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Die Einheimischen


 

 
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Patrick Schuler
Geschlecht:männlichKlammeraffe

Alter: 27
Beiträge: 994



BeitragVerfasst am: 10.03.2019 12:46    Titel: Die Einheimischen eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

ab und an das stöhnen der touristen, die
die sonne milder kennen und
den film aus schweiß von ihren stirnen streichen

sonst ist es ruhig. in den orangenbäumen
faltet sich die stille und wird frucht.
der schatten den sie werfen ist

groß genug für all die herzen der
einheimischen, die den abend lieben, wenn
die stadt wieder zur heimat wird und mild.

sie sprechen nicht. sie bleiben innerlich
mit müden augen bitten sie die letzten
fremden fort. in die hotels und bars
am rand der stadt

dann trinken sie und lauschen
dem wind, dem meer, den tauben, wenn
die sonne sinkt und kühle kommt.

und manchmal sieht man einen lächeln
ganz so wie einer der zufrieden ist
während die müden augen noch
die letzten lichter suchen
 welche bald verlöschen werden

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Patrick Schuler
Geschlecht:männlichKlammeraffe

Alter: 27
Beiträge: 994



BeitragVerfasst am: 10.03.2019 12:48    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Der Text ist uralt.
Mich würde allerdings interessieren, ob der Stil tauglich ist, oder eher überarbeitungswürdig daherkommt.
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Nina
Geschlecht:weiblichDichterin


Beiträge: 5110



BeitragVerfasst am: 10.03.2019 12:57    Titel: Re: Die Einheimischen Antworten mit Zitat

hi patrick,

ich habe etwas umgebaut.
es ist mein versuch, (m)eine version deiner worte.
schau einfach, ob brauchbares dabei ist für dich.

liebe grüße
nina


ab und an

das stöhnen der touristen die sonne
die sie milder kennen
der film
aus schweiß
von ihren stirnen
streichen

in den orangenbäumen
ist es ruhig
die stille wird
frucht
sie werfen
schatten

groß genug
für die herzen der einheimischen
die den abend lieben
den moment
wenn die stadt wieder heimat wird

und mild
sprechen sie
bleiben innerlich
mit müden augen
bitten sie
die letzten

geht fort
verlasst hotels und bars
am rand der stadt
trinken sie

und lauschen
dem wind
dem meer
den tauben

die sonne sinkt
und kühle kommt

manchmal ein lächeln
von einem der zufrieden wirkt
während die müden
augen lichter suchen
die bald verlöschen

.
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firstoffertio
Geschlecht:weiblichShow-don't-Tellefant


Beiträge: 6147
Wohnort: Irland
Das bronzene Stundenglas Der goldene Spiegel - Lyrik (1)
Podcast-Sonderpreis Silberner Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 10.03.2019 20:55    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hab auch eine Version passend zu meiner Lesart deines Gedichtes, das mir gut gefällt, gemacht.
Anders als Ninas. Gerade nicht so zerpflückt.
 

ab und an das stöhnen der touristen,
die die sonne milder kennen
und den film aus schweiß von ihren stirnen streichen

sonst ist es ruhig. in den orangenbäumen
faltet sich die stille und wird frucht.

der schatten den sie werfen groß genug
für all die herzen der einheimischen,
wenn die stadt am abend heimat wird und mild.

sie sprechen nicht. sie bleiben innerlich,
mit müden augen bitten sie die letzten
fremden fort in die hotels und bars
am rand der stadt

dann trinken sie, lauschen dem wind,
dem meer, den tauben, wenn die sonne sinkt
und kühle kommt.

und manchmal sieht man einen lächeln, so
wie einer, der zufrieden ist, mit müden
augen noch die letzten lichter suchend,
welche bald verlöschen werden.
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Patrick Schuler
Geschlecht:männlichKlammeraffe

Alter: 27
Beiträge: 994



BeitragVerfasst am: 04.06.2019 20:51    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Nina

Tut mir furchtbar leid, das ich erst jetzt antworte, du hast den Kommentar hier sicher schon vergessen...ich konnte leider nicht früher antworten.

Deine Überarbeitung ist interessant, auch wenn ich zugeben muss, das sie mir nur halbherzig passt. Ich glaube der Sprachfluss geht da ein wenig verloren!?


Hallo firstoffertio

Auch dir, entschuldige für die Verspätung.

Deine Überarbeitung sagt mir etwas mehr zu. Ich denke ich werde mal schauen, wie viel und was ich übernehmen kann, ohne das stilistische Brüche spürbar werden.

L.G euch beiden
Patrick
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Tula
Geschlecht:männlichKlammeraffe


Beiträge: 846
Wohnort: die alte Stadt


BeitragVerfasst am: 04.06.2019 22:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Patrick

mir gefällt's. Ziemlich prosaisch, aber das passt zum Thema und zur Stimmung, welche hier mitgeteilt wird.

Die alte Frage nach dem Ziel der Kunst und speziell der Poesie. Es gibt bei weitem nicht nur eine, logisch. Aber Stimmungen und Gefühle sprachlich anschaulich und überzeugend zu vermitteln, gehört einfach dazu. Und so wie du es hier in diesem doch sehr schön herüberbringst, wäre es andererseits in einem der super-kurzen lyrischen Schnappschüsse nicht möglich.
Letztere haben ein anderes Ziel, zugegeben. Ich würde jedenfalls gern öfter von dir "so etwas" lesen, ein Stück in welchem man sich auch etwas verlieren darf ... um Lyri und auch sich selbst zu finden.


Ach ja, eine wirklich schöne Stelle ist diese:

Zitat:
in den orangenbäumen
faltet sich die stille und wird frucht


LG
Tula


_________________
aller Anfang sind zwei ...
(Dichter und Leser)
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menetekel
Geschlecht:weiblichExposéadler

Alter: 101
Beiträge: 2299
Wohnort: Planet der Frühvergreisten


BeitragVerfasst am: 07.06.2019 16:05    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Patick,
ih bin ebenfalls sehr angetan.
Nur eines möchte ich zur Disposition stellen, nämlich die letzten Verse:

Zitat:
und manchmal sieht man einen lächeln
ganz so wie jemand der zufrieden ist

während die müden augen noch
die letzten lichter suchen
 welche bald verlöschen werden


Und gut isses!  smile
Die Sache mit der Müdigkeit wird auch schon vorher hinreichend beleuchtet. Zudem erhält der Text durch die Kürzung mehr Offenheit, die gerade am Schluss wichtig ist.

Ansonsten ein (wie gewohnt) sehr poetisches Werk wider den gnadenlosen Tourismus.

Herzliche Grüße
m.


_________________
Alles Amok! (Anita Augustin)
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Patrick Schuler
Geschlecht:männlichKlammeraffe

Alter: 27
Beiträge: 994



BeitragVerfasst am: 12.06.2019 21:05    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Tula smile

Wie gesagt, es ist uralt. Ja, ich habe schon das Verlangen mal wieder poetischer zu schreiben, ich weiß noch nicht wie, aber dazu dient mir dieser Text ja auch wink Ich wollte Antworten sammeln, weil ich glaube, dass ich damals sehr anders strukturiert habe, als ich es heute tue. Was fällt auf, was kann man streichen, wie fließt es ineinander.
Die von dir hervorgehobene Zeile, ist witzigerweise auch meine Lieblingszeile, die einzige die mir wirklich gefällt. Gut zu wissen, dass ich da nicht allein stehe wink

L.G
Patrick
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Patrick Schuler
Geschlecht:männlichKlammeraffe

Alter: 27
Beiträge: 994



BeitragVerfasst am: 12.06.2019 21:08    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi und direkt - perfekt menetekel wink

Denn das Ende ist bei längeren Gedichten eine äußerst schwierige Angelegenheit für mich. Wie und wann soll ich Abschied nehmen vom Ausführen. Da hilft dein Kommentar sehr.

P.S:
Ich hoffe es ist verständlich, dass es mir jetzt nicht um genau dieses Gedicht an sich geht...ich werde das wieder herausnehmen nach einer Zeit, es geht mir um die Kritik und wie ich das auf einen neuen Text anwenden kann!

L.G
Patrick
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