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Plotter, Pantser oder Bojenschreiber? Was seid ihr und was funktioniert?

 
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Minerva
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BeitragVerfasst am: 11.04.2019 12:56    Titel: Plotter, Pantser oder Bojenschreiber? Was seid ihr und was funktioniert? eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Habe einen Artikel gefunden (https://www.münchner-schreibakademie.de/tag/hoehepunkt/), in denen Autoren nach ihrer Vorgehensweise unterschieden werden.

3 Typen:
- Plotter: planen erst alles, bevor sie ein Wort schreiben.
- Pantser: Schreiben erst alles runter und überarbeiten dann
- Bojenschreiber: Schreiben alle Szene, die sie nicht loslassen und verbinden diese "Bojen" dann.


Habe alle drei unbewusst durch:

Beim ersten Versuch war ich Pantser und bin dann gescheitert, auch wenn ich Zeitgründe vorgeschoben habe, war es die Unmöglichkeit, das Buch zielsicher fortzuführen.

Beim zweiten Mal wollte ich alles besser machen und habe mich als Plotter versucht und viel zu viel übers Handwerk gelesen. Am Ende kam kein Satz mehr raus. Das Buch endete bei unzähligen Seiten Vorarbeiten und nur 10 Normseiten.

Jetzt beim dritten Mal bin ich erst Bojenschreiber gewesen, aber irgendwann habe ich dann den Plot fertiggeschrieben, ohne hätte ich mich verstrickt.
Alle Szenen zu schreiben, die mir in den Kopf kommen, fand ich sehr gut und würde ich niemals aufschieben wollen, aber das Zusammenbasteln war mühselig.
Beim anschließenden Plotschreiben habe ich auch die gemischte Variante genutzt: alles gesammelt auf chaotische Weise, mir alles erlaubt, und dann sortiert und daraus den Plot fertiggeschrieben.

Jetzt würde mich interessieren, wo ihr euch einordnet und welche Vorteile ihr davon habt. Habt ihr Tipps? Strategien?

Wie kann man das Kreative und Planerische noch besser verbinden?


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crisihasi
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BeitragVerfasst am: 11.04.2019 13:31    Titel: Antworten mit Zitat

Mit dem Bojenschreiben kenne ich mich nicht aus, deshalb kann ich nichts dazu sagen. Gefühlt bräuchte ich aber mehr Struktur. Normalerweise erarbeite ich einen Plot, erstelle die Figuren und überlege mir Wendungen und Konflikte tatsächlich bevor ich etwas schreibe. Trotzdem landen in meinen Notizen zwischendurch mal ein paar "Moodies", wie ich sie gern nenne. Stimmungsvolle Sätze oder Dialoge, die mir in den Sinn kommen bei der Ausarbeitung des Plots. Wenn dieser dann so weit steht, beginne ich zu schreiben. Dabei überwerfe ich in der Regel die ersten paar Kapitel später wieder, weil diese eigentlich nur dazu dienen, in die Handlung hineinzukommen und die Stimme meines Protagonisten zu finden (aktuell schreibe ich in der Ich-Perspektive). Später cutte ich an der spätesten Stelle, wo ich empfinde, dass man immer noch alles versteht und lasse die Geschichte inmitten einer Handlung beginnen. Das war nämlich genau der Fehler, den ich Anfangs gemacht habe: die Geschichte hat viel zu lange gebraucht, um in Fahrt zu kommen. Damals habe ich aber auch nur wenig geplottet. Heute fühle ich mich mit meiner Arbeitsweise sehr wohl, auch wenn natürlich nichts in Stein gemeißelt ist. Wenn ich beim Schreiben das Gefühl habe, etwas müsste angepasst werden, überarbeite ich den Plot immer wieder. Er dient mir einfach als roter Faden, an dem ich mich langhangeln kann damit ich nicht ins Schwafeln gerate Laughing
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Minerva
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BeitragVerfasst am: 11.04.2019 13:52    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hm ok, das mit der Stimme ist mir auch aufgefallen, die hat sich in den "Bojen" entwickelt. Allerdings habe ich nur Teile aus den ersten Kapiteln rausgeschmissen, um die Stimme anzupassen.

Das heißt also, du weißt anfangs nicht genau, an welchem Punkt deine Geschichte "wirklich" losgeht?

Das Problem hatte ich bisher nicht. Am besten ging es: die Idee entsprang irgendwo der Mitte der Geschichte, von da aus habe ich das Ende festgelegt und dann wusste ich genau, wo und wie es anfangen muss.

Die Längen dazwischen sorgen mich eher ...


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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 11.04.2019 13:52    Titel: Antworten mit Zitat

Ich wäre eine Mischung aus Typ 2 und 3. Ich denke mir Charaktere aus und habe eine Grundidee, was das ungefähr werden soll, dann lege ich los. Die "Bojen" lege ich im Kopf an, das sind sozusagen Checkpoints, wo ich hin will. Ich schreibe die aber nicht, sondern arbeite sie im Kopf immer weiter aus, mache mir manchmal ein paar Stichwortnotizen dazu, wenn ich diese Szene im Kopf immer wieder durchspiele. Meine Charakere machen sich dann selbstständig und tun eh, was sie wollen, ich protokolliere das sozusagen und überlege, wie ich sie zu den Checkpoints kriege. Manchmal muss ich einige Checkpoints verwerfen, weil sich alles ganz anders entwickelt hat und ich da nicht mehr glaubhaft hinkäme. Ich baue immer viele RetCon-Hooks ein, kleine Mysterien, von denen ich selbst noch keine Ahnung habe, was sie bedeuten könnten. Irgendwann kommen dann die Ideen dazu, alles fügt sich zusammen und meine Testleser sagen, das Buch wirke durchgeplant. Tatsächlich hatte ich aber beim Loslegen noch keine richtige Idee, sondern nur Charaktere und ein paar Szenen im Kopf, die gut wirken könnten. Bei mir kommt also auch der Plot ad hoc und on the fly zusammen. Ich weiß allerdings nicht, ob ich diese Schreibweise uneingeschränkt weiterempfehlen kann, denn das muss man können und lange trainiert haben (ohne jetzt angeben zu wollen). Ich hab das etliche Jahre gemacht, in meiner Zeit als Pen&Paper (hauptsächlich SciFi, Urban Fantasy, Horror) Spielleiter. Ich habe oft spontan gespielt, ohne jegliche Vorbereitung. Mir schnell eine interessante Eröffnungsszene überlegt und dann einfach los. Meine ersten Abenteuerversuche waren grottig, aber nach und nach I got the hang on this. Irgendwann war ich dann am Ende oft selbst überrascht, was da für gute Plots und stimmige Geschichten bei rausgekommen sind. Und wie ich es geschafft habe, durch die RetCon-Hook Technik die Illusion zu erzeugen, das ganze sei von Anfang an durchdacht und geplant gewesen. Diese jahrelang durch Übung erworbene Technik habe ich später beim Schreiben übernommen. Letztendlich mach ich nichts anderes, als in meinem Kopf ein Rollenspielabenteuer laufen zu lassen und auf weiteren Gedankenbahen die nicht anwesenden Spieler zu emulieren.

Ja, ich muss zugeben, letztendlich bin ich da nur eine Art Trickbetrüger. Aber solange es funktioniert …


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Minerva
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BeitragVerfasst am: 11.04.2019 14:02    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ist vielleicht so eine Mischung aus deiner Kreativität, dem impliziten Wissen, wie ein spannender, sinnvoller Plot laufen soll und Selbstbewusstsein (plus Erfahrung).

"RetCon-Hook Technik" klingt interessant.


"Ja, ich muss zugeben, letztendlich bin ich da nur eine Art Trickbetrüger. Aber solange es funktioniert …"
Laughing


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BeitragVerfasst am: 11.04.2019 14:09    Titel: Antworten mit Zitat

V.K.B. hat Folgendes geschrieben:
Ich wäre eine Mischung aus Typ 2 und 3. Ich denke mir Charaktere aus und habe eine Grundidee, was das ungefähr werden soll, dann lege ich los. Die "Bojen" lege ich im Kopf an, das sind sozusagen Checkpoints, wo ich hin will. Ich schreibe die aber nicht, sondern arbeite sie im Kopf immer weiter aus, mache mir manchmal ein paar Stichwortnotizen dazu, wenn ich diese Szene im Kopf immer wieder durchspiele. Meine Charakere machen sich dann selbstständig und tun eh, was sie wollen, ich protokolliere das sozusagen und überlege, wie ich sie zu den Checkpoints kriege. Manchmal muss ich einige Checkpoints verwerfen, weil sich alles ganz anders entwickelt hat und ich da nicht mehr glaubhaft hinkäme. Ich baue immer viele RetCon-Hooks ein, kleine Mysterien, von denen ich selbst noch keine Ahnung habe, was sie bedeuten könnten. Irgendwann kommen dann die Ideen dazu, alles fügt sich zusammen und meine Testleser sagen, das Buch wirke durchgeplant. Tatsächlich hatte ich aber beim Loslegen noch keine richtige Idee, sondern nur Charaktere und ein paar Szenen im Kopf, die gut wirken könnten. Bei mir kommt also auch der Plot ad hoc und on the fly zusammen. Ich weiß allerdings nicht, ob ich diese Schreibweise uneingeschränkt weiterempfehlen kann, denn das muss man können und lange trainiert haben (ohne jetzt angeben zu wollen). Ich hab das etliche Jahre gemacht, in meiner Zeit als Pen&Paper (hauptsächlich SciFi, Urban Fantasy, Horror) Spielleiter. Ich habe oft spontan gespielt, ohne jegliche Vorbereitung. Mir schnell eine interessante Eröffnungsszene überlegt und dann einfach los. Meine ersten Abenteuerversuche waren grottig, aber nach und nach I got the hang on this. Irgendwann war ich dann am Ende oft selbst überrascht, was da für gute Plots und stimmige Geschichten bei rausgekommen sind. Und wie ich es geschafft habe, durch die RetCon-Hook Technik die Illusion zu erzeugen, das ganze sei von Anfang an durchdacht und geplant gewesen. Diese jahrelang durch Übung erworbene Technik habe ich später beim Schreiben übernommen. Letztendlich mach ich nichts anderes, als in meinem Kopf ein Rollenspielabenteuer laufen zu lassen und auf weiteren Gedankenbahen die nicht anwesenden Spieler zu emulieren.

Ja, ich muss zugeben, letztendlich bin ich da nur eine Art Trickbetrüger. Aber solange es funktioniert …


Sehr interessant. Wärst du so freundlich, diese "RedCon-Hooks" näher zu erläutern?

Ich persönlich schreibe wild drauf los, ohne Plan und nix, meist nur ein Bild vor Augen, zu dem ich die dazugehörige Story ausgrabe/freilege. Aktiv denke ich nicht über die Story nach, denn sobald ich weiß, was kommen wird, habe ich keine Lust mehr, weiterzuschreiben.
Wenn ich dann während des Schreibens etwas entdecke, was mit dem zuvor Geschriebenen verknüpft gehört, springe ich einfach zurück und baue die fehlenden Teile ein. Das erzeugt dann die Illusion eines durchdachten Plots.
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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 11.04.2019 14:12    Titel: Antworten mit Zitat

Was ich tatsächlich gemacht habe, ist, mich viel mit Trope-Analyse zu beschäftigen. Also welche Elemente erzeugen Spannung, wie kommen sie immer wieder in Geschichten vor und wie kann man damit spielen, um Leser zu überraschen und Spannung zu erzeugen, indem man die gängigen Tropes aufbricht. Mit Tropeanalyse kann ich bei Filmen und Unterhaltungsliteratur oft vorhersagen, wie es weitergehen wird. Ich bin da als Testleser schon Hellseher genannt worden. Aber eigentlich laufen funktionierende Geschichten immer nach bestimmten Mustern, die kann man selbst auch nutzen und noch damit spielen, gerne auch auf Metaebenen. Nein, ich schreibe keine gängige Unterhaltungsliteratur und für die breite Masse ist das bestimmt auch nicht. Aber ich würde es zu langweilig finden, immer nur etablierten Mustern und roten Fäden zu folgen. So erhalte ich auch meine Schreibmotivation: Ich schreibe weiter, weil ich die Geschichte selbst spannend finde und wissen will, wie es weitergeht. Irgendwie läuft da eine Art Chinesisches Schriftstellerzimmer als BlackBox in meinem Kopf, dessen Output ich protokolliere und selbst gespannt mitlese. Ist vielleicht etwas gaga, aber so schreibe ich.

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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 11.04.2019 14:20    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Wärst du so freundlich, diese "RedCon-Hooks" näher zu erläutern?


Ein RetCon-Hook kann zum Beispiel sein, in einem Krimi (bei dem man selbst noch keine Ahnung hat, um was der Fall geht) einen Protagonisten ziemlich am Anfang aus einem fahrenden Zug sehen zu lassen, wie jemand was in eine Mülltonne wirft. Das muss keine Bedeutung haben und man muss auch nicht darauf zurückkommen (vielleicht hat ja wirklich nur jemand den Müll rausgebracht), aber man kann. Deshalb Hook, weil man später eine Story daran aufhängen kann. Da könnte zum Beispiel jemand blutverschmierte Kleidung entsorgt haben, eine Waffe versteckt oder was auch immer. Aber die Szene war da und kann nachträglich mit Bedeutung gefüllt werden. Beim Rollenspiel mit Spielern kann man ja nichts rückwirkend ändern, in einem Roman geht das besser (aber auch nur eingeschränkt, wenn Testleser beim Entstehungsprozess mitlesen und man ihnen nicht zumuten will, alles umdenken zu müssen).


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BeitragVerfasst am: 11.04.2019 14:29    Titel: Antworten mit Zitat

V.K.B. hat Folgendes geschrieben:
Was ich tatsächlich gemacht habe, ist, mich viel mit Trope-Analyse zu beschäftigen. Also welche Elemente erzeugen Spannung, wie kommen sie immer wieder in Geschichten vor und wie kann man damit spielen, um Leser zu überraschen und Spannung zu erzeugen, indem man die gängigen Tropes aufbricht. Mit Tropeanalyse kann ich bei Filmen und Unterhaltungsliteratur oft vorhersagen, wie es weitergehen wird. Ich bin da als Testleser schon Hellseher genannt worden. Aber eigentlich laufen funktionierende Geschichten immer nach bestimmten Mustern, die kann man selbst auch nutzen und noch damit spielen, gerne auch auf Metaebenen.


Ah, verstehe. Cool! Analysierst du einen Roman diesbezüglich nach dem Lesen oder währenddessen? Und wie gehst du da vor? Würdest du uns da einen kleinen Einblick geben?
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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 11.04.2019 14:38    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ah, verstehe. Cool! Analysierst du einen Roman diesbezüglich nach dem Lesen oder währenddessen? Und wie gehst du da vor? Würdest du uns da einen kleinen Einblick geben?
Beim Lesen oder beim Film ansehen. Wenn ich weiß, dass ein Film einen Twist hat, versuche ich, den zu erraten. Ich achte darauf, welche Tropes ich erkenne und überlege, wohin sie am wahrscheinlichsten führen werden. Versuche, in alle möglichen Richtungen zu denken und überlege, was am meisten Sinn ergeben würde aber gleichzeitig für eine maximale Überraschung beim Leser/Zuschauer sorgen könnte. Dann vergleiche ich am Ende, wo ich recht hatte und wo nicht und lerne dazu. Mittlerweile habe ich da eine recht gute Trefferquote. Solange der Autor nicht selbst trope-aware geschrieben hat und mich reinlegen konnte. Viele Autoren benutzen Tropes, ohne selbst zu wissen, dass sie das tun, denn wir haben die alle irgendwie verinnerlicht, meist ohne sie zu hinterfragen. Ich habe mich auch mit "Magie" (Bühnenillusion) beschäftigt, weil ich zu der Sorte Mensch gehöre, die, wenn sie einen Zaubertrick sehen, wissen müssen, wie das funktioniert. Die Prinzipien sind da übrigens oft ähnlich. Trickbetrüger eben.

Eine gute Übersicht über gängige Tropes bietet die Seite tvtropes.org, auch mit vielen Beispielen, wo diese wie benutzt wurden. Ist allerdings nur in Englisch.


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BeitragVerfasst am: 11.04.2019 14:45    Titel: Antworten mit Zitat

V.K.B. hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Wärst du so freundlich, diese "RedCon-Hooks" näher zu erläutern?


Ein RetCon-Hook kann zum Beispiel sein, in einem Krimi (bei dem man selbst noch keine Ahnung hat, um was der Fall geht) einen Protagonisten ziemlich am Anfang aus einem fahrenden Zug sehen zu lassen, wie jemand was in eine Mülltonne wirft. Das muss keine Bedeutung haben und man muss auch nicht darauf zurückkommen (vielleicht hat ja wirklich nur jemand den Müll rausgebracht), aber man kann. Deshalb Hook, weil man später eine Story daran aufhängen kann. Da könnte zum Beispiel jemand blutverschmierte Kleidung entsorgt haben, eine Waffe versteckt oder was auch immer. Aber die Szene war da und kann nachträglich mit Bedeutung gefüllt werden. Beim Rollenspiel mit Spielern kann man ja nichts rückwirkend ändern, in einem Roman geht das besser (aber auch nur eingeschränkt, wenn Testleser beim Entstehungsprozess mitlesen und man ihnen nicht zumuten will, alles umdenken zu müssen).


Interessant -- vor allem, dass du solchen Hooks inhaltstechnisch die Möglichkeit von Bedeutungslosigkeit gibst. Das finde ich wirklich genial. Ich mag nämlich diesen "Hervorgehobener-Mauerstein-Effekt" nicht, wie man ihn oft in alten Cartoons findet (habe gerade mal auf YouTube nachgeschaut und bin direkt fündig geworden):



Wenn in Romanen alles immer nur auf das Wesentliche reduziert ist, dann gibt es keine inhaltliche Bedeutungslosigkeit mehr. Die scheinbare Belanglosigkeit wird zur plotrelevanten Gewissheit und das nimmt mir immer einen Großteil des Lesespaßes.

Deine Methode ist mir da noch gar nicht in den Sinn gekommen, den Leser durch Scheinelemente in die Irre zu führen. So entsteht das Gefühl eines unzuverlässigen Erzählers und das macht die Reise wieder spannend. Das werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren. Der Knaller, danke dir!!!
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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 11.04.2019 14:53    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Wenn in Romanen alles immer nur auf das Wesentliche reduziert ist, dann gibt es keine inhaltliche Bedeutungslosigkeit mehr. Die scheinbare Belanglosigkeit wird zur plotrelevanten Gewissheit und das nimmt mir immer einen Großteil des Lesespaßes.
Leider ist das aber oft, was die Verlage wünschen, weil es eben in der Unterhaltungsliteratur so etabliert ist. Ich weigere mich, da mitzumachen. Meine Romane sollen Ecken und Kanten haben, und auch Sackgassen. Soll eine Story auch Slice of Life sein, muss das sogar so. Im Leben gibt es auch keinen roten Faden, dem alles folgt. Vielleicht gehörst du ja sogar zu meiner Zielgruppe, wenn du ähnlich empfindest.

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BeitragVerfasst am: 11.04.2019 14:58    Titel: Antworten mit Zitat

V.K.B. hat Folgendes geschrieben:
Vielleicht gehörst du ja sogar zu meiner Zielgruppe, wenn du ähnlich empfindest.


Schätze, das tue ich. smile
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Abari
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Wohnort: ich-jetzt-hier


BeitragVerfasst am: 11.04.2019 15:01    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Deine Methode ist mir da noch gar nicht in den Sinn gekommen, den Leser durch Scheinelemente in die Irre zu führen. So entsteht das Gefühl eines unzuverlässigen Erzählers und das macht die Reise wieder spannend. Das werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren.


Das lohnt sich auf jeden Fall. Da ich eher chaotisch schreibe (versuche mich gerade im groben Plotten), kann ich mit solchen falschen Fährten viel erreichen. Sie machen das Buch lebensnaher und spannender. Und wenn Du ein scheinbares "Indiz" nicht mehr brauchst, fällst Du es einfach. Noch geiler ist es natürlich, wenn Du solche Fallstricke bewusst auslegst. Ich glaube, die Mischung aus beiden macht es: Einiges zu planen und ansonsten sich von den Protas leiten zu lassen. Vollkommen durchgestylet wird es mE auch nicht zwingend ein gutes Buch. Und es macht das Schreiben unerträglich langweilig, weil Du ja nur den Ideen von gestern nachläufst. Das stelle ich mir ziemlich ätzend vor.


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Das zeigt Dir lediglich meine persönliche, höchst subjektive Meinung.
Ich mache (mir) bewusst, damit ich bewusst machen kann.

LG
Abari
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crisihasi
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Beiträge: 105



BeitragVerfasst am: 11.04.2019 15:16    Titel: Antworten mit Zitat

Minerva hat Folgendes geschrieben:
Das heißt also, du weißt anfangs nicht genau, an welchem Punkt deine Geschichte "wirklich" losgeht?


Eigentlich bin ich mir immer ziemlich sicher zu wissen, wo es losgeht Laughing  Aber die Erfahrung hat gezeigt, dass ich häufig zu viel Drumherum in den Anfang packe. Nicht unbedingt Infodump, aber so eine Art "Ankommen" in der Szene. Daher kürze ich das alles später raus, damit es gleich schnittig losgeht. Wobei ich gemerkt habe, dass ich mit wachsender Routine auch immer besser planen kann, wie ich den Leser in die Geschichte einsteigen lassen kann. Bei der letzten Geschichte habe ich vielleicht eine halbe Seite gekürzt (dafür zwischendrin wieder einiges ... Rolling Eyes  ), bei der davor waren es noch *hust* 3,5 Kapitel ... Embarassed
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Minerva
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Beiträge: 267



BeitragVerfasst am: 11.04.2019 16:26    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hm interessante Hinweise. Das mit den Hook-Dingern mache ich unbewusst auch, überlege mir aber, was man damit anstellen könnte. Manchmal lass ich es auch einfach laufen bis was kommt.

Habe Testleser nach jedem Einzelkapitel gebeten, mir ihre Vermutungen zu erzählen, wie es weitergeht. Das war unheimlich witzig, denn man merkt, wie subjektiv das ist. Grundlegende Dinge haben sie mehr oder weniger in die richtige Richtung gedacht, aber alles andere war oft meilenweit auseinander.

Kann ich empfehlen, allein wegen des Unterhaltungswertes Laughing


@crisihasi

Na das ist ja an sich nichts Schlimmes, ist ja so, als ob du ein bisschen die Vorgeschichte schreibst bevor es losgeht. Irgendwann braucht man die ja auch. Wenn man das mit warmschreiben erreicht, ist es doch ok.


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BlueNote
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Ei 4



BeitragVerfasst am: 12.04.2019 06:36    Titel: Antworten mit Zitat

Also ... ein Plotter bin ich auf jeden Fall. Ich schaffe mir Räume (Kapitel), fülle sie immer weiter mit Ideen und fange dann irgend wann mit dem Schreiben an, wobei sich die Räume weiter mit Ideen füllen. Wichtig sind mir dabei die Zusammenhänge, z.B. die Motive einer Figur, deren Charakter oder Denkweise. Demzufolge bin ich auch ein großer Überarbeiter, schreibe aber keinesfalls vorher alles einfach runter (das ist eine Arbeitsweise, die mir am meisten suspekt ist). Und meine "Bojen" sind dann wohl meine Szenen, die ich wie Nervenzellen miteinander verbinde, so dass etwas funktioniere.
Bestimmte "Muster" verwende ich auch, allerdings sind diese nicht der Unterhaltungsliteratur oder Kinofilmen entnommen, sondern eher dem Theater oder direkt dem Leben. Lebenserkenntnisse, Lebensentwürfe, von denen ich gehört/gelesen habe, oder die ich ausprobiert (Lebensentwürfe) oder gewonnen (Lebenserkenntnisse) habe, politischer Hintergrund oder gesellschaftliche Entwicklungen. Vielleicht auch die Muster aus anderen Romanen.
Beim jetzigen Projekt standen für mich die Beziehungen, zu denen Menschen stehen, sehr im Vordergrund. Und hier lernt man tatsächlich am besten durch das ganz normale Leben und nicht davon, was Filme einen vorgaukeln.
Im Moment liebe ich zeitgenössische italienische Autoren, die häufig kleine Lebensgeschichten in Romanen verarbeiten. Dabei ist es nicht die ganz große Handlung, sondern der Blick aufs Detail, der für mich sehr authentisch ist und der mich fesselt. D.h. auch wenn die "Handlung", der Plot steht, können für bereits bestehende Szenen viele Details noch rausgearbeitet werden. Überarbeiten muss also ganz und gar nicht langweilig, sondern kann auch sehr kreativ sein.
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Ruby Smith
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BeitragVerfasst am: 12.04.2019 09:05    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin nach deiner Definition oben ein "Plotter", weil ich erst "alles" plane, bevor ich drauflos schreibe. Das war aber nicht immer so. Früher habe ich ohne Ziel und Plan geschrieben, war also ein Pantser.

Ich würde mich selbst als eine Mischung aus allen dreien beschreiben. Also ein plottender Bojen-Pantser oder ein bojenpantsender Plotter, oder so. Sich kaputt lachen
Ich schreibe chronologisch, kenne die wichtigsten Schlüsselszenen (also Bojen) und fülle die Zwischenräume spontan auf.


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I'd like to add some beauty to life. I don't exactly want to make people know more... though I know that is the noblest ambition, but I'd love to make them have a pleasanter time because of me... to have some little joy or happy thought that would never have existed if I hadn't been born.

(Anne Shirley - Anne of Green Gables, Lucy Maud Montgomery)
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Kiara
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BeitragVerfasst am: 12.04.2019 09:19    Titel: Antworten mit Zitat

Mir erging es ähnlich wie Ruby.

Anfangs war das Schreiben unorganisiert, inkl. Bojen und Durcheinander.

Nach dem Lernprozess und jahrelanger Übung wird jetzt vorab geplant.
Bojenszenen gibt es immer noch, doch die behalte ich im Kopf und wende sie an, wenn es passt.
Mal sehen, wie es weitergeht...

Die von VKB angesprochenen Anker habe ich wohl unbewusst verwendet, denn in der Fragerunde der letzten Lesung wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass nicht jede Kleinigkeit in meinem Werk später verwendet wird. Wir einigten uns darauf, dass es zu offensichtlich wäre, in einem Krimi jeder erwähnten Nebensächlichkeit später erneut Raum zu geben.
Dann müsste man ja nur darauf achten und könnte das Ende voraussagen. Es dürfen allerdings auch nicht zu viele "unwichtige Erzählungen" vorkommen - wie immer gilt: Die Mischung macht's. Ohne ist's zu geradlinig, mit zu vielen ist's zu verworren.
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Taranisa
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BeitragVerfasst am: 12.04.2019 12:09    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin eindeutig eine Plotterin, wobei ich vorher die Grundidee und einige Punkte / Szenen im Kopf entwickelt habe. Wenn die Geschichte genug vorgereift ist, plane ich. Dabei bin ich aber so flexibel, dass ich spätere Ideen noch einbauen kann. Ich nenne meine Erstfassung aus dem Grund auch Roh-Rohfassung. Very Happy

@Veit: Ja, unser Spielleiter muss auch flexibel sein, um uns nötigenfalls auf Umwegen in die Richtung zu führen, die das Abenteuer vorgibt. Am Romanschreiben hat er jedoch kein Interesse Wink


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Calvin Tower
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BeitragVerfasst am: 12.04.2019 12:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Minerva,

ich bin noch recht am Anfang (mein erstes Buch überhaupt und das noch nicht mal fertig) und habe verschiedenes ausprobiert.

Angefangen hat es als Pantser. Man probiert sich halt ein bisschen aus. Dann stellte ich fest, dass ich es so nicht fertig bekomme. (Messy Middle, wo ist die Spannung?, Infodump, Dauernde Flashbacks etc. - war richtig mies)

In der Zwischenzeit habe ich dann zig Ratgeber gelesen und geplottet. Das war super, um mehr über den großen Spannungsbogen zu lernen.
Zusätzlich belegte ich einen Kurs, um zu sehen, wie es jemand macht, der wirklich auch Bücher schreibt und verkauft und nicht nur Ratgeber darüber. Dabei habe ich unglaublich viel gelernt u.a. auch, was ich für mich anderes machen muss. Zum Beispiel, brauche ich viel detailliertere Pläne, um den Überblick über die Details zu behalten. (Wann wird wo ein Hinweis platziert, der später aufgegriffen und ausgelöst wird?). Vor allem aber, gab es einen ordentlichen Boost für das Ego, von so jemandem zu hören, dass es gut ist, was man schreibt.

Wie du siehst war es bisher ein bisschen von allem und somit ein heilloses Durcheinander.

-------

Für das nächste Buch habe ich mir, basierend auf meinen Erfahrungen, folgendes vorgenommen. Vielleicht findet jemand etwas in dem Vorgehen, dass ihm hilft.


1. Ich erstelle einen Vertrag mit der uneinigen Dreifaltigkeit. So nenne ich die Allianz aus dem Kreativling (1) und dem Kritiker (2) in mir (3), die alle unterschiedliche Ziele verfolgen und mich in den Wahnsinn treiben, wenn ich sie nicht Schach halte. In diesen Vertrag kommt u.a.:

- Wieso will ich das Buch schreiben? (äußerst wichtig)
- Was ist mein Ziel mit dem Buch - Prämisse, Genre etc.?
- Bis wann ist der erste Entwurf fertig? (Drei Monate hat jetzt bei dem Buch gut funktioniert - plane ich beizubehalten)
- Wann darf der Spinner (Kreative) arbeiten? Wann hat er zu schweigen?
- Wann darf der Chirurg (Kritiker) den Text sezieren? Wann hat er zu schweigen bzw. sich an renommierten Autoren zu vergreifen? (Niemals Spinner und Chirurg gleichzeitig)
- Welche Vertragsstrafen gibt es? (Das ist, neben der Wieso-Frage, der wichtigste Punkt - die Strafen müssen empfindlich sein)

Dieser Vertrag hängt vor dem Monitor. Jeden Tag, bevor ich schreibe, lese ich ihn mir durch.


2. Anhand des Beat-Sheets von Snyder (oder die typische drei Akt-Struktur) den großen Spannungsbogen erstellen. (sozusagen die Bojen, wie du es genannt hast)
3. Mich an den Charakter heranarbeiten, wie ich es in dem Kurs gelernt habe (ist der Methode von James Frey ähnlich)

Diese beiden Schritte (2+3) bedingen sich stark und es ist ein großes hin und her.

4. Ein Dokument mit 100 Seiten erstellen. Das ist für mich, wie ich erfahren habe, der wichtigste Punkt.

Jede Seite steht für eine Szene / Sequel (nach Dwight Swain)
Hier trage ich zunächst die Bojen ein, wie ich sie in Schritt 2+3 erarbeitet habe. z.B. Seite 25 (aka 25%) - Break into Act II - Luke Skywalker stellt fest, dass seine Tante und Onkel getötet wurden, und schließt sich Obi-Wan an

Die weißen Seiten dazwischen sind der große Spielbereich. Hier spinne ich herum und überlege mir, wie ich zu den Bojen komme. Peu à Peu füllen sich die Seiten mit Ideen. Hier kann ich hin und her schieben, löschen etc. ohne schon Stunden ins schreiben investiert zu haben. Das war nämlich bei den ersten Versuchen, das erste Buch zu schreiben, ein großes Manko. Dauernd bin ich zwischen den Kapiteln gesprungen, weil mir noch was eingefallen ist, was ich unterbringen wollte.
Dann entscheide ich, wie ich die jeweilige Situation (Seite) schildern will. Soll es eine Szene sein? (Ziel, Konflikt, Desaster) Oder soll bzw. muss es eine Sequenz sein? (Reaktion auf Desaster, Dilemma, Entscheidung auf ein neues Ziel)

Dann geht es an den ersten Entwurf.

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So sieht der Plan zumindest aus. Aber wie John Lennon gesagt hat: Life is what happens, while you're busy making plans. Mal schauen, wie der Plan noch angepasst wird, wenn ich wirklich dran bin. Jetzt heißt es aber erst einmal, das erste Buch finalisieren.


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“Books aren't written - they're rewritten. Including your own. It is one of the hardest things to accept, especially after the seventh rewrite hasn't quite done it.” - Michael Crichton
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Minerva
Geschlecht:weiblichSchreiberling


Beiträge: 267



BeitragVerfasst am: 12.04.2019 12:59    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ah, super... ihr habt alle gute Tipps. Ich glaube ohne Bojen geht bei mir nicht, weil ich zuerst ein Gefühl spüre, dann eine Person und meist eine zweite vor Augen habe und sich daraus dann Bojen entspinnen. Dieses Gefühl ist da am intensivsten und löst Kreativität aus, weswegen ich das schreiben muss.

Aber ich glaube, etwas mehr Planung könnte nicht schaden, gerade von euch erfahreneren Leuten höre ich es. Ich werde wohl am Ende auch so ein Hybrid: ein Bojenplotter mit Tendenz zum Bojenpansenden Plotter ...

Da es aber mein erstes Buch sein wird (!!! Laughing ), das ich fertigstelle, muss ich mich auch durch den Wust kämpfen und eigene Erfahrung machen.

Ich könnte die Teile, die die Bojen verbinden sollen, vorab genauer planen, dann wäre der Prozess nicht so zäh.
Allerdings ist es auch dem Thema und Rechercheaufwand geschuldet, dass ich unmöglich von Anfang an plotten konnte. Die Recherche war nötig um zu sehen, was historisch glaubwürdig und realistisch ist und anderseits hat es weiter inspiriert und den Plot erstmal entwickelt.

Aber ich habe auch andere Arten von Romanen in der "Schublade" und bei einem ganz spontan in 2 Stunden den Plot runtergeschrieben. Da werde ich dann alle Plottertechniken anwenden (eine kleine Boje gab es aber schon ^^).


@Calvin Tower
(btw witzig, du heisst wie die erste Romanfigur aus meinem ersten "Buch" ... nur der Vorname. Nicht dass du dich gruselst Verstecken )
Das mit dem Vertrag finde ich gut. Habe mir selbst lediglich geschworen, es diesesmal fertigzuschreiben und kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Aber tief und innig geschworen - und ich bleibe dabei und habe die Krisensituationen bisher überstanden.

Jetzt heißt es aber erst einmal, das erste Buch finalisieren. --> JAAAA, da mache ich jetzt auch gleich als nächstes, wenn ich von DSFo losgekommen bin Daumen hoch


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... will alles ganz genau wissen ...
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