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raven97
Geschlecht:weiblichAbc-Schütze

Alter: 21
Beiträge: 5
Wohnort: Südbaden


BeitragVerfasst am: 11.05.2019 15:57    Titel: Scherben eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Jede Nacht trinke ich ein Glas Rotwein. Mein Lippenstift ist passend zu dem Rotweinton gewählt. Ich trinke gerne alleine. Mit sehnsüchtigem Lächeln schmachte ich das edle Glas an, dass ich großzügig befülle. Ich führe ich es an meine rubinroten Lippen und trinke einen Schluck. Das Glas ist so gebrechlich, dünn wie ein Blatt Papier. Man spürt es kaum auf den Lippen. Es kost sie sanft wie eine Feder. Der trockene Wein läuft meine Kehle runter und hinterlässt einen fast kratzendes Gefühl. Fruchtig, samt wie eine Pflaume. Typisch Merlot. Ich setzte das Glas zaghaft ab und zünde mir eine lucky strike an. Nach ein paarmal ziehen, verspüre ich wieder die Lust. Hastig setzt ich an und trinke. Plötzlich höre ich ein leises knacken, und ich spüre wie das hauchdünne Glas zwischen meinen Lippen bricht. Automatisch presse ich meine Lippen zusammen. Ich schmecke den unverkennbaren rostigen Geschmack , und sehe wie der Wein gemischt mit Blut über mein Kinn am hals entlang auf meine verwaschene Bluse tropft. Das Glas splittert immer weiter. Wie durchbrochenes Eis. Doch ich sehe dabei nur mit weit aufgerissenen Augen zu. Ich führe das Glas weiter in meinen Mund bis es auf meiner Zunge knackt und zerbricht. Ich fange an zu kauen und zu schlucken. Ich spüre stechenden Schmerz, ich fühle das Blut fließen und pulsieren. Ich kann nichts dagegen tun, habe die Kontrolle verloren. Ich atme schwer ein und aus. Habe ich die winzigen Scherben eingeatmet?

Plötzlich bekomme ich angst, tiefgreifende Panik. Und ich fange an die winzigen Glassplitter und Blut auszuhusten und zu würgen. Ich spüre jeden einzelnen auf meiner Zunge. Die Panik, diese unendliche Panik treibt mich in die Ohnmacht.

Ich stehe vorm Spiegel. Du hattest wirklich schon bessere Tage, sage ich meinem müden Gegenüber.

Was bedeutet es Scherben zu fressen? Bringt das Glück? Frage ich mich als ich die letzten Splitter von meiner Zunge ziehe. Ich fühle mich zerbrochen wie ein leeres Gefäß. Das Gefühl kommt mir bekannt vor. Alles fühlt sich an wie ein Déjà-vu.

Träume über Scherben im Mund spiegeln die Zerbrechlichkeit der menschlichen Seele wieder.

Na dann guten Morgen.

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LG
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Ribanna
Geschlecht:weiblichSchreiber-Lehrling

Alter: 56
Beiträge: 112



BeitragVerfasst am: 11.05.2019 16:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich bin sicher nicht der beste Kritiker hier, aber ich versuche mal, meinen Teil beizutragen.
Als erstes stelle ich mir die Frage: Was ist das? Der Beginn von etwas? Oder nur so eine Fingerübung?
Als zweites fällt mir auf, dass mir einige Worte in dem Zusammenhang, wie du sie schreibst, nicht gefallen: das Glas ist "gebrechlich"? Oma ist "gebrechlich", ein Glas eher zerbrechlich.
Merlot hinterlässt ein "kratzendes Gefühl" und ist so "samt wie eine Pflaume"? Das widerspricht einander, das Wort "samt" passt hier nicht.
Dann plötzlich "Scherben fressen", das Wort "fressen" wirkt auf mich an dieser Stelle vulgär, aber vielleicht war das Absicht?

Die letzten beiden Sätze geben für mich zusammen keinen Sinn. Der erste "Träume über Scherben...." klingt wie eine Glückskeksbotschaft oder eine Illustriertenzeile, der zweite klingt zynisch, aber ohne jeden Bezug.

Auch an der Zeichensetzung solltest du noch arbeiten.
Vielleicht würde ich manches anders sehen, wenn ich wüsste, in welchem Zusammenhang ich den Text betrachten soll?


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Wenn Du einen Garten hast und eine Bibliothek wird es Dir an nichts fehlen.
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Ranmara
Geschlecht:weiblichSonntagsschreiber


Beiträge: 13
Wohnort: Kiel


BeitragVerfasst am: 11.05.2019 19:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo! Auch ich bin bei Weitem kein Erfahrener Kritiker, geschweige denn Lektorin. Aber dennoch hinterlasse ich hier kurz meinen ersten Eindruck.

Hierbei kann ich die Punkte von Ribanna unterstreichen.
Außerdem sind auch noch einige Rechtschreibfehler vorhanden (z.B. im 5. Satz: "Ich führe ich es an meine rubinroten Lippen...")

Am Ende kann ich es auch nicht richtig einordnen. War es nun ein Traum, oder nicht? Es wird erwähnt, dass es ein Traum gewesen sein könnte, aber die Person zieht sich den letzten Splitter aus der Zunge? Dann würde ich aber sagen, dass das irgendwie "zu trocken" geschildert wird. Wenn man Glas kaut und isst, dann blutet man mMn ziemlich stark. In dem Text klingt es eher so, als wenn man sich ein überflüssiges Augenbrauen-Härchen zupft.

An sich finde ich den Text nicht schlecht. Er lässt mich ein wenig erschauern - aber das Ende enttäuscht dann doch etwas.


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"Bei Grabhtar's Hammer, bei den Söhnen von Warvan schwöre ich, Du wirst gerächt werden!"
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raven97
Geschlecht:weiblichAbc-Schütze

Alter: 21
Beiträge: 5
Wohnort: Südbaden


BeitragVerfasst am: 11.05.2019 20:28    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke für die Kritik smile Zeichensetzung war leider noch nie meine Spezialität lol2 Ich wollte auch genau bezwecken, dass man sich selbst nicht sicher ist ob es nun ein Traum war oder nicht, deshalb ist der Text auch teilweise widersprüchlich. Und dieser spruch mit dem Glückskeksspruch zu vergleichen finde ich echt gut, so sollte es auch in etwa rüber kommen. Um ehrlich zu sein handelt es sich bei der Geschichte um einen ähnlichen Traum, den ich mal hatte und am nächsten morgen wollte ich googeln, was es bedeuten könnte und bin natürlich auf vielen Esoterik-Seiten gelandet mit Äußerungen über Gebrechlichkeit usw. Letztendlich soll der Text die Brücke zwischen Unterbewussten und Bewusstem bilden, und wie nah es zueinander steht. lol2
Liebe Grüße


_________________
LG
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