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Gourmet's


 

 
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Stimmgabel
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Bronzener Sturmschaden Der goldene Spiegel - Lyrik (2)



BeitragVerfasst am: 19.07.2018 16:24    Titel: Gourmet's eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

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Gourmet's


Indes, Sommers Glühe noch früh im sonnGelb

sinnt ein Früchtemader Leb unschwer begehrt
das Rausch im apfel_Haus  [ frivol ] gärt's Da

und dort rinnt Wohlsinn überall flinkt Bacchus
Trau durch pralle saft_Keller  / hört ein Echo :      Komm

ein kleiner Stich nur, saug’s  ... für dich bereit

das Wagnis Purpur, Röte nicht mehr, ein Kind


-

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Stimmgabel
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BeitragVerfasst am: 20.07.2018 13:33    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

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_______________________________ Teil II



Gourmet's


Indes, Sommers Glühe noch früh im sonnGelb

sinnt ne früchte_Made nach Unschwer begeht
das Rausch im apfel_Haus  [ frivol ] gärt's Da

und fort rinnt Wohlsinn überall, flinkt Bacchus
Tau durch tiefe saft_Keller. Hey Fruse. Komm

nur ein kleiner Stich will ins prallvolle Süß er_

wartet dich Purpur, Röte, bedenke nicht mehr


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Stimmgabel
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BeitragVerfasst am: 20.07.2018 13:40    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

-

______________________________  Teil III
 

Gourmet's


In des Sommers Glühe noch früh im sonnGelb

sinnt ne fade Tomate nach mehr Leb nebenan
das Rauschen im Apfelbaum  / frivol gärt's Da

und fort ist ihr Wohlsinn schlürft Bacchus TAU
durch tiefe saft_Keller im Früchte Wald ... um

sie einenBogen ruft's überall hey Fruse komm
wag einen Stich ins Prall, voller Süß, erwartet

dich Purpur u. Röte bedenke nicht mehr, lacht

-

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Heidi
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BeitragVerfasst am: 20.07.2018 22:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Stimmgabel,

du zeigst mir drei Bilder, die sich ähnlich sind und dann doch wieder anders. Ich finde Reihen spannend, diese hier gerade, weil es nur kleine Abwandlungen sind, die doch Ähnliches zeigen, den Text also auf sehr subtile Weise woandershin lenken. Beim schnellen Lesen könnten diese Veränderungen durchrutschen. Das hat mich dann gereizt, die Frage: Wo hat Stimmgabel was anders gemacht und warum.

Beim ersten Lesen hatte ich einen Biergarten im Kopf. Eine Szene, in der sich jemand gemütlich in den Stuhl zurücklehnt und sich Apfelwein einschenken lässt, bis der Kopf ganz rot ist und das Kind, das mal da drin lebte nicht mehr. Vollständige Betäubung.
Beim nächsten und übernächsten Lesen dachte ich dann verstärkt an den Baum der Erkenntnis oder kurz gefasst an Erkenntis im Allgemeinen. Der Apfel im Zentrum, erst als Haus, als Gehäuse. Ich muss an die Fünf denken bzw. an den Fünfstern da drin im Apfel (und erst in der Blüte) und deshalb auch an Mensch - jetzt kommt Leonardo mit ins Bild bzw. eine Zeichnung von ihm, bei mir im Kopf, ganz automatisch (ich schreibs einfach nieder, obwohls nix zur Sache tut); dann im dritten Teil als Baum, dessen Blätter durch Wind bewegt werden. Dieses Bild erlebe ich so, weil vom Rauschen die Rede ist.
Die erste Zeile ist bei allen drei Teilen noch relativ ähnlich, dann verändert sich der Früchtemader zur früchte_Made zur faden Tomate.
Ein Mader ist ein flinkes, wendiges Raubtier, das hier ist eins mit Früchten. Ich lese das so, dass der Marder die Früchte erntet, durch sein Flinksein ist es ihm möglich. In der Text-Metamorphose, wird die enge Fruchtverbindung verändert, die früchte nun klein, hängen nur noch an einer Made, die ich als Verfall lese; Maden zersetzen, lösen Physisches auf.
Zuletzt gibts dann nur noch ne fade Tomate. Eine Entwicklung also vom flinken Früchteernter hin zur verwässerten Frucht. Der Tomate fehlt auch gänzlich etwas Bewegtes, wie der Mader in seinem Flinksein. Bei der Made war da wenigstens noch etwas aktiv-Zersetzendes, die Tomate zeigt sich nur noch in ihrer Fadheit.

Bacchus erlebe ich als Verführer. Er bringt den vorgebrauten Apfelwein, lässt ihn dem Gourmet trinken und das ergibt dann diese Biergartenszene in mir (oder von mir aus Heurigen, weils besser zum Wein passt).
Der kleine Stich, weiß nicht, warum ich da jetzt jemanden sehe, der sich einen Schuss setzt. Eigentlich zu heftig als Bild für diese Szene. Ich kann es auch so lesen, dass der Gourmet nur etwas Kleines dazu tun muss, er muss sich nicht anstrengen, einfach den Apfelwein trinken, dann wird er sogleich im Paradies landen, sich gut fühlen. Es ist ja auch vom Saugen die Rede, also wie Muttermilch. Sauge und du wirst genährt.

Wobei es auch den Unterschied zwischen den drei Teilen gibt, den habe ich jetzt etwas aus den Augen verloren. Im ersten Teil mit dem Früchtemarder - ich lese den Bacchus hier geistvoller. Er bringt Geist und ja, das Saugen ist auch anstrengend, diese eine Anstrengung (die jeder Säugling ja zuallererst in seinem Leben leisten muss, um überhaupt überleben zu können) und es wird etwas Wundervolles passieren. Erkenntnis. Geist. Vielleicht auch Kreativität. Dann kommt ja auch das Kind. Vielleicht nicht, wie erst von mir gedacht, ein Kind, das verloren geht sondern durch dieses Wagnis erst erblüht in Purpur Morgenröte.
Später dann in der Folge verändert es sich und Bacchus wird in meinem Lesen zum Verführer. Er ist beides, einerseits die Chance andererseits das Verderben für den Gourmet.
Der Gourmet (bzw. mehrere): Ein Feinschmecker. Kann auch beides sein. Jemand der seine Sinne zum feinen Schmecken ausbildet. Oder jemand, der sich durch Sinn zum Schmecker macht.
Die Rolle des Bacchus ist spannend. Ich werde ihn noch ein wenig beweglich halten in mir.

Gut, ich lass diese Gedanken mal roh für dich stehen, so wie sie aus mir herausgesprudelt sind. Die Folge ist also durcheinander, weil Gedanken auch durcheinander einfach herauskommen aus mir. Du wirst dich schon zurechtfinden.

LG Heidi


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Stimmgabel
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BeitragVerfasst am: 23.07.2018 16:24    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

-

Heidi hat Folgendes geschrieben:
Hallo Stimmgabel,

du zeigst mir drei Bilder, die sich ähnlich sind
                                    und dann doch wieder anders
.

Ich finde Reihen spannend, diese hier gerade, weil es nur kleine Abwandlungen sind, die doch Ähnliches zeigen,

den Text also auf sehr subtile Weise woandershin lenken.

Beim schnellen Lesen könnten diese Veränderungen durchrutschen. Das hat mich dann gereizt, die Frage: Wo hat Stimmgabel was anders gemacht und warum.
.

Heidi hat Folgendes geschrieben:

Beim ersten Lesen hatte ich einen Biergarten im Kopf. Eine Szene, in der sich jemand gemütlich in den Stuhl zurücklehnt

und sich Apfelwein einschenken lässt, bis der Kopf ganz rot ist und das Kind, das mal da drin lebte nicht mehr.

Vollständige Betäubung.

oder __________________________:

Dann kommt ja auch das Kind. Vielleicht nicht, wie erst von mir gedacht, ein Kind, das verloren geht sondern durch dieses Wagnis erst erblüht in Purpur Morgenröte.
.


Hallo Heidi,

oh ja, toll und doch nur ein solch kleiner, ungenügender Wert ... will heißen, erst mal mein erstes Danke an dich  Smile deine käfernde Mühe, in den Text zu krabbeln [ mal im Käfersinne bleibend ], jener madige Krabbler, mal ein  ’er', mal eine  'sie', zuletzt als quasi gourmet’eske Intsanz, die egoman ihre Saftlust befriedigen will  Dieses metamorphose Doppelbild von apfelnder Made hin zu Bacchus, der Apfel-Käfer, der Genueßer aber auch Verführer, wie du es  treffend empfindest. Und du hast es schon fine differenziert : stellt sich immer die Frage, wie lange ist es ein gourmet’eskes Genießen oder schwappt schon, fast unauffällig durchsichtig rüber ins pure Gourmandern ...

haben wollen, mehr
noch mehr; nur noch
ein Schlückchen ...

Heidi hat Folgendes geschrieben:

Später … und Bacchus wird in meinem Lesen zum Verführer. Er ist beides, einerseits die Chance andererseits das Verderben für den Gourmet.

Der Gourmet (bzw. mehrere): Ein Feinschmecker. Kann auch beides sein. Jemand der seine Sinne zum feinen Schmecken ausbildet. Oder jemand, der sich durch Sinn zum Schmecker macht.
.


bis letztlich die, insbesondere zu viele Sinne benebelt sind [ oder Kind_frei werden? ]. Das feinfühlige Kind, in jedem von uns, das noch so deutlich das Ding in der Welt sich einlassend berühren kann, sich staunend drauf einlässt, die Welt in ihrerselbst erleben will.

Ist  ja dieser madige Käfer hier ein Typ, der ja letztlich ego-genussend als Made, dann als käferernder Bacchus durch die Texte herumeifert, hi hi ... zumindest darüber eifrig nachsinnt und auch madet und ebenso verführt. Genau wie du, sehe ich hier im Text auch jene meta_Ebene  / vom tier_Da in die Ebene hinüber zum Menschen, seinem zuweil sehr möglich dipolaren Verhalten  / die Frage : bin ich noch im Reich des Genießens oder schon in jenem des ver_Nießens [ und sicher beides: sich verführen lassen; sich selbst verführen ]

Dein Bild mitten in den Biergarten [ oder Äbbelwoigarten ] hinein mundet mir als erstes Bild sehr fein. Dein Beobachten jenes Genießers bis ... bis hin zum Versinken ins Reich der taumligen Haltlosigkeiten oder jenem vielleicht Eintauchen ins fühl_Reich des eigenen da_Kindes hinein  / wie auch immer; sicher eine Gradwanderung, die einzig der Genießer in der Hand hat, gemäß seiner Absicht, Gourmet, Feinschmecker zu sein oder haltlos zu gourmandern.


Heidi, für jetzt mal bis hierhin ... geht’s dann im nächsten Reinguck weiter  / werde dann auch mal jene Frage klären, wer ist nun tatsächlich dieser madige Käfer Bacchus hier im Text [ in meiner inneren Ideen-Vorlage ]   Smile

Duu ,  ein fröhpfeif_Tschüss,  Frank ...

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Stimmgabel
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BeitragVerfasst am: 30.07.2018 11:39    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

-

Heidi hat Folgendes geschrieben:

Im ersten Teil mit dem Früchtemarder - ich lese den Bacchus hier geistvoller. Er bringt Geist und … und es wird etwas Wundervolles passieren. Erkenntnis. Geist.
                                           Vielleicht auch Kreativität.
                                                                                   Dann kommt ja auch das Kind.

Vielleicht nicht, wie erst von mir gedacht, ein Kind, das verloren geht sondern durch dieses Wagnis erst erblüht in Purpur Morgenröte <-- sicher beides  Smile

Später … wird Bacchus in meinem Lesen zum Verführer. Er ist beides, einerseits die Chance andererseits das Verderben für den Gourmet.

Der Gourmet ... Ein Feinschmecker ... der seine Sinne zum feinen Schmecken ausbildet. Oder jemand, der sich durch Sinn zum Schmecker macht.
 
Die Rolle des Bacchus ist spannend. Ich werde ihn noch ein wenig beweglich halten in mir.
.




Hallo Heisi,

es geht weiter  / komme ich nun zu dem Hauptdarsteller des Textes, ist's hier und ganz real der  Purpurrote Apfelfruchtstecher  [ mit Beinamen 'bacchus' ], der sich allerliebst in Apfelbäumen, ergo ebenso in den Äpfeln seinen Dasinn vertreibt und belebt. Natürlich sind da noch andere Früchtevarianten inklusive Geäst eine Leckerweide für ihn …

Genießt er am liebsten die Triebe der Bäume und die Blätter; insbesondere dann seine Lust Eier in den Früchten abzulegen. Bohren diese Stecher-Käfer [ flugfähig ] dafür ihren Rüssel tief ins Fruchtfleisch des Apfels, dann ableg  / passiert das Wundersam, paar Tage später larven sie sich hungrig durch ihre saftige Umgebung … sind's genau diese mini_Löcher, die wir dann im Apfel z. B. sehen.

[ okay, dann kommt die Verpuppung, meist am Boden dann … und endlich rauskrabbel-flieg der neue Käfer ]

Lyrisch verschwimmen ja nun tricki beide Lebensformen, die der Made und die des fertigen Bacchus-Käfers … als würden beide durchs Apfelfleisch kriechen und sich satt laben  / ist natürlich nur eine Figration, hi hi … real die Made im Fleisch und umdrum der Früchte-Käfer  / sind's dennoch hier und da feinste Genießer - verführen sich natürlich auch selbst …

im figurativen Schritt von Käfer [ Made ] zum Menschen dann nur ein kleiner Schritt; sind eben beide Lebensvarianten verführbare Wesen [ durch Bacchus oder sich selbst ], bleiben im Genießen, oder fallen ins Übermaß hinein, bis zur bauchigen Taumelei  Wink

wird teilweis in dieser Genussphase wieder das innere Kind zum Leben angeregt, erzählt vom so mannigfaltigen Entdecken der Welt [ damals ] oder versinkt in den Tiefen der Bewusstlosigkeit  / der Gourmet hat's selbst in der Hand hier zu bleiben oder zum puren Gourmander zu werden,

hört da eine Stimme in sich … tu's  / bedenke, nicht mehr … nur eine Illusion


Heidi, dir wieder ein sehr Danke für dein apfliges Mitkrabbeln mit Bacchus … ein Fröhpfeif,  Frank …

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Stimmgabel
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BeitragVerfasst am: 02.08.2018 10:02    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

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______________________________ Teil III


Gourmet's


In des Sommers Glühe noch früh im sonnGelb

sinnt ne fade Tomate nach mehr Leb nebenan
das Rauschen im Apfelbaum / frivol gärt's Da

und fort ist ihr Wohlsinn schlürft Bacchus TAU
durch tiefe saft_Keller im Früchte Wald ... um

sie einenBogen ruft's überall hey Fruse komm
wag einen Stich ins Prall, voller Süß, erwartet

dich Purpur u. Röte bedenke nicht mehr, lacht


------------------------------------------------------------------


Hallo Heidi,

möchte nun gerne auf das dritte Bild dieser drei Teile zurückkommen, zu dieser faden Tomate. Umwachsen von prächtigen Apfelbäumen, rauschte darin überall pures Leben. Überall der lockende Duft in der Luft ... blühender, austreibender Früchte, riefen sie um die Tierchen ringsum vorbeizuschauen, mal von ihrem Aroma, von ihrem fruchtigen Fleisch und Saft zu kosten  / nur an dieser 'faden' Tomate scheint dieses Leben komplett vorbei zu gehen.

Fehlte dieser Tomate jene Ausstrahlungskraft, die Verlockung, ist sie eben fade  / und hierzu meine Frage, ob dieses 'fade' der richtige Wert ist und nicht vielleicht doch ein 'grüne' Tomate die bessere Wahl wäre; ich weiß es nicht.

Sagst du es ja treffend, hat dieses 'fade' sicherlich etwas mit entweder zu wenig Süße zu tun oder in sich selbst zu verwässert, egal was nun der Detail_Grund ist, ist die Anziehung dieser Tomate in die Umgebung hinein defakto zu unwirksam ... jemanden zum Kosten anzulocken;

eben, sie ist fade.

Meine Frage:  wäre die Tomat noch grün, implizierte es sicher eindeutiger eine gewisse Bitterkeit, die die saugrüssel-Tierchen aprior vom Naschen abhielt  Wink , oder ist dMn dieses 'fade' doch assoziativ besser?


Heidi hat Folgendes geschrieben:

… dachte ich dann verstärkt an den Baum der Erkenntnis oder kurz gefasst an Erkenntis im Allgemeinen. Der Apfel im Zentrum … im dritten Teil als Baum, dessen Blätter durch Wind bewegt werden …  vom Rauschen die Rede ist.
 
Die erste Zeile ist bei allen drei Teilen noch relativ ähnlich, dann verändert sich der Früchtemader zur früchte_Made zur faden Tomate.

… In der Text-Metamorphose ... die früchte nun klein, hängen nur noch an einer Made, die ich als Verfall lese; Maden zersetzen, lösen Physisches auf

Zuletzt gibts dann nur noch ne fade Tomate

hin zur verwässerten Frucht. Der Tomate fehlt auch gänzlich etwas Bewegtes, wie der Mader in seinem Flinksein. Bei der Made war da wenigstens noch etwas aktiv-Zersetzendes,

die Tomate zeigt sich nur noch in ihrer Fadheit.
.


… als wäre die Tomate wegen ihres sich so allein_Fühlens auch äußerlich bewegungsloser, in sich hineingefallen, quasi zu introvertiert in diesem blühtreibenden Um  / mal menschlich rüber transportiert, sicherlich eine innere/äußere Bedingtheit, drehte sich die Bewegungsspirale mehr und mehr in ein Intro hinwärts und damit unbewusst auch wirk-abweisender in die Umgebung hinein.


Heidi, würde mich über einen kleinen re_Besuch zu meiner Frage freuen, ob nun 'fade' oder 'grüne' dMn die bessere text_Wahl ist  / schon mal ein fröh_Danke im Voraus  Smile

 … und wieder ein saftpratziges smeck_Tschüss dir,  Frank …


[ gehe dann zuletzt noch auf die Abschlusszeile von Teil III ein … mMn doch sehr aussage-versteckt interessant  Wink , dann später ... ]

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Heidi
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BeitragVerfasst am: 02.08.2018 21:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Stimmgabel,

Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
Fehlte dieser Tomate jene Ausstrahlungskraft, die Verlockung, ist sie eben fade  / und hierzu meine Frage, ob dieses 'fade' der richtige Wert ist und nicht vielleicht doch ein 'grüne' Tomate die bessere Wahl wäre; ich weiß es nicht.

Sagst du es ja treffend, hat dieses 'fade' sicherlich etwas mit entweder zu wenig Süße zu tun oder in sich selbst zu verwässert, egal was nun der Detail_Grund ist, ist die Anziehung dieser Tomate in die Umgebung hinein defakto zu unwirksam ... jemanden zum Kosten anzulocken;

eben, sie ist fade.

Meine Frage:  wäre die Tomat noch grün, implizierte es sicher eindeutiger eine gewisse Bitterkeit, die die saugrüssel-Tierchen aprior vom Naschen abhielt  Wink , oder ist dMn dieses 'fade' doch assoziativ besser?


tja, das Grünspektrum ist breit. Insofern kann ich diese Frage nicht mit ja oder nein beantworten. Ich denke, grün müsste dann schon spezifischer sein, damit es das Fade erweitert anstatt es zu übermannen im bloß-Grün. Saftgrün ginge schon in Richtung bitter, wenn es deckend ist, undurchdringlich. Samaragdgrün wäre zu klar für Bitternis. Eventuell: graugrün, giftgrün? Oder herber in der Farbigkeit?

Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:

Heidi hat Folgendes geschrieben:

… dachte ich dann verstärkt an den Baum der Erkenntnis oder kurz gefasst an Erkenntis im Allgemeinen. Der Apfel im Zentrum … im dritten Teil als Baum, dessen Blätter durch Wind bewegt werden …  vom Rauschen die Rede ist.
 
Die erste Zeile ist bei allen drei Teilen noch relativ ähnlich, dann verändert sich der Früchtemader zur früchte_Made zur faden Tomate.

… In der Text-Metamorphose ... die früchte nun klein, hängen nur noch an einer Made, die ich als Verfall lese; Maden zersetzen, lösen Physisches auf

Zuletzt gibts dann nur noch ne fade Tomate

hin zur verwässerten Frucht. Der Tomate fehlt auch gänzlich etwas Bewegtes, wie der Mader in seinem Flinksein. Bei der Made war da wenigstens noch etwas aktiv-Zersetzendes,

die Tomate zeigt sich nur noch in ihrer Fadheit.
.


… als wäre die Tomate wegen ihres sich so allein_Fühlens auch äußerlich bewegungsloser, in sich hineingefallen, quasi zu introvertiert in diesem blühtreibenden Um  / mal menschlich rüber transportiert, sicherlich eine innere/äußere Bedingtheit, drehte sich die Bewegungsspirale mehr und mehr in ein Intro hinwärts und damit unbewusst auch wirk-abweisender in die Umgebung hinein.


Dramatisch eigentlich für die fade Tomate.

Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
Heidi, würde mich über einen kleinen re_Besuch zu meiner Frage freuen, ob nun 'fade' oder 'grüne' dMn die bessere text_Wahl ist  / schon mal ein fröh_Danke im Voraus  Smile


Ich empfehle eine Mischung, weil grün alleine - selbst, wenn du es spezifisch wählst - vermutlich nicht die Bitternis ausdrücken wird, die in dieser Tomate steckt. Eine grünfade Tomate mit gezielter Nuance. So fände ich das gut. Nur grün könnte auch an einen Grünschnabel denken lassen, der wirkt dann aber weniger bitter, auch nicht fad.

LG Heidi


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Stimmgabel
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Wohnort: vor allem da
Bronzener Sturmschaden Der goldene Spiegel - Lyrik (2)



BeitragVerfasst am: 07.08.2018 15:38    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

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Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:

Meine Frage:  wäre die Tomate noch grün, implizierte es sicher eindeutiger eine gewisse Bitterkeit, die die saugrüssel-Tierchen aprior vom Naschen abhielt  Wink , oder ist dMn dieses 'fade' doch assoziativ besser?


Heidi hat Folgendes geschrieben:

Dramatisch eigentlich für die fade Tomate.

Ich empfehle eine Mischung, weil grün alleine ... vermutlich nicht die Bitternis ausdrücken wird, die in dieser Tomate steckt. Eine grünfade Tomate mit gezielter Nuance. So fände ich das gut. Nur grün könnte auch an einen Grünschnabel denken lassen, der wirkt dann aber weniger bitter, auch nicht fad.
.


Hallo Heidi,

ich habe mal eine Version versucht, dieses 'Grün' anstelle von 'fade' ins Bild zu setzen.


Hier nochmal das Original zu Teil III _______ :

Gourmet's

In des Sommers Glühe noch früh im sonnGelb

sinnt ne fade Tomate nach mehr Leb nebenan
das Rauschen im Apfelbaum  / frivol gärt's Da

und fort ist ihr Wohlsinn schlürft Bacchus TAU
durch tiefe saft_Keller im Früchte Wald ... um

sie einenBogen rufts überall hey Fruse komm
wag einen Stich ins Prall, voller Süß, erwartet

dich Purpur & Röte bedenke nicht mehr, lacht

-
... nun mal eine Version mit einer kill-grünen Tomate  / habe diese Tomate nun auch etwas selbstbewusster inszeniert, vielleicht damit einen Tick mehr das fadenscheinige Spiel der layouten Verführung ins Auge gesetzt? Oder sogar ... könnte diese neue Version, hinten an die drei ersten angehängt werden, quasi als Konklusio zum davor_Spiel fungieren;

Was meinst du zu dieser Spielerei  Wink  __________ :

Gourmet's

In des Sommers Glühe, noch früh im sonn.Gelb

sinnt ne kill-grüne Tomate im Strauch  / irgend
wie fade hier, ahnte niemand das wirkliche Leb

gäbs keine Tomaten im Paprikakleid, direkt vor
der Nase, treiben’s lieber langweilig Drüben im
Apfelbaum : hey Fruse willste ne röt_Birn, wag

einen Stich ins dralle Süß, erwartet Purpurflöte
auf dich; schlurft unterdess Bacchus Tau durch
die saft_Keller der Gelben Zwetschgen  / wär’s

ihm egal [ hinten fletzt Kosmo im Sessel, lacht ...

-

Heidi, freu mich schon auf deinen scharfen Blick auf diese irre Tomate  Smile … wieder ein pfeif_tschüss,  Frank …

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Heidi
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BeitragVerfasst am: 08.08.2018 19:43    Titel: Antworten mit Zitat

Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
ich habe mal eine Version versucht, dieses 'Grün' anstelle von 'fade' ins Bild zu setzen.


Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
... nun mal eine Version mit einer kill-grünen Tomate  / habe diese Tomate nun auch etwas selbstbewusster inszeniert, vielleicht damit einen Tick mehr das fadenscheinige Spiel der layouten Verführung ins Auge gesetzt? Oder sogar ... könnte diese neue Version, hinten an die drei ersten angehängt werden, quasi als Konklusio zum davor_Spiel fungieren;

Was meinst du zu dieser Spielerei  Wink  __________ :



Gourmet's

In des Sommers Glühe, noch früh im sonn.Gelb

sinnt ne kill-grüne Tomate im Strauch  / irgend
wie fade hier, ahnte niemand das wirkliche Leb

gäbs keine Tomaten im Paprikakleid, direkt vor
der Nase, treiben’s lieber langweilig Drüben im
Apfelbaum : hey Fruse willste ne röt_Birn, wag

einen Stich ins dralle Süß, erwartet Purpurflöte
auf dich; schlurft unterdess Bacchus Tau durch
die saft_Keller der Gelben Zwetschgen  / wär’s

ihm egal [ hinten fletzt Kosmo im Sessel, lacht ...


Hallo Stimmgabel,

die neue Version ist noch sinnlicher geworden. Fruchtig-greifbarer und dadurch auch wieder ungreifbarer. Mir sticht nun der Begriff erwartet sehr stark ins Auge, durch deine Spielerei. Das finde ich interessant, die Erwartung an die Purpurflöte. Sie soll spielen, ganz ohne Zuwendung. So lese ich das. Es lebt kein bisschen Zauberei in der kill-Tomate, um das Flötenspiel in Gang zu setzen.

Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:

die saft_Keller der Gelben Zwetschgen  / wär’s

ihm egal [ hinten fletzt Kosmo im Sessel, lacht ...


Die gelben Zwetschgen gefallen mir besonders, die Rolle des Bacchus kommt besser hervor, sie machen ihn geistvoller durch das farbliche Gegenbild.
Kosmo füllt das Bild mit Humor. Es kommt mir so vor als würde er links oben auf einer Wolke sitzen und in sich reinlachen, um die Szene aufzulockern.

Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
sinnt ne kill-grüne Tomate im Strauch  / irgend
wie fade hier, ahnte niemand das wirkliche Leb


Die Mischung aus spezifischem kill-grün und dem Faden finde ich in dieser Form gelungen. Das fade Selbstbewusstsein der Tomate kommt gut zum Ausdruck. Sie fläzt in der Ecke, sinniert über maskierte Zeitgenossen, neben ihr und dann doch im Apfelbaum wo sies mit Birnen treiben oder nur untereinander und sich die roten Birnen reichen. Witzig dieser Kontrast vom Kill-grün zum Paprikarot, das dann drübergestülpt ist über der Tomate. Beides sind Nachtschattengewächse. Und die kill-grüne Tomate empfindet das Treiben der Paprikatomaten als fade. Ich kann das noch nicht ganz greifen. Auf alle Fälle ist in diesen Zeilen ein starker rot-grün-Kontrast vorhanden. Das reibt sich, das mag ich.

Dieses Werk ist insgesamt verspielter, bunter. Ich lese es aber als Fortsetzung. Obwohl ich normalerweise die Dreiteilung schöner finde, sehe ich den Text als vierten Teil.

Fruchtige Grüße
Heidi


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BeitragVerfasst am: 16.08.2018 20:33    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

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Gourmet's

In des Sommers Glühe, noch früh im sonn.Gelb

sinnt ne kill-grüne Tomate im Strauch  / irgend
wie fade hier, ahnte niemand das wirkliche Leb

gäbs keine Tomaten im Paprikakleid, direkt vor
der Nase, treiben’s lieber langweilig Drüben im
Apfelbaum : hey Fruse willste ne röt_Birn, wag

einen Stich ins dralle Süß, erwartet Purpurflöte
auf dich; schlurft unterdess Bacchus Tau durch
die saft_Keller der Gelben Zwetschgen  / wär’s

ihm egal [ hinten fletzt Kosmo im Sessel, lacht …                                 ]


--------------------------------------------------------------

Heidi hat Folgendes geschrieben:
Hallo Stimmgabel,
Dieses Werk ist insgesamt verspielter, bunter. Ich lese es aber als Fortsetzung. Obwohl ich normalerweise die Dreiteilung schöner finde, sehe ich den Text als vierten Teil.

… deine Spielerei. Das finde ich interessant, die Erwartung an die Purpurflöte. Sie soll spielen, ganz ohne Zuwendung … es lebt kein bisschen Zauberei in der kill-Tomate, um das Flötenspiel in Gang zu setzen.

Die gelben Zwetschgen gefallen mir besonders, die Rolle des Bacchus kommt besser hervor, sie machen ihn geistvoller durch das farbliche Gegenbild.
 
Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
sinnt ne kill-grüne Tomate im Strauch  / irgend
wie fade hier, ahnte niemand das wirkliche Leb

Die Mischung aus spezifischem kill-grün und dem Faden finde ich in dieser Form gelungen. Das fade Selbstbewusstsein der Tomate kommt gut zum Ausdruck.

Sie fläzt in der Ecke, sinniert über maskierte Zeitgenossen, neben ihr und dann doch im Apfelbaum wo sies mit Birnen treiben oder nur untereinander und sich die roten Birnen reichen. Witzig dieser Kontrast vom Kill-grün zum Paprikarot, das dann drübergestülpt ist über der Tomate.
.


Hallo Heidi,

vielen Dank auf deinen Draufblick auf diese vierte Strophe … und ja, ich sehe sie ebenso als quasi Anhang zu den ersten drei  Smile

Auch mir mundet das Kontrastbild der 'Gelben Zwetschgen' zu den anderen Farben im gesamt_Text gut; macht den Bacchus irgendwie eigenwilliger und damit auch vielfältiger in seiner Genussebene, als jene anderen gier_Schlünde, hi hi

Gefällt mir gut diese deine Tomatensicht, als wär die kill-grüne Tomate einige Schritte weiter als die 'fade' … spielt mit ihren Möglichkeiten und verkleidet sich [ die fade jammert dagegen nur rum ]

Heidi, nun habe ich eine Verstänsnisfrage zu diesem Gedanken  / du sagst  ___________________________________ :

… deine Spielerei. Das finde ich interessant, die Erwartung an die Purpurflöte. Sie soll spielen, ganz ohne Zuwendung
   es lebt kein bisschen Zauberei in der kill-Tomate, um das Flötenspiel in Gang zu setzen.
                                        ---------------------------------

Das verstehe ich gut, dass die kill-Tomate keinerlei pro_Aktion für das Flötenspiel einsetzt  / aber nun, woher entnimmst du dem Text, dass die Purpurflöte ohne Erwartung, ohne Zuwendung von außen spielen soll  / ist das nicht klar, ist sie doch die lockende, verführende Instanz … muss sie doch ergo die aktiv Spielende sein, oder nicht? Wahrscheinlich verstehe ich da was ganz falsch in deinem Gedanken  Embarassed


Heidi, du hast ganz toll diesen gesamt_Text begleitet, sage die dafür ein sehr sehr Danke … vor allem hast du mir ne Menge zwischen_Gedanken in Ästelungen und Gewichtungen gegeben, die ich nun wunderbar in meine gesamt-neue Version eingeflochten habe … Hach hach  Smile ,

heißt, stelle nun im Folgenden meine Neue gesamt_Version mal ein  / puuhh, ist ganz schön lang geworden; vielleicht gefällt sie dir ja …


sage jetzt wieder ein fröhpfeif Tschüss … bis dann, Frank

-


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Stimmgabel
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Bronzener Sturmschaden Der goldene Spiegel - Lyrik (2)



BeitragVerfasst am: 16.08.2018 20:43    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

-


    Darsteller    Bacchus Tau
                        fade Tomate
                        kill.Tomate
                        Früchtemader Joe
                        früchte_Made
                        Madame Purpur Röt

                      [ Gundi, Joe, Madeleine, Hexe Mim ]



__________________________________________________



                                                               Gourmet’s


Ein geiler Name:  Bacchus Tau

Wär's ihm egal wo er leb_Sinn schlürft [ gewiss nicht ]. Sitzt am Abend vor den Beuys Vasen
die Glasblumen wachsen tatsächlich später, zumeist; okay, bleiben die Fruchtkäfer weg lacht

die Tomate, fade ist fade.               Was für ein Clip, bekomme zumindest keine faul_Löcher;

vielleicht ja die eigentliche Idee hinter der Idee? wehende Spiegelneuronen die Gier dahinter.
Sind zweibein da  / haben deutlich Kontur, tauen einen Moment später in ihr zweites Gesicht.

Schaut ein Früchtemader in sein Spiegelabbild sieht sich, verunsichert. Bin immer noch. Halt
ne Reflektion [ Bilder zurück ] und doch seltsam. Blickt mich feist an. Starrt selbst wenn ICH
weg schaut, flötet die PurpurRöte ins Ohr  / faselt unentwegt von diesem einem Stich. Führe

mich direkt in den saft_Keller:  Wags. Füllt sich dein Kelch randvoll. Merlot.  Nie mehr Durst.

Hart 'näckig ist Madame Made, verrinnt mich wieder und wieder  / gäb's nur den einen Apfel
baum rall mit röt.Birnen, und ich glaub's. Geh gelassen an den saftigen grünTomaten vorbei,
stehen nebenan. Zwinkern mir mittlerweile zu. Bleibt, nur der Rausch der Blätter, Bäume im


Böewind. Das letzte Bier [ nur angenippt blüht noch die Blume ]; Joe bezahlt, steht auf geht
steckt sich nen Lutscher in den Mund. Beine haben Lust, hat Lust aufs Dahinter ist bestimmt
da



 _________________________________________________________  durstig Kind    [ I ]


Indes Sommers Glühe noch früh im sonn.Gelb sinnt Früchtemader Joe Gegenwart. Zeit bläht
um_schleicht Apfelbaum braucht leck_Freude; baumeln rallige Früchte. Lust. Flinkt breitbein

von Ast zu Ast trifft unterwegs Bacchus treibt sich in prallgefüllten Kellern rum  / schenkt ein
die Seel voll  / lieblich Echo: Wag das Wagnis ins Purpurnass, ein winzger Stich, durstig Kind ...




 _______________________________________________________  taut so leicht    [ II ]


Indes Sommers Glühe noch früh im sonnGelb sinnt ne früchte_Made nach Leichtigkeit, blüht
Rausch im Apfelhaus tanzt von Ast zu Ästelei, taut so leicht Wohldimm dahin, flieht Bacchus

schnell in tiefe Gewölbe  / weiß dort von prall gefüllten Kelchen. Unten. Eine Stimme mitten:
Hey Fruse probier's , ein kleiner Stich ins Süß Säuerlich  / erwartet dich Madame Purpur.Röt

keine Gier [ kennt dich ], Kind  sei sichtig.



 ____________________________________________________  die fade Tomate    [ III ]


In des Sommers Glühe noch früh im sonnGelb gähnt ne fad.Tomate nach Leb, chillt nebenan
taumel.Rausch im Apfelbaum  / frivol gärt's da und fort ist ihr Wohlsinn groovt Bacchus Trau

durch triefe saft_Keller im Früchte Wald [ um sie einen Bogen ] ruft Echo: Hey Fruse. Komm
trau dich, nen Stich ins krallsüße Süß, lacht. Erwartet dich purpur_Lutscher. Was für ein CliP.



            _______________________________   Irritation


            Sommerblau Blues noch früh im farnen sonnGelb
            flätzt ne killgrüne Tomate im ästl.Wirr, irgendwie

          fade hier – denk an E. Poe , an Beuys' toll_Vasen
          latschen irre Tomaten mit paprika.Hut um herum

      und dort plumpsen die Saftdiebe rein, voll in den
      Apfelbaum gleich nebenan, ixt Gundi : hey Fruse

              willste ne Birn? nur einen Stich erwartet auf Dich
              Purpurflöte , schlürft dess Bacchus Tau durch die

                    Illusion der Gelben Zwetschgen  / wär's ihm  egal.


   Was für ein TAG. Entlang. Sonn übers Da gegangen. Begegnete Lilith im Lügenbaum sogar

   sieben bissigen kill_Tomaten [ kill-grün ] hinter Holunderbüschen, flitzte ein durchsichtiger
   Tannzapf unter einen Klabauterpilz  / ne knarze Krummkiefer [ nickte ].      Zum Ausklang

   noch ein Bierchen …    Madeleine wird sich freun. Picasso's Buntsalat: Kräusliges von Mims

   Wiese gerupft [ zauber.Blüh ] wächst dort prächtig verhextes UnKraut überall Äpfel Birnen
   flinke Paprikahüte. Ne Ahnung nach mutigen Pinselstrichen über Gelbe Zwetschgen, ziepte

   Bacchus' Illusion, der Hund. Er weiß es. Gibt der Ingredienz eine Böe Dialektik Tau. Pfeffer
   Salz. Drei Esslöffel Rötbirn Essig mittig, zuletzt paar Schippen Rapsjelly und Chutney Juice;

   nen Regenschirm, vielleicht


                                    rieslig … heut Abend
                                    Kerzenwein, Lieb

                                    Bacchus vor der Tür [ zu ]

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Perry
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BeitragVerfasst am: 20.08.2018 00:17    Titel: Hallo Frank, Antworten mit Zitat

hab mal neugierig darüber gelesen und muss sagen "Hut ab", wenn ich mir eine Reprise über dein lyrisches Schaffen vorstellen würde, dann könnte sie so ausschauen. Wink
Ich werde es sicher noch öfter lesen und mir einzelne Passagen näher anschauen.
LG
Perry
PS: Gut, dass Du wieder hier schreibst, die WG versumpft gerade in Beliebigkeit.
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Stimmgabel
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Bronzener Sturmschaden Der goldene Spiegel - Lyrik (2)



BeitragVerfasst am: 23.08.2018 14:21    Titel: Re: Hallo Frank, pdf-Datei Antworten mit Zitat

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Perry hat Folgendes geschrieben:

hab mal neugierig darüber gelesen und muss sagen "Hut ab", wenn ich mir eine Reprise über dein lyrisches Schaffen vorstellen würde, dann könnte sie so ausschauen. Wink
Ich werde es sicher noch öfter lesen und mir einzelne Passagen näher anschauen.
LG
Perry
.


Hallo Perry,

ich freu_Danke dir für deinen "Hut ab" und für deine weitere Lesefreude an diesem Apfelbirnigen  Smile , ja, so passiert es ab und an in mir, beginnt der Wassetropfen dicker und fetter zu werden ... der Früchtemader geht auf seine Lust-Reise und kommt irgendwann ins Grübeln : Ist es nur das, hier; schlecken ?

... ein Fröhpfeif dir, Tschüss Frank

-


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Heidi
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Beiträge: 1242
Wohnort: Hamburg


BeitragVerfasst am: 01.09.2018 21:52    Titel: Antworten mit Zitat

Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
-


    Darsteller    Bacchus Tau
                        fade Tomate
                        kill.Tomate
                        Früchtemader Joe
                        früchte_Made
                        Madame Purpur Röt

                      [ Gundi, Joe, Madeleine, Hexe Mim ]



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                                                               Gourmet’s


Ein geiler Name:  Bacchus Tau

Wär's ihm egal wo er leb_Sinn schlürft [ gewiss nicht ]. Sitzt am Abend vor den Beuys Vasen
die Glasblumen wachsen tatsächlich später, zumeist; okay, bleiben die Fruchtkäfer weg lacht

die Tomate, fade ist fade.               Was für ein Clip, bekomme zumindest keine faul_Löcher;

vielleicht ja die eigentliche Idee hinter der Idee? wehende Spiegelneuronen die Gier dahinter.
Sind zweibein da  / haben deutlich Kontur, tauen einen Moment später in ihr zweites Gesicht.

Schaut ein Früchtemader in sein Spiegelabbild sieht sich, verunsichert. Bin immer noch. Halt
ne Reflektion [ Bilder zurück ] und doch seltsam. Blickt mich feist an. Starrt selbst wenn ICH
weg schaut, flötet die PurpurRöte ins Ohr  / faselt unentwegt von diesem einem Stich. Führe

mich direkt in den saft_Keller:  Wags. Füllt sich dein Kelch randvoll. Merlot.  Nie mehr Durst.

Hart 'näckig ist Madame Made, verrinnt mich wieder und wieder  / gäb's nur den einen Apfel
baum rall mit röt.Birnen, und ich glaub's. Geh gelassen an den saftigen grünTomaten vorbei,
stehen nebenan. Zwinkern mir mittlerweile zu. Bleibt, nur der Rausch der Blätter, Bäume im


Böewind. Das letzte Bier [ nur angenippt blüht noch die Blume ]; Joe bezahlt, steht auf geht
steckt sich nen Lutscher in den Mund. Beine haben Lust, hat Lust aufs Dahinter ist bestimmt
da



 _________________________________________________________  durstig Kind    [ I ]


Indes Sommers Glühe noch früh im sonn.Gelb sinnt Früchtemader Joe Gegenwart. Zeit bläht
um_schleicht Apfelbaum braucht leck_Freude; baumeln rallige Früchte. Lust. Flinkt breitbein

von Ast zu Ast trifft unterwegs Bacchus treibt sich in prallgefüllten Kellern rum  / schenkt ein
die Seel voll  / lieblich Echo: Wag das Wagnis ins Purpurnass, ein winzger Stich, durstig Kind ...




 _______________________________________________________  taut so leicht    [ II ]


Indes Sommers Glühe noch früh im sonnGelb sinnt ne früchte_Made nach Leichtigkeit, blüht
Rausch im Apfelhaus tanzt von Ast zu Ästelei, taut so leicht Wohldimm dahin, flieht Bacchus

schnell in tiefe Gewölbe  / weiß dort von prall gefüllten Kelchen. Unten. Eine Stimme mitten:
Hey Fruse probier's , ein kleiner Stich ins Süß Säuerlich  / erwartet dich Madame Purpur.Röt

keine Gier [ kennt dich ], Kind  sei sichtig.



 ____________________________________________________  die fade Tomate    [ III ]


In des Sommers Glühe noch früh im sonnGelb gähnt ne fad.Tomate nach Leb, chillt nebenan
taumel.Rausch im Apfelbaum  / frivol gärt's da und fort ist ihr Wohlsinn groovt Bacchus Trau

durch triefe saft_Keller im Früchte Wald [ um sie einen Bogen ] ruft Echo: Hey Fruse. Komm
trau dich, nen Stich ins krallsüße Süß, lacht. Erwartet dich purpur_Lutscher. Was für ein CliP.



            _______________________________   Irritation


            Sommerblau Blues noch früh im farnen sonnGelb
            flätzt ne killgrüne Tomate im ästl.Wirr, irgendwie

          fade hier – denk an E. Poe , an Beuys' toll_Vasen
          latschen irre Tomaten mit paprika.Hut um herum

      und dort plumpsen die Saftdiebe rein, voll in den
      Apfelbaum gleich nebenan, ixt Gundi : hey Fruse

              willste ne Birn? nur einen Stich erwartet auf Dich
              Purpurflöte , schlürft dess Bacchus Tau durch die

                    Illusion der Gelben Zwetschgen  / wär's ihm  egal.


   Was für ein TAG. Entlang. Sonn übers Da gegangen. Begegnete Lilith im Lügenbaum sogar

   sieben bissigen kill_Tomaten [ kill-grün ] hinter Holunderbüschen, flitzte ein durchsichtiger
   Tannzapf unter einen Klabauterpilz  / ne knarze Krummkiefer [ nickte ].      Zum Ausklang

   noch ein Bierchen …    Madeleine wird sich freun. Picasso's Buntsalat: Kräusliges von Mims

   Wiese gerupft [ zauber.Blüh ] wächst dort prächtig verhextes UnKraut überall Äpfel Birnen
   flinke Paprikahüte. Ne Ahnung nach mutigen Pinselstrichen über Gelbe Zwetschgen, ziepte

   Bacchus' Illusion, der Hund. Er weiß es. Gibt der Ingredienz eine Böe Dialektik Tau. Pfeffer
   Salz. Drei Esslöffel Rötbirn Essig mittig, zuletzt paar Schippen Rapsjelly und Chutney Juice;

   nen Regenschirm, vielleicht


                                    rieslig … heut Abend
                                    Kerzenwein, Lieb

                                    Bacchus vor der Tür [ zu ]

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Hallo Stimmgabel,

wow, das ist tatsächlich lang geworden und nun hat sich der Text in ein Bühnenstück verwandelt. Das würde ich gerne als solches aufgeführt erleben, ich glaube, das wäre ziemlich bunt alles auf dieser Bühne, inklusive Schauspieler.

Mir gefällt, dass du nun neue Figuren mit ins Spiel bringst, Künstler beim Namen nennst und ihre Züge mit treffenden Bildern ausgestaltest.

Diese Stelle mag ich besonders:

Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
Joe bezahlt, steht auf geht
steckt sich nen Lutscher in den Mund. Beine haben Lust, Beine haben Lust, hat Lust aufs Dahinter ist bestimmt
da


Diese Bewegungs-Lust hat für mich was Religiöses und im selbem Zug was Kindliches.

Auch freut es mich, dass Madeleine im Text vorkommt. Sie macht es dann noch religiöser (in meinem Lesen). Ein wahrhaft inspirierender kreativ-Flash - so erlebe ich diesen Text. Mit Madeleine als kreativ-Geberin, die eine Mittelstellung einnimmt. Sie ermöglicht naturgemäß.
Der Text ist ziemlich vollgeknallt mit Bildern in reinen Farben. Die Tomate zieht sich beständig durch den Text; damit meine ich nicht nur, dass sie ihn etappenweise begleitet, sondern auch, dass sie in ihrer Bildhaftigkeit weniger Bewegung erfährt als viele andere Bilder, was ich als sehr treffend empfinde.

Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
   nen Regenschirm, vielleicht


                                    rieslig … heut Abend
                                    Kerzenwein, Lieb

                                    Bacchus vor der Tür [ zu ]


Der Kerzenwein berührt mich dann am Ende und ich kann nicht mal sagen warum. Oder doch. Vielleicht. Kerzen erzeugen warmes Licht, das veränderlich ist und im Wein steckt Geist. Geistwärme, die flackert, sich bewegt und sich rieselig ausbreitet im Innern. Daneben das Lieb. Alles zusammen ergibt dann ein warmes, liebendes, vollkommenes Bild, als wäre hier vor der Tür das Zielwunder. Ein Schritt und nur noch Seligkeit. Vielleicht ein Schritt in die Wirklichkeit.
Die Kindlichkeit kommt zwischendrin immer wieder durch, die Bewegtheit im Kind in uns drin, wenn es sich denn bewegen darf, gesehen wird und dadurch diese Wärme erleben kann.

Liebe Grüße
Heidi


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hast du den luftblick
hast du den erdenblick oder
den fuchsblick_
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