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Asselwan Prolog


 
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FallenxFay
Schreiberassi

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BeitragVerfasst am: 20.04.2019 20:11    Titel: Asselwan Prolog eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Asselwan Freundschaft, Liebe, Pferde,Magie
Ich träumte. Jedenfalls musste es so sein, denn das letzte an das ich mich erinnern konnte war, dass ich am Abend schlafen gegangen war. Aber es fühlte sich nicht an wie ein Traum. Ich stand in einer Halle neben neun anderen Mädchen aufgereiht und sah mich um. Alles sah sehr edel aus… Marmor Fußboden, hohe weiße Wände, ein Kronleuchter und an der Wand ein Wappen. Ich kam mir in meiner grau weiß karierten Schlafanzughose reichlich fehl am Platz vor. Plötzlich stand eine Frau unter dem Wappen. Sie trug eine lange, weiße Robe und sah uns einfach nur an. Ihre dunkelgrauen Haare hingen seidig glänzend über ihre Schultern. Sie sah altmodisch aus… fast schon magisch und das dicke, in braunes Leder gebundene Buch in ihren Händen verstärkte diesen Eindruck noch. Ohne irgendeine Form der Begrüßung schritt sie auf das erste Mädchen der Reihe zu. Freundlich lächelnd sagte sie: „Hallo Klara. Ich möchte dich etwas fragen. Wie geht es mir?“ Klara sah sie verwirrt an. „Woher soll ich das wissen?“ fragte sie zögerlich. „Bin ich eher fröhlich oder traurig?“ fragte die seltsame Frau. „Fröhlich?“ sagte Klara sichtlich durcheinander. Ich ertappte mich dabei, dass ich nickte. Klaras Antwort war sinnvoll. Es gab nichts an dieser Frau was nicht auf einen gut gelaunten, positiven Menschen schließen ließ. Seltsamerweise stellte die Frau allen Mädchen in der Reihe die gleiche Frage und natürlich entschieden sich alle für fröhlich. Außer das Mädchen, das zwei Plätze neben mir, also an achter Stelle der Reihe stand. Sie hatte kurze, sehr glatte schwarze Haare und blaue Augen mit denen sie die Frau lange ansah. „eher traurig.“ sagte sie dann. Die grauhaarige schrieb mit ausdrucksloser Miene etwas in ihr Buch und ging weiter. Auch das blonde Mädchen neben mir entschied sich für fröhlich und dann stand die seltsame Frau vor mir. „und?“ fragte sie. „Fröhlich oder traurig?“ Ich sah ihr direkt in die Augen. Da fiel mir erst ihre sehr ungewöhnliche Farbe auf. Ich sah sowohl braune, als auch blaue, grüne und graue Anteile in ihnen die aber alle zu einer einzigen Neuen Farbe verschmolzen waren, welche nicht zu definieren war. Ein freundlicher Glanz lag auf ihrem Blick. Doch plötzlich war es als würde ich in ihren Augen versinken. Weit hinter diesem fröhlichen Glanz funkelte es zornig. Konnte das sein? Doch was hatte ich zu verlieren es war ja nur ein Traum. „Sie sind nicht fröhlich. Aber auch nicht traurig. Sie sind… wütend… und genervt.“ sagte ich ein wenig schüchtern. Sie zog die Augenbrauen hoch, was mich sehr verunsicherte und schrieb dann wieder etwas in das altmodische Buch. Das letzte was ich sah was ihr mehrfarbiger, prüfender Blick. Dann wachte ich auf.

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FallenxFay
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BeitragVerfasst am: 20.04.2019 20:14    Titel: Asselwan Kapitel 1 pdf-Datei Antworten mit Zitat

1.

Als ich die Augen aufschlug war es bereits hell. Das war zwar nichts ungewöhnliches dafür dass Sommerferien waren aber ich fühlte mich als hätte ich nicht wirklich geschlafen. Ich war verwirrt und müde aber wollte den Samstag nutzen. Also stand ich dennoch auf und schlurfte ins Bad. Ich sah auf die Uhr. Halb elf schon! Schnell sprang ich unter die Dusche und zog mich dann an. Als ich eine halbe Stunde später zum Frühstück kam, sah Mama grade die Post durch. Ein Brief war auffallend groß. Mama zog ihn aus dem Stapel. Der Umschlag war mit einer verschnörkelten Handschrift beschrieben. Meine Mutter öffnete ihn und las. Ihre Auge flogen über die Zeilen und ich spürte ihre Verwirrung so deutlich als wäre es meine eigene. Dann sah sie mich an. „Michelle sieh dir diesen Brief an.“ sagte sie und reichte mir ganz langsam das Blatt ohne dabei von meinem Gesicht wegzusehen. Mir wurde mulmig. Ich nahm ihn an. Auch der Brief selbst war mit der gleichen Handschrift geschrieben. Asselwan stand als Absender darauf. Andächtig begann ich zu lesen.

Liebe Michelle,
dies ist eine Einladung für ein Stipendium für das Mädcheninternat Asselwan, wir wollen dich einladen dir die Schule anzusehen und zu entscheide, ob du nach den Sommerferien nach Asselwan kommen willst. Komm doch direkt morgen vorbei

Liebe Grüße
Milenia Blivver (Schulleitug)

Ich ließ den Brief sinken. Etwas seltsam war er ja doch. Eine neue Schule? Wieso? Mama sah mich immernoch an. „Hast du dich heimlich für ein Stipendium beworben? Fragte sie streng. „Nein.“ sagte ich ehrlich. Mama sah mich forschend an. „Komisch. Dann ist das wohl eine Verwechslung ich ruf da später mal an.“ Dann räumte sie die Post beiseite damit wir Frühstücken konnten. Nach dem Essen saß ich wieder in meinem Zimmer. „Asselwan...“ murmelte ich, weil ich dieses seltsame Wort irgendwo her kannte. Plötzlich fiel es mir ein, wie ein Blitz zuckte ein Bild durch meinen Kopf. Es war aus meinem Traum. An der großen Wand der Halle hatte ein Wappen gehangen. Darauf hatte in großen goldenen Lettern Mädchengymnasium Asselwan gestanden. Aber das konnte doch nicht sein… Den ganzen Tag wollte mir die Schule nicht aus dem Kopf gehen. Ich hatte keine Ahnung wieso grade ich dieses Stipendium bekommen hate und schon gar nicht, wieso es von einer Schule kam die ich im Traum gesehen hatte. Ich war ein ziemlich fantasievoller Mensch und so war ich bald in meiner Traumwelt über magische Traumzeremonien versunken. Als meine Mutter mir am Abend erzählte dass das Stipendium rechtmäßig hier gelandet war und mich fragte, ob ich mir die Schule ansehen wollte war ich so von meinen Vorstellungen gefesselt dass ich zustimmte.

Als ich am nächsten Morgen aufstand, galt mein erster Gedanke der Schulbesichtigung. Ich stand auf, verfing mich dabei in der Decke und stolperte. Ich ging ins Bad und machte mich fertig. Als ich mich anzog, verfing ich mich in den Beinen meiner Jeans, stolperte und fing mich grade noch rechtzeitig ab. Ich stolperte und fing mich grade noch rechtzeitig ab.
„Na aufgeregt?“ fragte Papa als wir losfuhren und ich nickte. Meine Kehle war wie zugeschnürt. Wir fuhren ca vier Stunden. Ich sah aus dem Fenster und hörte Musik. Die Gegend wurde immer ländlicher und wir fuhren vorbei an einem See. Plötzlich tauchten die Gipfel eines Schlosses auf. Wir fuhren über eine Anhöhe und dann sah ich um das Schloss herum verschiedene Häuser, einen Turm mit einer Kuppel und schräg hinter dem Schloss eine Reitanlage. Mein Herz schlug höher. War das Asselwan? Tatsächlich hielten wir vor dem Tor. Ein viereckiges Schild hing an den Eisenstäben. Per aspera ad astra stand darauf und darunter Asselwan. Von allen vier Kanten des Schildes gingen gemalte verschnörkelte Säulen ab. Wie Feuer, Wasser, Pflanzen und Wind. Welches Element würde ich wohl sein? Fragte ich mich. Früher in den Spielen mit meiner besten Freundin hatte ich meistens Feuerzauberer gespielt. Feuer faszinierte mich aber ich hatte auch Angst davor. Mit Wind und Pflanzen hatte ich eigentlich nichts zu tun. Vom Sternzeichen her war ich Fische also Wasser. Aber im Wasser fühlte ich mich nie so richtig wohl. Ich fürchtete mich fast panisch davor komplett in Wasser unterzutauchen. An einer der Steinsäulen des Tors hing ein weiteres Schild. Gymnasiales Mädcheninternat Asselwan Mein Herz pochte immer lauter und dann öffnete sich das Tor und wir fuhren ein. Das Tor schloss sich wieder und wir stiegen aus. Ich sah mich um. An den vier großen Häsuern mit je drei Etagen prankten Wappen über den Türen: Flamme, Wassertropfen, Blume oder Wolke. Über jedem einzelnen Fenster war ein kleines Zeichen das bei jedem Haus und jeder Etage anders war. Bei dem Haus mit der Flamme waren es beispielsweise ein Schaf mit langen gedrehten Hörnern ganz oben, darunter ein Mann mit Pfeil und Bogen und im Erdgeschoss ein Löwe. Auch meine Eltern sahen sich um. Ich spürte dass es ihnen gefiel. Wir gingen durch das große Eingangstor des Schlosses. Ich erstarrte. Wir standen in einer Eingangshalle. Einer großen Halle mit hohen weißen Wänden und einem großen Leuchter an der Decke. Der Boden war aus Marmor und an der Wand hing ein großes goldenes Wappen mit der Aufschrift Mädcheninternat Asselwan.
Das konnte nicht wahr sein das war unmöglich…
Meine Eltern gingen direkt auf die Frau zu die unter dem Wappen stand. Sie bemerkten mein Zögern nicht und so musste ich ihnen wohl oder übel folgen. Die Frau kam ebenfalls auf uns zu und ich sah ihr ins Gesicht. Sie trug ganz normale Kleidung: Eine weiße Bluse und einen schwarzen Rock aber ihre Augen waren unverwechselbar. Ein Misch aus rot, grün, grau und blau. Sie warf mir einen bedeutsamen Blick zu und wandte sich dann an meine Eltern. „Guten Tag mein Name ist Milenia Blivver ich bin die Schulleiterin. Haben sie Fragen zum Internat?“ Meine Eltern gaben ihr die Hand. „Ist die Schule hier in diesem Schloss?“ fragte Mama. Frau Blivver nickte. „Im Schloss sind unten die Cafeteria und die Hausaufgabenbetreuung und oben die Unterrichtsräume. Sehen sie sich ruhig um.“ sagte Frau Blivver und meine Eltern eilten zu meiner Verwunderung davon ohne sich nach mir umzusehen. „Hallo Michelle.“ wandte sich die Frau an mich. „Hallo.“ gab ich zurück. „Komm wir setzen uns damit wir in Ruhe reden können.“ Frau Blivver führte mich in einen kleinen Raum in dem ein Sofa, ein kleiner Tisch und ein Schreibtisch standen. Wir setzten uns auf das Sofa und die Schulleiterin sah mich an. „Erkennst du mich?“ fragte sie. Verblüfft nickte ich. „Wie kann das sein?“ fragte ich leise. „Nun ja Asselwan ist kein gewöhnliches Internat. Wir suchen in den Ferien geeignete Mädchen aus, die wir einladen nach den Ferien die Schule zu besuchen. Aber nur wenn sie unsere Bedingungen erfüllen.“ „und wieso habe grade ich eine Einladung bekommen?“ fragte ich andächtig. Das ganze kam mir vor wie ein weiterer Traum. „Du hast sehr viel Fantasie und glaubst an Magie. Außerdem siehst und fühlst du Dinge die die meisten Menschen nicht wahrnehmen würden. Besonders viel Magie wird in den Nächten der Phänomene verteilt. In der Nacht deines Traumes standen die Planeten seit langer Zeit wieder in der alle in einer Reihe. Manche Mädchen werden in diese magischen Familien reingeboren und andere erhalten die Magie erst durch so ein Ereignis. Immer wieder gibt es auch Ausnahmen… und du bist so eine besonders mächtige Ausnahme liebe Michelle. Deshalb auch das Stipendium.“ „Ich?“ hauchte ich. „Ja.“ sie nickte. „Asselwan ist dazu da den Mädchen beizubringen wie man mit dieser Magie umgeht. Das können sie zuhause nicht lernen. Hier werden neben den normalen Schulfächern je nach Element die speziellen Fähigkeiten trainiert.“ „Was für Fähigkeiten denn zum Beispiel?“ „Feuermädchen können Feuer entfachen und formen, außerdem sind sie extrem sportlich. Pflanzenmädchen können Pflanzen wachsen lassen und sind wunderschöne Tänzerinnen. Windmädchen können Wind erzeugen und sind sehr musikalisch und die Wassermädchen können Wasser fließen lassen, spüren und bewegen. Sie schwimmen sehr gut und sind extrem hilfsbereit.“ „gibt es keine magischen Jungs?“ fragte ich und merkte dann wie dumm das klang. Frau Blivver lachte. „Asselwan hat eine Partnerschule namens Golosia. Dort sind die Jungs untergebracht. Allerdings erhalten Männer ihre magischen Fähigkeiten erst viel später. Aber Golosia bereitet sie darauf vor.“ ich nickte. „Aber weiter über Asselwan. Es gibt wie in jeder normalen Schule auch normale Aufgaben wie von den Elementen übernommen werden: Die Feuermädchen bilden sämtliche Sportmannschaften, die Pflanzenmädchen kümmern sich um den Schulgarten, die Windmädchen bilden das Schulorchester und die Wassermädchen kümmern sich um die Tiere und jedes Jahr sind zwei von ihnen unsere Heilerinnen. Aus Erfahrung weiß ich dass es meistens zwei aus der Fische-Etage sind. Fische sind Einfühlsam und manchmal können sie sogar Gedanken oder Gefühle lesen. Das kommt aber wenn überhaupt nur einmal pro Jahrgang vor.“ Sie sah mich fest an. „ich?“ flüsterte ich. „Ja. Und du bist ein Wassermädchen.“ Aha. Also doch Wasser. „Du bist etwas besonderes Michelle und wir würden uns freuen wenn du auf unsere Schule kommen würdest.“ ich nickte langsam. „sehr gern.“ hauchte ich. Ich war beeindruckt von diesem Ort, den Menschen und der Bedeutung dieser Schule. Frau Blivver zeigte mir das Schloss, die Wohnhäuser und den Hof. Ich erfuhr dass es drei Häuser pro Element gab: Siebt- und Achtklässler zusammen, Neunt- und Zehntklässler und Elft- und Zwölftklässler. Die Schulleiterin erzählte mir dass jedes Mädchen aus dem jüngeren Jahrgang eine Patin aus dem älteren. Sie zeigte mir auch die Unterrichtsräume, die Bungalows in denen die Aufgaben koordiniert wurden und das Häuschen der Heilerinnen. Auch die Sternwarte im Turm und die Reitanlage sah ich mir an und auf dem Weg nachhause brummte mir der Kopf. Aber mir war klar: Ich wollte in einer Woche nach Asselwan.

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FallenxFay
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BeitragVerfasst am: 20.04.2019 20:15    Titel: Asselwan Kapitel 2 pdf-Datei Antworten mit Zitat

2. Ein neues Leben

Als ich eine Woche später endlich im Auto saß kribbelte alles in mir vor Aufregung. Ich sah mir die Landschaft an und knetete nervös meine Hände. Etliche Pferdeanhänger fuhren an uns vorbei und ich lächelte. Wie es wohl werden würde auf Asselwan? Endlich, nach vier langen Stunden sah ich die Türme Asselwans. Nun wurde mir doch etwas mulmig. Ein vier Stunden entferntes Internat war doch etwas ganz anderes als eine Klassenfahrt. Meine Stimmung änderte sich jedoch als wir erneut vor dem große Tor hielten und ich nun wusste dass per aspera ad astra Latein war und Durch Schwierigkeiten zum Erfolg hieß. Das große Tor schwang auf und wir fuhren ein. Im Hof wartete bereits Frau Blivver. Um sie herum wuselte eine Schar aufgeregter Mädchen mit Koffern und Taschen. Sie begrüßte uns und wies mir den Weg in einer der Häuser. In der Eingangshalle des Tropfenhauses sah ich mich erst einmal um. Sie war ähnlich wie die des Schlosses. Zwei große geschwungene Treppen führten nach oben, sie waren mit Aquamarinblauem Teppich belegt und umrahmten die Tür zum Gemeinschaftsraum. Auf den grauen Sofas lagen blaue Kissen und auch die Vorhänge und Tischdecken waren blau. Eine Frau kam auf mich zu. „Hallo. Emilia Neu ich bin die Hausmutter und deine Ansprechpartnerin hier. Wer bist du?“ fragte sie mich freundlich. „Michelle Reinecke.“ sagte ich. Die Frau notierte sich etwas. „Das ist Alexa.“ stellte sie ein hübsches dunkelhaariges Mädchen neben sich vor. „Sie ist deine Patin aus der zehnten Klasse und eine unserer Heilerinnen.“ Ich nickte. Alexa nahm mich und meine Eltern mit auf mein Zimmer. Ich hatte mir Internatszimmer immer klein, notdürftig eingerichtet und nicht mehr ganz im besten Zustand vorgestellt aber dieses Zimmer war groß und durch zwei Fenster sehr hell und offen. Es hatte drei Betten und je einen Kleiderschrank, eine Kommode und einen Nachttisch. Außerdem schloss sich ein Bad mit Dusche, Badewanne, Waschbecken, Toilette und einer Kommode an. Das Bett in der Ecke war bereits mit Gepäck belegt und so nahm ich das unter dem Fenster. Alexa zeigte mir kurz alles und brachte dann meine Eltern zu Frau Neu weil diese etwas fragen wollten. Ich begann auszupacken. Als ich grade dabei war meinen Nachttisch mit den wichtigsten Dingen zu dekorieren, öffnete sich die Tür und ein Mädchen kam ins Zimmer. Ich erkannte sie sofort: Es war das Mädchen aus meinem Traum. Das mit dem kurzen schwarzen Pferdeschwanz und den auffällig blauen Augen. „Hi.“ sagte sie und lächelte freundlich. „Bist du meine Zimmergenossin?“ fragte sie dann. „Jap.“  nickte ich. „Ich bin Michelle.“ sagte ich. „Cora.“ antwortete sie. „Du bist doch die, die Frau Blivvers Gefühle so haargenau wahrnehmen konnte oder?“ ich nickte. „Du hattest auch diesen Traum?“ „Ja.“ bestätigte Cora. „Du warst auch ziemlich gut.“ „Ja aber das hatte nichts mit Musik zu tun… Ich dachte wenn sie so fröhlich tut und dann fragt… Ich kann die kann die Gefühle der Menschen nicht lesen… manchmal spüre ich wenn es jemandem schlecht geht aber… mehr auch nicht...“ sie schüttelte den Kopf. Dann sah sie mich nachdenklich an. „Es gibt da eine Legende…



Ein Mädchen, es kann lesen wie es dir geht
sobald sie sich am rechten Ort hat eingelebt
sie großes Schicksal wird erfahren
zwei Tiere hat sie als Begleiter schwarz und weiß
Erfolg wird sie verleben durch Freude und durch Fleiß.
Doch niemals wird sie Hochmut zeigen
immer freundlich lieb und nett
Sie hat das Bedürfnis sich zu kümmern
um Mensch um dir um alle gleich“

sagte sie aufwendig auf „Ich glaube das bist du.“ sagte sie noch bevor ich fragen konnte wieso sie mir das erzählte.“Ich?!“ fragte ich verblüfft „Ja… du kannst lesen wie es den Menschen geht, der Ort könnte Schloss Asselwan sein. Ich kenne dich erst seit...“ sie sah auf die Uhr „drei Minuten.“ schloss sie dann und grinste schräg. Dann wurde sie wieder ernst.  „Aber ich weiß dass du niemals hochmütig sein würdest und du dich gerne um andere kümmerst.“ sie machte eine Pause… „uuuund ich weiß rein zufällig dass das Pferd das dir zugeteilt wurde Schneeweiß ist.“ Ich sah sie zweifelnd an. Woher wusste sie das alles? „Egal jetzt.“ sagte Cora und lächelte freundlich. „Ich will aber nicht besonders sein.“ protestierte ich doch Cora hörte mir schon gar nicht mehr zu. Sie stellte grade ein gerahmtes Bild von sich selbst mit einem braunen Pony. Sie bemerkte offenbar meinen Blick. „Das ist Schoko. Er war mein Pflegepony im Reiturlaub.“ Ich nickte. „Kannst du auch reiten?“ Ich nickte wieder. „Ich würde sagen ich bin schon fortgeschritten aber noch lange kein Experte.“ ich lachte. In diesem Moment kamen meine Eltern wieder herein. „Das finde ich nicht gut dass die Kinder hier am ersten Abend schon eine Party feiern morgen ist Schule.“ regte meine Mutter sich bei meinem Vater auf. “Beruhige dich es ist nur ein Kennlernfest bis halb zehn.“ sagte mein Vater. Mama sah zwar nicht sehr überzeugt aus, sagte aber nichts mehr. „Wir gehen jetzt.“ sagte mein Vater, dann fiel sein Blick auf Cora. „Ah deine Zimmergenossin ist ja auch schon da.“ Ich nickte. „Schreib uns mal.“ Mama wischte sich verstohlen eine Träne aus dem Augenwinkel. Ich schluckte. Papa sagte: „Pass auf dich auf und ruf mal an.“ dann umarmte er mich. Mama gab mir noch einen Kuss dann verließen sie das Zimmer. Ich ließ mich auf mein Bett fallen. Ich brauchte Ablenkung. Da hörte ich ein wiehern. Ich sah aus dem Fenster auf den Stall und die Weide wo eine wunderschöne Schimmelstute stand und mich aus dunklen Augen direkt anzusehen schien. Ich fasste einen Entschluss und ging zum Schrank um mir meine Reitsachen anzuziehen. Cora sah auf. „Gehst du zum Stall?“ ich nickte „Möchtest du mitkommen?“ Sie schüttelte den Kopf. „Ich richte mich hier erstmal weiter ein und  komme später nach.“ Ich nickte und verließ das Zimmer.








Auf der Treppe stieß ich fast mit zwei Mädchen zusammen. „Ist ja nicht mein Pech sagte die größere, blonde grade zu der anderen. „Entschuldigung kann ich hier kurz vorbei?“ fragte ich. Das kleinere Mädchen mit den Kastanienbraunen Haaren und den grünen Augen ging sofort ein Stück nach hinten. Die Blonde musterte mich abschätzig. „Ich wollte sowieso grade zu Fiona gehen.“ sagte sie dann und stolzierte davon. Ich hatte keine Ahnung wer Fiona war aber das blonde Mädchen war mir auf jeden Fall nicht sonderlich sympathisch gewesen. „Danke dass du mich vor Soraja gerettet hast.“ hörte ich das andere Mädchen hinter mir und drehte mich um. „Kein Problem.“ sie grinste. „Ich bin Michelle. Aus der Fische-Etage.“ stellte ich mich vor und grinste auch. „Alina.“ lächelte sie. „Aus dem Krebs- Stockwerk.“ sie machte eine Pause und verdrehte die Augen. „Und ich hasse es mit ihr auf einem Zimmer zu sein.“ Das verstand ich gut. „Lass uns doch zu Frau Neu gehen und fragen ob du wechseln kannst.“ „Einverstanden.“ Alina lachte. Ich sah sie an. Sie war so anders als Cora… ich kannte zwar beide noch nicht sonderlich lange aber Cora wirkte eher ruhig und vernünftig und ein wenig so wie ich… eher zurückhaltend. Auch wenn ich das Gefühl hatte sie brauchte noch länger als ich um aufzublühen. Alina schien damit kein Problem zu haben. Sie wirkte aufgeweckt und fröhlich und als wäre sie immer zu Späßen aufgelegt. Alinas Blick fiel auf meine Reitkleidung. „Du gehst zum Stall?!“ Ich nickte. „Warte ich zieh mich um und komm dann gleich mit.“ freute Alina sich. Als wir zehn Minuten später, jetzt beide in Reitkleidung vor Frau Neu standen schüttelte sie den Kopf. „Tut mir leid.“ in ihrer Stimme lag ehrliches Bedauern. „Fast alle Zimmer sind schon mit vier Mädchen besetzt obwohl wir eigentlich am meisten Dreierzimmer wollten.“ Sie schüttelte erneut den Kopf. Ich runzelte die Stirn. „Kann Alina nicht einfach zu uns ziehen? Wir sind nur zu zweit und haben noch ein Bett frei. Fische-Etage Zimmer 3.“ Frau Neu sah  ihre Liste durch. „Das müsste gehen. Wir machen mal eine Ausnahme wegen der Sternzeichen.“ Sie zwinkerte uns zu. „Danke!“ Alina fiel mir spontan um den Hals.
Draußen auf dem Platz wo viele Mädchen sich von ihren Eltern verabschiedeten. Wir bogen am Schloss ab und es wurde ruhiger. Ich atmete tief ein. Wie ich diesen Geruch liebte!  Dann standen wir vor dem roten Backsteinstall. Einige hübsche Pferdeköpfe sahen über die halbhohen Boxentüren. „Ich gehe auf der Liste mal nach unseren Pferden gucken.“ sagte Alina und verschwand im Stall. Ich ging zu der Weide rüber die ich von meinem Fenster gesehen hatte. Die weiße Stute kam direkt auf mich zu. Ich streichelte ihre Nase und sie legte mir vertrauensvoll de Kopf auf die Schulter. „Gute Wahl Aurora.“ hörte ich plötzlich eine Stimme hinter mir. Ich drehte mich um und sah eine Frau. Sie hatte langes, seidig glänzendes schwarzes Haar und tiefblaue Augen. „Hallo...“ sagte ich schüchtern. „Wer sind sie?“ „Du kannst Du sagen… Mein Name ist Amelia ich bin die Reitschuldirektorin.“ Sie hatte eine sanfte Stimme und ich spürte dass sie viel mehr war als die Leiterin der Reitschule. „Ich heiße Michelle.“ stellte ich mich vor. Sie sah mir lange in die Augen und plötzlich fiel mir etwas auf. Ich kannte das was sie grade fühlte. Diese Ruhe, dieses Prüfen des Gegenübers… Dieses so schwer zu erklärende Gefühl, die Gefühle des anderen zu verstehen.“ „Du bist auch Fische… und du kannst auch… Gefühle spüren.“  sagte ich langsam. Und es war keine Frage. Amelia nickte. Doch dann sagte sie etwas was ich nicht hören wollte. „Du bist etwas besonderes Michelle. Ich sehe viel von mir selbst in dir… und noch mehr.“ Ich schluckte. „Sag mal hättest du nicht Lust Alexa bei den Heilern zu unterstützen?“ Sie wartete nicht auf meine Antwort aber mir war klar dass sie sie wahrscheinlich kannte. Ihr Blick fiel auf das Pferd. „Das ist Aurora. Sie mag dich wohl sehr gerne.“ Sie machte eine Pause und sah mich dann an. „Komm mal mit.“ Ich folgte ihr zu einer weiteren Wiese auf der ein schwarzes Pferd ganz alleine graste. Ich drehte mich um doch Amelia war nirgendwo zu sehen. „Amelia?“ rief ich. Doch sie war verschwunden. Ich ging zum Zaun und pfiff eine leise Melodie. Die Ohren der Stute stellten sich auf und mit einem misstrauischen Blick kam sie auf mich zu. Sie war ganz schwarz, außer einen kleinen weißen Ring am linken Hinterhuf. „Black Bat...“ flüsterte ich und sie senkte den Kopf. Ich streichelte ihre Stirn. Black Bat war früher immer mein Pferd gewesen wenn ich mit meinen Freunden Pferd gespielt hatte. Und sie hatte genau so ausgesehen. Zutraulich sah die Stute mich jetzt an. Plötzlich stand Amelia wieder neben mir. „Ich bin Pferdetrainerin und arbeite gerne mit alternativen Methoden.“ sagte sie ohne den Blick von der Rappstute abzuwenden. Dann sah sie mich an. „Pferdeflüsterei.“ sie zwinkerte mir zu und ich hielt die Luft an. Wie oft hatte ich mit meiner besten Freundin Pferdeflüsterer gespielt? Wie viele Pferde hatte ich geheilt? „Doch jetzt, am Anfang des Schuljahrs habe ich nicht viel Zeit mich um sie zu kümmern.“ Bedeutsam ruhte ihr Blick auf mir.  „Ich kann fühlen dass du sie gern hast und ihr euch sehr gut ergänzen könnt. Dass du mir ähnelst hatte ich schon erwähnt oder?“ Ich nickte, unfähig etwas zu sagen. „Ich möchte dass du mir mit ihr hilfst… Wir können ihr helfen.. Zusammen.“ Er jetzt merkte ich dass ich Amelia mit offenem Mund anstarrte und schloss ihn schnell wieder. „Sehr gerne.“ sagte ich dann leise und unendlich dankbar. „Wie heißt sie denn?“ wollte ich wissen. „Gib ihr ruhig einen.“ sagte Amelia und ich sah ihr an dass sie wusste dass ich das bereits getan hatte.

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BeitragVerfasst am: 20.04.2019 20:15    Titel: Asselwan Kapitel 3 pdf-Datei Antworten mit Zitat

3. Die Zeremonie

Amelia war verschwunden und Alina kam zu mir zurück. „Wo warst du denn?! Ich habe dich gesucht.“ Ich erzählte ihr von Amelia und Black Bat und Alina war ganz aus dem Häuschen und freute sich mit mir. Dann sah sie auf die Uhr. „Aber du hast ganz schön lange gebraucht. Um halb sechs ist die Zeremonie und heute abend die Party mit den Jungs.“ „Die Jungs?“ fragte ich erstaunt. Alina nickte heftig. „Ja die Jungs aus Golosia werden auch kommen.“ Ich lachte. Das konnte ja was werdem- Aber wieso wurde Alina so rot? „Kennst du die etwa?“ fragte ich verschwörerisch. „Naja so richtig nur Tom.. der ist ganz nett...“ Ich musste lachen  als ich sah wie verlegen meine Neue Freundin war. „Seinen Bruder kenne ich auch der heißt Tobi. Die beiden sind zweieigige Zwillinge. Und dann noch Toms besten Freund… Milas. Mittelblond, halblange Haare, blaue Augen, ziemlich eingebildet wenn du mich fragst… redet fast nie. Aber der totale Mädchenschwarm.“ Alina redete noch ein bisschen vor sich hin aber ich spürte dass sie nur von Tom ablenken wollte. Ich ließ sie mit dem Thema in Ruhe und wir gingen in unser Zimmer wo Alinas Koffer bereits vor dem Bett stand. Ich ließ sie erstmal in Ruhe auspacken. Cora war nicht da. Ich holte die neue Schuluniform aus dem Schrank und ging ins Badezimmer um mich für die Zeremonie frisch zu machen. Ich sprang unter die Dusche und genoss lächelnd das Gefühl des Wassers. Ich hatte mein Element und alles drum herum lieben gelernt und es gehörte jetzt zu meinem Leben. Eigentlich wäre ich lieber baden gewesen aber dazu blieb jetzt keine Zeit. Als ich mich abgetrocknet und meine Haare geföhnt hatte zog ich mir die Schuluniform an die für uns Wassermädchen aus einer Aquamarinblauen Bluse und einem grauen Rock bestand. „Alina du kannst!“ reif ich fröhlich als ich wieder ins Zimmer kam. Alina sprang von der Fensterbank und lief ins Bad. Ich setzte auf mein Bett. Cora saß mit angewinkelten Beinen auf ihrem Bett und las. Plötzlich sah sie auf. „Lass mich raten.“ Ich zog eine Augenbraue hoch. „Du weißt nicht was du heute Abend anziehen sollst?“ Ich grinste schief. „Ich dachte du kannst meine Gefühle nicht lesen weil ich ja sooooo besonders bin.“ ich verdrehte lachend die Augen. Cora grinste. „Genau. Aber das hätte sogar ein blinder gemerkt.“ sagte Cora grinsend „Aber du hast Recht… Anders als du kann ich die Gefühle der Menschen, die diese Gabe selbst haben nicht lesen.“ Ich nickte zustimmend. Ich konnte das bei jedem Menschen. „Ich könnte dir vielleicht helfen.“ kam Cora auf das eigentliche Thema zurück. „Ich habe da ein Kleid dass dir super stehen würde. Aber dafür musst du mir mit meinen Haaren helfen.“ Ich nickte. „Deal.“ Cora legte ihr Buch weg und stand auf. Sie ging zu ihrem Kleiderschrank und zog ein türkisblaues Kleid hinaus, Es war ungefähr Knielang und trägerlos. Über dem eigentlichen Kleid, war noch ein Stück durchsichtiger Stoff bis zum Hals wodurch das Kleid doch irgendwie Ärmel hatte. Cora sah mich fragend an. Mir stand der Mund offen. Das Muster des Oberteils war wunderschön und der leicht durchsichtige Stoff mit dem undurchsichtigen Unterstoff des Rockes war atemberaubend. Ich war sofort verliebt. „Toll.“ haucht ich. Cora grinste. „Ich schenke es dir.“ sagte sie und ich fühlte mich etwas schlecht weil Cora mir so ein schönes Geschenk machte. „Danke.“ sagte ich. Dann legte ich ein wenig Schmuck für später heraus und stellte meine Schuhe bereit. Cora stand noch vor ihrem Schrank und zog grade ein hellblaues Trägerkleid heraus. „Hilfst du mir aussuchen?“ fragte sie und sah verzweifelt von dem Kleid in ihrer Hand wieder zum Schrank. Ich stand auf und warf einen Blick in ihren Kleiderschrank. Mir blieb vor staunen der Mund offen stehen. An der Kleiderstange hingen bestimmt 20 oder 25 Kleider.  „Meine Mutter hat einen Laden.“ sagte sie entschuldigend und zuckte die Schultern. Ich zog ein hellblaues Kleid mit Trägern aus Spitze hervor und reichte es Cora. Das Kleid hatte die gleiche Farbe wie ihre Augen. „Nimm das.“ sagte ich. Sie lächelte mich an. „Danke.“ In diesem Moment kam Alina wieder ins Zimmer und Cora verschwand im Bad. Sofort änderte sich die Stimmung und Alinas fröhliche Energie füllte den Raum. Sie ging fröhlich pfeifend zu ihrem Schrank und zog ein grünes Kleid heraus. Es hatte viele Lagen Stoff bis zum Knie und passte irgendwie zu Alinas Charakter. Ich grinste als mir auffiel dass auch Alinas Kleid perfekt zu ihren Augen passte.  Ich sah auf die Uhr. Es war bereits halb sechs. In diesem Moment kam Cora wieder. „Du warst aber schnell.“ sagte ich und sie lächelte. „Dann los.“ forderte Alina uns auf. Ich zog mir meine Schuhe an und nahm das graue Jacket mit dem Wappen von Asselwan vom Haken. Wir gingen zusammen zum Schloss. Alle anderen waren schon da und die Halle war gefüllt mit Mädchen in grauen, grünen, roten und blauen Blusen. „Und so möchte ich euch Willkommen heißen zu einem magischen Schuljahr auf Asselwan.“ sagte Frau Blivver grade. Plötzlich stand Amelia hinter mir. „Hallo Michelle.“ sagte sie und ich spürte etwas an meinem Handgelenk. Ich hob die Hand und sah einen feinen silbernen Armreif der mit blauen Steinen besetzt war. „Den habe ich bekommen als ich auf Asselwan war und für die Richtige aufgehoben… Er soll dir helfen.“ mehr sagte sie dazu nicht und war gleich darauf wieder verschwunden. Ich musste lachen als Cora und Alina sich verwirrt nach ihr umsahen. Verschiedene Lehrer hielten verschiedene Reden und Amelia erzählte von den Aufgaben der Heilerinnen. Dabei sah sie immer wieder bedeutungsvoll in meine Richtung. Um halb sieben war die Zeremonie beendet. Auf dem Weg zurück in unser Zimmer. Erzählte ich Cora von meinem Treffen mit Amelia vorhin. „Ich glaube ich würde wirklich gerne Heilerin werden.“ überlegte ich und Cora sah mich nachdenklich an. „Ich glaube das wäre eine tolle Aufgabe für dich.“ sagte sie dann und Alina nickte zustimmend. „Finde ich auch.“ dankbar lächelte ich meine Freundinnen an.

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BeitragVerfasst am: 20.04.2019 20:15    Titel: Asselwan Kapitel 4 pdf-Datei Antworten mit Zitat

4. Milas

In unserem Zimmer zogen wir uns blitzschnell um. Das Kleid passte wie angegossen und sah toll aus zu dem Armreif. Ich legte etwas Schmuck an und wellte meine Haare etwas. Dann legte ich zur Feier des Tages Puder und Wimperntusche auf. Da kam Cora Hilfe suchend zu mir und ich erinnerte mich an mein Versprechen. Ich zog das Haargummi aus ihren Haaren und ihre Haare fielen ihr auf die Schulter. Sie sahen toll aus. Also kämmte ich sie nur gut durch und schob Cora eine hellblaue Haarspange in die Haare damit sie ihr vorne nicht ins Gesicht fielen. Ich tuschte ihr die Wimpern und ihre blauen Augen strahlten. Auch Alina hatte ihre Haare offen. Sie gingen bis zu Schulter und hatten eine wunderschöne Naturwelle. Wir sahen toll aus. Mit meinem Handy machte ich ein Foto von uns. Dann gingen wir hinüber in den Festsaal des Schlosses. Draußen trafen wir auf drei Jungen. Waren das Tobi, Tom und Milas? Ich sah Alina an und erkannte an ihrem roten Gesicht dass ich richtig lag. „Hi.“ sagte Tom lässig zu Alina und Alina wurde noch röter. Tom war relativ groß, hatte dunkelbraune Locken und grüne Augen und Tobi, der mir zulächelte und dann Cora begrüßte hatte glatte etwas zu lange schwarze Haare und blaue Augen. Cora starrte ihn an und ich schüttelte belustigt den Kopf. Milas sah niemandem an. Er stand bereits auf der Treppe zum Eingang und sah hochnäsig zu. Er sah wirklich verdammt gut aus. Der typische Mädchenschwarm. Halblange mitteblonde Haare die ihm ins Gesicht fielen und strahlend blaue Augen mit langen Wimpern. Er sah sportlich und schlank aus. Aber sein Gesichtsausdruck zeigte eine Gewisse Kälte. Als die drei reingingen schauten meine Freundinnen ihnen nach und ich schüttelte erneut den Kopf. Alina sah mein Kopfschütteln und stieß mich an. „shht.“ machte sie vorwurfsvoll und ich lachte. „Wollen wir jetzt mal reingehen?“ fragte Cora und wir nickten. Im Festsaal war das Licht aus und die Vorhänge zugezogen. In einer Ecke stand ein Tisch mit Chips und Weingummi. Es gab eine Kleine Bar direkt gegenüber des Eingangs und rund um den Raum standen Tische auf denen Menschen saßen und sich unterhielten. Auf Tanzen hatte ich keine Lust also stellte ich mich an die Bar. Ein Mädchen mit rotem Pferdeschwanz und einem gelben Kleid stand dort und sah sehnsüchtig auf die Tanzfläche. „Soll ich dich ablösen?“ fragte ich und sie sah mich an. „Willst du nicht tanzen?“ ich schüttelte den Kopf. „Okay. Gerne wenn du dir sicher bist. Aber wenn jemand fragt heißt du Lilia.“ Ich nickte. „In einer halben Stunde wird gewechselt.“ Sie ging davon und ich stellte mich hinter den Tresen. Ich trank einen Schluck Limo und so stand ich einige Minuten mit dem Rücken zur Tanzfläche. „Hey ich denke hier gibts was zu trinken.“ maulte hinter mir eine Stimme. Ich drehte mich zu schnell um und schüttete mir natürlich prompt die Limo übers Kleid. Hektisch wischte ich daran herum bis man den Fleck nicht mehr sah. „Bist du jetzt soweit?“ fragte die Stimme die offensichtlich cool sein wollte. Ich nickte beschämt und sah dem Typen erst dann ins Gesicht. Milas stand hinter mir. Es hatte sich lässig an den Tisch gelehnt und sah mich genervt an. „W-was willst du denn?“ fragte ich und wurde rot. Da hatte ich mich direkt vor dem wohl arrogantesten Typen der Gegend blamiert. „Cola.“ sagte er und grinste leicht. Irritiert merke ich dass mein Herz schneller schlug. Ich war wütend! Jetzt grinste der auch noch so blöd! Wie arrogant konnte ein Mensch bitte gucken?! Ich schüttete ihm die Cola in einen Becher und er grinste beim Anblick meines wütenden Gesichts noch breiter. Ich drehte mich weg und ging davon aus das er verschwand. „Hey sorry,“ sagte er und ich traute meinen Ohren nicht. Ich versuchte seine Gefühle zu lese und nahm tatsächlich so etwas wie Reue wahr. „Ich wollte nicht so dämlich sein. Ich hätte dir helfen können anstatt auch noch zu meckern.“ er lächelte.  „Ich bin Milas.“ sagte er beinahe freundlich. „Michelle.“ sagte ich und lächelte auch etwas. „Naja eigentlich heiße ich noch eine Weile Lilia.“ Ich grinste und Milas sah verwirrt aus. Ich erzählte ihm von Lilias und meiner freiwilligen Arbeit an der Bar. Das Lied stoppte und ein anderes, langsames begann. „Tanzt du mit mir?“ fragte jemand und ich erkannte Soraja, das Mädchen dass sich mit Alina gestritten hatte. Milas sah sie an, zog eine Augenbraue hoch und wandte sich dann wieder mir zu. Beleidigt zog Soraja ab. Ich musste mir das Lachen verkneifen. Soraja war mir von Anfang an unsymphatisch gewesen und es gefiel mir dass sie abgewiesen wurde. Plötzlich sah ich dass Tom zu Alina kam. Und tatsächlich… sie gingen zusammen auf die Tanzfläche und beganen zu tanzen. Ich würde mich nie trauen mit einem Jungen zu tanzen… Auch wenn es hier grade fast alle taten. Von hier aus konnte ich nur mich, Milas und Cora und Tobi nicht tanzen sehen. Die Beiden standen an der Wand uns gegenüber und redeten. Milas folgte meinem Blick. Und sah sowohl Tobi und Cora als auch Tom und Alina. Ich sah wie er kurz das Gesicht verzog und dann wieder zu mir sah und grinste… Alina kam an die Bar. Ihr Haare waren leicht feucht und sie schnaufte. „Limo?“ bot ich ihr an. Sie nickte schwer atmend. „Tanzen macht durstig.“ Ich reichte ihr den Becher… Eine Stunde später stand ich immernoch an der Bar aber das machte mir nichts… Ich war ohnehin etwas geschafft und Cora, Alina und auch Milas kamen immer wieder zum quatschen vorbei. Als die Party sich zum Ende neigte überredete Milas mich tatsächlich mit ihm auf die Tanzfläche zu kommen. Wir grölten zusammen das Lied mit und sprangen auf und ab. Als der letzte Song verklang und wir uns schwer atmend gegenüberstanden grinste ich Milas an. Er war gar nicht so übel wie erwartet. Er sah mich unverwandt grinsend an doch dann wurde sein Ausdruck hart und er verabschiedete sich von mir. Doch ich war einfach nur noch Happy über diesen Tag.

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BeitragVerfasst am: 20.04.2019 20:16    Titel: Asselwan Kapitel 5 pdf-Datei Antworten mit Zitat

5. Der erste Tag

Am nächsten Morgen wurde ich von dem kleinen Wecker geweckt. Ich brauchte einen Moment um zu verstehen wo ich war doch dann sprang ich aufgeregt aus dem Bett und verfing mich natürlich in der Blauen Bettdecke. Alina saß auf ihrem Bett und blätterte ganz entspannt in einer Zeitschrift. Ich weckte Cora und sie schlurfte ins Bad. „Guten Morgen.“ Alina hatte von ihrer Zeitschrift aufgesehen und sah mich fröhlich wie immer an. Ich freute mich. Der erste Tag auf Asselwan… Endlich! Ich löste Cora im Bad ab und Alina als Alina ebenfalls fertig war und ihre vom schlafen zotteligen Haare gebändigt hatte machten wir uns auf dem Weg in den Unterricht.
Auf Asselwan waren die normalen Unterrichtsstunden 35 Minuten lang und es gab jeden Tag eine Stunde Magie. Einen Abend in der Woche gab es Sternkunde Unterricht im Turm. Außerdem gab es einen Tag mit Nachmittagsunterricht über Magie Theorie was auch immer das hieß. Als mein Blick auf den Stall fiel, fiel mir noch etwas ein. Heute begann nämlich nicht nur die Schule sondern auch der Reitunterricht und das Training mit Black Bat. Bei den schönen Aussichten auf diesen Tag musste ich lächeln.Im Schloss schaute ich auf meinen Stundenplan. Englisch, Latein, doppel Bio doppel Kunst. Das war okay. Der Schultag war in Ordnung. Wir spielten englische Vokabelspiele, übersetzten einen lateinischen Text, sprachen in Bio über Tiere und die Natur und in Kunst durften wir zunächst mal frei zeichnen damit die Lehrerin uns einschätzen konnte. In den Pausen aß ich mit Cora und Alina belegte Brötchen in der Cafeteria. Nach der letzten Stunde machten wir uns etwas nervös auf den Weg zu einem der Extraräume für praktische Magie. Ich staunte als wir den Raum betraten. Er war ziemlich altmodisch… An den Seite flossen zwei Wasserkanäle. Vorne stand eine Frau mit blauer Bluse und Rock. Sie hatte fast weiße Haare und blaue Augen. „Hallo ihr drei. Dann sind wir ja jetzt vollzählig. Also mein Name ist Fara Soller ich bin eure Lehrerin in Wassermagie. Wenn ihr nicht alles sofort könnt macht euch keinen Stress. Wasserzauberei hat viel mit Gefühl und Geduld zu tun. Also… wollt ihr es einfach mal versuchen? Die Klasse murmelte Zustimmung. „Okay also zuerst sollt ihr versuchen das Wasser zu erspüren. Ich habe für jeden von euch einen Behälter versteckt den ihr finden müsst. Ich werde euch die Augen verbinden und ihr müsst auf das kribbeln eurer Fingerspitzen hören. Versucht es.“ Sie verband jedem von uns die Augen mit einem Tuch. Ich konzentrierte mich und tatsächlich spürte ich ein schwaches kribbeln in den Fingerspitzen. Ich ging einen Schritt nach vorne und es verstärkte sich. Ich folgte dem Gefühl und das das kribbeln kaum noch auszuhalten war bückte ich mich und griff nach etwas. Als ich das Tuch von den Augen nahm sah ich tatsächlich einen Wasserbecher. Ich brachte ihn zu Frau Sollers und sie nickte anerkennend. Nach etwa zwanzig Minuten hatten alle ihre Becher gefunden und Frau Sollers kündigte die nächste Übung an. „Jetzt kommt etwas schwierigeres. Ihr sollt Versuchen das Wasser zu formen. Ich möchte dass ihr versucht eine möglichst glatte, runde Kugel zu formen. Stellt euch einfach vor wie das Ergebnis aussehen soll und versucht es. Frau Sollers verteilte Wasserschüsseln und ich versuchte nicht zu viel darüber nachzudenken und tauchte einfach meine Hände ins Wasser. Ich genoss die Nässe die ich inzwischen so liebte und stellte mir vor wie aus dem Wasser eine Kugel wurde die vor mir in der Luft schwebte. Ich öffnete vorsichtig die Augen und vor mir schwebte wirklich eine schöne runde Kugel aus Wasser. „Sehr gut.“ Frau Sollers kam zu mir. „du hast ein gutes Gespür für das Wasser.“ lobte sie. Als es einige Zeit später klingelte hatte etwa die Hälfte der Klasse es geschafft etwas zu formen das annähernd wie eine Kugel aussah. „Ihr habt frei. Schönen Nachmittag.“ sagte Frau Sollers und lächelte als wir aus dem Raum drängten. Ich aß mit Alina und Cora in der Cafeteria Schweinebraten. Dann erledigten wir so schnell es ging unsere Hausaufgaben. Ungeduldig tippte ich mit der Fußspitze als die Betreuerin Frau Mikals nachsah ob ich alles gemacht hatte. Ich hatte mit Cora und Alina abgesprochen dass ich ruhig schon zum Stall gehen konnte um vor der Reitstunde noch etwas Zeit mit Black Bat zu verbringen und so verließ ich um halb drei als erstes den Raum und rannte in unser Zimmer. Natürlich stolperte ich unterwegs dreimal denn heute war ich besonders aufgeregt. Heute war die erste Reitstunde und vorher wollte ich Black Bat sehen, ihr Vertrauen gelangen und ihr helfen sich hier einzuleben… Ich wollte der Stute eine gute Freundin sein.
Blitzschnell zog ich mich um, verfing mich zweimal in der Reithose, schlüpfte in die Stiefel und machte mich dann auf den Weg zum Stall. Ich begrüßte Aurora auf der Weide und ging dann in den Stall um Black Bat zu suchen. Sie stand neben einer schönen grauen Araberstute. Sofort fielen mir die gelben Zettel an den Boxen der beiden auf. Bitte gegen drei Uhr auf die Wiese bringen Black Bat stand mit dem Hinterteil zur Stallgasse. Ich pfiff leise. „Komm doch mal zu mir.“ murmelte ich und tatsächlich drehte die Stute sich zu mir und ich strich über ihre Nase. Ich zog ihr das Halfter an und brachte sie wie auf dem Zettel gebeten auf die Wiese. Dann holte ich die Araberstute und stellte sie dazu. Auf dem Weg zurück in den Stall traf ich die Pflegerin. „Ich hab gesehen du hast die beiden Stuten schon rausgebracht. Dankeschön.“ Eulalia also. Ich nickte. Ich brachte die Stricke wieder in den Stall. Als ich wieder rauskam erstarrte ich. Black Bat und Eulalia schnellte vor und biss Black Bat mit voller Wucht in den Hals. Die schwarze Stute stieg und traf Eulalia mit einem Huf an der Flanke. Die buckelte und trat Black Bat gegen ein Vorderbein. „Nein! Hört auf!“ schrie ich und die Pflegerin kam angerannt. „Was ist...“ weiter kam sie nicht denn sie sah die Pferde die sich immer noch angifteten. Sie nahm Eulalia an den Strick und führte sie aus der Weide. Während sie Eulalia anband erzählte ich ihr in windeseile was ich gesehen hatte. Ich rufe sofort den Tierarzt an. Sagte sie mit einem besorgten Blick auf Black Bat die inzwischen am Boden lag und joggte davon. Ich blickte auf die schwarze Stute und konnte nicht anders. Ich ging zu ihr. Black Bat hob vorsichtig den Kopf und sah mich ängstlich und ohne Wut an. Ich kniete mich zu ihr und sie legte ihren Kopf auf meinen Schoß. Langsam streichelte ich ihren Hals. Die Wunde hatte aufgehört zu bluten. Ich summte leise und streichelte das Pferd. Irgendwann schloss sie die Augen. Ich hätte heulen können. Alles meine Schuld! Hätte ich die beiden nur nicht zusammengestellt! Aber ich riss mich zusammen um der Stute Ruhe zu spenden. „Kannst du vielleicht Platz machen damit ich arbeiten kann?“ fragte eine Stimme. Ich sah nach oben und einem mittelalten Mann ins Gesicht. Er hatte blonde Haare und einen stoppeligen Bart. An irgendwen erinnerte er mich aber mein Kopf war zu voll mit Schulgefühlen und zu erkennen an wen. Ich stand langsam auf um die Stute nicht zu erschrecken. Doch als der Mann sich hinkniete schreckte Blach Bat auf und hob den Kopf wobei die Wunde am Hals wieder zu bluten anfing. Es sah böse aus und ich sah die Angst in ihren Augen. Da konnte ich die Tränen nicht mehr zurückhalten. Alles war verschwommen als schließlich eine dumpfe Stimme wie durch Watte an mein Ohr drang. „Bring sie in die Sattelkammer.“ Ich spürte eine warme Hand auf meiner Schulter und ließ mich von ihr in die Sattelkammer führen. Dort setzte ich mich auf die Bank die zur Sattelpflege gedacht war. Die Hand gab mir ein Taschentuch und ich wischte mir über die Augen um erstmal wider klar sehen zu können. Ich hob den Blick und sah in ein Paar unverkennbare blaue Augen. Mein Herz meldete mir dass ich mich nicht verguckt hatte. Nein! Dachte ich Warum immer im falschen Moment?! Dieses mal also heulend… vor dem arrogantestem Jungen der Gegend. Ich wandte den Blick wieder ab. „Gehts wieder?“ fragte Milas und sah mich tatsächlich mitfühlend an. Ich nickte schniefend. „Was machst du hier?“ fragte ich ihn. „Ich bin mit meinem Vater mitgekommen… Manchmal helfe ich ihm Nachmittags sagte er und ein Bild des blonden Tierarztes schoss durch meinen Kopf. Ich riss die Augen auf. Milas grinste mich offen an. „Wieso bist du im Internat wenn dein Vater hier lebt?“ fragte ich um mich abzulenken. „Weil er den ganzen Tag arbeitet und ich immer nur alleine rumsitzen würde.“ sein Blick war ernster geworden. „Und wie hast du das bisher gemacht?“ Milas wandte seinen Blick von mir ab. „Bisher war ich nicht alleine wenn Papa arbeiten war.“ er schluckte und ich spürte dass er nicht darüber rede wollte. Ohne nachzudenken legte ich ihm eine Hand auf den Unterarm. „Hey… ist okay. Du musst nicht reden.“ sagte ich leise und er sah mich an. Dankbar nickte er. Da fiel mir auf dass seine Hand immernoch warm umd fest auf meiner Schulter lag. Ihm offenbar auch denn er zog sie weg und sah zu Boden. Dann sah er mich wieder an. „Willst du mir erzählen was passiert ist?“ fragte er schnell. Ich biss mir auf die Lippe und dann redete ich los.  Ich erzählte was passiert war und von meinen Schuldgefühlen. Milas hörte mir aufmerksam zu und nickte immer wieder. „Aber diese Pflegerin hat sich doch bedankt… und gesehen dass die beiden zusammenstanden. Also hatte sie doch auch vorgehabt die beiden rauszubringen oder?“ Ich nickte erstaunt. Er hatte Recht! „Und alles wäre genauso passiert. Es ist nicht deine Schuld.“ Er lächelte mich so lieb an dass ich ihm spontan um den Hals fiel. Er versteifte sich und legte mir dann unbeholfen eine Hand auf den Rücken. Noch mehr blamieren konnte ich mich vor diesem Jungen ja nicht. Als ich ihn wieder los ließ kam sein Vater herein. „Wie geht es ihr?“ fragte ich sofort und sprang auf. „Das Bein ist ziemlich stark geprellt aber zum Glück nicht gebrochen. Die Wunde heilt auch wieder. Mit einigen Tagen Pflege ist sie wieder gesund.“ ich nickte erleichtert. „Milas bleibst du noch und erklärst der jungen Dame die Pflege ihrer Stute? Ich muss zu einem Notfall.“ Er ging wieder hinaus und Milas und ich folgten ihm„Wieso soll ich mich denn um sie kümmern?“ fragte ich Milas. „Ist sie denn nicht dein Pferd?“ fragte er und blieb stehen. Erstaunt sah er mich an. „Nein…“ sagte ich langsam „Wieso?“ Naja sie hat ein erstaunliches Vertrauen zu dir. Nicht als würdet ihr euch erst zwei Tage kennen.“ Ich wurde rot. „Danke.“ „Du kümmerst dich trotzdem um sie.“ entschied Milas und ging weiter. Bei Black Bat angekomme erklärte er mir die Salben und die Wickeltechnik der Beinbandage. Immer wieder lachten wir und ich staunte darüber wie locker Milas sein konnte. Ich war gelöst und glücklich dass alles so glimpflich ausgegangen war… An Eulalia dachte ich nicht mehr...

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BeitragVerfasst am: 20.04.2019 20:17    Titel: Asselwan Kapitel 6 pdf-Datei Antworten mit Zitat

6. Veränderungen


„Was?!“ Alina sah mich erstaunt an. „Sein Vater ist Tierarzt?!“ Ich lächelte. „Ja.“ „Und er war… NETT?!“ sie fragte das so als hätte ich behauptet Milas würde vom Mond kommen. Wir standen vor dem Stall und striegelten die Pferde für die Reitstunde. Der Schreck saß mir zwar noch in den Gliedern aber ich wollte unbedingt reiten. „Wie bitte?!“ hörte ich eine Stimme kreischen. „Sie haben Eulalia zu diesem Vieh gestellt?!“ Soraja kam mit der Pflegerin aus dem Stall. „Und jetzt ist sie verletzt?! Mein Vater wird sie verklagen!“ Soraja war rot vor Zorn.  „Soraja jetzt hör mal zu!“ sagte die Pflegerin und blieb stehen. „Du kannst nicht erwarten dass deine Eulalia ganz allein auf einer Weide steht und das heute hätte genau so gut mir jedem anderen Pferd passieren können.“ „Aber es ist mir der Teufelsstute passiert! Sie ist bösartig das wissen wir alle und was soll man hier mit ihr man kann sie nichtmal reiten! Ich verlange dass sie vom Hof geschafft wird!“ „Nein!“ ich hörte den Schrei bevor ich merkte dass ich es war die geschrien hatte. „Gebt mir eine Woche dann kann ich sie reiten.“ Was in aller Welt tat ich da?! „Das habe ich sowieso nicht zu entscheiden.“ sagte die Pflegerin. Wie gerufen stand plötzlich Amelia hinter mir. Ich hatte mich an ihr plötzliches Auftauchen gewöhnt aber Soraja sprang kreischend zurück. Amelia legte mir sanft eine Hand auf die Schulter. „Sie darf die anderen nicht verletzen… Michelle du weißt wie gut ich dich verstehen kann aber ich kann sowas nicht dulden… Es tut mir leid.“ ich war wütend. „Also erstmal hat Eulalia Black…. Also die Stute zuerst angegriffen und sie hat sich nur erschreckt und ist gestiegen. Und zweitens brauche ich eine Woche dann kann mal sie reiten.“ Ich staunte über mich selbst noch nie hatte ich so überzeugt gesprochen. Amelia sah mich nachdenklich an. „Eine Woche.“ sagte sie dann. „Weil ich dich wirklich verstehe.“ Ich lächelte. „Danke.“ „Aber heute reitest du nicht mehr.“ entschied Amelia. „Du bist zu aufgewühlt. Ich wollte protestieren aber dann ließ ich es bleiben.. „ich geh schwimmen.“ beschloss ich aus einem schnellen Impuls. „Gute Idee.“ sagte Amelia und lächelte wissend. „Sie wieß mir den Weg zum Badesee und ich machte mich auf den Weg. An Schwimmsachen dachte ich nicht mehr. Genauso wenig wie an meine Angst vor dem Schwimmen und vor unbekannten Gewässern. Ich spürte nur noch Wut. Ich war wütend auf mich selbst, wütend auf Soraja, wütend auf Eulalia und sogar ein bisschen wütend auf Amelia. Ich hatte nicht auf den Weg geachtet und plötzlich verlor ich den Boden unter den Füßen und plötzlich war ich unter Wasser. Panik kam auf. Ich war komschwammplett unter Wasser! Aus Reflex machte ich Schwimmbewegungen und atmete erleichtert auf als ich mich ein Stück bewegte. Moment… Ich hatte geatmet… ohne aufzutauchen… Ich atmete unter Wasser! Probeweise versuchte ich nochmal einen Atmenzug. Es ging tatsächlich! Ich fühlte mich seltsam…  Als ich an mir heruntersah waren meine Reitsachen weg. Ich trug einen dunkelblauen Badeanzug und ein flatterndes Tuch hatte sich darum geschwungen. Ich sah aus wie ein mystisches Wesen oder ähnliches. Meine Haare waren offen und trieben wild um mich herum. Blaue Perlen glänzten in ihnen und an Armen und Beinen rankten sich verschiedene Schnörkel. Ich schwamm deutlich kräftiger und schneller als sonst. Damit musste ich erstmal klarkommen. Nichtmal ein Handtuch hatte ich dabei. Ich war wirklich verwandelt worden… Himmel wie viel sollte an diesem Tag noch passieren? Aber es war schön unter Wasser. Weil ich mich zum ersten Mal sicher fühlte. Ich atmete schließlich. Ich übte Kunststücke und Schwimmbewegungen. Alles gelang mir geschmeidig. „Wie kann das sein..?“ fragte ich leise und plötzlich tauchten silberne Buchstaben um mich herum auf. Magie stand dort. Beantwortete das Wasser meine Fragen? Ja kam die Antwort in silber. Ich schüttelte denn Kopf… wofür dass wohl gut sein sollte? Ich meine wer kommt auf die Idee in einen See zu springen um Antworten zu erhalten. Aber ich war mir sicher dass es irgendeinen Sinn habe würde. Es wird schon irgendeinen Sinn haben schwamm jetzt in Gold um mich herum. Da gab es doch nicht! Das gibts doch nicht!  In Gold. Himmel das war ganz schön nervig! Himmel das ist ganz schön nervig! Ich las meine Gedanken. Klar und deutlich. „Kann ich das irgendwie an und abstellen?“ fragte ich das Wasser. Nutze die Steine an deinem Armreif… Ich sah auf die drei türkisen Steine. Probeweise drückte ich den ersten ein Stück nach unten. Die goldenen Gedanken verschwanden. Als ich den zweiten drückte auch die silbernen und der dritte, größte nahm mir die Luft zum atmen. Ich trug meine Reitsachen! Hilfe! Ich drückte ihn schnell nochmal und nahm einen tiefen Atemzug. Das war doch alles verrückt! Unter Wasser fühlte ich mich als wäre die Zeit stehen geblieben doch das war sie nicht. Als ich aus dem Becken kletterte war es bereits halb sieben. Ich drückte den Stein und machte mich wieder auf den Weg zurück zur Schule. Meine Laune war wieder bestens. Ich hatte zwar nur noch eine Stunde bis zum Abendessen aber ich wollte unbedingt noch nach Black Bat sehen. Sie stand unruhig in ihrer Box und sah mich an. Ich streichelte sie „Wir schaffen das.“ flüsterte ich. „Bis morgen.“ Auf dem Weg ins Wohnhaus kamen mir Cora und Alina entgegen. „Wie war die Reitstunde?“ fragte ich. „Wir sind nicht mitgeritten.“ sagte Cora. „Aus Solidarität.“ fügte Alina hinzu. Ich sah die beiden ungläubig an. „Das ist aber nett!Danke.“  spontan umarmte ich beide. Als wir uns wieder gelöst hatten sah Alina mich verschwörerisch an. „Tom hat mir Milas Nummer gegeben… Milas hat mir aufgetragen ihn bei dir einzuspeichern.“ sie zwinkerte mir zu und ich wurde rot. Cora grinste „Lasst uns heute nach der ganzen Aufregung doch einfach einen gemütlichen Fernsehabend machen.“ schlug sie vor und wir nickten begeistert. Jetzt, bei meinen Freundinnen kehrte Ruhe in mir ein. Mein Kopf hatte genug Zeit die Erlebnisse zu verarbeiten während ich mir den Bauch mit leckerem Abendessen vollschlug. Nach dem Essen gingen wir auf unser Zimmer. Dort kam ich dann auch endlich dazu meinen Freundinnen von meinem Schwimmerlebnis zu erzählen. „Wie krass!“ Alina sah mich aus großen grünen Augen an. „Lasst uns bitte von was anderem reden.“ bat ich weil es mich nervte dass es ständig um mich ging. Wir lagen bäuchlings auf dem Boden, hatten unsere Kissen und Chips und Weingummi bei uns. Cora griff in die Chipstüte. Sie zerbiss die Kartoffelscheiben krachend und fragte dann: „Was haben wir morgen eigentlich für Stunden?“ „Schwimmen.“ grinste Alina mit einem Blick auf mich. Ich seufzte. „Ich seh schon wir kommen heute wohl nicht mehr auf ein anderes Thema.“ „Wie willst du das machen?“ fragte Cora mich ernst. Ich zuckte die Schultern. „Keine Ahnung. Hab mir noch keine Gedanken gemacht das geht bestimmt irgendwie mit dem Armreif.“ Es klopfte an der Tür und Alina sprang auf.
Amelia kam ins Zimmer und sah mich ernst an. Dann bat sie mich mit ihr vor die Tür zu kommen. „Ich wollte mir dir reden wegen vorhin… Es tut mir leid. Aber du musst auch mich verstehen.“ ich nickte… natürlich konnte sie es ignorieren wenn ihre Pferde den Tieren der zahlenden Gäste schadeten. „Ich werde versuchen dir zu helfen wenn ich etwas Zeit finde.“ Sie sah mich lange an und ich rang mich schließlich dazu durch auch ihr von meinem Unterwassererlebnis zu erzählen. Amelia lächelte. „Ich hatte mir schon gedacht dass dir das auch passieren wird. Leg den Armreif an und drück den großen Stein runter dann bist du vor deiner Klasse sicher.“ ich sah sie dankbar an. „Aber warum passiert mir das? Ich hatte es vor Asselwan doch auch nicht? Ich hatte sogar Angst vor dem Wasser.“ „Die Magie kommt von dem Tag als die Planeten in einer Reihe standen.“ „Aber ich will nicht immer die Auserwählte oder sonst was sein.“ „Du hast deine Magie bekommen um anderen zu helfen.“ sagte Amelia „Alle hier haben Magie in sich aber du bist etwas besonderes. Du musst dich nur erst richtig einleben. Der Satz erinnerte mich an das was Cora am Ankunftstag gesagt hatte. „Bin ich das Mädchen aus dieser Legende?“ fragte ich deshalb und und Amelia nickte lächelnd. „Ich denke schon. Aber du bist noch neu hier und ein Kind… Mit der Zeit wirst du dich an deine Besonderheit gewöhnen und damit glücklich sein. Versprochen.“ Ich nickte aber sehr überzeugt war ich nicht. „Du kannst immer zu mir kommen.“ sagte Amelia lächelnd. Ich nickte wieder, „Bis morgen.“ dann ging ich wieder rein und berichtete meinen Freundinnen. „Jetzt ist alles wieder gut.“ freute Alina sich. „Naja ich muss noch das mit der Stute hinbekommen...“ Alina nahm mich bei den Schultern und schüttelte mich. Ich lachte und Alina ließ los. Dann quatschten wir noch eine Weile bevor wir ins Bett gingen.
Am nächsten Tag ging ich noch vor der Schule  zu Black Bat und Aurora. Ich gab Aurora einen Apfel und versorgte Black Bats Verletzungen. Dann veraschiedete ich mich von den beiden und eilte zur Schule. Im Schwimmen schnitten natürlich Cora, Alina, die anderen Wassermädchen und ich am besten ab. In Deutsch sollten wir einen Aufsatz schreiben und in Geschichte sprachen wir über die alten Römer. Beim Mittagessen machte ich mir einen Plan um endgültig Black Bats Vertrauen zu erlangen. Ich schrieb schnell den Aufsatz zu Ende, zog mich um und ging zum Stall. Ich wollte zum ersten Mal ein sogenanntes Join-up machen. Ich hatte so viel darüber verschlungen zu meiner Zeit als Pferdeflüsterei-Fan. „Der Tierarzt war eben hier und hat gesagt wir sollen die Stute unter Belastung testen… also einige Runden Trab und Galopp.“ ich fand das etwas seltsam aber für mein Join-up war es perfekt. Als ich die Rappstute aus dem Stall führte überkamen mich ein paar Zweifel. Ich wusste dass diese Methode mir helfen würde ihr Vertrauen zu gewinnen oder herauszufinden o ich es eventuell schon hatte… Aber dafür musste ich sie verängstigen und das wollte ich eigentlich nicht. Doch ich riss mich zusammen und brachte sie in die Reithalle. Ich ließ sie frei herumlaufen nachdem ich das große Tor geschlossen hatte. Ich schlug mit dem Strick nach ihr. Natürlich ohne die Absicht sie zu treffen. Black Bat scheute und raste los. Tränen stiegen mir in die Augen als sie mich flehentlich ansah während ich sie umdrehen ließ. „Jetzt hör auf.“ hörte ich nach einer Weile eine Stimme von der kleinen Tribüne und ich. Ich sah mich nicht um sondern hielt den Strick fest in der Hand und drehte mich weg. Keine Ahnung wie lang ich mit dem Rücken zu der Rappstute stand aber ich konnte die Tränen kaum zurückhalten. Ich hatte unsere ganze Bindung zerstört! Nach einer Zeit die mir wie Stunden vorkam geschah es: Ich spürte etwas hinter mir… und dieses etwas schnaubte. Ich drehte mich um. „Black Bat.“ hauchte ich und sie legte ihren Kopf auf meine Schulter. Ich konnte nicht mehr. Ich fiel ihr um den Hals und weinte hemmungslos in ihr schwarzes Fell. Ich spürte eine Hand auf meiner Schulter und wusste dass es Amelias war. „Das hast du super gemacht. Ihr könnt das schaffen.“ dankbar sah ich sie durch den Tränenschleier hindurch an. „Jetzt beschäftigst du dich aber noch ein wenig mit Aurora vor der Reitstunde ja?“ ich nickte. Amelia wusste was gut für mich war. Ich brachte Black Bat in die Box, versorgte ihre Verletzungen und ging dann zu Aurora. Ich gab ihr einen Apfel und brachte sie dann auf die Wiese. Dort ließ ich sie frei laufen und rannte einfach davon. Ich drehte mich um und sah Auroras irritierten Blick. Dann galoppierte sie plötzlich los. So spielten wir einige Minuten fangen bevor ich die Stute lange und ausgiebig bekuschelte und putzte. Da kamen auch schon Cora mit dem Fuchswallach Kasper und Cora mit der Grauschimmelstute Sky um die Ecke. Wir sattelten zusammen die Pferde und gingen dann auf den Reitplatz. Soraja saß aus Beauty einer kleinen Rappstute mit weißem Stern. Eulalia durfte offensichtlich noch nicht geritten werden. Sie funkelte mich zornig an. Außer mir, Cora, Alina und Soraja sah ich noch die rothaarige Lilia aus dem Pflanzenhaus die ich bei der Party kennengelernt hatte. Eine junge Frau kam herein. „Hallo.“ begrüßte sie uns freundlich. „Ich bin Frau Frei eure Reitlehrerin.“ weiter kam sie nicht denn Soraja unterbrach sie. „Warum bin ich nicht in der höheren Gruppe? Ich reite viel besser als die anderen hier!“ „In der höheren Gruppe springen sie und du hast Angst vor dem Springen.“ Soraja wurde rot. „Wenn das geklärt wäre können wir ja anfangen. Soraja du gehst nach vorne.“ Sie nickte und trieb die kleine Rappstute an die Spitze der Abteilung. Die Reitstunde verlief gut. Aurora war ein absoluter Traum und ich stieg sehr zufrieden wieder von ihr ab.Dann übergab ich die Stute an die Pflegerin die sie jetzt noch waschen wollte und machte mich mit Alina und Cora, deren Pferde für die anschließende Reitstunde gebraucht wurden auf den Weg in unser Zimmer. Wir duschten alle, zogen uns um und ruhten uns eine Weile aus denn nach dem Abendessen hatten wir unsere erste Astronomiestunde und… die Jungs würden auch dabei sein.

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BeitragVerfasst am: 20.04.2019 20:17    Titel: Asselwan Kapitel 7 pdf-Datei Antworten mit Zitat

7. Ein Problem mit Höhe

Nach dem Essen machten wir uns also auf zum Turm. Wir waren viel zu früh also warteten wir,  Wir saßen vor dem Turm in dem kleinen Garten auf einer Bank und unterhielten uns, als Tom, Tobi und Milas um die Ecke kamen. Sofort verstummten meine Freundinnen und Tom und Tobi warfen ihnen Blicke zu. Milas und ich sahen uns an und grinsten bei dem Verhalten der anderen. Einige Minuten später war der Garten voller Schüler und die beiden Lehrer konnten sich kaum den Weg zur Tür bahnen. Alle drängelten ins Innere und die Wendeltreppe hoch. Ich mochte Gedränge nicht besonders und blieb mit Milas und einem anderen Jungen zurück. Als sich die Menge etwas gelockert hatte betrat ich den Turm. Von hier unten sah man noch nicht viel außer die dunkle Treppe. Ich ging die ersten drei Etappen hoch und hörte hinter mir die Stimme der beiden Jungs. Hier, auf der Hälfte des Turms gab es eine große Fensterfront durch die man das Gelände der Schule von oben sah. „Was ist denn los Schönling?“ hörte ich eine tiefe Stimme hinter mir und blieb stehen. Der dunkelhaarige Typ stand hinter mir und sah Milas an der noch auf der Treppe stand. „Hast du etwa Angst?“ fragte er spöttisch. Ich sah wie Milas Hand sich um das Geländer krampfte.  „Willst du etwa wieder runter?“ er machte einen Schritt auf Milas zu und schubste ihn sodass er zwei Stufen nach unten taumelte. „Oder… soll ich deine Mami rufen damit sie dich hochträgt?“ ich sah Milas Augen aufblitzen als er dem fremden Typen ins Gesicht schlug. Erschrocken schlug ich mir die Hand vor den Mund. Als der Dunkelhaarige sich wieder gefangen hatte nahm er Milas bei den Schultern und schlug seinen Kopf gegen das Geländer. „Hört auf!“ schrie ich und der Lehrer der Jungs rannte zu uns, nahm den dunkelhaarigen grob an den Oberarmen und zog ihn von Milas weg. Der rannte die Treppen wieder herunter und verschwand. Ohne zu überlegen folgte ich ihm nach draußen und über den Hof bis in den Garten der Heilerhütte. Dort ließ er sich auf eine Bank fallen. Langsam setzte ich mich neben ihn. „Was willst du?!“ schrie er mich an. „Was ist los?“ fragte ich leise. Milas war jetzt völlig aufgelöst. Er zitterte und Tränen glänzten in seinen Augen. Er blutete aus einer Platzwunde am Kopf. „Du musst das reinigen lassen… Oder willst du dir eine Blufvergiftung einfangen? Das Geländer war ganz schön rostig.“ Bei dem Wort Blutvergiftung zuckte er zusammen. Ich holte ein Tuch und eine Schale Wasser aus der Hütte und reichte es ihm. Er tupfte ein wenig auf seiner Stirn herum aber traf nie die Wunde. Ich lachte leise. „Gib mal her.“ Ich nahm das Tuch und drückte es auf seine Stirn. Er sog kurz die Luft ein aber dann hielt er still bis ich fertig war. „Willst du drüber reden?“ fragte ich dann leise. „Ich habe… ein Problem mit Höhe...“ gab er zu. „Du hast Höhenangst? Deshalb prügelst du dich?“ er schüttelte den Kopf. „Nein… nicht so… ich… kann da nicht drüber reden tut mir leid.“ „Ist okay.“ sagte ich und meinte es genau so. Dann saßen wir einfach nur nebeneinander und schwiegen. Milas Zittern ebbte ab wie ich erleichtert bemerkte. Ich horchte ein wenig in ihn hinein. Er ärgerte sich ziemlich. Aber worüber? Er bemerkte meinen Blick. „Was tust du da?“ er sah mich misstrauisch an. Ich zuckte zusammen… „Ich…. Möchte rausfinden wie du dich fühlst...“ gab ich zögerlich zu. „aha. Und wie willst du das schaffen?“ fragte Milas grimmig. „Ich… kann es… ich kann Gefühle… lesen.“ Milas zog eine Augenbraue hoch. „du bist… wütend… aber ich weiß nicht wieso.“ „Wow...“ sagte er. „Und ich dachte ich wäre gut darin meine Gefühle zu verbergen.“ er sah zu Boden. „Ich hasse es Schwäche zuzugeben. Aber du bringst mich dazu. Jetzt grade doch schon wieder!“ „Das ist nichts falsches...“ versuchte ich ihn zu beruhigen. „Du kannst mir vertrauen...“ Milas lachte grimmig. „Du hast ja keine Ahnung.“ ich schwieg und sah ihn an. „Willst du sehen wie es Black Bat geht?“ versuchte ich das Thema zu wechseln was Milas annahm. „Klar.“ Ich verbrachte den Abend also mit… naja dem arrogantesten Jungen der Gegend. Ich hatte irgendwie das Gefühl ihn nicht allein lassen zu können. Da uns draußen irgendwann kalt wurde nahm ich Milas mit auf unser Zimmer. Wir saßen auf meinem Bett und redeten über irgendein oberflächliches Zeug. Ich war stolz auf mich denn offensichtlich hatte ich ihm wirklich geholfen. Wir lachten grade ziemlich laut als Cora und Alina den Raum betraten. Sofort wurde Milas Ausdruck zu Stein und er stand auf… „Ich sollte dann mal… los.“ ich nickte „Man sieht sich.“ er lächelte mir zu und verschwand. „Oh. Mein. Gott!“ Alina warf sich zu mir aufs Bett. „War denn das für eine Aktion?“ Ich zuckte die Schultern. Alina übertrieb. Ich hatte Milas geholfen immerhin wollte ich Heilerin werden. Und dann hatten wir geredet. „Ich hab die erste Astronomiestunde verpasst.“ stellte ich traurig fest. „Aber für einen Freund da zu sein ist 100 mal wichtiger.“ tröstete Cora. „und du hattest doch Spaß oder?“ Alina grinste mich an. Ich konnte mal wieder nur den Kopf schütteln bei dem Enthusiasmus meiner Freundin.
Am Abend in meinem Bett dachte ich über den Tag nach. Drei so wichtige Veränderungen in meinem Leben… Meine Verwandlung in ein Wasserwesen, Black Bats Vertrauen und Milas der mir ein Stück seines Innersten gezeigt hatte. Ich kuschelte mich in mein Kissen. Asselwan war etwas ganz besonderes… Und für die Veränderungen in meinem Leben war ich sehr dankbar.

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BeitragVerfasst am: 20.04.2019 20:18    Titel: Asselwan Kapitel 8 pdf-Datei Antworten mit Zitat

8. Besonders


„Okay Michelle. Wahrheit oder Pflicht?“ fragte Alina mich als wir am nächsten Tag nach der Schule auf dem Boden unseres Zimmers lagen. „Pflicht.“ traute ich mich denn was konnte Alina mir schon schlimmes antun. „Schreib Milas endlich eine Nachricht!“ Ich seufzte. Alina wusste dass ich Milas Nummer zwar brav eingespeichert, aber sie noch nicht einmal benutzt hatte. „was soll ich denn schreiben?“ fragte ich „Schreib Hi wie gehts oder sowas.“ Alina angelte mein Handy vom Nachttisch und reichte es mir. Ich wusste nicht wie ich mich verhalten sollte. Ich öffnete Whatsapp und tippte auf Milas dann tippte ich langsam Hi… wie gehts denn so? Ein und drückte auf Senden. Die Nachricht ging ein und die Häkchen wurden blau. Unter seinem Namen stand jetzt schreibt… dann tauchte eine Nachricht auf. Nicht so gut… bin krank, hab mir nh Grippe eingefangen oder so Ich schrieb eine Antwort Dann halt dich bloß fern von mir Sich kaputt lachen Aber Gute Besserung lol2 Alina kicherte  Wird schwer… Müssen morgen zu euch… Hatte mir unter Partnerschule echt nicht vorgestellt jeden Tag bei euch anzutanzen… Aber irgendein Vollidiot hat behauptet eine Bombe bei uns versteckt zu haben und jetzt muss alles geprüft werden. Alina klatschte in die Hände bevor ich ganz zu Ende gelesen hatte. „Sie kommen her! Tag und Nacht hier mit den Jungs!“ sie wurde rot. Wo kommt ihr denn unter? Schrieb ich und Milas antwortete fast sofort. Im Schloss, in den Eingangshallen, überall wo Platz ist. Tobi, Tom ud ich schlafen in eurer Eingangshalle Jetzt wurde auch Cora rot und mir blieb mal wieder nur das Kopfschütteln. Auch ich freute mich auf Milas… und natürlich die anderen aber das wollte ich ihm nicht schreiben und tippe stattdessen cool Milas führte das Gespräch fort Was gibts neues? Ich grinste und schrieb: Der Stute geht es besser und ich muss gleich zum Test… Ich will die Neue Heilerin werden und heute ist Eignungsprüfung Auch diesmal kam seine Antwort schnell  Das klingt toll. Hab mich gestern sehr gut geheilt gefühlt Sich kaputt lachen Viel Erfolg. Unser Heiler ist letztes Jahr geflogen und der neue wurde noch nicht gewählt. Mir kam eine blöde Idee. Ich habe morgen bestimmt etwas gegen deine Grippe lol2 „Ist gut jetzt Michelle wir wollen auch noch wenigstens einmal drankommen und gleich gibts Abendbrot.“ lachte Alina. Gibt gleich Abendessen man sieht sich dann morgen tippte ich und Milas schrieb noch Guten Appetit. Bis morgen ich freu mich. Alina starrte mich an. „Ich kenne die drei Jungs jetzt schon seit der ersten Klasse und Milas war noch NIE so nett und offen. Er war immer verschlossen und seit Anfang der Sommerferien ist es laut Tom noch 100 mal schlimmer geworden… Was auch immer bei diesem Jungen los ist du tust ihm gut.“ ich spürte wie ich rot wurde und senkte den Blick.
„Cora warst du schonmal verliebt?“ fragte ich. Cora senkte den Kopf und nickte. „In wen?“ wollte Alina wissen und rutschte nervös hin und her. „Kennt ihr nicht.“ nuschelte Cora. Ich wusste dass sie log doch sie sah mich so bittend an dass ich nichts sagte. Alina sah nicht sehr zufrieden aus und so machten wir schnell weiter. Wir lachten uns kaputt als sie Tom ein Herz schicken sollte und er nur mit einem Fragezeichen antwortete. Alina wurde rot und sprang vom Bett. „Lasst uns essen gehen.“ sagte sie und zog sich die Schuhe an. Cora und ich grinsten uns an und dann folgten wir ihr. Der Speisesaal war bereits voll und wir setzten uns an den letzten kleinen Dreiertisch in der Ecke. Cora und Alina aßen Brötchen aber ich bekam keinen Bissen runter. Ich war viel zu aufgeregt wegen des Heilertests gleich.
Als ich kurz darauf durch die kühle Abendluft zur Hütte ging, natürlich nicht ohne zu stolpern, versuchte ich mich zu entspannen. Als ich die Hütte betrat staunte ich. Die Wände der Hütte waren bedeckt mit Regalen und Haken. Zwei Arbeitstische und eine Liege standen dazwischen und vorne stand eine Art Pult. Dort saß Amelia. „Setz dich an einen der Tische. Zuerst kommt der theoretische Teil. Dann musst du zwei Mittel herstellen. Ich nickte und Amelia gab mir einen Zettel. „Viel Erfolg.“ Ich beantwortete verschiedene Fragen zu Mitteln und Heilkäutern. Dann sollte ich eine Salbe für entzündete Wunden herstellen und ein Mittel gegen Bauchschmerzen. Ich suchte mir die Kräuter für die Salbe raus: Kamille zum Desinfizieren, Entzündungshemmen und Schmerzlindern zu gleich, Rosmarinöl um die Bakterien abzutöten, Schachtelhalm um die Infektion zu beseitigen. Außerdem wolllte ich noch eine Sauerampfersalbe  gegen die Infektion machen. Ich schrieb mir das alles auf das Blatt und suchte dann die Regale ab. Als ich fertig war und zurück an den Tisch ging hatte ich drei Gläschen und ein Fläschchen Rosmarinöl gefunden. Ich war heilfroh denn ich hatte keine Ahnung wie man aus Kräutern Öl herstellte. Ich nahm mir die Schalen und den Knüppel aus de Regal und schüttete erstmal viel Kamille in eine Schale. Dann kam Schachtelhalm dazu. Ich goss das Rosmariöl drüber und rührte. In die andere Schale kam Sauerampfer. Ich goss etwas Wasser dazu und strich dann die Sauerampfersabe auf einen Umschlag. Die erste Salbe füllte ich in ein Gläschen. Ich stellte alles an die Seite. Für die zweite Aufgabe suchte ich mir Kamile,Salbei und Dill und machte daraus einen Tee. Aus Oregano, Wachholderbeeren und Malveblättern amchte ich eine Art Paste zum Essen und ein Fläschchen Dillöl stellte ich dazu. Ich beschriftete alles und schrieb die Verwendung hinzu. Dann meldete ich mich als fertig und Amelia schickte mich nach draußen. Ich wartete und wartete aber nichts geschah. Endlich ging die Tür der Hütte auf und Amelia kam heraus. „Michelle es tut mir leid das sagen zu müssen...“ Ich erschrak. Das durfte doch nicht sein… „Aber ab morgen wirst du eine neue Verpflichtung als Heilerin haben.“ Ich strahlte. Man… Dass Amelia mich so auf die Folter hatte spannen musste. „Wie du weißt sind wir keine gwöhnliche Schule wo die Sanitäter mit kleinen Funkgeräten rumlaufen… Wir haben das hier.“ sie reichte mir einen Ring mit einem silbernen Edelstein. „Er leuchtet wenn jemand euch braucht.“ Plötzlich fiel mir etwas ein… Ich sah wohl ziemlich traurig aus denn Amelia fragte: „Was ist los freust du dich gar nicht?“ „Doch… aber wieso aber ich immer so ein Glück? Ich habe das beste Pferd, mit Black Bat sogar zwei tolle Pferde. Ich darf Black Bat trainieren. Ich bin gut in der Schule, Klassenbeste in Wassermagie, verwandle mich in ein Wasserwesen und Heilerin bin ich jetzt auch noch.“  „Freu dich doch lieber Michelle. Du bist nunmal so wie du bist und du bist super in fast allem.“ „Außer im Sportunterricht.“ fügte ich mit einem schiefen grinen hinzu. „Also. Du bist nunmal die, die in der Legende beschrieben wird. Du wirst bald große Taten vollbringen und dafür brauchst du das alles. Gewöhn dich erstmal ein.“ Ich nickte. Das wusste ich… warum kannten nur alle diese Legende? „Der zweite Teil der Prophezeiung handelt von einer Reise mit ihren Freunden. Doch niemand weiß wann und warum… und ich glaube du hast noch viel Zeit dafür. Aber denk da noch nicht dran. Sei einfach glücklich mit dir und deinem Leben und allem was du kannst. Versuch es.“ Sie sah mich durchdringend an. Ich atmete tief durch und nickte. „Geh jetzt schlafen… Morgen...“ sagte sie mit einem geheimnissvollen Lächeln und sah aus als würde sie hoffen dass ich vor Neugier platzen und sie anflehen würde mir zu erzählen was morgen passierte. „Morgen kommen die Jungs aus Golosia.“ sagte einfach und Amelia riss die Augen auf. „Woher weißt du das?“ „Von einem der Jungs. Milas.“ Amelia sah mich forschend an. „Er ist… nur ein Freund… Jedenfalls denke ich dass wir Freunde sind.“ sagte ich und Amelia nickte. „Mich wundert nur dass er… dich an sich ranlässt. Er ist ein Einzelgänger und niemand weiß wieso… Ich glaube du bist die Richtige um ihn da rauszuholen.Naja egal… du solltest schlafen gehen. Gute Nacht.“ ich verabschiedete mich von Amelia und ging durch die kalte Abendluft davon. Der Wind fegte alle meine Gedanken weg und ich war glücklich. Und müde.

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BeitragVerfasst am: 20.04.2019 20:18    Titel: Asselwan Kapitel 9 pdf-Datei Antworten mit Zitat

9.Sternstunde

Am nächsten Tag fiel der Unterricht aus damit die Unterbringung der Jungs organisiert werden konnte. Alle warteten auf den Besuch aus Golosia. Soraja lief den ganzen Morgen in den Fluren auf und ab und kreischte: „Er kommt! Er kommt hierher! Milas kommt!“ Ich grinste nur in mich hinein. Nach dem Frühstück versorgte ich Black Bats Verletzungen und als ich zurückkam herrschte auf dem Schlossplatz ein reges Treiben. Einige der Jungs stiegen noch aus dem Bus aus, Tom stand bei Alina und Soraja suchte anscheinend nach jemandem. Wer das wohl sein mochte? Ich verdrehte die Augen.  Da stand plötzlich jemand hinter mir. „Hi.“ sagte Milas und ich drehte mich um. Er sah wirklich furchtar aus. Also sofern Milas furchtbar aussehen konnte. Er hatte tiefe Ringe unter den geschwollenen Augen, seine Haare waren strubbelig und seine Augen glänzten fiebrig. Seine Stimme klang heißer und er sprach durch die Nase, aber er grinste schief. „Soraja sucht dich.“ sagte ich. Er verdrehte nur die Augen. „Was gibts neues wie lief der Test?“ fragte er. Ich hielt ihm die Hand mit dem Ring vor die Augen. „Ich bin jetzt Heilerin.“ sagte ich grinsend. „Warum glüht der so?“ wollte er wissen und ich drehte die Hand. Tatsächlich strahlte der silberne Stein. „Er leuchtet wenn jemand krank ist und meine Hilfe braucht.“  Er hustete. „Ich glaube jemand braucht dich.“ sagte er rau. Ich nickte. „Du.“ sagte ich und sah ihn besorgt an. „Quatsch mir gehts gut.“ entgegnete er und unterdrückte ein Husten. „Ich mach dir Tee.“ sagte ich obwohl es mir ein bisschen peinlich war. „Musst du wirklich nicht. Ich geh mal gucken wie es mit unserem Schlafzimmer aussieht. Man sieht sich.“ er lächelte und drehte sich um. „Aber danke.“ rief er über die Schulter und nieste. „Gesundheit!“ rief ich ihm hinterher und ging dann in die Hütte. Ich war fest entschlossen. Der Ring würde nicht lügen und wenn jemand anderes krank wäre hätte Alexa mir Bescheid gegeben oder derjenige wäre hier. Ich suchte mir ein paar Kräuter aus den Regalen und bereiteten einen Tee. Ich brachte die Tasse ins Wasserhaus. Die Eingangshalle war fast leer. Tobi und Cora saßen auf einem der Sofas und redeten. Auf einem der Feldbetten lag Milas. Er schlief. Ich stellte die Tasse neben sein Bett auf den Tisch und verließ die Halle leise wieder. Ich machte mich auf den Weg zum Stall und nahm Black Bat und Aurora mit auf die Wiese. Ich spielte ein bisschen mit beiden und ließ sie dann grasen während ich mich im Gras ausruhte. Als es mir zu langweilig wurde holte ich Black Bat einen Sattel und eine Trense. Ganz vorsichtig stieg ich auf. Irgendwie fühlte es sich so selbstverständlich an, dass ich gar nicht darüber nachdachte.  Die Stute war offensichtlich eingeritten denn sie hielt ganz still.  Wir ritten einige Runden über die Koppel und ich war glücklich. Ich ritt Black Bat! Ich konnte sie reiten! „Wow!“ hörte ich eine heisere Stimme vom Rand der Koppel. Ich hielt an und da stand Milas und grinste. Er wusste dass ich nur noch diese eine Woche hatte und scheinbar freute er sich jetzt für mich und diesen großen Schritt. „Na gut geschlafen?“ er grinste noch ein Stück breiter. „Ja prächtig. Und dieser Tee!“ ich lachte. „Danke.“ sagte er jetzt ernst und ich lächelte. Dann rief ihn irgendwer und er verschwand mit einem Winken  Ich brachte Black Bat in den Stall und versorgte sie. Da kamen Cora und Alina aufgeregt angerannt. „Michelle!“ riefen sie. Beide hatten eine Tasche in der Hand und als sie mich erreicht hatten fragte Alina: „ Wir wollten schwimmen gehen kommst du mit?“ Hoffnung schimmerte in ihren grünen Augen. „Wir müsse den freien Tag doch nutzen.“ fügte Cora gut gelaunt hinzu. „Außerdem wollen wir dich sehen!“ ich nickte lachend. Am Seeufer angekommen zogen die beiden ihre Kleidung über den Badesachen aus. Ich ließ mich einfach ins Wasser gleiten. Sofort verwandelte ich mich. Ich schwamm einen Looping und versuchte mich dann wieder konzentrieren. Als die beiden ins Wasser sprangen konnte ich natürlich auch ihre Gedanken sehen. Entschlossen drückte ich den Stein herunter ich wollte auf keinen Fall meine Freundinnen aushorchen. Wir plantschten ein bisschen und nach einer Weile sah ich plötzlich eine Gestalt. Ich tauchte auf und erkannte Alexa. Der Ring an ihrem Figer leuchtete so hell dass es mich blendete. „Michelle da bist du ja! Wie siehst du eigentlich aus? Komm schnell einer der Jungs braucht dringend unsere Hilfe.“ Ich nickte und verlies den See. Ich verwandelte mich zurück und Alexa sah mich mit großen Augen an. Dann schüttelte sie den Kopf und lief los. Ich rannte ihr hinterher. „Was ist denn passiert?“ fragte ich sie „Keine Ahnung aber es geht ihm wohl sehr schlecht.“ Alexa und ich durchsuchten die Häuser aber niemand war zu sehen. Als wir grade die Eingangshalle des Wasserhauses verlassen wollten kamen Tobi und Tom herein. Sie stützten Milas der blass und zittrig auf ihren Schultern hing. Die drei trugen Sportkleidung. „Was habt ihr mit ihm gemacht?!“ wollte Alexa wissen. „Wir waren joggen… wie immer… Milas meinte es ginge ihm gut und er könnte mit. Aber auf halber Strecke ist er zusammengebrochen.“ Toms Augen waren besorgt geweitet. „Geht zu Frau Blivver und erklärt ihr was passiert ist.“ Alexa blieb ganz ruhig. Die beiden Jungs brachten Milas auf sein Bett. „Geh und mach ihm nochmal so einen Tee.“ wies Alexa mich an. Ich rannte herüber zur Hütte, stolperte natürlich und kochte schnell den Tee. Vorsichtig darauf bedachtet nichhst zu verschütten ging ich zurück ins Haus. Alexa saß inzwischen neben Milas Bett auf dem Boden. „Er hat Fieber. 39,7“ sagte sie ohne aufzublicken. Ich schluckte. „Wie dumm kann man sein?!“ schimpfte sie leise vor sich hin. „Joggen gehen wenn man krank ist! Kein Mensch ist so blöd und denkt von einer Tasse Tee wäre er wieder gesund!“ Ich war froh dass Alexa sich um Milas kümmerte. Ich war einerseits viel zu besorgt um ihn als dass ich die nötige Ruhe gehabt hätte und außerdem wäre es mir wahrscheinlich unangenehm gewesen einen meiner Freunde zu versorgen. „Hol uns eine Schale mit kaltem Wasser und einen Lappen.“ Ich gehorchte und verschüttete promt die halbe Schale. Ich biss mir auch die Lippe und riss mich zusammen. Als ich reinkam war Milas wieder wacher. Er zitterte am ganzen Körper. Alexa sprach leise mit ihm. Ich reichte ihr stumm das Wasser. Milas sah mich so zerknirscht an, dass mein Herz höher schlug und ich ihm nicht mehr böse sein konnte. Alexa nichte mir zu. Sie gab ihm immer wieder Tee und legte ihm den Lappen auf die Stirn. Ich spürte wie unwohl Milas sich unter dieser Behandlung fühlte aber offensichtlich war er zu schwach um sich zu wehren. Doch es half nichts. Es wurde immer später und Milas hatte immernoch 39,6 „Mach irgendwas gegen Fieber.“ bat Alexa mich und gähnte. Ich sprang auf die Füße, taumelte und fing mich wieder. Ich kochte einen Tee aus Sauerampfer und Borretsch und brachte ihn Milas. Er schllief. Alexa lehnte mit geschlossenen Augen am Tisch. Es war mittlerweile halb fünf. „Ist alles okay?“ fragte ich leise. Sie riss die Augen auf. „War ein anstregender Tag.“ ich nickte verständnissvoll und schlich mich wieder in die Hütte. Aus Rosmariin und Minze machte ich Alexa ein kühles Getränk und trug es vorsichtig zum Haus. Ich war jetzt viel ruhiger. „Wie viel soll ich denn noch trinken.“ kam es zittrig vom Bett. Milas grinste michschief an. „So viel bis du vergisst so dämlich zu sein.“ sagte ich ernst. „Aber nicht das hier.“ ich spürte dass ich ihn verletzthatte. „Sorry.“ sagten wir gleichzeitig. „Du zuerst.“ lächelte Milas. „Sorry dass ich dich so angemault hab obwohl es dir so schlecht geht.“ „Sorry dass ich so ein dämliches Arschloch bin und euch die Arbeit mache.“ er sah wirklich traurig aus und ich verstand dass es ihm schwerfiel nicht cool und abgebrüht sein zu können. „Mach dir keine Sorgen.“ sagte ich. „Brauchst du noch irgendwas?“ er schüttelte den Kopf. „Alexa?“ sprach ich sie leise an. „Ich habe dir was zu trinken geholt.“ Sie sah mich dankbar an und trank ich langen gierigen Schlücken. „Das tut gut.“ sagte sie verwundert. Bis zum Abendessen saßen wir bei Milas in der Eingangshalle. Ich vemutete zwar dass er am liebsten seine Ruhe gehabt hätte aber Alexa meinte unsere Anwesenheit sei nötig. Immer wieder lief ich zur Hütte um irgendwas zu holen. Erst zum Abendbrot gingen wir in den Speisesaal. Wir waren die letzten. Ich nckte Cora und Alina zu und sie lächelten mich an. Ich saß mit Alexa an einem Zweiertisch und aß mein Brot, „Weißt du Michelle es wäre ganz gut wenn wir zusammen in der Hütte schlafen würden… dann könnte eine von uns Wache halten ob die Ringe leuchten… Nachts steigt Fieber oft stark an.“ ich nickte. „Wenn du meine Hilfe brauchst.“ „Wäre wirklich nett.“ sie gähnte wieder. Nach dem Essen ging ich mit Cora und Alina auf unser Zimmer um ihnen die Situation zu erklären und meine Tasche zu packen. Alina grinste nur, „Sag Milas Gute Besserung.“ sagte Cora. Ich wünschte den beiden eine Gute Nacht und ging zur Hütte rüber.
Alexa laf mit ihrer Bettwäsche an den Tisch gelehnt. Sie spielte mit ihrem Handy und sah schon etwas ausgeschlafener aus. Ich platzierte meine Bettwäsche neben ihrer. „Was machen wir jetzt?“ fragte ich. „Quatschen.“ Alexa legte irh Handy beiseite. „Du magst Milas oder?“ ich nickte. „Er ist ein guter Freund denke ich. Ich fühle mich schuldig ihm zu helfen und ich glaube… er hat es nicht leicht und könnte jemanden zum reden vertragen.“ Alexa nickte. Wir redeten noch eine ganze Weile über alles mögliche. Es wurde spät als Alexa mich ansah. „Willst du nachsehen ob er noch etwas braucht und wie es ihm geht?“ dankbar lächelte ich sie an.
Als ich in die Eingangshalle kam saß Milas auf dem Klappbett ganz hinten in der Halle. Alle anderen schliefen. Seine Haare standen in alle Richtungen ab und er sah nachdenklich und sehr schwach aus. „Hallo.“ sagt ich leise und schloss dir Tür. „Zum Glück bist dus nur und nicht diese Alexa.“ sagte Milas grimmig. „Wie gehts dir?“ fragte ich und ging zu ihm. „dreckig.“ sagte er und grinste gequält. „Wie kann man nur so dumm sein… Joggen gehen!“ sagte er wie zu sich selbst. Ich lächelte. „Kann ich was tun damit es dir besser geht?“ „Lass mich einfach in Ruhe.“ Milas baute eine Mauer zwischen uns auf das spürte ich und das machte mich sauer. Ich spürte nämlich genauso wie schlecht es ihm ging und dass er Hilfe brauchte aber er ließ es nicht zu. „Sei ehrlich sonst wirst du nie gesund! Also was willst du?“ Er sah zu Boden und tat mir augenblicklich leid. Er hatte offensichtlich einen Grund für sein Verhalten. Ich setzte mich neben ihn doch er sah nichtmal auf. „Was ist los?“ fragte ich leise. „Nichts.“ entgegnete er. „Hör mal ich kann Gefühle lesen ich weiß dass etwas nicht stimmt.“ „Dann täuscht sich deine suuuuper Gabe wohl.“ „Also wirklich du bist manchmal so arrogant! Ich will dir nur helfen und du musst natürlich auf ultra cool tun. Hast du keine Mutter die dir beigebracht hat auch mal Hilfe anzunehmen?!“ Jetzt sah er mir verbissen ins Gesicht. „Nein.“ seine Stimme zitterte. „Habe ich nicht… nicht mehr.“ „Milas...“ begann ich. Mist da hatte ich ja ganz toll geholfen! „Das tut mir leid.. ich… wusste ja nicht...“ doch ich brach den Satz ab. Er sah mir weiterhin in die Augen. „Ich sollte gehen.“ sagte ich und stand auf. Doch Milas zog mich am Handgelenk wieder zu ihm… „Ich… würde wirklich gerne… darüber reden...“ er schluckte und ich spürte wie die Mauer verschwand. „Wir… waren in den Ferien wandern… Mein Stiefvater, meine Mutter und ich… Wir kletterten einen Berg hinauf bis zu einer Aussichtsplattform an einer Felskante. Wir sahen hinab und plötzlich… ist sie abgerutscht. Sie konnte gerettet werden und kam mit vielen Knochenbrüchen und offenen Wunden ins Krankenhaus. Die Ärzte vermuten es war zu viel staub in die Wunden gekommen denn sie bekam eine Blutvergiftung. Sie kämpfte dagegen an doch eine Woche nach dem Absturz… hat sie verloren.“ Ich sah Milas an. Er knetete seine Hände und als er mich ansah konnte ich Tränen in seinen Augen schimmern sehen. Ich wusste wie schwer es für ihn sein musste die Fassade niederzulegen und mich an ihn ranzulassen. „Ich habe das noch nie jemandem erzählt… Ich habe noch nie jemandem meine Gefühle gezeigt.“ stammelte er und jetzt lief eine Träne seine Wange runter. Ohne nachzudenken nahm ich ihn in dem Arm. Anders als beim ersten Mal nahm er meine Geste an. „Hast du deshalb ein Problem mit Höhe?“ er nickte. „Immer wenn ich irgendwo hinuntersehe… sehe ich sie fallen.“ „Weißt du was? Wir schaffen das. Zusammen. Komm mit.“ „Ich weiß nicht ob das...“ fing er an aber ich zog ihn einfach mit. Nimm deine Decke mit es ist kalt.“ Ich holte meine ebenfalls. Alexa schlief und bemerkte es nicht. Dann machte ich mich mit Milas auf dem Weg zum Astronomieturm.
Wir erklommen zusammen die ersten beiden Etappen und wie beim letzten Mal bekam Milas kurz vor der Glasscheibe auf halber Höhe Panik. Seine Hand krampfte um das Geländer. Hilfe suchend sah er mich an. „Alles ist gut...“ beruhigte ich ihn. „Hier ist eine Scheibe. Es kann nichts passieren. Komm.“ Ich nahm seine Hand und tatsächlich folgte er mir an der Scheibe vorbei die nächste Etappe hoch. Immer wieder beruhigte ich ihn. Milas sagte die ganze Zeit kein Wort. Er schwitzte und ließ meine Hand nicht los. Oben angekommen staunte ich. Der Turm war unfassbar. Der Sternenhimmel war wunderschön und von hier oben sah man jeden kleinen Stern. Als Milas die letzte Stufe geschafft hatte fiel ich ihm um den Hals. „Du hast es geschafft!“ jubelte ich. Er drückte mich kurz an sich. Dann ließ er mich los und sah  mich ernst an. „Ohne dich hätte ich das niemals geschafft.“ Ich lächelte. Da wurde seine Miene noch ernster „Dir… das mit meiner Mutter zu erzählen hat mir echt geholfen… meinst du… du willst dir noch mehr von meiner Scheiße anhören?“ ich nickte. „Klar.“ Er sah wirklich zerknirscht aus. „Aber die Grippe haut mich ganz schön um lass uns hinsetzen.“ ich nickte und wir setzten uns an die Wand und deckten uns mit unseren Bettdecken zu. „Weißt du… Meine Eltern trennten sich relativ früh und ich kam echt gut damit klar. Meine Mutter und ich waren ein unschlagbares Team. Bis mein Stiefvater schon kurz danach mit meiner Mutter zusammenkam. Er trank und schlug mich und erzählte meiner Mutter ich würde mich prügeln. Ich fing an mich abzukapseln und es war mir egal was die anderen über mich dachten. Neue Kontakte knüpfen wollte ich nicht denn jeder der Neu in mein Leben kam konnte mir wehtun wenn ich ihn nur nah genug ranließ. Also entschloss ich mich niemanden mehr an mich ranzulassen. Meine Schwester war ausgezogen und so lebte ich mein Leben. Tom und Tobi waren zwar meine Freunde, aber über meine Gefühle reden konnte ich mit ihnen auch nicht. Ich weiß dass mein Verhalten auf andere arrogant wirkt aber… das ist mir auch egal. Auf jeden Fall… als meine Mutter starb zog ich zu meinem Leiblichen Vater und bekam die Einladung nach Golosia. Mein Vater schickte mich dorthin weil er sich nicht genug um mich kümmern konnte. Und dann kamst du.“ er sah mir jetzt direkt in die Augen. „Ich wollte auf Golosia einen Neuanfang starten und von der arroganten Art wegkommen also habe ich versucht am Abend der Party netter zu dir zu sein und… es hat geklappt… Als mein Vater mir dann auftrug dich in die Sattelkammer zu bringen war ich erstmal total überfordert.“ gestand er mit einem schiefen Grinsen. „Aber dann war es ganz einfach… und… dann im Turm… dieser Mistkerl hat auf meine Mutter angespielt und das konnte ich einfach nicht ertragen… und du warst da und hast mich dazu gebracht mit dir zu reden aber hast mich in Ruhe gelassen als ich nicht mehr wollte und einfach Spaß mit mir gehabt und heute schon wieder. Ich hätte nie gedacht dass ich jemandem die ganze Scheiße erzählen würde aber es fühlt sich so befreiend an und ich bin froh dass du… da bist.“ er stoppte und sah mich an. „Ich werde es keinem erzählen und dich auch nicht bemittleiden wenn du das willst aber… du kannst immer zu mir kommen und mit mir reden… Ich bin froh dass du endlich jemanden hast.“ er nickte. „ich auch. Danke Michelle.“ Wir lächelten uns kurz an. „Und danke dass du mir geholfen hast hier hochzukommen. Es ist wirklich wunderschön.“ Wir schwiegen die nächste halbe Stunde und sahen in die Sterne. Irgendwann war Milas offenbar eingeschlafen und sein Kopf lehnte an meiner Schulter. Ich gähnte. Es war wirklich Zeit schlafen zu gehen. Ich weckte Milas vorsichtig und er blinzelte mich an. Dann nahm er sich ein Kissen von einem der Sessel und rutschte an der Wand herab. Er stopfte sich das Kissen in den Nacken und verschränkte die Arme hinter dem Kopf. Dann sah er in die Sterne. Ich tat es ihm gleich. „Gute Nacht Milas.“ flüsterte ich. „Gute Nacht Michelle.“ Und so schliefen wir ein.

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Abari
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BeitragVerfasst am: 20.04.2019 20:27    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist ein wenig viel Text auf einmal. Mir jedenfalls. Prolog und erstes Kapitel hätten vorerst gereicht und wären im Einstand besser aufgehoben gewesen. Hmmm...

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Das zeigt Dir lediglich meine persönliche, höchst subjektive Meinung.
Ich mache (mir) bewusst, damit ich bewusst machen kann.

LG
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FallenxFay
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BeitragVerfasst am: 20.04.2019 20:30    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Du kannst gerne erstmal nur den Prolog lesen oder was immer du willst... Tut mir leid ich blicke hier noch nicht ganz durch... Danke für den Tipp

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FallenxFay
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BeitragVerfasst am: 20.04.2019 20:31    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Es ist eh nur... eine Beschäftigung einer 15 jährigen...

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Kiara
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BeitragVerfasst am: 20.04.2019 20:37    Titel: Antworten mit Zitat

FallenxFay hat Folgendes geschrieben:
Es ist eh nur... eine Beschäftigung einer 15 jährigen...


aber wichtig ist es dir, oder?

wenn die Antwort "ja" lautet, dann solltest du nicht alles auf einmal posten UND ein lesbareres Format verwenden. Vor wörtlicher Rede eine neue Zeile beginnen, bspw.
Ist die wörtliche Rede vorüber und ein eventueller Bezug vorhanden, machst du ebenfalls eine neue Zeile.

Das hebt die Lesbarkeit auf eine neue Stufe smile

Mach dies doch einfach mal im Prolog, denn der Aufwand ist schon recht hoch, alle Kapitel durchzuarbeiten...Dann kann dir bestimmt jemand helfen, den Prolog zu "verfeinern", dir Tipps geben usw.
Diese kannst du, wenn du magst, in die folgenden Kapitel einarbeiten und dann auch diese Stück für Stück einstellen.
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Abari
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BeitragVerfasst am: 20.04.2019 20:39    Titel: Antworten mit Zitat

FallenxFay hat Folgendes geschrieben:
Tut mir leid ich blicke hier noch nicht ganz durch...

So ist Textarbeit leider weder möglich noch effektiv noch für Dich sonderlich hilfreich. Manche hier leisten gründliche Textarbeit, aber dafür ist es einfach zu lang. Rede mal mit einem Moderator, vielleicht kann er Dir helfen: In den Prosa-Einstand verschieben und die geposteten Teile auf ein überschaubares Maß reduzieren. Die Welt bricht deswegen nicht zusammen, aber wenn Du wirklich nutzbringendes Feedback willst, stelle Deinen Text häppchenweise ein. Sonst bleibst Du unkommentiert darauf sitzen und das fände ich schade für Dich.


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LG
Abari
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FallenxFay
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BeitragVerfasst am: 20.04.2019 20:39    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich kenne mich mit so etwas gar nicht aus... Ehrlich gesagt habe ich einfach mit Libre Office drauf losgeschrieben und... weiß ehrlich gesagt immernoch nicht ganz was du meinst? Also immer wenn wörtliche Rede kommt eine neue Zeile?

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FallenxFay
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BeitragVerfasst am: 20.04.2019 20:41    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielen Dank Abari... ich nehme das gar nicht über ich hab einfach nur echt wenig Ahnung... kannst du mir vielleicht sagen was jetzt der bestmögliche nächste Schritt für mich wäre

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Kiara
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BeitragVerfasst am: 20.04.2019 20:42    Titel: Antworten mit Zitat

So in der Art:

"Das ist ein Text", sagte sie.
"Verstehe", erwiderte er.
Die beiden nippten an der schwarzen Brühe.
"Puh", rief er aus, "das ist ja widerlich."
Bla bla bla.
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FallenxFay
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BeitragVerfasst am: 20.04.2019 20:43    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Wie wäre es denn wenn ich Prolog und Kapitel 1 so wie sie sind im Prosa Einstand noch einmal hochlade? Oder sollte ich vorher irgendetwas ändern?

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FallenxFay
Schreiberassi

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BeitragVerfasst am: 20.04.2019 20:44    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich träumte. Jedenfalls musste es so sein, denn das letzte an das ich mich erinnern konnte war, dass ich am Abend schlafen gegangen war. Aber es fühlte sich nicht an wie ein Traum. Ich stand in einer Halle neben neun anderen Mädchen aufgereiht und sah mich um. Alles sah sehr edel aus… Marmor Fußboden, hohe weiße Wände, ein Kronleuchter und an der Wand ein Wappen. Ich kam mir in meiner grau weiß karierten Schlafanzughose reichlich fehl am Platz vor. Plötzlich stand eine Frau unter dem Wappen. Sie trug eine lange, weiße Robe und sah uns einfach nur an. Ihre dunkelgrauen Haare hingen seidig glänzend über ihre Schultern. Sie sah altmodisch aus… fast schon magisch und das dicke, in braunes Leder gebundene Buch in ihren Händen verstärkte diesen Eindruck noch. Ohne irgendeine Form der Begrüßung schritt sie auf das erste Mädchen der Reihe zu.
Freundlich lächelnd sagte sie: „Hallo Klara. Ich möchte dich etwas fragen. Wie geht es mir?“ Klara sah sie verwirrt an.
„Woher soll ich das wissen?“ fragte sie zögerlich.
„Bin ich eher fröhlich oder traurig?“ fragte die seltsame Frau.
„Fröhlich?“ sagte Klara sichtlich durcheinander.
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So etwa?


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Abari
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BeitragVerfasst am: 20.04.2019 20:45    Titel: Antworten mit Zitat

Einfach einen Mod anschreiben und bitten, den Text zu teilen und zu verschieben. Und dann geduldig warten, was der Text für Leser fängt.

Zu Deinem Text: Ja, in etwa.


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FallenxFay
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BeitragVerfasst am: 20.04.2019 20:45    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Oh man ich glaube hier anzufangen war ein Fehler... Das gibt wahrscheinlich jede Menge Kritik und am Ende komme ich doch nicht so gut damit klar wie erwartet und verzweifle

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