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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Alter schützt vor Leben nicht


 

 
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Justadreamer
Geschlecht:männlichSchreiberassi

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Beiträge: 49
Wohnort: Bayern


BeitragVerfasst am: 03.03.2018 12:38    Titel: Alter schützt vor Leben nicht eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

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Bevor ich mich in das Textgetümmel der Werkstätten begebe, hier noch ein eher 0-8-15-philosophisches Werk über einen alten Herrn. Über Vorschläge, wie man die Schlüsselszene der Geschichte glaubhafter machen könnte bzw. ob die Geschichte insgesamt "authentisch" ist, würde ich mich freuen. Leider sind mir auch ein paar Klischées in den Text gehüpft - diese zerpflückt zu wissen wäre auch sehr hilfreich! Viel Spaß:


Alter schützt vor Torheit Leben nicht



Es war acht Uhr an diesem Abend, wohl also ungefähr um die Zeit herum, in der Albert Trän in seinem halb verwesten, aber dennoch geliebten Ohrensessel kauerte und in den Flimmerkasten an der Wohnzimmerwand starrte. Wobei, so viel flimmerte nun nicht mehr, seitdem er vor drei Jahren sein Leben drastisch umgekrempelt und sich einen dieser neuartigen Flachbildfernseher zugelegt hatte. Wieso sie die manchmal auch noch biegen mussten, hatte er nicht verstanden, aber wenigstens hatte ihm das das Zurechtrichten einer angemessenen Halterung erspart.

 Wenn er es sich recht überlegte, hatte er schon länger nicht mehr an einem Projekt in der alten Holz- und Metallwerkstatt gearbeitet, die an der Südseite an das Haus angrenzte. Das Wohnzimmer war altmodisch, aber heimelig eingerichtet und bot in fast jeder Ecke einen Blickfang; sei es ein kleiner Engel, eine Vase mit einem Looping im Hals oder ein koketter Wackel-Dackel, der aus Altersgründen vom Auto auf die weniger wackelige Fensterbank umgezogen war.

„Nun zum Wetter: In den meisten Teilen des Landes regnet es sowieso immer, der Rest ist mir eigentlich egal und weil hier sowieso niemand zuhört, kann ich auch gleich sagen, dass das Ganze zu 50% nicht stimmt…“
Herr Trän schnarchte auf, als sich die Wetterkarte aus dem Fernseher verzog und die abstumpfendsten Nachrichten, die die schreckliche, schreckliche Welt zu bieten hatte, ihre Stammtisch-Schocker durch seelenruhige Reporterreden feilboten. Die Wanduhr schräg über dem Fernseher tickte zwei Minuten Zeit herunter und sein Zeitfresser schräg unter ihr beantwortete die Darbietung mit der Hinwendung zum 20:15-Uhr-Film. Herr Trän nahm die Botschaft zur Kenntnis und genoss die Ruhe in seinem Geist, die der spannende Film in ihm auslöste.

Die Uhr an der Wand tickte weiter. Je länger man auf sie aufmerksam wurde, desto weniger passte sie in das Zimmer. Rund, schwarzer Rahmen, schlichtes Ziffernblatt mit arabischen Zahlen auf weißem Hintergrund. Ein langer schwarzer Zeiger, ein kurzer schwarzer Zeiger und ein roter Sekundenzeiger, der so vehement in die nächste Sekunde übersprang, dass man meinen könnte, er gehe diesen Weg jedes Mal zum ersten Mal mit übergroßem Tatendrang. Hinter der nächsten Kurve wartete das Abenteuer auf den roten Zeiger, so viel stand fest.

Herr Trän sah manchmal lieber zur Uhr als auf den Fernseher. Ihr gleichmäßiges Ticken erfüllte ihn mit einem Gefühl, das sich niemals abnutze, niemals langweilig wurde. Es war ein gleichmäßiger Takt, und genau deswegen machte es das Ganze so surreal. Wenn es nur eine Sache gab, die sich ständig wiederhole, wäre dann nicht alles egal, was noch kommt, da es ohnehin schon tausendfach da gewesen war? Bevor er diesen Gedanken weiterdenken konnte, widmete er sich meistens wieder dem treuen Freund der Uhr zu, der ungebogen mit an der Wand hing. Dieser hatte nach einer Weile kein Interesse mehr an fadenscheinigen Helden und meldete sich mit einer skurrilen Waschmaschinen-Dame zur Werbepause.

Albert Trän schlurfte in die Küche, um sich eine letzte Tasse Tee einzuschenken. Das Wasser war natürlich lange nicht mehr so gut wie früher, aber für diese eine Tasse Tee würde es schon reichen. An den Wänden der Küche hingen Bilder, auf denen aus kalten Augen Gesichter starrten. Im unteren rechten Winkel der Bilder erkannte man immer den eleganten Schriftzug G. Trän. Seine Frau hatte diese Portraits sehr gefühlvoll gezeichnet, und hätte es die Natur so gewollt, wären zu den kalten Augen der Portraits auch Fotos von Kindern und Enkeln gestoßen.
Herr Trän ging zurück und schwieg die nächsten fünfzehn Minuten in seinen Tee, während sich der rote Zeiger immer noch auf Sinnsuche befand.

Als der Prime-Time-Film vorüber war, behalf sich der Fernseher mit einer Dokumentation über krebskranke Menschen. Herr Trän grummelte kurz in seinen Bart, weil ihm die Krankenhausbilder etwas unpassend erschienen für einen Ort des Kampfes. Die manisch-anti-depressiven Gesichter der Patienten hatten etwas sehr Störendes. Der eine machte eine Weltreise, pah! Albert Trän schüttelte die Bilder ab und kramte nach seiner Fernbedienung. Während er sich – nicht allzu behände- auf dem Sessel umherwalzte, kippte er sich plötzlich mit der Rechten den doch noch nicht ganz abgekühlten Tee über den karierten Pensionären-Pulli und schrie ein „HERRGOTTZEFIXSACKLZEMENT!!“ in sein Wohnzimmer, das fast schon nach einem lebendigen Menschen klang. Während des brachialen Ausrufs war er so aus dem Gleichgewicht gekommen, dass das braune Sesselungetüm ebenfalls aus seinem jahrelangen Schlummer entrissen wurde und mit einem urzeitlichen Quietschen nach hinten raste, nur um einen Moment später von dem panisch quiekenden Albert nach vorne gerissen zu werden. Wenigstens hatte er irgendwie die Fernbedienung berührt, da der Fernseher mit einem kurzen, letzten Aufblitzen erlosch. Völlig außer Atem, hellwach und mit gedampften Bauchspeck hockte Albert in seinem Wohnzimmer und konnte ein Kopfschütteln und ein Lächeln nicht unterdrücken.

Am nächsten Morgen schaufelte sich Albert den Weg aus seinem Haus frei und betrat, von Holzgeruch willkommen geheißen, seine Werkstatt. Was er vorhatte, wusste nur er, aber eins stand fest: Er konnte sich nach dem letzten Abend immer mehr mit dem roten Zeiger identifizieren – nur, dass er nicht in einer Uhr steckte.

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RememberDecember59
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 505
Wohnort: Franken


BeitragVerfasst am: 07.03.2018 00:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Justadreamer,
du kommentierst so fleißig bei den anderen, da will ich dir auch mal ein bisschen Feedback dalassen! smile

Ob die Geschichte insgesamt authentisch wirkt. Hm, um ehrlich zu sein, auf mich macht sie einen nicht sehr durchdachten Eindruck. Vielleicht hättest du nicht die Bemerkung „08/15-philosophisch“ voranstellen sollen, dann wäre ich nicht direkt voreingenommen an den Text rangegangen. Laughing

Das erste Mal gestolpert bin ich, als plötzlich der Satz mit der Werkstatt kam. Der erschien mir irgendwie aus dem Zusammenhang gerissen. Am Ende wird dann klar, dass du die Erwähnung der Werkstatt brauchst, aber bestimmt kann man die auch geschickter einflechten.

Ab dann liest es sich halbwegs flüssig, es sind auch ein paar Stellen drin, die ich echt witzig und originell fand.  Der Stil ist schon etwas eigenwillig, aber das macht ja nichts. Dann jedoch, als es zum ersten und einzigen Mal philosophisch werden könnte (als er sich Gedanken über die ständige Wiederholung macht), springst du sofort zurück zum Fernseher und drückst dich drum herum, tatsächlich einen interessanten Gedanken auszuformulieren und dich mit ihm zu beschäftigen. So kommt es mir zumindest vor, und 08/15-philosophisch trifft es deshalb meiner Meinung nach eigentlich sogar noch weniger als „pseudo-philosophisch“. Wink Denn was danach kommt, hat mit Philosophie ja nicht mehr viel zu tun, zumindest bekommt man davon nichts mit.

So ganz war mir nicht klar, was du mit dem Text aussagen willst, aber irgendetwas muss es ja sein, denn wenn es nur um Unterhaltung ginge, wäre das ein bisschen wenig unterhaltsam. Ich denke, wenn du den Text eine Weile ruhen lässt und ihn dir später nochmal anschaust, wirst du feststellen, dass man mehr aus ihm rausholen könnte.
Soweit mal meine bescheidene Meinung dazu. Nimm die Kritik bitte nicht persönlich, denn das ist sie nicht. smile


_________________
Bartimäus: "...-was ist das?"
Kobold: "Hätte mich das jemand anders gefragt, o Herr, der ihr Schrecklich und Unübertrefflich seid, hätte ich ihn einen Dummkopf genannt, bei Euch jedoch ist diese Frage ein Zeichen jener entwaffnenden Schlichtheit, welche der Born aller Tugend ist. ..."

Bartimäus I (Jonathan Stroud)
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Günter Leitenbauer
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

Alter: 53
Beiträge: 102
Wohnort: Gunskirchen


BeitragVerfasst am: 07.03.2018 12:29    Titel: Antworten mit Zitat

Etwas kafkaesk aber nicht uninteressant.

Ein paar Dinge fielen mir auf:

1. Die vielen Bindestriche wirken hilflos. Meist ginge es auch ohne.

2. "Je länger man auf sie aufmerksam wurde"
Aufmerksam werden als zeitlich lang ausgedehnte Tätigkeit?

RememberDecember59 hat Folgendes geschrieben:

So ganz war mir nicht klar, was du mit dem Text aussagen willst

Ja, mir ging es ähnlich. Smile

Der Stil an sich ist erfrischend, und ich mag ihn.


_________________
Liebe Grüße
Günter
leitenbauer.net
"Ich bin Schriftsteller!" - "Und? Schon was verkauft?" - "Ja, mein Haus und mein Auto."
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Justadreamer
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 21
Beiträge: 49
Wohnort: Bayern


BeitragVerfasst am: 07.03.2018 12:46    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo remberdecember,

danke, dass du dich erbarmt hast Rolling Eyes

Ich habe mir schon gedacht, dass mir mit dieser Geschichte nicht unbedingt ein Meisterwerk gelungen ist - dass ich es am Anfang selbst schlecht mache, war vielleicht wirklich nicht schlau...

Ich beschreibe kurz, welcher Teil mir am wichtigsten war:

Die alte Wohnung, die in der Zeit eingefroren ist vs. die Uhr, die immer "im Moment lebt". Hier soll beschrieben werden, dass ewig gleich bleibende Rituale nicht mehr viel Leben beinhalten. Irgendwie ist die Uhr dann ja auch betroffen - deswegen der Schlusssatz. Ich wollte hier auch damit ausdrücken, dass es im hohen Alter immer noch genug Gründe gibt, das Leben auszuleben - ob es mit einer umgekippten Tasse Tee getan ist, ist natürlich fraglich.

Darüber hinaus - da hast du Recht - steht wahrscheinlich die restliche Handlung zu stark im Vordergrund. Mit dem Versuch, nicht so mit ewigen Passagen über diese Uhr zu langweilen, ist mir da wahrscheinlich ein bisschen viel unwichtiges hineingerutscht.

Jedenfalls vielen Dank für dein feedback!
- Mich wundert, dass es manche Autoren gibt, die wirklich nur ihre eigenen Werke einstellen und kommentieren. Das Prinzip dieser Plattform ist wohl nicht wirklich durchgedrungen... Laughing


----- Und gleich im Anschluss Hallo Günter,

danke auch für dein Feedback!
Die Bindestriche werde nochmal unter die Lupe nehmen.
"Sobald man einmal auf sie aufmerksam wurde, passte sie nicht mehr in das Zimmer" wäre  besser, das stimmt. Dann hat man auch gleichzeitig die "Erkenntnisgewinnung" dabei.

Vielen Dank und einen schönen Tag!
Tobid

Tobid
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Lilly_Winter
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 38
Beiträge: 272
Wohnort: Dortmund


BeitragVerfasst am: 08.03.2018 11:31    Titel: Re: Alter schützt vor Leben nicht Antworten mit Zitat

Hallo Justadreamer,

ich mag solche Texte, ich nenne sie gerne Alltagsgeschichten, es passiert eigentlich nichts, und dennoch ändert sich etwas für den Protagonisten. Ich mag auch die Art und Weise, wie du den Text erzählst.

Albert ist ein Mann, der in einem gleichbleibenden Ritual der Zeit beim Verstreichen zusieht, fast wie eingefroren. Der Kauf eines neuen Fernsehers stellt schon eine drastische Veränderung dar. Ich nehme an, dass die Frau verstorben ist, da sie nur im Bezug zu den Bildern erwähnt wird.
Er verschüttet Tee, hier frage ich mich, ob das als Anstoß ausreichend ist, denn daraufhin bewegt er sich wieder, geht in die Werkstatt und will etwas schaffen. Mir persönlich ist das hier zu wenig, ich hätte eher vermutet, dass, durch einen dummen Zufall, die Uhr kaputt geht und der rote Zeiger befreit ist.

Ich habe ein paar Anmerkungen in den Text geschrieben, sie entspringen meiner eigenen Lesart und sollen nur als Vorschläge dienen.

Liebe Grüße
Lilly


Justadreamer hat Folgendes geschrieben:


Alter schützt vor Torheit Leben nicht

Es war acht Uhr an diesem Abend, wohl also ungefähr um die Zeit herum nach mehrmaligem Lesen stocke ich an dieser Stelle. Albert sieht sehr oft auf die Uhr, manchmal lieber, als auf den Fernseher. Passt dann dieser Einschub? Vielleicht: Es war acht Uhr an diesem Abend, als Albert Trän …, in der Albert Trän in seinem halb verwesten, aber dennoch geliebten Ohrensessel kauerte und in den Flimmerkasten an der Wohnzimmerwand starrte. Wobei, so viel flimmerte nun nicht mehr, seitdem er vor drei Jahren sein Leben drastisch umgekrempelt und sich einen dieser neuartigen Flachbildfernseher zugelegt hatte. Wieso sie die manchmal auch noch biegen mussten, hatte er nicht verstanden, aber wenigstens hatte ihm das, dass Zurechtrichten einer angemessenen Halterung erspart. Gibt es eine elegantere Lösung als das, dass?
 Wenn er es sich recht überlegte, hatte er schon länger nicht mehr an einem Projekt in der alten Holz- und Metallwerkstatt gearbeitet, die an der Südseite an das Haus des Hauses? angrenzte. Das Wohnzimmer war altmodisch, aber heimelig eingerichtet und bot in fast jeder Ecke einen Blickfang; sei es ein kleiner Engel, eine Vase mit einem Looping im Hals oder ein koketter Wackel-Dackel, der aus Altersgründen vom Auto auf die weniger wackelige Fensterbank umgezogen war.

„Nun zum Wetter: In den meisten Teilen des Landes regnet es sowieso immer, der Rest ist mir eigentlich egal und weil hier sowieso niemand zuhört, kann ich auch gleich sagen, dass das Ganze zu 50% nicht stimmt…“
Herr Trän schnarchte auf, als sich die Wetterkarte aus dem Fernseher verzog und die abstumpfendsten Nachrichten, die die schreckliche, schreckliche Welt zu bieten hatte, ihre Stammtisch-Schocker durch seelenruhige Reporterreden feilboten. Irgendwie mag mein Kopf diesen Satzteil nicht fassen. Ich gebe zu, das mag an mir liegen, dennoch würde ich es bei der Wetterkarte belassen. Die Wanduhr schräg über dem Fernseher tickte zwei Minuten Zeit herunter und sein Zeitfresser schräg unter ihr beantwortete die Darbietung mit der Hinwendung zum 20:15-Uhr-Film. Herr Trän nahm die Botschaft zur Kenntnis und genoss die Ruhe in seinem Geist, die der spannende Film in ihm auslöste.

Die Uhr an der Wand tickte weiter. Je länger man auf sie aufmerksam wurde, desto weniger passte sie in das Zimmer. Rund, schwarzer Rahmen, schlichtes Ziffernblatt mit arabischen Zahlen auf weißem Hintergrund. Ein langer schwarzer Zeiger, ein kurzer schwarzer Zeiger und ein roter Sekundenzeiger, der so vehement in die nächste Sekunde übersprang, dass man meinen könnte, er gehe diesen Weg jedes Mal zum ersten Mal mit übergroßem Tatendrang. Hinter der nächsten Kurve wartete das Abenteuer auf den roten Zeiger, so viel stand fest.

Herr Trän sah manchmal lieber zur Uhr als auf den Fernseher. Ihr gleichmäßiges Ticken erfüllte ihn mit einem Gefühl, das sich niemals abnutze, niemals langweilig wurde. Es war ein gleichmäßiger Takt, und genau deswegen machte es das Ganze so surreal. Wenn es nur eine Sache gab, die sich ständig wiederhole, wäre dann nicht alles egal, was noch kommt, da es ohnehin schon tausendfach da gewesen war? Bevor er diesen Gedanken weiterdenken konnte, widmete er sich meistens wieder dem treuen Freund der Uhr zu, der ungebogen mit an der Wand hing. Dieser hatte nach einer Weile kein Interesse mehr an fadenscheinigen Helden und meldete sich mit einer skurrilen Waschmaschinen-Dame zur Werbepause.

Albert Trän schlurfte in die Küche, um sich eine letzte letzte klingt so endgültig, passt das wirklich für einen Mann, der sich so dem Sitzen hingibt, dem Beobachten der Zeit? Vielleicht weitere? Tasse Tee einzuschenken. Das Wasser war natürlich lange nicht mehr so gut wie früher hier stocke ich, was bedeutet früher? Ich nehme an, das Wasser ist abgekühlt, aber passt es dann zur späteren Szene, wenn er den Tee verkippt?, aber für diese eine Tasse Tee würde es schon reichen. An den Wänden der Küche hingen Bilder, auf denen aus kalten Augen Gesichter starrten. Im unteren rechten Winkel der Bilder erkannte man immer den eleganten Schriftzug G. Trän. Seine Frau hatte diese Portraits sehr gefühlvoll gezeichnet irgendwie mag ich dieses gefühlvoll nicht mit den kalten Augen in Verbindung bringen, und hätte es die Natur so gewollt, wären zu den kalten Augen der Portraits auch Fotos von Kindern und Enkeln gestoßen.
Herr Trän ging zurück und schwieg die nächsten fünfzehn Minuten das Wasser, das längst nicht mehr so gut wie früher ist, verweilt weitere fünfzehn Minuten… in seinen Tee, während sich der rote Zeiger immer noch auf Sinnsuche befand.

Als der Prime-Time-Film vorüber war, behalf sich der Fernseher mit einer Dokumentation über krebskranke Menschen. Herr Trän grummelte kurz in seinen Bart, weil ihm die Krankenhausbilder etwas unpassend erschienen für einen Ort des Kampfes. Die manisch-anti-depressiven Gesichter der Patienten hatten etwas sehr Störendes. Der eine machte eine Weltreise, pah! Albert Trän schüttelte die Bilder ab und kramte nach seiner Fernbedienung. Während er sich – nicht allzu behände- auf dem Sessel umherwalzte, kippte er sich plötzlich mit der Rechten den doch noch nicht ganz abgekühlten Tee über den karierten Pensionären-Pulli und schrie ein „HERRGOTTZEFIXSACKLZEMENT!!“ in sein Wohnzimmer, das fast schon nach einem lebendigen Menschen klang. Während des brachialen Ausrufs war er so aus dem Gleichgewicht gekommen, dass das braune Sesselungetüm ebenfalls aus seinem jahrelangen Schlummer entrissen wurde und mit einem urzeitlichen Quietschen nach hinten raste, nur um einen Moment später von dem panisch quiekenden Albert nach vorne gerissen zu werden. Wenigstens hatte er irgendwie die Fernbedienung berührt, da der Fernseher mit einem kurzen, letzten Aufblitzen erlosch. Völlig außer Atem, hellwach und mit gedampften Bauchspeck hockte Albert in seinem Wohnzimmer und konnte ein Kopfschütteln und ein Lächeln nicht unterdrücken.

Am nächsten Morgen schaufelte sich Albert den Weg aus seinem Haus frei und betrat, von Holzgeruch willkommen geheißen, seine Werkstatt. Was er vorhatte, wusste nur er, aber eins stand fest: Er konnte sich nach dem letzten Abend immer mehr mit dem roten Zeiger identifizieren – nur, dass er nicht in einer Uhr steckte.


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Justadreamer
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BeitragVerfasst am: 08.03.2018 12:01    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Lilly,

danke für deine Kritik!
Bei "das Wasser, das längst nicht mehr so gut wie früher ist, verweilt weitere fünfzehn Minuten…",  hast du mich zum Schmunzeln gebracht. Mit Alberts Charakterisierung triffst du ins Schwarze - seine Frau ist verstorben, die beiden sind kinderlos. Das baue ich ein, um Albert als seinen "alleinigen Retter" darstellen zu können.

Du sprichst die Szene mit dem verschütteten Tee an - die Idee mit der Uhr ist wirklich urig. Mal sehen, ob ich sie einbauen werde.

Deine anderen Tipps werde ich gleich in den Text einbauen, da ich finde, dass du die unnötigen Ungereimtheiten erkennst und anscheinend ohnehin unverständliche Klischées als unnötig darstellst.

Vielen Dank und einen schönen Tag!
Tobid
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Justadreamer
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BeitragVerfasst am: 08.03.2018 12:15    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Alter schützt vor Torheit Leben nicht



Es war acht Uhr an diesem Abend, zu der Zeit, in der Albert Trän in seinem halb verwesten, aber dennoch geliebten Ohrensessel kauerte und in den Flimmerkasten an der Wohnzimmerwand starrte. Wobei, so viel flimmerte nun nicht mehr, seitdem er vor drei Jahren sein Leben drastisch umgekrempelt und sich einen dieser neuartigen Flachbildfernseher zugelegt hatte. Wieso sie die manchmal auch noch biegen mussten, hatte er nicht verstanden. Wenigstens musste er keine entsprechende Halterung zusammenbasteln.

 Wenn er es sich recht überlegte, hatte er schon länger nicht mehr an einem Projekt in der alten Holz- und Metallwerkstatt gearbeitet, die an der Südseite des Hauses angrenzte. Das Wohnzimmer war altmodisch, aber heimelig eingerichtet und bot in fast jeder Ecke einen Blickfang; sei es ein kleiner Engel, eine Vase mit einem Looping im Hals oder ein koketter Wackel-Dackel, der aus Altersgründen vom Auto auf die weniger wackelige Fensterbank umgezogen war.

„Nun zum Wetter: In den meisten Teilen des Landes regnet es sowieso immer, der Rest ist mir eigentlich egal und weil hier sowieso niemand zuhört, kann ich auch gleich sagen, dass das Ganze zu 50% nicht stimmt…“
Herr Trän schnarchte auf, als sich die Wetterkarte aus dem Fernseher verzog. Die Wanduhr schräg über dem Fernseher tickte zwei Minuten herunter und sein Zeitfresser schräg unter ihr beantwortete die Darbietung mit der Hinwendung zum 20:15-Uhr-Film. Herr Trän nahm die Botschaft zur Kenntnis und genoss die Ruhe in seinem Geist, die der spannende Film in ihm auslöste.

Die Uhr an der Wand tickte weiter. Je länger man auf sie aufmerksam wurde, desto weniger passte sie in das Zimmer. Rund, schwarzer Rahmen, schlichtes Ziffernblatt mit arabischen Zahlen auf weißem Hintergrund. Ein langer schwarzer Zeiger, ein kurzer schwarzer Zeiger und ein roter Sekundenzeiger, der so vehement in die nächste Sekunde übersprang, dass man meinen könnte, er gehe diesen Weg jedes Mal zum ersten Mal mit übergroßem Tatendrang. Hinter der nächsten Kurve wartete das Abenteuer auf den roten Zeiger, so viel stand fest.

Herr Trän sah manchmal lieber zur Uhr als auf den Fernseher. Ihr gleichmäßiges Ticken erfüllte ihn mit einem Gefühl, das sich niemals abnutze, niemals langweilig wurde. Es war ein gleichmäßiger Takt, und genau deswegen machte es das Ganze so surreal. Wenn es nur eine Sache gab, die sich ständig wiederhole, wäre dann nicht alles egal, was noch kommt, da es ohnehin schon tausendfach da gewesen war? Bevor er diesen Gedanken weiterdenken konnte, widmete er sich meistens wieder dem treuen Freund der Uhr zu, der ungebogen mit an der Wand hing. Dieser hatte nach einer Weile kein Interesse mehr an fadenscheinigen Helden und meldete sich mit einer skurrilen Waschmaschinen-Dame zur Werbepause.

Albert Trän schlurfte in die Küche, um sich eine weitere Tasse Tee einzuschenken. Das Wasser war zwar weiß von Kalk, aber für diese eine Tasse Tee würde es schon reichen. An den Wänden der Küche hingen Bilder, auf denen aus gemalten Augen Gesichter starrten. Im unteren rechten Winkel der Bilder erkannte man immer den eleganten Schriftzug G. Trän. Seine Frau hatte diese Portraits sehr gefühlvoll gezeichnet, und hätte es die Natur so gewollt, wären zu den für immer leblosen Augen der Portraits auch Fotos von Kindern und Enkeln gestoßen.
Herr Trän ging zurück und schwieg die nächsten fünfzehn Minuten in seinen Tee, während sich der rote Zeiger immer noch auf Sinnsuche befand.

Als der Prime-Time-Film vorüber war, behalf sich der Fernseher mit einer Dokumentation über krebskranke Menschen. Herr Trän grummelte kurz in seinen Bart, weil ihm die Krankenhausbilder etwas unpassend erschienen für einen Ort des Kampfes. Die manisch-anti-depressiven Gesichter der Patienten hatten etwas sehr Störendes. Der eine machte eine Weltreise, pah! Albert Trän schüttelte die Bilder ab und kramte nach seiner Fernbedienung. Während er sich – nicht allzu behände- auf dem Sessel umherwalzte, kippte er sich plötzlich mit der Rechten den doch noch nicht ganz abgekühlten Tee über den karierten Pensionären-Pulli und schrie ein „HERRGOTTZEFIXSACKLZEMENT!!“ in sein Wohnzimmer, das fast schon nach einem lebendigen Menschen klang. Während des brachialen Ausrufs war er so aus dem Gleichgewicht gekommen, dass das braune Sesselungetüm ebenfalls aus seinem jahrelangen Schlummer entrissen wurde und mit einem urzeitlichen Quietschen nach hinten raste, nur um einen Moment später von dem panisch quiekenden Albert nach vorne gerissen zu werden. Der Aufprall des Sessels an der Wand schien vor Alberts Augen das ganze Haus zum Beben gebracht zu haben. Wie zur Bestätigung löste sich in diesem Moment die Uhr von der Wand. Sie musste sich jahrelang auf diesen Moment vorbereitet haben. Sie krachte auf den Wackel-Dackel, der vor Schmerz hin und her pendelte, sauste in Richtung Boden und blieb mit zersplittertem Glas liegen. Der rote Zeiger lag, befreit von seiner Fassung, neben der Uhr auf dem Boden. Völlig außer Atem, hellwach und mit gedampften Bauchspeck hockte Albert in seinem Wohnzimmer und konnte ein Kopfschütteln und ein Lächeln nicht unterdrücken.

Am nächsten Morgen schaufelte sich Albert den Weg aus seinem Haus frei und betrat, von Holzgeruch willkommen geheißen, seine Werkstatt. Was er vorhatte, wusste nur er, aber eins stand fest: Er konnte sich nach dem letzten Abend immer mehr mit dem roten Zeiger identifizieren – nur, dass er nicht in einer Uhr steckte.
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Lilly_Winter
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BeitragVerfasst am: 08.03.2018 13:29    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Sie musste sich jahrelang auf diesen Moment vorbereitet haben.

 Laughing

Zitat:
Sie krachte auf den Wackel-Dackel, der vor Schmerz hin und her pendelte,

Vor Schmerz klingt etwas brachial, oder? Vielleicht: der empört hin und her pendelte?

Zu der Ehefrau: Ich finde es wirklich schön, wie du sie so nebenbei einflechtest. Durch die Bilder wirkt sie selbst schon fast wie eine Erinnerung, deshalb war mir eigentlich auch klar, dass sie bereits verstorben ist. Es ist aber eine unaufdringliche Information, die mir nicht vom Text diktiert wird.
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Justadreamer
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BeitragVerfasst am: 08.03.2018 21:08    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Liebe Lilly,

mit dem "empört" kann ich mich anfreunden. Laughing

Das "Ehefrau- Problem", das du ansprichst, ist wirklic wichtig. Ich glaube, dass auch ich gerade als Anfänger (und mit mir wahrscheinlich viele andere) noch einige Probleme haben, Informationen in den Text zu flechten, ohne dass es gestellt wirkt (Siehe Holz- und Metallwerkstatt). Dass es hier authentisch wirkte, freut mich!
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Nina
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BeitragVerfasst am: 09.03.2018 15:44    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber justadreamer,

ich habe Deine überarbeitete Geschichte sehr gern gelesen. Gefällt mir gut, die Idee, auch die Umsetzung. Da ich gestern Abend mich näher mit Kafkas "Brücke" befasst habe, kam mir diese Geschichte beim Lesen hier gleich in den Sinn. Auch dort ist es eine Bewegung, die Veränderung bewirkt, wie auch in Deiner Geschichte. In Kafkas Geschichte ist es so, dass durch die Bewegung (zuvorderst) der Absturz geschieht, während in Deiner Geschichte die (ruckartige) Bewegung Anfang für Neues ist. Schön!
Mir sind nur zwei kleine Dinge aufgefallen, die man streichen könnte, genauer gesagt nicht Dinge, sondern Worte. Ich machs gleich mal im Text, ist gleich am Anfang.

LG
NIna

Justadreamer hat Folgendes geschrieben:


Es war acht Uhr an diesem Abend, zu der Zeit, in der Albert Trän in seinem halb verwesten, aber dennoch geliebten Ohrensessel kauerte und in den Flimmerkasten an der Wohnzimmerwand starrte. Wobei, so viel flimmerte nun nicht mehr, seitdem er vor drei Jahren sein Leben drastisch umgekrempelt und sich einen dieser neuartigen Flachbildfernseher zugelegt hatte.
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PhilipS
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BeitragVerfasst am: 10.03.2018 19:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo justadreamer,

mir gefällt der ironische Ton, der immer an genau der richtigen Stelle aufblitzt sehr gut. inhaltlich habe ich nichts auszusetzen. Ein paar Anmerkungen zum Stil:
Zitat:
geliebten Ohrensessel kauerte
"Kauern" verbinde ich mit einer hockenden, zusammengekrümmten Körperhaltung, meistens auf zu engem Raum. Vielleicht willst Du genau diese Assoziation wecken. Falls nicht, solltest Du über eine andere Formulierung nachdenken.

Im zweiten Absatz springst Du von der Erwähnung der Werkstatt übergangslos zur Beschreibung des Wohnzimmers. Das wirkt sehr abrupt. Vielleicht zeihst Du die Beschreibung des Wohnzimmers in den ersten Absatz?

Zitat:
Bilder, auf denen aus gemalten Augen Gesichter starrten.

Man könnte die Beschreibung auch so verstehen, dass da Augen gemalt sind und in die Augen hinein Gesichter (oder vielleicht sogar echte Gesichter aus gemalten Augen? Shocked ) Vielleicht ist das ein bisschen zu kleinkariert. "Aus Augen blicken" ist schließlich eine übliche Wendung. ich wollte es aber erwähnt haben.

Das alles sind aber nur Kleinigkeiten, sozusagen Facetten des Juwels, deren Politur ihn noch ein wenig mehr blitzen lässt.


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Justadreamer
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BeitragVerfasst am: 11.03.2018 13:24    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Nina und Philip,

auch nochmals vielen Dank für eure Anmerkungen. Kafkas Brücke ist ein sehr skurriles Werk, das ich mir auch kurz angesehen habe... Dinge zu personifizieren finde ich immer eine interessante Idee.
Danke auch für die angemerkten Passagen. Bei "aber dennoch" wäre vielleicht ein einfaches "doch" geschmeidiger gewesen, das "nun" kann man gerne weglassen.
Bei dem Wort "kauern" bi ich auch immer kurz gestockt - ich wollte zwar diese Haltung beschreiben, doch klingt es wirklich etwas unpassend. Ich hätte als Alternativen "Im Sessel verkrümeln" "einmümmeln" , "vergraben", "In seinen Sessel einbetoniert"  - ob das was passendes dabei ist, weiß ich auch nicht.

Die Augen-Passage ist etwas schwer zu entschlüsseln. Ich habe das so kurz beschrieben, um die Sachlage beiläufig erwähnen zu können, ohne das Problem zu haben, das von Lilly in Bezug auf die verstorbene Frau erwähnt wurde.

Ich werde mal vorsichtshalber trotzdem keine neue Version erstellen, um niemanden mit all diesen Versionen (inklusive mich) zu verwirren Laughing

Vielen Dank und bis zum nächsten Mal euch allen, es war wirklich von jedem ein guter Tipp dabei!

Tobid
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BeitragVerfasst am: 11.03.2018 13:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo justadreamer,

"vergraben" oder "einbetoniert" beim Sessel finde ich gut, weil es die Passivität unterstreicht. Zur Augenpassage: meine Anmerkung ist vielleicht ein bisschen pedantisch. Wie gesagt, ich wollte darauf hingewiesen haben. M. E. wäre der Anlass zum Missverstehen ausgeräumt, wenn Du statt "aus Augen" "mit Augen" sagtest. Selbstverständlich bleibt das Dir überlassen.
Einen schönen Sonntag wünsche ich Dir.


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Lilly_Winter
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BeitragVerfasst am: 11.03.2018 15:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Justadreamer,

ich habe mir nochmal den Textabschnitt angesehen und etwas experimentiert, vielleicht hilft es als Anregung:

Von den Bildern an der Küchenwand blickten ihm Augen entgegen, teilweise so filigran gemalt dass man den Pinselstrich nur erahnen konnte. Jedes unterzeichnet mit dem Kürzel seiner Frau. Hätte es die Natur so gewollt, wären zu den Portraits auch Fotos von Kindern und Enkeln gestoßen.
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Justadreamer
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 21
Beiträge: 49
Wohnort: Bayern


BeitragVerfasst am: 11.03.2018 22:52    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Philip,

- jetzt verstehe ich. "Mit" Augen passt wirklich besser. Das habe ich in deiner Anmerkung einfach übersehen Rolling Eyes


Hallo Lilly,

Durch deine Umschreibung hat man die Probleme dann ganz auf der Welt gewischt Laughing  

Ich kann nicht mehr genau sagen, was am besten ist, aber irgendwo zwischen unseren Varianten liegt die Wahrheit  Wink

Tobid
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Lilly_Winter
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 38
Beiträge: 272
Wohnort: Dortmund


BeitragVerfasst am: 12.03.2018 09:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Justadreamer,
die Wahrheit kennst nur du. Laughing
Bitte nimm meine Bemerkungen als das was sie sind, Anregungen und Vorschläge. Mir hilft es manchmal, wenn ich mich von der ursprünglichen Formulierung löse, wenn ich mir das Bild, das ich vermitteln möchte noch einmal genau vor Augen führe. Am Ende ist es dein Text und du entscheidest, welche Änderungen du vornehmen möchtest und wann du alles lässt, wie es ist.^^

Liebe Grüße
Lilly
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