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Der rote Brief


 

 
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Nasobem
Geschlecht:weiblichSonntagsschreiber

Alter: 17
Beiträge: 28



BeitragVerfasst am: 03.01.2019 16:45    Titel: Der rote Brief eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Gedankenverloren starrte Lillias auf den Brief in ihrer Hand. Die Ränder waren abgegriffen, doch das Siegel war ungebrochen. So oft hatte sie ihn vom Regalbrett genommen, doch sie wagte nicht, ihn zu öffnen. Blutrot war er, und das schwarze Siegel starrte sie an wie ein Auge. Unheilvoll war er wie die Wolken eines aufziehenden Gewitters. Warum war er zu ihr gekommen?
Lillias warf einen Blick auf den Kamin. Wenn sie den Brief einfach ins Feuer warf,  dann wäre sie ihn los. Sie trat zwei Schritte darauf zu und blieb unschlüssig stehen. Die Flammen zuckten hin und her wie rote Schlangen. Lillias sah einen hundertköpfigen Drachen, der mit unzähligen Mäulern nach dem Brief schnappte. Dann glaubte sie, eine Hand zu erkennen, die gierig ihre sich windenden Finger reckte. Unwillkürlich wich Lillias zurück. Der Brief in ihrer Hand starrte sie unverwandt an. Das Feuer knackte und flüsterte beschwörende Worte. Lillias spürte, wie ihr Herz schneller schlug. Dann wandte sie sich ruckartig um und legte den Brief zurück auf das Regalbrett. Die Luft im Raum war plötzlich erdrückend schwer. Sie musste nach draußen. Ein Spaziergang in der Stadt würde sie auf andere Gedanken bringen. Sie spürte den Blick des Briefes in ihrem Rücken, als sie hastig, wie auf der Flucht, den Raum verließ.


Obwohl es schon Abend wurde, waren die Straßen geschäftig wie immer.
Eine überdachte Kutsche rumpelte über das Pflaster und schüttelte die feinen Herrschaften durch, die in ihren weiten Röcken aussahen wie aufgeplusterte Truthähne. Das hellgrüne Wappen auf der Tür der Kutsche ließ erkennen, dass die Adligen dem Aprilishaus entstammten. Trotz der edlen Stoffe, in die sie sich hüllten, schienen sie kaum gesünder als die Menschen auf der Straße, die auseinander stoben und sich an die Hauswände drückten, als der Wagen vorbeirollte. Als Lillias mit den Anderen zurückwich, glitt ihr Blick über die hohen, spitzen Fenster zum Himmel. Wie so oft wälzten sich dunkle Wolken über die schwarzen Dächer. Zu beiden Seiten der Straße verloren die schmutzigen Fassaden im diffusen, violetten Zwielicht des Abends ihre filigranen Details und verschmolzen zu zwei riesigen Mauern, die immer näher zusammenzurücken schienen und die Straße zwischen sich zerdrückten. Sie ließen nur einen schmalen Streifen Himmel zurück, einen Spalt, durch den hin und wieder ein Vogel entfliehen konnte.
Immer, wenn Lillias dort hinauf blickte, glaubte sie zu sehen, wie die gezackten Dächer sich endgültig über ihr schlossen und sie für immer auf der staubigen Straße einsperrten.


Der rote Brief verfolgte Lillias wie der Donner den Blitz, so sehr sie auch versuchte, ihm zu entkommen und ihre Gedanken von ihm abzulenken. Selbst die Menschen der Stadt schienen von nichts Anderem zu sprechen. Immer, wenn sie sich durch eine Menschenmenge drängte, schnappte sie Neuigkeiten auf.
Der rote Brief ging um.  Alan, der Schmied, hatte ihn gestern vor seiner Tür gefunden. Es hieß, er sei über Nacht wahnsinnig geworden. Vor drei Tagen waren die Töchter des Septemberhauses spurlos verschwunden. Das ganze Martishaus einen Tag später. Man wusste von sechs Leuten, die den roten Brief bekommen hatten, und niemand konnte erraten, wen es als Nächstes treffen würde, denn die Wahl der Empfänger folgte keinem sichtbaren Muster.
Die Luft knisterte wie vor einem Gewitter, war erfüllt von einer flüsternden Erwartung, Furcht und einer Art von Faszination, wie wenn man von Ferne einen Kampf beobachtet. Es war etwas ganz anderes, wenn man selbst mitten im Kampf steckte.
Sie wählte den einsamen Weg nach Hause, den Weg über das Feld, der am Wald vorbei führte. Der Himmel über ihrem Kopf war von Wolken verhüllt, doch über dem östlichen Horizont hing schwer ein gelber Mond, als wäre sein runder Körper zu wuchtig, um ihn weiter hinauf zu stemmen.
Rechts des Weges türmte sich schwarz der Wald auf und überdachte ihn mit seinen Ästen.  Links erstreckte sich das Feld unter einer Decke aus Nebel. Weiter hinten wiegten sich drei einsame Pappeln im Wind wie drei Schwestern in einem langsamen Tanz.
Der sanfte Wind blähte ihr Gewand und reinigte ihre Haut vom Staub der Stadt. Doch er brachte auch neue Gerüche: Nach Fäulnis und Feuchtigkeit, wie die Haut von Kröten.
Über ihr in den dürren Ästen tanzte ein Schwarm von Fliegen.
Lillias vermied, in den Wald zu blicken, denn sie wusste, dass sie in den dunklen Schatten zwischen den Bäumen alle Arten finsterer Kreaturen sehen würde. Stattdessen ließ sie ihren Blick über die Weite des sumpfigen Feldes schweifen und begann, leise eine Melodie zu summen. Wie ein träges Gewässer schwappte der Nebel hin und her, als wiegte er sich zu ihrem Lied.
Plötzlich verstummte die Melodie auf Lillias’ Lippen und sie verharrte auf dem Weg. Da waren Gestalten im Nebel. Sie sah Reiter auf dem Feld, verschleierte Reiter auf ascheweißen Pferden. Irgendetwas an der Art, wie sie sich bewegten, erschien ihr unwirklich  und nicht greifbar, als wären die Pferde selbst wabernde Nebelschwaden. Auch schienen sie den Boden nicht zu berühren. Die Gräser des Feldes neigten sich wie bei einem leichten Windstoß, als die Reiter in höchster Eile, aber ohne einen Laut vorbei galoppierten. Dann, plötzlich, wie der Rauch einer Kerze vom Wind verweht wird, verschwanden die Gestalten im Nebel. Wie versteinert stand Lillias da und starrte über das Feld, doch der Dunst war nur Dunst und zeigte keine Spur mehr von den geisterhaften Reitern.
Lillias erschauerte. Ihr war plötzlich kalt. Als sie den Weg entlang blickte, konnte sie weiter hinten ihr Haus und die ihrer Nachbarn ausmachen. Sie setzte sich in Bewegung und begann, zu rennen.


Sobald Lillias das Haus betrat, grüßte sie der Blick des Briefes. Sie blieb in der Tür stehen, noch immer außer Atem, und erwiderte ihn trotzig. Und doch konnte sie nicht verhindern, dass ihr ein Schauer über den Rücken lief. Welches Unheil würde dieses Stück gefalteten Papiers ihr noch bringen?
Ihr Blick fiel auf den Kamin. Die Asche glühte noch. Mit schnellen Schritten durchquerte sie den Raum, nahm zwei Holzscheite vom Stapel neben dem Ofen und fachte das Feuer wieder an. Eine Weile starrte sie gebückt in die Flammen, die mit warmen Fingern ihr Gesicht streichelten. Ihr Blick verlor sich in den roten und grauen Wirbeln von Feuer und Rauch. Ihre Gedanken aber schweiften durch den Raum und berührten den Brief auf dem Regalbrett.
Ihre Muskeln spannten sich.
Dann drehte sie sich um und mit einer einzigen schnellen Bewegung nahm sie den Brief und schleuderte ihn in die Flammen. Diese umschlangen ihn wie einen lange vermissten Freund und begannen dann, knisternd an ihm zu nagen. Als der rote Briefumschlag sich langsam wellte und an den Ecken zu glühen anfing, war für einen Moment das beschriebene und gefaltete Papier zwischen den Lagen sichtbar. Es war ebenfalls rot wie Blut. Doch bevor Lillias Genaueres erkennen konnte, hatte das Feuer es bereits erfasst.
Als der letzte Fetzen des roten Briefes zu schwarzem Staub zerfallen war, begann Lillias, wieder zu atmen. Erst jetzt wurde ihr bewusst, wie heftig ihr Herz gegen ihre Brust hämmerte. Das Gewicht, das auf ihren Schultern lastete, war auf einmal leichter geworden. Sie ließ sich auf den Boden sinken und blickte in die Glut, bis das Feuer heruntergebrannt war.


In dieser Nacht schlief Lillias so gut wie schon lange nicht mehr. Ihr Kopf war voll von süßen Träumen, an die sie sich später nicht mehr erinnern konnte.
Noch bevor am nächsten Morgen die Sonne über den Horizont lugte, wachte sie erfrischt auf.
Lillias ging ins Kaminzimmer und öffnete die hohen Fenster. Frische Luft strömte herein und füllte den Raum. Zum ersten Mal seit Langem war das Wetter klar. Im Osten war der Himmel bereits von gelbem Licht durchtränkt. Zögerlich betasteten die ersten Sonnenstrahlen das Feld und die Dächer der Häuser. Lillias hatte das Gefühl, endlich wieder atmen zu können.
Plötzlich spürte sie etwas. Es war nicht wie ein Nadelstich, eher wie ein sanfter Gruß und doch von brennender Hitze.
Sie spürte einen Blick in ihrem Rücken. Lillias erschauerte. Sie ballte die Hände zu Fäusten, um das unkontrollierbare Zittern zu ersticken. Langsam senkte sich ihr Blick den Himmel hinab, über die drei Schwestern, über das Feld und den Weg bis zu ihren nackten Füßen. Dann drehte sie sich um.
Auf dem Regalbrett lag der rote Brief und blickte ihr entgegen.



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"Moriamur et in media arma ruamus!"
(Vergil, Aeneis)
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findling
Schreiberassi


Beiträge: 60



BeitragVerfasst am: 04.01.2019 10:18    Titel: Antworten mit Zitat

Ich les Dich so:

Gedankenverloren starrte Lillias auf den Brief in ihrer Hand. Die Ränder waren abgegriffen, doch das Siegel war ungebrochen. So oft hatte sie ihn vom Regalbrett genommen, doch sie wagte nicht, ihn zu öffnen. Blutrot war er, und das schwarze Siegel starrte sie an wie ein Auge. Unheilvoll war er wie die Wolken eines aufziehenden Gewitters.
Warum war er zu ihr gekommen?

Lillias warf einen Blick auf den Kamin. Wenn sie den Brief einfach ins Feuer warf,  dann wäre sie ihn los. Sie trat zwei Schritte darauf zu und blieb unschlüssig stehen.
Die Flammen zuckten hin und her wie rote Schlangen. Lillias sah einen hundertköpfigen Drachen, der mit unzähligen Mäulern nach dem Brief schnappte. Dann glaubte sie, eine Hand zu erkennen, die gierig ihre sich windenden Finger reckte.
Unwillkürlich wich Lillias zurück.
Der Brief in ihrer Hand starrte sie unverwandt an. Das Feuer knackte und flüsterte beschwörende Worte.
Lillias spürte, wie ihr Herz schneller schlug. Dann wandte sie sich ruckartig um und legte den Brief zurück auf das Regalbrett. Die Luft im Raum war plötzlich erdrückend schwer. Sie musste nach draußen. Ein Spaziergang in der Stadt würde sie auf andere Gedanken bringen.
Sie spürte den Blick des Briefes in ihrem Rücken, als sie hastig, wie auf der Flucht, den Raum verließ.

usw.

Wir alle haben diesen Brief schon erhalten, es ist der letzte Aufruf zur Liebe, von Lillias selbst geschrieben vor langer Zeit, hinterlegt in der kältesten Stunde ihrerer Nacht.
Die Reiter sind ihre ehemaligen Gefährten, bereit, Lillias gnadenlos zu erlösen, bevor sie versagt ...       ... so haben wir uns geschworen.
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Nasobem
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BeitragVerfasst am: 04.01.2019 12:32    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

findling hat Folgendes geschrieben:

Wir alle haben diesen Brief schon erhalten, es ist der letzte Aufruf zur Liebe, von Lillias selbst geschrieben vor langer Zeit, hinterlegt in der kältesten Stunde ihrerer Nacht.
Die Reiter sind ihre ehemaligen Gefährten, bereit, Lillias gnadenlos zu erlösen, bevor sie versagt ...       ... so haben wir uns geschworen.


Hm. Interessante Interpretation. Als ich den Text schrieb, wusste ich selbst nicht, was es mit dem Brief auf sich hatte.
Die Idee kam mir auf einer Autofahrt, als ich selbst einen Brief in der Hand hielt. Wie so viele Ideen trat sie in meinen Kopf ein, ohne sich vorzustellen. Deshalb weiß ich jetzt immer noch nicht, was die Geschichte eigentlich bedeutet.


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masniB
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BeitragVerfasst am: 04.01.2019 13:55    Titel: Antworten mit Zitat

Um ehrlich zu sein, reicht meine Fantasie nicht aus, um der Geschichte wie Findling eine Interpretation anheim zu stellen. Mir hat aber die Erzählfarbe sehr gut gefallen, die Beschreibungen sind so kreativ, dass ich mir die Bilder sehr gut vorstellen konnte. Allerdings waren mir am Ende dann doch zuviel Himmel und ähnliche Darstellungen zu gehäuft und haben die Geschichte unnötig in die Länge gezogen. Aber ich würde denn doch gerne eine Lösung angeboten bekommen, was denn nun in diesem Brief steht  oder wer ihn geschrieben hat.

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Nasobem
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BeitragVerfasst am: 04.01.2019 14:58    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

masniB: Ich verstehe, was du meinst. Es ist immer schwierig, sich von schönen Formulierungen zu trennen, selbst wenn sie unnötig sind. Ich arbeite daran. Was die Lösung angeht... Ich denke immer wieder darüber nach, aber mir ist noch nichts Gutes eingefallen. Eigentlich würde ich gerne eine ganze Geschichte daraus machen.

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Willebroer
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BeitragVerfasst am: 04.01.2019 16:35    Titel: Antworten mit Zitat

Nasobem hat Folgendes geschrieben:

Hm. Interessante Interpretation. Als ich den Text schrieb, wusste ich selbst nicht, was es mit dem Brief auf sich hatte.
Die Idee kam mir auf einer Autofahrt, als ich selbst einen Brief in der Hand hielt. Wie so viele Ideen trat sie in meinen Kopf ein, ohne sich vorzustellen. Deshalb weiß ich jetzt immer noch nicht, was die Geschichte eigentlich bedeutet.


Ach - du meinst, es ist KEINE Einladung, eine Zauberschuie zu besuchen??? Shocked Mad
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Kiara
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BeitragVerfasst am: 04.01.2019 17:15    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn es eine Einladung wäre - warum ist dann der Schmied wahnsinnig geworden?

Fragen über Fragen.
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Nasobem
Geschlecht:weiblichSonntagsschreiber

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BeitragVerfasst am: 05.01.2019 12:44    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielleicht war er so aufgeregt, dass er wahnsinnig wurde. Oder er war der festen Überzeugung, dass es keine Magie gibt, und die Einladung hat seine ganze Weltsicht zusammenbrechen lassen.

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Ebor
Sonntagsschreiber


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BeitragVerfasst am: 05.01.2019 18:07    Titel: Antworten mit Zitat

Mir hat deine Kurzgeschichte auch gut gefallen!
Was mich jedoch besonders fasziniert ist ihre Willenskraft, also dass sie den Brief tatsächlich nicht öffnet. Der läge bei mir zuhause wohl nicht mal eine halbe Stunde auf dem Regalbrett, es reden ja schließlich alle im Dorf darüber. Geschweige denn, ihn ungelesen zu verbrennen, Hut ab.
Musste ganz kurz an diesen neuen Film "Bird Box" denken, wo der Anblick einer dunklen Macht die Leute in den Wahnsinn treibt und die Darsteller sich dann sicherheitshalber die Augen verbinden.
Bitte mach eine längere Geschichte daraus und verrate uns, was es mit dem Brief auf sich hat, ja?
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Equestrice
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Alter: 16
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Wohnort: Schweiz


BeitragVerfasst am: 05.01.2019 18:52    Titel: Antworten mit Zitat

Ebor hat Folgendes geschrieben:
Musste ganz kurz an diesen neuen Film "Bird Box" denken, wo der Anblick einer dunklen Macht die Leute in den Wahnsinn treibt und die Darsteller sich dann sicherheitshalber die Augen verbinden.


Den habe ich auch auf Netflix gesehen! War wirklich unheimlich *schauder*

Nasobem,
Mir gefällt die vor allem Stimmung, die du durch bildliche Formulierungen wirklich gut zum Ausdruck bringst. Da dieser rote Brief wie auch schon beim letzten Mal (im alten Forum) meine Neugier geweckt hat, wäre ich ebenfalls sehr erfreut über eine Fortsetzung. Ich denke, dass man mit dem ganzen Stoff, den du hier vorgestellt hast, gut an einer längeren Geschichte arbeiten könnte wink

findling hat Folgendes geschrieben:
Wir alle haben diesen Brief schon erhalten, es ist der letzte Aufruf zur Liebe, von Lillias selbst geschrieben vor langer Zeit, hinterlegt in der kältesten Stunde ihrerer Nacht.
Die Reiter sind ihre ehemaligen Gefährten, bereit, Lillias gnadenlos zu erlösen, bevor sie versagt ... ... so haben wir uns geschworen.

Irgendwie erinnert mich das an Herr der Ringe...


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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 05.01.2019 20:48    Titel: Antworten mit Zitat

Wooohey! Du bist 16 und schreibst eine solche Geschichte? Hut ab, die ist wirklich gut. Teilweise etwas zu lang. Du Kutsche zum Beispiel, hat die eine wirkliche Relevanz? In Kurzgeschichten sollte man sich auf das Wesentliche beschränken, solche langen Details sind eher für Romane.

Anders die Reiter. Ich habe sie als Unheilsboten gesehen, die Wilde Jagd vielleicht oder etwas vergleichbares. Oder Zeugnis eines aufkommenden Wahns, Dinge zu sehen, die nicht da sind, oder dem normalen Auge verborgen. Wie auch die drei Schwestern. Ich denke an die Hexen aus McBeth, die Nornen oder Clotho/Lachesis/Atropos (Moiren der griechischen Mythologie). Vielleicht auch Alekto/Tisiphone/Megaira (Furien), die eher zur Wahnsinnsmetapher (furor) passen würden. Wirft da die Anwesenheit des Briefs in ihrem Haus seine Schatten voraus? Es gibt jedenfalls kein Entkommen, das Ding, das nicht sein darf, lässt sich nicht zerstören und kommt zurück.

Nach dem wahnsinnigen Schmied sah ich in dem Brief sofort einen Instant-Insanity-McGuffin, wie das Necronomicon Lovecrafts (ein Magiebuch, das jeden Leser wahnsinnig macht) oder Chambers' (natürlich fiktionales) "King in Yellow" Theaterstück (das im letzten Akt mit einem solchen Twist aufwartet, der jedem Leser den Verstand raubt). Oder wie schon gesagt das Was-auch-immer aus Bird Box, bei dem schon der Anblick eines Kamerabilds reicht. Die Idee (der essenzielle Basilisk) ist damit im Prinzip ein alter Hut, aber trotzdem immer wieder gern gesehen/gelesen (wenn auch nur aus zweiter Hand, man will seinen Verstand ja behalten).

Was du meiner Meinung nach absolut richtig machst, genau wie Bird Box, ist, das du nichts zu erklären versuchst. Dann behält das Schreckliche seinen Schrecken. Erklärter Schrecken ist vergangen, weil er eben einschätzbar wird und einen als Leser auf der anderen Seite des Texts nicht mehr wirklich tangiert. Dein Brief hingegen kann schon morgen bei mir im Briefkasten stecken.

Mir hat deine Geschichte gut gefallen!

Beste Grüße,
Veith


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findling
Schreiberassi


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BeitragVerfasst am: 06.01.2019 09:14    Titel: Antworten mit Zitat

Ein Mensch wird wahnsinnig, wenn er die Wahrheit ohne Liebe erblickt.
Wenn ihm gewahr wird, die Liebe seiner Seele erstickt zu haben.
Ein Wort, eine Geste, ein Federstrich eines Engels genügt, es ihm siedend heiss einschiessen zu lassen.
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Nasobem
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Alter: 17
Beiträge: 28



BeitragVerfasst am: 06.01.2019 10:53    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke für Lob und Kritik!

Die Reiter waren inspiriert vom Schimmelreiter. Sie sollten Boten irgendeiner Art sein, so wie die Sichtung eines Banshee oder Ähnlichem den Tod ankündigt. Ich weiß nur noch nicht so recht, was sie ankündigen sollen.

Als ich den Vergleich mit den drei Schwestern schrieb, hatte ich kurz vorher mal wieder ein Stück Macbeth gelesen. Ich dachte also tatsächlich an drei Hexen, aber das steht frei zur Interpretation.

Ich werde mir jetzt eine Übersicht machen mit allen aufgeworfenen Fragen und Rätseln und dann versuchen, Antworten zu finden. Vielleicht kann ich eine ganze Geschichte daraus spinnen.


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Balnoj
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Alter: 29
Beiträge: 43
Wohnort: Zuhause


BeitragVerfasst am: 15.01.2019 09:13    Titel: Re: Der rote Brief Antworten mit Zitat

Nasobem hat Folgendes geschrieben:
Gedankenverloren starrte Lillias auf den Brief in ihrer Hand. Die Ränder waren abgegriffen, doch das Siegel war ungebrochen. So oft hatte sie ihn vom Regalbrett genommen, doch sie wagte nicht, ihn zu öffnen. Blutrot war er, und das schwarze Siegel starrte sie an wie ein Auge.   (Mir fehlt die Beschreibung des Siegels selbst - könnte noch mehr Furcht erzeugen, wenn es z.b. eine Fledermaus wäre) Unheilvoll war er wie die Wolken eines aufziehenden Gewitters. Warum war er zu ihr gekommen?
Lillias warf einen Blick auf den Kamin. Wenn sie den Brief einfach ins Feuer warf,  dann wäre sie ihn los. Sie trat zwei Schritte darauf zu und blieb unschlüssig stehen. Die Flammen zuckten hin und her wie rote Schlangen. Lillias sah einen hundertköpfigen Drachen, der mit unzähligen Mäulern nach dem Brief schnappte. Dann glaubte sie, eine Hand zu erkennen, die gierig ihre sich windenden Finger reckte. (windend UND reckend? Ich bin mir unsicher, aber es klingt "Doppeltgemoppelt")  Unwillkürlich wich Lillias zurück. Der Brief in ihrer Hand starrte sie unverwandt an. Das Feuer knackte und flüsterte beschwörende Worte. Lillias spürte, wie ihr Herz schneller schlug. Dann wandte sie sich ruckartig um und legte den Brief zurück auf das Regalbrett. Die Luft im Raum war plötzlich erdrückend schwer. Sie musste nach draußen. Ein Spaziergang in der Stadt würde sie auf andere Gedanken bringen. Sie spürte den Blick des Briefes in ihrem Rücken, als sie hastig, wie auf der Flucht, (Mir kam ordentlich Furcht auf als ich "...als sie hastig..." las. Aber das "...wie auf der Flucht..." hat es wieder erstickt - weniger ist manchmal mehr)  den Raum verließ.


Obwohl es schon Abend wurde, waren die Straßen geschäftig wie immer.
Eine überdachte Kutsche rumpelte über das Pflaster und schüttelte die feinen Herrschaften durch, die in ihren weiten Röcken aussahen wie aufgeplusterte Truthähne. Das hellgrüne Wappen auf der Tür der Kutsche ließ erkennen, dass die Adligen dem Aprilishaus entstammten. Trotz der edlen Stoffe, in die sie sich hüllten, schienen sie kaum gesünder als die Menschen auf der Straße, die auseinander stoben und sich an die Hauswände drückten, als der Wagen vorbeirollte. Als Lillias mit den Anderen zurückwich, glitt ihr Blick über die hohen, spitzen Fenster zum Himmel. Wie so oft wälzten sich dunkle Wolken über die schwarzen Dächer. Zu beiden Seiten der Straße verloren die schmutzigen Fassaden im diffusen, violetten Zwielicht des Abends ihre filigranen Details und verschmolzen zu zwei riesigen Mauern, die immer näher zusammenzurücken schienen und die Straße zwischen sich zerdrückten. Sie ließen nur einen schmalen Streifen Himmel zurück, einen Spalt, durch den hin und wieder ein Vogel entfliehen konnte.
Immer, wenn Lillias dort hinauf blickte, glaubte sie zu sehen, wie die gezackten Dächer sich endgültig über ihr schlossen und sie für immer auf der staubigen Straße einsperrten.


Der rote Brief verfolgte Lillias wie der Donner den Blitz, so sehr sie auch versuchte, ihm zu entkommen und ihre Gedanken von ihm abzulenken. Selbst die Menschen der Stadt schienen von nichts Anderem zu sprechen. Immer, wenn sie sich durch eine Menschenmenge drängte, schnappte sie Neuigkeiten auf.
Der rote Brief ging um.  Alan, der Schmied, hatte ihn gestern vor seiner Tür gefunden. Es hieß, er sei über Nacht wahnsinnig geworden. Vor drei Tagen waren die Töchter des Septemberhauses spurlos verschwunden. Das ganze Martishaus einen Tag später. Man wusste von sechs Leuten, die den roten Brief bekommen hatten, und niemand konnte erraten, wen es als Nächstes treffen würde, denn die Wahl der Empfänger folgte keinem sichtbaren Muster.
Die Luft knisterte wie vor einem Gewitter, war erfüllt von einer flüsternden Erwartung, Furcht und einer Art von Faszination, wie wenn man von Ferne einen Kampf beobachtet. Es war etwas ganz anderes, wenn man selbst mitten im Kampf steckte.
Sie wählte den einsamen Weg nach Hause, den Weg über das Feld, der am Wald vorbei führte. Der Himmel über ihrem Kopf war von Wolken verhüllt, doch über dem östlichen Horizont hing schwer ein gelber Mond, als wäre sein runder Körper zu wuchtig, um ihn weiter hinauf zu stemmen.
Rechts des Weges türmte sich schwarz der Wald auf und überdachte ihn mit seinen Ästen.  Links erstreckte sich das Feld unter einer Decke aus Nebel. Weiter hinten wiegten sich drei einsame Pappeln im Wind wie drei Schwestern in einem langsamen Tanz.
Der sanfte Wind blähte ihr Gewand und reinigte ihre Haut vom Staub der Stadt. Doch er brachte auch neue Gerüche: Nach Fäulnis und Feuchtigkeit, wie die Haut von Kröten.
Über ihr in den dürren Ästen tanzte ein Schwarm von Fliegen.
Lillias vermied, in den Wald zu blicken, denn sie wusste, dass sie in den dunklen Schatten zwischen den Bäumen alle Arten finsterer Kreaturen sehen würde. Stattdessen ließ sie ihren Blick über die Weite des sumpfigen Feldes schweifen und begann, leise eine Melodie zu summen. Wie ein träges Gewässer schwappte der Nebel hin und her, als wiegte er sich zu ihrem Lied.
Plötzlich verstummte die Melodie auf Lillias’ Lippen und sie verharrte auf dem Weg. Da waren Gestalten im Nebel. Sie sah Reiter auf dem Feld, verschleierte Reiter auf ascheweißen Pferden. Irgendetwas an der Art, wie sie sich bewegten, erschien ihr unwirklich  und nicht greifbar, als wären die Pferde selbst wabernde Nebelschwaden. Auch schienen sie den Boden nicht zu berühren. Die Gräser des Feldes neigten sich wie bei einem leichten Windstoß, als die Reiter in höchster Eile, aber ohne einen Laut vorbei galoppierten. Dann, plötzlich, wie der Rauch einer Kerze vom Wind verweht wird, verschwanden die Gestalten im Nebel. Wie versteinert stand Lillias da und starrte über das Feld, doch der Dunst war nur Dunst und zeigte keine Spur mehr von den geisterhaften Reitern.
Lillias erschauerte. Ihr war plötzlich kalt. Als sie den Weg entlang blickte, konnte sie weiter hinten ihr Haus und die ihrer Nachbarn ausmachen. Sie setzte sich in Bewegung und begann, zu rennen.
(Du hast viel bedrückendes und dunkles beschrieben und das sogar gut. Bei dem starrenden Blick des Briefes hätte ich jetzt mehr "Blicke" erwartet. "Die dunklen Fenster der verschwommenen Fassaden starrten sie an" usw. Damit würde der Blick des Briefes stets im Hintergrund erhalten bleiben und das ganze abrunden)

Sobald Lillias das Haus (da du zuvor das Haus der Nachbarn erwähnt hast, ahbe ich erwartet, Lillias ist zu den Nachbarn hereingestürmt.) betrat, grüßte sie der Blick des Briefes. Sie blieb in der Tür stehen, noch immer außer Atem, und erwiderte ihn trotzig. Und doch konnte sie nicht verhindern, dass ihr ein Schauer über den Rücken lief (War mir tatsächlich zu nah dran. Wie wäre es mit einer Mischung aus Zusammenzucken und Verkrampfen?) . Welches Unheil würde dieses Stück gefalteten Papiers ihr noch bringen?
Ihr Blick fiel auf den Kamin. Die Asche glühte noch. Mit schnellen Schritten durchquerte sie den Raum, nahm zwei Holzscheite vom Stapel neben dem Ofen und fachte das Feuer wieder an. Eine Weile starrte sie gebückt in die Flammen, die mit warmen Fingern ihr Gesicht streichelten. Ihr Blick verlor sich in den roten und grauen Wirbeln von Feuer und Rauch. Ihre Gedanken aber schweiften durch den Raum und berührten den Brief auf dem Regalbrett.
Ihre Muskeln spannten sich.
Dann drehte sie sich um und mit einer einzigen schnellen Bewegung nahm sie den Brief und schleuderte ihn in die Flammen. Diese umschlangen ihn wie einen lange vermissten Freund und begannen dann, knisternd an ihm zu nagen. Als der rote Briefumschlag sich langsam wellte und an den Ecken zu glühen anfing, war für einen Moment das beschriebene und gefaltete Papier zwischen den Lagen sichtbar. Es war ebenfalls rot wie Blut. Doch bevor Lillias Genaueres erkennen konnte, hatte das Feuer es bereits erfasst.
Als der letzte Fetzen des roten Briefes zu schwarzem Staub zerfallen war, begann Lillias, wieder zu atmen. Erst jetzt wurde ihr bewusst, wie heftig ihr Herz gegen ihre Brust hämmerte. Das Gewicht, das auf ihren Schultern lastete, war auf einmal leichter geworden. Sie ließ sich auf den Boden sinken und blickte in die Glut, bis das Feuer heruntergebrannt war.


In dieser Nacht schlief Lillias so gut wie schon lange nicht mehr. Ihr Kopf war voll von süßen Träumen, an die sie sich später nicht mehr erinnern konnte.
Noch bevor am nächsten Morgen die Sonne über den Horizont lugte, wachte sie erfrischt auf.
Lillias ging ins Kaminzimmer und öffnete die hohen Fenster. Frische Luft strömte herein und füllte den Raum. Zum ersten Mal seit Langem war das Wetter klar. Im Osten war der Himmel bereits von gelbem Licht durchtränkt. Zögerlich betasteten die ersten Sonnenstrahlen das Feld und die Dächer der Häuser. Lillias hatte das Gefühl, endlich wieder atmen zu können.
Plötzlich spürte sie etwas. Es war nicht wie ein Nadelstich, eher wie ein sanfter Gruß und doch von brennender Hitze.
Sie spürte einen Blick in ihrem Rücken. Lillias erschauerte. Sie ballte die Hände zu Fäusten, um das unkontrollierbare Zittern zu ersticken. Langsam senkte sich ihr Blick den Himmel hinab, über die drei Schwestern, über das Feld und den Weg bis zu ihren nackten Füßen. Dann drehte sie sich um.
Auf dem Regalbrett lag der rote Brief und blickte ihr entgegen.


Insgesamt hast du echt schön geschrieben. Teilwese rechne ich es dem an, dass du eben nur wenige Werkzeuge hattest. Der Brief und der düstere Umstand, denn du erfolgreich wie eine Decke über alle anderen Szenen gelegt hast. smile
Mir fehlte jedoch etwas der riechende Sinn, ein nicht zu unterschätzender Faktor.

Dennoch: War sehr anschaulich und interessant zu lesen.


Mit hundertköpfigen Grüßen,
Balnoj


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Thomas74
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BeitragVerfasst am: 15.01.2019 10:18    Titel: Antworten mit Zitat

Nasobem hat Folgendes geschrieben:
. Eigentlich würde ich gerne eine ganze Geschichte daraus machen.


 Mr. Green Warum kämpfst du dagegen an ?

Gerade bei den dynamische Beschreibungen, Reiter, Kutsche usw. würde ich die Sätze etwas kürzen. Sonst nimmt das die kurzzeitige Geschwindigkeit aus der Szene.
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