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Vermischung von Realem und Fiktionalem

 

 
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Murnockerl
Geschlecht:weiblichSchreiberassi


Beiträge: 55
Wohnort: Graz


BeitragVerfasst am: 20.04.2019 11:22    Titel: Vermischung von Realem und Fiktionalem eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hey smile Ich würde gern eure Meinung zu einem Problem bzw dessen von mir angedachten Lösung hören. Und zwar überlege ich, eine Dystopie/Sci Fi-Geschichte, die ursprünglich im zukünftigen Europa angesiedelt sein sollte in ein fiktionales Land zu verlegen und dafür eventuell sogar einen zusätzlichen Kontinent zu erfinden. Grund dafür ist einerseits, dass ich Worldbuilding einfach mag, vor allem aber, dass ich das Gefühl habe, die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse, die ich für meine Handlung brauche, in einem realen Land nicht glaubhaft entwickeln zu können. Bzw dass die ganze Entwicklungsgeschichte, die es dazu bräuchte, mir langsam, aber sicher die Essenz meiner Story wegfrisst. In einem fiktionalen Land hätte ich hingegen die Möglichkeit, Gesellschaft, Religion und Geschichte genau so zu entwickeln, dass sie Handlung und Atmosphäre tragen und unterstützen. Zudem erspare ich mir, dass politische Handlungsstränge als konkretere Aussagen gedeutet werden, als sie eigentlich sein sollen, und vermeide, dass die Leser*innen bereits mit vorgefertigten Ansichten über ein Land bzw dessen Politik in die Geschichte starten.

Ich habe aber noch Bedenken, dass die Mischung von Realem und Fiktionalem zu verwirrend oder ungewohnt sein könnte, und es so eventuell aich schwieriger wird, die Geschichte Verlagen schmackhaft zu machen...

Was meint ihr? Klingt das nach einem guten Plan, oder soll ich mich lieber um einen realen Schauplatz bemühen?
Und wie steht ihr allgemein zur Vermischung realer und fiktionaler Orte?
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Ralphie
Geschlecht:männlichForenonkel

Alter: 66
Beiträge: 4199
Wohnort: Elsdorf
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BeitragVerfasst am: 20.04.2019 13:17    Titel: Antworten mit Zitat

Nimm die Stadt, in der du lebst. Das hilft immer.
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Abari
Geschlecht:männlichAutor

Alter: 38
Beiträge: 840
Wohnort: ich-jetzt-hier


BeitragVerfasst am: 20.04.2019 14:59    Titel: Antworten mit Zitat

Du wirst ganz subtil von den Erfahrungen, die Du in Deinem Lebensumfeld machst, beeinflusst werden. Wenn Du schon an vielen Orten gelebt hast, könntest Du einen schlüssigen Mischmasch der Kategorien "Stadt" und "Land" erfinden, ansonsten lohnt es sich tatsächlich, über Ralphies Rat nachzudenken. Ich möchte Dir nicht die Phantasie zu mehr absprechen, aber es ist schwerer, schriftstellerisch aus den Lebensumfeldern auszubrechen, als es auf den ersten Blick scheinen mag.

Letztlich - so ist mir aufgefallen - brauchst Du eine ziemlich präzise Karte und Geografie im Kopf, was ich Dir nicht absprechen möchte, zu haben. Mach sie Dir am besten sichtbar, dann kommt der Rest von alleine zusammen. Deine Welt sollte Dir so lebendig sein, dass Du sowohl träumend als auch wachend in ihr spazieren gehen kannst, ohne Dich zu verirren.

Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Ersinnen Deiner Welten.


_________________
Das zeigt Dir lediglich meine persönliche, höchst subjektive Meinung.
Ich mache (mir) bewusst, damit ich bewusst machen kann.

LG
Abari
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Murnockerl
Geschlecht:weiblichSchreiberassi


Beiträge: 55
Wohnort: Graz


BeitragVerfasst am: 20.04.2019 16:33    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Ralphie und Abari! Danke für eure Antworten!

So sehr ich den Vorteil einsehe, ein reales und gut bekanntes Vorbild für den Handlungsort zu haben, glaube ich doch, dass sich nicht jede Geschichte an jedem Ort erzählen lässt. Die Stadt, in der ich lebe, scheidet zB definitiv aus - nicht weil sie kein guter Ort für eine Geschichte wäre, aber weil die geplanten Ereignisse dort schlicht nicht plausibel wären.

Zweifellos erfordert ein fiktionaler Ort sehr viel Planung - was mich (bevor ich mich daran setze) aber vor allem interessiert ist, ob ein fiktionales Land in einem realen Kontext funktionieren kann, insbesonders in einem Nicht-Fantasy-Roman. Würdet ihr so eine Geschichte lesen (wollen)? Oder bevorzugt ihr es, von realen Orten zu lesen, findet ein erfundenes Land in einem Sci Fi-Roman gar albern?

Zitat:
Ich möchte Dir nicht die Phantasie zu mehr absprechen, aber es ist schwerer, schriftstellerisch aus den Lebensumfeldern auszubrechen, als es auf den ersten Blick scheinen mag. 


Das denke ich auch, glaube aber, dass das insbesonders auf reale Orte, die man nicht oder nur flüchtig kennt, zutrifft. Immerhin besteht dann die Gefahr, dass man LeserInnen von dort hat, die einen des Irrtums überführen wink
Das war auch unter anderem ein weiteres Argument für mich, das fiktive Land anzudenken. Meine Heimatstadt scheidet nämlich wie gesagt aus, ich bin aber auch kein großer Fan, als Autorin seine Geschichte an Orten spielen zu lassen, an denen man nicht zumindest einige Monate gelebt und die man richtig kennengelernt hat (nicht nur per Wochenendausflug oder Internetrecherche).
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Abari
Geschlecht:männlichAutor

Alter: 38
Beiträge: 840
Wohnort: ich-jetzt-hier


BeitragVerfasst am: 20.04.2019 17:06    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist mE doch nicht albern. Soweit ich sehen kann, arbeitet Sci-Fi sogar idR mit andern Planeten? Damit stellst Du Dich doch nur in diese Tradition... Nur Mut. Ich meinte eher, dass Deine Realität sich unmerklich einschleichen könnte - und wird. Lies mal richtig alte Sci-Fi... Mir kommt das wie Steampunk vor. Letztlich referierst Du, egal, wie abgefahren der Plot ist, auf diese, unsere Welt. Die LeserInnen brauchen diese Anker auch.

Bsp.: Smartphone. Vor 20 Jahren hätte nemand gedacht, dass wir einmal wischenderweise durch die Gegend rennen. Der TouchScreen ist mittlerweile so gewöhnlich, dass wir gar nicht mehr darüber nachdenken. Meine Oma war noch aus dem Wählscheibenzeitalter. Sie kam mit Bahnautomaten nicht klar...

Murnockerl hat Folgendes geschrieben:
Immerhin besteht dann die Gefahr, dass man LeserInnen von dort hat, die einen des Irrtums überführen

Ach, iwo. Du kannst nach Lust und Laune Kriege, Feuersbrünste und Naturgewalten für Dich vereinnahmen, sodass die Stadt bis auf wenige Punkte zerstört und neu bebaut werden kann. Lass Deiner Phantasie freien Lauf. Dann wird das schon.


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LG
Abari
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Murnockerl
Geschlecht:weiblichSchreiberassi


Beiträge: 55
Wohnort: Graz


BeitragVerfasst am: 20.04.2019 17:19    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Zitat:
Das ist mE doch nicht albern. Soweit ich sehen kann, arbeitet Sci-Fi sogar idR mit andern Planeten?


Mit anderen Planeten ja. Aber da die Besiedlung anderer Planeten doch nicht ganz undenkbar ist (in einer entsprechend fernen Zukunft), ist es mMn nochmal was anderes als ein Land auf der Erde zu erfinden, das definitiv nicht existiert Very Happy Aber danke, das bestärkt mich smile

Zitat:
Ich meinte eher, dass Deine Realität sich unmerklich einschleichen könnte - und wird. Lies mal richtig alte Sci-Fi... Mir kommt das wie Steampunk vor. Letztlich referierst Du, egal, wie abgefahren der Plot ist, auf diese, unsere Welt. Die LeserInnen brauchen diese Anker auch. 


Das definitiv! Aber das ist mMn ja auch in Ordnung. Ich möchte ja über Dinge schreiben, die uns Menschen hier und heute auch betreffen und wichtig sind - nur in einem etwas losgelösten Kontext.
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Ralphie
Geschlecht:männlichForenonkel

Alter: 66
Beiträge: 4199
Wohnort: Elsdorf
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BeitragVerfasst am: 20.04.2019 18:20    Titel: Antworten mit Zitat

Dann nimm einen Wissenschaftler, der in einem Dorf in Aquitanien lebt und aus Graz stammt, zufälligerweise aus derselben Straße, in der du lebst.
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Klemens_Fitte
Geschlecht:männlichSpreu

Alter: 37
Beiträge: 2015
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BeitragVerfasst am: 20.04.2019 18:23    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn es um einen Ort geht, der definitiv nicht existiert, votiere ich für Bielefeld.

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100% Fitte

»Es ist illusionär, Schreiben als etwas anderes zu sehen als den Versuch zur extremen Individualisierung.« (Karl Heinz Bohrer)
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Ralphie
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BeitragVerfasst am: 20.04.2019 18:27    Titel: Antworten mit Zitat

Klemens_Fitte hat Folgendes geschrieben:
Wenn es um einen Ort geht, der definitiv nicht existiert, votiere ich für Bielefeld.


Lass das niemand aus Bielefeld lesen.
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Abari
Geschlecht:männlichAutor

Alter: 38
Beiträge: 840
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BeitragVerfasst am: 20.04.2019 18:28    Titel: Antworten mit Zitat

Klemens_Fitte hat Folgendes geschrieben:
Wenn es um einen Ort geht, der definitiv nicht existiert, votiere ich für Bielefeld.


Oder Bitterfeld. Geht auch.


_________________
Das zeigt Dir lediglich meine persönliche, höchst subjektive Meinung.
Ich mache (mir) bewusst, damit ich bewusst machen kann.

LG
Abari
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Stefanie
Dichter und Denker


Beiträge: 1076



BeitragVerfasst am: 20.04.2019 19:32    Titel: Antworten mit Zitat

Grundsätzlich denke ich schon, dass das funktioniert.

Allerdings musst du dem Leser dann viel über diese Welt erklären. Im Fantasybereich ist man an Worldbuilding gewöhnt, aber in einem "normalen" Buch fände ich das eher irritierend.  

Hineininterpretiert wird so oder so, aber das ist Sache des Lesers und nicht deine Verantwortung.
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Nordica
Schreiberassi


Beiträge: 60
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BeitragVerfasst am: 20.04.2019 22:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!
Einen völlig neuen Kontinent, der ohne Erklärung zur Entstehung in einem ansonsten realistischen Kontext vorkommt, fände ich wahrscheinlich etwas verwirrend, das hätte auf mich eine Fabel-Wirkung.
Soll der Leser denn deutlich merken, dass das Land erfunden ist, oder soll er sich da vielleicht nicht sicher sein?
Dann könntest du es auch zu einer abgespaltenen Teilrepublik/Inselgruppe eines heute existierenden fernen Landes erklären, oder eine Inselgruppe in der Zukunft durch Plattenverschiebungen, Vulkanismus oder Sonstwas entstehen lassen. (Oder, wie bereits vorgeschlagen, eine Naturkatastrophe in deiner Heimat veranstalten und sie dann passend wieder aufbauen.)
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jon
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 52
Beiträge: 239
Wohnort: Leipzig


BeitragVerfasst am: 21.04.2019 09:26    Titel: Antworten mit Zitat

Die Mischung auf Raealem und Fiktionalem hast du doch bei dieser Story in beiden Fällen. Also nimm das, was dir einfacher erscheint, und klopfe es auf die Konsequenzen ab.
Es kommt auch darauf an, wie weit in der Zukunft das Ganze spielt. Bei 10 Jahren bist du (auch bei einem fiktiven Land mit "realem" internationalen Umfeld) eng ans Heute gebunden; in den nächsten 50 Jahren wird sich die Welt so deutlich ändern wie in den letzten 100; in 100 Jahren können sich die Verhältnisse so extrem verändert haben, dass jemand von heute sich wie auf einem fremden Planeten vorkommt.


Zitat:
Allerdings musst du dem Leser dann viel über diese Welt erklären. Im Fantasybereich ist man an Worldbuilding gewöhnt, aber in einem "normalen" Buch fände ich das eher irritierend.

SF (ob Dystopie oder was anders) ist Phantastik (und kein "normales", also Non-Phantastik-Buch). Der Autor kommt da nie umhin, Elemente dieser Welt eventuell "erklären" zu müsssen - egal ob mit "Europa" oder "fiktivem Land".


_________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt. (Klaus Klages)
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Murnockerl
Geschlecht:weiblichSchreiberassi


Beiträge: 55
Wohnort: Graz


BeitragVerfasst am: 21.04.2019 16:54    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke für eure Anregungen! Da mir eine Idee gekommen ist, wie ich die Handlung durch eine kleine Veränderung doch noch relativ logisch auch an einen existierenden Ort einpassen könnte, werde ich jetzt erstmal das Für und Wider abwiegen. Ich beibe aber mit dem Fazit zurück, dass auch ein fiktives Land als Handlungsort für euch denkbar wäre, wenn auch mit Einschränkungen smile
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Michel
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1790
Wohnort: Südwest
Das goldene Niemandsland Der silberne Spiegel - Prosa
Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 21.04.2019 17:06    Titel: Antworten mit Zitat

Fiktive Orte gehen auch außerhalb von Fantasy und SciFi. Hakan Nesser hat's vorgemacht, siehe hier:
Zitat:
Die Van Veeteren Reihe von Hakan Nesser umfasst insgesamt 10 abgeschlossene Bände. Sie ist eine der bekanntesten und erfolgreichsten skandinavischen Krimireihen überhaupt und wurde in aller Welt millionenfach verkauft. Die Serie spielt in Maardam, einer fiktiven Stadt in einem erfundenen Land, das überall in Nordeuropa sein könnte.
Nicht mein Fall, die Reihe, aber hat sich wohl gut verkauft. Und an der Örtlichkeit habe ich mich nicht gestört, für mich klang es eher nach den Niederlanden.
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Babella
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 56
Beiträge: 613

Das goldene Aufbruchstück Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 26.04.2019 15:39    Titel: Antworten mit Zitat

Genau, Nesser kam mir auch in den Sinn. Man grübelt zwischendurch manchmal, wo das eigentlich spielt - es klingt so ein bisschen holländisch, ist es aber nicht. Aber es ist letztlich völlig egal, Hauptsache, die Geschichte ist spannend. Es ist ja auch völlig üblich, genauere Umstände im Unklaren zu lassen. Manchmal werden Orte auch einfach durch Buchstaben abgekürzt ("Die Tage in W."). Auch in Filmen werden oft Ortschaften erfunden, die sich anhören, als seien sie echt.
Ein Land irgendwo in Europa zu verorten, ohne genau zu sagen, wo, finde ich nicht weiter kritisch.
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agu
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 44
Beiträge: 1751
Wohnort: deep down in the Brandenburger woods


BeitragVerfasst am: 28.04.2019 21:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallihallo,

ja, ich denke auch, dass das grundsätzlich geht mit dem erfundenen Ort. Allerdings muss das gut gemacht sein, sonst wirkt es auf den Leser eher befremdlich.
Wenn Du den Handlungsort in der ansonsten realen (wenn auch zukünftigen) Welt ansiedeln willst, würde ich Dir empfehlen, viel Hirnschmalz drauf zu verwenden, dass er gut und glaubwürdig eingebettet ist.
Soll heißen, auf einen erfundenen Kontinent würde ich lieber verzichten (es sei denn, es spielt soweit in der Zukunft, dass er glaubwürdig geologisch entstanden sein könnte - also entweder abgespalten von einem der bestehenden Kontinente, z.B. durch Steigen des Meeresspiegels, oder neu aufgestiegen durch einen Vulkanausbruch ... was dann aber wohl die Mutter aller Vulkanausbrüche gewesen wäre smile ).
Was gut funktioniert, ist ein fiktionaler Staat, idealerweise in einer Gegend, in der es ohnehin viel politische Bewegung gibt oder gegeben hat. Sehr populär dafür sind die ehemaligen Sowjetrepubliken - da kann man gut noch eine dazuschummeln, oder Ex-Jugoslawien. Je kleinteiliger das Drumherum, desdo besser lässt sich eine erfundene Entität integrieren.

Erfundene Städte in bestehenden Ländern sind noch sehr viel einfacher - das halbe Superhelden-Universum spielt in erfundenen Städten, die aber natürlich immer fatale Ähnlichkeit mit bestehenden US-amerikanischen Großstädten haben smile


_________________
Meine Bücher:
Engelsbrut (2009 Sieben, 2011 LYX) | Engelsjagd (2010 Sieben) | Engelsdämmerung (2012 Sieben)
Die dunklen Farben des Lichts (2012, SP)
Purpurdämmern (2013, Ueberreuter)
Sonnenfänger (2013, Weltbild)
Kill Order (2013 Sieben)
Choice / als Chris Portman (2014, Rowohlt)
Wie man ein Löwenmäulchen zähmt / als Eva Lindbergh (2016, Droemer Knaur)
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