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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Awa - und das Marionettenspiel der Schichsalsgöttin ~Prolog~


 

 
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J.M.Klosowski
Geschlecht:weiblichAbc-Schütze

Alter: 32
Beiträge: 7
Wohnort: Weißbach


BeitragVerfasst am: 03.09.2018 08:54    Titel: Awa - und das Marionettenspiel der Schichsalsgöttin ~Prolog~ eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Prolog

In einem abgelegenen Dorf lebte ein kleines Mädchen namens Awa, sie war so stur und dickköpfig wie ein Stein. Das kleine Ding liebte den Kampf und das Abenteuer und hielt sich nie an die Regeln. Sie tanzte ständig aus der Reihe. Ihre Eltern konnten sie nicht zügeln. Der Hohe Rat ihres Landes akzeptierte ihre Neigungen zur Kampfkunst nicht.
»In Nizzana werden keine Kämpfe ausgeführt«, hieß es, »ohne Ausnahmen.« Und so musste sie mit achtzehn Jahren Nizzana - ihr ach so geliebtes Land - verlassen; sie wurde ihren Eltern entrissen und vertrieben. Sie wurde fortgeschickt und hatte ihre Eltern seither nie wieder gesehen. Die Liebe zu ihrem Land hatte sie jedoch bis heute nicht vergessen. Sie wusste, eines Tages würde sie zurückkehren. Allein schon deswegen um ihr auferlegtes Schicksal erfüllen zu können - die Rettung Tiran´s.
Awa´s Familie, vor allem ihre Mutter, war sehr spirituell. Sie verehrte die verbotene Gottheit Deva - die Schicksalsgöttin. Regelmäßig brachten sie ihr Opfergaben an einen geheimen Ort, den nur sie kannten. Im Verborgenen übten sie einen, vom Hohen Rat verbotenen und gefährlichen, Glauben aus. Die alten Schriften, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden, sagten eine große Katastrophe voraus. Ihre Eltern erkannten die Zeichen und wussten, dass in naher Zukunft etwas Schlimmes, noch nie Dagewesenes, passieren würde. Sie waren verzweifelt und wussten sich nicht zu helfen. Als sie eines Abends auf ein verschollen gedachtes Ritual gestoßen sind, wussten sie, dass das ihre einzige Möglichkeit ist, ihr geliebtes Land zu retten.
Im Schutz der Dunkelheit vollzogen sie das Ritual der Schöpfung und Cay, die Tochter der Göttin Deva drang in ihr neugeborenes hinein und hinterlies ein Mal auf ihrem Brustbein. Seit dem lag auf Awa ein großes Schicksal und als die Zeit gekommen war, verließ sie Nizzana widerwillig. Mit Cay an ihrer Seite machte sie sich auf die Reise ihres Lebens, um ihr Schicksal zu erfüllen.
Cay machte sie unsterblich. Durch sie hatte Awa die Gabe zu heilen, nicht nur sich, sondern auch andere. Sie konnte sich an jegliche Orte teleportieren und war übermenschlich stark.

Zehn Jahre später kam sie wieder, in der Hoffnung, dass man ihr verzeihen konnte und man sie wieder in ihr geliebtes Land ließe. Und zu ihrem Glück stellte sie fest, dass die Mitglieder des alten Hohen Rates längst verstorben waren. Niemand konnte sie wieder wegschicken. Den Hohen Rat von damals gab es nicht mehr und sie durfte wieder in ihre Heimat zurück. Niemand kannte ihr Geheimnis. Auf der Suche nach ihren Eltern hatte sie herausgefunden, dass sie den Verlust ihrer geliebten Tochter nicht überstanden hatten und schon vor Jahren verstorben waren.
In den letzten Jahren lebte Awa in Amorana, sie baute sich dort ein neues Leben auf und merkte schnell, dass sie mit ihren Gaben viel Gutes tun konnte. Sie versuchte sich in der Armee, aber sie wusste schnell, dass das nicht das Richtige für sie war. Awa hasste Gewalt und Brutalität. Sie war ein friedliebender Mensch und gegen den Krieg. Dennoch war ihr bewusst, dass es am Ende unvermeidbar sein würde.











„Geliebter Bruder.“
„Was hast du, meine Schwester. Warum schaust du so betrübt?“
„Mein geliebter Bruder, ich ertrage das nicht länger. Die Welt geht unter, mein geliebtes Tiran.“
„Deine Phantasie geht wieder mit dir durch mein Herz. Tiran geht es gut.“
„Nein, mein Bruder, ich spüre es. Die Finsternis wird kommen und ganz Tiran verschlingen. Ich kann nicht länger zusehen.“
„Wage nichts Dummes.“
„Rohan wird für seine Schandtaten büßen. Das schwöre ich mit meinen Namen!“



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Je stärker die künstlerische Ansteckung ist, desto wahrer ist die Kunst, und sie wird um so stärker sein, je tiefer der Künstler die Gefühle, die er ausdrückt, selber empfindet, je aufrichtiger er ist.

Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi (1828 - 1910), russischer Erzähler und Romanautor
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Kojote
Geschlecht:männlichSchreiberling

Alter: 29
Beiträge: 197
Wohnort: Wurde erfragt


BeitragVerfasst am: 03.09.2018 09:13    Titel: Antworten mit Zitat

Grüße dich!

Zunächst freut es mich sehr, dass du den Weg hierhin gefunden hast und uns nun aus dem Nähkästchen (äh … Einstand-Forum) plauderst.

Folgende Anmerkungen habe ich für dich:

1. Bist du sicher, dass du für deine Geschichte einen Prolog überhaupt brauchst? 90% der Belletristik, die ich lese, kommt ohne Prolog aus. Ich bevorzuge nach wie vor die klassische Strategie: Den Leser sofort ins kalte Wasser werfen und am Konflikt teilhaben lassen, und je weiter die Geschichte fortschreitet, die Informationen einstreuen, die gerade notwendig sind, die Hintergründe zu erläutern. Mein Ratschlag: Mach als Schreibübung mal den Versuch, dass du den Leser direkt an den Schauplatz versetzt. Spätestens ein paar Sätze später sollte dem Leser klar sein, was der zentrale dramatische Konflikt ist. Prologe haben immer den Nachteil, dass sie zwar sehr informativ sind, dafür aber die Gefahr unheimlicher Langeweile besteht. Krallst du dich zu sehr im Prolog fest, wird der Leser bald "abschalten", da schlicht und ergreifend nichts passiert, kein Wunsch, kein Konflikt da ist. Außerdem sind Prologe von Natur aus Berichte, keine Beschreibungen. (Du kennst sicher das Mantra "Zeigen, nicht erzählen", n'est-ce pas?)
2. N'est-ce pas bringt mich gleich zum nächsten Punkt: Kommst du aus Frankreich? Ich frage wegen der Gänsefüßchen im französischen Stil (man möge mich korrigieren, wenn ich da was durcheinanderwerfe).
3. Bitte, bitte, keine Genitiv-Apostrophe!
4. Der Dialog am Ende ist mir unklar. Abgesehen davon, dass es ein beliebtes Phänomen ist, dass sich die Charaktere gegenseitig ansprechen. Das erinnert mich an Alf: "Na, Brian, mein Sohn?" -- "Na, Daddy, mein Vater?" Niemand spricht so.
5. Nizzana erinnert irgendwie an Nizza, und Tiran ist eine Kreuzung aus Piran und Tirana. Das Problem hierbei ist, dass die bestehenden Begriffe bereits ein Bild vermitteln; Absicht eines Autors ist aber, die Welten komplett neu zu erschaffen.

Liebe Grüße
Kojote


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anderswolf
Geschlecht:männlichHobbyautor


Beiträge: 423
Wohnort: Bad Nauheim


BeitragVerfasst am: 03.09.2018 10:13    Titel: Re: Awa - und das Marionettenspiel der Schichsalsgöttin ~Prolog~ Antworten mit Zitat

J.M.Klosowski hat Folgendes geschrieben:
Prolog

Für mich klingt der Text weniger nach einem Prolog als nach einem zu ausführlichen Klappentext bzw. einer Konzeptbeschreibung.
Sofern es denn einen Prolog braucht (Und Kojote hat recht: die meisten Prologe braucht es nicht), sollte er etwas eigenständiges erzählen, das die Geschichte um einen Aspekt bereichert, der im restlichen Text nicht so rasch unterzubringen ist. Ein gutes Beispiel dafür scheint mir der Prolog von Game of Thrones durch den der Leser von einer sehr realen Gefahr informiert wird, die in der restlichen Geschichte als komplett irrelevant angesehen wird. Dadurch weiß der Leser, dass all das restliche Drama zwar interessant ist, aber im Hintergrund ganz andere Kräfte walten.
Und auch hier ist der Prolog wie eine klassische Szene gestaltet mit einem Spannungsbogen und einem Ereignis, also etwas, das der Leser erleben kann.
Da dies also keine klassische Geschichte ist, sondern eher eine Beschreibung dessen, was der Leser erwarten darf, wenn er die eigentliche Geschichte liest, habe ich ein paar Fragen, die Du vielleicht schon für Dich beantwortet hast und auch später im Text geklärt werden. Vielleicht sind es aber logische Lücken, die Du bis zum Abschluss der gesamten Geschichte geklärt haben solltest.

Awa wächst in einem in einem abgelegenen Dorf, dennoch hat sie die Aufmerksamkeit des Hohen Rates von Nizzana geweckt?
Awa hat in einem Land, das keine Kämpfe duldet, Kampfkunst gelernt? Mit wem hat sie eigentlich gekämpft? Warum werden keine Kämpfe geduldet?
Warum musste Awa mit 18 Jahren gehen und nicht früher oder später? Warum überhaupt? Hätte man sie nicht einsperren/töten können?
Sind die restlichen Menschen Nizzanas nicht spirituell? Oder folgen sie einem anderen Glauben als dem an Deva?
Weiß Awa um das Ritual, in dem Cay in ihr verwurzelt wurde? Wie findet sie den Umstand, dass ihre Eltern bereit waren, ihr einziges Kind einer verbotenen Göttin zu opfern?
Woher weiß Awa, dass sie unsterblich ist? Hat sie es ausprobiert oder hat man es ihr eingeredet?
Wenn Awa unsterblich ist, andere heilen kann, wegen ihrer Stärke und ihrer Teleportationsfähigkeit auch eigentlich nicht festzuhalten ist: warum hat sie Nizzana überhaupt verlassen. Sie hätte doch genauso sagen können: Lieber Hoher Rat, Ihr könnt versuchen, mich rauszuwerfen, aber dazu müsst Ihr mich erst mal besiegen. Was eh nicht so leicht sein dürfte in einem Land, das keine Kämpfe duldet.
Später steht da, sie sei eine friedliebende Person. Hat die Zeit in Amorana sie dazu gemacht oder war sie das schon immer (weil sie dann ja auch gar nicht hätte kämpfen wollen in einem Land, das keine Kämpfe duldet)?
Warum war ihr trotz ihres starken Pazifismus bewusst, dass Krieg "am Ende unvermeidbar sein würde"?
Sind Tiran und Rohan Städte oder Personen?
Wieso weiß denn ihr Bruder nichts von der nahenden Dunkelheit, die ihre gemeinsamen Eltern doch so sehr fürchteten, dass sie der Schicksalsgöttin ein Gefäß für ihre Tochter darboten? Und wo kommt der Bruder her, wenn doch eigentlich alle, die sich an die Verstoßene erinnern könnten, in den letzten zehn Jahren verstorben sind?

Versteh mich nicht falsch: grundsätzlich kann aus diesem Konzept sicherlich eine spannende Geschichte werden, wenn man den Charakteren Tiefe gibt, ihre Abenteuer tatsächlich auserzählt und Lesende mitfiebern können. So gibt es aber noch einiges zu tun.
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J.M.Klosowski
Geschlecht:weiblichAbc-Schütze

Alter: 32
Beiträge: 7
Wohnort: Weißbach


BeitragVerfasst am: 03.09.2018 17:09    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke für die Antworten. Ich bin heute selbst zu dem entschluss, oder bessergesagt zu der Einsicht gekommen, dass ich eigentlich kein Prolog brauche.

Der Dialog aber bleibt Laughing Ja ich weiß er ist ein bisschen irreführend, aber wenn man die komplette Geschichte kennt, versteht man die Zeilen.

Und nein ich bin keine französin. Mir gefallen diese Anführungszeichen nunmal sehr.


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Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi (1828 - 1910), russischer Erzähler und Romanautor
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