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Regen ohne Wald

 

 
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Tjana
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 59
Beiträge: 1924
Wohnort: Inne Peerle


BeitragVerfasst am: 14.10.2018 18:00    Titel: Regen ohne Wald eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Regen ohne Wald

Als das Licht dem Abend gegenübersaß, verstand er nicht die Wehmut in den Augen.
„Warum so traurig?“, fragte er und unterdrückte das Verlangen, schützend den Arm um sie zu legen. Zu entfernt schien sie ihm, zu weit der Weg, den ihre Gedanken würden zurücklegen müssen, um wieder in der Gegenwart anzukommen. Still saß sie da und starrte auf Vergangenes hinab.
„Lass los“, flehte er sie an. „Schau nach vorn. Wir sind immer noch zusammen. Lass uns gemeinsam nach vorne schauen.“
Langsam, ganz langsam drehte das Licht ihm ihr Gesicht zu.
„Nach vorne? Da ist nichts, was ich sehen, nichts mehr, wofür ich meine Kraft entfachen möchte.“  
Sie wandte sich wieder ab und die tiefen Kerben an ihren Mundwinkeln ließen ihn ahnen, welche Bilder sich hinter ihrer Stirn auftaten.

Das Licht begriff nicht das Unverständnis in seinen Augen. Er nahm es an. Schlicht und einfach als unabänderlich an. Doch seine Aufgaben bestanden ja auch unverändert. Er ging am Morgen und kehrte abends zurück. Sein Sternenspiel war ungetrübt und in den Übergängen wirkten sie zusammen, denn -  gewiss  - sie waren immer noch zusammen, würden es immer bleiben.
Wo aber waren ihre eigenen Spiele geblieben? Schattenwerfen auf weiches Moos, Blättern in einem Tropfen Wasser Regenbogenfarben verleihen, ein und demselben Farnblatt verschiedene Grüntöne schenken, Freude geben. Die Schatten hatten denjenigen Glück gebracht, die sich verstecken wollten, die Wasserfarben hatten es sichtbar gemacht und Leben erhalten. Unmöglich jetzt. Kraft, die verkümmerte und zugleich ausbrach. Kraft, die sich gegen sie richtete, nachdem das Ziel vernichtet wurde. Alle fort. Die Schattenspender, mit denen sie so gerne getanzt und gespielt hatte, die Wesen, die sich darunter verstecken konnten.

Das Licht glitt gleißend über die breite, grüne Fläche, auf der sie nun andere Wesen sah. Allein der Name war geblieben, doch er hatte seinen Sinn verloren. Hilflos blickte sie auf die dunklen, massigen Körper hinab und war sicher, sie würden ein wenig Schatten willkommen heißen. Zu viel Licht traf sie, zu viel Hitze.  
Sie schaute den Abend lange an. Neidisch, fast feindselig. Linderung. Seine Aufgaben ließen sich anpassen, gaben seinem Dasein weiterhin Sinn. Sie sah auf die leeren Steppen, und so sehr sie es auch wünschte, sie konnte ihre Kraft nicht zügeln.
Wehmütig flatterten von Blättern durchbrochene Reflexe durch ihre Gedanken. Sie hielt sich daran  fest. Der Neid wich.   
„Konnten wir denn wirklich gar nichts tun?“

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MoL
Geschlecht:weiblichQuelle


Beiträge: 1276
Wohnort: NRW
Das bronzene Stundenglas


BeitragVerfasst am: 15.10.2018 08:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hm. Ehrlich gesagt habe ich diese Geschichte nicht so richtig verstanden. Der Wald ist weg, OK. Aber sonst? Sind die Protagonisten überhaupt menschlich?
Sorry, irgendwie finde ich keinen Draht zu dieser Geschichte. Ich werde sie mir im Laufe der zwei Wochen noch ein paar Mal durchlesen. Wenn sich bei mir nicht tut, bleibt es bei diesem Kommentar.


_________________
"Hexenherz - Eisiger Zorn", acabus Verlag, Februar 2017.
"Die große acabus-Jubiläumsanthologie", acabus Verlag, Oktober 2018.
"Hexenherz - Glühender Hass", acabus Verlag, Januar 2019.
NEU - NEU - NEU:
"Die Tote in der Tränenburg", Alea Libris, 31. Oktober 2019.
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Kiara
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 39
Beiträge: 759
Wohnort: bayerisch-Schwaben


BeitragVerfasst am: 15.10.2018 10:08    Titel: Antworten mit Zitat

"Erst wenn alles vernichtet ist, werden ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann."
Irgendwie passt dieses Zitat - wenn auch stark verändert, denn ich schreibe es aus dem Kopf - zu der Kurzgeschichte.
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lebefroh
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 39
Beiträge: 358
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 15.10.2018 11:17    Titel: Antworten mit Zitat

Das gefällt:

Zitat:
Als das Licht dem Abend gegenübersaß, verstand er nicht die Wehmut in den Augen.


Ein schöner erster Satz. Der Rest funktioniert für mich leider nicht. Es fängt schon mit der Irritation darüber an, dass von "sie" die Rede, obwohl es doch das Licht ist.

Die Allegorie geht in meinen Augen nicht auf. Wieso hat der Abend Aufgaben und das Licht nicht? Sie sind doch beide völlig unabhängig von dem, was auf der Erde ist. Müssten es nicht sowieso eher die Gegensätze Morgen und Abend bzw. Licht und Dunkelheit sein?

Leider keine Punkte.
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Tjana
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 59
Beiträge: 1924
Wohnort: Inne Peerle


BeitragVerfasst am: 15.10.2018 19:01    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ohweh, es hat solchen Spaß gemacht, aber wahrscheinlich versteht wieder mal die Hälfte nicht, was ich eigentlich sagen wollte ... Embarassed

_________________
Wir sehnen uns nicht nach bestimmten Plätzen zurück, sondern nach Gefühlen, die sie ins uns auslösen
In der Mitte von Schwierigkeiten liegen die Möglichkeiten (Albert Einstein)
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V.K.B.
Geschlecht:männlichNebelpreisträger

Alter: 46
Beiträge: 2060
Wohnort: Diaspora
Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 15.10.2018 22:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,
originelle Idee, aber irgendwas passt hier nicht. Ich weiß nicht einmal, ob ich das richtig lese, aber vielleicht ist genau das Sinn der Sache. Ich stolpere immer wieder bei "das Licht" (sächlich) und "sie" (weiblich), das darauf zu referieren scheint. Aber das beißt sich und wirft mich aus der Leseart. Geht es hier um "das Licht" (respektive "die Sonne" als weiblichen Teil davon) und "den Abend" (anthropomorphisiert), oder um die metaphorische Beziehung zweier Menschen in einer Krise? Oder soll es unklar bleiben? Problem bei dieser Unklarheit ist aber, dass der Text diffus bleibt und ich ihn irgendwie nicht zu packen kriegen, trotz mehrfachem Lesen. Die genaue Bedeutung des Titels entzieht sich mir auch und ich könnte höchstens Mutmaßungen anstellen.

Auf Grund all dieser Unklarheiten fällt es mir auch schwer, die Themenumsetzung genau zu bewerten.  Andererseits liegt für mich die Stärke des Textes aber auch in seiner kompletten Unschärfe (im Heisenberg'schen Sinne) und der damit einhergehenden Ambivalenz. Sobald ich mich auf eine Sichtweise fokussiere, komme ich woanders nicht mehr weiter und kriege es nicht mehr scharf gestellt. Wäre Heisenbergs Unschärferelation statt "Wald ohne Bäume" Thema gewesen, wäre das brillant umgesetzt. Doch bezüglich des Waldes schwimme ich etwas, wie ich das bewerten soll.

Dennoch, gerne gelesen und die Geschichte hat etwas, auch wenn ich es nicht festmachen kann. Und mir nicht einmal sicher bin, ob der Text überhaupt so ambivalent gemeint war, denn je öfter ich ihn lese, desto mehr scheint sich doch die schliche Fabel in den Vordergrund zu drängen, deren Unschärfe nur aus ungeschickter Wortwahl und gramatikalisch unpassender Pronomenbenutzung resultiert. Aber ich will dem Text kein Unrecht tun und sagen, dass es so ist. Abgesehen davon spielt es keine Rolle, der Text ist, wie er ist und wirkt auf mich, wie er wirkt. Unabhängig davon, mit welcher Intention er tatsächlich geschrieben wurde.

Punkte vergebe ich erst, wenn ich alles gelesen habe.
beste Grüße,
Veith

Edit: 4 Punkte von mir


_________________
Warning: Cthulhu may occasionally scare people …
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Catalina
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 46
Beiträge: 339
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 16.10.2018 06:58    Titel: Antworten mit Zitat

Gleich zu Anfang irritiert mich, dass das Licht als "sie" bezeichnet wird. Das lässt vermuten, dass eigentlich über die Sonne geschrieben wird, aus der aber wegen der Vorgaben dann Licht geworden ist.

Die Idee finde ich ganz gut, den Schluss auch. Die Umsetzung dazwischen holpert mir zu sehr.
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d.frank
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 40
Beiträge: 913
Wohnort: berlin


BeitragVerfasst am: 16.10.2018 18:11    Titel: Antworten mit Zitat

Der Wald ist nicht mehr da.
Ich weiß nicht, ich tue mich schwer mit diesen personifizierten Waldgeschichten.
Kommt mir vor, als glitten alle Autoren im Wettbewerb sofort in diese übertrieben poetische Sprache, weil sie über etwas so Großes wie die Sonne, den Wald, die Erde erzählen. Vielleicht bin ich auch beeinflusst und da sind gar nicht so viele poetische Naturgeschichten.
Wie auch immer, ich kann nicht so viel hiermit anfangen.


_________________
Die Wahrheit ist keine Hure, die sich denen an den Hals wirft, welche ihrer nicht begehren: Vielmehr ist sie eine so spröde Schöne, daß selbst wer ihr alles opfert noch nicht ihrer Gunst gewiß sein darf.
*Arthur Schopenhauer
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Lapidar
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger

Alter: 57
Beiträge: 3022
Wohnort: in der Diaspora


BeitragVerfasst am: 16.10.2018 18:48    Titel: Antworten mit Zitat

Wer ist sie? Die Sonne? Der Tag?
Eine Apokalypse... interessante Umsetzung.


_________________
"Dem Bruder des Schwagers seine Schwester und von der der Onkel dessen Nichte Bogenschützin Lapidar" Kiara
If you can't say something nice... don't say anything at all. Anonym.
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Heidi
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 38
Beiträge: 1242
Wohnort: Hamburg


BeitragVerfasst am: 16.10.2018 19:16    Titel: Antworten mit Zitat

Eine Geschichte aus der Perspektive der Sonne, sie spricht mit dem Mond, wenn ich alles richtig verstanden habe. Ich mag den ersten Satz unglaublich gerne, dafür bekommst du schon mal Punkte. Er ist so verwirrend un ich hab gern als verwirrend angenommen, hätte dann auch weiterhin "krassere" Surrealitäten erwartet bzw. mir gewünscht, aber die Geschichte läuft dann doch eher konventionell ab. Die Protagonisten sind zwar keine Menschen, klar, aber stilistisch geht der Text kein Risiko ein. Das finde ich etwas schade.

Zitat:
Hilflos blickte sie auf die dunklen, massigen Körper hinab und war sicher, sie würden ein wenig Schatten willkommen heißen.


Woher diese dunklen, massigen Körper plötzlich kommen, frage ich mich. Sind Menschen gemeint? Warum massig? Es gibt auch Menschen, die zart gebaut sind. Oder Raumschiffe?
Hier steige ich nicht ganz durch, überhaupt, warum sich Sonne und Mond nicht mehr sehen werden, das tun sie im Grunde ohnehin kaum. Hängt vom Mondaufgang ab.

Der letzte Satz. Na ja, das ginge auch besser. Dennoch, es wird Punkte geben. Wie viele, wird sich zeigen.
Es zeigen sich 8 Stück davon.


_________________
hast du den luftblick
hast du den erdenblick oder
den fuchsblick_
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Poolshark
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 37
Beiträge: 906
NaNoWriMo: 8384
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 17.10.2018 10:33    Titel: Antworten mit Zitat

Mir war das leider zu abstrakt und blumig geschrieben, um mich zu erreichen. Sorry.

_________________
"But in the end, stories are about one person saying to another: This is the way it feels to me. Can you understand what I'm saying? Does it also feel this way to you?"
-Sir Kazuo Ishiguro
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Nihil
{ }

Moderator
Alter: 29
Beiträge: 7469



BeitragVerfasst am: 17.10.2018 15:56    Titel: Antworten mit Zitat

Also eigentlich nö, also eigentlich wirklich nee, d. h. eigentlich Punkte nur, wenn ich wirklich muss. Tut mir auch ehrlich Leid, aber ich lese nichts als ein pathetisches und verkitschtes Gespräch zwischen Abend und Licht, die so oberflächlich über ihre übernatürliche Beziehungskiste reden, wie es nur zwei Hauptwörter können.

Ich bin kein Geschichtsapologet, von daher mein Urteil: Für nix gibts auch nix oder nur das, was übrig bleibt.
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jaeani
Geschlecht:weiblichSchreiber-Lehrling


Beiträge: 117



BeitragVerfasst am: 18.10.2018 11:23    Titel: Antworten mit Zitat

schöne Idee, schon erzählt.
hätte es bei mir fast auf Platz 1 geschafft.
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Michel
Geschlecht:männlichNebelpreisträger

Alter: 47
Beiträge: 2077
Wohnort: Südwest
Das goldene Niemandsland Der silberne Spiegel - Prosa
Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 19.10.2018 22:06    Titel: Antworten mit Zitat

Licht kann keinen Schatten mehr werfen, weil die Wälder für Rinderweiten abgeholzt wurden. Oder? So lese ich das hier; könnten auch Sojaplantagen sein. Die [Hier Fachwort einsetzen] Geschichte endet offen, für mich zu offen, als hätte die Zeit nicht ausgereicht. Sie reiht sich (wie meine) ein in die Baum-Dystopien, die das gleiche Problem haben wie schlechte Nachrichten, die zu oft gesendet werden. Keiner hört mehr zu.
Hier bin ich nicht richtig reingekommen. Die Unterhaltung der beiden Kräfte klang mir zu distanziert, zu ... ja, zu konstruiert. Die Geschichte stolpert für mich.
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shatgloom
Geschlecht:weiblichHobbyautor


Beiträge: 344
NaNoWriMo: 27985
Wohnort: ja, gelegentlich


BeitragVerfasst am: 20.10.2018 15:19    Titel: Antworten mit Zitat

Es geht mir richtig nah, wie hier das Licht den Bäumen nachtrauert.
Die Geschichte gefällt mir gut.


_________________
Gruß von Karolin
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menetekel
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 99
Beiträge: 1907
Wohnort: Planet der Frühvergreisten


BeitragVerfasst am: 23.10.2018 16:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anonymus,

ist  die Steppe wirklich leer?
Ich denke, das Gegenteil ist der Fall. - Trotz des brennenden Lichteinfalls lebt sogar de Wüste ...

Recht gut gefällt mir die Personifizierung des Lichts ("Du Licht meiner Augen" love ), allerdings hätte ich ihm den männlichen Part zugeordnet. Die Sonne ist nämlich in fast allen Sprachen männlich, der Mond aber weiblich.
Insgesamt drückt mir der Text ein wenig zu sehr auf die Tränendrüsen, aber das ist vielleicht Geschmackssache.

Also, nicht böse sei. Für mich zählt der im Vergleich eher zu den schwachen Texten.

Grüße des Trostes
m.


_________________
Alles Amok! (Anita Augustin)
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Eliane
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 697



BeitragVerfasst am: 23.10.2018 21:17    Titel: Antworten mit Zitat

Der Wald ist weg, und die Sonne trauert. Ein Widerspruch fällt mir auf: Sie möchte ihre Kraft nicht entfachen - dennoch kann sie sie nicht zügeln -> sie entfacht sie also doch.

Ein Text, den ich sehr gerne mag, obwohl es mich ziemlich stört, dass "das Licht" "sie" (= die Sonne?) ist. Aber die Wortbilder sind einfach zu schön, die Schatten, Regenbogenfarben und die flatternden Reflexe.

Der letzte Satz haut mich raus, weil er nach meinem Empfinden des Textes die Perspektive bricht, ich muss ihn auf mich beziehen, bzw. auf uns Menschen.

8 Punkte für die Wortmusik.
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Constantine
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 2765

Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 25.10.2018 17:56    Titel: Antworten mit Zitat

Bonjour!

Schöne Umsetzung der Wettbewerbsvorgaben. Ich mag deinen kreativen Ansatz und der Text an sich ist sehr gelungen.
Einzig, womit ich mich schwer tue ist die Gegenüberstellung von Licht vs Abend, was ich als unpassend empfinde, da die beiden mMn kein "Paar" bilden, wie es zB Licht vs Schatten oder Licht vs Dunkelheit eher sind. Zum Abend wäre wohl eher der Morgen das passende Gegenstück.
Im Text scheinen sich Sonne und Mond zu begegnen, namentlich Licht und Abend. Die Sonne bescheint zB eine Grasfläche und die darauf Sonnenbandenden. Sie ist sehr nachdenklich und neidisch auf den Abend/Mond, sieht sie doch eher nur ihr Extrem und nicht, was sie sonst an positiven Einflüssen besitzt. ("Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen" so das Vorgabenverständnis hier, anstelle der Vorgabe "Wald, ohne Bäume", da bist du nicht die einzige und insofern, Schwamm drüber.)

Am Ende weicht ihr Neid,
Zitat:
flatterten von Blättern durchbrochene Reflexe durch ihre Gedanken.

erfreut sie sich an diesen Reflexionen an den Blättern.

Eine schöne und kreative Umsetzung der Vorgaben.
Punkte? Wir werden sehen.

Merci beaucoup
Constantine
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Malaga
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 770



BeitragVerfasst am: 26.10.2018 12:46    Titel: Antworten mit Zitat

Mit der Geschichte konnte ich leider nicht viel anfangen.
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