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vkdjahn88
Abc-Schütze


Beiträge: 8



BeitragVerfasst am: 28.07.2018 12:48    Titel: Am Arsch der Welt eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ohne Plan stieg ich in den Zug, der mich, so wie ich es mir erhoffte, von hier wegbrachte.
Der Schaffner schaute mich verblüfft an als ich versuchte meinen recht breiten Arsch in den Wagon zu schieben. Er half mir beim Einstieg in den von Wind und Wetter verfärbten Zug. Es roch wie es immer roch auf Bahnhöfen. Nach altem stickigen und mit Pisse vernebelten Dunst der ganzen Reisenden, die wie ich unterwegs waren, ihre Familie besuchen wollten oder gerade ihre monotone 9 to 5 Stelle verlassen haben. Die mit Widerlichkeit angereicherte Luft blies um den ganzen Bahnhof und der Geruch von Kaugummi, weggeworfenen Zigaretten und Erbrochenem schmeckte widerlich, wie die die Schweizer gerne zu „riechen“ sagen.
Hey.“ Wo willst du denn hin ?“, Fahrschein bitte! . Fragend sah mich der Schaffner an.
Ich schwenkte meinen Hintern um hundertachtzig Grad, hielt ihn meinen zuvor illegal erstandenen Bahnmitarbeiter Ausweis vor seine Nase, blickte in seine schlaffen blutunterlaufenen Augen und dachte mir nur, fuck, dieses arme Schwein. Bestimmt muss er seine gefräßige Familie ernähren und seine 5 anderen Kinder aus seinem früheren wilden Zeiten unterstützen. Sein Haus in der Pampa wird er wohl nie ganz abzahlen können. Der arme Kauz tat mir irgendwie leid.
Der Schaffner mit seiner Offizier ähnlichen Kappe ließ sich eine Weile Zeit und studierte den Ausweis und gab ihn mir nach einer Weile.
Grüezi Wohl und Willkomme in der Bahn nach Italien.
Eine kleine Gruppe Chinesen liefen an mir vorbei und zückten ihre Kamera und kreischten etwas auf Chinesisch, während sie allesamt ihr Grinsen aufsetzten um mich mit ihren Arm zu packen und ein Foto von mir schießen zu wollen.
Ich lächelte freundlich und hielt es gefühlte zehn Minuten mit ihnen aus.
Dann schlurfte ich in Richtung Abteil 122, dort wo die Fahrräder und die Schnell Zu Steiger Platz fanden. Das Gute an meinem Dasein ist wohl das ich nie einen Platz brauche.
In der Ecke neben dem Kaugummi kauenden Fräulein fand ich meinen Platz. Sie schielte kurz zu mir rüber um nach Sekunden schnellen Aufblitzen ihrer schönen grünen Augen wieder ihrem Smartphone, Aufmerksamkeit zu schenken.
Es ist doch verrückt. Ich bin nun schon seit einer Weile unterwegs, in verschiedenen Ländern und  Kontinenten und doch muss ich feststellen das immer mehr Kinder, Jugendliche und erwachsene Menschen vor ihren klobigen Technik Schachteln sitzen und darauf stieren als wäre das ihre Welt. Mit gebückter Nackenhaltung und zugekniffenen Augen stieren sie auf ihre Smartphones und die tolle Natur und Umgebung sind rein nicht existenzieller Bedeutung für sie. Und das nennt sich dann Evolution der Menschheit. Ich könnte kotzen wenn ich daran denke.
Schräg gegenüber saß ein von der Sonne gegärbter Handwerker mit seinem Tourenbike. Der Kleidung nach zu urteilen kam er gerade von seinem Tagelöhner Job in der Schweiz und machte sich wieder auf in seine Heimat, nach Italien. Seine blaue zerschlissene Hose und sein kurzärmeliges weißes Shirt waren ein Indiz dafür. Er keuchte alle paar Sekunden ein Ton aus seinen Lungen, der mich immer wieder aufschrecken ließ. Er stank nach Zigarettenrauch und nach morgendlichen Bauarbeiter Billig Bier. Als er mich sah, gluckste er nur vor Begeisterung und stieß ein lautes Hoi, Buena Sera zu mir rüber. Seine braunen Augen war voller Flamme. Man sah das er Italiener war. Er war nett und sehr aufgeschlossen unterwegs. Die Art mit der er locker und lässig, völlig ausgeglichen da saß und seine Beine Macho mäßig unten ausgebreitet und fest im Boden verankert war, fand ich als sehr bodenständig. Der Typ weiß was Sache ist, dachte ich mir nur. Ich nickte ihm mit meinem typisch kecken Lächeln zu.
Der Schaffner pfiff in seine Trillerpfeife, stieg ein und vergewisserte sich in einem Blick über alle Passagiere hinweg das er hier wohl der einzig normale sei. Er strich sich seine Hände stolz über seine zu groß geratene Uniform und verschwand in den Gängen des Zuges.
Der Zug fing an zu rollen und wir bunten Seelen verließen den Bahnhof von Pontresina in der Schweiz.
Um uns breitete sich nun die wilde Natur der Schweiz aus und ich wusste nicht genau wo ich zuerst hinschauen sollte. Auf beiden Seiten des Zuges zeigten sich zwei riesige Bergrücken, die von Wäldern, Schluchten und vereinzelten kleinen Alb Häusern umzingelt waren. Diese mächtigen Berge hauchten mir ein Gefühl von Dasein und Respekt vor dem Leben ein.
Der Zug schlängelte sich immer tiefer in den Wald hinein, überwand dabei riesige Schluchten die mit alten Viadukten wie die Schweizer hier ihre Zugbrücken nannten, verbunden wurden.
Der Zug brauste mit mäßigen Tempo in dunkle Tunnel um kurz darauf wieder in einer völlig anderen Landschaft einzutauchen. Der Himmel war gespickt mit Wolken, doch die starke Sonne ließ mich keine Sekunde daran zweifeln das Italien gerade einmal etwa fünfzehn Kilometer Luftlinie entfernt lag. Sie brannte unentwegt auf uns herab und verlieh dem alten Interieur des Innenraums einen gewissen alten Charme. Die majestätisch bergige Landschaft die hier mit einigen viertausender Bergen gespickt ist macht es unmöglich schnell zu reisen. Es war eine gute Idee den Zug, anstelle des Bus zu nehmen, dachte ich mir.

Ich versank in Gedanken und stelle mir vor wie die Menschen wohl in den frühen vierziger Jahren Bahn reisten. Vollgepackt mit alten Lederkoffern und mit fröhlicher Miene stolzierten sie umher. Keiner hatte ein Handy oder Kopfhörer auf dem Kopf. Alle lebten mehr und minder im Hier und Jetzt. Doch heute ist es wie bei Madame Tussauds Wachsfiguren Kabinett. Die Menschen besitzen zwar ein Lächeln, jedoch nur mit Maske.
Eine junge Frau, Mitte 20 saß neben mir und lächelte mir sanftmütig zu. In ihren Armen wog sie ein kleines Baby das sie von links nach rechts wog. Sie pfiff einen süß klingenden Ton von sich und das Baby schlief fest unter ihrem Schutz und ihren zarten Armen tief und fest. Es roch nach frischem Gemüse und selbst gemachten Wurst Broten. Die Stimmung im Abteil war voller Leben und heiter.

Oh Entschuldigung! Das tut mir leid, sorry!
Ich zuckte zusammen und bemerkte das es nur ein Traum war.
Die mit roten Haaren Kaugummi kauende junge Dame sah mich ängstlich an.
„Wollte nur kurz meine Beine ausstrecken und du siehst so flauschig und kuschelig aus“.
„ War mir nicht klar das du schläfst.“
Vernebelt und müde blickte ich zu ihr auf: Kein Problem, viele Mädels stehen auf meine weichen Seiten. Ich lächelte sie an und fragte:

„Was veranlasst dich dazu hier im Zug nach Italien zu fahren.“

„Nun ja ich möchte gerne meine Familie in Italien besuchen.“

Ah schön, wohnen sie in denn in Italien?

Ja, sie haben vor ein paar Jahren ein altes Haus in den Bergen gekauft und betreiben dort eine kleine Pension und im Sommer helfe ich Ihnen etwas aus.

Die Berge sind echt ein Traum, jedesmal könnte ich laut los singen und summte „Heidi, Heidi..Deine Welt sind die Beeerge“

Wo liegt das Haus denn?, fragte ich.

In Norditalien in den Bergen bei Tirano. Die Pension liegt etwas außerhalb der Stadt.

Dann machst du im Sommer Ferien dort und hilfst deiner Familie, das ist doch toll.

Ja meine Mutter und meine Schwester betreiben die Pension und leben dort ein recht bescheidenes, jedoch gutes Leben und ich im Sommer auch.
Die beiden sind aus der Schweiz nach Italien gegangen, Mehr Lebensqualität und so. In der Schweiz ist doch alles unbezahlbar geworden. Eine Zweizimmer Wohnung kostet mich mehr als 1000 Franken. Und die Menschen in Italien sind einfach lockerer drauf, gestikulierte sie mit ihren Händen, wie eine waschechte Italienerin.
Sie schielte auf mich herab und fragte wo ich denn her sei?
Gute Frage, wo komm ich denn eigentlich her, dachte ich mir so.
Meine Wurzeln liegen in Italien, Ich bin schon sehr alt und begebe mich gerade auf eine kleine Zeitreise zurück in die Vergangenheit.
Ja stimmt, so ganz frisch schaust nicht mehr aus, sagte sie keck und drehte sich wieder zu ihrem Platz um und vergrub ihr Gesicht im Smartphone.
So frisch sehe ich wirklich nicht mehr aus. Meine zwei Lehnen sind schon etwas abgenutzt und die Farbe meines weinroten Bezugs glänzte nicht mehr in den Lichtern des Abteils.
Ich sah an mir herab stellte fest das meine 4 Beine nicht gleich hoch waren und dadurch kippte ich ab und an mal von links nach rechts oder vorne nach hinten. Ich würde bestimmt einen guten Schaukelstuhl ausmachen.
Meine Beine waren aus Mahagoni Holz geschnitzt und die Außenlinien des Bezugs mit schönen Verzierungen versehen.
Die Rückenlehne war schon etwas eingedrückt von den vielen Rücken die sich an mich schmiegten. Der weinrote Bezug sah aus wie die meisten Stadtmenschen. Bleich und ohne Ausdruck. Die goldenen Ornamente darauf verliehen mir zwar immer noch einen gewissen Glanz, der jedoch in unregelmäßigen Abständen schon unterbrochen war von den lausigen Menschen, die es sich auf mir bequem machten. Am rechten unteren Ende des Sitzes sah man einen mittelgroßen Rotwein Fleck herausstechen. Den hab ich Helmut, meinen Vorbesitzer zu verdanken. Dieser Trunkenbold kippte sich abends immer mit saurem italienischen Merlot zu, während er seine kubanischen Zigarren rauchte und das ganze Zimmer in einer Highway Staubwolke hinter sich ließ und die Luft drückend und zum schneiden war. Dabei las er meist ein Buch und rannte alle 5 Minuten zur Toilette, da er Probleme mit seiner Prostata hatte.
Gott sei Dank ist diese Zeit vorbei. Nun bin ich kein Besitz mehr von anderen., dachte ich mir.
Auf den vorherigen Reisen habe ich gelernt mich frei zu machen von anderen und ihrer Meinung.
Sollen die Leute doch denken was sie wollen wenn sie mich sehen. Wenn sie ein Problem haben, haben sie dieses und nicht ich. Ich habe viel dazu gelernt in den letzten Jahren und lebe nun mein Leben so wie ich es möchte und nicht wie es andere gerne hätten.
Fuck es ist doch mein Leben! Jeder sollte ohne Vorurteile und Wertungen durchs Leben ziehen und merken das das einzigste was man nicht ändern kann, seine Persönlichkeit und sein Inneres ist. Wer damit gut zu recht kommt und sich selbst so nimmt wie man geschaffen ist, hat das Glück der Welt in sich entdeckt.
Nicht gerade leicht als alter staubiger Sessel, aber Erich Kästner zitierte früher schon „Alles ist möglich“.
Der Bauarbeiter zog das Fenster runter und zündete sich genüßlich eine Zigarette an, während er sich halb stehend, halb sitzend aus den Fenster beugte. Seine schwarzen langen Haare wehten im Wind des Zuges. Er drehte sich zu mir um und fragte:
Willscht auch eine haben?
Ne danke reißt mich nicht grad vom Hocker witzelte ich. Rauche nur ab und an mal eine.
Klaro, kein Ding aber wenn du eine willst geb ich dir gern eine.
Ich winkte mit meinen nicht vorhandenen Armen ab und versank wieder in meinen Träumen.

Ich versuchte einen luziden Traum zu bekommen. Es war voll verrückt. Ein Professor aus Zürich erzählte mir erstmals vor etwa 3 Jahren davon. Er war schon etwas über 60. Ich lernte ihn durch Zufall beim aussteigen aus dem Bus kennen. Ich wollte eine kleine Wanderung unternehmen, war mir nicht sicher wo ich ausstieg, entschied mich dann dazu irgendwo in der Pampa von Gomera auszusteigen, was der Professor auch tat. Nun standen wir, zwei verlorene Seelen und ohne Wanderkarte und Plan im Nirgendwo und beschlossen dann gemeinsam wandern zu gehen.

Er war Physik Professor in Zürich und so sah er auch aus. Seine langen weißen Haare waren zu einem Zopf zusammen gebunden. Sein vernarbtes Gesicht und seine große Nase blickten auf eine lange Vergangenheit zurück. Sein gutmütiges Lächeln und seine wachen Augen blitzten nur so umher um die Gegend zu studieren. Er erzählte mir vom luziden Träumen und das er seine Träume beeinflussen kann. Als Übung schaute er sich dreimal am Tag seine rechte Hand an und zählte seine Finger langsam und bewusst von eins bis fünf. Dies sagte er war dazu da das es sich ins Gehirn brennt und als Realität Check im Traum erweist. Er bestätigte mir das es in Träumen keine Zeit gibt und somit auch keine Zahlen. Wenn er im Traum dann durch den unbewussten Check seine Finger an der Hand abzähle und er sieht das er auf einmal nur drei Finger hat oder eine verkrüpelte Hand, wusste er das er träumt. Dann sprang er zum Beispiel von einem großen Gebäude und landete sanft auf seinen Füßen oder er baute sich im Universum eine eigene Welt, speicherte sich diese mithilfe von einem Buch und einer zuvor erschaffenen Bücherei ab und konnte immer wieder mithilfe diesen Buches darauf zurück greifen und weiter bauen.
Er hieß Arno und war etwas verrückt drauf, aber ich liebe ja Begegnungen mit Verrückten.
Menschen die nicht wie Roboter handeln sondern kritisch und lebensfroh durchs Leben stolzieren.
Es gab viele „Verrückte“ Menschen die ich auf Gomera und weltweit kennenlernte. Aber mal zum Thema Verrückt sein. Was heißt das schon? Wenn man darüber nachdenkt findet man heraus das es nur heißt ver- rückt zu sein. Einen anderen Standpunkt zu haben. Mehr nicht. Aber genau das macht es ja interessant.
Wer hat heute schon keinen vorgefertigten Standpunkt im Leben. Die meisten Menschen wissen doch nichtmal wo sie gerade stehen im Leben.
Ich war richtig süchtig danach verrückte Menschen kennenzulernen.
Von Ihnen kann man viel lernen für das eigene Leben.
Bisher wurde ich immer nur verrückt. Von der einen Ecke in die andere Ecke gestellt. Vom Schlafzimmer ins Wohnzimmer geschafft. Aber nie ohne eigenen Willen. Ich wurde herum geschubst, aus versehen getreten oder als Hocker mißbraucht. Nun war es an der Zeit selbst der „Verrückte“ meines Lebens zu werden.
Das ganze fing mit einem Telefonat an. Vor genau 4 Jahren an einem heißen Sommertag auf Gomera. Auf der anderen Seite der Erdhalbkugel und mit anders meine ich das dort andere Kräfte wirken als in Deutschland, griff Jorgos zum Telefonhörer und rief mich an.

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purpur
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Beiträge: 997



BeitragVerfasst am: 28.07.2018 13:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo vkdjahn88,

"Herzliches Willkommen" und Gratulation zum gelungenen Einstieg!
Mir hat Deine Geschichte gefallen und ich finde sie gut geschrieben,
aber vor allem kreativ, aus der Perspektive eines Sessels zu berichten.
Gern gelesen!
 Kommt noch was?
HerzlichePpGrüße
Pia


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vkdjahn88
Abc-Schütze


Beiträge: 8



BeitragVerfasst am: 28.07.2018 14:11    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielen lieben Dank Pia smile
Freut mich das dir die Geschichte gefällt. Motiviert mich nun zum weitermachen smile
Ja die Sessel Idee hatte ich schonmal vor ein paar Jahren gehabt und hab sie durch "Zufall" wieder gefunden.

Liebe Grüße

Patrick
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Noctis
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BeitragVerfasst am: 28.07.2018 14:25    Titel: Re: Am Arsch der Welt Antworten mit Zitat

Hallo vkdjahn88,

ich habe mir deinen Text durchgelesen und bin über allerlei Rechtschreib- und Grammatikfehler gestoßen. Ich möchte jetzt nicht wie ein Deutschlehrer wirken, der dich anzählt, aber wenn du vor hast, Texte zu veröffentlichen, sollten Rechtschreibung und Grammatik schon stimmen.
Ich habe mir die Mühe gemacht, etwaige Fehler mit rot auszubessern. Orange habe ich Dinge markiert, deren Sinn sich mir nicht so ganz erschließt. In braun habe ich hinter die orangenen Stellen immer einen Kommentar geschrieben (erkennt man manchmal nicht so gut die Farbe ): )
Schau es dir in Ruhe an. Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

vkdjahn88 hat Folgendes geschrieben:
Ohne Plan stieg ich in den Zug, der mich, so wie ich es mir erhoffte, von hier wegbrachte.
Der Schaffner schaute mich verblüfft an als ich versuchteKomma meinen recht breiten Arsch in den Wagon zu schieben. Er half mir beim Einstieg in den von Wind und Wetter verfärbten Zug. Es roch wie es immer roch auf Bahnhöfen. Nach altem stickigen und mit Pisse vernebelten Dunst der ganzen Reisenden, die wie ich unterwegs waren, ihre Familie besuchen wollten oder gerade ihre monotone 9 to 5 Stelle verlassen haben. Die mit Widerlichkeit angereicherte Luft blies um den ganzen Bahnhof und der Geruch von Kaugummi, weggeworfenen Zigaretten und Erbrochenem schmeckte widerlich, wie die die Schweizer gerne zu „riechen“ sagen. Den Geruch des Bahnhofs würde ich beschreiben, bevor er oder sie in den Wagon steigt. Wieso sollte sie im Zug daran denken, wie es draußen gerochen hat? "Hey. Wo willst du denn hin? Fahrschein bitte!" Fragend sah mich der Schaffner an.
Ich schwenkte meinen Hintern um hundertachtzig Grad, hielt ihm meinen zuvor illegal erstandenen Bahnmitarbeiterausweis vor seine Nase, blickte in seine schlaffen blutunterlaufenen Augen und dachte mir nur: Fuck, dieses arme Schwein. Bestimmt muss er seine gefräßige Familie ernähren und seine 5 anderen Kinder aus seinen früheren wilden Zeiten unterstützen. Sein Haus in der Pampa wird er wohl nie ganz abzahlen können. Der arme Kauz tat mir irgendwie leid.
Der Schaffner mit seiner Offizier ähnlichen Ich bin mir nicht sicher ob dieses Wort existiert. Fals ja würde ich es klein und zusammenschreiben, das wird aber von der Korrektur rot gemacht. Vielleicht kann man es umschreiben? "Der Schaffner trug eine Kappe, die der eines Offiziers ähnelte" oder so. Kappe ließ sich eine Weile Zeit und studierte den Ausweis bis er ihn mir wieder aushändigte.
Grüezi Wohl und Willkomme in der Bahn nach Italien. Ist das wörtliche Rede? Wenn ja unbedingt in Anführungszeichen setzen.
Eine kleine Gruppe Chinesen lief an mir vorbei und zückte ihre Kameras und kreischte etwas auf Chinesisch, während sie allesamt ihr Grinsen aufsetzten Komma um mich mit ihren Armen zu packen und ein Foto von mir zu schießen
Ich lächelte freundlich und hielt es gefühlte zehn Minuten mit ihnen aus.
Dann schlurfte ich in Richtung Abteil 122, dort wo die Fahrräder und die Schnell-Zusteiger Platz fanden. Das Gute an meinem Dasein ist wohl Komma dass ich nie einen Platz brauche.
In der Ecke neben dem Kaugummi kauenden Fräulein fand ich meinen Platz. Sie schielte kurz zu mir rüber Komma um nach Sekunden schnellen Aufblitzen ihrer schönen grünen Augen wieder ihrem Smartphone, Aufmerksamkeit zu schenken.
Es ist doch verrückt. Ich bin nun schon seit einer Weile unterwegs, in verschiedenen Ländern und  Kontinenten und doch muss ich feststellen das immer mehr Kinder, Jugendliche und erwachsene Menschen vor ihren klobigen Technikschachteln sitzen und darauf stieren als wäre das ihre Welt. Mit gebückter Nackenhaltung und zugekniffenen Augen stieren sie auf ihre Smartphones und die tolle Natur und Umgebung sind nicht existenzieller von Bedeutung für sie. Und das nennt sich dann Evolution der Menschheit. Ich könnte kotzen Komma wenn ich daran denke.
Schräg gegenüber saß ein von der Sonne gegerbter Handwerker mit seinem Tourenbike. Der Kleidung nach zu urteilen Komma kam er gerade von seinem Tagelöhner Job in der Schweiz und machte sich wieder auf in seine Heimat, nach Italien. Woher weiß die Figur das? Ich Erzähler kennen nur die eigenen Gedanken/Werte/Ziele usw. Seine blaue zerschlissene Hose und sein kurzärmeliges weißes Shirt waren ein Indiz dafür. Er keuchte alle paar Sekunden einen Ton aus seinen Lungen, der mich immer wieder aufschrecken ließ. Er stank nach Zigarettenrauch und nach morgendlichem Bauarbeiter Billigbier. Als er mich sah, gluckste er nur vor Begeisterung und stieß ein lautes Hoi, Buena Sera Würde ich zum besseren Erkennen in wörtliche Rede setzen. zu mir rüber. Seine braunen Augen strahlten voller Flamme. Man sah Komma dass er Italiener war. Er war nett und sehr aufgeschlossen unterwegs. Die Art Komma mit der er locker und lässig, völlig ausgeglichen da saß und seine Beine machomäßig unten ausgebreitete und fest im Boden verankert war, empfand ich als sehr bodenständig. Der Typ weiß Komma was Sache ist, dachte ich mir nur. Ich nickte ihm mit meinem typisch kecken Lächeln zu.
Der Schaffner pfiff in seine Trillerpfeife, stieg ein und vergewisserte sich in einem Blick über alle Passagiere hinweg Komma dass er hier wohl der einzig Normale sei. Er strich sich seine Hände stolz über seine zu groß geratene Uniform und verschwand in den Gängen des Zuges.
Der Zug fing an zu rollen und wir bunten Seelen verließen den Bahnhof von Pontresina in der Schweiz.
Um uns breitete sich nun die wilde Natur der Schweiz aus und ich wusste nicht genau Komma wo ich zuerst hinschauen sollte. Auf beiden Seiten des Zuges zeigten sich zwei riesige Bergrücken, die von Wäldern, Schluchten und vereinzelten kleinen Albhäusern umzingelt waren. Diese mächtigen Berge hauchten mir ein Gefühl von Dasein und Respekt vor dem Leben ein.
Der Zug schlängelte sich immer tiefer in den Wald hinein, überwand dabei riesige Schluchten Komma die mit alten Viadukten wie die Schweizer hier ihre Zugbrücken nannten, verbunden wurden.
Der Zug brauste mit mäßigen Tempo in dunkle Tunnel Komma um kurz darauf wieder in einer völlig anderen Landschaft einzutauchen. Der Himmel war gespickt mit Wolken, doch die starke Sonne ließ mich keine Sekunde daran zweifeln Komma dass Italien gerade einmal etwa fünfzehn Kilometer Luftlinie entfernt lag. Sie brannte unentwegt auf uns herab und verlieh dem alten Interieur des Innenraums einen gewissen alten Charme. Die majestätisch bergige Landschaft die hier mit einigen viertausender gigantischen Bergen gespickt ist Komma macht es unmöglich schnell zu reisen. Es war eine gute Idee den Zug, anstelle des Buses zu nehmen, dachte ich mir.

Ich versank in Gedanken und stelle mir vor Komma wie die Menschen wohl in den frühen vierziger Jahren mit der Bahn reisten. Vollgepackt mit alten Lederkoffern und mit fröhlicher Miene stolzierten sie umher. Keiner hatte ein Handy oder Kopfhörer auf dem Kopf. Alle lebten mehr und minder im Hier und Jetzt. Doch heute ist es wie bei Madame Tussauds [color=red]Wachsfigurenkabinett: Die Menschen besitzen zwar ein Lächeln, jedoch nur mit Maske.[/color] Diese kurzen, knappen Sätze finde ich gut. Sie lassen sich besser lesen und sind leichter verständlich. Eine junge Frau, Mitte 20 Komma saß neben mir und lächelte mir sanftmütig zu. In ihren Armen ruhte sie ein kleines Baby Komma dass sie von links nach rechts wog. Sie pfiff einen süß klingenden Ton von sich und das Baby schlief fest unter ihrem Schutz und ihren zarten Armen tief und fest. Es roch nach frischem Gemüse und selbst gemachten Wurstbroten. Die Stimmung im Abteil war voller Leben und heiter.

"Oh Entschuldigung! Das tut mir leid, sorry!"Ich zuckte zusammen und bemerkte Komma dass es nur ein Traum war.
Die mit roten Haaren Kaugummi kauende junge Dame sah mich ängstlich an.
„Wollte nur kurz meine Beine ausstrecken und du siehst so flauschig und kuschelig aus. War mir nicht klar das du schläfst.“
Vernebelt und müde blickte ich zu ihr auf: Kein Problem, viele Mädels stehen auf meine weichen Seiten. Ich lächelte sie an und fragte:

„Was veranlasst dich dazu Komma hier im Zug nach Italien zu fahren.“

„Nun ja ich möchte gerne meine Familie in Italien besuchen.“

"Ah schön, wohnen sie in denn in Italien?"

"Ja, sie haben vor ein paar Jahren ein altes Haus in den Bergen gekauft und betreiben dort eine kleine Pension und im Sommer helfe ich ihnen etwas aus."

Die Berge sind echt ein Traum, jedesmal könnte ich laut los singen und summte „Heidi, Heidi..Deine Welt sind die Beeerge.“ Ist das jetzt wörtliche Rede oder nicht? Das verwirrt mich.
"Wo liegt das Haus denn?", fragte ich.

"In Norditalien in den Bergen bei Tirano. Die Pension liegt etwas außerhalb der Stadt."

"Dann machst du im Sommer Ferien dort und hilfst deiner Familie, das ist doch toll."


Du hast anfangs die Anführungszeichen gesetzt, wieso fehlen sie später? Egal wie nervig es scheint, sie müssen vor jedem gesprochenen Satz stehen und ihn wieder beenden. Ich werde mir jetzt nicht mehr die Mühe machen, sie überall extra zu setzen bzw. den Satz rot hervorzuheben.

"Ja meine Mutter und meine Schwester betreiben die Pension und leben dort ein recht bescheidenes, jedoch gutes Leben und ich im Sommer auch.
Die beiden sind aus der Schweiz nach Italien gegangen, Mehr Lebensqualität und so. In der Schweiz ist doch alles unbezahlbar geworden. Eine Zweizimmer Wohnung kostet mich mehr als 1000 Franken. Und die Menschen in Italien sind einfach lockerer drauf", gestikulierte sie mit ihren Händen, wie eine waschechte Italienerin.
Sie schielte auf mich herab und fragte Komma wo ich denn her sei?.
Gute Frage, wo komm ich denn eigentlich her, dachte ich mir so.
"Meine Wurzeln liegen in Italien, Ich bin schon sehr alt und begebe mich gerade auf eine kleine Zeitreise zurück in die Vergangenheit."
"Ja stimmt, so ganz frisch schaust du nicht mehr aus", sagte sie keck und drehte sich wieder zu ihrem Platz um und vergrub ihr Gesicht im Smartphone.
So frisch sehe ich wirklich nicht mehr aus. Meine zwei Lehnen sind schon etwas abgenutzt und die Farbe meines weinroten Bezugs glänzte nicht mehr in den Lichtern des Abteils.
Ich sah an mir herab stellte fest das meine 4 Beine nicht gleich hoch waren und dadurch kippte ich ab und an mal von links nach rechts oder vorne nach hinten. Ich würde bestimmt einen guten Schaukelstuhl ausmachen.
Meine Beine waren aus Mahagoni Holz geschnitzt und die Außenlinien des Bezugs mit schönen Verzierungen versehen.
Die Rückenlehne war schon etwas eingedrückt von den vielen Rücken die sich an mich schmiegten. Der weinrote Bezug sah aus wie die meisten Stadtmenschen. Bleich und ohne Ausdruck. Die goldenen Ornamente darauf verliehen mir zwar immer noch einen gewissen Glanz, der jedoch in unregelmäßigen Abständen schon unterbrochen war von den lausigen Menschen, die es sich auf mir bequem machten. Am rechten unteren Ende des Sitzes sah man einen mittelgroßen Rotweinfleck  herausstechen. Den hab ich Helmut, meinem Vorbesitzer zu verdanken. Dieser Trunkenbold kippte sich abends immer mit saurem italienischen Merlot zu, während er seine kubanischen Zigarren rauchte und das ganze Zimmer in einer Highway Staubwolke hinter sich ließ und die Luft drückend und zum Schneiden war. Dabei las er meist ein Buch und rannte alle 5 Minuten zur Toilette, da er Probleme mit seiner Prostata hatte.
Gott sei Dank ist diese Zeit vorbei. Nun bin ich kein Besitz mehr von anderen, dachte ich mir.
Auf den vorherigen Reisen habe ich gelernt Komma mich frei zu machen von anderen und ihrer Meinung.
Sollen die Leute doch denken was sie wollen wenn sie mich sehen. Wenn sie ein Problem haben, haben sie es und nicht ich. Ich habe viel dazu gelernt in den letzten Jahren und lebe nun mein Leben so Komma wie ich es möchte und nicht wie es andere gerne hätten.
Fuck Komma es ist doch mein Leben! Jeder sollte ohne Vorurteile und Wertungen durchs Leben ziehen und merken Komma dass das Einzige Komma was man nicht ändern kann, seine Persönlichkeit und sein Inneres ist. Wer damit gut zu recht kommt und sich selbst so nimmt wie er geschaffen ist, hat das Glück der Welt in sich entdeckt.
Nicht gerade leicht als alter staubiger Sessel, aber Erich Kästner zitierte früher schon „Alles ist möglich“.
Der Bauarbeiter zog das Fenster runter und zündete sich genüsslich eine Zigarette an, während er sich halb stehend, halb sitzend aus dem Fenster beugte. Seine schwarzen langen Haare wehten im Wind des Zuges. Er drehte sich zu mir um und fragte:
"Willscht auch eine haben?"
"Ne danke reißt mich nicht grad vom Hocker", witzelte ich. "Rauche nur ab und an mal eine."
"Klaro, kein Ding Komma aber wenn du eine willst Komma geb ich dir gern eine."
Ich winkte mit meinen nicht vorhandenen Armen ab und versank wieder in meinen Träumen.

Ich versuchte einen luziden Traum zu bekommen. Es war voll verrückt. Ein Professor aus Zürich erzählte mir erstmals vor etwa 3 Jahren davon. Er war schon etwas über 60. Ich lernte ihn durch Zufall beim Aussteigen aus dem Bus kennen. Ich wollte eine kleine Wanderung unternehmen, war mir nicht sicher wo ich ausstieg, entschied mich dann dazu irgendwo in der Pampa von Gomera auszusteigen, was der Professor auch tat. Nun standen wir, zwei verlorene Seelen und ohne Wanderkarte und Plan im Nirgendwo und beschlossen dann gemeinsam wandern zu gehen.

Er war Physik Professor in Zürich und so sah er auch aus. Seine langen weißen Haare waren zu einem Zopf zusammen gebunden. Sein vernarbtes Gesicht und seine große Nase blickten auf eine lange Vergangenheit zurück. Sein gutmütiges Lächeln und seine wachen Augen blitzten nur so umher um die Gegend zu studieren. Er erzählte mir vom luziden Träumen und dass er seine Träume beeinflussen könnte. Als Übung schaute er sich dreimal am Tag seine rechte Hand an und zählte seine Finger langsam und bewusst von eins bis fünf. Dies Komma sagte er Komma war dazu da Komma dass es sich ins Gehirn brennt und als Realitätscheck im Traum erweist. Er bestätigte mir Komma dass es in Träumen keine Zeit gibt und somit auch keine Zahlen. Wenn er im Traum dann durch den unbewussten Check seine Finger an der Hand abzähle und er sieht Komma dass er auf einmal nur drei Finger hat oder eine verkrüppelte Hand, wusste er Komma dass er träumt. Dann sprang er zum Beispiel von einem großen Gebäude und landete sanft auf seinen Füßen oder er baute sich im Universum eine eigene Welt, speicherte sich diese mithilfe von einem Buch und einer zuvor erschaffenen Bücherei ab und konnte immer wieder mithilfe diesen Buches darauf zurück greifen und weiter bauen.
Er hieß Arno und war etwas verrückt drauf, aber ich liebe ja Begegnungen mit Verrückten.
Menschen die nicht wie Roboter handeln sondern kritisch und lebensfroh durchs Leben stolzieren.
Es gab viele „verrückte“ Menschen Komma die ich auf Gomera und weltweit kennenlernte. Aber mal zum Thema Verrücktsein. Was heißt das schon? Wenn man darüber nachdenkt Komma findet man heraus Komma dass es nur heißt ver-rückt zu sein. Einen anderen Standpunkt zu haben. Mehr nicht. Aber genau das macht es ja interessant.
Wer hat heute schon keinen vorgefertigten Standpunkt im Leben. Die meisten Menschen wissen doch nicht einmal Komma wo sie gerade stehen im Leben.
Ich war richtig süchtig danach Komma verrückte Menschen kennenzulernen.
Von ihnen kann man viel lernen für das eigene Leben.
Bisher wurde ich immer nur verrückt. Von der einen Ecke in die andere Ecke gestellt. Vom Schlafzimmer ins Wohnzimmer geschafft. Aber nie ohne eigenen Willen. Ich wurde herum geschubst, aus Versehen getreten oder als Hocker missbraucht. Nun war es an der Zeit selbst Komma der „Verrückte“ meines Lebens zu werden.
Das ganze fing mit einem Telefonat an. Vor genau 4 Jahren an einem heißen Sommertag auf Gomera. Auf der anderen Seite der Erdhalbkugel und mit anders meine ich Komma dass dort andere Kräfte wirken als in Deutschland, griff Jorgos zum Telefonhörer und rief mich an. [color=brown]Das versteh ich irgendwie nicht. Passt nicht in den Kontext.


Puh, das hat ganz schön gedauert. Wie gesagt, es soll dir nur helfen, den Text zu verbessern. Ich habe auch deine Botschaft verstanden und finde sie echt genial. Jeder soll sein wie er ist. Und das Ganze aus Sicht eines Stuhls zu schreiben ist schon interessant, aber: am Anfang entsteht der Eindruck, du sprichst über eine Person. Der plötzliche Break in der Mitte kam so unerwartet und passte gar nicht mehr zu den Handlungen am Anfang, dass es für mich nicht passend, nicht flüssig erscheint.

Ich hoffe die Tipps helfen dir weiter,

Liebe Grüße,
Noctis.
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vkdjahn88
Abc-Schütze


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BeitragVerfasst am: 28.07.2018 14:45    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielen lieben Dank für die Zeit die du dir für meinen Text genommen hast.
Echt mega von Dir!
Ja Grammatik und Rechtschreibung ist für mich recht unbedeutend, muss mich dem aber natürlich irgendwann mal stellen lol2
Muss für mich noch herausfinden ob ich es in der Ich Variante schreibe oder doch lieber als Erzähler schreibe. Mal schauen.
Jedenfalls vielen lieben Dank für deine Hilfe und Unterstützung.
Ich werde mir gleich mal deine Korrektur anschauen.
Sonnigen Tag Dir noch Smile
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Noctis
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BeitragVerfasst am: 28.07.2018 14:53    Titel: Antworten mit Zitat

Ich würde die Ich-Form belassen. Sonst wirkt alles so vorweggenommen. Gerade, weil du Gefühle, Gedanken und Eindrücke aus der Sicht einer einzigen "Person" beschreibt, eignet sich der Ich-Erzähler am Besten. Ich würde nur versuchen, am Anfang den Eindruck, wir haben es mit einer lebendigen Person zu tun, zu schmälern.^^


Das mit der Grammatik und Rechtschreibung ist leider der Grundstein eines jeden Autors. Also setz dich lieber früher als später dran. Ich steh dir auch gern für Fragen in der Richtung offen.

Grüße,
Noctis
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ella propella
Sonntagsschreiber


Beiträge: 23
Wohnort: Hamburg


BeitragVerfasst am: 28.07.2018 15:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo vkdjahn88,
das mit der Grammatik wurde ja schon erwähnt. Es ist schade, wenn ein eigentlich schöngeschriebener Text durch unkorrekte Sätze und Rechtschreibfehler abgelenkt wird. Aber ich bin mir manchmal auch nicht sicher und gerade Kommasetzung verunsichert mich.
Dennoch finde ich, dass du Dinge schön beschreiben kannst und sich beim Lesen Bilder in meinem Kopf aufbauen.
Deine Idee ist mal was anderes. Auch dass die Auflösung erst recht weit am Schluss kommt, macht den Text interessant. Und durch Noctis umfangreiche Erläuterung kannst du deinen Text bestimmt ausbauen und verbessern.
Ich wünsche dir viel Spaß beim weiteren kreativen Schreiben
LG Ela
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Dinshi
Geschlecht:weiblichSonntagsschreiber


Beiträge: 19
Wohnort: Limes


BeitragVerfasst am: 30.07.2018 13:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
auch mir hat Dein Text gefallen. Ich empfand den Einstieg auch als recht verwirrend. Erst in der 2. Hälfte hatte ich mich eingelesen. Ich denke, das geht auch aus der Korrektur von Noctis hervor, dass die 2. Hälfte etwas stimmiger ist. Insgesamt fand ich die Idee sehr gut.
Was Grammatik etc angeht, ich weiß, die ist ein lästiges Thema, aber mir als Leser hätte es das Lesen erleichtert und damit wäre auch der Spaß beim Lesen größer gewesen.
Ich hoffe Du machst weiter.
LG
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vkdjahn88
Abc-Schütze


Beiträge: 8



BeitragVerfasst am: 31.07.2018 16:56    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke für dein Feedback!
ich schreibe zurzeit weiter, noch ohne Plan, aber der Plot entsteht gerade irgendwie smile
Wünsche Dir noch einen lichtvollen Tag!
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BaronHarkonnen
Geschlecht:männlichSchreiberassi


Beiträge: 78
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 01.08.2018 14:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hi vkdjahn88,

von meiner Seite nur ein kurzes Feedback:
Ich finde, Du hast wirklich Potential! Sowohl was die Grundidee angeht, als auch Dein Stil.

Ein Tipp von Anfänger zu Anfänger: Du solltest unbedingt dranbleiben, Deine Schwächen bekämpfen und Deine Stärken (Plot, Stil) durch Übung und Reflektion ausbauen. So wird das was Wink

Du kannst hier im Forum immer mal wieder (nicht zu lange) Snippets einstellen und Dir weiterhin Feedback einholen.

Viele Grüße
BaronHarkonnen


_________________
Alles was wir sehen oder scheinen,
ist nichts als ein Traum in einem Traum.
Poe
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vkdjahn88
Abc-Schütze


Beiträge: 8



BeitragVerfasst am: 03.08.2018 20:25    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke für euer nettes Feedback. Hier ist ein Teil von dem was ich vorher gepostet hatte und ein wenig Neues. Freue mich auf kritisches Feedback!

Sommer 2012

Eine junge Frau, Mitte 20, saß neben mir und lächelte mir sanftmütig zu.
In ihren Armen ruhte ein kleines Baby, dass sie von links nach rechts wog. Sie pfiff einen süß klingenden Ton von sich und das Baby schlief unter ihrem Schutz und ihren zarten Armen tief und fest. Es roch nach frischem Gemüse und selbst gemachten Wurstbroten. Die Stimmung im Abteil war voller Leben und heiter.
>> Oh, Entschuldigung! Das tut mir leid, sorry! <<
Ich zuckte zusammen und bemerkte, dass es nur ein Traum war.
Die Kaugummi kauende junge Dame sah mich ängstlich an.
>> Wollte nur kurz meine Beine ausstrecken und du siehst so flauschig und kuschelig aus <<
>> War mir nicht klar das du schläfst <<
Vernebelt und müde blickte ich zu ihr auf.
>> Kein Problem, viele Mädels stehen auf meine weichen Seiten <<Ich lächelte sie an und fragte:
>> Was veranlasst dich dazu, hier im Zug nach Italien zu fahren? <<
>> Nun ja ich möchte gerne meine Familie in Italien besuchen. <<
>> Ah schön, wohnen sie in denn in Italien? <<
>> Ja, sie haben vor ein paar Jahren ein altes Haus in den Bergen gekauft und betreiben dort eine kleine Pension und im Sommer helfe ich ihnen etwas aus. <<
>> Die Berge sind echt ein Traum, jedesmal könnte ich laut los singen und summte „Heidi, Heidi..Deine Welt sind die Beeerge. <<
>> Wo liegt das Haus denn?", fragte ich. <<
>> In Norditalien in den Bergen bei Tirano. Die Pension liegt etwas außerhalb der Stadt. <<
>> Dann machst du im Sommer Ferien dort und hilfst deiner Familie, das ist doch toll. <<
>> Ja, meine Mutter und meine Schwester betreiben die Pension und leben dort ein recht bescheidenes, jedoch gutes Leben und ich im Sommer auch. <<
>> Die beiden sind aus der Schweiz nach Italien gegangen, Mehr Lebensqualität und so. In derSchweiz ist doch alles unbezahlbar geworden. Eine Zweizimmer Wohnung kostet mich mehr als 1000 Franken. Und die Menschen in Italien sind einfach lockerer drauf, gestikulierte sie mit ihren Händen, wie eine waschechte Italienerin. <<
Sie schielte auf mich herab und fragte:
 >> Wo ich denn her sei? <<
Gute Frage, wo komm ich eigentlich her, dachte ich mir so.
Auf solche Fragen antworte ich gerne mit: Aus dem Bauch meiner Mutter und du?
Ich verkniff es mir aber und antwortete bürokratisch und diskret, wie es üblich in der Schweiz ist mit:
>> Meine Wurzeln liegen in Italien. Bin schon sehr alt und begebe mich gerade auf eine kleine Zeitreise zurück in die Vergangenheit. <<
Ich flunkerte etwas, schließlich war meine Absicht nach Italien zu gehen, sehr verstrickt.
Das Treffen was in Venedig im Hotel „Gabrielli“ stattfinden soll und mein Start in ein neues Leben besiegelten sollte, musste ja nicht gleich jeder erfahren. Und das dann noch gleich meine zwei besten Freunde Nirvana und Andi kommen würden und wir uns endlich wieder austauschen könnten, machten mich verrückt vor Glück. Nach den ganzen Jahren auf Gomera oder unterwegs, begebe ich mich nun auch auf die Suche nach meiner Herkunft.
Dank der Idee des Baronen lief alles glatt und ich freute mich auf die Zusammenkunft.
Der süße Saft vom Leben, prostet mir leicht lächelnd zu.
>> Stimmt, so ganz frisch schaust nicht mehr aus<<sagte sie keck und drehte sich wieder zu ihrem Platz um und vergrub ihr Gesicht im Smartphone.
So frisch sehe ich wirklich nicht mehr aus.
Meine zwei Lehnen sind schon etwas abgenutzt und die Farbe meines weinroten Bezugs glänzte nicht mehr in den Lichtern des Abteils.
Ich sah an mir herab stellte fest das meine 4 Beine nicht gleich hoch waren und dadurch kippte ich ab und an mal von links nach rechts oder vorne nach hinten. Ich würde bestimmt einen guten Schaukelstuhl ausmachen.
Meine Beine waren aus Mahagoni Holz geschnitzt und die Außenlinien des Bezugs mit schönen Verzierungen versehen.
Die Rückenlehne war schon etwas eingedrückt von den vielen Rücken die sich an mich schmiegten. Der weinrote Bezug sah aus wie die meisten Stadtmenschen. Bleich und ohne Ausdruck. Die goldenen Ornamente darauf verliehen mir zwar immer noch einen gewissen Glanz, der jedoch in unregelmäßigen Abständen schon unterbrochen war von den lausigen Menschen, die es sich auf mir bequem machten. Am rechten unteren Ende des Sitzes sah man einen mittelgroßen Rotweinfleck herausstechen. Den hab ich Helmut, meinem Vorbesitzer zu verdanken. Dieser Trunkenbold kippte sich abends immer mit saurem italienischen Merlot zu, während er seine kubanischen Zigarren rauchte und das ganze Zimmer in einer Highway Staubwolke hinter sich ließ und die Luft drückend und zum Schneiden war. Dabei las er meist ein Buch und rannte alle 5 Minuten zur Toilette, da er Probleme mit seiner Prostata hatte.
Gott sei Dank ist diese Zeit vorbei. Nun bin ich kein Besitz mehr von anderen, dachte ich mir.
Auf den vorherigen Reisen habe ich gelernt, mich frei zu machen von anderen und ihrer Meinung.
Sollen die Leute doch denken was sie wollen wenn sie mich sehen! Wenn sie ein Problem haben, haben sie dieses und nicht ich! Ich habe viel dazu gelernt in den letzten Jahren und lebe nun mein Leben, so wie ich es möchte und nicht wie es andere gerne hätten!
Fuck es ist doch mein Leben! Jeder sollte ohne Vorurteile und Wertungen durchs Leben ziehen und merken, dass das Einzige, was man nicht ändern kann, seine Persönlichkeit und sein Inneres ist. Wer damit gut zu recht kommt und sich selbst so nimmt wie er geschaffen ist, hat das Glück der Welt in sich entdeckt.
Nicht gerade leicht als Sessel, aber Erich Kästner zitierte früher schon „Alles ist möglich“.
Der Bauarbeiter zog das Fenster nach unten und zündete sich genüsslich eine Zigarette an, während er sich halb stehend, halb sitzend aus dem Fenster beugte. Seine schwarzen langen Haare wehten im Wind des Zuges. Er drehte sich zu mir um und fragte:
>> Willscht auch eine haben? <<
>> Ne danke reißt mich nicht grad vom Hocker, witzelte ich. Rauche nur ab und an mal eine <<
>> Klaro, kein Ding, aber wenn du eine willst, geb ich dir gern eine <<drängte er sich mir auf.
Ich winkte ab und versank wieder in mir und meinen Träumen.
Ich versuchte einen luziden Traum zu bekommen. Es war voll verrückt. Ein Professor aus Zürich erzählte mir erstmals vor etwa 3 Jahren davon. Er war schon etwas über 60. Ich lernte ihn durch Zufall beim Aussteigen aus dem Bus kennen. Ich wollte eine kleine Wanderung unternehmen, war mir nicht sicher, wo ich ausstieg, entschied mich dann dazu irgendwo in der Pampa von Gomera auszusteigen, was der Professor auch tat. Nun standen wir, zwei verlorene Seelen und ohne Wanderkarte und Plan im nirgendwo und beschlossen gemeinsam wandern zu gehen.
Er war Physik Professor in Zürich und so sah er auch aus. Seine langen weißen Haare waren zu einem Zopf zusammen gebunden. Sein vernarbtes Gesicht und seine große Nase blickten auf eine lange Vergangenheit zurück. Sein gutmütiges Lächeln und seine wachen Augen blitzten nur so umher um die Gegend zu studieren. Er erzählte mir vom luziden Träumen und dass er seine Träume beeinflussen könnte. Als Übung schaute er sich dreimal am Tag seine rechte Hand an und zählte seine Finger langsam und bewusst, von eins bis fünf. Dies, sagte er, war dazu da, dass es sich ins Gehirn brennt und als Realitätscheck im Traum erweist. Er bestätigte mir dass es in Träumen keine Zeit gibt und somit auch keine Zahlenfolge. Wenn er im Traum dann durch den unbewussten Check seine Finger an der Hand abzähle und er sieht dass er auf einmal nur drei Finger hat oder eine verkrüppelte Hand, wusste er das er träumt. Dann sprang er zum Beispiel von einem großen Gebäude und landete sanft auf seinen Füßen oder er baute sich im Universum eine eigene Welt, speicherte sich diese Mithilfe von einem Buch und einer zuvor erschaffenen Bücherei ab und konnte immer wieder mit Hilfe diesen Buches darauf zurück greifen und weiter bauen.
Er hieß Arno und war etwas verrückt, aber ich liebe ja Begegnungen mit Verrückten.
Menschen die nicht wie Roboter handeln, sondern kritisch und lebensfroh durchs Leben stolzieren.
Es gab viele Verrückte Menschen, die ich auf Gomera und weltweit kennenlernte. Aber mal zum Thema verrückt sein. Was heißt das schon?
Wenn man darüber nachdenkt, findet man heraus, dass es nur heißt Ver - rückt zu sein. Einen anderen Standpunkt zu haben. Mehr nicht. Aber genau das macht es ja interessant. Wer hat heute schon keinen vorgefertigten Standpunkt im Leben. Die meisten Menschen wissen doch nicht einmal, wo sie gerade stehen im Leben und haben meist keine eigene Meinung.
Die eigene Meinung oder besser gesagt, eigene Entscheidungskraft wurde uns schon im Kindergarten und in der Schule abtrainiert. Wir mussten und sollen einfach nur funktionieren um im späteren Leben keine Probleme zu machen und brav seine Arbeit verrichten zu können.
Das System funktioniert noch immer gut und wird immer weiter voran getrieben und ausgebaut.
Dass es später zu Problemen und gesundheitlichen Einschränkungen kommen kann, ist gewollt. Schließlich verdient man nur an kranken Menschen etwas und nicht an den gesunden, aufgeweckten Menschen.
Sommer 1998
Ich war richtig süchtig danach, verrückte Menschen kennenzulernen. Von ihnen kann man viel lernen für das eigene Leben. Ich wurde immer nur verrückt. Von der einen Ecke in die andere Ecke gestellt. Vom Schlafzimmer ins Wohnzimmer geschafft. Aber nie ohne eigenen Willen. Ich wurde herum geschubst, aus Versehen oder mit Absicht getreten oder als Hocker missbraucht.

Nun war es an der Zeit selbst, der „ Verrücker“ meines Lebens zu werden.
Das Ganze fing mit einem Telefonat an. Vor genau vier Jahren an einem heißen Sommertag in Deutschland. Auf der anderen Seite der Erdhalbkugel und mit anders meine ich, dass dort andere Kräfte wirken als in Deutschland, griff Jorgos zum Telefon und rief mich an.
Jorgos ein stämmiger Grieche wie er im Buche steht. Sein griechischer Zinken und sein Auftreten, glich dem eines gestandenen Mannes. Er war schon seit den frühen Achtzigern nach Gomera gekommen und geblieben. Er kam auf die Insel, da er gehört hatte das sie ein Paradies auf Erden sei. Sein Freund Michael kam zurück von Gomera und erzählte ihn von seinen Erlebnissen dort und war ganz fanatisch wieder auf die Insel zurückzukehren, bestätigte mir Jorgos am Telefon.
Jorgos sah wie Michael sich verändert hatte. Er strahlte von vorne bis hinten und seine neuen langen Rastas vermittelten ihn ein Gefühl von Vergangenheit, Freiheit und Glück. Die Hippie Ära in der er aufwuchs war ein Spektakel in seinem Leben. Die Freiheit, Drogen, Frauen und die reine Musik prägten noch immer sein Leben. Die beiden gingen nach Gomera und Jorgos blieb.
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Noctis
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Beiträge: 28



BeitragVerfasst am: 04.08.2018 17:41    Titel: Antworten mit Zitat

Schon viel besser.
Jetzt haben wir endlich eine Markierung der wörtlichen Rede, dadurch lässt es sich leichter lesen. Aber diese beiden Zeichen "<" und ">" sind nicht für die wörtliche Rede gedacht. Ich glaube aus dem englischen stammt das ">>" und "<<" aber die haben auf ihren Tastaturen ein extra Zeichen dafür, das auch wesentlich kleiner ist. Versuch es einfach ganz normal mit den Anführungszeichen oben und unten.


Und mir fällt auf, dass du immer noch ab und zu mit dem dass mit Doppel S schwächelst.^^ Versuch einfach mal Internet die Regeln für "das" und "dass" nachzulesen.


Grüße^^
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vkdjahn88
Abc-Schütze


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BeitragVerfasst am: 04.08.2018 18:22    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Mist dann muss ich das alles wieder ändern. naja egal !
Mit das und dass hab ich mich gerade etwas auseinandergesetzt und wenn nicht gibts ja auch noch rechtschreibprüfung24 und so.
Ich merke das wenn ich auf die Rechtschreibung achte zu viel hängen bleibe.
Danke für deine Hilfe Very Happy Very Happy Very Happy
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Noctis
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber

Alter: 20
Beiträge: 28



BeitragVerfasst am: 04.08.2018 18:38    Titel: Antworten mit Zitat

Mh, dann solltest du erst schreiben und dann die Rechtschreibung prüfen.^^
Aber wie gesagt, der Text wirkt schon übersichtlicher und das macht viel aus.

Grüße,
Noctis
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vkdjahn88
Abc-Schütze


Beiträge: 8



BeitragVerfasst am: 04.08.2018 23:11    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Habe hier noch einen recht "kleinen" Auszug aus einem Dialog und würde gerne eure Meinung dazu wissen.

>> Ist hier noch der Platz frei und hast was dagegen das ich mich zu Dir setze<<fragte ich ihn.
>> Sessel sind bei mir immer willkommen, setz dich doch ran<<,entgegnete er mir.
Er steckt mir seine Hand entgegen und stellt sich mir vor.
>> Bin Arno und du? <<
>> Edgar, kannst mich aber auch Ed nennen! <<
>> Wie gehts dir heute Ed? <<
>> Ich bin etwas ratlos! <<Ich erzähle ihm von der Begegnung mit der alten Lady am Strand.
>> Mach Dir keine Gedanken darüber! <<
Er zeigt mir eine Passage aus seinem kleinen Buch was er dabei hat und erklärt mir, das genau dieser Satz, Alles auf den Punkt bringt was man zum Leben brauchte.
>> Sieh Ed, es ist ganz einfach, schon zu einfach eigentlich! <<
>> Alles um uns herum ist verdichtete Materie. Dieser Tisch hier ist aus einem Samen entstanden. Jemand stellte sich diesen Tisch oder allgemein einen Tisch vor. Aus der geistlichen Idee ist dann irgendwann Materie und Form entstanden. <<
>> Kannst du mir noch folgen? <<
>> Ja, das klingt plausibel. <<
>> Okay und nun musst du wissen das alles, was du im Leben haben möchtest, Visionen sind die du dir sehnlichst erträumst und diese Visionen, Träume und Wünsche entstehen aus deiner Gedankenkraft und festigen sich Dir im Leben als Materie, Material an. <<
>> Wow okay, das heißt, alles was ich mir sehnlichst wünsche, kommt irgendwann zu mir? <<
>> So ist es! Du musst dazu noch wissen das du in Dankbarkeit leben solltest und für jede gute Sache die Dir passiert in wahrhaftiger Dankbarkeit fest hältst! <<
>> Ich möchte so gerne ein eigenes Cafe besitzen! <<
>> Stelle es dir in Gedanken vor und forme es Dir in Träumen genau so zurecht wie du es haben willst. Du gibst damit ein Signal an den großen Geist oder Gott ab, der sich Dir alles bietet was du möchtest. Dazu musst du natürlich auch wahrhaftig daran glauben und Handeln. <<

>> Als Beispiel: Die Erde besitzt Reichtum. Sei es Gold, Öl, Schätze verschiedenster Art. oder auchTierartenreichtum. Gott schenkt der Erde und allen Bewohnern diesen Reichtum der unerschöpflich ist. Man muss es nur realisieren können, das von Allem genug da ist. <<
„Und warum sterben dann viele Menschen an Hungers Not?“
„Nun, hätten alle Menschen dieses Wissen und würden im Urvertrauen mit der Erde leben, würden auch diese Menschen genug haben. Und dazu dürfte es keine geographischen, sowie klimatischen Unterschiede geben. Und wären da nicht noch die Westlichen Staaten Verbände, die gierig nach alles und jedem götzen und keine Liebe, Mitgefühl oder dergleichen empfinden und immer nur ausbeuten wollen, in dem Wissen das sie einfach durch geographische und geschichtliche Ereignisse im Vorteil sind und mehr Wissen besitzen.“
„Interessante These, Arno!“
„Und was ziehe daraus für mich als Mensch oder Sessel?“
„Schon wieder, ganz Einfach! Du erschaffst dir deine Welt selbst und dies aber zu einer Welt die dir gefällt und die alles besser macht!
„Die alles besser macht? Du meinst die perfekte Welt?“
„In gewisser Weise schon. Dadurch das du dein Leben wahrheitsgetreu, ohne Neid, mit viel Liebe und Mitgefühl lebst, trägst du automatisch dazu bei das dich andere Menschen sehen und sich zum Beispiel fragen: Mein Gott, woher nimmt der nur dieses tolle Lächeln her. Oder warum ist er reich und wie könnte ich es auch werden. Mit Reich meine ich natürlich nicht nur im Außen auf materialistische Art und Weise, sondern im Ganzen, auch in Dir.“
„Und vergiss niemals das du keine Macht an anderen Menschen ausüben solltest. Für dich im persönlichen Sinne schon, aber benutze dein Macht nie um andere zu schädigen!“
„Deswegen trinkst du nur ein warmes Wasser!“
„Du hast es erkannt und weils mir schmeckt mein lieber Ed!“
„Dann geh ich gleich mal rüber zum Kiosk und kauf mir eine Bild Zeitung um mich fortzubilden, witzelte ich.“
Wir unterhielten uns noch etwa drei Stunden lang über solche Themen.
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vkdjahn88
Abc-Schütze


Beiträge: 8



BeitragVerfasst am: 09.08.2018 22:35    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hier mal ein kleiner Auszug aus der "Neuen Welt" meines Protagonisten.

Am nächsten Morgen ging ich neugierig und voller Tatendrang die Schlucht Argaga am Ende des Tales im Valle hinauf. Nachdem ich mich im Rathaus darüber informiert habe, ob auch Sessel per Helikopter in einer aussichtslosen Lage gerettet werden und man mir bestätigte
„Sí, también sofás!“
Nun konnte es losgehen. Ausgerüstet mit Turnschuhen Marke Bundeswehr, nicht rutschfest und sicher nicht sicher, verlief ich mich in der ersten Kurve schon und fand mich an einen Berghang mit Schotter wieder.
Da habe ich wohl den richtigen Weg verpasst und ging Bear Grylls Like im Zick Zack wieder nach unten. Nun schaute ich mehr auf den Weg und die Schlucht um mich herum wurde immer wilder.
Die Berghänge waren sehr grün und unförmig. Einfach nur wild!
Am Rande eines Wasserfalls wurde mir dann immer mulmiger und ich drehte schon fleißig Abschiedsvideos mit meinem Handy.
Nun ging es weiter nach oben in dieser gottverdammten zerklüfteten Schlucht und mir geht zusehends der Arsch auf Grundeis.
Nun hieß es klettern und kraxeln auf nassem unwegsamen Terrain aber ohne Weg.
Ich rutschte ein paar mal mit meinen Schuhen ab und fuhr halb Schlittschuh.
Die vielen Kreuze am Wegesrand ermutigten mich auch nicht wirklich.
Ich hatte schon keinen Bock mehr und war völlig am Arsch und wog schon ab zurückzugehen, was aber ebenso gefährlich war, wenn nicht sogar unmöglich für einen alten dicken Sessel wie mir. Orientierungslos kam von oben ein Wanderer auf mich zu.
Das erste was ich von ihm sah, war sein aufgerissenes Schienbein, was leicht blutete und mich an Spaghetti Bolognese erinnerte. Wie konnte ich in so einen Moment nur an Essen denken?
Ich weiß es bis heute nicht und esse auch nur noch Linsen Bolognese ohne Fleisch. Vielleicht war das ja der Auslöser.
„H Hey, weißt du, wo hier der Wanderweg verläuft, fragte er mich in etwas unsicheren Ton.“
Er sah mich erst ungläubig an, schaute dann verlegen wieder weg und schaute mich wieder an.
„Ich häng auch grad irgendwie hier fest." Ich schaute nach oben und fragte: „Ist der Weg da oben noch schlimmer als dieser hier und verdammt noch mal, wo ist eigentlich der Weg?“
„Schätze als Sessel kommst du da nicht lang, meinte er nur.“
„Himmel Arsch und Zwirn! Was ist eigentlich mit deinem Bein passiert?“
„Nur ne kleine schramme. Bin da oben etwas ausgerutscht und konnte mich gerade so  mit dem Bein halten.“
„Das ist echt nichts für Weicheier hier, sagte ich.“
Wir beschlossen dann den Weg wieder nach unten anzutreten. Jeder Schritt hätte tödlich enden können. Es ging vor uns etwa ein paar hundert Meter nach unten in die Schlucht und alles sieht so verdammt gleich aus. Sein Weg ging ja eh nach unten, da er diesen Wanderweg von oben gelaufen war. Nach wirklich sehr vorsichtigen und langsamen Schritten kamen wir nach etwa anderthalb Stunden unverletzt an. Sein Spaghetti Bein ausgeschlossen.
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