sie mal weh tut, sehr viel lernen.

Liebe Grüße
Care
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FallenxFay
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BeitragVerfasst am: 21.06.2019 19:49    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich würde sehr gerne eine überarbeitete Version hochladen allerdings würde ich die sprachlichen und grammatikalischen Dinge ändern und die Dinge, die an meiner Story oder dem Sprachstil kritisiert wurden lieber für mich allein überdenken... Ich hoffe das verärgert hier niemanden wenn ich nur die Dinge verbessere die FALSCH sind und die NICHT SO SCHÖNs für mich alleine...

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Care
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BeitragVerfasst am: 21.06.2019 20:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Fay,

im Endeffekt ist es immer DEINE Entscheidung, was du hochlädst. Du solltest deine Leser/Kritiker nur wissen lassen, dass du ihre Meinung respektierst und ernst nimmst. Denn sonst verlierst du sie irgendwann und das wäre schade.

Leider gibt es hier genug Autoren, die sich anmelden, einen Text hereinstellen und danach auf Nimmerwiedersehen verschwinden. Und DAS verärgert diejenigen schon, die sich die Mühe machen, auf eine Geschichte einzugehen. Du zeigst - meiner Ansicht nach - ehrliches Interesse, dich zu verbessern. Und ich kann dich schon verstehen, dass du nicht gleich deinen ganzen Roman umschreiben willst, weil sich so viele über die Story aufregen.

Wenn ich daran denke, was ich mit 15 produziert hab - oh mein Gott! Breiten wir den Mantel des Vergessens darüber aus Laughing

Liebe Grüße
Care
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FallenxFay
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BeitragVerfasst am: 22.06.2019 10:16    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich würde nicht unbedingt sagen dass sich viele über die Story aufregen aber es gibt Dinge die kritisiert wurden die mir persönlich gefallen oder wo ich einfach nicht weiß wie ich sie ändern soll... Und ehrlich gesagt werde ich sie dann auch ncuht ändern... Vorschläge die mich inspiriert haben und Kleinigkeiten die man verbessern könnte sowie grammatikalische Fehler dagegen gern... Ich setze mich da vielleicht heute Nachmittag Mal dran😅

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FallenxFay
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BeitragVerfasst am: 23.06.2019 15:10    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Irgendwie gab es ein Problem als ich die überarbeitete Version hochladen wollte... da ich nicht weiß wie man Beiträge löscht Embarassed habe ich den Text jetzt durch diese Kurze Erklärung ersetzt

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