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Dschungelraabe
Geschlecht:männlichAbc-Schütze

Alter: 22
Beiträge: 6
Wohnort: Rostock


BeitragVerfasst am: 12.01.2018 18:50    Titel: des Jünglings Reise eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Freunde!
Ich würde euch gerne mal mitten in meine Geschichte werfen, um ein kleines Feedback zu erhalten. Bin mir bezüglich der wörtlichen Rede unsicher und ob das Feeling, welches ich vermitteln möchte, gut  herübergebracht wurde.
Vielen dank vorab

Schon bald konnte ich einen Fleck erkennen, der schnell immer größer wurde, je näher ich ihm kam. So formte sich dieser zu runden und kantigen Formen, bekam spitze Dächer und entpuppte sich schließlich als die sagenumwobenste Metropole des Kontinentes. Schon von weitem streckten sich die imposanten Türme in den Himmel, die Teil einer gigantischen Stadtmauer sind und ehrfürchtig in ihrer Dominanz, schützend den Stadtkern umhüllten. Liedpfeifend stolzierte ich auf der Hauptstraße entlang, die zu einem der Stadttore führte, grüßte die mir so lieben Bauern und strahlte vor Aufgeregtheit einem neuen Abenteuer entgegen. Schon aus weiter Ferne schlug meine Nase, die mittlerweile sehr sensibel geworden ist, auf die schlechter werdende Luft an. Tausende von schlanken Kaminschloten ragen aus den Dächern qualmend hervor und verdunkeln mit ihrem dicken Rauch den Himmel. Zuweilen umgab mich eine Schar neugieriger Kinder, die es lieben, wenn Wanderer, mit ihren großen Rucksäcken, die sie voller Geschichten tragen, aus der Ferne herbei treten. „So stellt euch vor liebe Freunde…“ > fing der Jüngling an zu erzählen und schmückte seine Geschichten, mit sprechenden Tieren und edlen Rittern. Mit dem Einbrechen der Dunkelheit verabschiedete sich der Jüngling von seinen freudigen Zuhörern und machte sich auf in die Stadt. <
Ohne Probleme passierte ich das Stadttor und war von nun an, von einer geballten Mystik umgeben, die aus düsteren Augen, dunkle Energie verbreitete.  Im Niedersinken der Nacht starrten finstere Gestalten aus der Dunkelheit, die im Schatten von alten, wurmzerfressenen Häusern, die dem Einsturz entgegenwankten, lauerten und mir angsteinflößende Blicke zuwarfen.  Ein giftig stechender Uringestank, gepaart mit dem Schweiß der Kranken, stach mir in der Nase. Ich erntete viele Blicke der hasserfüllten Missgunst, die sich misstrauisch in meinen Kopf bohrten und sich ängstlich an meine Gedanken hefteten. Am liebsten hätte ich direkt wieder umdrehen wollen, zurück in die heimische Natur, die in der Dunkelheit weniger finster schien, als diese modrige Gosse. Doch nun gab es keinen Weg zurück, so war es an der Zeit, die Furcht auf dem Friedhof meines Seelenschlosses zu begraben, denn sie engte meinen Verstand ein und flammte bitter im Herzen.  „Mögen die Raben in das Licht fliegen“!  >erklang es mit mutiger Stimme, alsbald der Jüngling, fest am Arme gepackt, von einer Schwarzen Gestalt auffordernd weg gezogen wurde. „ Komm mit, ihr wusstet wohl nicht, worauf ihr euch da eingelassen habt, als ihr durch dieses Stadttor getreten seid. Ihr seid ein dummer, unerfahrener Reisender nehme ich an.“ > sprach es mit sicherer, weiblicher Mahnung aus einer mysteriösen Gestalt, die wie eine schwarze Katze aus der Dunkelheit trat und dem Jüngling einen riesen Schrecken einjagte, sodass ihm jedes Wort im Halse stecken blieb. < „Habt euch den falschen Bezirk ausgesucht, um ahnungslos mit eurem Gepäck in der Finsternis umher zustarren. Euer unsicheres Auftreten lockt die gierigen Gauner an, so sind Leute wie ihr ein gefundenes Fressen. In diesem Stadtteil beherrscht Armut und tückische Demut das Straßenbild, in der Verzweiflung wuchsen hier widerliche Dämonen, die krankhaft und zerfressen, ihrer leidenden Not, Luft machen wollen, indem sie raubmörderisch durch die Straßen ziehen. Seid also mehr auf der Hut, wenn ihr nochmal vorhabt, her zu kommen.“
Ich wusste zuweilen gar nicht, was ich der Unbekannten entgegenbringen sollte, so suspekt und finster erwischte mich dieser Ort. Zugleich verspürte ich dankbares Vertrauen, und so ließ ich mich hinausgeleiten aus der bedrohlich wirkenden Enge der Gassen. In einer Schockstarre gefangen, durchschlichen mich weiterhin die Gedanken der Wahnsinnigen und ließen mich einen schauerlichen Tod fürchten, nachdem ich ihre Geschichte vernahm. Das bange Schlagen meines Herzens zeichnete sich in mein blass gewordenes Gesicht. Aus der Dunkelheit kamen mir abgründige Gedanken, die wie Nebelschwaden, aus denen gefährliche, gespenstische Stimmen erklommen, schmerztötend meinen Geist umhüllten. Hineingeworfen in dieses ungewisse Folgen durch die Schattenwelt,  sah ich am Boden einen krankhaft zuckenden Mann  liegen. Je näher wir auf ihn zukamen, desto verzweifelter schien sein krampfhafter Anblick. „Was ist mit ihm, wollen wir ihm nicht helfen?“  >fragte der Jüngling verwundert. Da entgegnete ihm aus dumpfer Stimme: „ Es gibt hier so unendlich viel mehr Jammer, den Leuten ist sowieso nicht mehr zu helfen, wer nicht vom Sonnenlicht beschenkt, der in der Dunkelheit krepiert!“  
Alles glich einem Schreckensmärchen, dessen bitterböse Eiseskälte mich unweigerlich in die Untiefen des Seins blicken ließ. Durchtränkt von der Not der Leidenden, heftete sich ein ahnungsvolles Grauen an den Morgen. Von der unheimischen, schaurigen Atmosphäre begleitet, gerät alles Schöne in Vergessenheit. Verwahrloste Gestalten starrten uns entgegen, verhungert fielen sie aus ihren Kleidern. Einer litt mit dicken Eiterbeulen im Gesicht, der andere mit einem großen, brauen Geschwür am Fuß. Meine nächsten Sichtungen lasse ich euch besser erspart; das war wahrlich kein guter Start, so habe ich etwas Vergleichbares nie zuvor gesehen. „ Haltet euch auch besser vor Solchen fern, sonst trifft die böse Macht Gottes  auch euch noch.“ > Ermahnte die Unbekannte, während ihre Stimme, je öfter sie erklang, den Jüngling, an die Melodie einer vergangenen Zeit erinnerte. <  
Irgendwo ist mir diese Frau schon einmal begegnet, hat mich in banger Zeit gesegnet, hat mich erlöst vom schweren Leid. Doch nur wo? Zu sehr war ich im Nachdenken vertieft, ehe es mir einfiel, muss mein Geist sich erst entspannen; zu sehr war er getränkt von trauriger Not, von Leid und Tod. „ Wie heißt du eigentlich?“ fragte ich, um die schaurige Stille aufzuheben. „ In meinem Lande stellt man sich immer zuerst vor.“  „ Ihr kommt wohl nicht aus einer großen Stadt, hier sind Namen nur Schall und Rauch, sie verlieren sich in der Anonymität. Mein Name ist unwichtig, hier gibt es Millionen davon. Zudem trage ich an jedem Tag einen anderen, der sich in den Farben meiner Kleider wiederspiegelt. Wenn ich mich euch so ansehe, habt ihr auch mehrere Namen im Inneren wohnen, die sich sicher mit der Zeit offenbaren“ > sagte die mysteriöse Frau. < > „Noch vor einem Jahr wäre mir das alles unbegreiflich gewesen, doch die Stille des Waldes gab mir so Vieles, was sie mir auch gleichzeitig nahm. So auch die Namen, die sich gastlich einnisten in das Schloss der Seelen, das auf einem uralten Fundament erbaut, Licht und Schatten beherbergt.“ < > „ Das sind ja lieblich kluge Worte, die euch der Wald geflüstert hat, ich vernahm meine Lehre vom Mond, der sich tanzend gegen die Sonne tauscht und so auch deine Seele im Lichtspiel der Schatten lauschen lässt. Die Kraft des Lichtes beherbergt einige vielgesichtige Kreaturen, die schattenhaft im Auf- und Untergang der Sonne ihre Leben finden. So tanzt Licht mit Schatten als unzertrennliches Paar, merk dir das!“<
Ihre Worte faszinierten mich und waren gleichzeitig Untermalung einer finsteren Kulisse, die lebhaft als Beispiel dienlich war. „ Unser Seelenspiel ist ein Auf und Ab, gleich einem Sturm der Jahreszeiten.“  - fügte ich hinzu und so kam es mir wie ein Spiel zwischen uns vor, welches die Umgebung in die weite Ferne rückte. Und so zeichneten sich schon wieder lachende Mundwinkel in mein Gesicht. > „Jedoch hier in der Stadt, so erscheint es mir, unterwerfen sich viele Seelen dem Bändiger der Schatten, dessen rätselhafte Kunst trügerisch, manipulierend wirkt und für eine undurchschaubare Seelenverwirrung sorgt. So erscheint er als menschenfressendes Wesen, der mit schwarzer Magie Seelenmorde begeht.“  < fügte sie spielend an. > Ich glaube, dass der Bändiger der Schatten in seiner Urform im Jenseits von Gut und Böse lebt, dass er weder schwarze noch weiße Magie spricht und nicht über Leben und Tod entscheidet. Es sind vor allem wir selbst, die verantwortlich sind für sein Handeln“   Woraufhin sie Antwort gab: >„ Die Natur ist immer der holde Ursprung, und je weiter wir uns von ihr weg bewegen, desto verwirrender scheint das auferlegte Rätsel, um das Seelenchaos bestellt. Und das was im Ursprung des Inneren ruht, wird dir vielleicht Morgen zu Teil. Wer weiß das schon, und jetzt muss ich gehen, ab hier solltet ihr sicher sein, kommt gut durch die Nacht!“ < > Halt warte, wo willst du denn so plötzlich hin? Unser Spiel wurde doch gerade erst interessant, so lasse mich vorher wenigstens noch dein Gesicht sehen!“ < >Rief der Jüngling mit banger Hoffnung in der Stimme. <  „ Möge unser Schicksal uns mit Zuversicht weitere Augenblicke der Begegnung schenken, dann wird das Unbekannte Geheimnis tiefe Deutung erfahren“ < > Mit diesen Worten verabschiedete sich die mysteriöse Frau und verschwand darauf so schnell wie sie gekommen war, im Schatten der Dunkelheit. <
Wie eine sanfte Musik sanken ihre Worte in meine Seele, gleichzeitig säuselte der Wind durch die Straßen. Er sprach von Unfriede und Einsamkeit, vom Leben der Heimatlosen und  von den zurückgelassenen Seelen, die ruhelos am Abgrund der Dunkelheit umherstreifen. Noch einmal zurückblickend in die finstere Gasse, aus der wir gekommen waren, erschien sie mir wie ein Tunnel des Todes, ohne Licht am Ende gab er Ausblick, auf ein schreckliches Versprechen.

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annaavi
Geschlecht:weiblichSchreiberassi


Beiträge: 37
Wohnort: München


BeitragVerfasst am: 13.01.2018 09:43    Titel: Re: des Jünglings Reise Antworten mit Zitat

Hallo Dschungelraabe,

Zuerst Mal mein Gesamteindruck: Mühsam.
Ich fand deinen Text wirklich schwer zu lesen, und wenn ich in der Buchhandlung gewesen wäre, hätte ich ihn nach den ersten Sätzen beiseite gelegt. Sorry.

Weil ich aber was lernen, will habe ich versucht rauszufinden, was mich so angestrengt hat.

Hier mein Ergebnis:

Dschungelraabe hat Folgendes geschrieben:


"Schon bald konnte ich einen Fleck erkennen, der schnell immer größer wurde, je näher ich ihm kam. So formte sich dieser zu runden und kantigen Formen, bekam spitze Dächer und entpuppte sich schließlich als die sagenumwobenste Metropole des Kontinentes. Schon von weitem streckten sich die imposanten Türme in den Himmel, die Teil einer gigantischen Stadtmauer sind und ehrfürchtig in ihrer Dominanz, schützend den Stadtkern umhüllten."

Ich wollte den Satz jetzt fast mit "Schon" anfangen Very Happy
Du merkst, mich stört die Wortwiederholung. Jetzt ist "So" zwar nicht "Schon", aber für mich wirkt es doch so ähnlich, dass es mir beim dritten Satz schon Wink die Haare aufstellt.

Dann muss ich dir noch danken. Ich habe über das nächste Problem jetzt schon öfter gelesen, aber hier versteh ich endlich was damit gemeint ist:
Du hast gleich zu beginn drei sehr lange, verschachtelte Sätze.
So ein Satz verlangt Konzentration vom Leser.
Und bei mir stellte sich schon Rolling Eyes beim dritten Satz das Gefühl ein, dass der Text anstrengend wird.
Ich muss jeden Satz mindestens zweimal lesen um mir sicher zu sein auch wirklich alles verstanden zu haben.
 
Versuch die Sätze doch aufzubrechen. Statt der langen Verschachtelungen kurze, einfache Sätze zu schreiben.
Bzw. einen langen Satz mit kurzen und mittellangen Sätzen abwechseln.
So hat der Leser zwischendurch eine Atempause.

Und zu guter Letzt, der dritte Satz:


"Schon von weitem streckten sich die imposanten Türme in den Himmel, die Teil einer gigantischen Stadtmauer sind und ehrfürchtig in ihrer Dominanz, schützend den Stadtkern umhüllten."

 
Ich nenne es jetzt einfach Mal "overkill".
Bei imposant hab ich schon verstanden, dass hier was großes und beeindruckendes ist.
Und gigantisch ist es auch noch... holla die Waldfee!
spätestens bei ehrfürchtig denke ich mir dann... ist ja gut! Ich hab's verstanden!

Was ich sagen will: manchmal ist weniger mehr Wink


"Liedpfeifend stolzierte ich auf der Hauptstraße entlang, die zu einem der Stadttore führte, grüßte die mir so lieben Bauern und strahlte vor Aufgeregtheit einem neuen Abenteuer entgegen.

Schon aus weiter Ferne schlug meine Nase, die mittlerweile sehr sensibel geworden ist, auf die schlechter werdende Luft an. Tausende von schlanken Kaminschloten ragen aus den Dächern qualmend hervor und verdunkeln mit ihrem dicken Rauch den Himmel.

Zuweilen umgab mich eine Schar neugieriger Kinder, die es lieben, wenn Wanderer, mit ihren großen Rucksäcken, die sie voller Geschichten tragen, aus der Ferne herbei treten. „So stellt euch vor liebe Freunde…“ > fing der Jüngling an zu erzählen und schmückte seine Geschichten, mit sprechenden Tieren und edlen Rittern.

Mit dem Einbrechen der Dunkelheit verabschiedete sich der Jüngling von seinen freudigen Zuhörern und machte sich auf in die Stadt. <"



Nochmal ein schwieriger Absatz:

Zuerst: Ich glaube der Text wäre viel leichter zu lesen wenn du hin und wieder Mal einen Zeilenumbruch einfügen würdest.
Dann kann man sich drauf einstellen: aha neuer Sinn abschnitt.

Und Schon wieder ein Schon gefunden Smile Du magst dass Wort.
Die langen Sätze gibt's auch wieder Wink

Gleich im ersten Satz stolpere ich über zwei Wörter:

Liedpfeifend: Das hält mich gleich zu Beginn des Satzes damit auf, darüber nachzudenken, ob das wirklich ein Wort ist. Wenn ich dann beschlossen habe es mal hinzunehmen, hab ich schon wieder vergessen wo ich überhaupt war. Question

strahlte: ist ein Wort an dem man nichts aussetzen kann. Aber in dem Satz stelle ich mir dann doch die Frage, wie man einem Abenteuer entgegen strahlt Question
Und schon bin ich wieder raus aus dem Text.

Zum gesamten Abschnitt:

Ich habe jetzt mehrere Absätze eingefügt. Einfach, weil ich mich sonst nicht zurechtfinde in dem Text.

1. Absatz: Wir sind auf dem Weg in die Stadt und freudig erregt, aber noch ein gutes Stück weg.

2. Absatz: Der Geruch und Details der Stadt in weiter Ferne werden beschrieben.

3. Absatz: Wir sind wieder auf der Straße und von Kindern umgeben denen wir eine Geschichte erzählen.

4. Absatz: Es ist dunkel und wir brechen zur Stadt auf.

Das ist jetzt meine Kurzzusammenfassung.
Man... da passiert ja echt viel in dem kurzen Stück.

Zuerst: Du springst zwischen Stadt und Weg zur Stadt hin und her, da kann man sich auf nichts so richtig einstellen.
Willst du die Atmosphäre der Stadt einfangen?
Oder den Weg hin zur Stadt?
Diese Frage solltest du für dich erst Mal beantworten. Und dann Konzentriere dich auf das eine.

Ist der Teil mit den Kindern, denen eine Geschichte erzählt wird wirklich nötig? Trägt er zum Fortgang der Geschichte bei? Charakterisiert er deinen Protagonisten?
Wenn ja: Dann nimm dir mehr Zeit dafür.
Wenn nein: Weg damit!

Dieser Absatz mit der Geschichte wirft mich nämlich komplett raus.
Gerade sind wir noch unterwegs. Gut. Kinder umgeben mich und wollen eine Geschichte hören. Auch gut. Jetzt Stell ich mir vor wie ich während ich gehe der wilden Meute eine Geschichte erzähle bis ich sie hinter mir zurücklasse, weil ich aus ihrem Dorf raus bin, die Eltern sie zurückrufen, etc.
Aber dann breche ich plötzlich wieder zur Stadt auf Question  Hä? Wie jetzt? Ich war doch schon unterwegs dahin Shocked

Und weil du extra danach gefragt hast: Die Wörtliche Rede.
Da ist jetzt zwar nur die eine drin aber ich versuch's trotzdem Smile

Wenn jemand zu Reden beginnt, finde ich es in Büchern immer angenehm, wenn dass dann auch eine neue Zeile ist.
Ist aber vielleicht Geschmackssache.
Dann versteh ich den ">" danach nicht. Was macht der da? Gehört da nicht ein "," hin?
Ansonsten find ich die schon OK.

 


Zitat:


Das war jetzt nicht dein ganzer Text, aber ich hoffe du verstehst im Groben schon mal was ich meine und bist mir nicht böse. Embarassed

Du hast ja auch nach der Stimmung gefragt, und ich finde die kommt halt einfach nicht auf. Also: Gar keine Stimmung.

Ich habe den Eindruck, dass du zu angestrengt versuchst passende Adjektive zu finden. Das erschlägt einen irgendwie.
Ich bin auch nicht ganz sicher ob du das Hauptaugenmerk auf die Umgebung oder den Protagonisten legen willst.
In beiden Fällen wäre es aber gut, wenn etwas mehr Leben in der Szene wäre.
Puh dass ist echt schwer zu Beschreiben... Crying or Very sad
Nimm doch nicht so viel auf einmal. Hol dir ein Detail, seien es die Kinder, oder die Schornsteine, und dann konzentriere dich genau auf dass.
Gib mir als Leser das Gefühl dabei zu sein. Mal ein Bild in meinen Kopf.
Dafür brauche ich Details.
Zum Beispiel die begeisterten Bauernkinder:
Schmutzige Gesichter, die Mädchen haben ihre Haare unter Kopftüchern hochgebunden, aus denen sich aber trotzdem hin und wieder eine vorwitzige Locke hervor kringelt.
Während die Jungs Kniebundhosen tragen. Einer von ihnen hat sich wohl ein Knie Aufgeschlagen, weil die Hose ein blutiges Loch hat, aber die Ankunft des Reisenden ist so spannend, dass er den Schmerz komplett vergisst...

So was. Da braucht's auch gar nicht so hochtrabende Wörter. Füttere meinen Kopf mit ein paar Bildern an, den Rest übernimmt dann meine Fantasie.

Ich hoffe du bist nicht zu enttäuscht und kannst was mit meinem Feedback anfangen.

LG annaavi
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Dschungelraabe
Geschlecht:männlichAbc-Schütze

Alter: 22
Beiträge: 6
Wohnort: Rostock


BeitragVerfasst am: 13.01.2018 14:59    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo annaavi,
Vielen Dank für deine Mühe und deine wertvolle Kritik, die es mir erlaubt meinen Text aus anderen Augen vernehmen zu können. Nun ist mir das erste Mal  aufgefallen; dass ich mit Adjektiven um mich werfe und das weniger wohl manchmal mehr ist.


Das Wort Schon kann ich auch gut weglassen.
Und danke für die nette Inspiration, die Dorfbewohner zu beschreiben.

Ich werde dran arbeiten, recht herzlichen Dank! Very Happy
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Katinka2.0
Geschlecht:weiblichSchreiber-Lehrling


Beiträge: 80



BeitragVerfasst am: 13.01.2018 16:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Dschungelraabe Smile ,

ich hab dir hier mal ein paar Vorschläge bzw. Gedanken dagelassen. Vielleicht kannst du ja etwas damit anfangen, ansonsten ignorieren.


Schon bald konnte ich einen Fleck erkennen, der schnell (Es muss langsam heißen. So schnell kann der Fleck nicht größer werden, es sei denn dein Prota ist mit dem Auto unterwegs.) immer größer wurde, je näher ich ihm kam. So formte sich dieser zu runden und kantigen Formen, bekam spitze Dächer und entpuppte sich schließlich als die sagenumwobenste Metropole des Kontinentes. Schon (Wortwiederholung. Versuch doch »bereits«.) Von weitem streckten sich die imposanten Türme in den Himmel, die Teil einer gigantischen Stadtmauer sind (Präteritum: waren) und ehrfürchtig in ihrer Dominanz, (kein Komma) schützend den Stadtkern umhüllten (muss hier meiner Vorrednerin recht geben, die Adjektive erschlagen den Leser und du solltest mind. 2 streichen). Ich würde jetzt zur besseren Lesbarkeit einen Absatz einfügen.

Liedpfeifend (Pfeifend) stolzierte ich auf der Hauptstraße entlang, die zu einem der Stadttore führte, grüßte die mir so lieben Bauern und strahlte vor Aufgeregtheit einem neuen Abenteuer entgegen. Schon aus weiter Ferne (Wortwiederholung, wie wärs mit »längst«?) schlug meine Nase, die mittlerweile sehr sensibel geworden ist (wieder Tempuswechsel, es muss heißen war), auf die schlechter werdende (gefällt mir nicht so, vielleicht besser »stickigere Stadtluft«?)Luft an (btw. wie »schlägt eine Nase an«? Vielleicht anders formulieren)). Tausende von schlanken Kaminschloten ragen (ragten!) aus den Dächern qualmend hervor und verdunkeln (verdunkelten) mit ihrem dicken Rauch den Himmel (Qualmend und dicker Rauch redundant, eines von beiden streichen). Absatz

Zuweilen umgab mich eine Schar neugieriger Kinder, die es, so wie in diesem Moment , lieben (liebten), wenn Wanderer, (kein Komma) mit ihren großen Rucksäcken, die sie voller vollgepackt mit Geschichten tragen (trugen), aus der Ferne herbei treten (aus fernen Ländern zu Besuch kamen) (Der Satz ist zu kompliziert und verschachtelt. Mach lieber zwei daraus). Absatz, wenn wörtliche Rede folgt.

„So stellt euch vor liebe Freunde …“ > (was soll die spitze Klammer? Da muss ein Komma hin) fing der Jüngling (??? Das kapier ich jetzt nicht. Warum wechselst du plötzlich in die 3. Person? Du erzählst doch die ganze Zeit aus der Ich-Perspektive??? Besser ändern) an zu erzählen und schmückte seine Geschichten, (Kein Komma) mit sprechenden Tieren und edlen Rittern. Mit dem Einbrechen der Dunkelheit verabschiedete sich der Jüngling (ich mich) von seinen (meinen) freudigen Zuhörern und machte sich auf in die Stadt. (Brach in die Stadt auf) < (Was ist der Sinn dieser Klammer?) Absatz

Ohne Probleme passierte ich das Stadttor und war von nun an, (kein Komma) von einer geballten Mystik umgeben, die aus düsteren Augen, (kein Komma) dunkle Energie verbreitete (Adjektive sind too much!). Im Niedersinken der Nacht starrten finstere Gestalten aus der Dunkelheit, die im Schatten von alten, wurmzerfressenen Häusern, die dem Einsturz entgegenwankten, lauerten und mir angsteinflößende Blicke zuwarfen. Ein giftig stechender Uringestank, gepaart mit dem Schweiß der Kranken, stach (stechend und stach unglücklich formuliert, vielleicht besser durchdrang meine Nase) mir in der Nase. Ich erntete viele Blicke der hasserfüllten Missgunst (besser hasserfüllte oder missgünstige Blicke), die sich misstrauisch in meinen Kopf bohrten und sich ängstlich an meine Gedanken hefteten.

Okay, ab hier habe ich abgebrochen. Nicht, weil dir die Fantasie fehlt, sondern weil der Lesefluss ständig unterbrochen wird. Du überlagerst den Text mit zu vielen Adjektiven, verschachtelten Sätzen und teilweise übertriebenen Formulierungen (Furcht auf dem Friedhof meines Seelenschlosses). Auch wechselst du zwischendurch die Perspektive, was beim Lesen erst einmal für Verwirrung sorgt.

Hier ein paar Beispiele für die wörtliche Rede:

"Zieh sofort dein Hemd aus, Siegfried!", befahl Kriemhild streng.

"Mit Vergnügen", antwortete Siegfried hocherfreut und riss sich das Wams vom Leib.

"Aber wo willst du denn hin?", fragte er verwirrt, als sie sich mit dem Hemd entfernte.

Kriemhild erwiderte scheinheilig: "Das Hemd hat ein ... äh ... Loch auf Höhe des Schulterblattes. Ich werde es geschwind stopfen."

"Ach so", dachte Siegfried enttäuscht, "wäre ich mal lieber bei Brunhild geblieben."


Du hast viel Fantasie und versuchst den Leser möglichst wortgewaltig daran teilhaben zu lassen, preschst damit aber weit über das Ziel hinaus. Dabei verwendest du durchaus eine schöne Sprache. Wenn du deinen Text jetzt noch deutlich entschlackst, kommt man als Leser leichter in den Genuss deiner erschaffenen Welt und die Bilder können sich tatsächlich zu einem Film im Kopf entwickeln.

Bleib dran! Daumen hoch

LG Katinka
[/s]
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cipher
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber


Beiträge: 20
Wohnort: Europa


BeitragVerfasst am: 13.01.2018 17:03    Titel: Antworten mit Zitat

Was mir noch aufgefallen ist:

Schon von weitem streckten sich die imposanten Türme in den Himmel, die Teil einer gigantischen Stadtmauer sind und ehrfürchtig ehrfurchtgebietend in ihrer Dominanz, schützend den Stadtkern umhüllten vielleicht. umgaben?.
Ehrfürchtig = Ehrfurcht empfindend - das kann kein Turm.
Umhüllen = von einer Hülle umgeben - auch das können Türme nicht.
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annaavi
Geschlecht:weiblichSchreiberassi


Beiträge: 37
Wohnort: München


BeitragVerfasst am: 14.01.2018 16:13    Titel: Antworten mit Zitat

Oh gut, dann bin ich beruhigt, wenn dir die Kritik hilft Very Happy
Ich bin gespannt auf die Überarbeitung, lass dann mal sehen wenn es so weit ist Wink
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