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Passepartout

 
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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Antiquariat -> Lesezeichenpoesie 05/2018
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Autor Nachricht
Heidi
Geschlecht:weiblichReißwolf

Alter: 39
Beiträge: 1307
Wohnort: Hamburg


BeitragVerfasst am: 06.05.2018 18:00    Titel: Passepartout eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Passepartout

Ich würde den
Flugzeugboden
am liebsten behalten
denn er glitzert und  
Papier ist mir partout
zu weiß  
weshalb keiner von uns
eine Frage darin finden
wird auf all die Antworten
die wir uns nie geben
weil der Marianengraben in
meinem Kopf sie verhüllt
noch ehe sie in der Lage sind
sich auszuformen

Immerzu schwanken wir  
eingepfercht in einer
Melodie aus Quadraten
dabei würde es
möglicherweise ausreichen
wenn du nur den Schlüssel
lange genug fixierst
bis er sich verflüssigt

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Literättin
Geschlecht:weiblichExposéadler

Alter: 54
Beiträge: 2085
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Das silberne Stundenglas Der goldene Roboter
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BeitragVerfasst am: 14.05.2018 09:03    Titel: Antworten mit Zitat

Zentrale Rolle des Themas Un-Gewissheit - Ungewiss, ob hier UN-Gewissheit die zentrale Rolle einnimmt. Für mich jedenfalls. Ich bin mir nicht sicher, worum es überhaupt geht, denn der Flugzeugboden im ersten Vers hinterlässt ein ziemliches Fragezeichen. Ungestellte Fragen, nicht gegebene Antworten, ein LI, ein "wir". Zwei Strophen, zwei Sätze. Die Ahnung einer irgendwie sehr Nähe fernen Beziehung ohne echten Kontakt. Un-Gewissheit kann ich als zentrales Thema nicht erkennen.


Einarbeitung des Zitats - Vorhanden, in einer echt überraschenden Gegenüberstellung mit einem glitzernden Flugzeugboden. Rätselhaft also.


Lyrischer Gesamteindruck - Habe ich mich oben schon dran versucht. Für mich schwer einzuornden: freie Verse sind es. Bestehend aus zwei Sätzen ohne Interpunktion. Ich bin mir unsicher, was ich von den vielen Konjunktionen (sofern dies der richtige Begriff für denn, weshalb, weil, noch ehe, immerzu, möglicherweise, wenn ... etc. ist). Und den Titel kriege ich nicht unter. Insgesamt bleibt das Stück leicht vage in der Luft hängen. Eines gefällt mir aber: das Bild vom Marianengraben. Das blieb mir schon beim ersten Lesen sehr angenehm in Erinnerung. Liest sich auch einfach gut, dieses Wort: Marianengraben. Okay, das tut wohl nichts zur Sache. Also insgesamt: hätte noch ein wenig mehr Sorgfalt gebrauchen können, das Gedicht; es wirkt an manchen Stellen fast einfach so herunter geschrieben. Ist aber nur mein Eindruck.


_________________
when I cannot sing my heart
I can only speak my mind
- John Lennon -

Christ wird nicht derjenige, der meint, dass "es Gott gibt", sondern derjenige, der begonnen hat zu glauben, dass Gott die Liebe ist.
- Tomás Halík -

Im günstigsten Fall führt literarisches Schreiben und lesen zu Erkenntnis.
- Marlene Streeruwitz - (Danke Rübenach für diesen Tipp.)
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firstoffertio
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Das bronzene Stundenglas Der goldene Spiegel - Lyrik (1)
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BeitragVerfasst am: 14.05.2018 21:33    Titel: Antworten mit Zitat

Der glitzernde Flugzeugboden: was man sieht, wenn man in den Himmel guckt, wo eins fliegt?

Schöner als Papier?

Und die Unfähigkeit, etwas Wesentliches zu ihm zu bringen?

Das in den Tiefen versunken bleibt, wie ein abgestürztes Flugzeug?

Weil wir zu eckig denken,singen, und flüssige Schlüssel nicht hinkriegen?

Bin mir hier auch sehr unsicher.

Sprachlich gefallen mir Bilder wie der Marianengraben, die Melodie aus Quadraten, der sich verflüssigende Schlüssel.

Hier fällt mir meine eigene Ungewissheit mehr auf als die im Text ausgedrückte.
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Stimmgabel
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Bronzener Sturmschaden Der goldene Spiegel - Lyrik (2)



BeitragVerfasst am: 15.05.2018 09:28    Titel: Re: Passepartout Antworten mit Zitat

-

Passepartout

Ich würde den
Flugzeugboden
am liebsten behalten
denn er glitzert und  
Papier ist mir partout
zu weiß  
weshalb keiner von uns
eine Frage darin finden
wird auf all die Antworten
die wir uns nie geben
weil der Marianengraben in
meinem Kopf sie verhüllt
noch ehe sie in der Lage sind
sich auszuformen

Immerzu schwanken wir  
eingepfercht in einer
Melodie aus Quadraten
dabei würde es
möglicherweise ausreichen
wenn du nur den Schlüssel
lange genug fixierst
bis er sich verflüssigt


----------------------------------------------------


Hallo Inko,

Der Einstieg "Flugzeugboden glitzert" ... hin zu "zu weiß" ... der Schwenk in die Beckett'schen Quadrat-Räume ... mit der konklusischen Idee: möglicherweise gelingt es, den Schlüssel zu verflüssigen [mMn ein starkes, lyrisches Bild Smile ]

... raus aus den eigenen, linearen denk_Räumen  / mundet mir sehr.

Der Mittelteil ist mir komplett überflüssig, einzig telling'eske Füllselei, erklärt nur, was ich als Leser assozieren will [ vielleicht ] ... würde ich komplett streichen.

Auch die Umbrüche atmender weiten  / dem Inhalt fließenden Raum geben ... plus paar Füllselwörter weg  Wink

Mal so:

Passepartout

Ich würde den Flugzeugboden am liebsten behalten
denn er glitzert;  
das Papier ist mir partout zu weiß
 
weshalb keiner von uns
eine Frage darin finden
wird auf all die Antworten
die wir uns nie geben
weil der Marianengraben in
meinem Kopf sie verhüllt
noch ehe sie in der Lage sind
sich auszuformen


Immerzu schwanken wir eingepfercht in einer Melodie aus Quadraten
dabei würde es möglicherweise ausreichen

wenn du nur den Schlüssel lang(e) genug fixierst bis er sich verflüssigt

---------------------------------------------------

gerne nachinspiriert Smile ...    Gruß Stimmgabel ...

-


_________________
Gabel im Mund / nicht so hastig...
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Constantine
Geschlecht:männlichExposéadler


Beiträge: 2921

Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 15.05.2018 10:18    Titel: Antworten mit Zitat

just points smile
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lebefroh
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Alter: 39
Beiträge: 379
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 15.05.2018 14:20    Titel: Antworten mit Zitat

Der Text gefällt mir sehr gut, er liest sich sehr poetisch, aber nicht total verquast. Vielleicht gefällt er mir auch gerade wegen meiner Ungewissheit, was genau er nun eigentlich bedeutet.

Ich hatte erst vor, viele Punkte zu vergeben. Aber je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr störte mich, dass er sich mir nicht genügend erschließt. Deswegen bleiben doch nur ein paar Punkte übrig.
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hobbes
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Beiträge: 3596

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BeitragVerfasst am: 17.05.2018 19:51    Titel: Antworten mit Zitat

Punkte*-Vergeb-Kommentar.

* nun ja, einer
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Heidi
Geschlecht:weiblichReißwolf

Alter: 39
Beiträge: 1307
Wohnort: Hamburg


BeitragVerfasst am: 17.05.2018 20:19    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ach, Text, mal sehen wie viel Ungewisses im Gewissen erlebbar wird, wenn sich dieser verflixte Schlüssel dann endlich mal in einen anderen Zustand verabschiedet hat.

_________________
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Aranka
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BeitragVerfasst am: 17.05.2018 21:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko!

Hier waren es die ersten und letzten Zeilen, die mich am meisten beschäftigten und für mich einen gewissen Aussagereiz hatten:

Zitat:
Ich würde den
Flugzeugboden
am liebsten behalten
denn er glitzert


Was für ein Wunsch, er setzt eine ganze Reihe von Ideen und Möglichkeiten frei und gleichzeitig schwingt im „würde“ schon das Wissen um die Unmöglichkeit mit. Allein das Wort Flugzeugboden signalisiert mir beides: Fliegen und dennoch einen Boden unter den Füßen.

Die Zeile „denn er glitzert“ schränkt mir die grandiose Eröffnung jedoch auf den Glitzerfaktor ein. Der Gedanke, hier arbeitet man den Anschluss des Zitates ab, pocht in meinem Hinterhirn. „Schade!“ Da wäre mehr möglich gewesen. Auch ist mir der Sprung zum Papier hier erst mal nicht greifbar.

Die nun folgende Passage bleibt sehr vage, spricht über Fragen, die wir nicht finden werden und über Antworten, die wir uns nicht geben. Ich kann den Bezug zum Flugzeugbild nicht greifen. Auch der Marianengraben bleibt für mich auf der Wortebene hängen, gibt dem Text keine zusätzliche Tiefe.

Vielleicht liegt es jedoch auch an mir und die Tiefe verhungert in meinem Kopf, weil diese Passage bei mir nichts anstößt, ein wenig allgemein an der Oberfläche bleibt. Ich bin hier sehr gespannt auf die anderen Kommentare und hoffe, hier eine Lücke für mich schließen zu können

Die letzte Passage spricht mich in ihrer Originalität wieder mehr an:

Zitat:
Immerzu schwanken wir  
eingepfercht in einer
Melodie aus Quadraten


Ein tolles Bild, das Bewegung erzeugt und Vorstellung freisetzt:

Eine Melodie, eckig, kantig, lauter Quadrate, die mich schupsen, an denen ich anecke, die mich „einpferchen“. Ich spüre hier ein Eingeschlossen sein.

Zitat:
dabei würde es
möglicherweise ausreichen
wenn du nur den Schlüssel
lange genug fixierst
bis er sich verflüssigt


Hier gelingt ein weiteres interessantes Bild: die Vorstellung einen Schlüssel zu verflüssigen und zwar aus eigener Kraft, der Kraft des Fixierens. Und was würde dies bewirken, wenn es gelingen würde, den Schlüssel zu verflüssigen. (Vielleicht den Schlüssel zu den verschlossenen Quadraten, der Melodie? Zu den Dingen dahinter?)  Nichts könnte mehr verschlossen werden? Der Schlüssel wäre beliebig für jedes Schloss formbar?

Ich finde hier für mich den Gedanken, sich selbst aus dem Eingesperrt-sein, aus der Beschränkung zu befreien und sich den Un-Gewissheiten zu stellen.
Diese Passage bekommt sicherlich Punkte und das Eingangsbild auch.

Faktoren, die ich kritisch bemerken möchte:

Sprachlich ist es für mich eine umgebrochene Prosa, wobei ich in den meisten Umbrüchen keinen Mehrwert für den Text sehe.

Die Flugzeugsequenz wird nicht weitergeführt und steht isoliert am Anfang und bleibt daher für die Gesamtheit wirkungslos.

Gerne gelesen. Gruß Aranka


_________________
"Wie dahingelangen, Alltägliches zu schreiben, so unauffällig, dass es gereiht aussieht und doch als Ganzes leuchtet?" (Peter Handke)

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d.frank
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BeitragVerfasst am: 17.05.2018 22:34    Titel: Antworten mit Zitat

Ok, ähm, also es geht wohl ums Reisen?
Ums Ausbrechen?

Am Besten gefällt mir:

Zitat:
wenn du nur den Schlüssel
lange genug fixierst
bis er sich verflüssigt


dagegen nicht:

Zitat:
noch ehe sie in der Lage sind
sich auszuformen


Ansonsten:

Hmm, ich kriege das Reisen und die Beziehung nicht zu hundert Prozent aufeinander, also, was das eine mit dem anderen zu tun hat, ob es sich positiv bedingt oder eher nur eine Ausflucht ist.
Ich finde, dieser Frage wird nicht genug Augenmerk geschenkt. So bleibt das für mich eher eine Verschlüsselung, die nicht immer unbedingt motiviert ist.


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Die Wahrheit ist keine Hure, die sich denen an den Hals wirft, welche ihrer nicht begehren: Vielmehr ist sie eine so spröde Schöne, daß selbst wer ihr alles opfert noch nicht ihrer Gunst gewiß sein darf.
*Arthur Schopenhauer
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V.K.B.
Geschlecht:männlich[Error C7: not in list]

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Beiträge: 2940
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Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 20.05.2018 21:11    Titel: Antworten mit Zitat

Vorweg: Ich bin kein Lyrik-Experte und fühle mich nicht wirklich qualifiziert, Lyrik zu bewerten. Daher muss ich mich auf mein Bauchgefühl beschränken und mehr danach gehen, was mir von Gedanken, Sprache und Inhalt gefällt, statt wirklich nach lyrischem Können zu beurteilen. Das „un“ in un-Gewissheit interpretiere ich wie cummings die Vorsilbe verwendet hat.

Hallo Inko,
interessante Gedanken, und die Un-Gewissheit ist hier die Ungewissheit, sehr schön. Sprachlich und stilistisch eher simpel gehalten, aber mit schönen Wortbildern, ich liebe zum Beispiel die Melodie der Quadrate. Gefällt mir, auch wenn mir irgendwas beim Lesen fehlte. ach ja, genau, der eingebaute Vers. Ist zwar da, aber eine Auseinandersetzung damit findet nicht satt. Trotzdem bisher recht weit oben in meiner Liste.


_________________
Warning: Cthulhu may occasionally jumpscare people …
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Zinna
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BeitragVerfasst am: 21.05.2018 18:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

bei diesem Wettbewerb werde ich meinen Kommentar nach einem Schema erarbeiten.

Titel
Noch ein gerahmtes

Thema
Das Gedicht ist ein Ungewiss in sich.

Zitat
Es steht am Übergang vom Einstieg (den ich sehr klar empfinde) zu dem Rest des Gedichtes, der auf völlig andersartig angelegte Bilder enthält.

Lieblingsstelle
"Melodie aus Quadraten"

Punkte?

LG
Zinna


_________________
Wenn alle Stricke reißen, bleibt der Galgen eben leer...
(c) Zinna
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menetekel
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Beiträge: 2099
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BeitragVerfasst am: 22.05.2018 06:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anonymnus,

mit Sicherheit ein gut gemachtes Gedicht, dessen Sinn sich mir leider  völlig verschließt. Insofern möchte ich hier nicht werten. Embarassed

Trag's mir nicht nach,

m.


_________________
Alles Amok! (Anita Augustin)
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Sue Ulmer
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Beiträge: 348
Wohnort: Göttingen


BeitragVerfasst am: 22.05.2018 22:05    Titel: Antworten mit Zitat

Ich mag das eigentlich, besonders weil es mich an Texte, oder Textsequenzen erinnert, die ich selbst gerne schreibe, und dann gar nicht einordne in Lyrik oder Prosa.

Ich empfinde es nur insgesamt als nicht in sich abgeschlossen.


_________________
Hier ruht ein gelynchtes Gedicht.
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poetnick
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Beiträge: 684
Wohnort: Europa


BeitragVerfasst am: 23.05.2018 10:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Unbekannt,

kann es nicht ganz entschlüsseln (müsste den Text nur genug fixieren...bis?)

Doch es bleibt mir genug an Anklängen, unscharfer Schärfe und Passagen wie diesen:

Zitat:
in einer
Melodie aus Quadraten


um mich von diesem Gedicht fesseln zu lassen. Ob in den Punkten ist mir noch unklar, muss weiter fixieren... Rolling Eyes


Liebe Grüße - Poetnick


Edit: habe mich für andere Bepunktungen entschieden. Meine persönlche Spur, nur. Deinen Text habe ich gerne gelesen.


_________________
Wortlos ging er hinein,
schweigend lauschte er der Stille
und kam sprachlos heraus
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Rübenach
Geschlecht:männlichExposéadler


Beiträge: 2582



BeitragVerfasst am: 25.05.2018 03:54    Titel: Antworten mit Zitat

Vorab: Das Problem bei den Wettbewerben im dsfo ist, dass es nur sehr eingeschränkt möglich ist, einen Text einige wochen liegen zu lassen, um ihn dann mit etwas Abstand neu zu betrachten und gegebenenfalls nochmal zu verändern. Andererseits ist eine Woche eine Menge Zeit, da können die Bewertungsmaßstäbe schon etwas strenger sein als beim fff.

Der achte Text, die sechste Abänderung des Zitats. Vielleicht habe ich die Spielregeln falsch in Erinnerung.

sleepless_lives hat Folgendes geschrieben:
- Arbeite eines der beiden obigen Zitate in deinen Text ein. Der Zeilenumbruch im ersten Zitat (papier / ist mir partout zu weiß) kann vernachlässigt werden.


Ergo: Die einzig erlaubte Abweichung ist die Vernachlässigung des Zeilenumbruchs, nicht aber die Veränderung der durchgehenden Kleinschreibung. Außerdem wurde hier nicht nur der Zeilenumbruch weggelassen (was erlaubt gewesen wäre), sondern einer an anderer Stelle eingefügt, was nicht erlaubt ist.

Zum Text selbst. schiefe Metaphern (wie kann man einen Flugzeugboden behalten?; worin wird keiner von uns eine Frage finden?; wie kann ein Graben etwas verhüllen?) und ausgelutschte Formulierungen (die Antworten, die wir uns nie geben). Schlagertextniveau. Wenn ich versuchsweise das Zitat aus dem Gedicht rausstreiche, dann ändert sich eigentlich nichts.


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"Nothing bad can happen to a writer. Everything is material." (Philip Roth)
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Lorraine
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Das goldene Stundenglas Ei 10
Pokapro 2016


BeitragVerfasst am: 25.05.2018 09:36    Titel: Antworten mit Zitat

Passepartout, der Hauptschlüssel. Der, der alle Türen öffnet. - Das hilft mir auch nicht weiter bei diesem Text, der sich nicht nur hermetisch gibt, sondern auf mich wirkt, als sei Verschlüsselung Selbstzweck und es darum gehe, mit (unter anderen) dem maximal schiefen Bild des verhüllenden Marianengrabens im Kopf des LI einen (den eigenen?) Hang zur Absurdität oder zum Grotesken auf die Schippe zu nehmen. Auffällig sind Umkehrungen, es fängt mit »Flugzeugboden« an, der der Beschreibung nach ein Sternenhimmel wäre, dann finde ich »Fragen auf Antworten« (oder eben nicht), weiter geht es damit, dass Eingepfercht-sein und gleichzeitiges Schwanken sich nicht ausschließen und am Ende könnte ›festmachen‹ soviel wie ›verflüssigen‹ bedeuten – da lässt sich schon Methode hinter alldem vermuten, das ist konsequent inkonsistent. Un-Gewissheit – da kann man nicht meckern: die ist allgegenwärtig; die Wahrscheinlichkeit, sich zurechtzufinden, verflüssigt sich zusehends. Das macht nichts, denn das Gedicht ist ja wirklich (da), und auf meine Antworten find ich bestimmt noch die eine oder andere Frage.

Grüße,
Lorraine
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Heidi
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BeitragVerfasst am: 27.05.2018 21:01    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Lorraine hat Folgendes geschrieben:
Passepartout, der Hauptschlüssel. Der, der alle Türen öffnet. -


Hallo Lorraine,

ich bin war ein wenig sprachlos, weil ich erst durch dich erfahren habe, dass der Begriff „Passepartout“ auch „Hauptschlüssel“ bedeutet. Das wusste ich tatsächlich noch nicht. Und ich finde das natürlich passend und spannend, wie sich der Begriff auch auf diese Weise in den Text einfügt.
Selbst hatte ich schlicht die Kartonumrahmung im Sinn, die für Papierarbeiten genutzt wird, um einen Übergang vom Bild zum Rahmen zu schaffen. Ich mag den Gedanken, dass ein Passepartout dem Blatt Raum bietet, um „auszuatmen“, ehe es mit der „harten“ Umrahmung konfrontiert wird.
Das Passepartout im Text hatte ich aber ohne Rahmen und Grafik/Aquarell/Zeichnung im Sinn, sondern einfach nur den Karton mit rechteckigem Ausschnitt.

Lorraine hat Folgendes geschrieben:
Das hilft mir auch nicht weiter bei diesem Text, der sich nicht nur hermetisch gibt, sondern auf mich wirkt, als sei Verschlüsselung Selbstzweck und es darum gehe, mit (unter anderen) dem maximal schiefen Bild des verhüllenden Marianengrabens im Kopf des LI einen (den eigenen?) Hang zur Absurdität oder zum Grotesken auf die Schippe zu nehmen.


Die Verschlüsselung als Selbstzweck: Ich hatte befürchtet, dass der Text so ankommen könnte, aber meine Gedanken gingen beim Schreiben nicht in die Richtung.

Das Bild des verhüllenden Marianengrabens im Kopf spielt eine zentrale Rolle; dass es grotesk wirkt, auch absurd, ist gewollt. Deine Aussage, dass es sich um ein maximal schiefes Bild handelt, nehme ich als Kompliment.
Für mich beinhaltet der Marianengraben Tiefe, tiefste Stelle im Ozean, tiefste Stelle der Welt. Auch ein Ort des Unbewussten, weil es nur unter sehr schweren, extremen Bedingungen möglich ist, dorthinzureisen; (auch) deshalb der Begriff "verhüllt". Aber es ist ein Ort, der mittlerweile von Menschen aufgesucht wurde. Die Möglichkeit besteht.
Wenn ich nun gedanklich dorthinreise - weil es mir anders ja nicht möglich ist - erlebe ich in meiner Vorstellung irgendwann völlige Finsternis, dann wenn die Tiefsee beginnt und die stelle ich mir unheimlich vor, auf der anderen Seite aber wieder reizvoll. Der lichtlose Bereich beginnt erstaunlich weit oben (wenn man vom tiefsten Punkt ausgeht) und bereits dort wimmelt es nur so von „Wesen“, die einerseits gruselig aussehen, furchteinflößend, manche auch einfach nur eklig und dennoch leuchten gewisse Fische und Ähnliches von sich aus.
Das so meine Gedanken im Groben zum Marianengraben bzw. dem Weg dorthin, weil in meiner Vorstellung der Marianengraben im LI-Kopf, ja nicht nur aus dem tiefsten Punkt besteht, sondern auch aus allem was davor "stattfindet".  

Im Text befindet sich der Marianengraben im LI-Kopf. Dieses Bild ist natürlich surreal, aber genau in die Richtung will ich (auch) schreiben.
Den eigenen Hang zur Absurdität - du meinst meinen Hang als Autorin? - auf die Schippe nehmen? Nein, das wollte ich mit dem Bild nicht erreichen. Weder mich selbst auf die Schippe nehmen, noch Text und am wenigsten den Leser oder die Leserin.

Lorraine hat Folgendes geschrieben:
Auffällig sind Umkehrungen, es fängt mit »Flugzeugboden« an, der der Beschreibung nach ein Sternenhimmel wäre, dann finde ich »Fragen auf Antworten« (oder eben nicht), weiter geht es damit, dass Eingepfercht-sein und gleichzeitiges Schwanken sich nicht ausschließen und am Ende könnte ›festmachen‹ soviel wie ›verflüssigen‹ bedeuten – da lässt sich schon Methode hinter alldem vermuten, das ist konsequent inkonsistent.


Diesen Schluss finde ich interessant und ich werde wohl noch etwas darüber nachdenken müssen. Eine Methode steckt hinter meinen Texten eher weniger; das hat damit zu tun, weil ich meistens im Fluss schreibe, aus der Situation heraus. Ohne Konzept.
Ich lese diesen Teil deines Kommentars so, dass der Text-Mittelteil sich flüchtig liest. Im Nachhinein war es auch der Mittelteil, den ich am wenigsten ausgereift fand. Mir fällt so was leider immer erst auf, nachdem der Text abgeschickt ist.
Andererseits bin ich mir auch jetzt nicht sicher, ob ich ihn griffiger hinbekommen könnte, ohne etwas zu zerstören. Vielleicht würde mehr Konsistenz mit ausgeformteren Bildern wieder extrem und überbordend wirken. Schwer zu sagen.

Lorraine hat Folgendes geschrieben:
Un-Gewissheit – da kann man nicht meckern: die ist allgegenwärtig; die Wahrscheinlichkeit, sich zurechtzufinden, verflüssigt sich zusehends. Das macht nichts, denn das Gedicht ist ja wirklich (da), und auf meine Antworten find ich bestimmt noch die eine oder andere Frage.


Darüber freue ich mich. Du erspürst die Un-Gewissheit im Text auf deine Weise. Und mir gefällt der Gedanke, dass sich das Zurechtfinden verflüssigt, der auf das vorher von dir Gesagte aufbaut, wodurch ich wiederum aus deinem Gesamtkommentar den Schluss ziehe, dass der Text für dich auf seine Art stimmig ist.

Es spricht eine starke Offenheit aus dir, weil du Teile im Text annehmen und gedanklich in der bewegen kannst, die deinem Empfinden nach groteske Bilder entwerfen.
Dankeschön für deinen gehaltvollen Kommentar und die vielen Punkte.

Viele Grüße
Heidi


_________________
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Heidi
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Wohnort: Hamburg


BeitragVerfasst am: 27.05.2018 21:50    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Rübenach,

Rübenach hat Folgendes geschrieben:
Vorab: Das Problem bei den Wettbewerben im dsfo ist, dass es nur sehr eingeschränkt möglich ist, einen Text einige wochen liegen zu lassen, um ihn dann mit etwas Abstand neu zu betrachten und gegebenenfalls nochmal zu verändern. Andererseits ist eine Woche eine Menge Zeit, da können die Bewertungsmaßstäbe schon etwas strenger sein als beim fff.


schön, dass du die Problematik der DSFo-Wettbewerbe so direkt in dir bewegst. Das Thema scheint dich stark zu beschäftigen. Dass du beim Bewerten streng und kritisch bist, finde ich richtig und gut.

Rübenach hat Folgendes geschrieben:
Der achte Text, die sechste Abänderung des Zitats. Vielleicht habe ich die Spielregeln falsch in Erinnerung.
sleepless_lives hat Folgendes geschrieben:
- Arbeite eines der beiden obigen Zitate in deinen Text ein. Der Zeilenumbruch im ersten Zitat (papier / ist mir partout zu weiß) kann vernachlässigt werden.


Ergo: Die einzig erlaubte Abweichung ist die Vernachlässigung des Zeilenumbruchs, nicht aber die Veränderung der durchgehenden Kleinschreibung. Außerdem wurde hier nicht nur der Zeilenumbruch weggelassen (was erlaubt gewesen wäre), sondern einer an anderer Stelle eingefügt, was nicht erlaubt ist.


Du hast recht. Dieser Mangel ist meinem flüchtigen Wesen geschuldet – ich konnte all die Dinge, die Zitat und Vorgabe mir vorgaben zu diesem Zeitpunkt in all der Dringklichkeit des Schreibflusses nicht „denken“. Sprich: mein Intellekt hat gegenwärtig nicht ausgereicht. Der Text hätte eigentlich disqualifiziert werden müssen.

Rübenach hat Folgendes geschrieben:
Zum Text selbst. schiefe Metaphern (wie kann man einen Flugzeugboden behalten?; worin wird keiner von uns eine Frage finden?; wie kann ein Graben etwas verhüllen?) und ausgelutschte Formulierungen (die Antworten, die wir uns nie geben).


Ich habe nun lange über das Bild „schiefe Metapher“ nachgedacht, ohne genauer zu recherchieren, was der Begriff in der Literaturwissenschaft bedeutet. Ich mag es, Dinge von innen heraus zu ergreifen.
Ich habe mir also vorgestellt, vor einem Bild zu stehen – es hängt schief an der Wand. Wie wirkt es auf mich, dieses Bild, das dort so schief hängt?, hab ich mich gefragt.
Anders als gewohnt, mangelhaft, oder extrem ausgedrückt, weil ich mich gerne mal extrem ausdrücke: behindert. Dieses Bild ist schief, es zeigt sich abseits jeder Norm. Es geraderücken zu wollen liegt nahe.
Ich selbst habe aber für mich herausgefunden, dass ich genauso arbeiten möchte. Gerade dieses Schiefe, gerade diese Behinderung, dieses Andere, dieses Abseits-der-Norm, ist die Form von Ausdruck, die ich aktuell in mir herausarbeiten möchte. Dass das nicht jeden Geschmack trifft, ist für mich völlig in Ordnung.
Deine Fragen in Klammern können dir möglicherweise andere Kommentare beantworten. Aranka, Literättin und Stimmgabel haben sich dazu ausführlich und in sehr aufschlussreichen Worten geäußert.

Den Hinweis auf ausgelutschte Formulierungen nehme ich gerne als Denkanstoß für eine Text-Verbesserung an, obwohl deine Formulierung nicht wie ein Verbesserungsvorschlag wirkt. Ich mach das mal gedanklich so.

Rübenach hat Folgendes geschrieben:
Schlagertextniveau.


Ich kenne mich mit Schlagern eher weniger aus. Welcher Schlager transportiert meine Bilder?

Rübenach hat Folgendes geschrieben:
Wenn ich versuchsweise das Zitat aus dem Gedicht rausstreiche, dann ändert sich eigentlich nichts.


Warum sollte sich dadurch was ändern? Das wäre fatal, weil das Zitat für den Text wichtig ist. Edit: Ich habe hier ungenau formuliert. Richtig wäre: Es wäre fatal, wenn sich durch ein Weglassen des Zitats nichts ändern würde, weil es für Text wichtig ist.
Sorry.

Aber um noch mal auf dein Anfangsproblem zurückzukommen – also die Regeleinhaltungsproblematik, weil dir das Einhalten der Wettbewerbsvorgaben offensichtlich sehr am Herzen liegt, ist doch in allen Kommentaren von dir nachzuempfinden, dass du dir am Freitag kurz vor Bewertungsende noch Zeit freigeschaufelt hast, um Kommentare zu verfassen und deine Favoriten zu bewerten sowie darauf hinzuweisen, dass nur vier Texte die Vorgaben erfüllen konnten. Falls die Nicht-Disqualifizierung aller von dir als mangelhaft bescheinigten Texte, inklusive meinem, in dir Unbehagen ausgelöst haben sollte, tut mir das aufrichtig leid.
Leider kann ich selbst wenig dazu sagen, weil ich (sowie alle anderen Wettbewerbsteilnehmer) hierfür die falsche Adresse bin. Ansprechpartner für Disqualifikationsfragen wären sleepless_lives und Eredor. Vielleicht dort noch mal nachhaken, warum nicht strenger mit den Texten umgegangen wurde, warum dieses Mal nicht so hart aussortiert wurde wie beim Zehntausender, warum die Selektion den Bewertern (die die Regeln ja auch in aller Exaktheit verstehen müssen, um richtig bewerten zu können und es dann auch tun müssen) überlassen wurde. Ich selbst hätte mit einer Disqualifikation leben können. Ein Sonderstatus muss nicht immer schlecht sein. Ich hätte den Text dann nach dem Wettbewerb in die Lyrik-Werkstatt gestellt.
Ich bin ein sehr lösungsorientierter Mensch und habe darüber nachgedacht, welche Tipps ich dir ansonsten noch geben könnte. Mir fiel dann ein: Alternativ könntest du deine Mithilfe zur Ausrichtung künftiger Wettbewerbe anbieten und eventuell strengere Regeln erarbeiten, die dafür sorgen, dass nur eine gewisse Autorenschaft an den Wettbewerben teilnehmen kann. So wäre absolute formale Qualität gewährleistet, jedenfalls von der Text-Seite aus gesehen. Ansonsten weiß ich auch nicht weiter.


Viele Grüße
Heidi


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Heidi
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Alter: 39
Beiträge: 1307
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BeitragVerfasst am: 28.05.2018 20:47    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo poetnick,

poetnick hat Folgendes geschrieben:
kann es nicht ganz entschlüsseln (müsste den Text nur genug fixieren...bis?)


... schlüssig. Wink

poetnick hat Folgendes geschrieben:
Doch es bleibt mir genug an Anklängen, unscharfer Schärfe und Passagen wie diesen:

poetnick hat Folgendes geschrieben:
in einer
Melodie aus Quadraten


um mich von diesem Gedicht fesseln zu lassen. Ob in den Punkten ist mir noch unklar, muss weiter fixieren... Rolling Eyes


Es freut mich, dass du diese Stelle im Gedicht als gelungen empfindest. Ich hatte erst noch furchenlosen vor Melodie und das Wort ist dann irgendwie wieder abhanden gekommen. Später hatte ich mich darüber geärgert. Aber vielleicht wäre es auch zu viel gewesen.

poetnick hat Folgendes geschrieben:
Edit: habe mich für andere Bepunktungen entschieden. Meine persönlche Spur, nur. Deinen Text habe ich gerne gelesen.


Die persönliche Spur soll beim Bewerten eine Rolle spielen. Insofern: Danke fürs Lesen und deine Worte.

Liebe Grüße
Heidi


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Heidi
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Alter: 39
Beiträge: 1307
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BeitragVerfasst am: 29.05.2018 11:14    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Sue Ulmer,

Sue Ulmer hat Folgendes geschrieben:
Ich mag das eigentlich, besonders weil es mich an Texte, oder Textsequenzen erinnert, die ich selbst gerne schreibe, und dann gar nicht einordne in Lyrik oder Prosa.


das ist genau mein Ansatz. Eigentlich will ich weder Lyrik noch Prosa schreiben. Lieber ein Zwischending. Insgesamt tu ich mir mit Kategorien schwer. Es sollte ein Spektrum geben, also in der Einteilung. Auf der einen Seite die Lyrik, auf der anderen die Prosa und irgendwo auf der Linie "liegt" dann Text.
Text finde ich auch einen sinnigen Begriff, weil er neutral ist. Letztens dachte ich:
Gedicht: erzählt dicht
Geschichte: erzählt in Schichten
Text: erzählt Ich
Weiß auch nicht, warum ich dir das erzähle, aber ich schätze mit x und solchen Sachen kennst du dich aus. Wegen der Mathematik.
Das dumme ist nur, dass Text ein Überbegriff für alle möglichen sprachlichen Äußerungen ist. Insofern ist meine Überlegung ein Widerspruch in sich.

Sue Ulmer hat Folgendes geschrieben:

Ich empfinde es nur insgesamt als nicht in sich abgeschlossen.


Ich denke du meinst damit, dass er noch nicht ausgereift ist? Das sehe ich mittlerweile genauso.

Vielen Dank dafür, dass du dich mit meinem Text auseinandergesetzt hast.
Und ich freue mich über fünf Punkte.

Liebe Grüße
Heidi


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Sue Ulmer
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Alter: 26
Beiträge: 348
Wohnort: Göttingen


BeitragVerfasst am: 29.05.2018 16:08    Titel: Antworten mit Zitat

hey,

ja, die Assoziation Gedicht/ Dichte - kommt bestimmt nicht von ungefähr. Über das Schichten in  Geschichten (also die Wortverbindung)), habe ich so noch gar nicht nachgedacht, obschon ich Geschichten wegen ihrer Vielschichtigkeit liebe - ein schönes Wortspiel.
Dass dummerweise Text ganz viel meint, unter anderem auch Werbetexte, Sachtexte, ..., nehme ich inzwischen gerne in Kauf. Dadurch ist der Begriff zwar sehr unscharf, aber er lässt mir auch maximale Freiheit.
Im Allgemeinen geht es vielleicht darum, etwas zu kreieren, das vor dem eigenen Blick und vielleicht auch vor den Blicken anderer Menschen Bestand haben kann. Über die Klassifikation kann man sich im Nachhinein streiten.  Bei einem Wettbewerb, in dem von vorneherein in Lyrik und Prosa unterteilt wird, finktioniert dieser Ansatz nur leider nicht.

...mit x kenne ich mich aus Laughing ich bin erst im zweiten Semester und irre von Vorlesung zu Vorlesung. Danke trotzdem für das Teilen deiner Überlegungen.

Zitat:

Ich denke du meinst damit, dass er noch nicht ausgereift ist? Das sehe ich mittlerweile genauso.


ahm jaein.
Dass der Text nicht ausgereift ist - mag sein, darauf wollte ich nicht hinaus. Ich bin gerade durch die Kommentare gegangen, ich glaube, Aranka hat rückgemeldet, dass der Flugzeugboden in keinem Bezug steht zum darauffolgenden Text. Und das habe ich ganz stark so gelesen, auch im weiteren Verlauf: Die Passagen sind nur lose miteinander verknüpft, durch die Satzkonstruktion, oder durch Bindungsworte. Was gar nicht schlimm sein mag, aber dadurch wird eine Eingrenzung oder Abgrenzung schwierig, die den Text zu etwas Eigenständigem macht, also etwas, das in sich abgeschlossen ist.

Den Anspruch muss man an einen Text nicht haben, ich achte ganz stark darauf, weil es mir für meine eigenen Texte auch eine Einordnung in "Eigenständiger Text, den ich so stehen lasse" und "Gedankenmaterial, aus dem ich beliebig Ideen, Zitate, Wendungen klauen darf, so ich sie brauche" erlaubt.


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Hier ruht ein gelynchtes Gedicht.
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