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Kastanien fallen zuweil in den Himmel


 

 
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Stimmgabel
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Bronzener Sturmschaden Der goldene Spiegel - Lyrik (2)



BeitragVerfasst am: 16.07.2018 17:53    Titel: Kastanien fallen zuweil in den Himmel eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

-

Kastanien fallen zuweil in den Himmel

Ich find’s so befriedigend  / stehn Autos aufm Schrottplatz
Nuts hängen an Bäumen und Sträuchern grad wieder eine

hätt jeder seinen Fuck ; und wo wächst die Lyrik, im Lück?

-

123Wie es weitergeht »




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Stimmgabel
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Bronzener Sturmschaden Der goldene Spiegel - Lyrik (2)



BeitragVerfasst am: 24.07.2018 12:27    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

-

__________________.________  Teil II [ Kastanien fallen


Schweigen  / manche kicken gegen die Heruntergefallenen
andere lesen sie auf, wenigstens kurz. Erinnerung, damals

war doch Kind. Ein Lächeln  / ahnen nicht, ist ihr Distichon

-

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Stimmgabel
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Bronzener Sturmschaden Der goldene Spiegel - Lyrik (2)



BeitragVerfasst am: 29.07.2018 11:22    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

-

[ III ]  ______ Kastanien-juice


blühst und
bist so
hässslich

Zwerg     du,  feiner Tod

        ist, frisst  die Kunst der Liebe; ist
                der  große Hützligo

             il est,  la mort est l'art de l'amour; est la grande hutzligo
             es ist  der Tod, die Kunst der Liebe; ist der große Hutzligo

             it est,  mortem, ars amoris; magna est hutzligo
               it is,  Doe death, the art of love, the big hutzligo



blüh      blüh … für dich ein Glas Tomatensaft


-

« Was vorher geschah123



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menetekel
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BeitragVerfasst am: 29.07.2018 12:34    Titel: Re: Kastanien fallen zuweil in den Himmel Antworten mit Zitat

Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
-
... und wo wächst die Lyrik, im Lück? -


Im Sommerloch? Mitnichten!
Und selbst der Fuck vergilbt im Hitzestau.

Hützligo, der Aasfreund,  goutiert sich am Überangebot. -
Ob der aber Tomatensaft trinkt? Allenfalls als Bloody Mary ...

Mir schmeckt nicht mal mehr der Geldermann.

Verbrutzelte Grüße
m.


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Stimmgabel
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BeitragVerfasst am: 30.07.2018 10:42    Titel: Re: Kastanien fallen zuweil in den Himmel pdf-Datei Antworten mit Zitat

-

menetekel hat Folgendes geschrieben:
Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
-
... und wo wächst die Lyrik, im Lück? -


Im Sommerloch? Mitnichten!
Und selbst der Fuck vergilbt im Hitzestau.

Hützligo, der Aasfreund,  goutiert sich am Überangebot. -
Ob der aber Tomatensaft trinkt? Allenfalls als Bloody Mary ...

Mir schmeckt nicht mal mehr der Geldermann.

Verbrutzelte Grüße
m.


Hallo menetekel,

oh Grusel, mich verbrutzelt ebenfalls diese anhaltende Hitze …

und die Sache mit dem Fuck, dem Loch, aus dem Lyrik herausglimmt [ vielleicht doch ] … ist da Tomatensaft, mmhhh, bin ich mir gar nicht so sicher, ob nicht Hutzligo doch diesen röten Juice mag;

ist ja die Frage, wer nun dieser Hutzligo wirklich ist  / nehme ich mal diese Sequenz:

Zwerg     du,  feiner Tod

        ist, frisst  die Kunst der Liebe; ist
                der  große Hützligo


haben wir hier ja zwei Leseweisen:

einmal   ____ : du, feiner Tod, ist, frisst  / die Kunst der Liebe  ist  der große Hützligo

oder  ______ : du, feiner Tod, ist, frisst die Kunst der Liebe    ist der große Hützligo

ist's wohl wieder mal die Sache des Poeten, was er draus macht … aus dem braunröten Ding, in Gestalt einer glänzenden Kastanie  / gefallen [ extra für uns ] und dornschalig aufgeplatzt.

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menetekel
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BeitragVerfasst am: 30.07.2018 12:41    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, das "dornschalige" Aufplatzen ist eine Geburt sondergleichen und ein ästhetisches Vergnügen der Extraklasse.  Bei ungünstiger Platzierung auch schmerzhaft.
Aber: Nehme ich Hützligo als Todesengel, so zeigt das Aufplatzen Tröstliches: Das Schöne, Glatte bricht aus dem Reich der Dornen hervor. Immer wieder. Unverdrossen. ---

Gäbe es im Reich der Hützligi eine Hierarchie, wäre der kleine Tod nur ein Hiwi des großen, der große ein kreativer, sich selbst erneuernder Geist: samtig und kakteenesk. Willkommen und furchtbar zugleich.


Grüße
m.


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Stimmgabel
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BeitragVerfasst am: 30.07.2018 13:33    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

-

Hallo menetekel,

schreib im Folgenden mal meine Gedanken in dein Reichhalt direkt rein.

menetekel hat Folgendes geschrieben:

Ja, das "dornschalige" Aufplatzen ist eine Geburt sondergleichen und ein ästhetisches Vergnügen der Extraklasse.  <-- Daumen hoch
.

menetekel hat Folgendes geschrieben:

Aber: Nehme ich Hützligo als Todesengel, so zeigt das Aufplatzen Tröstliches: Das Schöne, Glatte bricht aus dem Reich der Dornen hervor. Immer wieder. Unverdrossen. ---

<-- und aus der Kastanienfruckt werden wieder Baüme … jener wunderbare Kreislauf  / ist also dieser Zwerg Hutzligo ein besonderer Todesengel, als sei der Fall der Kastanie ein/ihr Tod … doch ...
.



menetekel hat Folgendes geschrieben:

Gäbe es im Reich der Hützligi eine Hierarchie, wäre der kleine Tod nur ein Hiwi des großen,

der große ein kreativer, sich selbst erneuernder Geist: samtig und kakteenesk[ ( <- ??? ). Willkommen und furchtbar zugleich.

<-- Hallo menetekel, hier bin ich mir ob deiner Unterscheidung von 'kleiner Tod' und 'großer Tod' sehr unsicher  Embarassed  , worin du die Unterscheidung genau siehst,

meinst du bei 'großem Tod' das tatsächliche Ableben von Lebewesen? quasi eine Metamorphose in ihrer eigenen Wegung, einmal  [ Früchte -> neues fasriges Leben ] und zum anderen [ Wesen, Tod -> Geburt neuen Lebens ]

 … ist mein Schlauch! gibst du mir einen kleinen Stubs …  / zumal ich in beiden Metamorphoten immer neues Wundersam sehe, ebenso neuen Geist und Kreativität, usw

Grüße
m.
.



… menetekel, dir wieder ein pfeif_Tschüss,  Stimmgabel …

-


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menetekel
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BeitragVerfasst am: 30.07.2018 19:11    Titel: Antworten mit Zitat

Embarassed

Mit dem "kleinen Tod" umschreibt man eigentlich ein Vergnügen zwischenmenschlicher Art. - Andererseits kann der Zwergen-Hiwi Hützligo eh nur klein sterben, weil er klein ist. Oder ein Held.

m.


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Stimmgabel
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BeitragVerfasst am: 31.07.2018 16:28    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

-

menetekel hat Folgendes geschrieben:
Embarassed

Mit dem "kleinen Tod" umschreibt man eigentlich ein Vergnügen zwischenmenschlicher Art. - Andererseits kann der Zwergen-Hiwi Hützligo eh nur klein sterben, weil er klein ist. Oder ein Held.m.



Hallo menetekel,

einen finen Gedanken hast du hier, mMn aufgeklappt …. in die tenk_Wehe gebracht  Smile

zum ersten Teil:  tatsächlich, diese Metaphorik zu dem Bild "der kleine Tod" in der Deutungsebene, dass es sich hier 'eigentlich' um ein Vergnügen zwischenmenschlicher Art handelt, kannte ich bisher nicht; Danke für diese Info [ und daran dachte ich dann folglich auch nicht direkt-kausal in meinem Text Wink  … indirekt, also unwissentlich zu dieser Metapher interessanter Weise dann irgendwie doch ],

wobei ich auch diesen quasi 'zwergigen Tod Hutzligo' in seiner Textfunktion überhaupt nicht in Richtung tatsächlichen Tod [ ist etwas absolut, organisch tot ] verstehen will ... dann mehr in Richtung Change von alten Krusten in eine neue Beweglichkeit hinein - deswegen auch das Bild des zwergigen Hutzligos,

der zwar Cut_cutten will aber doch in eine neue Bewegung hinein, quasi als Idee einer deftigen Motivation ...

Und so gefällt mir umso mehr dein nach_Bild in deinem zweiten Gedanken mit: weil er klein ist. Oder ein Held.

ist es nicht irgendwie ein heldischer Vorgang [ überspitzt gesagt ], wenn wir starren mencks uns tatsächlich dann doch mal ratze-cut von alten Verklebungen trennen können … hin zu Neuem, irgendwie ins Ungewiss hinein …  / oder das Bild der z: B. heldischen Kastanien [ Bäume, Triebe, Früchte … die Idee von weiter_leben wollen, usw ],

die ihre Früchte zum quasi 'sterben' in den Kreislauf der lebendigen Metamorphose frei geben, eben sich existenziell für ein Leben verschenken … mMn schon ein heldischer sinn_Vorhang, so zumindest auf unserer lebens-gearteten Welt hier auf der Erde, wie eben hier weiter-leben evolutionär funktioniert, und tatsächlich funktioniert (mMn)  Smile

menetekel, haben mich deine Gedanken in den Text hinein fine inspiriert … in die oben beschriebene Richtung  / vielen Dank für deinen Besuch, wieder ein Tschüss, Stimmgabel …

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Heidi
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Wohnort: Hamburg


BeitragVerfasst am: 01.08.2018 13:35    Titel: Re: Kastanien fallen zuweil in den Himmel Antworten mit Zitat

Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
-

Kastanien fallen zuweil in den Himmel

Ich find’s so befriedigend  / stehn Autos aufm Schrottplatz
Nuts hängen an Bäumen und Sträuchern grad wieder eine

hätt jeder seinen Fuck ; und wo wächst die Lyrik, im Lück?

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Hallo Stimmgabel,

diese Kastanien, ich hab sie schon länger im Kopf – sie ergeben ein starkes Bild, weil sie in den Himmel fallen. Ein surreales Bild. Sie fallen, das klingt weniger leicht als fliegen oder schweben. Warum gerade Kastanien?, hab ich mich gefragt, es könnten auch Eicheln sein oder Haselnüsse oder Bucheckern und dann dachte ich: Kastanien sind von all den Baumsamen doch recht kraftvoll, nicht, dass andere keine Kraft in sich hätten, aber wenn sie nun angenommen wie gewohnt der Gravitation folgen, und auf die Schrottautos regnen würden, weil die zufällig unter Kastanienbäumen verrosten, dann ergäben die Kastanien-Hiebe ordentliche Beulen auf den eh-schon-Schrott. Die Autos lese ich als Selbste, die erstarrt sind - vielleicht denkstarr? Selbste auf Schrottplatz. Mensch in ohne-Bewegung, verlorene Kindlichkeit.
Nuts lese ich als Nüsse, Walnüsse eventuell. Die sehen ein wenig wie Hirn aus und diese Walnüsse hängen in den Bäumen und Sträuchern weit weg von den Selbsten.

Die Kastanien fliegen aber in den Himmel. Energie also, die in die Atmosphäre jagt, anstatt auf der Erde (später fruchtbringend) Wurzeln zu treiben.
Erstaunlich finde ich bei dieser Samenfrage ohnehin, wie viel Energie da drin steckt. So viele Bäume, so viele Früchte und wie viele davon keimen? Wie viele bekommen die Chance auf Wachstum? Was passiert mit all der Energie, die vergeht, all die Samen auf dieser Welt, die sterben, die nie zu einem Baum werden? Jetzt nur für Bäume gedacht, es gibt ja auch noch anderes Gesame. Und man könnte diesen Gedanken natürlich auch auf Menschen beziehen, aber ich lass das mal lieber.

Wobei: Text spricht genau das in der letzten Zeile auch aus. Irgendwie; dann aber im Verlorengehen der Mensch-Energie.

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Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
-

__________________.________  Teil II [ Kastanien fallen


Schweigen  / manche kicken gegen die Heruntergefallenen
andere lesen sie auf, wenigstens kurz. Erinnerung, damals

war doch Kind. Ein Lächeln  / ahnen nicht, ist ihr Distichon

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Du jagst meine Gedanken aber heftig herum mit diesem zweiten Teil - ich meine den Kontrast zum ersten. Jetzt fallen doch ein paar Kastanien auf die Erde. Die meisten verbrennen in der Sonne, weil sie hochfliegen. Vermutlich. So sehe ich das jetzt als Bild, die Hitze macht ihnen zu schaffen, es entsteht kurz Energie, das Feuer flackert, dann buff. Aus.
Und dennoch fallen wenige wieder zurück auf die Erde, werden von ihr angezogen. Warum? Weiß nicht, auf alle Fälle fallen sie und die Kind-Erinnerung kommt dazu, das Kastaniensammeln kommt ins Bild mit rein. Die kindliche Freude an diesen tollen großen Samen, die gut in die Faust reinpassen, die Fantasie freisetzen. Aus denen Kind was bauen kann, mit denen Kind spielen kann. Die Ahnung, kindliche Ahnung kommt mit rein und das Lächeln. Das zusammen lässt mich auch lächeln, während ich lese.
Es ist die Rede von einer kurzen Erinnerung an damals. Offensichtlich wird die Kastanie nicht gänzlich "verdaut" von Mensch?

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Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
-

[ III ]  ______ Kastanien-juice


blühst und
bist so
hässslich

Zwerg     du,  feiner Tod

        ist, frisst  die Kunst der Liebe; ist
                der  große Hützligo

             il est,  la mort est l'art de l'amour; est la grande hutzligo
             es ist  der Tod, die Kunst der Liebe; ist der große Hutzligo

             it est,  mortem, ars amoris; magna est hutzligo
               it is,  Doe death, the art of love, the big hutzligo



blüh      blüh … für dich ein Glas Tomatensaft


-


Im dritten Teil wird die Essenz rausgequetscht. Der Saft aus der Kastanie. Ich lese das als wertvolles Elixier, das heilsam ist. Vielleicht. Zum Schluss kommt der Tomatensaft, dazwischen der Tod, die Kunst und der Tod. Mann, jetzt wirds aber richtig abstrakt. Den großen Hützligo/hutzligo schaffe ich nicht wirklich zu interpretieren. Momentan sehe ich, im Zusammenhang mit dem Zwerg, ein Hutzelmännchen, verkniffen vielleicht. Ein großes verkniffenes Hutzelmännchen? Die Kunst und der Tod im Zusammenhang – das finde ich fein auch feiner Tod und die Kunst der Liebe. Hier wird sie gefressen, das lese ich dramatisch. Was haben Kunst, Liebe, Tod gemeinsam? Kunst (Konsum wie Schaffen) geht nicht ohne Liebe, auch nicht ohne Tod. Liebe ist unendlich, Liebe ist ewig, Liebe hat eine Mittelstellung und strahlt im Idealfall von dort in die Unendlichkeit aus. Mit dem Tod erfolgt eine Geburt an einem anderen „Ort“. Und Kunst. Die Kunst tröstet uns in den Tod hinein (mal eine verknappte Darstellung). Das alles dann mit den Kastanien und der Kindlichkeit in Verbindung. Ach, ich hör mal auf, das Bild ist schön (ohne dem Fressen, das schiebe ich einfach mal beiseite). Das ist ein sehr schönes Bild. Vielleicht töte ich es, wenn ich noch mehr sage. Das fände ich schade.

Nur noch zur Tomate, die Essenz der Tomate, weil ja auch Saft. Was ist Tomate? Eine Frucht, eine rote Gemüsefrucht von wässriger Konsistenz. Ihre Kraft liegt im Geschmack. Eine die in Griechenland reift schmeckt aromatischer als eine die deutsch groß wird. Kastaniensaft trinken? Tomatensaft trinken?
Spannend. Die Energie ist jeweils eine andere.

Das ist irgendwie ein Erotiktext - Kunst/Liebe/Tod und all die Anziehung, die möglich wäre und all die Energie, die möglich wäre. Vielleicht ein anti-Erotiktext? Weil die Möglichkeit derzeit in den Himmel regnet? Die Autos auf dem Schrottplatz gammeln, mit Nuts außer Reichweite und aufgrund von Bewegungslosigkeit kein Entrinnen, kein Ergreifen der Möglichkeit?

Das wars
Heidi

Noch zum Kastanien-juice: Er blüht und ist hässslich.
Diese Geschmackssache als Kontrast zum Tomatensaft, der angeblich im Flugzeug noch mal mehr an Intensität entfaltet, an Geschmack. Liegt am Luftdruck, wenn ich richtig erinnere. Die Kastanien fliegen in den Himmel. Was passiert mit ihrem Geschmack? Sehr rätselhaft. Und die Tomaten. Sie befinden sich im Glas als Saft. Aber wo? Ich vermute auf sicherem Boden.
Das Blühen lese ich insgesamt als Entfaltungsmöglichkeit, auch als Fruchtmöglichkeit.
Das bewegt sich noch ein wenig in mir, kanns noch nicht ganz greifen.


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Hand_Tuch

Mein salzig nasses Haar
und deine Füße frieren nicht mehr
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Stimmgabel
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BeitragVerfasst am: 12.08.2018 19:40    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

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Hallo Heidi.

gehe ich jetzt  in diesem Gesprächsteil auf die ersten beiden von dir gedanken-begleiteten Teile ein.

Heidi hat Folgendes geschrieben:

diese Kastanien, ich hab sie schon länger im Kopf – sie ergeben ein starkes Bild, weil sie in den Himmel fallen. Ein surreales Bild … die Kastanien fliegen  / aber in den Himmel. Energie also, die in die Atmosphäre jagt, anstatt auf der Erde (später fruchtbringend) Wurzeln zu treiben.

Erstaunlich finde ich bei dieser Samenfrage ohnehin, wie viel Energie da drin steckt. So viele Bäume, so viele Früchte und wie viele davon keimen?

Text spricht (den Menschbezug) genau in der letzten Zeile auch aus. Irgendwie; dann aber im Verlorengehen der Mensch-Energie.


Da ist dieser Schrottplatz mit seinem Meer von Schrottautos drauf, stehen einfach da rum [ sagt sogar eine Textstimme hierzu:  Ich find’s so befriedigend / stehn Autos aufm Schrottplatz ; was meint diese Stimme damit? ], und sie stehen da rum, machen was? Verrotten einzig weiter  / ihre Lebensbewegung?  Heidi, diesen text_Splitter in die menck_Ebene zu figurieren, würde ich gleichfalls aufblättern  / sehe da Spuren … sind da oder auch nicht, ist auch Dasein. Und da_Sinn?

bekommen wir vielleicht eine Idee von den Kastanien und Walnuts aus dem Kontext  Smile .

Interessant doch. Sehen die Kastanien oder z. B. Walnüsse von ihrem häng_Oben jenes teilweise sich selbst vergeudende unten_Treiben … denken vielleicht:  nee, mit mir und 'so' bitte nicht!

Und sie [ die Kastanien ] haben im Text zwei Möglichkeiten : sie fallen-fliegen nach oben und geben dort ihre Energie frei; geben sich auch die Möglichkeit, sinnig zu Boden zu fallen … und sicher nicht nur für das kreative kinder_Bastelspiel [ gewiss auch dafür freudig Smile ], wohl aprior, um sich für neues Leben hin zu metamorphieren;

und es passiert hierbei spannbreit so vieles : Kinder lesen sie zum Bastteln auf, andere kicken sie in Erinnerung daran weg [ hätten sie zuviel ihres Kindseins, ihre berührenden Kreativität verloren, vielleicht? ], und die Kastanien fallen genauso im Sinne ihrerselbst Zukunft. Ist da natürlich auch die Alternative, unten auf dem Asphaltboden nur zu verrotten ... gehört dieser Prozess ebenfalls zur Evolution - Evolution ist nunmal die Vielfalt, die ein Überleben ermöglicht.

Ist hier wieder eine Anlehnung an den Menschen versteckt?

Eine schwierige Frage, mMn … sicher ähnlich gleich und doch, ist da ein großer Unterschied zu dem Selbstreferentiell der pur naturalen Evolution, hat der Mensch ein herausragendes Korrektiv in seinerselbst, eben sein Bewusstsein. Spuren  und Abdrücke in eine eigene Richtung zu lenken … passiert es, er tut es, er tut's nicht; ein mMn fundamentaler Unterschied, seine eigene Evolution zu gestalten, wohin auch immer !!!

warum nicht, z. B. ähnlich dem figurierten Keimen der Kastanien und Walnüsse [ verspielt, metamorph, kreativ oder oder … ] oder jenem Vergeud, auf dem Asphalt quasi [ für sich ] unerfüllt zu verrotten. Heißt es in Teil II :  ist es ihr Distichon, dass sie entdecken dürfen oder blind dran vorbei stolpern ...

Heidi hat Folgendes geschrieben:

... fallen wenige wieder zurück auf die Erde … auf alle Fälle fallen sie und die Kind-Erinnerung kommt dazu, das Kastaniensammeln kommt ins Bild mit rein. Die kindliche Freude an diesen tollen großen Samen, die gut in die Faust reinpassen, die Fantasie freisetzen. Aus denen Kind was bauen kann, mit denen Kind spielen kann.

Die Ahnung, kindliche Ahnung kommt mit rein und das Lächeln. Das zusammen lässt mich auch lächeln, während ich lese.
 
Es ist die Rede von einer kurzen Erinnerung an damals. Offensichtlich wird die Kastanie nicht gänzlich "verdaut" von Mensch?.



Heidi, würde ich dein Bild des 'Verdauens' auch dahingehend deuten, hat es menck in der Hand, Leben energetisch oder einfach nur darm-durch zu stoffwechseln Wink


                  -------------------------------------

________ du, für heute mal so viel ... ein Freu, deine main - und deine quer_Gedanken mitzuspüren, mMn ein feines Kastanienmenü  Smile sage dir wieder ein fröh_Danke für deine Lust auf diesen Textsplitter,

jetzt ein zwischen_Tschüss,  Frank … bis dann zu Teil III des Textes …

-


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