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Awa - und das Marionettenspiel der Schichsalsgöttin


 

 
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J.M.Klosowski
Geschlecht:weiblichAbc-Schütze

Alter: 31
Beiträge: 7
Wohnort: Weißbach


BeitragVerfasst am: 04.09.2018 17:51    Titel: Awa - und das Marionettenspiel der Schichsalsgöttin eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich weiß, dass ein zweites Thema mit dem gleichen Namen nicht gut aussieht, aber ich wollte euch die neue Version meines Romans (zumindest der erste Teil davon) präsentieren, ohne von dem nervigen Prolog belästigt zu werden Laughing

Die neue Version hat zwar auch einen Prolog , aber das ist eher ein Anhängsel, den man erst versteht, wenn man etwas weiter im Buch ist. Arrow
Nicht wundern, ich werde jedes Kapitel einzeln Posten Wink

Gruß
Euer Minzblatt
_________________________________________________________________________________________________________________________________________________


Prolog





»Geliebter Bruder.«
»Was hast du, meine Schwester. Warum schaust du so betrübt?«
»Mein geliebter Bruder, ich ertrage das nicht länger. Die Welt geht unter, mein geliebtes Ochilion.«
»Deine Phantasie geht wieder mit dir durch mein Herz. Ochilion geht es gut.«
»Nein, mein Bruder, ich spüre es. Die Finsternis wird kommen und ganz Ochilion verschlingen. Ich kann nicht länger zusehen.«
»Wage nichts Dummes.«
»Rohan wird für seine Schandtaten büßen. Das schwöre ich mit meinen Namen!«

12Wie es weitergeht »




_________________
Je stärker die künstlerische Ansteckung ist, desto wahrer ist die Kunst, und sie wird um so stärker sein, je tiefer der Künstler die Gefühle, die er ausdrückt, selber empfindet, je aufrichtiger er ist.

Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi (1828 - 1910), russischer Erzähler und Romanautor
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J.M.Klosowski
Geschlecht:weiblichAbc-Schütze

Alter: 31
Beiträge: 7
Wohnort: Weißbach


BeitragVerfasst am: 04.09.2018 17:53    Titel: Kapitel 1 ~ Aufbruch in eine neue Welt - Awa ~ pdf-Datei Antworten mit Zitat

Kapitel 1
~ Aufbruch in eine neue Welt - Awa ~



Nach dem Austritt aus der amoranischen Wehrdienst suchte sich Awa, eine junge Sorioranerin, eine neue Lebensaufgabe. Es führte sie nach Remitan - einem Land im Westen des Planeten Ochilion - dass von Rebellen besiedelt wurde und in dem ein andauernder Bürgerkrieg herrschte.
Verloren in Remitan, durchquerte sie ziellos das Land. In jener Nacht begegnete sie einem Mann in einem kleinen heruntergekommenen Lazarett. Seine Gesichtszüge waren weich, aber sehr markant. Er sah nicht aus wie ein Krieger. Der Rebell war schwer verwundet. Sein kompletter Oberkörper war verbrannt. Feuchte Kompressen lagen auf seinem Körper verteilt. Wahrscheinlich hätte er die Nacht nicht überstanden.
Awa stand vor ihm und streichelte vorsichtig über sein verwundetes Gesicht. Er tat ihr so Leid. Wie hypnotisiert legte sie behutsam ihre Hand auf seine Schulter. Ein schwaches Licht leuchtete unter ihr auf und er wurde geheilt. Seine Wunden verschwanden. Man sah ihm seine Erleichterung deutlich an, und bevor er seine Augen öffnen konnte, war Awa verschwunden. Der junge Rebell konnte sein Glück kaum fassen und sie war froh, ihm geholfen zu haben. Es war ein gutes Gefühl. Erfüllend. Schon lange hatte sie sich nicht mehr so gefühlt. Nach dem sie mit sechzehn Jahren Soriorana - ihr ach so geliebtes Land - verlassen musste und sie ihre Eltern seit her nie wieder gesehen hatte, kam ihr das Leben trist vor. Sie war damals so ein aufgewecktes Kind, dass voller Elan und Lebensfreude. Aber alles änderte sich mit einem Schlag, als ihre Eltern ihr von ihrem auferlegten Schicksal erzählten, und sich dadurch ihre Welt auf den Kopf gestellt hatte. Sie wusste schon immer, dass mit ihr etwas nicht stimmte, aber dass die Tochter einer Göttin in sie gefahren ist, hätte sie niemals erwartete. Awas Familie, vor allem ihre Mutter, war sehr spirituell. Sie verehrte die verbotene Gottheit Deva - die Schicksalsgöttin. Im Verborgenen übten sie einen, vom Hohen Rat verbotenen und gefährlichen, Glauben aus - den Cethos. Alte Schriften, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden, sagten eine große Katastrophe voraus. Ihre Eltern erkannten die Zeichen und wussten, dass in naher Zukunft etwas Schlimmes, noch nie Dagewesenes, passieren würde. Sie waren verzweifelt und wussten sich nicht zu helfen. Als sie eines Abends auf ein verschollen gedachtes Ritual gestoßen sind, wussten sie, dass das ihre einzige Möglichkeit ist, ihr geliebtes Land zu retten. Im Schutz der Dunkelheit vollzogen sie das Ritual der Schöpfung und Cay, die Tochter der Göttin Deva drang in ihr Neugeborenes hinein und hinterließ ein Mal auf ihrem Brustbein.
Awa hatte damals nicht alles verstehen können. Wie den auch, sie war fast noch ein Kind, als ihr ihre Eltern die Wahrheit sagen mussten, und das nur weil Awa ihre Fähigkeiten, die sie von Cay bekommen hatte, entdeckte.
Wie sollte sie darauf reagieren, dass das Schicksal von Ochilion auf ihren Schultern ruhte? Nichts machte für sie mehr einen Sinn. Sie wusste nicht wer oder was sie war. Und da sie wusste, dass sie das in Soriorana nie herausfinden konnte, verließ sie das Land. Sie lief davon. Mit Cay an ihrer Seite begann sie die Reise ihres Lebens. Sie entdeckte immer mehr Fähigkeiten. Die Gabe zu heilen, nicht nur sich, sondern auch andere. Sie konnte sich an jegliche Orte teleportieren und war übermenschlich stark. Mit der Zeit lernte sie ihre Fähigkeiten zu kontrollieren und versuchte sich im amoranischen Wehrdienst. Sie wusste, dass sie früher oder später zurück nach Soriorana gehen musste, allein schon deswegen, um ihr auferlegtes Schicksal erfüllen zu können - die Rettung Ochilions.

Awa wollte sich der Rebellion nicht anschließen, sie wollte nicht kämpfen. Sie hasste es. Das war einer der Gründe, weswegen sie auch den Wehrdienst in Amorana verließ. Awa wollte das tun, was sie am besten konnte, und das ist heilen. Sie entschied, sich um die Verletzten und niedergestreckten Opfer der Rebellion zu kümmern. Im Schutz der Dunkelheit, damit sie unentdeckt blieb, heilte sie die Opfer des Krieges. Sie wollte ihnen eine zweite Chance geben, eine Chance sich anders zu entscheiden. Nicht den Krieg zu wählen und sich wieder in den Tod zu stürzen.
Awa konnte nicht jeden Verwundeten in Remitan heilen, es waren einfach zu viele. Deswegen suchte sie sich nur die aus, die es am schlimmsten getroffen hatte. Opfer, die Gliedmaßen verloren hatten, starke Verbrennungen davon trugen und die, die keine Aussicht auf Genesung hatten.
Awa war jede Nacht an einem anderen Ort und brachte das fertig, woran andere scheiterten. Es machte sie traurig, dass sich die Rebellen und die Regierung bekriegten. Ständig dieses Blutvergießen. Auf beiden Seiten starben Menschen.
Wenn sie nicht zur Vernunft kommen, wird es bald niemanden mehr geben, dachte Awa.

Es vergingen mehrere Monate, bis Awa wieder in demselben Lazarett auftauchte. Ihr Zorn gegen den Krieg wuchs, je mehr Opfer sie heilte. In dieser Nacht war es schier unerträglich für sie, dennoch heilte sie einen nach dem anderen.
Plötzlich zuckte sie zusammen, als sie jemand an die Hand nahm. Ein kleines Mädchen, mit hellblonden lockigen Haaren und einem schneeweißen Kleid, sagte mit leiser, ängstlicher Stimme: »Bitte komm. Komm mit mir, es geht ihm sehr schlecht.« Awa schreckte zurück. Wer war dieses kleine Mädchen?
»Wer bist du?«, fragte sie, aber die Kleine war in einem Nebenzimmer verschwunden. Awa folgte ihr, ohne zu wissen, was sie erwartet. Vorsichtig ging sie durch eine braune alte Holztür. Der Boden knarzte unter ihr, als sie den Raum betrat. Es war ein Krankenzimmer gewesen, mit alten gebrauchten Monitoren, einer Beatmungsmaschine, die schon bessere Zeiten gesehen hatte und einer schmalen Liege, die aussah, als würde sie jeden Moment unter dem Patienten zusammenbrechen. Es war dunkel. Awa kam näher. Sie ging mit leisen Schritten ans Bett und traute ihren Augen kaum. Es war ein Rebell, den sie schon einmal hier geheilt hatte. Er erlitt eine schwere Kopfverletzung. Es war fraglich, ob er je wieder aufwachen würde. Ihn so daliegen zu sehen zerbrach ihr das Herz. Ihr Blut schoss ihr in den Kopf, feuerrot wurde ihr Gesicht. Wütend ballte sie ihre Hände zur Faust. Sie musste sich zusammenreisen, um nicht zu explodieren. Er hatte rein gar nichts dazu gelernt. Am liebsten würde sie ihn einfach so liegen lassen und gehen. Aber sie konnte nicht. Ihr Gewissen ließ sie zu ihm gehen, um ihn von seinem Elend zu befreien. Aber diesmal wartete sie, bis er sein Bewusstsein wieder erlangte.
»Wie konntest du es wagen, dein Leben erneut wegzuwerfen?«, fragte sie ihn.
»Du bist es«, sagte er, »du hast mich geheilt? Ich habe gehofft, dich irgendwann zu treffen. Ich danke dir, aber ich habe dich nicht darum gebeten«, sagte er mit trockener Kehle und sah dabei zur Decke. »Ich werde so lange kämpfen, bis wir gewonnen haben, auch wenn das bedeutet, dass ich sterbe.« Awa beugte sich zu ihm runter und packte ihn an seinem Hemd. »Du bist dumm, wenn du glaubst, dass es je enden wird. So lange Blut fließt, wird es Krieg geben. Und daran wirst du allein nichts ändern können! In diesem Fall kann das Feuer nicht mit Feuer bekämpft werden. Menschen sterben und Mütter trauern und daran seid allein ihr schuld! Denkst du, es hat mir Spaß gemacht, euch zu heilen? Ich mache es, weil ich der Meinung war, dass jeder eine zweite Chance verdient, etwas Sinnvolles aus seinem Leben zu machen. Eine Chance, etwas Gutes zu tun und nicht wie die Tiere aufeinander los zu gehen, bis keiner mehr von euch übrig bleibt.« Sie schnappte nach Luft.
»Wieso hast du mich ein weiteres Mal geheilt?«, fragte er. Awa wollte von dem kleinen Mädchen erzählen, aber es war verschwunden. Sie versuchte sich zu zügeln und verstummte. Sie merkte, dass weitere Worte keinen Zweck hatten, und machte den Anschein zu gehen. Kurz vorher drehte sie sich noch einmal zu ihm um.
»Glaube nicht, dass ich noch einmal zu dir kommen werde«, sagte sie bestimmend und ging zügig mit schweren Schritten durch die Tür.
Tage lang dachte sie über diese Begegnung nach und was sie in ihr ausgelöst hatte. Noch nie ließ sie sich so aus der Ruhe bringen. Noch nie konnte sie ihr Gefühle nicht kontrollieren. Remitan hatte sie verändert, mehr als die Erkenntnis über Cay. Wie sollte sie je ihr Schicksal erfüllen, wenn sie am Ende ihrer Kräfte war. Die Entscheidung, ist ihr nicht leicht gefall, aber sie musste Remitan hinter sich lassen und weiter ziehen.

« Was vorher geschah12



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Je stärker die künstlerische Ansteckung ist, desto wahrer ist die Kunst, und sie wird um so stärker sein, je tiefer der Künstler die Gefühle, die er ausdrückt, selber empfindet, je aufrichtiger er ist.

Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi (1828 - 1910), russischer Erzähler und Romanautor
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rncw
Geschlecht:weiblichSchreiber-Lehrling


Beiträge: 93
Wohnort: Wonderland


BeitragVerfasst am: 06.09.2018 22:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Minzblatt,

Ich habe deinen Text gelesen, und den im anderen Forum nur ganz grob. 1. - Ich denke es wäre wahrscheinlich besser gewesen, wenn du deinen Text als neue Version im ersten Thread gepostet hättest, da die Leute, die es dort zuvor kommentiert haben, so bestimmt auch was von dem neuen Text mitgekriegt und kommentiert hätten. Schade.

Mein Kommentar:
Ich denke, dass du hier zu oberflächlich bleibst. Du behauptest in deiner kleinen Geschichte mehr, als das du uns zeigst und fühlen lässt. Vor allem in den ersten Absätzen erzählst du uns von fantastischen Dingen, die aber nicht fühl- und nachvollziehbar werden, und daher blass und unglaubwürdig bleiben. Ich als Leser will nicht einfach hören, dass sie flieht weil die Verantwortung zu stark auf ihren Schultern lastet. Ich will miterleben, was sie bricht, wie die Prota empfindet. So würde ich es mir wünschen, aber das ist nur meine Ansicht.
Grundsätzlich könnte deine Idee viel mehr Farbe gewinnen, wenn du tiefer in die Szenen eindringst und die Besonderheiten herausarbeitest, von z.B. Charakteren, Handlung, Schauplatz, zeitlichem Rahmen und der Welt.
Eine erste Verbesserung wäre, Flüchtigkeitsfehler auszumerzen in der Rechtschreibung, und die Grammatik ließe sich auch verbessern (ich sitze aber grade nicht am Laptop, deshalb ziehe ich jetzt keine Beispiele raus). Lies dir den Text doch noch mal sorgfältig durch und überlege, was du allein an der Sprache verbessern könntest.

Also, für die Zukunft wäre es wohl besser, wenn du für einen Text / für zusammengehörige Texte auch in einem Thread bleibst. Aber ich hoffe, dass ich dir mit meinen Anmerkungen weiterhelfen konnte. Oder nicht? Was denkst du denn dazu? Wink

Beste Grüße

rncw


_________________
Nicht Gelegenheit macht Diebe,
Sie ist selbst der größte Dieb;
Denn sie stahl den Rest der Liebe
Die mir noch im Herzen blieb.

Dir hat sie ihn übergeben
Meines Lebens Vollgewinn,
Daß ich nun, verarmt, mein Leben
Nur von dir gewärtig bin.

Doch ich fühle schon Erbarmen
Im Karfunkel deines Blicks
Und erfreu in deinen Armen
Mich erneuerten Geschicks.

(J. W. Goethe, Hatem)
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