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Leiser Laut


 

 
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Anothergrey
Geschlecht:männlichSchneckenpost

Alter: 39
Beiträge: 7
Wohnort: Herrenberg


BeitragVerfasst am: 09.09.2018 17:22    Titel: Leiser Laut eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich gehe nun, schau' nicht zurück, du liegst noch immer da.
In deinen Augen, leeres Glück. Nicht greifbar - sonderbar.

Du bist so still, erkanntest schnell, dass es um dich geschehen.
Ich sah dich dort, es war noch hell, du konntest mich nicht sehen

Nun liegst du hier, es ist vollbracht, umarmt, geküsst von Schatten.
Der Mond schien silbern heute Nacht, als wir berührt uns hatten.

Ich lass' dich hier und denk' an dich, noch heute, vielleicht morgen.
Du rührst dich nicht, du atmest nicht, befreit, doch so geborgen

"Die stumme Göttin weißer Haut", so wird man sich erinnern.
Vollkommen - nur ein leiser Laut brennt noch in meinem Innern.

Ein Leiser Laut schmerzt tief im Herzen - alle Dinge schwinden.
Im Wald wird zwischen Laub und Kerzen morgen man dich finden.

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purpur
Reißwolf


Beiträge: 1023



BeitragVerfasst am: 09.09.2018 18:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anothergrey,

Deine Verse erscheinen mir geprägt von erfahrener,  übler Bitternis.
Bereits das erstmalige Lesen tat weh - Bitter...

Zitat von Anothergrey
"Leiser Laut

Ich gehe nun, schau' nicht zurück, du liegst noch immer da.
In deinen Augen, leeres Glück. Nicht greifbar - sonderbar.

Du bist so still, erkanntest schnell, dass es um dich geschehen.
Ich sah dich dort, es war noch hell, du konntest mich nicht sehen

Nun liegst du hier, es ist vollbracht, umarmt, geküsst von Schatten.
Der Mond schien silbern heute Nacht, als wir berührt uns hatten.

Ich lass' dich hier und denk' an dich, noch heute, vielleicht morgen.
Du rührst dich nicht, du atmest nicht, befreit, doch so geborgen

"Die stumme Göttin weißer Haut", so wird man sich erinnern.
Vollkommen - nur ein leiser Laut brennt noch in meinem Innern.

Ein Leiser Laut schmerzt tief im Herzen - alle Dinge schwinden.
Im Wald wird zwischen Laub und Kerzen morgen man dich finden."

... und traurig - "doch so geborgen" - als einzig positives Indiz.
Nichtsdestotrotz!
Immer, auf bessere Zeiten vertrauend!
 Kommt noch was?
HerzlichePpGrüße
Pia
PS  Erinnert mich etwas an Falko"Jeanny"


_________________
.fallen,aufstehen.
TagfürTag
FarbTöneWort
sammeln
nolimetangere
© auf alle Werke
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Anothergrey
Geschlecht:männlichSchneckenpost

Alter: 39
Beiträge: 7
Wohnort: Herrenberg


BeitragVerfasst am: 09.09.2018 19:45    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi Pia,

vielen Dank für deinen Kommentar! Es ist mein erster hier. smile
Es stimmt, und ich muss gerade schmunzeln, rein von der Thematik her geht es wirklich in Richtung Falko. Das war mir bislang gar nicht bewusst. Ich hatte es vor ca. 10 Jahren geschrieben und alsbald "zu den Akten" gelegt.
Hmmm...eigentlich gefällt mir der Vergleich mit Falko nicht wirklich! Rolling Eyes Very Happy

Aber egal...

Deine Worte freuen mich sehr, da sie mir zeigen, dass ich es wohl gar nicht so schlecht geschrieben habe.
Ich selbst habe zum Glück keinerlei Erfahrungen gemacht, die man damit in Zusammenhang bringen könnte - höchstens beruflicher Natur, das dann aber auch erst etliche Jahre nachdem ich es geschrieben hatte.

Es ist "nur" eine Geschichte.

Herzlichen Dank nochmal! smile

...und viele Grüße!
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Nitokris
Geschlecht:weiblichSchmierfink


Beiträge: 51



BeitragVerfasst am: 09.09.2018 19:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anothergrey,

ein berührender Text mit stimmigen Metaphern, die an keiner Stelle überzogen wirken. Ich bin kein großer Freund von Lyrik, aber deine Verse habe ich mehrmals gelesen. Daumen hoch von mir.
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Anothergrey
Geschlecht:männlichSchneckenpost

Alter: 39
Beiträge: 7
Wohnort: Herrenberg


BeitragVerfasst am: 09.09.2018 19:59    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi Nitokris,

vielen Dank für die netten Worte!!
Freue mich sehr!
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NikCe
Eselsohr


Beiträge: 261



BeitragVerfasst am: 09.09.2018 23:08    Titel: Antworten mit Zitat

Dann will ich auch mal meinen Senf hier lassen. smile

Es ist ein sehr eindrücklicher und mitreißender Text, mit dem du dich hier vorstellst. Nur ein paar kleine Anmerkungen:

Zitat:
Ich gehe nun, schau' nicht zurück, du liegst noch immer da.


Wenn ich diese Zeile lese, gibt es kein Problem, würde ich sie aber vorgetragen hören, wäre ich verwirrt, weil das "schau" sich auch wie ein Imperativ deuten lassen kann.

Zitat:
Du bist so still, erkanntest schnell, dass es um dich geschehen.
Ich sah dich dort, es war noch hell, du konntest mich nicht sehen fehlender Punkt


Zitat:
Nun liegst du hier, es ist vollbracht, umarmt, geküsst von Schatten.
Der Mond schien silbern heute Nacht, als wir berührt uns hatten.


Hier stolpere ich über die Wortstellung, von der Betonung klappt es nicht ganz so gut, wenn du grammatikalisch richtig schreiben würdest: als wir uns berührt hatten. Doch in dieser Reihenfolge gerate ich trotz passendem Reim ins Stocken. Eine Alternative kann ich dir an dieser Stelle allerdings auch nicht anbieten.

[quote]Ein Leiser Laut schmerzt tief im Herzen - alle Dinge schwinden.
leiser klein[quote]

Wünsche dir weiter frohes Schaffen. Grab ruhig ältere Sachen aus, wenn diese mal den richtigen Feinschliff haben, offenbaren sich so manche Juwelen.

LG
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firstoffertio
Geschlecht:weiblichShow-don't-Tellefant


Beiträge: 6133
Wohnort: Irland
Das bronzene Stundenglas Der goldene Spiegel - Lyrik (1)
Podcast-Sonderpreis Silberner Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 09.09.2018 23:41    Titel: Antworten mit Zitat

Huch, da wird mir Schauriges erzählt.
Ein paar Vorschläge für Änderungen:

Ich gehe nun, schaue nicht zurück, du liegst noch immer da.
In deinen Augen leeres Glück. Nicht greifbar - sonderbar.

Du bist so still, erkanntest schnell, dass es um dich geschehen.
Ich sah dich dort, es war noch hell, du konntest mich nicht sehen

Nun liegst du hier, es ist vollbracht, umarmt, geküsst von Schatten.
Der Mond schien silbern heute Nacht, als wir berührt uns ZULETZT gefunden hatten.

Ich lass' dich hier und denk' an dich noch heute, vielleicht morgen.
Du rührst dich nicht, du atmest nicht, befreit, doch so geborgen

"Die stumme Göttin weißer Haut", so wird man sich erinnern.
Vollkommen - nur ein leiser Laut brennt noch in meinem Innern.

Ein Leiser Laut schmerzt tief im Herzen - alle Dinge schwinden.
Im Wald wirdHIER zwischen Laub und Kerzen WIRD morgen man dich finden.
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Anothergrey
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Alter: 39
Beiträge: 7
Wohnort: Herrenberg


BeitragVerfasst am: 10.09.2018 00:23    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo NikCe und firstoffertio,

vielen Dank auch für eure Gedanken und Tipps!

Ich möchte natürlich auch wieder meinen Senf dazu geben. smile


NikCe:

- Mit dem Imperativ hast du natürlich recht, das kann man in vorgetragener Form kaum unterscheiden. Ist mir - ehrlich gesagt - nie vorher aufgefallen! smile

- Der Punkt fehlt. ...somit ein Punkt Abzug für mich. Ebenso bei "Leiser Laut".

- "wir berührt uns hatten" - klar, ich bin mir dessen bewusst. Es ist nicht die herkömmliche Form, bzw. die grammatikalische Norm. Ich denke allerdings, dass im Sinne der Lyrik diese "Umstellung" zumindest akzeptabel, bzw. hin un d wieder gebräuchlich ist. Aber danke auch für diesen Hinweis, sowie für das Lob und deine Mühe.



firstoffertio:

- Das Wort "nun" zu streichen und das -e zu ergänzen wäre eine durchaus denkbare Möglichkeit, die o.g. Kritik zu umgehen. Super!

- "Der Mond schien silbern, als wir uns
   zuletzt gefunden hatten."
   Hier muss ich sagen, dass mir meine Version - besser gefällt. Dennoch wäre es auch eine durchaus denkbare alternative. Wie bereits oben erwähnt, sehe ich die grammatikalische Abweichung als...naja...nicht tragisch an. Irgendwie gefällt sie mir sogar. Das ist natürlich immer Geschmacksache. smile

- "Im Wald hier zwischen Laub und Kerzen
   wird morgen man dich finden." - Hier muss ich ehrlich sagen, dass ich das beinahe exakt so verfasst hatte. Bis auf das Wort HIER, welches bei mir DORT hieß.
Allerdings bin ich im Metrum gestolpert. "...Kerzen wird..." verursacht hier meiner Meinung nach einen kleinen Crash im Versmaß. Aber ich mag mich natürlich auch täuschen.


Vielen Dank nochmal euch beiden!!! Daumen hoch²
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firstoffertio
Geschlecht:weiblichShow-don't-Tellefant


Beiträge: 6133
Wohnort: Irland
Das bronzene Stundenglas Der goldene Spiegel - Lyrik (1)
Podcast-Sonderpreis Silberner Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 10.09.2018 00:31    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hab's nicht ganz wie gedacht gemacht, oben:

Im Wald hier zwischen Laub und Kerzen wird man dich morgen finden.
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Anothergrey
Geschlecht:männlichSchneckenpost

Alter: 39
Beiträge: 7
Wohnort: Herrenberg


BeitragVerfasst am: 10.09.2018 11:59    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

@firstoffertio

Alles klar, danke! smile
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Herdis
Geschlecht:weiblichLeseratte


Beiträge: 145
Wohnort: Westfalin in Nordhessen


BeitragVerfasst am: 25.11.2018 12:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anothergrey,


mich erinnert Dein Text eher an Nick Cave and The Bad Seeds "Where the wild roses grow".

"Ein Leiser Laut schmerzt tief im Herzen - alle Dinge schwinden.
Im Wald wird zwischen Laub und Kerzen morgen man dich finden." Pfiffig Blinzeln

Ich stolpere leider übrigens auch über die Zeile
"Der Mond schien silbern heute Nacht, als wir berührt uns hatten."
Wenn Du es vortragen würdest, dann wäre das ein Stolperstein/Dissonanz. Ein bisschen schade. Aber Du bist Dir dessen ja durchaus bewusst, wie Du schreibst.

Grab bitte weiter in Deinen Kisten,

LG
Herdis


_________________
"Wenn ich nicht schreibe, fühle ich, wie meine Welt schrumpft. Ich empfinde, wie ich mein Feuer und meine Farben verliere." Anais Nin

2019/12 Burgenwelt Verlag, Jahrmarkt der Mysterien, Der Puppenspieler
2020/03 WIRmachenDRUCK, Zwischendurchgeschichten, Herbsttag 978-3-9817672-9-2
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