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Einsendung zum Wettbewerb (ohne Titel)

 
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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Antiquariat -> Postkartenprosa 05/2018
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V.K.B.
Geschlecht:männlich[Error C7: not in list]

Alter: 47
Beiträge: 2708
Wohnort: Nullraum
Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 06.05.2018 19:00    Titel: Einsendung zum Wettbewerb (ohne Titel) eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Zunächst war nichts an der Szene sonderlich beunruhigend. Außer, dass ich sie sah.

Alles ist dunkel, bis auf die verloren erscheinenden Lichter einiger weniger Fenster der noch wenigeren Häuser entlang der Hauptstraße am Deich; ein Zeugnis dessen, dass selbst in unserem kleinen Nordseekaff ein Nachtleben stattfindet, zumindest in einigen Schlafzimmern. Die Lichtkegel der beiden Straßenlaternen wirken wie ein auf verlorenem Posten stehendes letztes Bollwerk gegen die finstere Un-Gewissheit. Ein Wagen kommt die Straße entlang, das Moterengeräusch durchbricht die Stille wie ein Donner, selbst als das Fahrzeug seine Geschwindigkeit stark drosselt und nur noch langsam vorbeirollt. Hunde bellen und verstummen wieder, sobald der Wagen außer Sichtweite ist. Einige Minuten Nichts, dann kommt er zurück, rast mit hohem Tempo die Straße entlang und verschwindet in der Ungewissheit.


Bis hier ist das mein Versuch, noch irgendwas halbwegs Literarisches für diesen Wettbewerb zu schreiben. Aber ich kann nicht mehr klar denken. Ich kopier das jetzt ins Message-Fenster und tipp da weiter, damit ich es sofort abschicken kann, wenn

Scheiße,  ich weiß nicht, was hier passiert!

Das Fenster des Videoplayers ist jetzt schwarz, seine Titelleiste zeigt noch den kryptischen Dateinamen d_r"Ͼh4ʊƑʄ≡ՍЯ.
Der Wagen war mein eigener, die Straße aus der Szene direkt vor meiner Haustür.

Wie kommt diese Videodatei in meinen Dokumente-Ordner? Wart ihr das? Habt ihr mich gehackt, gehört das zum Wettbewerb? Sehr witzig, ihr – nee, kann nicht! Niemand hat ein Video dieser Szene mit meinem Wagen vor meinem Haus!  Das passiert nicht wirklich, ich bilde mir das ein. Ich wollte mich in den Wettbewerb stürzen und von der Depression ablenken. Ich träum das, ich muss eingeschlafen sein, ich hab ja seit Tagen kaum noch geschlafen, seit sie und das Kind weg sind. Ich hab keine Ahnung, wie es weitergehen soll. Ich brauch euch, ich hab doch sonst niemanden.

Grad nochmal Video angeklickt und auf Details geachtet: Da lag eine Katze im Auto. Sie sah aus wie Louis. Ich hab ihn seit drei Tagen nicht mehr gesehen. Seit ich ihn über den Zaun getreten hab. Ich weiß nicht, wie ich das alles tun konnte. Ich war so wütend. Es tut mir so leid.
War das wirklich Louis im Auto?

Nochmal abspielen, so, da ist der Wagen. FUCK! Der Fahrer… das war kein normaler Mensch! Und jetzt neben der Katze noch eine andere Gestalt hinten im Auto, sie

Schluss! Aus! bevor er zurückkommt und auch noch–

Puh, Videofenster ist zu. Ich lösch das jetzt! Okay, Videodatei ist auch weg. Alles gut.

shit, draußen fährt ein auto, das kann doch nicht er –
nein! er ist es wirklich! dieser katzenchauffeur vom lieblingsbild meiner Tochter
er fährt jetzt da draußen rum immer am haus vorbei wie in dieser verfluchten szene
er soll aufhören ich halt das nicht mehr aus
HAU AB! VERSCHWINDE!

Stille.
ist er weg?
oder hat er angehalten?
was ist das da
blaue blitze vorm fenster
irgendwas kratzt an der Haustür

Abschicken!
dann ist es fiktion
vielleicht ist dann alles nur

oh gott
die türklinke bewegt sich

abschic

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Eliane
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 761



BeitragVerfasst am: 13.05.2018 21:27    Titel: Antworten mit Zitat

Geil. Einfach nur geil. Ich liebe diesen Text. Ich liebe es, wie die ersten Absätze eine Stimmung und Erwartungshaltung aufbauen (noch dazu, wie elegant die vorgegebene Szene eingebaut wird) - und dann der krasse Bruch.  Und trotzdem folge ich sofort, bin augenblicklich im Kopf des Protagonisten, immer nur Andeutungen, und ich verstehe dennoch alles. Das Thema ist perfekt umgesetzt, der Schreibstil spiegelt die Verfassung des Protagonisten hervorragend, der Wechsel von korrekter Schreibweise zur panischen Nur-noch-Kleinschreibung, das abgebrochene Wort am Ende: Genial. Ach ja: Den Titel liebe ich auch.

Einhaltung der Vorgaben:
Szene: ja
Thema: ja

Hast meine 12 Punkte smile
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V.K.B.
Geschlecht:männlich[Error C7: not in list]

Alter: 47
Beiträge: 2708
Wohnort: Nullraum
Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 14.05.2018 01:14    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Eigentlich sollte der Text d_r"Ͼh4ʊƑʄ≡ՍЯ heißen, aber das ging nicht, weil die Forensoftware keine Sonderzeichen in Titeln darstellen kann, wie man mir mitteilte, und ich musste auf einen Alternativtitel ausweichen.

Hier ist er übrigens, der Chauffeur:


Quelle: www.pinterest.com

Und die Katze des Protas natürlich nach dem Maler benannt.

Ich hoffe, niemand hat das ernst genommen und wirklich gedacht, hier hätte jemand seiner Katze (und sehr wahrscheinlich auch seiner Familie, auch wenn er es verdrängt und nie ausspricht, aber ich hoffe, eine gewisse Un-Gewissheit kommt dabei rüber) was angetan und würde jetzt paranoide Wahnvorstellungen mit Halluzinationen schieben und versuchen, zu Ablenkung am Wettbewerb teilzunehmen, bis die Polizei (die blauen Blitze draußen sollten Blaulichter der Einsatzwagen sein) ihn abholt. Ich hoffe, das liest sich einigermaßen psychosennah. Sollte jedenfalls einen kleinen Hauch von Poes "Telltale Heart" versprühen.

Keine Ahnung, wie sowas ankommt, aber es juckte mir einfach zu sehr in den Fingern, eine Meta-Geschichte davon zu machen. Die vorgegebene Szene hatte für mich schon eine unheilsschwangere Stimmung und ich habe überlegt, wie ich sie noch unheimlicher machen könne. Da kam mir der Gedanke mit dem mysteriösen Video (okay, vielleicht ein bisschen Lost Highway inspiriert) vom eigenen Auto vorm eigenen Haus. irgendwann wollte ich immer mal eine Meta-Geschichte zu einem Wettbewerb schreiben, und hier passte es mit meiner Grundidee dann einfach so gut, dass ich nicht widerstehen konnte. Ob das jetzt wirklich eine gute Idee oder völlig hirnverbrannt war, entscheidet ihr. Ich bin gespannt. Also auch hier auf der Meta-Ebene eine Ungewissheit (und die Un-Gewissheit, dass wahrscheinlich die meisten nur kopfschüttelnd sagen werden: "Mann Veith, was soll denn dieser Blödsinn wieder?")

Grüße,
Veith


_________________
Warning: Cthulhu may occasionally jumpscare people …
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lebefroh
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 39
Beiträge: 378
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 14.05.2018 12:15    Titel: Antworten mit Zitat

Die Idee finde ich super, die Ausführung überzeugt mich nicht ganz.
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Michel
Geschlecht:männlichNebelpreisträger

Alter: 48
Beiträge: 2521
Wohnort: Südwest
Das goldene Niemandsland Der silberne Spiegel - Prosa
Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 14.05.2018 14:13    Titel: Antworten mit Zitat

Teilnehmer  rutscht in die Paranoia oder wird angegriffen – das vorbeifahrende Auto ist das eigene, darin ist die Katze, die er nach dem Weggehen von Frau und Kind „über den Zaun getreten“ hat, schließlich sitzt die Katze selbst am Steuer – und die Türklinke bewegt sich. Hm. Auf jeden Fall origineller Beitrag. Vorgaben erfüllt, das Fahrzeug ist gleich am Anfang untergebracht. Ein Last-Minute-Beitrag? Mir ein wenig zu gewollt. Authentisch kommt er jedenfalls nicht rüber.
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femme-fatale233
Geschlecht:weiblichFüßchen

Alter: 27
Beiträge: 2100
Wohnort: München
Das Bronzene Pfand


BeitragVerfasst am: 14.05.2018 19:24    Titel: Antworten mit Zitat

Irgendwie sind Texte, die den Wettbewerb als solchen reflektieren, ja mittlerweile auch schon ein fester Klassiker im Repertoire der DSFO-Texte. Trotzdem finde ich diesen von der Form her ganz gut gemacht, weswegen er letztlich in meiner Top 10 landet.
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traumLos
Hobbyautor


Beiträge: 375



BeitragVerfasst am: 14.05.2018 20:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, ich weiß nicht wer.

Ein Text der sich abhebt aus der Masse.  Schon beim Titel, der keiner ist, aber am Stärksten das Thema spiegelt. Ein Text, der in sich so Un-Gewiss ist, dass er die Folge, das Bedrohliche zunächst in der Vorgabe gar nicht zu erkennen scheint, sie scheinbar als nichts bedrohliches einführt. Der die existenzielle Un-Gewissheit zwischen Realität und Fiktion greifbar macht.  Der den Leser Un-Gewiss läßt, ob eine reale Bedrohung von außen oder von innen oder ob der Fiktion eine Metafiktion aufliegt.

Meine 12


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Meine Beiträge geben nur meine Meinung wieder. Jede Einbeziehung realer oder fiktiver Personen wäre nur ein Angebot. Zwinkersmiley
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Constantine
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 2894

Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 15.05.2018 15:41    Titel: Antworten mit Zitat

Da ich leider nur 10 Beiträge bepunkten kann, war die Auswahl schwierig.
Dein Beitrag erhält von mir leider 0 Punkte.
Sorry.
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Heidi
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 39
Beiträge: 1307
Wohnort: Hamburg


BeitragVerfasst am: 15.05.2018 22:14    Titel: Re: Einsendung zum Wettbewerb (ohne Titel) Antworten mit Zitat

Die Darstellung des Wahns, den dein Ich-Erzähler durchlebt, ist gerade zum Ende hin recht lebendig dargestellt. Schade finde ich den Beginn bzw. den Bruch, die klare Darstellung, dass die erste Szene ein Versuch war und dann eben das andere kommt.
Insgesamt als Stilmittel spannend, aber die Umsetzung knarzt, kommt zu direkt, der Übergang fehlt. Klar, ein Aufwachmoment kann auch wirken. Provokation. Aber hier wird nicht subtil provoziert und das ist es, was ich schade finde, gerade weil in diesem Text viel Kreatvität und Energie steckt. Die letzten Zeilen finde ich gelungen, auch, dass du mitten im Wort abbrichst. Das transportiert einiges. Alles, was nach dieser ersten "Erklärung" kommt, halte ich für amüsanten Stoff.

Deshalb bekommst du auch exakt 3 Punkte von mir.
Freust du dich?


_________________
Scheiße darf keine Flügel haben
der Phallus braucht Flügel
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d.frank
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 41
Beiträge: 980
Wohnort: berlin


BeitragVerfasst am: 16.05.2018 00:15    Titel: Antworten mit Zitat

Bester Satz:

Zitat:
Abschicken!
dann ist es fiktion


ich weiß nicht, vielleicht bin ich zu ernst, nehme das hier, die Wortakrobatik viel, viel zu ernst.
Aber das ist wieder so ein Beitrag, der mir zu unmotiviert scheint. Liegt das am Thema? Hatte das wirklich eine so lähmende Wirkung?
Oder sollte ich hier lieber den Realitätsverlust betrachten?
Für mich gibt es auch ein paar Perlen hier, denen werde ich meine Punkte geben.
Das hier ist zwar witzig und frisch, aber irgendwie auch zu leichtgängig.


_________________
Die Wahrheit ist keine Hure, die sich denen an den Hals wirft, welche ihrer nicht begehren: Vielmehr ist sie eine so spröde Schöne, daß selbst wer ihr alles opfert noch nicht ihrer Gunst gewiß sein darf.
*Arthur Schopenhauer
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d.frank
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 41
Beiträge: 980
Wohnort: berlin


BeitragVerfasst am: 16.05.2018 00:57    Titel: Antworten mit Zitat

Punkte, für die Kreativität, für das Körnchen Wahrheit und für die Frische

_________________
Die Wahrheit ist keine Hure, die sich denen an den Hals wirft, welche ihrer nicht begehren: Vielmehr ist sie eine so spröde Schöne, daß selbst wer ihr alles opfert noch nicht ihrer Gunst gewiß sein darf.
*Arthur Schopenhauer
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Jenni
Geschlecht:weiblichBestseller-Autor


Beiträge: 4051

Das goldene Aufbruchstück Die lange Johanne in Gold


BeitragVerfasst am: 16.05.2018 23:37    Titel: Antworten mit Zitat

Eine witzige Idee, während des Schreibens des Beitrages spielt sich die Vorgaben-Szene vor dem Fenster wirklich ab, bedrohlicherweise gibt es davon auch noch eine Videoaufnahme … Leider verläuft sich das ganze gegen Ende in so einer Horrorschocker-Einfallslosig-Witzlosigkeit, wo interessant gewesen wäre die Unsicherheit zwischen Realität und Fiktion noch weiterzutreiben, passender zum Thema auch.
Ob es einen Originalitätspunkt gibt ist noch ungewiss.
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hobbes
Geschlecht:weiblichTretbootliteratin


Beiträge: 3470

Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
Ei 4 Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 17.05.2018 18:14    Titel: Antworten mit Zitat

abschickschock

Nun. Tja. Was soll ich sagen.

*seufz*
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Literättin
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger

Alter: 54
Beiträge: 2085
Wohnort: im Diesseits
Das silberne Stundenglas Der goldene Roboter
Lezepo 2015 Lezepo 2016


BeitragVerfasst am: 18.05.2018 13:47    Titel: Antworten mit Zitat

Spielt das Thema Un-Gewissheit die zentrale Rolle? Im Sinne eines "was ist da bloß los?" schon, in mir als Leser findet sie dabei nicht statt, denn ich bin ziemlich schnell im Bilde und dabei dann doch neugierig, wie es wohl weitergeht und endet.


Eröffnet oder schließt die vorgegebene Szene den Text und bleibt ihr Charakter erhalten? Die Szene eröffnet und schließt, und taucht auch immer wieder zwischendrin auf. Insofern nicht ganz erfüllt, die Aufgabenstellung. Der Charakter wird hier durch skurrilen Horror ergänzt.



Gesamteindruck - Ein amüsantes und spannendes Stück, das eventuell gewonnen hätte, wenn es eine Spur unabhängiger von diesem Wettbewerb ausgearbeitet worden wäre. Die Idee finde ich toll, die Umsetzung wirkt eine Spur zu spontan raus gehauen, hätte mehr Sorgfalt vertragen können, denn die Echtzeit, das im realen Leben stattfinden lässt sich ja tatsächlich literarisch auch darstellen, ohne umgangssprachlich 1:1 formuliert zu sein. Als Leser hätte mich das subtiler beschäftigen können. Dennoch: tolle Idee!


_________________
when I cannot sing my heart
I can only speak my mind
- John Lennon -

Christ wird nicht derjenige, der meint, dass "es Gott gibt", sondern derjenige, der begonnen hat zu glauben, dass Gott die Liebe ist.
- Tomás Halík -

Im günstigsten Fall führt literarisches Schreiben und lesen zu Erkenntnis.
- Marlene Streeruwitz - (Danke Rübenach für diesen Tipp.)
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VwieMargarita
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Wohnort: Remarque-Stadt


BeitragVerfasst am: 18.05.2018 20:48    Titel: Antworten mit Zitat

Ich musste zwischendurch lachen. Die Idee ist interessant.

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"Sobald du dir vertraust, sobald weißt du zu leben".
J.W.v.G
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gold
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger

Alter: 67
Beiträge: 6358
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DSFo-Sponsor Ei 10


BeitragVerfasst am: 19.05.2018 19:02    Titel: Antworten mit Zitat

gefällt mir: die Vermischung der Ebenen macht den Text surreal.
Das gibt Punkte.
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Tjana
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 59
Beiträge: 1923
Wohnort: Inne Peerle


BeitragVerfasst am: 20.05.2018 01:46    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr reale Szene.
Die erste Zeile stört mich. Sie kündigt an, was ich mir lieber selbst herauslesen möchte.
Die Geschichte hebt sich aber von anderen ab und die Ungewissheit wird in mehrfacher Hinsicht eingesetzt. Das gefällt mir!


_________________
Wir sehnen uns nicht nach bestimmten Plätzen zurück, sondern nach Gefühlen, die sie ins uns auslösen
In der Mitte von Schwierigkeiten liegen die Möglichkeiten (Albert Einstein)
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rieka
Geschlecht:weiblichSucher und Seiteneinsteiger


Beiträge: 982



BeitragVerfasst am: 20.05.2018 14:00    Titel: Antworten mit Zitat

Ich muss sagen, anfangs dachte ich, da liefert sich jemand einen Scherz. Noch nicht mal einen Titel hattest du dir ausdenken können. Dachte ich. Dann erst verstand ich. Respekt.

Du, unbekannter Autor, nimmst die Situation des Wettbewerbs als Inhalt der Geschichte, wandelst sie weiter in ein dramatisches Geschehen. Du beschreibst das Geschehen im Protagonisten und es ist nicht ganz klar, geschieht es nur im Protagonisten, oder kämpfst du, unbekannter Autor mit dieser Aufgabe. Das tust du natürlich nicht, denn am Ende hast du das Heft in der Hand, während der Protagonist kläglich versinkt. Und es gelingt dir, Autor, dies unter Einbezug der Vorgaben hinzukriegen.    
Der Protagonist gerät beim vergeblichen Bemühen, die Aufgabe zu erfüllen, in Ungewissheit darüber, was mit ihm geschieht? Der Autor lässt den Prota in eine komplette psychische Desorientierung abdriften. Dies kann man wohl als Zustand in Ungewissheit interpretieren.

 Gleichzeitig hast du in mir, dem Leser, einige Ungewissheiten hinterlassen.
Bei allem frage ich mich, hast du, Wettbewerbsteilnehmer, dir diese Geschichte ausgedacht und durchdacht, oder ist sie dir (wenn auch natürlich nicht mit dem drastischen Ende) passiert? Und du hast deine Situation dann geschickt genutzt. Smile

Ich finde deine Umsetzung kreativ, du bist recht phantasievoll herangegangen. Du schreibst lebendig und plakativ, ich kann in deine vorgegebenen Bilder einsteigen. Aber dann hat es dein Text am Ende haarscharf doch nicht in meine Zehnerrangliste geschafft. Auf der eingeengten Auswahlliste stand er.
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Malaga
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 897



BeitragVerfasst am: 20.05.2018 15:00    Titel: Antworten mit Zitat

Das hat etwas, eine originelle Umsetzung der Themenvorgabe. Einbruch des Surrealen, und ausgerechnet beim Schreiben Smile Der Wechsel der Sprachebenen ist gut gelungen, auch der Titel könnte nicht anders sein.
Punktvergabe am Ende.
Sieben Punkte
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Stimmgabel
Geschlecht:männlichBestseller-Autor


Beiträge: 4398
Wohnort: vor allem da
Bronzener Sturmschaden Der goldene Spiegel - Lyrik (2)



BeitragVerfasst am: 20.05.2018 20:41    Titel: Antworten mit Zitat

-

Hallo Inko,


eine fiktive Story über ein Auto  / da, wieder weg  / ist Teil einer Schreibstory dieses hier Autoren-Protas; entdeckt P eine Vdeo-Datei auf seinem PC, die eigentlich nur im Wagen seiner schreib_Story sein dürfte,

sieht sie sich an, sind Details seiner Story drauf, auch seine Katze Luis taucht darin auf und der Fahrer [ kein normaler Mensch ] ... löscht Prota das Video.

Hört P plötzlich draußen ein Auto  / fährt laufend vor dem Haus auf und ab, dann Stille, plötzlich ein Kratzen an der Haustür; geht die Türklinke langsam herunter ... ist Prota ob seiner Assoziationen höchst irritiert, fragt sich, ob das Jetzt schon real oder noch schreib-fiktiv ist, will sich von seinen Halluzinationen befreien [ wären sie der Grund ]

drückt den Absende-Button auf seinem PC und schickt seinen Schreibbeitrag ab.

Verschwimmt hier Realität mit der schreib_Fiktion ... weiß text_Prota nicht mehr, was nun tatsächlich passiert.

Eine interessante Verschwimmung von Geist, Täuschung und Konfusion  / Realität und Schreibtisch ... wechseln sich fragile Gewissheit und lungernde Ungewissheit umarmend ab;

(m)ein Favorit auf dem Treppchen.



Gruß Stimmgabel ...


-


_________________
Gabel im Mund / nicht so hastig...
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Aneurysm
Geschlecht:männlichHobbyautor


Beiträge: 474



BeitragVerfasst am: 20.05.2018 21:15    Titel: Antworten mit Zitat

Sprachlich gesehen gehört dieser Text nicht zu den besten – wie denn auch, wenn ihn der Autor Hals über Kopf abgeschickt hat? Aber die Form passt zum Inhalt: Am Anfang stehen ausformulierte, lange Sätze, zum Ende hin schreibt der Autor in kurzen Sätzen, klein und ohne Punkt und Komma. Die vorgegebene Szene steht am Anfang, und die Ungewissheit der Hauptfigur über die Herkunft des Videos kommt gut rüber. Es gibt keinen besonderen Tiefgang oder Ähnliches – zumindest habe ich nichts gefunden –, aber für das Durchbrechen der vierten Wand und die gute Idee hat der Text Punkte verdient.

Von mir gibt es vier Punkte.
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firstoffertio
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger


Beiträge: 6133
Wohnort: Irland
Das bronzene Stundenglas Der goldene Spiegel - Lyrik (1)
Podcast-Sonderpreis Silberner Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 21.05.2018 22:07    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist mir doch etwas zu sehr situationskomisch.
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